kam gestern meine (beinahe noch) neue Bildbearbeitungssoftware an. (An der kann man übrigens sehen, wie abhängig man sich über die Jahre von diesen Softwaremafiosi macht: Nachdem ca. 120% aller meiner Illustrationen mit Corel erstellt wurden, das sich in meiner letzten vorhandenen Version aber von den rechnerischen Fähigkeiten meines neuen Heimrechners so überwältigt zeigte, daß es den Dienst versagte, wäre ein Umstieg, wie ja überhaupt alle Softwareangelegenheiten, definitiv kein “mal eben schnell”-Fall, ganz davon abgesehen, daß ich mit diesem Programm dummerweise auch noch hochzufrieden war und bin.) In diesem Karton jedenfalls waren etwa 2GByte Installationsdaten enthalten. Angesichts der 25 Kubikmillimeter großen Speicherkarte meines Mobiltelefons, die die vierfache Menge verträgt, fragt man sich nicht nur, warum selbst für eine dieser verhaßten Silberscheiben mit immerhin schon ca 9.000 Kubikmillimetern (neun Kubikzentimetern) ein dekorativer, pseudoaufklappbarer Hochglanzkarton von 900 Kubikzentimetern (entsprechend 100 Silberscheiben oder 36.000 Speicherkarten à 8GByte, was in Summe über 280 TByte entspräche) benötigt wird. Man fragt sich auch, warum dieser, eingebettet in “Füllmaterial aus Maisstärke”, mit einem weiteren Umkarton von sage und schreibe 15.000 Kubikzentimetern (genau: 1.667 Silberscheiben oder 4.687,5 Petabyte Speicherkartenkapazität) für über fünf Euro im CO2 emittierenden Postauto 400 Kilometer durch die Lande transportiert werden muß.
Was übrigens mit 24 Stunden Lieferzeit zwar schnell anmutet, aber bei Weglassen der ganzen Körperlichkeit (ich kopiere den Inhalt der Silberscheibe ohnehin direkt auf mein eigenes ausfallsicheres Speichersystem und werfe sie hernach in den Müll), sprich: einer simplen Downloadmöglichkeit selbst bei Dorf-DSL immerhin dem stolzen Faktor 2.107 entspricht.
Wir sehen also, freundlich ausgedrückt, reichlich Optimierungspotential bei Euch, liebe Softwareversandhändler. Andererseits: Man muß ja auch an das Transportgewerbe denken. Und an die Holzverarbeiter. Und die Holzproduktbedrucker. Und die Behindertenwerkstätten, in denen solche schicken Kartons gebastelt werden (viel zu schade zum Wegwerfen, ich sollte ihn in einem “Onlineauktionshaus” als “Corel X4 OVP” verkaufen). Und natürlich an die Silberscheibenhersteller. Und nicht zuletzt an die Kunden, die vermutlich in ihrer Mehrzahl immer noch gerne “was in den Händen halten” wollen. Das antiquierte Schwarzweißfax hat sich, allen effizienteren Möglichkeiten zum Trotz, schließlich auch wacker über mindestens zehn überflüssige Jahre gerettet.
…und das ist auch gut so. Warum ich in meinem ganzen Leben nie wieder eine (zumal beschreibbare) CDVDHDBlueray in die Hand nehmen und nicht mal mit dem Arsch anschauen werde.
Abseits der zweifelsfrei bewußt als Testballons lancierten “Abstimmungen”, wen das Volk denn gerne als nächsten Sparkassendirektor hätte und bei denen man dann in der Regel zwischen den verschiedenen zu versorgenden Kandidaten aus der schwarzgelben Front “wählen” soll, gibt es dann und wann auch “erweiterte” “Kandidatenlisten”. Da fallen dann auch schon mal gerne Namen wie Margot Käßmann oder Joseph “Joschka” Fischer.
