DavidBLN.de

CDU

Diese Spezies würde ich eigentlich zur Spezies Blagen zählen (schon, weil schwarze Pest seit ehedem zu den Geißeln der Menschheit gehört), bestünde sie nicht zu 125% aus körperlichen und/oder mentalen Methusali.


23. Juni 2011

“Karrierefrauen im Hosenanzug”

Dieses Phänomen (das es, das sei der Ordnung halber erwähnt und nicht etwa aus “Gleichstellungsgründen”, selbstredend auch in männlich gibt) wird in diesem großartigen Artikel über den beispielhaften Werdegang eines populistischen Schwachsinnsgesetzes ebenso hervorragend beschrieben, wie auch die ganze Farce, die sich hinter der (auch nur noch selten und dann meist kurz vor Wahlkrämpfen) tatkräftigen Fassade unserer neuzeitlichen Realpolitik verbirgt.

Ich will nicht viele Worte machen, der Beitrag ist schon lang genug. Lest ihn auf jeden Fall bis zum Ende. Diejenigen unter uns, die selbst bei Providern arbeiten, werden schnell und mit Schrecken feststellen, daß Szenerien wie die geschilderten keine Ausnahme sind. Ich habe jedenfalls mehr als ein “Déja-vu” beim Lesen erlebt.


5. Juni 2011

Scharfherde

Farblich haben sie erstaunliche Ähnlichkeit mit den Vollidioten, die die (noch) wählenden Schafherden regelmäßig “legitimieren”.

Pfeffer_800

Während jene allerdings alle gleichermaßen käuflich und ferngesteuert sind, habe diese hier alle gleichermaßen, was jenen schon lange fehlt. Feuer.


17. November 2010

Bimbesmarke

Auf Wunsch der Jungen sowie der Senioren-Union und aller Delegierten des Parteitags der Schwarze( Kasse)n Partei hat die Deutsche Bimbespost weder Kosten noch Mühen gescheut und einen namhaften Künstler (dessen Name nicht genannt werden will) für den Entwurf eines Helmut Kohl zum Von-hinten-lecken gewonnen. Hier ist das Ergebnis:

Eine Briefmarke. Das Gesicht Helmut Kohls wird betitelt mit seinem Namen und dem Zusatz "Bimbeskanzler und Ehrenmann seit 1930". Der Nennwert der Marke ist mit 102258376 angegeben.

In Erinnerung an Kohls wohl größte Ehrenleistung hat die Marke einen umgerechneten Nennwert von 200000000 Pfennig. Sie kann (anstelle von Lack) auch zum besonders ehrenvollen Besiegeln von (Post-)Geheimnissen verwendet werden und erfüllt zusätzlich die Funktion von Löschpapier.

Angeboten wird das einzigartige Sammlerstück im Rahmen der Edition “wer nicht von selbst stirbtrechtzeitig abtritt, bekommt halt zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt”. Es wird zunächst in den Geschmacksrichtungen “Saumagen” und “Birnenkompott” erhältlich sein. Je nach Marktakzeptanz sind für weitere Auflagen zusätzlich “Schwarzkohl” und “faule Eier” geplant.

Die zu erwartenden Fälschungen des Wertabzeichens sollen zu Ehren des Portraitgebers für die allgemeine Landschaftspflege in den östlichen Bundesländern verwendet werden.

Nachtrag: Wie soeben aus unbestätigten und halbwegs selten informierten Quellen zu erfahren gewesen sei, habe sich als eine der ersten Interessentinnen Dr. Kristina Köhler Schröder ein Exemplar für ihre Devotionaliensammlung reservieren lassen.


5. November 2010

Hen Sie e Schäuble locker?

