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26. April 2010

Endlich: Kehraus in diesem Internetzdings!

Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als rechtschaffene Volksverarschtreter zu verleumden, politische Aufklärungsarbeit zu diffamieren und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.

Jüngstes Negativbeispiel: Die beispiellose Hetzkampagne gegen eine EU-Kommissarin, der man ernsthaft geistige Nähe zu Unrechtsregimen wie in China (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt) oder Absurdistan andichten wollte – was für eine Vorstellung in einer aufgeklärten und überlegenen Zivilisation wie der unseren.

Da tut es besonders gut, wenn sich unter all diesen zotteligen Gammlern (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt), die sich in dieser “Internetzgemeinde” so trefflich zwischen geistigem Diebstahl und Verbalterrorismus eingerichtet haben, bisweilen eben doch mal jemand findet, der sich eine gesunde Einstellung zur Wahrheit erhalten und sich einen objektiven Blick über die Gesamtlage verschafft hat: Alexander Lehmann hat sich des digitalen Schmutzes angenommen und die Organisation cleanternet ins Leben gerufen. In einem gut recherchierten Aufklärungsfilm rückt er dort einiges zurecht, was in der gutmenschelnden Weltfremde manches internetzgeschädigten Geistes längst in anderen Sphären schwebte.

Saubere Sache, Herr Lehmann.

(via)


25. April 2010

Der Duft, der Frauen produziert

Der &quote;Axe-Effekt" auf eine Deodose als Formel beschrieben: Mann + Axe-Duschgel + Deo = Frau hoch zwei

Und da gibt es immer noch Leute, die sich für teures Geld anstrengenden Operationen und Hormontherapien unterziehen…


13. April 2010

Echt scharf

Die Fa. Pearl weiß, wie man Kunden zum Kauf animiert. Ich meine hier nicht die inzwischen sogar bei Telefonnetzbetreibern und Sektkellereien angekommene Binsenweisheit, daß erotische Reize den Umsatz fördern. Nein, die Firma ist auch in der vorausschauenden Kundenfürsorge UND in innovativer Sortimentsgestaltung führend. Denn nicht nur sendet man mir, der ich bisher immer nur das Risiko, über dieses umständliche und dubiose Internetz zu bestellen, auf mich nehmen mußte, aufmerksamerweise sogar ohne daß ich extra darum hätte bitten müssen, einen topaktuellen und prickelnd gestalteten Hochglanzkatalog (der immerhin einen Wert von 0,80 Euro plus Porto hat!) kostenlos!! und einschließlich eines praktischen ausschneidbaren Bestellformulars frei Haus!!1!:

Der aktuelle Katalog von "Deutschlands großem Versandhaus für Computerzubehör": Neben scharfen Titelbildmöpsen zum Kucken gibt es nun auch extrascharfe "Damast Santoku-Messer" zum Kaufen

Man hat auch messerscharf die Bedürfnisse der Nerdgemeinde erkannt. Nachdem der selbstklebende Monitor-Rückspiegel für heimliche Büroonanierer längst jeden durchschnittlichen Bildschirm veredelt, hat man sich nun auch des besonders unter sog. “Killerspielern” verbreiteten Trends zum Messermassaker angenommen.

Daumen hoch – und frei nach so nem Drogeriemarkt: Hier bin ich Mensch, hier sauf’ ich ein’. Oder auch zwei.


Ausgerechnet Bananen?

Wie sich die Zeiten ändern. Stand man früher in der entbehrungsreichen Ostzone für Bananen stundenlang vor dem Konsum an, so wird heute in der immer schon freien und siegreichen Marktwirtschaft geduldig auf – immerhin vom reinen Brennwert her deutlich gehaltvolleres – Mineralöl gewartet.

Endlose Autoschlangen an einer "Billigtankstelle"

Und das ist nur konsequent: Bei einem durchschnittlichen Tankinhalt von 50 Litern ergibt sich hier schließlich eine Ersparnis von ca. 1,50 Euro. Das sind (rückwirkend inflationsbereinigt) immerhin 1,95 D-Mark bzw., bei gutem inoffiziellem Umtauschkurs Stand 1990, immerhin 58,60 Mark der DDR. Gemessen an einer Wartezeit von 30 Minuten ergibt sich ein Stundenlohn von 117,20 Mark der DDR – und stünde man die täglich üblichen 8,5 Stunden, ergäbe sich ein Monatsverdienst von stolzen 18.263 Mark der DDR – das ist mehr, als selbst höchste Würdenträger damals (offiziell) erhielten. Also: Auf zur nächsten Discount-Tankstelle. Warten lohnt sich!


