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	<title>DavidBLN.de &#187; Abgezockt</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Ab sofort ehrlich</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.</p>
<p>Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. <span id="more-2165"></span>Seit neuestem brüstet sich nämlich ausgerechnet die wie ihre Schwester Saturn zum Metro-Konzern gehörende Mediamarkt-Gruppe &#8211; nach unvergessenen (nicht) vollkommen blöden &#8220;Claims&#8221; und hochnotpeinlichen Cowboy- (Ronald Nitschke, der einst als vertrottelter Konsuln-Fahrer in &#8220;Praxis Bülowbogen&#8221; dann doch mehr überzeugte), Pseudo-Law-and-order- (irgendein Anwalt) oder, äh, ferner-liefen-Auftritten (irgendwelche Möchtegernkomiker) &#8211; mit einer echten Ungeheuerlichkeit, und damit meine ich nicht das in Werbeagenturen in zwischen zum Einstellungstest gehörende Deppen Leer Zeichen:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0433.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0433-600x398.jpg" alt="Werbeplakat für den &quot;neuen Mediamarkt-Preis&quot;: &quot;Der erste Preis ohne den Preis-Irsinn. Klare Ansage. Zwei zum Preis von zwei.&quot;" title="" width="600" height="398" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2166" /></a></p>
<p>Meine Damen, meine Herren, bitte beachten Sie die unaufdringliche, dezent im Hintergrund gehaltene Sensation: Hier wirbt ein Unternehmen damit, daß es &#8211; so verstehe ich dieses Plakat jedenfalls &#8211; <em>neuerdings</em> tut, was das &#8220;Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb&#8221; vorschreibt: Den Grundsatz der sogenannten Preisklarheit und -wahrheit einhalten.</p>
<p>Liebe bisher vielleicht doch zu Unrecht verachtete Reklamebranche: Ich kann eine solch entwaffnende Ehrlichkeitsoffensive nur bedingungslos unterstützen. Und mir bei der Gelegenheit noch viele weitere solcher Kampagnen wünschen. Zum Beispiel für Parteien (&#8221;jetzt ist uns unser Geschwätz von gestern nicht mehr egal!&#8221;), Brötchenimitationsfabriken (&#8221;ab sofort aber wirklich ohne Sägemehl und Knochenleim&#8221;) oder für Banken (&#8221;künftig nur noch Finanzprodukte, die Sie wirklich brauchen&#8221;).</p>
<p>Obwohl, da fällt mir ein: Schon länger bewirbt die Firma Mars einige Produkte ihre Katzenfuttersparte &#8220;Whiskas&#8221; mit dem Hinweis auf einen Fleischanteil von &#8220;jetzt 60%&#8221;. Möchte ich wirklich wissen, wie hoch der bisher war? Und was da sonst noch drin ist, jetzt nur noch zu 40%?</p>
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		<title>Makler, die&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 21:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.</p>
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		<title>Auf die Verpackung kommt es an!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 13:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
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		<description><![CDATA[Denn Inhalt ist bekantlich nichts. Image ist alles! Und 6,49 Euro für 2,5 Kilogramm solch cooler(!) Preßkohle ist nun wirklich geschenkt!

Ihr seht: Selbst ordinäre Fußvolk-Freuden wie &#8220;grillen&#8221; sind nun endlich in der stylishen Oberklasse angekommen!
Zusatznutzen: Kann man hinterher noch als schicke Designer-Einkaufstasche nehmen. Oder als Schlipsersatz. Oder als cooles Wandbild; der Haken zum aufhängen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn Inhalt ist bekantlich nichts. Image ist alles! Und 6,49 Euro für 2,5 Kilogramm solch cooler(!) Preßkohle ist nun wirklich geschenkt!</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/kuhl.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/kuhl-600x400.jpg" alt='Schnöde Grillholzkohlenbriketts müssen nicht immer langweilig verpackt sein. Hier haben wir die schicke weiß-hochglänzende Verpackung mit der, stylisch in Lautschrift gehaltenen, sicherheitshalber aber auch noch mal im Klartext erklärten Markenbezeichnung "ku:l (Cool) - Premium Grillbriketts".' title="kuhl" width="600" height="400" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2033" /></a></p>
<p>Ihr seht: Selbst ordinäre Fußvolk-Freuden wie &#8220;grillen&#8221; sind nun endlich in der stylishen Oberklasse angekommen!</p>
<p>Zusatznutzen: Kann man hinterher noch als schicke Designer-Einkaufstasche nehmen. Oder als Schlipsersatz. Oder als cooles Wandbild; der Haken zum aufhängen ist bereits im Preis enthalten!</p>
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		<title>Weniger ist mehr</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 21:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
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		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!
Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!</p>
<p>Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden (&#8221;wenn Sie, dann kriegen Sie&#8221;). Es ist auch ganz egal, ob ihr euch selbst als &#8220;Produktmanager&#8221;, &#8220;Controller&#8221; oder &#8220;Consultants&#8221; bezeichnet. Ich verstehe euch. Wirklich. Nicht, daß ich mit euch tauschen möchte. Dieses tägliche Strampeln und Ellenbogengerangel habe ich noch nie gemocht, zumindest, seit ich das Spermienstadium erfolgreich hinter mir gelassen habe. Aber ich verstehe euch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn der gesamte Tages- und womöglich Nachtablauf einzig davon dominiert ist, immer noch mehr rausholen zu müssen (oder, wie man sich dann selbst gerne einredet: &#8220;zu wollen&#8221;). Und selbst, wenn das &#8220;wollen&#8221; nicht eingeredet ist und ihr ernsthaft davon überzeugt seid, daß das der Weg ist, wie die Welt ein besserer Platz werden kann (oder zumindest euer Vorgarten und die Garage): Sei es drum. Jeder wie er mag. </p>
<p>Ob nun also freiwillig oder aus &#8220;Sachzwängen&#8221;: Tut, was ihr tun zu müssen meint. Holt immer noch mehr raus. Nur eine Bitte habe ich dabei. Eine ganz kleine, dringende<span id="more-1858"></span>:</p>
<p><em><strong><big><span style="font-size: 400%; color: #f00; ">HÖRT ENDLICH AUF, EURE KUNDEN ZU VERARSCHEN!</span></big></strong></em></p>
<p>Mag ja sein, daß genug Leute gar nicht sofort merken, wenn ihr bei gleichem Preis &#8211; und, wie es Senseo besonders clever macht: begleitet von einem schönen hohen WKZ, damit es wegen des resultierenden Schnäppchenpreises erst recht nicht sofort auffällt &#8211; weniger Kaffe oder Knäcke oder Schokoriegel in eure Packungen preßt, die dann möglichst auch noch kaum anders (oder, auch so ein netter Trick, wie ihn Kraft bei Philadelphia gerne anwendet: ganz anders und erheblich &#8220;schicker&#8221;) aussehen. Das ist normal und natürlich von euch kalkuliert, denn wer hat schon Lust, jedes Mal alles zu prüfen, zählen, wiegen, messen.</p>
<p>Aber mal ehrlich, ihr abgespackten bonusgeilen Nappsülzen: Das Gefühl, WENN man dann eines Tages merkt, daß man von jemandem, dem man einen gewissen Vertrauensvorschuß gewährt hat (an der Uni hat man Euch das als &#8220;Markenbindung&#8221; gelehrt, ein Konzept, das euch und eurer Religion natürlich viel zu langfristig angelegt ist) unter Ausnutzung desselben verarscht worden IST: Das kennt ihr hoffentlich selbst. Und habt hoffentlich noch noch soviel Selbstachtung, daß ihr euch selbst beantworten könnt, was man als normal fühlender Mensch dann macht. Falls nicht, seht ihr es hier exemplarisch: Ich erzähle es allen, die ich kenne. Und kaufe eure Scheiße nie wieder.</p>
<p>Das ficht euch natürlich nicht an, so viel habe ich von diesem System längst verstanden. Denn ihr seid inzwischen dank der kurzfristigen Margen längst fürstlich entlohnt und befördert worden oder weitergezogen zum nächsten kurzsichtigen Wirt &#8211; weshalb der Titel dieses Beitrags auch ziemlich treffend euer schlaues Konzept benennt. Aber vielleicht kapieren es wenigstens die Unternehmen, die noch von anständigen (und überhaupt: von) Menschen und nicht von anonymen grauen Herren aus Fondsverwaltungen besessen und geführt werden, rechtzeitig und haben so einmal mehr die Chance, sich durch Leistung und nicht durch Beschiß zu profilieren.</p>
