DavidBLN.de

26. Mai 2009

Wer nichts wird, wird…

…Wirt? Na, seit ein gewisser Herr Rach sein Unwesen treibt, wissen wir ja, daß sogar das Führen einer Bierpinte heutzutage mindestens ein Baumschulabitur verlangt. Gut, daß das Sprichwort noch weitergeht, denn ist die Kneipe nicht gelungen, macht man in Versicherungen. Aber halt: Die gehören ja irgendwie zum Finanzmarkt, also: Auch nix (aus den bekannten Gründen).

Erfreulicherweise gibt es aber dennoch eine Branche, die – munkelt man – seit kurzem ungeheuer boomt, weshalb das bekannte Sprichwort auch prompt eine Ergänzung erfährt: Bringt auch dieses keinen Lohn, gehst Du halt zu…

Neulich in meinem Briefkasten: "Kein Job – kein Geld – keine Perspektive? Telefongesellschaft sucht 22 neue Mitarbeiter zur Neueröffnung in [...] Festanstellung, 1500 Euro Festlohn plus Provision. Interessiert? Dann rufen Sie uns an unter: 0177 [...]"

Arbeitssuchender 1929: "Ich nehme alles". Er wäre dankbar gewesen!

Man darf sicher sein, daß die Telefongesellschaft über solche zielgruppengerechten Massenrekrutierungen, die vermutlich Drückerkolonnen nicht ganz in ihrem Sinne und zu Lasten verzweifelter Briefkastenbesitzer durchführen, besonders erfreut sein wird. Mindestens so erfreut wie der abgebildete erste Bewerber, der schon kurz nach der Verteilaktion vor dem noch zu eröffnenden Geschäft gesichtet wurde. Ich drücke die Daumen für die erste Million!


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