Es gibt im Internetz, wie überall, ein uraltes Phänomen. Und das nennt sich “Schublade”. Apple und Google, das sind die Fiesen[tm], “Micro$oft” (ha, ha) sowieso. Und Linux ist prinzipiell über jeden Zweifel erhaben, ebenso wie Open Source. Im Rahmen dieser Tradition ist “Firefox” eindeutig ein Guter: Es ist ein Open Source-Projekt, das ist sowieso schon mal das Wichtigste, dann sind da die vielen tollen Addons und die Api, und so fort – kurzum: Alle alle machen mit – da kann nix faul sein.
À Popo mitmachen: Auch Google macht da mit. Das ist für sich nix neues. Und ich bin auch niemand, der Google grundsätzlich scheiße findet (siehe oben). Grundsätzlich scheiße finde ich aber Addons, die in einem bejubelten Browser von Google eingebaut werden, und so toll gefunden zu werden scheinen, daß man sie als gar nicht deinstallierungswünschenswürdig befindet und dem Anwender selbst in der benutzerdefinierten Installation (natürlich völlig gutmeinend) nicht als Option anbietet.
Endgültig daneben ist so etwas, wenn es sich um ein “Addon” (wohl eher: Optout, aber not so easy) handelt, das alle 30 Sekunden nach Hause telefoniert und erst nach tieferer Recherche und etlichen “Sicherheits”-Warnungen abgeschaltet werden kann.
Da lobe ich mir die Closed Source, aber dennoch Free Software aus Norwegen. Da ist fast alles, was ich an “Addons” brauche, schon drin. Und alles, was nach Hause telefoniert, ab Werk ausgeschaltet. Was ein kurzer Blick in den Netzwerkmonitor eindeutig belegt. Und vor dem Aktivieren erfahre ich, was ich da nutzen werde. Kurzum: Die sind die Guten.