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Belästigung

Man kann nicht nicht kommunizieren, heißt es. Meinetwegen. Aber deshalb muß man sich noch lange nicht grundlegend mit jeder wie auch immer gearteten Regung seiner nicht selbst ausgesuchten Artgenossen penetrieren lassen!

Dies ist Seite 2. (Neuere Artikel)


10. Februar 2011

Du hast doch auch schon mal gefurzt!

Kennen wir, ne? OK, die Variante hier habe ich mir gerade ausgedacht. Aber eine ziemlich ähnliche Einlassung hat, da wett’ ich drauf, jeder von uns mindestens schon einmal gehört und/oder von sich gegeben (letztere sollten meinen Feed nun abbestellen):

Du warst doch auch mal klein!

Mit diesem vermeintlich brillanten vermeintlichen Argument muß man nämlich unverzüglich rechnen, wenn man es wagt, Kinderlärm nicht mit Attributen wie “niedlich”, “süß”, “lebensfroh” oder “lebendig” zu versehen und dementsprechend toll zu finden, ja, nicht einmal in Demut einzuräumen, daß das schlicht alternativlos sei (spätere Rentenzahler, verstehen). Ganzen Artikel lesen


24. Dezember 2010

Herzliche Gratulationen zu Winterfesten!

Schoene Sachen sind immer gewuenscht.

Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.

Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)

Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut. Ganzen Artikel lesen


25. November 2010

Bald ist es vorbei

Na, freust Du Dich auch schon ganz doll? Ich meine: Weinnachten, Konsum, Kommerz, zwanghafte Wünsche und Besinnlichkeit auf Kommando? Also genauer gesagt: darauf, daß das alles endlich wieder für ein Jahr Pause hat?

Dann ist der Anti-Konsumnachten-Countdown mein herzliches Geschenk an Dich. Kann man übrigens auch prima als Active Desktop einrichten.


23. September 2010

Diagnose: Nervenarsch

Hast Du auch schon mal was bei “DocMorris” bestellt? Ja? Na hoffentlich ist das nicht zu lange her. Sonst wirst Du nämlich, egal ob Du Dir das vorher verbeten hast oder nicht, per Werbe-Spam-Email schriftlich ermahntvom Kundenservice freundlich erinnert, daß es mal langsam wieder Zeit dafür ist.

Empfehlung des Tages: Wenn unvermeidbar, dann am besten nur mittels E-Müll-Account dort einkaufen. Ich lasse es allerdings schon aus Prinzip in Zukunft ganz und gebe mich einmal mehr der Frage hin, was Firmen dazu treibt, dermaßen dämliche Leute einzustellen, denen in ihrer puren Zahlen- und Erfolgsbonusnot nichts besseres einfällt, als harmlose Menschen und vor allem: an sich zahlungswillige Kunden zu belästigen.

Lustiger Nachtrag dazu: Die oben genannte Spam-Email hatte den wunderschönen Betreff “Sagen Sie uns Ihre Meinung!”. Lieber Doc Morris, das ist hiermit – hoffentlich angemessen – geschehen.


10. September 2010

Wolle Rose kaufe?

Ich betreibe neben diesem Freizeitvergnügen hier im Internetz auch noch Projekte, von denen ich mindestens Kostenneutralität, gerne aber auch Mehreinnahmen erwarte oder erhoffe.

Vorhin stolperte ich über die in diesem Zusammenhang interessante Frage, wie viel Geld Webmaster durch Werbeblocker verlören, die auch hier aufgegriffen wird, wo ich sie bereits kommentiert habe. Die Frage läßt sich übrigens auch umdrehen bzw. anders stellen, zum Beispiel: Kann man mit Werbung im Internetz Geld verdienen und wenn ja, wie?

Als einstigem Werbe- und Vertriebsmenschen scheint mir dabei die Analogie zum Verkaufen im realen Leben hervorragend geeignet. Zwar will ich mit meinem Internetangebot nicht selbst beispielsweise Schlankheitspillen verkaufen, wohl aber profitiere ich davon, wenn meine Leser das tun, vereinfacht kann man also durchaus davon ausgehen, daß ich versuche, mittels meiner Inhalte irgendwelche Artikel oder Dienstleistungen zu verkaufen. Und wie im realen Leben gibt es auch in dessen virtuellen Pendant verschiedene – mehr oder weniger bewährte – Methoden. Ganzen Artikel lesen


27. August 2010

Wir machen das mit den Fähnchen.

