DavidBLN.de

Arm

Gnadenschuß empfohlen, und frei nach Einstein: Unendliche Weiten. In den nicht ausgelasteten Hirnaufbewahrungshalsverlängerungen.


27. Juli 2010

Gaga Carta

Wenn jemand jemandem die Rechte erklären darf und/oder sollte, dann ist das in der Regel

  • Sein Anwalt,
  • ein Ordnungshüter, der meint, ihn bei etwas ertappt zu haben,
  • möglicherweise auch jemand, der sich im braunen Sumpf halbwegs auskennt.

Am besten aber kann sowas aber natürlich und zweifelsfrei ein Geldinstitut:

Screenshot der Commerzbank-Homebanking-Seite, Inhalt: "Die Kundencharta - Ihre Rechte als Kunde der Kommerzbank"

Denn wer sonst kennt sich mit Recht und Gesetz besser aus, wer könnte seinen Kunden lebensnäher von Dingen, die man sonst noch so auf “Charten” findet (Moral, Ethik und sonstiger Tand) berichten?


7. Juli 2010

Die mit dem Kupferkopf.

Sitzen länger aus. Halten länger durch.. Ganz ehrlich!

Ein Duracell-Hase beim Klatschen. Verblüffende Ähnlichkeit mit politischem Personal wäre rein zufälligerweise zutreffend.


6. Juli 2010

Rauchen. Macht. Dumm.

Rauchen ist, folgt man jenen, die davon nicht lassen können, wahlweise Ausdruck von Lebensfreude, Genuß, Kultur oder gar „Freiheit“. Nüchtern betrachtet ist es, wie trinken, fixen, kiffen und dergleichen primär eine Sucht. Das erkennt man an kognitiven Dissonanzen wie „ich kann es jederzeit lassen, will aber nicht“ oder „es geht nichts über eine schöne Frühstückszigarette gegen den Husten“. Nicht, daß ich mißverstanden werde: Das ist keine Wertung, kein Urteil. Es ist eine Beschreibung, die ich als erst im zweiten Versuch unabhängig gewordener, ehedem starker und langjähriger Raucher auch aus eigenem Erleben abgebe. In solchen psychischen Gemengelagen ist rationales Argumentieren üblicherweise schwer. Wenn es dann noch an eigene Territorien und Gewohnheiten geht, wird darauf mit größtmöglichem Widerstand oder -willen reagiert. Das ist genau so menschlich, wie die Verquickung von Tatsachen und Einschätzungen mit selektiver Wahrnehmung und Wunschdenken. Ganzen Artikel lesen


1. Juli 2010

Naiv!

Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen – wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine geeignete Person seines/ihres Vertrauens als Kandidat vorschlagen können, das nur am Rande.

Daß ausgerechnet die vermeintlich gut informierten twitternden und bloggenden “digital natives” sich jedoch instrumentalisieren lassen, völlig unreflektiert nicht nur Herrn Gauck als nachgerade messiasgleichen Landesführer mit ausschließlich positiven Eigenschaften öffentlich anzuhimmeln, sondern der Linkspartei und ihren Wahlleuten, die es wagten, sich nicht einfach für einen mit ihr nicht abgestimmten (wir erinnern uns: Herr Gabriel von der “S”PD hatte, gemeinsam mit Herrn Trittin, nicht etwa die Linken per SMS kontaktiert, sondern lieber den Bundesdoktor) “überparteilichen” Kandidaten einspannen zu lassen, enttarnt in einem kaum beschreibbaren Maße die Naivittät und womöglich Selbstüberschätzung jener, die von sich behaupten, nicht Teil einer gar nicht existierenden “Internet-Gemeinde” zu sein sondern längst die breiten Massen zu repräsentieren. Wobei: In letzterem Punkt haben “sie”, die sie da munter neben dem Drei-plus-ein-Gänge-Menü der Marathonversammlung hertwitterten, damit sogar Recht, hat doch zuletzt das gefühlte ganze Land “yes we gauck” gekreischt – scheint irgendwie ein Volksbedürfnis mit langer Tradition zu sein. Ganzen Artikel lesen


11. Juni 2010

Bumerang: Wayne interessiert’s

Daß das “Sparpaket” neoliberal-westerwellescher Prägung und alternativlos-Merkelscher Ausführung blanker Wahnsinn, asozialer Unfug und volkswirtschaftlicher Masochismus ist, leuchtet jedem halbwegs denkfähigen Menschen ein, selbst wenn er sich nicht gleich geistiger Sozialist ist.

