DavidBLN.de

Angst!

Dinge, die mir Angst machen. (Dinge, die mir Angst machen sollen, suchst Du besser unter Arm…)

Dies ist Seite 2. (Neuere Artikel)


10. Januar 2011

Landunter

Erhöhter Wasserpegel am Niederrhein

Für kontinentaleuropäische Spreeathener und zwischenzeitliche Waldbewohner ist sowas ja schon, ähm, beeindruckend. Oder bedrückend? Auf jeden Fall sehenswert. Vor allem wenn man den Normalzustand kennt.


19. Dezember 2010

Oberflächlich

…soll man ja bekanntlich nicht sein. Meine ich ja auch. Beim Fraß hört das aber auch für mich auf, denn wenn das hier:

In einer Bahnhofsgaststätte: Selbstbedienungstresen, der "alles für Ihren Kaffe" verheißt. Gereinigt wird dieser dem Anschein nach etwa einmal die Woche. Wenn Zeit ist.

alles für meinen Kaffe sein soll, dann möchte ich bitte lieber wirklich nicht unter die Oberfläche beispielsweise jener Maschine schauen, die “meinen Kaffe” zubereitet hätte.


Wenn reisen bildet…

dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.

Willkürliche Sortimentsauswahl: "Gute-Laune-Kalender", "Alles wird gut", "Dicke Möpse", "Starke Freunde", "Optimistisch denken", "Ein Jahr voll Harmonie", "Treue Gefährten", "Putzige Hamster", "Lexikon der Internetfallen".

Den Tages-”Zeitungs”-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.


22. November 2010

Die fehlende Dimension

Werbeeinblendung zu einem Panoramio-Bild: "Rülpsen und Pupsen in 3D"

OK, zwei (jeweils nicht mal immer gegebene) Dimensionen kriege ich zusammen: 1. die olfaktorische und 2. die akustische. Wer mir die dritte plausibel erklärt, hat einen gut. (Entweder oder.) Und wer mir erklären kann, warum ich ausgerechnet diese Werbung sehe, wenn ich mir der niemals endenden Gier nach fossilen Brennstoffen zum Opfer gefallene Gebäude ansehe, der kriegt sogar beides.


17. November 2010

Bimbesmarke

Auf Wunsch der Jungen sowie der Senioren-Union und aller Delegierten des Parteitags der Schwarze( Kasse)n Partei hat die Deutsche Bimbespost weder Kosten noch Mühen gescheut und einen namhaften Künstler (dessen Name nicht genannt werden will) für den Entwurf eines Helmut Kohl zum Von-hinten-lecken gewonnen. Hier ist das Ergebnis:

Eine Briefmarke. Das Gesicht Helmut Kohls wird betitelt mit seinem Namen und dem Zusatz "Bimbeskanzler und Ehrenmann seit 1930". Der Nennwert der Marke ist mit 102258376 angegeben.

In Erinnerung an Kohls wohl größte Ehrenleistung hat die Marke einen umgerechneten Nennwert von 200000000 Pfennig. Sie kann (anstelle von Lack) auch zum besonders ehrenvollen Besiegeln von (Post-)Geheimnissen verwendet werden und erfüllt zusätzlich die Funktion von Löschpapier.

Angeboten wird das einzigartige Sammlerstück im Rahmen der Edition “wer nicht von selbst stirbtrechtzeitig abtritt, bekommt halt zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt”. Es wird zunächst in den Geschmacksrichtungen “Saumagen” und “Birnenkompott” erhältlich sein. Je nach Marktakzeptanz sind für weitere Auflagen zusätzlich “Schwarzkohl” und “faule Eier” geplant.

Die zu erwartenden Fälschungen des Wertabzeichens sollen zu Ehren des Portraitgebers für die allgemeine Landschaftspflege in den östlichen Bundesländern verwendet werden.

Nachtrag: Wie soeben aus unbestätigten und halbwegs selten informierten Quellen zu erfahren gewesen sei, habe sich als eine der ersten Interessentinnen Dr. Kristina Köhler Schröder ein Exemplar für ihre Devotionaliensammlung reservieren lassen.


15. November 2010

Wie die gelbe Pest an die Saar kam?

