29. September 2008
Ist es doch auch ohne diese Subventionierung jener Sparschweine, die auf dem Land billig bauen und dafür anderen in Wohngebieten die Straßen verpesten, in Letzteren noch immer katastrophal voll von Autos, in denen Erstere – stets allein, versteht sich – sitzen und mit allem möglichen, nur nicht mit der Teilnahme am flüssigen Verkehr beschäftigt sind. Ganzen Artikel lesen
28. September 2008
Meine Freundin Mechtgret ist, wie der versierte Blockleser längst weiß, Werbeverweigererin. Das obligatorische Kainsmal in Form eines Schildes am Brief(!)kasten hilft ihr indes noch nicht mal auf dem Rechtsweg gegen all jenen Unrat, der ihr namentlich zugesteckt wird – gleich, ob sie den jemals bestellt hat oder nicht. Das ist so, weil das deutsche Rechtssystem eben auch den Schwächsten in unserer Gesellschaft ein warmes Plätzchen bietet, und dazu darf man getrost auch jene zählen, die immer noch meinen, daß viel viel hilft und sich doch jeder über einen Brief freut, bisweilen so sehr, daß er dann auch den darin beworbenen Ramsch zielstrebig kaufen geht. Ganzen Artikel lesen
Das wird ja immer doller. Nun muß wohl auch das bislang beliebte und eindeutig christlichen Werten verpflichtete Berliner Identifikationssubjekt, nebenberuflich Eisbär und Devisenbeschaffer für den marodierenden städtischen Zoologischen Garten, unter geheime staatspolizeiliche Beobachtung. Ganzen Artikel lesen
Wäre ich beispielsweise Frau Kleinert, ich ginge beispielsweise Herrn Buhrow regelmäßig an die Gurgel. Warum? Nun, wie würdest Du Dich wohl fühlen, bestünde Dein Job daraus, der Nation binnen zweieinhalb Minuten das Wetter von morgen zu verkünden und täte ich unmittelbar zuvor genau das: das Wetter von morgen verkünden, nur, um eben jener Nation klarzumachen, daß du unmittelbar im Anschluß genau das noch einmal tun wirst? Ganzen Artikel lesen
18. September 2008
So spricht der Berliner, jedenfalls, wenn es um sein Bier geht. Denn die Fa. Getränke Lehmann zählt seit Jahrzehnten zu den konstanten Größen des mit Erfrischungen flüssiger Art handelnden Berliner Mittelstandes. A propos Mittelstand: Der ist ja bekanntlich und, vor allem den rituellen Beschwörungen von Wahlkämpfern aller Couleur zufolge, abwechseln Rückgrat, Seele und bisweilen heiliger Geist der hiesigen Marktordnung. Ihn zu hegen und zu düngen, das ist übrigens die Aufgabe, oder (um dem eingänglichen Duktus die Treue zu halten) das Bier der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ganzen Artikel lesen
9. September 2008
…ach nein, ist er ja schon.
Wie kommt er denn jetzt darauf?, fragst Du mich oder Dich? Nun, gerade sitze ich hier, um mich herum die rheinländisch-verbaldynamisch herangezogene (letzte?) Hoffnung der heranwachsenden Rentner von morgen (Hoffnung auf Beiträge, klar), die ganz in rheinisch-fröhlicher Tradition plärrt, scheppert und kreischt, was die Nachwuchskehlen (oder, Nachwuchs 2.0: Die aufgebohrten Zweitakter der Schwanzersatzfahrzeuge auf zwei Minirädern) hergeben, und denke so voller Wehmut an die betörende Ruhe zurück, die mich neulich noch beim Besuch des Ayurveda-Spa an einem fernen, sonnigen Urlaubsort umgab, während ich mich von Haar bis Zeh umsorgen ließ. Ganzen Artikel lesen
8. September 2008
Ich hab’ den Laden einfach hingeschmissen! – was sonst wird Kurt Beck wohl seinen Genossen in Mainz, Frau und Kind, Hund und Katze über den Ablauf seiner (un)freiwilligen Demission erzählt haben? Ein Schelm, der dabei nicht sofort an eine Kennern wohlgeläufige Filmszene denken muß.
Und tatsächlich – geheime Wortprotokolle aus dem Landgasthaus nahe dem Schwülowsee (oder wie der gleich hieß) belegen es: Alles schon mal gehört… Ganzen Artikel lesen