Auch verlautbart Ursula Engelen-Kefer eine Binsenweisheit, wenn sie von einem gefährlichen Bumerang schreibt, den der Bundesdoktor da losgeschleudert hat. Das dumme ist nur: Da ist was drauf geschissen. Denn:

Daß das Wahlvolk gerne eine weniger marktradikal-ideologische Führung hätte? Geschenkt: Wird ignoriert oder so lange zurechtwählen gelassen, bis es paßt.

Antizyklische Konjunkturpolitik? Teufelszeug! Schließlich hat man das in grauerrot-gelber Vorzeit schon probiert – ganze acht Jahre lang, von denen es nur fünf funktioniert hat. (Daß das Gegenteil seit nunmehr bald 30 Jahren noch weniger funktioniert und Hayek dem Land nicht wie einst Keynes eine halbe, sondern gleich mehrere Millionen Arbeitslose und Heerscharen von Tage- oder Billiglöhnern und Quasi-Leibeigenen beschert hat: Alles Propaganda!)

Nein, liebe Genossin Ursula, der zitierte Bumerang wird, sobald er, wie korrekt geweissagt, erst mit voller Wucht zurückkehrt, natürlich nicht seinem Absender um die Ohren oder durch den Hals segeln. Vielmehr, und nun bemühe ich eine allgemein verfügbare Glaskugel, wird es alsbald heißen: “Wir haben nicht genug gespart, sondern immer noch über unsere Verhältnisse gelebt.” Und dieses erbärmliche Spiel wird weitergehen, bis wir zurück in den Höhlen und Wäldern sind, aus denen wir scheinbar besser nie herausgekommen wären.


Irgendwann

muß doch dieses dämliche Wahlvieholk mal kapieren, wie klare Mehrheitsverhältnisse auszusehen haben – so, wie in NRW jedenfalls nicht, findet Bild am Montag.

Solange sich der Pöbel also weiterhein trotzig wie ein Kindergartenkind der reinen (und alternativlosen!) Lehre Hayek’scher Markteffizienz verweigert und doch allen Ernstes auf Utopien wie einen solidarischen Staat setzt, muß man ihn eben entweder ignorieren oder so lange zur Urne schicken, bis er keine Lust mehr hat und endlich aufhört, das tatsächliche Mehrheitsverhältnis der Leistungsträger weiter durch seine querulativen Fehlfarben-Kreuze zu stören. Ganz im Sinne von “50 Liegestützen für den Langhaarigen”, das hat sich bei unserer Friedenstruppe und sonstigen Heldenvereinen schließlich auch als probat erwiesen.


7. Juni 2010

Sexells

Ein voll geiler cooler Jugendstyle Premium Energy Drink: "Sexergy"
“Verleiht Prügel”, hätt ich jetzt gesagt, wa. Yeahz.


Sozialeffizienz

Daß die “alternativlose” “Konsolidierung” des “über seine Verhältnisse gelebt” habenden Bundeshaushalts selbstverständlich nicht durch eine Optimierung der Einnahmenseite (das würde ja bedeuten, jene, die emsig Milliarden aus Subventions- und Rettungspaketen kassiertmit ihrer baren Hände Arbeit erwirtschaftet haben, auch noch dafür zu bestrafen), sondern durch eiserne Disziplin besonders derer, die sich auf anderer Leute Kosten bereichern (genau, diese Bankster, die nachts die Parkbank einfach blockieren, beispielsweise!) oder, wie der Bundesdoktor es nannte, durch Prüfung der Ausgabenseite, erreicht zu werden hat ist, klar, alternativlos[tm].

So weit, so schlecht, so unüberraschend für die Nachfahren der Freunde des Flick(werk)s. Wenn aber der Doktor ernsthaft verlangt, daß die “sozialen Strukturen effizienter” werden müßten, dann mag man sich darüber nicht mal mehr erregen.

