…, sind Sie Monika Lewinsky? kennt man ja bei der German interneschenal Bahn als Formulierung gar nicht. Im Gegenteil, dort läßt man sich ja schon applaudieren, wenn man mal püntklich ist.
Wie man es auch machen kann, oder besser: Besser machen sollte, können Manager der German Bahn worldwide Inc. lernen, wenn sie ihren Arsch mal in einen Zug der Marke Thalys (an der der eigene Konzern übrigens selbst beteiligt ist) setzen. Abgesehen davon, daß der bequemer und im Mittel schneller ist als sein deutscher Hochtechnologiebruder (der mit den kaputten Achsen und Radreifen) und die (immerhin: in vier Sprachen vorgetragenen) Stationsaufrufe und aufs wirklich nötigste reduzierten sonstigen Ansagen von angenehm monotonen und leisen Computerstimmen so unaufdringlich durchgeführt werden, daß man sie fast gerne hört, hat man die sogar für den Fall unvorhergesehener Halte oder Verspätungen vorausschauend aufgenommen. Das geht dann so (sprachlich zusammengefaßt):
- 0:00 (Notbremsung)
- 0:02 “Mesdames et Messieurs, wi hebb en teknische Problem. Wir informieren Sie as soon as we know more. Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten.”
- 0:04 “Mesdames et Messieurs, wegen en teknische Problem können wir nicht weiterfahren. Wir werden have about 10 to 15 minutes of delay. Wir bitten um Entschuldigung.”
- 0:12 “Das Problem besteht nicht mehr. Wir haben etwa 10-15 Minuten Verspätung. Bitte entschuldigen Sie die Verspätung.”
- (kurz vor dem nächsten Haltebahnhof) “…verabschieden uns bei den Fahrgästen, die hier aussteigen und bitten nochmals um Entschuldigung für die Verspätung.”
Vom in der ersten Klasse kostenlosen Angebot an Mahlzeiten, Bier und Wein mal ganz zu schweigen. Nachtrag: Und erst recht vom kostenlosen W-LAN, über das ich mir ganz lautlos ansehen kann, wo wir gerade sind, wann wir wo ankommen, wie schnell wir gerade fahren. Und, was es in der Bordbar gibt, falls einem das kostenlose Durchfressen nicht genügt.