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Belästigung

Man kann nicht nicht kommunizieren, heißt es. Meinetwegen. Aber deshalb muß man sich noch lange nicht grundlegend mit jeder wie auch immer gearteten Regung seiner nicht selbst ausgesuchten Artgenossen penetrieren lassen!


12. Februar 2010

Rücksichtslos? Akzeptanz!

Nur, weil es mir gerade erst wieder bei einem Gang durch Altstadtgassen an jeder Ecke entgegensprang: Neusprech ist, wenn man sich jede noch so weltfremde Scheiße einfach mal so schönredet, wie es einem gerade in den Kram paßt:

Zum Beispiel die Intoleranz gegenüber dem eigenen Personal, das Dank vor Selbstfixierung geschichtsfälschenden neopopulistischen Verfassungsfeinden heute froh sein muß, überhaupt irgendwo kellnern zu dürfen, ganz unverfroren zur edlen Tugend der Akzeptanz umzudefinieren.

Oder das gegenseitige Vollstinken von Klamotten und Atemwegen ernsthaft als Ausdruck von Kultur zu bezeichnen.

Gepriesen sei der Herr, der mich früh das Kochen lernen ließ – und meine eigene, rauchfreie Hausbar, wo es nebenbei auch das bessere Bier gibt. Und dann noch das gesparte Geld! Hustet Euch doch selbst gegenseitig was.


6. Februar 2010

Es stört ja eigentlich nicht.

Die nicht mehr ganz so Jüngeren [tm] unter uns wissen, wie ein veritabler Boxermoter klingt, der mindestens so alt ist wie man selbst. Für den einen ist es Musik, für den anderen nervtötend und für einige, vielleicht gar die meisten, vor allem eine Frage von Ort und Zeit. Ganzen Artikel lesen


23. Januar 2010

Nieder mit dem Kitata!

Wer den Schutzpatron dieses Blocks noch zu Lebzeiten in der Rolle seines Lebens kannte, wird sich, wie ich, jener Altersgenossen entsinnen, die, sei es in Kindergarten, Vor-, Grund- oder Oberschule von der überwiegenden Mehrheit – und zwar: mit gutem Grund – als verweichlichte, unselbständige Püppchen gemobbt wurden.

Das Anrecht auf diese tägliche Ehrerbietung bezogen sie aus der Tatsache, nicht, wie die von Anfang an zur Selbständigkeit erzogene überwiegende Mehrheit, mit Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß in die Gruppentherapie zu kommen, sondern von ihren übermäßig besorgten, gar zu fürsorglich gluckenden Altvorderen bis kurz vor den Klassenraum gefahren oder zumindest die letzten Meter geleitet worden zu sein. Ganzen Artikel lesen


21. Januar 2010

Neu: Antispam-Tastatur

Funktionstastenblock: Statt ENTF-Taste jetzt eine "Fwd.:/FYI"-Taste

(Danke an Besim für das Rohbild.)


19. Januar 2010

Bei Anruf fremdschämen

Zugegeben: Wir haben auch Telefonstreiche gemacht. Und sogar manchmal mitgeschnitten, ohne Wissen des Angerufenen. Das kann ich insofern ungeniert zugeben, als das noch deutlich vor der Doktorspielchenphase stattfand und damit sowohl straffrei als auch verjährt ist. Und ich kann auch heute noch über manche unserer gar nicht so üblen Ideen und deren durchaus anspruchsvolle Durchführung (sogar mit Stimmverzerrern haben wir gearbeitet!) schmunzeln. Letzteres konnte ich im übrigen auch und sogar noch gerade so (jedenfalls ganz am Anfang) über “Paul Panzer” und, weil ein bißchen politisch inkorrekt, über “is meine Name Achmed” (weiß eigentlich jemand, wer offiziell dahinter steckt?).

Daß in einfallslosen “immer gut gelaunt”-”Morning shows” bei billigst produzierenden Privat-Dudelfunkstationen (die Premiumexemplare sind an einem zufallsgeneratorbasierten Frühstückstischgeräuschteppich erkennbar, der als Ergänzung zum betont gut gelaunten und natürlich völlig spontanen Smalltalk der Werbeblock-Unterbrechungsmusik-Unterbrecher-Sprecher jeden Zweifel daran ausräumen soll, daß das ganze nicht in einer gemütlichen Redaktionsteeküche mit dampfendem Kaffe und goldenen Schrippen stattfindet) ebenfalls Telefonstreiche duchgeführt werden, ist bekannt. Auch, weil diese in etwa zwölf von zehn Fällen vollständig unwitzig, verkrampft und/oder getürkt sind (womit ich hier nicht den oben erwähnten “Achmed” meine).