Denn wer wie er ernsthaft eine sachlich-rechnerische Optimierung des höchsten Kulturguts eines sich als zivilisiert verstehenden (oder wenigstens bezeichnenden) Menschenansammlungskonstrukts fordert, nämlich jenes “sozial, gemeinschaftlich geprägten Miteinanders” (und eben nicht Neben- oder Gegeneinanders, wie es vermutlich im streng darwinistischen Weltbild einer, zumal vom Machterhaltungstrieb unverhohlen besessenen Naturwissenschaftlerin als einzig geltende Weltordnung existieren mag), der verlangt nicht weniger, als in einem runden Zimmer in die Ecke zu pissen.

Effiziente Sozialstrukturen. Ich weiß wirklich nicht, wie ich daraus noch eine Schlußpointe zaubern soll. Und ich hab auch gar keine Lust dazu.


3. Juni 2010

Immodoof

<www.immobilienscout24.de> Unsere Kartendarstellung ist derzeit nicht kompatibel mit Ihrem Browser. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Browser. Wir danken für Ihr Verständnis.

Nö. Ich versuch’s einfach mit nem anderen Immobiliendienst. Danke für Euer Verständnis.


Christian Lübke

Gut. Röschen wird es also nicht, da habe ich mich, und in wenigen Fällen gebe ich das mit mehr Erleichterung zu als in diesem, also mal geirrt. Statt ihrer soll es nun wohl jemand werden, der sich scheinbar nicht zu schade ist, seine unter Merkel ziemlich überschaubaren Chancen auf einen Job mit ordentlicher Pension auch noch aktiv selbst zu lancieren. Ähnlich überschaubar wie seine sonstigen Karriereoptionen sind auch seine Qualifikationen: Er ist kein Sparkassendirektor, also kein würdiger Nachfolger des Vorgängers – tut aber immerhin nach Kräften alles, um wie einer zu wirken. Dann hat er den Grüßonkel bereits (wenn auch mit mäßigem Erfolg) bei der Lena-Heimkehr einstudiert und, naja, vor allem: Er ist auch noch in der richtigen Partei.

Sein Meisterstück indes hat er schon absolviert, ehe er überhaupt nur offiziell in Frage kommt: Anders, als Heinrich Lübke, dem man seinerzeit die gleiche Phrase (lediglich mit abweichender Zielgruppe) noch andichten mußte (und mangels ausreichend kontrollierbarer Medien auch konnte), äußert der künftige Zweigstellenleiter schon vorsorglich und selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Internetnutzer


Alle zusammen!

Ich frage mich gerade, wie ich die allgemeine Begeisterung der Massen für den sogenannten “Flashmob-Dance“* zur Musik von “Madcon” (eine Mischung aus Eiffel 65, späte Neunziger, und Cher, noch nicht ganz 90), derer ich mangels Fernsehkonsum gerade erst gewärtig werde, einschätzen soll .

“People, put your hands up” befiehlt da einer in Oslo, und ganz Europa tut es ihm dokumentiert nach.

Es tut mir leid – meine erste Assoziation war Nürnberg.

Und das kann ich auch begründen: Das Individuum erging sich nämlich, weiland wie jüngst, schlichtweg in dem zugegeben unheimlich überwältigenden Gefühl, Teil einer riesengroßen (”freiwilligen, glücklichen”) Masse zu sein, die, perfekt koordiniert/choreographiert, das gleiche tut. Die Aussage eines solchen Tuns ist, ganz wertungsfrei: “Es fühlt sich gut an, verzichtbarer Teil einer gleichförmigen Menge zu sein”. Wenn man das mal weiterdenkt und auf dieser Basis frühere und eventuell künftige Bewegungen reflektiert, besteht das Risiko der mentalen Übelkeit. Und sei es nur ob der Einsicht, daß der Mensch Schaf, Hund oder Wolf eben doch nicht so verschieden ist.

(Nachtrag: Gruselig finde ich übrigens auch die Ordner, die den Barden vor Ort den Weg bahnen und ganz nongschalant den einen oder anderen wörtlichst aus demselben räumen.)

