Im “Café Konditorei Rosgarten” in Konstanz – ausweislich an der Wand prangender Urkunden des Südkuriers für die Leser desselben immerhin das beste Frühstückscafé der Stadt 2008 (oder so) – wird einem viel geboten. Mit amüsanten Details wie der ohne Brezel (”sind gerade ausgegangen”) servierten Butterbrezel zum Preis von einem Euro (für die Butter, die man sich jedoch auch wahlweise wieder nachträglich vom Teller nehmen lassen könnte, Ordnung muß sein, und man hat sogar den Erlebnisfaktor der Auswahl!) will ich hier niemanden langweilen. Einen Dialog jedoch, der wirklich sein Geld wert ist, darf ich der geneigten Kundschaft einfach nicht vorenthalten:
- “Was möchten Sie?”
- “Ich wüßte gerne, was Ihr Studentenfrühstück kostet, wenn man nicht wie gewünscht einen Studentenausweis vorlegen kann.”
- “Der Preis ist für Studenten.”
- “Ja, ich weiß. Und was ist der Preis für Nichtstudenten?”
- “Na der volle Preis.”
- “Ja, klar. Wie lautet der denn?”
- “Das ist, ähm, das wird, also ein Brötchen, eine Brezel [s.o., D.], ein Spiegelei….also auf jeden Fall teuer.”
Letzteres kann ich im Nachhinein bestätigen. Wenn ich auch im großen und ganzen nur eine Butterbrezel hatte. Ohne Brezel. Mahlzeit.
Nachtrag: Ich muß mich entschuldigen. Wenn man unterstellt, daß wir in 1900 Jahren immer noch mit Euro bezahlen und weiterhin annimmt, daß die Inflationsrate konstant bleibt, dann waren nicht nur die zehn Gramm Butter zu einem Euro geschenkt, sondern gleich das ganze Frühstück:

Das nenne ich fortschrittlich und bin beeindruckt.