Seit kurzem kann ich dieses Männern eigentlich artfremde Gefühl nachvollziehen, das sich weiblicher Wesen unverzüglich bemächtigt, wenn sie einen Schuh- oder gar einen Taschenladen betreten:
Zunächst fühlt es sich an, wie im Paradies. Ungläubig macht frauman eine Vollbremsung ohne sich um den Verkehr zu scheren und parkt die nächste Einfahrt und beide angrenzenden Parkflächen zu.
Kaum ist man drin, möchte man anfangs noch “halleluja” schreien. Kurz darauf setzt bereits die Verwirrung ein: Wo anfangen? Wie alles in einen Wagen kriegen? Von wem einen Kleinlastwagen borgen, um die Schätze heimzufahren und: In welchem verdammten Raum der engen Wohnung alles sachgerecht lagern? Vor allem aber: Wann im Leben das alles leer kriegen?
Und während einen die Begleitung zunächst noch zur Vernunft mahnt, dann vergeblich versucht, einen nach stundenlangem Shopping und mit übervollem Schwerlast-Einkaufswagen aus dem Geschäft zu lotsen, erliegt sie selbst dem Zauber – denn natürlich ist auch die Begleitung ein Mann. Frauen habe ich hier nämlich, außer an der Kasse, nirgends gesehen.