Sprach der Marketing-Schlipsträger nach dem Beratungsgespräch mit dieser Social-Dingsbums-Expertenagentur zum Chef:

Wir müssen da jetzt auch rein, in dieses Twitter.

Gesagt, getan.

Bildschirmfoto: Inoffizieller Twitter-Account für Alice Deutschland, dessen einziger Tweet am 12. Mai 2009, also 15 Monate vor diesem Artikel, erfolgte und besagt, daß hier "noch" wenig los sei, aber man ja schon mal folgen könne

Sie sehen: So einfach funktioniert das mit diesem Social-Dingsbums-Dings. Und schon ist man auf der Höhe der Zeit.

(Natürlich sollte man währenddessen nicht vergessen, die bewährten Methoden der UmsatzausweitungKundenpflege einzusetzen, wie beispielsweise Telefonakquise, die, als “Serviceanruf” der “Alice-Kundenbetreuung” getarnt, Werbeanrufsverweigerern wie mir dann jene tollen O2-Mobilfunk-Kombitarife andrehen soll, die ich schon in Form von Surf-Stick-Gutscheinen per Post nicht haben wollte. Jedenfalls, wenn man Wert darauf legt, daß solche Kunden das als willkommenen Anlaß sehen, den bisher hinausgeschobenen Wechsel des Providers endlich mal in Angriff zu nehmen.)

Ja, ich weiß. Es kann ja durchaus sein, daß der Account gar nicht der Firma Hansenet/Telefonica gehört. Und das tolle ist: Wenn dem so wäre, wäre es ja noch peinlicher.

Nachtrag vom Juli 2011 sowie fürs Protokoll und für die Suchmaschine: Unter der Rufnummer 02311892873 betreibt die Firma selbst oder, was ich eher vermute, ein externes “Call Center” auch weiterhin aufs emsigste Kaltakquise, weiterhin als Serviceanruf tarnt. Teilweise ruft man über Wochen hinweg etliche Male täglich an, natürlich ohne eine Nachricht zu hinterlassen und verweigert, sobald der Angerufene drangeht und nach dem Namen der tatsächlich anrufenden Firma fragt, konsequent die Auskunft.

Den Dialog, der sich nach meiner Notiz des Familiennamens des Anrufers entspann, möchte ich euch schon jetzt in Teilen nicht vorenthalten:

“Und jetzt bitte die Firma, für die Sie arbeiten.”
“Äh, na Alice.”
“Nein, die Firma, die Ihnen ganz konkret Gehalt und/oder Provision für diesen konkreten Telefonanruf zahlt.”
“Das weiß ich gerade nicht, wie meinen Sie das?”
“So wie ich es gefragt habe. Die Firma, deren Name auf dem Kontoauszug über der Buchung steht, die Ihnen am Monatsende, so hoffe ich für Sie, einen Entgelteingang als Ausgleich für die von Ihnen durchgeführte nicht erwünschte Belästigung ausweist.”
“Das kann ich gerade nicht nachsehen, ich bin ja im Büro.”
“Umso besser. Ich warte am Telefon, während Sie vor die Tür gehen und mal nachsehen, was auf dem Klingelschild steht.”

So und anders ging es noch eine Weile weiter, ohne daß ich den Namen erfuhr. Das ist aber auch nicht nötig. Denn sowohl die Anzeige bei der Bundesnetzagentur als auch eine ausführliche Datenbestandsauskunftsanforderung nach BDSG und einige andere kleine Nettigkeiten sind bereits auf dem Weg. Ich werde dazu noch ausführlich berichten.

Nur eins finde ich ausgesprochen bemerkenswert: Die Portokosten – denn eine Anzeige per Fax oder gar Internet ist der Bundesnetzagentur nicht willkommen – für die Anzeige einer Belästigung, die sich gegen mich richtet und die nebenbei einen nicht unerhebliches strafrechtliches Vergehen bedeuten kann, trägt – ganz im Sinne des neoliberalen Denkkonzepts, dessen Kind ja auch diese “Agentur” ist – nicht etwa der, der den Gesetzesverstoß begeht, sondern der Belästigte. Bei 55 Cent pro Anzeige und vorsichtig geschätzt wenigstens 133.700 provisionsgesteuerten Belästigungscallcentern in bzw. für/gegen Deutschland leuchtet ein, wer da in den meisten Fällen den längeren Atem haben wird.


