Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als rechtschaffene Volksverarschtreter zu verleumden, politische Aufklärungsarbeit zu diffamieren und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.
Jüngstes Negativbeispiel: Die beispiellose Hetzkampagne gegen eine EU-Kommissarin, der man ernsthaft geistige Nähe zu Unrechtsregimen wie in China (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt) oder Absurdistan andichten wollte – was für eine Vorstellung in einer aufgeklärten und überlegenen Zivilisation wie der unseren.
Da tut es besonders gut, wenn sich unter all diesen zotteligen Gammlern (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt), die sich in dieser “Internetzgemeinde” so trefflich zwischen geistigem Diebstahl und Verbalterrorismus eingerichtet haben, bisweilen eben doch mal jemand findet, der sich eine gesunde Einstellung zur Wahrheit erhalten und sich einen objektiven Blick über die Gesamtlage verschafft hat: Alexander Lehmann hat sich des digitalen Schmutzes angenommen und die Organisation cleanternet ins Leben gerufen. In einem gut recherchierten Aufklärungsfilm rückt er dort einiges zurecht, was in der gutmenschelnden Weltfremde manches internetzgeschädigten Geistes längst in anderen Sphären schwebte.
Die Fa. Pearl weiß, wie man Kunden zum Kauf animiert. Ich meine hier nicht die inzwischen sogar bei Telefonnetzbetreibern und Sektkellereien angekommene Binsenweisheit, daß erotische Reize den Umsatz fördern. Nein, die Firma ist auch in der vorausschauenden Kundenfürsorge UND in innovativer Sortimentsgestaltung führend. Denn nicht nur sendet man mir, der ich bisher immer nur das Risiko, über dieses umständliche und dubiose Internetz zu bestellen, auf mich nehmen mußte, aufmerksamerweise sogar ohne daß ich extra darum hätte bitten müssen, einen topaktuellen und prickelnd gestalteten Hochglanzkatalog (der immerhin einen Wert von 0,80 Euro plus Porto hat!) kostenlos!! und einschließlich eines praktischen ausschneidbaren Bestellformulars frei Haus!!1!:
Man hat auch messerscharf die Bedürfnisse der Nerdgemeinde erkannt. Nachdem der selbstklebende Monitor-Rückspiegel für heimliche Büroonanierer längst jeden durchschnittlichen Bildschirm veredelt, hat man sich nun auch des besonders unter sog. “Killerspielern” verbreiteten Trends zum Messermassaker angenommen.
Daumen hoch – und frei nach so nem Drogeriemarkt: Hier bin ich Mensch, hier sauf’ ich ein’. Oder auch zwei.
Seit kurzem kann ich dieses Männern eigentlich artfremde Gefühl nachvollziehen, das sich weiblicher Wesen unverzüglich bemächtigt, wenn sie einen Schuh- oder gar einen Taschenladen betreten: Ganzen Artikel lesen
So lustig es zu lesen ist, so traurig wahr ist es zugleich: Mely Kiyak über “St.” Florian Gerster (auch bekannt als “der Mann mit den drei Dienstwagen”). Schon schön:
So wie kleine Mädchen verträumt am Schwanz ihrer Diddlmaus zwirbeln, zwirbeln Sie an den Rändern unserer Arbeitsmarktpolitik an den Zotteln der Schwächsten.
Aber nicht zu überbieten:
In Japan nehmen sich Menschen das Leben, wenn Sie öffentlich zurechtgewiesen wurden. In Deutschland treten Sie bei Anne Will auf.
Für mich neben der treffenden Beschreibung des faulen Gerstenkorns auch weiteres Wasser auf meine Anne will Mühlen.