Nüchtern betrachtet Auf den ersten Blick scheint das Bild klar: Der amtierende Bundesfinanzminister übt sich in bester deutscher Leitkultur, wenn er nach oben buckelt…

… und nach unten tritt:

Aber ist es wirklich so einfach? Tun wir doch mal für einen Absatz so, als sei Schäuble tatsächlich zu einer Diskursebene fähig, die seinem akademischen Grad gerecht wird. Unterstellen wir ihm, nicht nur – was auch ohne allzugroßen IQ der Fall sein dürfte – zu wissen, daß er schon angesichts seiner moralisch stramm marktliberal gefestigten und alle bisherigen Lagerwechsel unbeschadet überstanden habenden Entourage im Finanzministerium sowie im Hinblick auf den Kurs der Bundesnichtskannzlerin, die ihre Richtlinienkompetenz längst an fröhliche Mietgäste des kanzlerämtischen Festsaals überschrieben hat, überhaupt keine eigene Gestaltungsmacht besitzt.
Nehmen wir stattdessen getrost an, daß Herr Schäuble auch spürt, daß weder die deutsche Qualitätsjournaille noch jene, die deren gefilmte Abendbotschaften später fraglos aufnehmen sollen, noch ernsthaft an ein Verantwortungsbewußtsein oder auch nur die Barmherzigkeit eines Josef Ackermann glauben würden. Unter diesen Annahmen bleibt nur ein Schluß: Der Mann hat einen ganz eigenen Humor, geriert sich im Fall Ackermann als sensibler Satiriker und hofft, daß jeder ringsum ob der zu offensichtlichen Unterwürfigkeit, die da aus ihm herausnuschelt, merkt, daß er damit eigentlich das Gegenteil, nämlich etwa “wenn ich Sie schon nicht an die Kandarre nehmen kann, mach ich sie wenigstens hintenrum lächerlich”, meint. Und unter dem Eindruck dieses ganz speziellen Humors mag man dann auch die intimen Szenen einer Ehe zwischen einem Minister und seinem Pressesprecher neu bewerten, vielleicht so: “Was sich neckt, das liebt sich und wir hatten hier just die einmalige Chance, dem robusten aber insgeheim herzlichen Verhältnis von Koch und Kellner beiwohnen zu dürfen.”

Soweit dieser eine Absatz. Der Ausflug in die alternative Sichtweise. Ich mache kein Geheimnis daraus, daß ich trotzdem eher zu der Annahme neige, daß wir hier ungeplant Zeuge postintoxikativer Rekonvaleszenz und fehlender Kopfschmerztabletten wurden. Und des fehlenden Rückgrats selbst in hohen Ebenen staatlicher Repräsentanten. Womit ich neben dem aufrechten Wolfgang auch seinen Schergen meine, denn jeder Mensch mit Arsch und Eiern hätte seinem Chef nach so einer öffentlichen Ansage ebenso öffentlich die Brocken hingeschmissen und sich mit einem “spiel doch selbst Mappentaxi, Arschloch” verabschiedet. Aber: Deutsche Leitkultur hat eben viel mit Aushalten und schlucken zu tun.


2. November 2010

Kanzleramtsgegenstand

Laut Bild am Montag wurde heute vor dem Kanzleramt “ein verdächtiger Gegenstand entdeckt”. Da unsere Qualitätsmedien hierzu keine wirklich stichhaltigen Bilder liefern wollten, hole ich das mal nach:

Vor dem Berliner Bundeskanzleramt ist deutlich erkennbar ein in einen häßlichen, rosa-schwarzen Hosenanzug gehülltes Objekt erkennbar

Bildquellen: Public domain und Tischbeinahe (cc-by)


7. Juli 2010

Die mit dem Kupferkopf.

Sitzen länger aus. Halten länger durch.. Ganz ehrlich!

Ein Duracell-Hase beim Klatschen. Verblüffende Ähnlichkeit mit politischem Personal wäre rein zufälligerweise zutreffend.


1. Juli 2010

Naiv!

Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen – wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine geeignete Person seines/ihres Vertrauens als Kandidat vorschlagen können, das nur am Rande.

