19. Februar 2010
Es gibt im Internetz, wie überall, ein uraltes Phänomen. Und das nennt sich “Schublade”. Apple und Google, das sind die Fiesen[tm], “Micro$oft” (ha, ha) sowieso. Und Linux ist prinzipiell über jeden Zweifel erhaben, ebenso wie Open Source. Im Rahmen dieser Tradition ist “Firefox” eindeutig ein Guter: Es ist ein Open Source-Projekt, das ist sowieso schon mal das Wichtigste, dann sind da die vielen tollen Addons und die Api, und so fort – kurzum: Alle alle machen mit – da kann nix faul sein.
À Popo mitmachen: Auch Google macht da mit. Ganzen Artikel lesen
12. Februar 2010
Wenn … in Deutschland … derjenige, der arbeitet, mehr haben muss als derjenige, der nicht arbeitet, …
dann ist das, frei nach dem Obermövenpickminister, in der Tat kein
geistiger Sozialismus.
Es ist das berechtigte Eingeständnis, daß beispielsweise ein Postzusteller nicht nur Anspruch auf einen Mindestlohn hat, sondern daß dieser deutlich höher liegen muß als 12.860 Euro. Im Monat.
11. Februar 2010
wenn ein Land, das einst als Musterbeispiel für die Vertreibung selbstgefälliger und autoritärer Herrscher galt, sich einen abgebrochenen Nachwuchs-Napoleon aus Ungarn zum Sonnenkönig wählt, der vor allem dafür sorgt, daß sein Yacht-Urlaub nicht ins Wasser fällt und seine Maitresse und ihre Mischpoke die richtigen Protektionsgesetze bekommen und in diesem ganzen Zusammenhang selbstredend auch nicht davor zurückschreckt, das Fußvolk mit Knüppeldrohnen zu drangsalieren und von mißliebigen Internetseiten fernzuhalten. Natürlich im Namen der Kinder. Und der Sicherheit.
Que de la merde, mes chers voisins. Que de la merde. Et que fâcheux. Ou sont-ils, les enfants de la patrille?
Zwar, zum Glück, keine klebrigsüßen und pseudogesunden “Frühstückchen” auf dem Tisch, aber dafür jede Menge staatlich fahrgeprüfter Intelligenzökonomiker auf dem nur unwesentlich winterlichen Asphalt. Früher[tm] ist eben alles besser. Und sei es nur eine Stunde.
9. Februar 2010
Das wußten schon unsere Altvorderen: Nur, wer mitbei der Fahne gedient hat, weiß im Leben Bescheid. Zum Beispiel, daß Wasser nicht nur zum Waschen und (er)trinken da ist, sondern auch, um dem lernunwilligen Nachwuchs die Flausen wegzuspülen.
6. Februar 2010
Die nicht mehr ganz so Jüngeren [tm] unter uns wissen, wie ein veritabler Boxermoter klingt, der mindestens so alt ist wie man selbst. Für den einen ist es Musik, für den anderen nervtötend und für einige, vielleicht gar die meisten, vor allem eine Frage von Ort und Zeit. Ganzen Artikel lesen
29. Januar 2010
Das Verhältnis alten, reichen und kackbraun vorbelasteten Geldadels zur Politik ist nicht erst seit dem rechtskonservativen Kurswechsel der Mövenpickpartei kennenswert. Auszug:
Der erzkonservative Finck Jr. hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit großen Geldbeträgen bei rechtslastigen Organisationen und Parteien eingekauft.
Mit den Gewerkschaften und den Sozialisten sollte der braune Kettenhund (Hitler) schon fertig werden. [...] 1933 unterstützte Finck, zusammen mit anderen Wirtschaftsmagnaten, die NSDAP mit einem Wahlfonds in Höhe von 3 Millionen Reichsmark.
Und da mache ich mir Gedanken, ob man dieses Manchesterpack zu grob behandelt, wenn man es als Neofaschisten tituliert.