*Nachtrag 2: Die permanente Definitionsserweiterung und überhaupt die inflationäre Verwendung des “F”-Wortes spottet ja sowieso schon jeder weiteren Beschreibung.


21. Mai 2010

Wer hat uns verraten?

Sozialdemokraten sowieso, klar. Aber wenn man sich die vorgeschobenen Gründe für die “Regierungsunwilligkeit” der Linkspartei in NRW so ansieht, kann man auch zu anderen Schlüssen kommen.

Nicht, daß nicht von vornherein klar war, daß die CSPDU die Kraft hat. Nicht, daß auch nur für den Bruchteil einer Sekunde die Annahme berechtigt war, die Mülheimer Kandidatin würde als Clement-Zögling einen Konflikt mit der Kohle-Montan-Energie-Lobby in den eigenen Reihen suchen. Aber heute noch anzunehmen, ein Wahlergebnis würde denn auch den Wählerwillen zeitigen, ist, mit Verlaub, mit “naiv” nicht hinreichend beschrieben,


19. Mai 2010

So merkte ich mir die 110

…schon als ich noch klein war: Einmal Telefonstreich machen, einmal netten Hausbesuch kriegen und seither null Bock mehr drauf.


16. Mai 2010

Bäckereiartige Brötchen: Ich liebe es!

Drum gibt es auch kaum mehr als ein

Angus beef patty on a premium bakery style bun

von dem ich behaupten würde, es abgöttisch zu ver(w)ehren.


13. Mai 2010

Komperativ

Wenn “twit” das Englische Wort für “Trottel” ist, was ist dann Twitter?


6. Mai 2010

Darauf fahr ich ab…

…sofort nicht mehr. Nicht nur, daß die angeblich pannensicheren Schwalbe-Reifen bei mir neulich genau so platt waren wie die billige Chinakacke: Von einem, zumal hiesigen, Hersteller möchte ich einfach nicht lesen, daß er Händler, die seine Produkte verkaufen und dafür seine Produktfotos verwenden, abmahnen läßt. Und dabei ist mir der Beweggrund scheißpißkackegal: Als selbst bereits Geschädigter gilt für mich die Devise “wer so plump an Geld zu kommen versucht, gehört virtuell aufgeknüpftangeprangert*“. Weil ich Leute ohne echte innovative Ideen einfach so spannend wie Babykacke finde.

Daher gilt: Ohnehin von meinen “Schwalbe Marathon plus” enttäuscht, kaufe ich künftig woanders/wasanders. Glückwunsch zum Eigentor, liebe Bohle GmbH. Und herzliche Grüße von Frau Streusand.

(via)

*Selbstzensur: Wer weiß, welcher Abmahnwahnsinnige mir hier am Ende noch mit Anstiftung zum Gedankenverbrechen kommen würde…

Nachtrag: Immerhin, bei “Schwalbe” lernt man. Verglichen mit anderen Fällen sogar fast schnell. An meinem Vorhaben, demnächst mal andere Gummis zu probieren, ändert das aus den genannten und weiteren guten Gründen nichts, an der häßlichen Fratze des wie ein Krebsgeschwür wuchernden Abmahnwahns ebenfalls nicht.


Nicht mal aus der Ferne

gesehen läßt einen dieser ganze Mainstreammedienmüll in Frieden. Ich dachte ernsthaft, um mich darüber nicht mehr entsetzen zu müssen, genüge es, den Konsum auf praktisch null zu reduzieren – aber Fehlanzeige.

Schleichwerbung, PR, Kampagnen, Hardcore-Lobbyismus und Stimmungsmache je nach Proporz in Rundfunkräten und Vorständen: Kennt man alles, kannte ich alles. Auch daß im Hörfunk gerne mal “aus Zeitmangel” verkappte Werbeinterviews frei Haus geliefert und dankbar abgenommen werden, ist mir nicht neu. Aber wenn ich dann lese, daß mittlerweile komplette Fernsehdokumentationen als Instantware aus dem PR-Kochstudio* kommen, dann kann ich mich tatsächlich schon wieder/noch einmal mehr drüber freuen, daß ich diesem zur vielfältigen Medienlandschaft hochstilisierten Hugenberg reloaded-Zirkus schon abgeschworen hatte, als andere sich gerade erst über “Prekariatsfernsehen” aus dem Urwald aufzuregen begannen.