6. August 2010

Aktion sauberer Arbeitsplatz

Hier sind meine Beiträge.

Hinweisschild: Schlipsverbot
…denn daß die Dinger gesundheitsgefährlich (behinderte Sauerstoffversorgung des Kleinhirns) für ihre Träger sind, belegen empirisch vier von drei Gesprächen mit denen. (Also den Trägern, nicht den Schlipsen.)

Und für die, die ein simples und deutliches Verbotsschild nicht verstehen oder einem für teures Geld das tägliche Beamer-Bullshit-Bingo ins Haus bringen wollen, eine moderne Fassung von “betteln und hausieren verboten”:

Schlipsträger und Powerpointpräsentierer: Wir müssen leider draußen bleiben.


6. Juli 2010

Rauchen. Macht. Dumm.

Rauchen ist, folgt man jenen, die davon nicht lassen können, wahlweise Ausdruck von Lebensfreude, Genuß, Kultur oder gar „Freiheit“. Nüchtern betrachtet ist es, wie trinken, fixen, kiffen und dergleichen primär eine Sucht. Das erkennt man an kognitiven Dissonanzen wie „ich kann es jederzeit lassen, will aber nicht“ oder „es geht nichts über eine schöne Frühstückszigarette gegen den Husten“. Nicht, daß ich mißverstanden werde: Das ist keine Wertung, kein Urteil. Es ist eine Beschreibung, die ich als erst im zweiten Versuch unabhängig gewordener, ehedem starker und langjähriger Raucher auch aus eigenem Erleben abgebe. In solchen psychischen Gemengelagen ist rationales Argumentieren üblicherweise schwer. Wenn es dann noch an eigene Territorien und Gewohnheiten geht, wird darauf mit größtmöglichem Widerstand oder -willen reagiert. Das ist genau so menschlich, wie die Verquickung von Tatsachen und Einschätzungen mit selektiver Wahrnehmung und Wunschdenken. Ganzen Artikel lesen


18. Mai 2010

Zu den eigenen Waffen!

Neulich habe ich mich über den Javascript-Animations-Krebs ausgekotzt. Das Problem, daß zappelnde Animationen (”Slideshows”, “Rotations” und was auch immer) zunehmend mit Javascript realisiert werden, und man so den nervigen, nicht selbst initiierten Bewegungen auf dem ganzen Bildschirm nicht entkommt, habe ich bisher auf Werbetreibende reduziert.

Das war zu kurz gedacht. Es gibt nämlich außerdem dumme(rweise) Internetzbewohner, die keine Werbung (sondern durchaus schlaue oder lustige Sachen) von sich geben, diese dann aber “gut meinend” mit allerlei augenkrebsigem Geblinke anreichern. Es ist ja auch so schön einfach und verlockend, kann man doch mit “jQuery” und sonstigen Plugins mittels weniger Zeilen Code, ja: in manchen Redaktions- oder Blogsystemen sogar schon per vollständig browsergeführtem Plugin, ratz fatz die ganze – eigentlich anspruchsvolle – Seite in einen hyperaktiven Kindergartenzirkus verwandeln. Und nicht mal das muß überhaupt der Fall sein: Manches fertige Blog- oder CM-System beinhaltet ersatzlosen proprietär-javascriptigen Funktionskram, der sich bei deaktiviertem Script zu Barrieren entwickelt, von denen der nicht codeinteressierte Publizierer weder etwas merkt noch weiß (weil er selbst weder programmieren kann oder will, mindestens auf seiner Seite natürlich mit aktiviertem Script unterwegs ist und sich vielleicht auch einfach noch nie mit dem Barrierethema befaßt hat).

Zusammengefaßt muß ich also den ersten Lösungsansatz (Javascript nur auf den Seiten meines Vertrauens einschalten) zwar nicht revidieren, aber relativieren. Ganzen Artikel lesen