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	<title>DavidBLN.de &#187; Das mußte mal gesagt werden!</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>&#8220;Ich quäle aus Liebe&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 23:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin Preuße, als solcher grundsätzlich tolerant (&#8221;jeder nach seiner Fassong solange er andere nicht&#8221;) und wiederhole mich obendrein mit dieser Feststellung.
Und wißt ihr, was mir genau deswegen so richtig, so ultra, so extra, so mega, so unbeschreiblich auf die Eier geht? Veganer. Nein, nicht jene, die, weil sie für sich erkannt haben, daß &#8220;Pflanzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Preuße, als solcher grundsätzlich tolerant (&#8221;jeder nach seiner Fassong solange er andere nicht&#8221;) und wiederhole mich obendrein mit dieser Feststellung.</p>
<p>Und wißt ihr, was mir genau deswegen so richtig, so ultra, so extra, so mega, so unbeschreiblich auf die Eier geht? Veganer. Nein, nicht jene, die, weil sie für sich erkannt haben, daß &#8220;Pflanzen kein Empfinden&#8221; haben, nur noch photosynthetische Kohlenhydrate und Proteine zu sich nehmen. Sondern das Gesindel, das, wie bei jedem Thema und überall zur Stelle ist, daraus eine Religion, ja, eine Mission zu machen.<span id="more-1967"></span></p>
<p>Ich will jetzt weder mit der evolutionären Menschheitsgeschichte (wir sind längst zum Fleischfresser mutiert) noch mit dem Darwinismus kommen. Aber Fakt ist: Wenn ich als Mensch Appetit, ja: Hunger auf einen Schweinefuß habe, dann ist das keine abnorme Veränderung, sondern meine Natur. Und ich quäle die gegessene Kreatur nicht per se, sondern erst in dem Augenblick, da ich, direkt (durch eigenes Tun) oder indirekt (durch billigendes wortwörtliches Inkaufnehmen) ihrer nicht artgerechten Haltung und Aufzucht Vorschub leiste, meist, weil ich meine, hier ein paar Taler sparen zu können und müssen. </p>
<p>So, wie ich dies könnte, kann ich aber auch, was ich viel lieber tue: Möglichst dafür sorgen, daß die arme Sau, daß das Nugget-Chicken oder die Bratgans bis zu ihrem jüngsten und meinem Hunger und/oder Appetit geschuldeten jüngsten Tag und selbst in ihren allerletzten Lebensminuten eine schöne Zeit hat. Artgerecht lebt. Auslauf hat. Respekt und, ja!, Liebe erfährt. Man kann Lebewesen lieben UND sie essen, auch wenn solches Denken vermutlich 120 Prozent der heutigen schwarzgrünen Moralisten mit Kindesmißbrauch und Vaterlandsverrat gleichsetzen würden. </p>
<p>Exkurs: Vor ein paar Jahren war ich auf einer Messe. Mein Freund, der zum Besuch geladen hatte, drängte uns, den Stand eines ganz bestimmten Ausstellers aufzusuchen. Begründung: &#8220;Bestes Essen ever.&#8221; Gesagt, getan &#8211; und wir hatten tatsächlich die besten Schweinereien seit langem. Über unserem Tisch prangte, während wir aßen, das Foto einer stattlichen Sau. Sie grinste, so bildeten wir uns ein, und lag im Stroh, umgeben von Ferkeln und anderen Säuen. Kein Spaltenboden, keine Metallstäbe. <em>SIE ESSEN HEUTE: ZENZI</em> stand über dem Bild, und darunter detaillierte Angaben über Leben und Tod der Sau, die just auf unserem Teller lag. Ich aß Zenzis Arschbacke und dachte im gleichen Moment an ihr vermutlich erfülltes Leben und hatte keine Sekunde Zweifel an ihrem artgerechten Ableben. Geschweige denn ein schlechtes Gewissen.</p>
<p>Warum schreibe ich das alles? Sicher nicht, um implizite Vorwürfe an jene Fleischfresser zu richten, denen es dank staatlicher Sanktionen nicht für eine Zenzi-Arschbacke langt. Auch nicht, um das Fleischessen zu verherrlichen und/oder als einzige/überlegene Ernährung darzustellen. Ich kann mir, wenn auch nicht praktisch, so doch theoretisch zumindest ein fleischloses Leben vorstellen (ohne Eier und Milch würde es schwieriger, aber auch nicht unmöglich). Nein. Anlaß für diesen Beitrag bot schon vor längerer Zeit jemand, den man wohl als einen so militanten wie modebedingten &#8220;Möchtegernveganer&#8221; bezeichnen darf. Einer von der Sorte, die im Leben nicht genug Sorgen haben und sich deshalb an egal welche radikalistische Weltanschauung hängen und sich diese potenziert zur Mission küren. Dieser Jemand fiel mir schon länger durch wiederholte Verbalattacken gegen &#8220;Tiermörder&#8221; (u.ä.) auf. Typischerweise auch sofort gereizt, sobald ihm jemand mit Zweifeln oder Widerspruch begegnete.</p>