Natürlich erscheinen mir jetzt sogar die berüchtigten “Spiegel TV”-”Dokumentationen” (“Auf Frische wird bei der Firma Müller-Fleisch größter Wert gelegt!”) noch mal in einem ganz anderen Licht: Bisher dachte ich, daß die sich dafür bezahlen lassen, daß sie solche hochinvestigativen Reportagen wie “Inside McBurger” durchs Kabel schleudern – aber wahrscheinlich kommt auch das alles bereits fix & fertig im Warmhaltekarton ins Haus. Gratis.

Top Programm, unendliche Weiten, rund um die Uhr, genau nach Geschmack – für sowas lobe ich mir daher meine (nicht mehr so) neuen Lieblingssender: DVD, USB und WWW.

Nachtrag: Das gibt’s auch in der ausgelagerten ARD-Mediathek.


5. Mai 2010

Dran glauben

Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck “dran glauben” angemessen wäre, ist eine blasphemische Verleumdung.

Unglaublich indes finde ich, daß es nicht nur Ketzer gibt, die behaupten, es gäbe da läßlichste Sünden, die der heiligen Stuhl und seine AusscheiderVertreter höchstselbst zu verantworten hätten: Es gibt doch tatsächlich Pharisäer, die derlei satanische Verse aufgreifen und weitertragen!

Nicht erst, aber ganz besonders in diesem Zusammenhang ist es nur zu billig, einmal dem Unmut über die schändlichen Schriften, die da seit Mai 1949 noch dem letzten gottlosen Teufel zugestehen, er möge doch nach Belieben kundtun, was er da denkt und fühlt, freien (und anwaltlichen) Lauf zu lassen. Denn wie heil und geordnet war doch zuvor die Welt, wenn zuletzt auch nur noch in den opferreichen Schranken des heiligen Reichskonkordats, das von der einzig richtigen Lehre – derer Petri – nicht viel übrig ließ.

Nun indes, da schwarze Schafe den monatlichen Ablaß, ja gar die unüberwindliche Schuld (und damit die Obhut ihrer Schäfer) in Frage stellen und mancher dreist behauptet, der direkt an Bedürftige gegebene Taler sei sinnvoller vertan denn jener an die römisch-katholische Fiskalkollekte, da muß man doch sogar als ordentlicher Christenmensch endlich mal: Dran glauben.


29. April 2010

Und wenn wir nicht

zeitnah hieran gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell Ruhrpottkrokodile sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon auf uns aufmerksam machen.

Ich reservier mal für Sonntagmittag die Tränke hinter der Ruhrmündung, linksrheinisch. Ich bin der mit dem gelben Bauch. (Oder: Ich werde der mit dem gelben Bauch gewesen sein werden. Siehe oben.)


Hahaha, ich kauf mir ne griechische Insel…

…hahahaha! Weil die alle faul sind! Und korrupt! Und doof! Und auf unsere Kosten leben! Also auf die unserer Leistungsträger, versteht sich. (Nicht auf die jener Schmarotzer, die selbst schuld sind, daß sie nicht ordentlich studiert haben und deshalb jetzt für drei Euro die Stunde putzen gehen müssen und dann unverschämterweise trotzdem noch uns Steuerzahlern auf der Tasche liegen, damit sie sich von ihrem Hartz IV dann Schnaps und Kippen kaufen können!) Haha! Witzig, wie? Griechen=Südländer=doof, Langzeitarbeitslose faul, sozial denkende sind weltfremde Utopia-Kommunisten….hahaha…endlich darf man wieder ungeschminkt Deutscher sein!

Wenn da nur nicht immer solche Querulanten (oder gar der böse Erbfeind!) daherkämen, die uns, dem (Lohnkostenoptimierungs)musterknaben erzählen wollen, wir (als Land) oder gar die systemrelevanten Leistungsturbobeschleuniger (die mit den Peanuts und den schicken Regenettungsschirmen) seien Schuld, und nicht die trägen Mittelmeer-Siesta-Schluderheinis. Schleicht Euch, damit man hier endlich wieder uralte Traditionen pflegen kann!