<p>Neulich war ich übrigens beim &#8220;Bauern nebenan&#8221;. So, wie seit Jahren jede Woche. Der hat keinen Schlips. Und keine Marketingabteilung. Der hat nicht mal Verpackungen, sondern alles lose. In einem dunklen, staubigen, rümpeligen Schuppen verkauft dieser Mensch zum Beispiel exzellente Kartoffeln. Seit Jahren. Ohne Preisaktionen, ohne bunte Tüten, ohne Werbung, ohne Consultants. Und hat den Laden täglich voll. Sogar, wenn die Kartoffeln mal teurer werden. Und wißt ihr auch warum? Naja, könnt ihr ja mal überlegen. Ihr wißt es sowieso. </p>
<p>Aber wer gibt schon gerne zu, daß das, was er tut, selbstherrliche, egoistische, überflüssige Scheiße ist.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ich fahre, wie &#8220;man&#8221; das hier in der vorholländischen Tiefebene so macht, gelegentlich zu Frau Antje zum Einkaufen. Und nehme dort dann auch, wenn ich es nicht vergesse, einen Vorrat Kaffe mit. Der kostet dort, verglichen mit Deutschland, ungefähr die Hälfte. Und nun ratet mal, ob in den holländischen &#8220;Senseo&#8221;-Packungen neuerdings weniger als die dort seit langem üblichen 36(!) Pads drin sind. Oder ob man dort wenigstens plötzlich mehr als im Schnitt 3,39 Euro für so eine Packung bezahlt. Die Antwort könnt ihr euch denken. Freilich wirft das bei mir sofort neue Fragen auf: Lassen sich holländische Kunden nicht so leicht verarschen? Ist man dort auch mit weniger großen Margen zufrieden? Laufen in Holland weniger Schlipsträger herum? Gut, nachdem unsere käsebegeisterten Nachbarn heute beschlossen haben, daß Informationsfreiheit im Internetz wichtiger ist als Aktionärsdividende (Netzneutralität!), könnte man letzteres fast vermuten. Allerdings ist meine Theorie eher die altbekannte: Das deutsche Schaf redet sich seinen Schlachter lieber schön, als ihn in den Arsch zu beißen&#8230;</p>
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		<title>&#8220;Lieber wenig ändern als gar nichts&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 09:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
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		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gehöre zu den Menschen, die nichts von &#8220;Kompromissen&#8221; halten. Wann immer ich aus dem Munde eines (Partei-)Politikers Wörter wie &#8220;Kompromißformel&#8221;, &#8220;Konsensbeschluß&#8221; oder auch &#8220;Handlungsfähigbleiben&#8221; höre (ein nerviger sauerländischer &#8220;Sozialdemokrat&#8221; hatte das Synonym von der Opposition, die Mist sei und der inzwischen &#8220;erfolgreiche&#8221; &#8220;realpolitische Flügel&#8221; einer angeblichen Umwelt- und Anti-Atompartei betet seit 20 Jahren vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehöre zu den Menschen, die nichts von &#8220;Kompromissen&#8221; halten. Wann immer ich aus dem Munde eines (Partei-)Politikers Wörter wie &#8220;Kompromißformel&#8221;, &#8220;Konsensbeschluß&#8221; oder auch &#8220;Handlungsfähigbleiben&#8221; höre (ein nerviger sauerländischer &#8220;Sozialdemokrat&#8221; hatte das Synonym von der Opposition, die Mist sei und der inzwischen &#8220;erfolgreiche&#8221; &#8220;realpolitische Flügel&#8221; einer angeblichen Umwelt- und Anti-Atompartei betet seit 20 Jahren vor, daß man sich lächerlich mache, wenn man &#8220;unrealistische&#8221; Forderungen stelle und so niemals regieren können würde). </p>
<p>Ich möchte aber hier das wahre Gesicht politischer &#8220;Kompromißbereitschaft&#8221; gar nicht näher beleuchten. Ich glaube, ich muß das auch gar nicht. Ich kann euch nämlich einfach ein Video einbetten, das in wunderbarer Weise zeigt, wo man endet, wenn man sich erst einmal brav auf den Weg des Kompromistes begeben hat. </p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/VC9ZUqA0WsI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Aufmerksamen unter Euch haben schnell gemerkt: Hier geht es nicht um den &#8220;WWF&#8221;. Hier geht es auch nicht um ein bißchen Regenwaldretten. In diesem seltenen Moment entwaffnender politischer Ehrlichkeit zeigt eine (wie ich finde: bedauernswerte und aufgrund dieses fundamentalen &#8220;Kommunikations-Desasters&#8221; sicher auch bald &#8220;untragbare&#8221; und deshalb arbeitslose) Person schlicht und einfach, wie unsere moderne, westliche, globalisierte, vorbildliche, fortschrittliche, überlegene (usw.) Welt politisch funktioniert. Wer im &#8220;Diskurs&#8221; zwischen &#8220;Wirtschaftsinteressen&#8221; und &#8220;sonstigem&#8221; die Hosen an hat. Wer in dieser zum Selbstbedienungsrestaurant verkommenen Welt Koch und wer Kellner ist.</p>
<p>Und ja, die Frau hat auch Recht: Wären Leute wie sie nicht als Feigenblatt dort, wäre &#8220;alles noch schlimmer&#8221;. Falls das denn geht. Und das liegt daran, daß wir immer noch nicht kapiert haben, daß die Welt nicht wie ein Zeitschriftenabonnement funktioniert, das man einmal bestellt und das einen dann für eine Laufzeit von vier Jahren mit den gewünschten und bestellten Inhalten beliefert, bis man wieder mal ein anderes bestellt. Diese unsere Demokratie, von der ich uns allen unterstelle, daß wir sie vor allem deshalb loben, weil sie so bequem ist wie eben ein Zeitschriftenabo oder ein Handyvertrag, funktioniert genau so, wie die Frau in dem Video das beispielhaft aufzeigt.</p>
<p>Ich möchte nur, daß ihr darüber mal gründlich nachdenkt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein bißchen Voting, ein bißchen Hilfe&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/02/01/ein-bischen-voting-ein-bischen-hilfe/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 15:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
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		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
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		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja. Ich weiß. Das, worüber ich mich jetzt schon ein paar Tage lang fassungslos, sagen wir, verwundere, ist ein alter Hut. Ich bin erst kürzlich darüber gestolpert, weil mir der zur unterhaltungsfunklichen ÖPP &#8220;Song Contest&#8221; verkommene und mit Hilfe unbezahlter Praktikanten demnächst in Düsseldorf selbstverliebt veranstaltete einstige Grand Prix Eurovision de la Chanson heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja. Ich weiß. Das, worüber ich mich jetzt schon ein paar Tage lang fassungslos, sagen wir, verwundere, ist ein alter Hut. Ich bin erst kürzlich darüber gestolpert, weil mir der zur unterhaltungsfunklichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ÖPP">ÖPP</a> &#8220;Song Contest&#8221; verkommene und mit Hilfe <a href="http://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/eurovision-song-contest/Lena-Meyer-Landrut-und-die-Gratis-Praktikanten-id4181188.html">unbezahlter Praktikanten</a> demnächst in Düsseldorf selbstverliebt veranstaltete einstige Grand Prix Eurovision de la Chanson heute noch viel weiter am Arsch vorbei geht, als er es zu Zeiten von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8dxbbd7Py-c">&#8220;hihihihi, ne Gehirnzelle&#8221;-Nicole</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Siegel">Ralphs Igel</a> schon tat. </p>
<p>Alles, was ich in Summe über diesen für den weiteren Weltverlauf in seiner Bedeutung noch hinter einem Sack asiatischen Getreides rangierenden Glitzer-Hokuspokus-Budenzauber behalten habe, ist die ungefähre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Vorausscheidungen_zum_Eurovision_Song_Contest">Geschichte der deutschen Vorausscheidung</a><span id="more-1823"></span> (eine übrigens im Bezug auf den zweiten Teil des zusammengesetzten Substantives meist sehr treffende Bezeichnung). Diese variierte bis 2010 weitgehend darin, daß entweder das Publikum der &#8211; nicht einmal immer im Fernsehen übertragenen &#8211; nationalen Vorrunden oder aber eine wie auch immer qualifizierte Jury darüber befinden durfte, welcher der Kandidaten nun geeignet sei oder auch nicht und daß manchmal auch sofort ein Teilnehmer per Dekret bestimmt bestimmt wurde. So weit, so schlecht. </p>
