DavidBLN.de

21. Mai 2010

Wer hat uns verraten?

Sozialdemokraten sowieso, klar. Aber wenn man sich die vorgeschobenen Gründe für die “Regierungsunwilligkeit” der Linkspartei in NRW so ansieht, kann man auch zu anderen Schlüssen kommen.

Nicht, daß nicht von vornherein klar war, daß die CSPDU die Kraft hat. Nicht, daß auch nur für den Bruchteil einer Sekunde die Annahme berechtigt war, die Mülheimer Kandidatin würde als Clement-Zögling einen Konflikt mit der Kohle-Montan-Energie-Lobby in den eigenen Reihen suchen. Aber heute noch anzunehmen, ein Wahlergebnis würde denn auch den Wählerwillen zeitigen, ist, mit Verlaub, mit “naiv” nicht hinreichend beschrieben,


19. Mai 2010

So merkte ich mir die 110

…schon als ich noch klein war: Einmal Telefonstreich machen, einmal netten Hausbesuch kriegen und seither null Bock mehr drauf.


18. Mai 2010

Zu den eigenen Waffen!

Neulich habe ich mich über den Javascript-Animations-Krebs ausgekotzt. Das Problem, daß zappelnde Animationen (”Slideshows”, “Rotations” und was auch immer) zunehmend mit Javascript realisiert werden, und man so den nervigen, nicht selbst initiierten Bewegungen auf dem ganzen Bildschirm nicht entkommt, habe ich bisher auf Werbetreibende reduziert.

Das war zu kurz gedacht. Es gibt nämlich außerdem dumme(rweise) Internetzbewohner, die keine Werbung (sondern durchaus schlaue oder lustige Sachen) von sich geben, diese dann aber “gut meinend” mit allerlei augenkrebsigem Geblinke anreichern. Es ist ja auch so schön einfach und verlockend, kann man doch mit “jQuery” und sonstigen Plugins mittels weniger Zeilen Code, ja: in manchen Redaktions- oder Blogsystemen sogar schon per vollständig browsergeführtem Plugin, ratz fatz die ganze – eigentlich anspruchsvolle – Seite in einen hyperaktiven Kindergartenzirkus verwandeln. Und nicht mal das muß überhaupt der Fall sein: Manches fertige Blog- oder CM-System beinhaltet ersatzlosen proprietär-javascriptigen Funktionskram, der sich bei deaktiviertem Script zu Barrieren entwickelt, von denen der nicht codeinteressierte Publizierer weder etwas merkt noch weiß (weil er selbst weder programmieren kann oder will, mindestens auf seiner Seite natürlich mit aktiviertem Script unterwegs ist und sich vielleicht auch einfach noch nie mit dem Barrierethema befaßt hat).

Zusammengefaßt muß ich also den ersten Lösungsansatz (Javascript nur auf den Seiten meines Vertrauens einschalten) zwar nicht revidieren, aber relativieren. Ganzen Artikel lesen


Glückssache

Normalerweise wird man ja von anderen übers Ohr gehauen. Es gibt aber auch Fälle, wo das nicht zutrifft, und in denen man dann zutreffend von Selbstbeschiß spricht. Ein Musterbeispiel dafür liefert ein Ort, den vor allem Artgenossen, die ihre Schaffenskraft an größere Firmen oder (auch, weil die Grenzen mit zunehmender Größe ohnehin verschwimmen) Behörden vergeuden, täglich aufsuchen. In einer idealen Welt dient dieser Ort der vorwiegend mittäglichen Versorgung mit Nährstoffen und wird in 108 Prozent aller Fälle als Kantine bezeichnet.

Nun kann man fragen, wo da der Selbstbeschiß ist. Und man könnte zur Antwort bekommen, daß das Wort auf Deutsch mitnichten ausländisch für Küche ist, sondern für Flaschenkeller, obwohl hier die Flaschen meist oberhalb der Souterrainlinie regenerieren und konsumieren. In Wirklichkeit liegt der Selbstbeschiß natürlich darin, daß der Annahme angehangen wird, es ginge hier um die regelmäßige Aufnahme notwendiger und schmackhaft zubereiteter, angemessen bekömmlicher Nahrungsmittel. Daß das so gar nicht sein kann, steht hingegen in praktisch jeder dieser Einrichtungen direkt oberhalb der Wochenkarte und beschreibt mit dem bescheidenen Wort

(Betriebs-)casino

eigentlich lückenlos die eigene Realität: Hier kann man täglich den Glutamat-Jackpot knacken, im Spiel E77 Fett absahnen, wie am Roulettetisch dreht sich das Rad stets im Kreis und wiederholt sich zuverlässig selbst, ja: Selbst, obwohl im Gegensatz zum papiernen Vorbild nicht immer ganz gleich aussehend, weiß man an der Losausgabe trotzdem nie, ob man es mit einem Steak oder einer Schuhsole, einem Gulasch oder einem faulen Ei zu tun hat. Und die Chancen, daß man tatsächlich einen genußvollen Sieg erringt, steigen proportional mit der Höhe des Einsatzes.