Daß ausgerechnet die vermeintlich gut informierten twitternden und bloggenden “digital natives” sich jedoch instrumentalisieren lassen, völlig unreflektiert nicht nur Herrn Gauck als nachgerade messiasgleichen Landesführer mit ausschließlich positiven Eigenschaften öffentlich anzuhimmeln, sondern der Linkspartei und ihren Wahlleuten, die es wagten, sich nicht einfach für einen mit ihr nicht abgestimmten (wir erinnern uns: Herr Gabriel von der “S”PD hatte, gemeinsam mit Herrn Trittin, nicht etwa die Linken per SMS kontaktiert, sondern lieber den Bundesdoktor) “überparteilichen” Kandidaten einspannen zu lassen, enttarnt in einem kaum beschreibbaren Maße die Naivittät und womöglich Selbstüberschätzung jener, die von sich behaupten, nicht Teil einer gar nicht existierenden “Internet-Gemeinde” zu sein sondern längst die breiten Massen zu repräsentieren. Wobei: In letzterem Punkt haben “sie”, die sie da munter neben dem Drei-plus-ein-Gänge-Menü der Marathonversammlung hertwitterten, damit sogar Recht, hat doch zuletzt das gefühlte ganze Land “yes we gauck” gekreischt – scheint irgendwie ein Volksbedürfnis mit langer Tradition zu sein. Ganzen Artikel lesen


11. Juni 2010

Bumerang: Wayne interessiert’s

Daß das “Sparpaket” neoliberal-westerwellescher Prägung und alternativlos-Merkelscher Ausführung blanker Wahnsinn, asozialer Unfug und volkswirtschaftlicher Masochismus ist, leuchtet jedem halbwegs denkfähigen Menschen ein, selbst wenn er sich nicht gleich geistiger Sozialist ist.

Auch verlautbart Ursula Engelen-Kefer eine Binsenweisheit, wenn sie von einem gefährlichen Bumerang schreibt, den der Bundesdoktor da losgeschleudert hat. Das dumme ist nur: Da ist was drauf geschissen. Denn:

Daß das Wahlvolk gerne eine weniger marktradikal-ideologische Führung hätte? Geschenkt: Wird ignoriert oder so lange zurechtwählen gelassen, bis es paßt.

Antizyklische Konjunkturpolitik? Teufelszeug! Schließlich hat man das in grauerrot-gelber Vorzeit schon probiert – ganze acht Jahre lang, von denen es nur fünf funktioniert hat. (Daß das Gegenteil seit nunmehr bald 30 Jahren noch weniger funktioniert und Hayek dem Land nicht wie einst Keynes eine halbe, sondern gleich mehrere Millionen Arbeitslose und Heerscharen von Tage- oder Billiglöhnern und Quasi-Leibeigenen beschert hat: Alles Propaganda!)

Nein, liebe Genossin Ursula, der zitierte Bumerang wird, sobald er, wie korrekt geweissagt, erst mit voller Wucht zurückkehrt, natürlich nicht seinem Absender um die Ohren oder durch den Hals segeln. Vielmehr, und nun bemühe ich eine allgemein verfügbare Glaskugel, wird es alsbald heißen: “Wir haben nicht genug gespart, sondern immer noch über unsere Verhältnisse gelebt.” Und dieses erbärmliche Spiel wird weitergehen, bis wir zurück in den Höhlen und Wäldern sind, aus denen wir scheinbar besser nie herausgekommen wären.


Irgendwann

muß doch dieses dämliche Wahlvieholk mal kapieren, wie klare Mehrheitsverhältnisse auszusehen haben – so, wie in NRW jedenfalls nicht, findet Bild am Montag.

Solange sich der Pöbel also weiterhein trotzig wie ein Kindergartenkind der reinen (und alternativlosen!) Lehre Hayek’scher Markteffizienz verweigert und doch allen Ernstes auf Utopien wie einen solidarischen Staat setzt, muß man ihn eben entweder ignorieren oder so lange zur Urne schicken, bis er keine Lust mehr hat und endlich aufhört, das tatsächliche Mehrheitsverhältnis der Leistungsträger weiter durch seine querulativen Fehlfarben-Kreuze zu stören. Ganz im Sinne von “50 Liegestützen für den Langhaarigen”, das hat sich bei unserer Friedenstruppe und sonstigen Heldenvereinen schließlich auch als probat erwiesen.