…unsympathisch, den Lobo. Aber daß er jetzt schon eine Bananenrepublik leitet? Verständlich, daß das keiner will. Man stelle sich mal vor, es es ginge um unsere Bananenrepublik. Obwohl wir dann wenigstens wieder mal eine rote Doppelspitze hätten, rein optisch.
22. Januar 2010
“Private Public Partnership”, die freundliche Neusprech-Formulierung für systematisches Ruinieren einer funktionierenden öffentlichen Infrastruktur zum Nutzen guter Freunde mit gefüllten Köfferchen bietet die Mövenpick-Partei nun auch im Bereich Events an: Stilvoll feiern in Räumen, die eigentlich gewählten Volksvertretern vorbehalten sind. So viel Dankbarkeit muß sein. Nachschlag inklusive. (Via)
21. Januar 2010
…sind sie – wen wundert’s Angesichts einer auf Maß geschneiderten Gesundheitspolitik (”Politik” im Sinne von “wir machen das”, “Gesundheit” im Sinne von “Ihre und unsere Kassen kurieren”) des naseweisen (”smarten“) Mövenpick-Emporkömmlings aus Niedersachsen:

Man sieht: Es wird schwierig mit dem neuen FDP-Logo. Hier ist nämlich schon Vorschlag zwo – und man mag sich kaum entscheiden wollen!

Ach ja:
[Zu dem] “Netzwerk mit Nutzwert” [gehören ...] andere Partner wie die Mobilfunkfirma Vodafone, der Autovermieter Sixt oder einzelne Reiseanbieter
Oder auch im Pharmabereich. So wissen wir schon mal, in welchen Wirtschaftsbereichen uns künftig weitere “Beschleunigungsgesetze” erwarten. Und dürfen uns auf weitere Parteilogos gefaßt machen.
20. Januar 2010
…mit der Mövenpick-Partei – für jeden Geldbeutel ist was dabei!

Hier können Sie so viel fressen, wie Sie kotzen möchten. Angemessene Spende vorausgesetzt, Amigos!
18. Januar 2010
Man muß nicht mal schadenfroh sein und sollte es auch nicht. Zumindest in diesem Fall, denn natürlich tragen die Mehrkosten wir[tm]. Wer sonst. Trotzdem hat es etwas heimeliges, wenn die Decken der zu Zeiten der Birne’schen Schwarzgeldmonarchie für Millionenbeträge (natürlich, denn alles, was in einen schwarzen Koffer paßt, ist bekanntlich Portokasse – Ehrensache!) zusammengepfuschten Monumentalbauten nun “seinem Mädchen” auf das mühsam hochtoupierte Vogelnest bröseln. Vive la familia, Don Kohleone – Silvio wäre stolz auf Dich!
(Via)
15. Januar 2010
Klar: Ob die Frage nun “sammeln Sie Treuepunkte?”, “sammeln Sie Herzen?” oder (wie früher[tm]) “hier, Ihre Rabattmarken!” heißt – der dümmliche Versuch, noch dümmlichere Kunden durch “kaufst Du viel, kriegst du was geschenkt” zu ködern, ist so alt wie der Handel selbst. Dümmlich, weil ich eigentlich von vornherein optimale Leistung zum optimalen (wohlgemerkt: nicht unbedingt kleinsten) Preis erwarte und, wenn die Erwartung erfüllt wird, auch ohne Rabattmarken, Herzen oder sonstigen Unfug gerne wiederkomme.
Eine ganz neue QualitätStufe der Peinlichkeit hat dieses Thema zweifelsohne schon seit Jahren (denn so lange studiere ich dieses Thema so unfreiwillig wie empirisch) durch das Kombinieren von Werbemüllempfängerdatensammel- und klassischem “kaufst Du viel, kriegst Du irgendwann was wieder”-Programm erreicht und hier vor allem durch die steten Bemühungen (”stets bemüht”) der Firma Payback. Ganzen Artikel lesen
13. Januar 2010
Gleich vorweg: Obwohl es nahe läge, ich nenne es bewußt nicht Märchenstunde. Weil erstens Märchen mit “es war einmal” beginnen, was man von dieser pißgelben (”bürgerrechtsorientierten”) Neokapitalistenfraktion leider noch lange nicht behaupten kann. Weil zweitens Märchen (fast) immer gut ausgehen, was man von allem, was diese bekennenden Staatsfeinde sich mal in den Wasserkopf setzen (ohne jemals Wasser zu lassen) leider nicht behaupten kann, wenn man nicht gerade zu der überschaubaren Anzahl direkt verflochtener Profiteure gehört. Und drittens, weil Märchen eher im prosaischen Sinne einen geschichtlichen Aspekt haben, das Folgende aber leider im historischen Kontext zu betrachten ist.