Käßmann, die mir als parteipolitisch wenig verseucht scheint: meinetwegen gerne. Aber den käuflichen Gasbaron Fischer? Warum holen diesen geschmierten Möchtegernrevoluzzer plötzlich alle aus dem Sumpf, in dem er gemeinsam mit seinem Sinnesfreund Ger(har)d zu recht und, so hatte ich gehofft, für immer verschwunden war? Daß er es war, der seine Partei endgültig in einen neoliberalen Kriegsbefürworterhaufen verwandelt hat (”in der Realpolitik ankommen ließ”), scheint entweder vergessen oder einigen wirklich als veritable Lebensleistung zu gelten. Und manch einer entblödete sich in der Vergangenheit ja nicht einmal, ausgerechnet ihn, der den bisher gravierendsten Bruch der deutschen Verteidigungsgrundsätze in seiner ehedem pazifistischen Partei regelrecht durchprügelte, als Friedensfürst zu verbrähmen, weil er im Nahen Osten so vorzüglich geschlichtet habe.
Andererseits, der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf, und wenn dieser Kopf dann nicht nur Fisch wäre, sondern Fischer, dann hätte das Exportwettbewerbswunderland Deutschland auch an höchster staatlicher Stelle endlich einen Komperativ.
Neulich habe ich mich über den Javascript-Animations-Krebs ausgekotzt. Das Problem, daß zappelnde Animationen (”Slideshows”, “Rotations” und was auch immer) zunehmend mit Javascript realisiert werden, und man so den nervigen, nicht selbst initiierten Bewegungen auf dem ganzen Bildschirm nicht entkommt, habe ich bisher auf Werbetreibende reduziert.
Das war zu kurz gedacht. Es gibt nämlich außerdem dumme(rweise) Internetzbewohner, die keine Werbung (sondern durchaus schlaue oder lustige Sachen) von sich geben, diese dann aber “gut meinend” mit allerlei augenkrebsigem Geblinke anreichern. Es ist ja auch so schön einfach und verlockend, kann man doch mit “jQuery” und sonstigen Plugins mittels weniger Zeilen Code, ja: in manchen Redaktions- oder Blogsystemen sogar schon per vollständig browsergeführtem Plugin, ratz fatz die ganze – eigentlich anspruchsvolle – Seite in einen hyperaktiven Kindergartenzirkus verwandeln. Und nicht mal das muß überhaupt der Fall sein: Manches fertige Blog- oder CM-System beinhaltet ersatzlosen proprietär-javascriptigen Funktionskram, der sich bei deaktiviertem Script zu Barrieren entwickelt, von denen der nicht codeinteressierte Publizierer weder etwas merkt noch weiß (weil er selbst weder programmieren kann oder will, mindestens auf seiner Seite natürlich mit aktiviertem Script unterwegs ist und sich vielleicht auch einfach noch nie mit dem Barrierethema befaßt hat).
Zusammengefaßt muß ich also den ersten Lösungsansatz (Javascript nur auf den Seiten meines Vertrauens einschalten) zwar nicht revidieren, aber relativieren. Ganzen Artikel lesen
Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh ausdrückte:
Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.
(Sollte eigentlich länger und “lustiger” werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, beschämend sind, daß man, wenn es denn was brächte und noch irgendein geeignetes Ziel gäbe, sofort auswanderte.)
Ich habe selbst Webprojekte am Start, bei denen durch Werbung Geld reinkommt. Dementsprechend blocke ich Werbung auch auf anderen Seiten nicht grundsätzlich, schon der Fairneß wegen. Wer also die eigentlich selbstverständliche Anstandsregel, daß die Werbung nicht vom durch sie finanzierten Inhalt durch aufdringliches Gezappel, Rotieren, quieken etc. ablenken sollte, einhielt und auf Flash-Müll (bei mir standardmäßig deaktiviert und nur für Ausnahmeseiten zugelassen) oder animierte Gifs verzichtet hat (auch GIF-Animation ist hier selbstverständlich deaktiviert), hatte bei passendem Angebot durchaus realistische und faire Chancen, mich für sein Produkt gewinnen zu können.
Ich setze in meinen Webprojekten auch selbst Jquery und sogar UI-Effekte ein. Maßvoll und dezent, stets ergänzend und nie alternativlos, sprich: REST mit Lynx muß bei aller zusätzlichen Spielerei immer gehen. Und das ist nicht nur abermals eine Frage der guten (Netz-)Erziehung, sondern auch und vor allem der Schläue: Nutzer, die auf Spielereien pfeifen (in diese Kategorie fallen übrigens auch Suchbots!), kann man so dennoch mit den eigenen Inhalten erreichen.