<p>Für ein echtes Novum sorgt allerdings spätestens in diesem Jahr die großmeisterliche Organisation des im Umgang mit, sagen wir mal: mit bisweilen überschaubarer intellektueller Investition zu lukrativem Lacherfolg zu verleitenden Massen geübten und unbestritten Grand Prix-erfahrenen Unterhaltungsunternehmers Raab. Erstmalig kann das Publikum über den deutschen Teilnehmer abstimmen &#8211; und kann es zugleich nicht. Denn daß die mit ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mockney">Mockney-Akzent</a> und <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,694730,00.html">unübersehbarer Ambition auf den Titel als &#8220;deutsche Amy Winehouse&#8221;</a> einmal vom Fernsehvolk als Vertreter auserkorene aus ihrem Vorjahrestitel einen universellen Repräsentanzanspruch ableiten könne, <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/songconest/2364466/raab-lena-soll-song-contest-titel-2011-verteidigen.story">stand für Raab schon unmittelbar nach diesem Sieg fest</a>.</p>
<p>Der Fehler, trotz ohnehin feststehender Volksmusikvertreterin auf eine Quoten und, so darf man annehmen, auch ordentliches Televoting-Entgelt bringende Reihe von &#8220;Entscheidungen&#8221; und &#8220;Finalen&#8221; zu verzichten, wäre für einen Profi wie Raab indes unverzeihlich. Also macht der kluge Geschäftsmann aus ehemaligen &#8220;Vorrunden&#8221; kurzerhand eine &#8220;neues Album-Vorstellung in drei Akten&#8221; (das Album gibt es termingerecht im Handel) und der begeisterte Fan darf, ehe er eine Kopie davon kauft, noch schnell ein bißchen die Telefonrechnung optimieren und darüber befinden, mit welchem Stück aus dem neuen Album denn nun das gutbürgerliche Wundergirlie offiziell die Welt beglücken darf.</p>
<p>Ich widerspreche mir nicht, wenn ich zuerst behaupte, daß mir Lena, Raab und ihre karnevalsverlängernde Schlagerparade reichlich egal sind, denn das sind sie. Mich interessiert nicht nur nicht, ob sie gewinnt oder verliert. Auch mein Mitleid für jeden, der blöd genug ist, sich angesichts einer kommerziellen Europarade für die Verunglimpfung des an sich beispielhaften echten &#8220;Ehrenamts&#8221; herzu- und, als &#8220;Lohn&#8221;, mit dem <a href="http://www.digitalfernsehen.de/NDR-sucht-freiwillige-Helfer-fuer-Eurovision-Song-Contest.47400.0.html">einzigartigen Flair der größten Musikshow der Welt</a> zufriedenzugeben, liegt deutlich unterhalb der Nullinie.</p>
<p>Die bemerkenswerte Entwicklung einer völlig unwichtigen Fernsehshow deutet jedoch in erschreckender Weise auf eine Grundtendenz in diesem Land und dem &#8220;zivilisierten Abendland&#8221; generell: Während anderswo auf der Welt nach Jahrzehnten der Hinnahme gegen scheindemokratische Diktaturen aufgestanden wird, erscheint es bei uns als völlig selbstverständlich, daß man bei einer als solchen bezeichneten Wahl &#8211; und damit meine ich, man ahnt es, weder Hupfdohlenwettbewerbe noch Kakerlakenwettessen &#8211; aus den sprichwörtlichen drei Haufen Scheiße denjenigen küren soll, der am appetitlichsten verpackt ist. Daß man sich dies mit Floskeln wie &#8220;scheiße wählen ist besser als gar nicht wählen&#8221; oder &#8220;man kann eh nichts dagegen tun&#8221; schönredet. Daß man, um nicht daran erinnert zu werden, geradezu offensiv gegen jeden angeht, der die Scheißehaufen beim Namen nennt. Oder daß man, noch schlimmer, sich dessen sogar bewußt ist und damit tröstet, daß andere ja noch viel mehr verarscht würden.</p>
<p>Ich war, wie gesagt, fassungslos. Auch darüber, wie unkritisch fast die gesamte Welt der &#8220;Qualitätsmedien&#8221; das &#8220;große Ereignis&#8221; lobpreist. Und ich rechne dementsprechend fest damit: Am 18. Februar werden Millionen Fernsehdeutsche ihren eigenen (vermutlich: mehrfachen) Abstimmungsbeitrag zur demokratischen Wahl des neuen deutschen Sieger(titel)s mit Rotkäppchen-Prosecco (und eventuell aufbewahrten Guildo Horn-Kostümen) feiern. Und sich später, vor dem Schlafengehen, noch schnell anhand einer Spiegel TV-&#8221;Dokumentation&#8221; darüber entsetzen, daß in der DDR die Parteien der Nationalen Front stets mit mindestens 98 Prozent der Wahlstimmen überraschend deutlich bestätigt wurden.</p>
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		<title>Scheingut</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 21:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Laut deutscher Wikipedia ist ein Gutschein 
ein Dokument, das einen Anspruch auf eine Leistung repräsentiert bzw. dokumentiert.
In meinem persönlichen Empfinden, das selbstverständlich vollkommen objektiv, wert- und rechtsneutral ist, teilt man einen Gutschein dann aus, wenn man jemandem entweder aus purer (wenngleich meist kalkulierter) Nettigkeit oder aber aufgrund einer vorher erbrachten &#8211; wahlweise finanziellen oder sonstwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gutschein">Laut deutscher Wikipedia</a> ist ein Gutschein </p>
<blockquote><p>ein Dokument, das einen Anspruch auf eine Leistung repräsentiert bzw. dokumentiert.</p></blockquote>
<p>In meinem persönlichen Empfinden, das selbstverständlich vollkommen objektiv, wert- und rechtsneutral ist, teilt man einen Gutschein dann aus, wenn man jemandem entweder aus purer (wenngleich meist kalkulierter) Nettigkeit oder aber aufgrund einer vorher erbrachten &#8211; wahlweise finanziellen oder sonstwie werthaltigen &#8211; Gegenleistung sein Anrecht auf eine entsprechende Rückvergütung nachweisbar dokumentieren möchte. Wer von uns würde mit dem Begriff &#8220;Gutschein&#8221; nicht sofort das assoziieren, was schon das Wort selbst verspricht, nämlich irgendein &#8220;Gut&#8221; (singular von &#8220;Güter&#8221;!), das es im Tausch gegen ebendiesen Schein gibt?</p>
<p>Leider ist all das nichts als graue Erinnerungstheorie vergangenheitsverklärender Gutmenschen wie ich einer bin. In der Realität des freien Marktes haben nicht nur unseriöse drittklassige Pizzabäckereien aus Kurfürstendammnebenstraßennebenstraßen das Wort mit &#8220;2 für 1&#8243;-Gutscheinen, die eigentlich &#8220;Rabattmarken&#8221; heißen müßten, ins Lächerliche überführt. Auch weltweit franchisegebende Bulettenbrötchenverteilstationen haben dies längst zum Usus aufgewertet. Und auch ein globale Ansprüche erhebender (und befriedigender) Handelskonzern wie der, den einst ein Herr Beisheim in schnöden Betonhallen nach oben päppelte, entblödet sich nicht, &#8220;Gutscheine&#8221; über &#8220;10 Euro&#8221; auszugeben,</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/metrogutschein.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/metrogutschein-300x128.jpg" alt="Ein &quot;Gutschein&quot; aus der Metro: Gültig bei Einkäufen ab 50 Euro, nur für bestimmte Artikel, nur bis zu einem bestimmten Datum" title="" width="300" height="128" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1654" /></a></p>
<p>die natürlich nur gültig sind</p>
<ul>
<li>bei einem Einkauf von mindestensd 50 Euro,</li>
<li>aus zuvor festgelegten Warengruppen (&#8221;20% auf alles außer Tiernahrung, Kraftfahrzeuge, Fußnagelscheren, Streichhölzer und Vaginalsekretabsorptionsprodukte&#8221;),</li>
<li>bis zum vorletzten Mittwoch.</li>
</ul>
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		<title>Der Führer lebt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 22:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
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		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;nicht nur. Er freut sich (neuerdings?) sogar über Trinkgeld!