Peinlich wird es, wenn der gebührenfinanzierte Rundfunk (der eigentlich genug Geld für wirklich unterhaltsame Beiträge erhält) meint, “das mache man nun mal so” Ganzen Artikel lesen


15. Januar 2010

Langzeitstudie: Paypack macht Feinde

Klar: Ob die Frage nun “sammeln Sie Treuepunkte?”, “sammeln Sie Herzen?” oder (wie früher[tm]) “hier, Ihre Rabattmarken!” heißt – der dümmliche Versuch, noch dümmlichere Kunden durch “kaufst Du viel, kriegst du was geschenkt” zu ködern, ist so alt wie der Handel selbst. Dümmlich, weil ich eigentlich von vornherein optimale Leistung zum optimalen (wohlgemerkt: nicht unbedingt kleinsten) Preis erwarte und, wenn die Erwartung erfüllt wird, auch ohne Rabattmarken, Herzen oder sonstigen Unfug gerne wiederkomme.

Eine ganz neue QualitätStufe der Peinlichkeit hat dieses Thema zweifelsohne schon seit Jahren (denn so lange studiere ich dieses Thema so unfreiwillig wie empirisch) durch das Kombinieren von Werbemüllempfängerdatensammel- und klassischem “kaufst Du viel, kriegst Du irgendwann was wieder”-Programm erreicht und hier vor allem durch die steten Bemühungen (”stets bemüht”) der Firma Payback. Ganzen Artikel lesen


14. Januar 2010

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz!

Endlich ein probates Mittel gegen Schweinskopfsülze und sonstige verbale Belästigung: Der Bullshit protector. Ich hätte gern einen Jahresvorrat.


12. Januar 2010

Ein gutes neues…

…Päckchen Heftpflaster, extra breit bitte. Oder eine schalldichte Alditüte. Wozu? Zum über den Heißluftaustritt oberhalb der Halskante kleben bzw. zum über den Vakuumbehälter drumrum stülpen. Wem? Den ganzen Eimern, die voraussichtlich noch Mitte August ganz sichergehen wollen, jedem, dessen letzter Begegnung sie sich nicht mehr exakt erinnern, auch ja noch nachträglich zum 1. Januar gratuliert zu haben. Mal sehen, wem ich dieses Jahr den Mustopf-Award verleihen kann. Ich werde berichten. In ca. 353 Tagen.


11. Januar 2010

Mir stinkt’s!

Aus der soeben eröffneten Rubrik “Kunden vergraulen, leicht gemacht” lesen Sie heute:

Ausräuchern – seit mindestens Jahrzehnten bewährte Methode, den Laden leerzuhalten. Anwendung: Simpel – einfach hinter der Ladenkasse der Zooartikelhandlung qualmen, bis die Schwarte kracht (oder eben nach Tabak stinkt). Schlägt jeden halbwegs gesundheits- und selbstbewußten potentiellen Gelddalasser garantiert in die Flucht. Ganzen Artikel lesen


3. Januar 2010

Bei minus fünf Grad

…das Arschloch an die Straßenlaterne binden, mit seiner Schneeschippe verprügeln und ihm dann mit einem warmen Kaffe durchs Schlafzimmerfenster beim Erfrieren zuschauen. Das ist der einzige Vorteil, der mir an Sonntagen wie diesen zu Uhrzeiten wie diesen zu einem solchen Schlafzimmerfenster mit Straßensicht einfällt. Leider ein theoretischer (weil weitgehend ungesetzlich). Praktisch kommt auch das Schlafzimmer zur Straße lediglich auf die “Schlimmer Wohnen”-Liste der Dinge, für die man künftig nie wieder bezahlen will.


31. Dezember 2009

Heute ist der Tag,…

an dem sich einmal im Jahr allen Statistikfetischisten eine einzigartige Gelegenheit bietet: Visual social scoring, zu deutsch: Auf einen Blick sehen, wo im Lande die meisten Asis hausen. Ganzen Artikel lesen


23. Dezember 2009

Nicht mal: Geschenkt!

Immerhin: Die schwarzen Pestbeulen verstopfen einem den Briefkasten nicht zu, wie man in deren Kreisen ja längst weiß: ohnehin nichtigen, Anlässen (Wahlen oder dergleichen). Die warten wenigstens bis zum Jahresende, unterstellen mir dafür aber gleich noch die Zugehörigkeit zum Kreuzrittertum und damit die Freude über – insbesondere unerwünscht zugestellte – Weihnachtswünsche auf totem Holz und die Zugehörigkeit zur Klasse-ist-nett-Masse-ist-besser-Fraktion.