Ich bin übrigens auch wieder einer dieser Nutzer geworden. Denn seit es in der Internetwerbewirtschaft zunächst zu der Erkenntnis kam, daß immer mehr potentielle Werbekunden keine mehr sind, weil sie wie ich das ganze Flash-Gif-Gezappel einfach ausgeschaltet haben, und dieser Erkenntnis, begünstigt durch eben genau die einfache Verfügbarkeit alternativer Zappelmöglichkeiten mittels JQuery-UI (oder “Scriptaculous” oder wie sie alle heißen), nicht etwa die eigentlich zweckmäßige Einsicht folgte, daß man mit gut plazierter “stiller” Werbung weitaus mehr Potential abschöpfen kann als auf einem komplett zappelnden Bildschirm, sondern die famose Idee, doch nun Javascript-Effekte zum Zappeln einzusetzen, habe ich zu den “Opt-In” Funktionen meines Opera nun auch Javascript wieder hinzugefügt.
Mag sein, daß manche Seiten dadurch in Zukunft nur noch schwer oder gar nicht mehr zu nutzen sind – aber so funktioniert halt der Darwinismus. Kreativen, deren kreativer Horizont einfach nicht über “es muß hinausstechen” hinaussticht, darf man jedenfalls getrost attestieren, daß sie sich selbst ins Knie schießen. Und empfehlen, sich in selbiges auch zu ficken.
Wenn ich an irgendeinem Punkt konservativ bin, dann wohl als Vertreter der klassischen “niemals ein funktionierendes System ohne Not ändern”-Devise. Weder konnten mich zum Beispiel in den letzten knapp zehn Jahren Windows “Vista” oder “7″ (aka Vista 2.0 oder NT 6.1), noch das wirklich schon sehr gut gediehene Ubuntu-Linux von meinem vertrauten und vor allem: Seit eben diesen knapp zehn Jahren durchgehend ohne etliche Neuaufsetzungen funktionierenden XP weglocken. Ganzen Artikel lesen
Der etwa fünfzigjährige Staplerfahrer polnischer Herkunft, Johann Kachelsczinsky, der im Nebenhaus meiner Schwippschwägerin wohnt (oder sonst irgendein Privatmensch, dem vorgeworfen wird, etwas möglicherweise strafbares getan zu haben, von dem jedoch ausschließlich ein deutlich begrenzter, ebenfalls privater Personenkreis betroffen ist), wurde kürzlich wegen des Verdachts auf Verunglimpfung seiner Nachbarin verhaftet, damit er sich nicht gen Osten absetze. Daß das nicht in der “Zeitung” mit den großen Buchstaben und auch nicht in kleinen Buchstaben oder Sätzen in den sonstigen “Qualitätsmedien” auftaucht, hat exakt die gleichen zwei Gründe, die auch zur Folge haben, daß nichts über seine sexuellen Vorlieben, seine Wohnungseinrichtung, seinen Kontostand oder seine Eßgewohnheiten irgendwo gegen Zeilen- oder Minutengeld verkauft wird:
Es interessiert – bis auf direkt Betroffene und evtl. neugierige Nachbarsweiber – niemanden.
Es geht niemanden etwas an.
Wäre Kachelsczinsky beispielsweise Ansager im sagen wir mal Fernsehen und damit das, was allzu gerne als “Person des öffentlichen Lebens” bezeichnet wird und womit stets ein angeblich berechtigtes öffentliches Interesse an restlos allem über solche Personen begründet werden soll, gälte Punkt eins – die menschlichen Abarten des Spannens, der Neugier, des Gaffens, der Sensationslust aus Mangel an eigenem spannenden Leben mal als unabänderbar und hinzunehmend unterstellt – “selbstverständlich” nicht mehr.
Bei Punkt zwei kann man das nicht nur anders sehen, man muß sogar. Ganzen Artikel lesen
Aus der Rubrik “Forenantworten, für die der Antwortende zeitlebens sofort eine Internetsperre nach der One-Strike-Emergency-Regel erhalten muß” und die eigentlich zur Kategorie “kein Wunder, daß dein Computer nicht geht, wechsel doch zu Linux” gehören:
F: Weiß jemand, wie man bei der Packstation die Annahme eines Pakets verweigern kann? A: Kündige doch einfach das Packstation Gedönse und lass es anliefern.