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;nicht nur. Er freut sich (neuerdings?) sogar über Trinkgeld!</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/führerfreutsich.jpg" alt="Schild: Ihr Führer freut sich über ein Trinkgeld" title="" width="800" height="600" class="blackborder alignleft size-full wp-image-1646" /></p>
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		<title>Wenn man nicht mehr weiter weiß&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 21:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
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		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;macht man einfach jeden Scheiß.
Liebe Commerzbank!
Seit Jahren &#8211; schon, da Du noch gar nicht so hießest und das nicht pißWesterwelle-gelbe Band der SymAntipathie als Markenzeichen im Schilde und den Namen Dresdner Bank (oder im ehedem dem alliierten Sonderstatus unterliegenden Berlin [West]: &#8220;Bank für Handel und Industrie [BHI]&#8220;) in jedem Briefkopf führtest, ja, da Du noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;macht man einfach jeden Scheiß.</p>
<p>Liebe Commerzbank!</p>
<p>Seit Jahren &#8211; schon, da Du noch gar nicht so hießest und das nicht <del>piß</del><ins>Westerwelle</ins>-gelbe Band der <del>Sym</del><ins>Anti</ins>pathie als Markenzeichen im Schilde und den Namen Dresdner Bank (oder im ehedem dem alliierten Sonderstatus unterliegenden Berlin [West]: &#8220;Bank für Handel und Industrie [BHI]&#8220;) in jedem Briefkopf führtest, ja, da Du noch von einem wenigstens oberflächlich gutbürgerlich, gemäßigt rheinisch-kapitalistisch und wertkonservativ statt von einem durch schlipstragende Werbefachberatungsarschrosettenkriechundneusprechexperten geprägten Außenbild zehrtest &#8211; zahle ich Dir nun im Wortsinne den Zins, selbst, wenn Du mir bisweilen einen Bruchteil davon als Nettoeffektivrendite zurückgibst.<span id="more-1621"></span></p>
<p>Wir sind, nicht nur meinen BMI betreffend, durch Dick und Dünn gegangen. Mal war ich es, der Deinen plumpen Privatkreditangeboten auf den Leim ging, mal warst Du es, die &#8211; großzügig wie -mütterlich &#8211; über eine allzu forsche Kontokorrentkündigung hinwegsah und den Jungunternehmer nicht unverzüglich straucheln ließ. Selbst in dem Moment, da Du meintest, mir für die arbeitnehmerobligatorischen &#8220;vermögenswirksamen Leistungen&#8221; Anlagestrategien, die noch fauler waren und sind als mein morgentlicher Atem nach einer bier- und/oder dönerseligen Nacht, als alleinseligmachenden Alternativplan für die ehedem spießbürgerlichen Bausparverträge (die, wie ich seit etwas weniger als den bindenden sieben Sparvertragsjahren weiß, eben gerade keinem Kurssturzrisiko unterliegen) andienen zu müssen und obendrein noch in jenem, da ich den Denkfehler durchschaute und Du mir zu verstehen gabst, daß ich diese Entscheidung nicht nur freien Willens getroffen hätte, sondern nunmehr auch nicht mehr revidieren könne, habe ich stets zu Dir gehalten und mir gesagt: Jene Institution, die an deiner Statt den schnöden Mammon verwaltet, ihn in Deinem Namen sät (ohne freilich die Ernte letztlich in Deinem Namen einzubringen), diesem Institut solltest Du Dich konsequenter verbinden als den zahllosen Liebeleien Deiner etlichen Nächte und Tage.</p>
<p>Doch während ich eben diesem Institut &#8211; denn nicht anders bezeichnete man sogar privat besessene und geleitete Banken &#8211; seit nunmehr 20 Jahren nicht nur die Treue halte, fällt ebendiesem nichts anderes ein, als mir eine &#8220;Rechnung&#8221; zu schicken:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/coba_rechnung.gif"><img src="/_ressourcen/uploads/coba_rechnung-212x300.gif" alt="Ein auf den ersten Blick als dringend fällige Rechnung aufgemachtes Werbeschreiben der Commerzbank an Privatkunden wie mich. Man spekuliert offenbar, daß der groß gedruckte Ausdruck &quot;Rechnung&quot; Aufmerksamkeit erregen wird." title="Peinlich: Mit Schuldgefühlen Aufmerksamkeit erregen - wer hat schon gerne offene Rechnungen?" width="212" height="300" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1622" /></a></p>
<p>Eine &#8220;Rechnung&#8221;. Das großgeschriebene Wort &#8220;Rechnung&#8221; soll mich erschrecken. Denn &#8211; so meinen durchschnittlich begabte und dank Krawatte (oder Pariser Schwulettenschal) am Frischluftbezug gehinderte Marketingrosetten &#8211; der gemeine, gerade noch einem halbwegs einträglichen Einkommen vertraute Spießbürger würde nichts mehr scheuen, als dieses ihn an die unangenehme noch nicht beglichene Verbindlichkeit gemahnende Wörtchen. Es soll mich anhalten, schnell und fiebrig den gesamten Inhalt des unappetitlichen, Finanzdienstleistungen irgendeiner Art anpreisenden Schmierwerks zu lesen. Und, natürlich, einem gerade noch rechtzeitigen psychologischen Dreh vom erschrockenen ins wahlweise verunsicherte oder renditegeile Wesen den Weg bereiten.</p>
<p>Nun, als Mensch, der grundsätzlich und bei jeder Gelegenheit bestrebt ist, aus der Zitrone des Lebens einen Zitronenbranntwein zu machen, werde ich auch diese Herausforderung annehmen. Ich werde meinerseits eine Rechnung machen. Eine, die mir aufzeigen möge, was es da an Alternativen zur seit über zwanzig Jahren vermeintlich vertrauten Hausbank gibt.</p>
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		<title>Bitte nicht spiegeln!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/08/29/bitte-nicht-spiegeln/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 22:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten &#8220;jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot&#8221; bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei. 

Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten &#8220;jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot&#8221; bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei. </p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/IMAG0003.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/IMAG0003-300x200.jpg" alt="Bildhinweise zur überwachungsstaatskonformen Pose (nebst schlechten Beispielen), die im Fotoautomaten einzunehmen sei" title="" width="300" height="200" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1548" /></a></p>
<p>Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient der verzweifelten und ideralerweise häufig genug durchgeführten entgeltlichen Wiederholungsfotografie.</p>
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		<title>Glückssache</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 17:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise wird man ja von anderen übers Ohr gehauen. Es gibt aber auch Fälle, wo das nicht zutrifft, und in denen man dann zutreffend von Selbstbeschiß spricht. Ein Musterbeispiel dafür liefert ein Ort, den vor allem Artgenossen, die ihre Schaffenskraft an größere Firmen oder (auch, weil die Grenzen mit zunehmender Größe ohnehin verschwimmen) Behörden vergeuden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise wird man ja von anderen übers Ohr gehauen. Es gibt aber auch Fälle, wo das nicht zutrifft, und in denen man dann zutreffend von Selbstbeschiß spricht. Ein Musterbeispiel dafür liefert ein Ort, den vor allem Artgenossen, die ihre Schaffenskraft an größere Firmen oder (auch, weil die Grenzen mit zunehmender Größe ohnehin verschwimmen) Behörden vergeuden, täglich aufsuchen. In einer idealen Welt dient dieser Ort der vorwiegend mittäglichen Versorgung mit Nährstoffen und wird in 108 Prozent aller Fälle als <em>Kantine</em> bezeichnet. </p>
<p>Nun kann man fragen, wo da der Selbstbeschiß ist. Und man könnte zur Antwort bekommen, daß das Wort auf Deutsch mitnichten ausländisch für <em>Küche</em> ist, sondern für <em>Flaschenkeller</em>, obwohl hier die Flaschen meist oberhalb der Souterrainlinie regenerieren und konsumieren. In Wirklichkeit liegt der Selbstbeschiß natürlich darin, daß der Annahme angehangen wird, es ginge hier um die regelmäßige Aufnahme notwendiger und schmackhaft zubereiteter, angemessen bekömmlicher Nahrungsmittel. Daß das so gar nicht sein kann, steht hingegen in praktisch jeder dieser Einrichtungen direkt oberhalb der Wochenkarte und beschreibt mit dem bescheidenen Wort</p>
<p><em>(Betriebs-)casino</em></p>
<p>eigentlich lückenlos die eigene Realität: Hier kann man täglich den Glutamat-Jackpot knacken, im Spiel E77 Fett absahnen, wie am Roulettetisch dreht sich das Rad stets im Kreis und wiederholt sich zuverlässig selbst, ja: Selbst, obwohl im Gegensatz zum papiernen Vorbild nicht immer ganz gleich aussehend, weiß man an der Losausgabe trotzdem nie, ob man es mit einem Steak oder einer Schuhsole, einem Gulasch oder einem faulen Ei zu tun hat. Und die Chancen, daß man tatsächlich einen genußvollen Sieg erringt, steigen proportional mit der Höhe des Einsatzes.</p>
<p>Nur eines muß man, anders als im wahren Leben, bei regelmäßigem Besuch nicht: Den Gürtel enger schnallen. Im Gegenteil.</p>
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		<title>Danke für jedes neue Borgen&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 09:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;danke für jeden neue MarkEuro!
Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh ausdrückte:
Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.
(Sollte eigentlich länger und &#8220;lustiger&#8221; werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;danke für jede<ins datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">n</ins> neue <del datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">Mark</del><ins datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">Euro</ins>!</p>
<p>Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/banken-helfen-griechen-die-jo-ackermann-show-429457/">ausdrückte</a>:</p>
<blockquote><p>Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.</p></blockquote>
<p>(Sollte eigentlich länger und &#8220;lustiger&#8221; werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, beschämend sind, daß man, wenn es denn was brächte und noch irgendein geeignetes Ziel gäbe, sofort auswanderte.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hahaha, ich kauf mir ne griechische Insel&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/29/hahaha-ich-kauf-mir-ne-griechische-insel/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 11:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;hahahaha! Weil die alle faul sind! Und korrupt! Und doof! Und auf unsere Kosten leben! Also auf die unserer Leistungsträger, versteht sich. (Nicht auf die jener Schmarotzer, die selbst schuld sind, daß sie nicht ordentlich studiert haben und deshalb jetzt für drei Euro die Stunde putzen gehen müssen und dann unverschämterweise trotzdem noch uns Steuerzahlern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;hahahaha! Weil die alle faul sind! Und korrupt! Und doof! Und auf unsere Kosten leben! Also auf die unserer Leistungsträger, versteht sich. (Nicht auf die jener Schmarotzer, die selbst schuld sind, daß sie nicht ordentlich studiert haben und deshalb jetzt für drei Euro die Stunde putzen gehen müssen und dann unverschämterweise trotzdem noch uns Steuerzahlern auf der Tasche liegen, damit sie sich von ihrem Hartz IV dann Schnaps und Kippen kaufen können!) Haha! Witzig, wie? Griechen=Südländer=doof, Langzeitarbeitslose faul, sozial denkende sind weltfremde Utopia-Kommunisten&#8230;.hahaha&#8230;endlich darf man wieder ungeschminkt Deutscher sein! </p>
<p>Wenn da nur nicht immer <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=5354">solche Querulanten</a> (oder gar <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32266/1.html">der böse Erbfeind</a>!) daherkämen, die uns, dem (Lohnkostenoptimierungs)musterknaben erzählen wollen, wir (als Land) oder gar die systemrelevanten Leistungsturbobeschleuniger (die mit den Peanuts und den schicken R<del datetime="2010-04-29T10:54:01+00:00">egen</del><ins datetime="2010-04-29T10:54:01+00:00">ettungs</ins>schirmen) seien Schuld, und nicht die trägen Mittelmeer-Siesta-Schluderheinis. Schleicht Euch, damit man hier endlich wieder uralte Traditionen pflegen kann!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleingartenzoologie</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/27/kleingartenzoologie/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ICH habe ja, als ich diese Meldung zum Thema Würfelquallen gelesen habe, sofort an die beim Spiel gerne mal Torte essenden Rentner aus der Nachbarparzelle gedacht. Aber: Giftig waren die nicht. Und geräuschlos auch nicht, war doch das einzige, was man von denen überhaupt mitbekam, das regelmäßige Klackergeräusch kleiner Holzkuben, die auf ein Holzbrett purzeln.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>ICH habe ja, als ich <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2587440_Maedchen-ueberlebt-Quallen-Angriff.html">diese Meldung zum Thema Würfelquallen</a> gelesen habe, sofort an die beim Spiel gerne mal Torte essenden Rentner aus der Nachbarparzelle gedacht. Aber: Giftig waren die nicht. Und geräuschlos auch nicht, war doch das einzige, was man von denen überhaupt mitbekam, das regelmäßige Klackergeräusch kleiner Holzkuben, die auf ein Holzbrett purzeln.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Billich willich. Nicht.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
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		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muß das einfach mal schreiben, quasi aus sich potenzierend gegebenen Anlässen:
Liebe Zentraleinkäufer welchen Handelskonzerns auch immer: Steckt Euch bitte Euren #@$§%§# Chinaschrott in den von den Euch umgebenden Speichelleckern säuberlichst geschleckten Hintern! Danke!
