DavidBLN.de

25. März 2010

Günstig tanken

Preistafel einer Tankstelle: Benzin für 0,1 Cent

(Adresse auf Anfrage)


Neuer, schöner, scheißer

Wenn ich an irgendeinem Punkt konservativ bin, dann wohl als Vertreter der klassischen “niemals ein funktionierendes System ohne Not ändern”-Devise. Weder konnten mich zum Beispiel in den letzten knapp zehn Jahren Windows “Vista” oder “7″ (aka Vista 2.0 oder NT 6.1), noch das wirklich schon sehr gut gediehene Ubuntu-Linux von meinem vertrauten und vor allem: Seit eben diesen knapp zehn Jahren durchgehend ohne etliche Neuaufsetzungen funktionierenden XP weglocken. Ganzen Artikel lesen


24. März 2010

Die weiteren Aussichten: Trübe.

Der etwa fünfzigjährige Staplerfahrer polnischer Herkunft, Johann Kachelsczinsky, der im Nebenhaus meiner Schwippschwägerin wohnt (oder sonst irgendein Privatmensch, dem vorgeworfen wird, etwas möglicherweise strafbares getan zu haben, von dem jedoch ausschließlich ein deutlich begrenzter, ebenfalls privater Personenkreis betroffen ist), wurde kürzlich wegen des Verdachts auf Verunglimpfung seiner Nachbarin verhaftet, damit er sich nicht gen Osten absetze. Daß das nicht in der “Zeitung” mit den großen Buchstaben und auch nicht in kleinen Buchstaben oder Sätzen in den sonstigen “Qualitätsmedien” auftaucht, hat exakt die gleichen zwei Gründe, die auch zur Folge haben, daß nichts über seine sexuellen Vorlieben, seine Wohnungseinrichtung, seinen Kontostand oder seine Eßgewohnheiten irgendwo gegen Zeilen- oder Minutengeld verkauft wird:

  1. Es interessiert – bis auf direkt Betroffene und evtl. neugierige Nachbarsweiber – niemanden.
  2. Es geht niemanden etwas an.

Wäre Kachelsczinsky beispielsweise Ansager im sagen wir mal Fernsehen und damit das, was allzu gerne als “Person des öffentlichen Lebens” bezeichnet wird und womit stets ein angeblich berechtigtes öffentliches Interesse an restlos allem über solche Personen begründet werden soll, gälte Punkt eins – die menschlichen Abarten des Spannens, der Neugier, des Gaffens, der Sensationslust aus Mangel an eigenem spannenden Leben mal als unabänderbar und hinzunehmend unterstellt – “selbstverständlich” nicht mehr.

Bei Punkt zwei kann man das nicht nur anders sehen, man muß sogar. Ganzen Artikel lesen


23. März 2010

“Erschieß dich doch einfach!”

Aus der Rubrik “Forenantworten, für die der Antwortende zeitlebens sofort eine Internetsperre nach der One-Strike-Emergency-Regel erhalten muß” und die eigentlich zur Kategorie “kein Wunder, daß dein Computer nicht geht, wechsel doch zu Linux” gehören:

F: Weiß jemand, wie man bei der Packstation die Annahme eines Pakets verweigern kann?
A: Kündige doch einfach das Packstation Gedönse und lass es anliefern.

Solcher entsinnte Verbaldurchfall von Leuten, die zu jedem Tannenzapfen im Wald noch schnell eine Wurst legen, damit auch von ihnen was dabei ist, wird eigentlich nur noch getoppt von “Mein Dach ist undicht, was tun?” – “Reiß doch einfach dein Haus ab!”

Drum antworte ich auf die in solchen BeiAbträgen stets latent gestellte Frage “Obwohl ich sogar in Foren mit möglichst zusammenhangfreien dämlichen Ratschlägen rumtrolle, habe ich keine Freunde, was tun?” mal präventiv und kostenfrei: Erschieß dich doch, spätestens dann hast du welche. Mindestens einen. Mich.


22. März 2010

Aber bitte mit Butter!

Im “Café Konditorei Rosgarten” in Konstanz – ausweislich an der Wand prangender Urkunden des Südkuriers für die Leser desselben immerhin das beste Frühstückscafé der Stadt 2008 (oder so) – wird einem viel geboten. Mit amüsanten Details wie der ohne Brezel (”sind gerade ausgegangen”) servierten Butterbrezel zum Preis von einem Euro (für die Butter, die man sich jedoch auch wahlweise wieder nachträglich vom Teller nehmen lassen könnte, Ordnung muß sein, und man hat sogar den Erlebnisfaktor der Auswahl!) will ich hier niemanden langweilen. Einen Dialog jedoch, der wirklich sein Geld wert ist, darf ich der geneigten Kundschaft einfach nicht vorenthalten:

  • “Was möchten Sie?”
  • “Ich wüßte gerne, was Ihr Studentenfrühstück kostet, wenn man nicht wie gewünscht einen Studentenausweis vorlegen kann.”
  • “Der Preis ist für Studenten.”
  • “Ja, ich weiß. Und was ist der Preis für Nichtstudenten?”
  • “Na der volle Preis.”
  • “Ja, klar. Wie lautet der denn?”
  • “Das ist, ähm, das wird, also ein Brötchen, eine Brezel [s.o., D.], ein Spiegelei….also auf jeden Fall teuer.”