Also, aufgemerkt: Vom Onkel Otto könnt Ihr noch was lernen. Ganzen Artikel lesen
3. Januar 2010
…das Arschloch an die Straßenlaterne binden, mit seiner Schneeschippe verprügeln und ihm dann mit einem warmen Kaffe durchs Schlafzimmerfenster beim Erfrieren zuschauen. Das ist der einzige Vorteil, der mir an Sonntagen wie diesen zu Uhrzeiten wie diesen zu einem solchen Schlafzimmerfenster mit Straßensicht einfällt. Leider ein theoretischer (weil weitgehend ungesetzlich). Praktisch kommt auch das Schlafzimmer zur Straße lediglich auf die “Schlimmer Wohnen”-Liste der Dinge, für die man künftig nie wieder bezahlen will.
31. Dezember 2009
“Bereits zum fünften Mal darf ich Ihnen dies als Bundeskanzler wünschen.” Das war der erste Satz der offziellen Neujahrsansprache von Euer Kanzler schwitzt beim Kacken, noch bevor er uns auf mehr Krieg am Hindukusch und noch mehr “Sparen für die Bankenrettung” einschwor. Und damit zeigt er ganz ungeniert (oder ungewollt) den allerwichtigsten Aspekt seiner Kanzlerschaft: “ICH bin euer Chef. Endlich. Schon lange und noch lange.”
Gut, daß ich schon Neujahr hatte, Indien sei Dank.
an dem sich einmal im Jahr allen Statistikfetischisten eine einzigartige Gelegenheit bietet: Visual social scoring, zu deutsch: Auf einen Blick sehen, wo im Lande die meisten Asis hausen. Ganzen Artikel lesen
25. Dezember 2009
…wird es, völlig überraschend und nicht im entferntesten voraussehbar, Zeit für das vermutlich den meisten mit dem Kreuz einer Mietwohnung geschlagenen Zeitgenossen reichlich unsympathische Ritual der Heizkostenzählerablesung. Genaugenommen: Das Ritual der Heizkostenablesungsterminwahrnehmung. Ganzen Artikel lesen
23. Dezember 2009
Immerhin: Die schwarzen Pestbeulen verstopfen einem den Briefkasten nicht zu, wie man in deren Kreisen ja längst weiß: ohnehin nichtigen, Anlässen (Wahlen oder dergleichen). Die warten wenigstens bis zum Jahresende, unterstellen mir dafür aber gleich noch die Zugehörigkeit zum Kreuzrittertum und damit die Freude über – insbesondere unerwünscht zugestellte – Weihnachtswünsche auf totem Holz und die Zugehörigkeit zur Klasse-ist-nett-Masse-ist-besser-Fraktion.
Langer Rede kurzer Unsinn: Die Schwarze Pest Neusz kriegt zu ihrem christlichen Freizeitfest den ganzen Stapel 4-farb-mattglanz-A4-Kerzengedusel zurück. Natürlich unfrei Haus. Und mein Lieblingsanwalt wieder einen Abmahnauftrag. Frohes Fest!
25. Oktober 2009
Liebe Hoteliers!
Es gibt viele praktische Dinge, speziell für Euer Gewerbe, über die sich jemand wie ich, der gerne reist (”wir reisen gerne!”), wirklich freut. Dazu gehören kostenlos nutzbare Internetanschlüsse im Zimmer (oder auch außerhalb davon), Miniteeküchen im Schreibtischformat oder auch einfach nur kostenlose Parkplätze am oder im Gebäude. Ganzen Artikel lesen