Zum besseren Verständnis hier nur die Liste der (in jedem Sinne!) letzten sinnlosen Geldausgaben im Großmarkt meines künftigen Mißtrauens (der mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muß das einfach mal schreiben, quasi aus sich potenzierend gegebenen Anlässen:</p>
<p><big>Liebe Zentraleinkäufer welchen Handelskonzerns auch immer: Steckt Euch bitte Euren #@$§%§# Chinaschrott in den von den Euch umgebenden Speichelleckern säuberlichst geschleckten Hintern! Danke!</big></p>
<p>Zum besseren Verständnis hier nur die Liste der (in jedem Sinne!) letzten sinnlosen Geldausgaben im Großmarkt meines künftigen Mißtrauens (der mit den fünf gelben Buchstaben auf blauem Grund, und das ist logischerweise nicht IKEA):</p>
<ul>
<li>Deckenfluter, 35 Euro: Binnen zwei Jahren vier mal getauscht, immer wieder kaputt.</li>
<li>Fahrradstandpumpe: 10 Euro. Einmal getauscht, beide Male Schrott.</li>
<li>Fahrradhandpumpe Mini: 4 Euro, dreimal gekauft, dreimal Schrott.</li>
<li>Zeitschaltuhr mechanisch, 2 Euro, dreimal gekauft, dreimal Schrott.</li>
<li>Zeitschaltuhr digital, 7 Euro, nach nur einem Mal Schrott aufgegeben aus Zeitmangel.</li>
<li>Rucksack, 15 Euro: Nach sechs Monaten komplett im Arsch, Aussage des Abteilungsleiters: &#8220;Sie können für den Preis doch nicht zwei Jahre Haltbarkeit erwarten!&#8221;</li>
<li>Fahrradhelm, 20 Euro, einmal getauscht, zweimal Schrott. Ich habe jetzt ein Markenprodukt für 35 Euro. Super.</li>
</ul>
<p>Eigentlich wäre die Moral von der Geschichte simpel: Hochwertige Markenware im Fachhandel kaufen und gut. Das Dumme ist nur: Bei Fahrradsachen mag das noch funktionieren, das habe ich auch bereits mit Erfolg überprüft. Bei Elektrokabeln wie jenem, das ich am Entfachen eines Küchenbrandes heute nur durch zufällige Anwesenheit und folgerichtiges Stromlosmachen am Sicherungskasten hindern konnte, stehen ordinäre Verbraucher wie ich vor einem Bezugsquellenproblem. Denn der vermeintliche Elektrofachhändler kauft sein Geraffel längst bei den gleichen dubiosen Asia-Großhändlern ein, wie es auch der Baumarkt mit dem Biber tut. An ordentlich hergestellte Ware käme ich also mit viel Glück noch, wenn ich selbst Elektriker wäre &#8211; oder mir für jedes Steckdosendistanzproblem einen ins Haus holte. </p>
<p>Merke: Dahin haben wir uns mit dem lächerlichen Glauben an &#8220;Geiz ist geil&#8221; selbst gebracht. Glückwunsch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Aber bitte mit Butter!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/03/22/aber-bitte-mit-butter/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 09:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeit]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
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		<description><![CDATA[Im &#8220;Café Konditorei Rosgarten&#8221; in Konstanz &#8211; ausweislich an der Wand prangender Urkunden des Südkuriers für die Leser desselben immerhin das beste Frühstückscafé der Stadt 2008 (oder so) &#8211; wird einem viel geboten.  Mit amüsanten Details wie der ohne Brezel (&#8221;sind gerade ausgegangen&#8221;) servierten Butterbrezel zum Preis von einem Euro (für die Butter, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im &#8220;Café Konditorei Rosgarten&#8221; in Konstanz &#8211; ausweislich an der Wand prangender Urkunden des Südkuriers für die Leser desselben immerhin das beste Frühstückscafé der Stadt 2008 (oder so) &#8211; wird einem viel geboten.  Mit amüsanten Details wie der ohne Brezel (&#8221;sind gerade ausgegangen&#8221;) servierten Butterbrezel zum Preis von einem Euro (für die Butter, die man sich jedoch auch wahlweise wieder nachträglich vom Teller nehmen lassen könnte, Ordnung muß sein, und man hat sogar den Erlebnisfaktor der Auswahl!) will ich hier niemanden langweilen. Einen Dialog jedoch, der wirklich sein Geld wert ist, darf ich der geneigten Kundschaft einfach nicht vorenthalten:</p>
<ul>
<li>&#8220;Was möchten Sie?&#8221;</li>
<li>&#8220;Ich wüßte gerne, was Ihr Studentenfrühstück kostet, wenn man nicht wie gewünscht einen Studentenausweis vorlegen kann.&#8221;</li>
<li>&#8220;Der Preis ist für Studenten.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ja, ich weiß. Und was ist der Preis für Nichtstudenten?&#8221;</li>
<li>&#8220;Na der volle Preis.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ja, klar. Wie lautet der denn?&#8221;</li>
<li>&#8220;Das ist, ähm, das wird, also ein Brötchen, eine Brezel [s.o., D.], ein Spiegelei&#8230;.also auf jeden Fall teuer.&#8221;</li>
</ul>
<p>Letzteres kann ich im Nachhinein bestätigen. Wenn ich auch im großen und ganzen nur eine Butterbrezel hatte. Ohne Brezel. Mahlzeit.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ich  muß mich entschuldigen. Wenn man unterstellt, daß wir in 1900 Jahren immer noch mit Euro bezahlen und weiterhin annimmt, daß die Inflationsrate konstant bleibt, dann waren nicht nur die zehn Gramm Butter zu einem Euro geschenkt, sondern gleich das ganze Frühstück:</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/Montag39100322.jpg" alt="Auf der Internetseite des Café Rosgarten wird darüber informiert, daß heute Montag, der 22. März 3910 ist" title="Fortschrittlich: Im Rosgarten ist man der Zeit weit voraus." width="600" height="450" class="blackborder" /></p>
<p>Das nenne ich fortschrittlich und bin beeindruckt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alle Jahre wieder</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/12/25/alle-jahre-wieder/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Dec 2009 20:40:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Schlimmer Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;wird es, völlig überraschend und nicht im entferntesten voraussehbar, Zeit für das vermutlich den meisten mit dem Kreuz einer Mietwohnung geschlagenen Zeitgenossen reichlich unsympathische Ritual der Heizkostenzählerablesung. Genaugenommen: Das Ritual der Heizkostenablesungsterminwahrnehmung. Das ist nämlich, wie mir alle, die nicht bereits mit dem fortschrittlichen Segen einer fernablesbaren Zählvorrichtung beschert wurden (was vermutlich die meisten sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;wird es, völlig überraschend und nicht im entferntesten voraussehbar, Zeit für das vermutlich den meisten mit dem Kreuz einer Mietwohnung geschlagenen Zeitgenossen reichlich unsympathische Ritual der Heizkostenzählerablesung. Genaugenommen: Das Ritual der Heizkostenablesungsterminwahrnehmung. <span id="more-600"></span>Das ist nämlich, wie mir alle, die nicht bereits mit dem fortschrittlichen Segen einer fernablesbaren Zählvorrichtung beschert wurden (was vermutlich die meisten sind, da diese Geräte ein solides Geschäftsmodell bedrohen, wie wir gleich sehen werden) wohl sofort bestätigen werden, ein Ritual, das in Deutschland mittlerweile nach ziemlich einheitlichen Regeln ablaufen dürfte:</p>
