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12. Mai 2010

Danke für jedes neue Borgen…

…danke für jeden neue MarkEuro!

Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh ausdrückte:

Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.

(Sollte eigentlich länger und “lustiger” werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, beschämend sind, daß man, wenn es denn was brächte und noch irgendein geeignetes Ziel gäbe, sofort auswanderte.)


8. Mai 2010

Mal schön geil abkotzen

kannst du über neokonservativen Neusprech, wenn du dir das hier zum Abendbrot gibst: Sternstunden des demokratischen Weltverständnisses.

Pfauenfeder des Abends:

Gut wäre, wenn wir bis dahin eine Örtlichkeit hätten in Düsseldorf, wo Sie zukünftig “Hof halten” wollen.

Heil, mein Jürgen!


7. Mai 2010

Rainer Zufall

hat mir vorhin auf Nachfrage versichert, daß er mit Sicherheit (und) nur in bester Absicht das neue Google-Suchergebnislayout ein wenig von Ballast befreit hat (z.B. dem lästigen Hinweis auf zensierterevon Schmutz und Schund befreite “safe(r) search” results und die Möglichkeit, den Verzicht auf diese fürsorgliche Vorauswahl, wenn schon nicht dauerhaft, dann wenigstens für die aktuelle Session auf eigene Gefahr zu riskieren).

Finde ich gut, so kommen die schicken bunten Icons der jetzt immer hilfreich zu Diensten bereitstehenden zusätzlichen Werkzeugleiste erst richtig zur Geltung. Und daß man ganz ohne freundlich-ignorante Unterstützung bei der Auswahl in dieser digitalen Bibliothek von Babel verloren wäre, muß doch sowieso jedem einleuchten. Weniger ist mehr!

Nachtrag: Verdammt! Die durchschnittliche Halbwertszeit meiner Lästeranlässe wird immer kürzer! Die schon im Falle von Twitter tätige Geisterhand hat nun auch den “SafeSearch”-Hinweis still und leise ins neue Layout befördert. Sehr suspekt!


So kraftvoll

…daß die Reifen durchgehen.

Neulich, im Audi-Konfigurator: quattro mit Sportdifferenzial - Das elektronisch geregelte Sportdifferenzial ... sorgt für ein herausragendes Beschleunigungsvermögen ... und durch geringeren Lenkaufwand ein agileres Handling. Hinweis: nur bestellbar in Verbindung mit Wagenheber

Überredet, ich laß’ das Sportdifferential weg.


6. Mai 2010

Darauf fahr ich ab…

…sofort nicht mehr. Nicht nur, daß die angeblich pannensicheren Schwalbe-Reifen bei mir neulich genau so platt waren wie die billige Chinakacke: Von einem, zumal hiesigen, Hersteller möchte ich einfach nicht lesen, daß er Händler, die seine Produkte verkaufen und dafür seine Produktfotos verwenden, abmahnen läßt. Und dabei ist mir der Beweggrund scheißpißkackegal: Als selbst bereits Geschädigter gilt für mich die Devise “wer so plump an Geld zu kommen versucht, gehört virtuell aufgeknüpftangeprangert*“. Weil ich Leute ohne echte innovative Ideen einfach so spannend wie Babykacke finde.

Daher gilt: Ohnehin von meinen “Schwalbe Marathon plus” enttäuscht, kaufe ich künftig woanders/wasanders. Glückwunsch zum Eigentor, liebe Bohle GmbH. Und herzliche Grüße von Frau Streusand.

(via)

*Selbstzensur: Wer weiß, welcher Abmahnwahnsinnige mir hier am Ende noch mit Anstiftung zum Gedankenverbrechen kommen würde…

Nachtrag: Immerhin, bei “Schwalbe” lernt man. Verglichen mit anderen Fällen sogar fast schnell. An meinem Vorhaben, demnächst mal andere Gummis zu probieren, ändert das aus den genannten und weiteren guten Gründen nichts, an der häßlichen Fratze des wie ein Krebsgeschwür wuchernden Abmahnwahns ebenfalls nicht.


Nicht mal aus der Ferne

gesehen läßt einen dieser ganze Mainstreammedienmüll in Frieden. Ich dachte ernsthaft, um mich darüber nicht mehr entsetzen zu müssen, genüge es, den Konsum auf praktisch null zu reduzieren – aber Fehlanzeige.