Doppelt stellt besser

Wenn Schwanzlose und Vollpfosten (SuV) schon Haus und Hof für so eine Potenzersatzmaschine verpfänden, soll nur wenigstens JA niemand auch nur in die Nähe kommen und dem teuren Lack gefährlich werden. Was können SuV schon dafür, daß Normparkplätze einfach so schmal sind!

Schwanzlosen- und Vollpfostenkarre belegt (natürlich) zwei Parkbuchten.

Und: Immer schön die Spiegelein anklappen. Ordnung muß sein.


7. April 2010

Wichtelpedia

Bisher habe ich mir Kommentare zum Thema “deutsche Wikipedia” tunlichst verkniffen, weil schon genug Leute ihre Finger in diese Gesamtwunde gelegt haben. Aber wenn ich dann, angeregt durch den Herrn von Leitner, doch mal eben nachsehen will, wo ich “Socks” noch mal gleich einzusortieren habe und dann sofort und nicht mal über den Umweg einer “Begriffsklärungsseite” auf ausführliche Erörterungen zum ehemaligen Haustier der Tochter eines ehemaligen ausländischen Regierungschefs geleitet werde, dann hat sich für mich ja wirklich jede Diskussion mit diesem Kleingärtnerverein über Wörter wie “Relevanz” (oder eben: Wichtigkeit!) erledigt.

Immerhin: Daß es da auch noch ein, wenn auch nicht SO relevantes wie beispielsweise ein gewesenes ausländisches Katzenvieh, Internetzprotokoll gleichen Namens gibt, wird freundlicherweise erwähnt. Und, ja, das liegt an der Groß- und Kleinschreibung. Ändert aber überhaupt nichts am Tatbestand des Fails.


4. April 2010

Panikriegel

Schild an einem Türgriff: Panikriegel - nur bei Gefahr benutzen! Ladenöffnung Mo - Sa 9.30 Uhr

Wer hat da nicht sofort schlußverkaufsläufige Hausfrauenhorden vor Augen, die in ihrer Konsumpanik wahllos alle Türen eintreten und alle Riegel bedienen?

Na: Udo Lindenberg hätte daran sicher seine helle Freude. An dem Panikriegel, nicht an den Hausfrauen.


Wenn Leitern Waren wären

…dann käme man in manchem Heimwerkermarkt mit Sicherheit hoch (aber nicht) hinaus.

Bei Obi hat Sicherheit hohen Stellenwert: An einem Notausgang steht der Hinweis, daß derselbe Leben retten könne und man daher bitte keine Waren davor stellen möge. Leitern können in diesem Sinne keine Waren sein, sonst stünden sie nicht dort.


Wenn Werte kippen…

…dann steht man ganz schön im Regen:

Werbeplakat: Now 19 cigarettes 4,25 Euro

Nicht falsch verstehen: Ich bin dafür, daß das Zeug pro Schachtel ruhig 500 Euro kosten soll, damit wenigstens die Armen endlich gesünder leben gewollt werden – die Geldsäcke können ja ruhig weiterquarzen.

Mir fiel bei dem Plakat nur spontan ein, daß, wenn ich früher[tm] für Vaddern mal zu Ernas Erfrischungshalle gehen durfte, weil es da einen (damals noch ausschließlich mit Geldmünzen und ohne Alterschip funktionierenden) Kippenautomaten gab, ich da drei Markstücke reinwerfen mußte, um eine Packung “Reval ohne” einschließlich in der Packung befindlichen Wechselgeldes in Höhe einer halben D-Mark heimzutragen. Für die jüngeren unter uns: Zweifuffzich wären umgerechnet 1,28 Euro. Für damals sogar über 20 Glimmstengel.

Daran merkt man, wie das Geld an Wert verliert. Und/oder vor allem, wie alt man inzwischen ist.

(Daß das Plakat mitten in Düsseldorf, Deutschland offenbar gezielt ausländische Kunden ansprechen will, fällt mir gerade erst jetzt auf, da ich den Text fertig habe.)