<p>Plötzlich hängt da dieser Zettel im Flur,&#8230;</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/ablesung.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/ablesung-300x225.jpg" alt="AS Gesellschaft für Heizkostenmessung und -abrechnung m.b.H. / An Alle HAUSBEWOHNER / Betr.: Kundendienst - Montage - Ablesung / der Heizkostenverteiler, Wärmezähler, Wasserzähler / am ________ dem _______ zwischen 14:30 und 15:30 Uhr  / Bitte beachten Sie: (...)" title="Schreiben will gelernt sein: Terminvergabe nach Wunsch oder unfreiwilliges Merkbefreiungsouting?" width="300" height="225" class="blackborder" /></a></p>
<p>&#8230;der kundtut, daß ganz unerwartet ein Jahr vorbei ist und man deshalb nun sehr kurzfristig (wenn überhaupt, siehe Bild, sonst spätestens in einer Woche) ein Datum gefunden hat, an dem die Ablesung gerade noch so möglich sei.</p>
<p>Selbstverständlich hat man an diesem Termin noch nichts vor, denn Arbeit ist was für Idioten und Termine planen ja nicht mal die Profis der Ablesefirma länger als eine Woche im Voraus &#8211; so ein lausiger Mieter also wohl erst recht nicht. Na, und wenn doch, dann ist das kein Problem: Der Folgetermin wird&#8230; genau: am Tag der Ablesung mitgeteilt und liegt&#8230; genau: weil die Sache aufgrund ihres unerwarteten Auftretens (siehe oben) bekanntlich eilt, spätestens in der darauffolgenden Woche. Also da muß man doch nun wirklich Zeit finden für! </p>
<p>Nicht? Naja, bei aller Liebe, Herr Nachbar: Dann sind leider 87.381,37 Euro Anfahrtspauschale inklusive Bearbeitungs und Merkbefreiungsgebühr für einen Individualtermin fällig (den wir <em>selbstverständlich sehr gerne(!)</em> mit Ihnen vereinbaren), denn wo kämen wir denn dahin, wenn jeder Mieter einfach mal mehr als eine Woche im Voraus seine Termine so plant, daß er den eventuell auftauchenden Mann im roten oder blauen oder ohne Overall nicht irgendwie noch unterkriegte.</p>
<p>Nun werde ich mich hüten, hier ein gut strukturiertes Geschäftsmodell, das man ungefähr mit dem von Internet-Abmahnanwälten gleichsetzen kann, zu unterstellen. Auch würde ich niemals auf die Idee kommen, den gemeinen Heizungsableser-Subunternehmer in einem Atemzug mit Versicherungsvertretern, Handyverkäufern oder den Zeugen Jehova zu nennen, wenn man mich nach meinen Top 4 der mir ungefähr am wenigsten seriös scheinenden Berufsbilder früge. Aber ich kann trotzdem nicht umhin, mir (entgeltpflichtige) Schulungen für solche Ableser vorzustellen, in denen mit bunten lustigen Popelpoint-Folien minutiös dargelegt wird, wie man das karge Säckel, das mit den ohnehin schon von den Mietern bezahlten Ableseverträgen nur lausig befüllt wird, einem angemessen Umfang zuführen kann und soll.</p>
<p>Und weil heute schon zum zweiten Mal Weinnachten ist, gebe ich Euch, die Ihr Euch da nun (wie die meisten Maulesel in diesem Land) denkt &#8220;naja aber was soll man machen? Dann nehme ich eben einen Tag Urlaub ehe ich zahle&#8221;, ein lesenswertes Aktenzeichen zu einem Gerichtsurteil mit unter die Fichte: LG München, I 12 O 7987/00 (suchen hilft).</p>
<p>Abgesehen davon, daß dieses völlig realistische Wege weisende Gericht 14 Tage als Mindestvorlauf und einen angemessenen Abstand zwischen Termin eins und zwei definiert hat, ist mein persönliches Lieblingszitat dazu:</p>
<blockquote><p>Bis zu 250.000 Euro Ordnungsgeld oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten riskieren die Verantwortlichen der Firmen, wenn sie sich auf Allgemeine Geschäftsbedingungen berufen oder diese neu vorgeben, wonach die zusätzlichen Kosten eines zweiten Ablesetermins für Fahrt- und Zeitaufwand dem Mieter bei Ausführung der Arbeit direkt in Rechnung gestellt werden.</p></blockquote>
<p>So dreht man denen also erfolgreich ihr kackfreches Geschäftsmodell um.</p>
<p>Nachmachen, aber sofort!</p>
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		<title>Ergebnis: Orientierungslos!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/10/26/ergebnis-orientierungslos/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 10:41:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Neusprech]]></category>

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		<description><![CDATA[Erfolgreiches Marketing betreiben heißt ja bekanntlich, wenig bis keinen Inhalt so glanzvoll zu verpacken, daß der adressierte Käufer von diesem Glanz genug geblendet wird, um nicht zu sehen, daß auf dem Geldschein, den er dafür hinlegt, mindestens eine Null zu viel steht.
Mit gutem Beispiel voran geht ein inzwischen deutschlandweit operierender BuchMedienhändlerReinigungsUniversaldienstleitungsunternehmerkonzern. Dessen neuer Knüller ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erfolgreiches Marketing betreiben heißt ja bekanntlich, wenig bis keinen Inhalt so glanzvoll zu verpacken, daß der adressierte Käufer von diesem Glanz genug geblendet wird, um nicht zu sehen, daß auf dem Geldschein, den er dafür hinlegt, mindestens eine Null zu viel steht.</p>
<p>Mit gutem Beispiel voran geht ein inzwischen deutschlandweit operierender <del><ins>BuchMedienhändlerReinigungs</ins></del><ins datetime="2009-10-26T10:17:51+00:00">Universaldienstleitungs</ins><del datetime="2009-10-26T10:17:51+00:00">unternehmer</del><ins datetime="2009-10-26T10:17:51+00:00">konzern</ins>. <span id="more-537"></span>Dessen neuer Knüller ist ein Produkt, das unter dem Namen</p>
<blockquote><p>ergebnisorientierte Reinigung</p></blockquote>
<p>angepriesen wird. Anders als die ordinäre Putzfrau, die stupide täglich den Teppich saugt (oder zumindest  &#8220;heute saugen?&#8221; fragt), schickt jener Dienstleistungskonzern mit deutlich erweiterter Kompetenz ausgestattete Kräfte:</p>
<blockquote><p>Anstelle starrer Leistungsverzeichnisse tritt der erkennbare Reinigungsbedarf. Die eingesetzten Reinigungskräfte &#8230; arbeiten nach dem Prinzip des „geschulten Blicks“.  Dabei [entscheidet] der Mitarbeiter &#8230; vor Ort, was wann gereinigt werden muss.</p></blockquote>
<p>Klingt doch toll, oder? Und ich Esel dachte immer, daß Dinge wie tägliches Staubsaugen sich bereits an einem Ergebnis orientieren (in diesem Beispiel an einer halbwegs staub- und feinschmutzfreien Auslegeware), aber da sieht man mal: Man lernt nie aus. </p>
<p>Und da ich sogar sehr lernfähig bin, habe ich mir überlegt, daß ich in Zukunft auch ergebnisorientiert einkaufen gehe. Ich schaue (natürlich mit zuvor entsprechend geschultem Blick!) vor dem Gang zur Kasse eben rasch in dieselbe (Vorwand: &#8220;haben Sie wohl Kleingeld für den Einkaufswagen?&#8221;), und zahle nur noch für das hernach Mitgenommene, wenn ich dabei feststelle: &#8220;Ist noch nicht voll genug&#8221;. Saubere Sache!</p>
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		<title>Reinlich und peinlich</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/10/25/reinlich-und-peinlich/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 10:14:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
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		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
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		<description><![CDATA[Liebe Hoteliers!
Es gibt viele praktische Dinge, speziell für Euer Gewerbe, über die sich jemand wie ich, der gerne reist (&#8221;wir reisen gerne!&#8221;), wirklich freut. Dazu gehören kostenlos nutzbare Internetanschlüsse im Zimmer (oder auch außerhalb davon), Miniteeküchen im Schreibtischformat oder auch einfach nur kostenlose Parkplätze am oder im Gebäude. 