Schleichwerbung, PR, Kampagnen, Hardcore-Lobbyismus und Stimmungsmache je nach Proporz in Rundfunkräten und Vorständen: Kennt man alles, kannte ich alles. Auch daß im Hörfunk gerne mal “aus Zeitmangel” verkappte Werbeinterviews frei Haus geliefert und dankbar abgenommen werden, ist mir nicht neu. Aber wenn ich dann lese, daß mittlerweile komplette Fernsehdokumentationen als Instantware aus dem PR-Kochstudio* kommen, dann kann ich mich tatsächlich schon wieder/noch einmal mehr drüber freuen, daß ich diesem zur vielfältigen Medienlandschaft hochstilisierten Hugenberg reloaded-Zirkus schon abgeschworen hatte, als andere sich gerade erst über “Prekariatsfernsehen” aus dem Urwald aufzuregen begannen.

Natürlich erscheinen mir jetzt sogar die berüchtigten “Spiegel TV”-”Dokumentationen” (“Auf Frische wird bei der Firma Müller-Fleisch größter Wert gelegt!”) noch mal in einem ganz anderen Licht: Bisher dachte ich, daß die sich dafür bezahlen lassen, daß sie solche hochinvestigativen Reportagen wie “Inside McBurger” durchs Kabel schleudern – aber wahrscheinlich kommt auch das alles bereits fix & fertig im Warmhaltekarton ins Haus. Gratis.

Top Programm, unendliche Weiten, rund um die Uhr, genau nach Geschmack – für sowas lobe ich mir daher meine (nicht mehr so) neuen Lieblingssender: DVD, USB und WWW.

Nachtrag: Das gibt’s auch in der ausgelagerten ARD-Mediathek.


5. Mai 2010

“Deine Großeltern sind Geschwister!”

Das behaupte nicht ich und nicht über Dich, das behauptet die WAZ-Gruppe in einem investigativen Doppelschlag a) über irgendsoeinen für oder bei oder mit Dieter Bohlen arbeitenden Ex-Knastologen und b) über Paul-Hartmut W., einen Vertreter der “Yo men”-Konfession.

Also da “Glauben” heute eh mein Thema ist, glaub ich das jetzt einfach mal sofort.

PS: Wie üblich habe ich das sicherheitshalber fürs Archiv aufbewahrt. Nur für alle Fälle.


Dran glauben

Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck “dran glauben” angemessen wäre, ist eine blasphemische Verleumdung.

Unglaublich indes finde ich, daß es nicht nur Ketzer gibt, die behaupten, es gäbe da läßlichste Sünden, die der heiligen Stuhl und seine AusscheiderVertreter höchstselbst zu verantworten hätten: Es gibt doch tatsächlich Pharisäer, die derlei satanische Verse aufgreifen und weitertragen!

Nicht erst, aber ganz besonders in diesem Zusammenhang ist es nur zu billig, einmal dem Unmut über die schändlichen Schriften, die da seit Mai 1949 noch dem letzten gottlosen Teufel zugestehen, er möge doch nach Belieben kundtun, was er da denkt und fühlt, freien (und anwaltlichen) Lauf zu lassen. Denn wie heil und geordnet war doch zuvor die Welt, wenn zuletzt auch nur noch in den opferreichen Schranken des heiligen Reichskonkordats, das von der einzig richtigen Lehre – derer Petri – nicht viel übrig ließ.

Nun indes, da schwarze Schafe den monatlichen Ablaß, ja gar die unüberwindliche Schuld (und damit die Obhut ihrer Schäfer) in Frage stellen und mancher dreist behauptet, der direkt an Bedürftige gegebene Taler sei sinnvoller vertan denn jener an die römisch-katholische Fiskalkollekte, da muß man doch sogar als ordentlicher Christenmensch endlich mal: Dran glauben.


Frühkonfus I

“Einschneidend”, “Basta”, “Agenda”. Bläulich schimmernde Zentralgestirne am ansonsten noch unsortierten gedanklichen Firmament eines fünfgradig-windigen Maimorgens des Jahres, von dem kecke Klimatiker behaupten, es könne, einer staubenden isländischen Erdspalte wegen, eines ohne Sommer werden: Zwanzigzehn.