Nur eines muß man, anders als im wahren Leben, bei regelmäßigem Besuch nicht: Den Gürtel enger schnallen. Im Gegenteil.


16. Mai 2010

Bäckereiartige Brötchen: Ich liebe es!

Drum gibt es auch kaum mehr als ein

Angus beef patty on a premium bakery style bun

von dem ich behaupten würde, es abgöttisch zu ver(w)ehren.


13. Mai 2010

Komperativ

Wenn “twit” das Englische Wort für “Trottel” ist, was ist dann Twitter?


Patrone

Ein neuer oder besser: besserer, halt: nennen wir es würdigerer, nein, passender: passenderer Schutzpatron, also: Der ideale Schutzpatron für meinen Lästerblock hier (von dem ich mir ja gar nicht sicher bin, ob ich ihn überhaupt weiter als reinen Lästerblock fortführen will) – also: Der ideale Typ dafür wäre eindeutig und ungeachtet aller Verehrung für die ehemalige Inkorporation der von mir so herzlich als ideale Lästerzielscheibe verehrten teutonischen Spießigkeit nicht Hotte Tappert. Es wäre natürlich und ohne Zweifel Jürgen Holtz. Besser gesagt: Die Rolle, die Jürgen Holtz nach bereits vorweislicher Berufsroutine quasi über Nacht im ganzen frisch vereinigten Reich bekannt machte: Friedhelm Motzki. Gemein hat er mit Hotte immerhin, daß sich seiner die nicht mehr ganz so Jüngeren unter uns noch erinnern dürften, wenngleich das Schwellenalter hier ein wenig niedriger liegt als bei Hotte und daß die von ihm selbst dargestellte Persiflage auf jene Rolle, die er zweitausenddrölf in “Good bye Lenin” darstellen durfte, sogar doch auch “der Jugend” in Erinnerung sein sollte.

Wie auch immer, es geht nicht. Ich kann ihn nicht zum Schutzpatron machen, jedenfalls nicht ohne weiteres. Denn ich finde kein gemeinfreies verwertbares Lichtbild von ihm, das ich an Hottes Statt nach ganz oben packen könnte. (Vielleicht frage ich ihn ja einfach um Erlaubnis. Mal sehen.)

Bis dahin müssen diese Zeilen und, für die Jugend, die damit nichts anfangen kann, der Hinweis auf die bei Youtube vollständig verfügbare Serie (aus der auch der folgende Ausschnitt stammt) genügen. Mein persönlicher Favorit aus der Serie ist eigentlich sechseinhalb Stunden lang (weil ich sie mir in Dauerschleife ansehen könnte ohne daß es fad würde), aber besonders liebreizend wird es zum Beispiel ab Sekunde 57. Also, wer mich kennt und/oder schon immer wissen wollte, wer einst die manische Boshaftigkeit meiner Zunge zum Leben erweckt hat, der sehe sich dies und die übrigen 38 Schnipsel an.


12. Mai 2010

Düsseldorf mag Migranten!

MenschInnen mit farblichem Migrationshintergrund sind in Düsseldorf (Stadtteil: Hamm, auch: Kappeshamm) wohl gelitten – es gibt für sie sogar extra ein Brett:

Auf der Seite des Düsseldorfer Stadtteils Hamm gibt es unter anderem: Neues aus dem Schwarzenbrett (sic)


Gleichmacherei

…ist ein eindeutiges Indiz für kommunistische Verblendung. Wo käme man denn hin, wenn vor dem Gesetz alle Bürger eines Landes gleich wären? Das Land der unmöglichen (Merk)begrenztheiten, unsere Rettungs-, Schutz- und Ordnungsmacht also, hat deswegen das Übel bei der Wurzel gepackt: Wer verdächtig ist, hat erst mal gar nichts zu melden (außer seinem Geständnis natürlich). Das ist nur richtig so – denn leider sind wir technisch ja noch nicht in der Lage, in die Köpfe dieser ganzen potentiellen Gefährder hineinzusehen und sie schon vor dem Begehen der geplanten Bosheiten daran zu hindern (wir arbeiten jedoch dran).

Und, paradox wie es auch scheinen mag, Gerechtigkeit ist trotzdem gegeben: Jeder ist schließlich ein potentieller Gefährder. Mist, jetzt habe ich mir die Pointe zur Überschrift schon wieder versaut. Hoffentlich merkt’s keiner.