Langer Rede kurzer Unsinn: Die Schwarze Pest Neusz kriegt zu ihrem christlichen Freizeitfest den ganzen Stapel 4-farb-mattglanz-A4-Kerzengedusel zurück. Natürlich unfrei Haus. Und mein Lieblingsanwalt wieder einen Abmahnauftrag. Frohes Fest!


25. Oktober 2009

Reinlich und peinlich

Liebe Hoteliers!

Es gibt viele praktische Dinge, speziell für Euer Gewerbe, über die sich jemand wie ich, der gerne reist (”wir reisen gerne!”), wirklich freut. Dazu gehören kostenlos nutzbare Internetanschlüsse im Zimmer (oder auch außerhalb davon), Miniteeküchen im Schreibtischformat oder auch einfach nur kostenlose Parkplätze am oder im Gebäude. Ganzen Artikel lesen


15. Oktober 2009

(S)aua

Man bekommt ja dann und wann mal Spam. Auch wenn man sich noch so gut dagegen schützt. Aber bisweilen ist man dennoch sprachlos, was Alkohol und zu viel Hitze aus eventuell vorhandenen gewesenen menschlichen Hirnen machen können.

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21. September 2009

Gleicher Shit, neuer Look

Die kennst Du bestimmt auch noch: “The five Peruaners”, dieses fest von der Hand lateinamerikanisch aussehender Zeitgenossen geführte Franchise-Unternehmen, das uns seit gefühlten 100 Jahren praktisch immer in praktisch jeder Fußgängerzone oder Einkaufsstraße weltweit mit dem Zauber der Panflöte zu beeindrucken (und eine CD gegen ein paar unserer Taler zu tauschen) sucht. Ganzen Artikel lesen


6. September 2009

Sie müssen doch was essen!

Amüsant: Die German Interneschenel Bahn AG ist wie stets sehr bemüht, für die Kundenanliegen Verständnis zu haben:

Wir sehen dies als unsere Pflicht an.

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26. August 2009

Wir sind pünktlich!!!1!

Über endlose Beschallungshymnen (Senk ju for träwelling, wir bringen Ihnen auch ein Bier an den Platz, willkommen, ich heiße, mein Team und ich usw.), die einem als Fahrgast der German Bahn AG nicht einmal in der misanthropenfreundlicheren, sogenannten ersten Wagenklasse erspart bleiben, lasse ich mich hier nicht erneut aus. Nur ein ganz kleines bißchen.

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8. August 2009

Wer nicht wirbt, stirbt.

Aber wer unverlangt und unerwünscht wirbt, ist wohl längst hirntot. Ob Notschlachten eine Option oder, wegen Selbstaufgabe, überflüssig ist? Der Reihe nach:

Als bekennender Werbeverweigerer leite ich unverlangte Werbeeinwurfsendungen mittlerweile eigentlich direkt an meinen Anwalt weiter. Heute aber mache ich mal eine Ausnahme Ganzen Artikel lesen


4. August 2009

Meer mehr Salz kaufen!

Neulich war ich in der Stadt. Also nicht im Sinne von “ich war in Berlin”, sondern ich habe mich an einen Ort begeben, an dem es überdurchschnittlich viele Krämerläden und, wie unsere Befreier die von uns befreiten hinter Erichs Betonfassade das nannten, “Kaufhallen” gibt. Das Ziel: Ein paar Beinkleider, Pantoffeln, ein Leibchen womöglich auch.

Doch ach: Ähnlich, wie früher im Land der Kaufhallen rund um Termine wie den 1. Mai oder auch den 7. Oktober war alles aber auch wirklich bis ins letzte tapeziert mit roten Bannern. Diese freilich kündeten nicht von einem Loblied auf die Werktätigen (wie auch, mitten im Juli!), auch nicht vom Sieg des Sozialismus war die Rede Ganzen Artikel lesen


26. Mai 2009

Wer nichts wird, wird…

…Wirt? Na, seit ein gewisser Herr Rach sein Unwesen treibt, wissen wir ja, daß sogar das Führen einer Bierpinte heutzutage mindestens ein Baumschulabitur verlangt. Gut, daß das Sprichwort noch weitergeht, denn ist die Kneipe nicht gelungen, macht man in Versicherungen. Aber halt: Die gehören ja irgendwie zum Finanzmarkt, also: Auch nix (aus den bekannten Gründen).

Erfreulicherweise gibt es aber dennoch eine Branche, die – munkelt man – seit kurzem ungeheuer boomt, weshalb das bekannte Sprichwort auch prompt eine Ergänzung erfährt: Ganzen Artikel lesen