Letzteres kann ich im Nachhinein bestätigen. Wenn ich auch im großen und ganzen nur eine Butterbrezel hatte. Ohne Brezel. Mahlzeit.

Nachtrag: Ich muß mich entschuldigen. Wenn man unterstellt, daß wir in 1900 Jahren immer noch mit Euro bezahlen und weiterhin annimmt, daß die Inflationsrate konstant bleibt, dann waren nicht nur die zehn Gramm Butter zu einem Euro geschenkt, sondern gleich das ganze Frühstück:

Auf der Internetseite des Café Rosgarten wird darüber informiert, daß heute Montag, der 22. März 3910 ist

Das nenne ich fortschrittlich und bin beeindruckt.


Aggressiver der Beutel nie klingelt

Bei aller berechtigten Kritik an der katholischen Kirche: Ein bißchen ehrlich sind sie. Manchmal. Sagen Sie also bitte nach der nächsten Messe nicht, man hätte die bevorstehende Kollekte nicht angekündigt.

Aushang der katholischen Dreifaltigkeitskirche Konstanz: "Vorsicht, aggressive Bettler! Betteln in der Kirche verboten!"

Immerhin: Gesammelt wird dann vor der Tür, drinnen ist es ja verboten. Also, klarer Fall von Daumen hoch für transparente Finanzen.

Aushang der katholischen Dreifaltigkeitskirche Konstanz: "Vorsicht, aggressive Bettler! Betteln in der Kirche verboten!"


21. März 2010

Und zum Nachtisch: Leasing

Eine Dessertkarte im Pizzaladen wirbt für Bilder - zum Leasen, statt zum kaufen.


20. März 2010

Kurswechsel

Schlipsträgern geht in “Meetings” bekanntlich besonders schnell einer ab, wenn in tollen Powerpups-”Präses” möglichst viele im 45°-Winkel nach rechts oben abstehende…ähm, zeigende Kurven zu sehen sind.

Daß man damit nicht mal mehr Klaus Doof hinter dem Ölradiator hervorlocken kann, hat man nun scheinbar auch im Bankenwesen, dem seit jeher obersten Hort des Schlipsträgertums, begriffen:

Ein Werbeplakat der Commerzbank auf dem ausnahmsweise mal eine was-auch-immer-Entwicklungskurve nicht steil nach oben, sondern gen Abgrund zeigt.


13. März 2010

Hauptsache…

…auffallen. Wer kennt das nicht. Der eine trägt seinen übergroßen Penis in der Sauna spazieren, der nächste pflastert die Wand mit Doktortiteln – und wer es weder hier, noch dorthin schafft, der kann sich ja zum Glück seit einigen Jahren auch in Deutschland ein sogenanntes “SUV” kaufen. Dummerweise ist aber selbst das mittlerweile viel zu prophan geworden (selbst mein dicker, alter, häßlicher, peinlicher Nachbar mit erkennbarem Migrationshintergrundskomplex konnte sich, dank abgewracktem Gebrauchtwagenmarkt, nun so einen Möchtegern-Colt-Seavers-LKW mit zwar nicht düsseldorfkompatibler gelber Plakette, dafür aber umso lauterem Auspuff leisten), da muß sogar der schwanzlose Dumme in die kreative Trickkiste greifen.

Was dabei herauskommt, sieht man hier:

Zwei "SUV" parken dermaßen bescheuert eine Parkreihe zu, daß nicht mal ein normales Auto noch halbwegs vorbeikommt.

Merke: Willst Du auch heute noch mit Deinem Ex-Statussymbol auffallen, such dir einen Gleichgesinnten und parke, völlig ohne Sinn und Verstand, die Gasse zu. Das sorgt für ein großes (neidvolles!) Hallo unter den (eventuell, falls es paßt) vorbeifahrenden und für bewundernde Blicke aller, denen es einfach nicht gelingen will, so unfähig zu parken, daß vorne mehr übersteht, als hinten noch Platz wäre.

Nachtrag: Mittlerweile wurde mir erklärthabe ich herausgefunden, wofür “SUV” steht: Schwachmaten-Schwanzlosen- und Vollpfostenkarre.