Es gibt auch unschöne Dinge. Zum Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Hoteliers!</p>
<p>Es gibt viele praktische Dinge, speziell für Euer Gewerbe, über die sich jemand wie ich, der gerne reist (&#8221;wir reisen gerne!&#8221;), wirklich freut. Dazu gehören kostenlos nutzbare Internetanschlüsse im Zimmer (oder auch außerhalb davon), Miniteeküchen im Schreibtischformat oder auch einfach nur kostenlose Parkplätze am oder im Gebäude. <span id="more-528"></span></p>
<p>Es gibt auch unschöne Dinge. Zum Beispiel Frühstücksbuffets, die am Wochenende bis elf Uhr veranstaltet werden, jedoch bereits zur Halbzeit aussehen, als wäre der Bus mit den ausgehungerten Hunnen gerade eben abgereist und die Küche darauf nicht vorbereitet gewesen, und die (deshalb oder obendrein) bereits um kurz nach zehn offensichtlich und demonstrativ abgebaut werden und so weniger das gute Gefühl eines appetitlichen (und späten!) Tagesbeginns, als eher den implizierten Vorwurf des sich auch am Sonnabend nicht gehörenden Zulangeschlafens zeitigen. </p>
<p>Ebenso unschön, wenn die Putzfrau nicht merkt, daß der letzte Gast die Bierflaschen in der Minibar mit Wasser (oder Pipi) aufgefüllt und wieder feinsäuberlich verschlossen zurückgestellt hat, und noch unschöner, wenn dem Folgegast das dann nachträglich und ohne Mitteilung, geschweige denn: Einwilligung von der Kreditkarte abgezogen wird (so praktiziert man es gerne in Hotels, die behaupten, am Kurfürstendamm zu sein, obwohl sie in ihrer schäbigen und verfallenen Pracht in einer Seitenstraße desselben liegen und die es nicht auf die Reihe kriegen, ein Zimmer buchungsgemäß zwei Tage als Einzel und zwei als Doppel abzurechnen): Das, was man an der Sauberkeit und Service spart, kassiert man einfach und ungefragt nachträglich. Hurra. (Bin ja mal gespannt, wie lange dieses Geschäftsmodell jene Ruine eines Hotels noch tragen wird.) </p>
<p>Nicht übermäßig tragisch, aber für Hotels in centraler Lage in schönen fränkischen Städtchen doch zumindest peinlich ist es, wenn man nicht mal in der Lage ist, Warm- und Kaltwasser in der international üblichen links-rechts-Weise seitenrichtig anzuschließen. Nebenbei schrumpeln einem da auch gleich die Eier beim Duschen, wenn man sie sich nicht verbrüht. Auf jeden Fall eine lustige Idee, verglichen mit einem Frühstücksraum, in dem es nicht ein einziges Stück frischen Obstes (so Zeug was an Bäumen wächst) gibt, der aber dafür so überfüllt ist, daß einem wildfremde Leute mit dreckigen Fingernägeln und Sabberproblem an den Tisch gesetzt werden, um nur ja nicht auch noch einen Nebenraum öffnen zu müssen &#8211; denn öffnen kann man ja schließlich nicht alles gleichzeitig: Die Dosen mit den &#8220;Fruchtcocktails&#8221; <em>und</em> Räume. Immerhin schonen Hotels wie das letztbeschriebene jedoch die Kreditkartenabrechnung, weil sie nur EC oder Bares nehmen &#8220;können&#8221; &#8211; was allerdings zumindest in Bamberg, das bekanntlich mitten im Land der Tüftler und Erfinder (nicht vollkommen unbegründete Selbstwahrnehmung des Frankenlandes) liegt, konsequente Fortsetzung einer allgemeinen kommunalen Richtlinie sein muß, nach der man in Parkhäusern für ein Wochenende zwar gut und gerne 30 Euro hinlegen darf, das aber bitteschön ausschließlich in klingender Münze. Juchhe.</p>
<p>Was aber den Vogel wirklich abschießt und mich, liebes Gastgewerbe, letztlich mal zu diesem Erguß hier genötigt hat, ist die entsetzliche und eigentlich schon lange vor Birnes Zeiten zurecht ausgestorbene Unsitte, Mülleimer auf den Tisch zu stellen. Wird die (die Unsitte) jetzt, da Birnes Mädchen den Thron zurückerobert hat, wieder mit eingeführt? Als Symbol der sich restituierenden christlich-neoliberalen Spießigkeit? <strong>TISCHMÜLLEIMER</strong>? Der nächste Tischmülleimer, den mir einer von euch zwischen Kaffe und Rührei zu stellen sich erdreistet, auf den werde ich mich setzen und einen dicken Haufen reinscheißen, liebe Leute. Denn wenn schon eklig, dann bitte richtig! Mahlzeit!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>1, 2, 3&#8230; bye bye!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/04/1-2-3-bye-bye/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2009/08/04/1-2-3-bye-bye/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 19:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Ebay]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein erster Einkauf bei Ebay war ein wirklich tolles Erlebnis. Raritäten, die man sonst nicht mal auf dem Trödelmarkt fand, zu Preisen, die man aus der (Achtung: Hinweis auf das später folgende Kernthema!) Portokasse zahlte von Leuten, die in erster Linie ihren Dachboden zu räumen hatten. Das freilich ist lange her. Und für mich seit heute endgültig Geschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein erster Einkauf bei Ebay war ein wirklich tolles Erlebnis. Raritäten, die man sonst nicht mal auf dem Trödelmarkt fand, zu Preisen, die man aus der (Achtung: Hinweis auf das später folgende Kernthema!) Portokasse zahlte von Leuten, die in erster Linie ihren Dachboden zu räumen hatten.</p>
<p>Dann kam die Zeit der <a href="/2008/08/25/3-2-1-–-schulz/">Möchtegernhändler und Lieschen-Müller-AGs</a>, für die Handel vor allem aus Einnahme und, sagen wir mal, leicht absurden &#8220;Geschäftsbedingungen&#8221; bestand. Es folgten die Ära des listigen Gelegenheitsverkäufers, der mangels Lust auf hohe Verkaufsgebühren einfach einen Großteil über die &#8220;Versandkosten&#8221; reinholte und danach eine Phase, in der ebendies seitens Ebay dadurch unterbunden wurde, daß es je nach Artikel und Versandart einen Höchstbetrag für Porto und Packung gab.</p>
<p>Das alles wurde immer wieder begleitet von der gutmeinenden Verschlimmbesserung des gesamten  Portals von einst interoperablen und weitgehend barrierearmen HTML-Seiten hin zu hoffnungslos <a href="http://www.bestviewed.de/">&#8220;zurechtoptimierten&#8221;</a> und mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Featuritis">Featuritis</a> verkrebstem <del>HTML-</del>Kot.</p>
<p>So weit, so schlecht. Immer wieder habe ich mich arrangiert. Der Versuch, konstruktive Kritik loszuwerden, war natürlich stets zum Scheitern verurteilt; genau wie der, <a href="http://www.netzwelt.de/forum/probleme-ebay-anderen-shops/41039-ebay-kontakt-aufnehmen.html">zu Ebay überhaupt Kontakt aufzunehmen</a> (sofern man unter Kontakt nicht gerade &#8220;wirkbegrenzte Anrufzentrumsagenten für 2 Euro die Minute&#8221; versteht). Aber: Selbst damit kam man irgendwie klar.</p>
<p>Doch was dann kam, ließ selbst ebayerprobte Masochisten wie mich dreimal ungläubig hinsehen: Wohl als späte Rache an den oben genannten Versandkosten-Provisions-Schummlern wurde zum 15. Juni 2009 der Spieß einfach umgedreht: Seither sind die <a href="http://pages.ebay.de/sell/april2009/pandp.html">Frachtspesen nämlich Sache des Verkäufers</a>. Das mag <a href="http://www.alterfalter.de/ebay-versandkosten-versandkostenfrei-kostenloser-versand/">mancher Käufer prima finden</a>, <a href="http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_unternehmen_business_ebay_kostenloser_versand_in_26_kategorien_jetzt_pflicht_story-39001020-41005504-1.htm#comments">mancher auch nicht</a>.  Wie dem auch sei, und das nenne ich mal Chuzpe!, soll ich Provision künftig (indirekt) sogar auf Brief- und Paketmarken zahlen und bei Pfennigartikeln noch drauflegen. Alles klar.</p>
<p>Und was nun? Während ich nach Schnäppchen ohnehin schon längst vor allem bei Amazon (die übrigens auf simple Emails binnen zehn Minuten individuell und auch bei Problemen stets kulant antworten) schaue, schon allein, weil man da selbst bei Problemen mit Privatverkäufern nicht im Stich gelassen wird, werde ich mich künftig auch für Verkäufe mal näher mit deren Marktplatz beschäftigen. Und  notfalls einfach wieder öfter auf den Trödelmarkt gehen.</p>
<p>Notabene: Nicht, daß mich Ebay nicht schon lange genervt hätte, aber SOWAS lasse ich mir garantiert nicht länger <strong>bieten</strong>.</p>
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