Das wird ja immer doller. Nun muß wohl auch das bislang beliebte und eindeutig christlichen Werten verpflichtete Berliner Identifikationssubjekt, nebenberuflich Eisbär und Devisenbeschaffer für den marodierenden städtischen Zoologischen Garten, unter geheime staatspolizeiliche Beobachtung. Grund für diese Sicherheitsmaßnahme ist seine Teilnahme am islamistischen Fastenmonat. Komplizen, die dem politischen Umfeld des Tieres zugerechnet werden, schieben indes den angeblichen Tod des bisherigen Leibkochs und Wärters des insbesondere im bevorstehenden Winter meist als Schläfer tätigen Verdächtigen als Grund für die Fraßpause vor. Ungeachtet dessen wurden Flughäfen, Landesgrenzen und insbesondere das gesamte Publikum der Berliner Medienlandschaft in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.
Hierzu passend auch der heutige Gastkommentar von Berta Ernst aus D. bei F. am M.:
Wenn es jemanden interessiert, meine Oma ist diesen Sommer verstorben. Es kamen keine Presseheinis, die meinten, deswegen einen großen Aufmacher in der nächsten Ausgabe der regionalen Tageszeitung zu machen. Man hat der verstorbenen Frau das gelassen, was jedem Menschen gelten muss. Die letzte und würdevolle Ruhe. Die Familie ist dafür sehr dankbar.
Der Familie des verstorbenen Tierpflegers wünsche ich das auch. Er hat das gemacht, was eigentlich alle Menschen machen sollten: sich für den Erhalt von Flora und Fauna einsetzen. Also hört endlich mit diesem Hype um irgendeinen einzelnen Eisbären auf! Es interessiert doch im Grunde niemanden!
Anmerkung des Blockbesitzers: Liebe Berta, Sie haben völlig Recht. Leider gilt vor allem das Letztere auch für meinen Block. Insbesondere Ihren detaillierten Appell an die, die aus der armen Bärenwurst noch das letzte Tröpfchen Arktisgold herauspressen werden, habe ich daher gekürzt. Möge der Typ da in Ruhe frieden. Und der Bär irgendwann auch. Vllt. sollte er (der Bär) schon aus diesem Grund nach Bayern umsiedeln. Dort sind Bären übrigens Terroristen gleichgestellt. Was wieder die These ganz oben stützt.