Solcher entsinnte Verbaldurchfall von Leuten, die zu jedem Tannenzapfen im Wald noch schnell eine Wurst legen, damit auch von ihnen was dabei ist, wird eigentlich nur noch getoppt von “Mein Dach ist undicht, was tun?” – “Reiß doch einfach dein Haus ab!”
Drum antworte ich auf die in solchen BeiAbträgen stets latent gestellte Frage “Obwohl ich sogar in Foren mit möglichst zusammenhangfreien dämlichen Ratschlägen rumtrolle, habe ich keine Freunde, was tun?” mal präventiv und kostenfrei: Erschieß dich doch, spätestens dann hast du welche. Mindestens einen. Mich.
Es gibt im Internetz, wie überall, ein uraltes Phänomen. Und das nennt sich “Schublade”. Apple und Google, das sind die Fiesen[tm], “Micro$oft” (ha, ha) sowieso. Und Linux ist prinzipiell über jeden Zweifel erhaben, ebenso wie Open Source. Im Rahmen dieser Tradition ist “Firefox” eindeutig ein Guter: Es ist ein Open Source-Projekt, das ist sowieso schon mal das Wichtigste, dann sind da die vielen tollen Addons und die Api, und so fort – kurzum: Alle alle machen mit – da kann nix faul sein.
Es ist das berechtigte Eingeständnis, daß beispielsweise ein Postzusteller nicht nur Anspruch auf einen Mindestlohn hat, sondern daß dieser deutlich höher liegen muß als 12.860 Euro. Im Monat.
Zwar, zum Glück, keine klebrigsüßen und pseudogesunden “Frühstückchen” auf dem Tisch, aber dafür jede Menge staatlich fahrgeprüfter Intelligenzökonomiker auf dem nur unwesentlich winterlichen Asphalt. Früher[tm] ist eben alles besser. Und sei es nur eine Stunde.
Das wußten schon unsere Altvorderen: Nur, wer mitbei der Fahne gedient hat, weiß im Leben Bescheid. Zum Beispiel, daß Wasser nicht nur zum Waschen und (er)trinken da ist, sondern auch, um dem lernunwilligen Nachwuchs die Flausen wegzuspülen.
Die nicht mehr ganz so Jüngeren [tm] unter uns wissen, wie ein veritabler Boxermoter klingt, der mindestens so alt ist wie man selbst. Für den einen ist es Musik, für den anderen nervtötend und für einige, vielleicht gar die meisten, vor allem eine Frage von Ort und Zeit. Ganzen Artikel lesen
Der erzkonservative Finck Jr. hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit großen Geldbeträgen bei rechtslastigen Organisationen und Parteien eingekauft.
Mit den Gewerkschaften und den Sozialisten sollte der braune Kettenhund (Hitler) schon fertig werden. [...] 1933 unterstützte Finck, zusammen mit anderen Wirtschaftsmagnaten, die NSDAP mit einem Wahlfonds in Höhe von 3 Millionen Reichsmark.
Und da mache ich mir Gedanken, ob man dieses Manchesterpack zu grob behandelt, wenn man es als Neofaschisten tituliert.
…unsympathisch, den Lobo. Aber daß er jetzt schon eine Bananenrepublik leitet? Verständlich, daß das keiner will. Man stelle sich mal vor, es es ginge um unsere Bananenrepublik. Obwohl wir dann wenigstens wieder mal eine rote Doppelspitze hätten, rein optisch.
…sind sie – wen wundert’s Angesichts einer auf Maß geschneiderten Gesundheitspolitik (”Politik” im Sinne von “wir machen das”, “Gesundheit” im Sinne von “Ihre und unsere Kassen kurieren”) des naseweisen (”smarten“) Mövenpick-Emporkömmlings aus Niedersachsen:
Man sieht: Es wird schwierig mit dem neuen FDP-Logo. Hier ist nämlich schon Vorschlag zwo – und man mag sich kaum entscheiden wollen!
Ach ja:
[Zu dem] “Netzwerk mit Nutzwert” [gehören ...] andere Partner wie die Mobilfunkfirma Vodafone, der Autovermieter Sixt oder einzelne Reiseanbieter
Oder auch im Pharmabereich. So wissen wir schon mal, in welchen Wirtschaftsbereichen uns künftig weitere “Beschleunigungsgesetze” erwarten. Und dürfen uns auf weitere Parteilogos gefaßt machen.