Ist doch klar – natürlich mit authentischem “Jamaika”-Fuhrpark.

Ein Fahrrad mit einem Aufkleber, Text: Guidomobil

Gesehen und erschrocken unweit des Saarbrückener Regierungsviertels.


1. November 2010

Deutsches Haus

und deutsches Land:

Schild an einem Haus: Deutsches Haus / in deutschem Land / beschütze Gott / mit starker Hand

Urlaub im Reich, anno 2010.


27. September 2010

Nachtgedanken

Ich möchte gerne, daß diesen Film möglichst vielen Leute sehen. Alle, die denken, jeder außer ihnen selbst sei faul. Jeder, der meint, es wäre richtig, daß man nur dann essen dürfe, wenn man bereit sei, unter Zwang auch noch die widerwärtigste Aufgabe zu erledigen. Jeder, der meint, es wäre gottgegeben, selbst zur privilegierten Elite zu gehören, während andere einfach selbst schuld seien, das nicht zu tun. Deshalb verlinke ich ihn hier:

http://www.nuoviso.tv/wirtschaft/das-grundeinkommen.html

Indes: Ich bin mir – leider! und: noch weniger gerne!! – ziemlich sicher, daß eine visionäre, ja: revolutionäre Idee wie das bedingungslose Grundeinkommen entweder nicht zu meinen Lebzeiten oder aber nicht ohne den Preis einer mindestens anstrengenden, befürchtenswerterweise gar blutbehafteten gesellschaftlichen Veränderung zur Realität werden wird. Viel zu gefährlich ist sie all jenen, die genau von ihrer bisherigen Nichtexistenz, vom Unterdrücken, vom Arbeitszwang, vom Lohndruck, vom Aufhetzen derer am unteren Rand gegen die ganz unten profitieren. Denen, die sich teilweise seit Generationen von jedwedem Bezug zur menschlichen Basis, zur gesellschaftlichen Realität losgelöst haben. Jenen, die mit viel Geld Politikern klarmachen, daß ihr Weg der wahre ist und nicht jener einer solidarischen, gerechteren Gesellschaft, in der der Einzelne nicht nach der Dicke seiner Brieftasche oder der Leichtigkeit seiner wollenen Oberbekleidung bemessen wird.

Ich glaube nicht daran, daß ein Staatenkonstrukt wie das unsere (oder jenes auf Drängen “der Märkte” dem unseren übergeordnete der EU) in der Lage ist, kehrt zu machen. Einzulenken und nicht mehr dem Wohlstand der wenigen, sondern dem Wohl der Gemeinschaft, dem Gemeinwohl, zu dienen. Viel zu verlockend ist für jene, die da ändern könnten, der persönliche – von Stiftungen wie jener der Familie Mohn oder aus Kassen derer zu Ackermann finanzierte – Salär, der hinfällig würde, setzte man den Auftrag desjenigen, der mittels vierjährlichem Kreuz die symbolische Gestaltungsmacht verlieh, konsequent um.

Doch sei es drum. Mache der Weg zu einer wirklich solidarischen, sozialen, ja: menschlichen! Gesellschaft abermals jenen scheinbar unvermeidbaren Weg des Schmerzes durch: Ich mag mich von dem Glauben, von dem Ideal, daß es eines fernen und von mir vermutlich nicht mehr erlebten Tages besser werden könnte, einfach nicht verabschieden. Selbst, wenn zu Zeiten, da ich mir noch ein Bier eingießen kann, eben jenes in erbärmlichster populistischer Manier zur Stigmatisierung der Schwächsten aller Schwachen genügen muß, während sich ehemals ostzonale Pfarrerstöchter von Atomkonzernen kaufen lassen.

In Memoriam Heinrich Heine.


21. September 2010

Familienpizza

Selbst wenn ich mich hinreißen ließe, analogkäsebedeckten Sägemehlteig mit Tomatenextraktauszügen und Formschinkenersatzimitat überhaupt zu essen: Die Familie, die mir

so etwas hier, nämlich einen halbfertiggegarten Gummilappen mit einvakuumierten Dosenchampignons und Enzymfleischbelag

servierte, erschlüge ich. Ganz ohne aus dem Schützenheim gemopste Sniper. In traditioneller Handarbeit.