<p>Auf meine Frage, ob er Haustiere hätte, bestätigte er mir &#8220;eine Katze&#8221;. Auf meine Frage, wie er als Veganer mit der carnivoren Natur dieses Geschöpfes umgehe, antwortete er sinngemäß, er habe &#8220;dieses mordende Vieh erfolgreich umerzogen&#8221;. Es fresse nur noch zu &#8220;zehn Prozent&#8221; Fleisch und ansonsten Getreide.</p>
<p>Hier ist eigentlich Schluß. Falls du nicht verstehst, warum, stelle dir einfach vor, ich bände dir 200 Kilo Blei um und wärfe dich in den Rhein mit der Begründung, daß dein ausgeatmetes Kohlendioxid schließlich schlecht für die Atmosphäre sei und du ja wohl auch von Plankton leben könntest.</p>
<p>Moral? Simpel: Modeveganer sind dumm. Und Mörder.</p>
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		<title>Zuschauer 2.0</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 22:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Eigentlich&#8221; wollte ich den heutigen &#8211; bzw.: gestrigen &#8211; Sonntag als Konsument erleben. Und zwar in jenem klassischen Sinne, wie ihn eine mittlerweile immer verbissener, ja: peinlicher agierende Unterhaltungsindustrie gerne definiert sieht: Sofa, Chips, Glotze, DVD.
Natürlich kam es anders. Dazu muß man wissen, daß der Film, um den es ging, erstens kein klassischer Blockbuster, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Eigentlich&#8221; wollte ich den heutigen &#8211; bzw.: gestrigen &#8211; Sonntag als Konsument erleben. Und zwar in jenem klassischen Sinne, wie ihn eine mittlerweile immer verbissener, ja: peinlicher agierende Unterhaltungsindustrie gerne definiert sieht: Sofa, Chips, Glotze, DVD.</p>
<p>Natürlich kam es anders. Dazu muß man wissen, daß der Film, um den es ging, erstens kein klassischer Blockbuster, sondern eher französisch-intellektuelle Kommödie war, und ich ihn zweitens vor etwa 20 Jahren aus dem Fernsehen auf VHS aufgenommen und später dann mittels Capture-Karte digitalisiert auf einem Medium gespeichert hatte, das eines Tages aus, wenn man so will, systemimmanenten technischen Gründen versagte. Durch eine, sagen wir mal: glückliche, Fügung fand besagter Film nun in der DVD-Version wieder zu mir. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, nicht nur zusätzlich zur damals aus &#8220;Arte&#8221; aus wiederum technischen Gründen einzigen deutschen Tonspur auch im Originalton, sondern auch mit, wie heute üblich, durchaus spannendem &#8220;Bonusmaterial&#8221; daherzukommen; im konkreten Fall: Interviews mit der Hauptdarstellerin, der Regisseurin und dem Autor. <span id="more-1899"></span></p>
<p>Der naheliegende Plan war nun heute/gestern, den Film anzusehen. So banal das klingt. Knabberzeug, Bier, Großbildfernseher, Dolby-Anlage. Indes: Das unerträglich schwülheiße Wetter und einige Onlinekonversationen verbannten mich ins nerdig-abgedunkelte und ventilatorgekühlte Arbeitszimmer. Der Arbeits-PC, seinerseits mit einem ausreichend guten Bildschirm und Tonsystem ausgestattet, begannen gegen 21 Uhr mit dem Hauptmenü der DVD. Wo, wenig überraschend, neben dem Hauptfilm das genannte Zusatzmaterial zu finden war. <em>Bevor du den Film siehst, wenn auch endlich auf französisch, siehst du dir das an.</em> Da die Abspielsoftware die Untertitel verschluckte, war zudem aufmerksames Hinhören vonnöten; glücklicherweise bin ich halbnativer Französischzuhörer.</p>
<p>Und damit begann etwas, das mich, wenn auch nicht zum ersten mal, auf eine anzunehmende Tatsache unseres &#8220;Informationszeitalters&#8221; stieß. Anstatt die DVD einfach, Kapitel für Kapitel, auf mich wirken zu lassen, sah ich &#8211; zum Zeitpunkt da ich dies schreibe: Nur! &#8211; die Bonustracks, in Originalfassung. Schlug sämtliche unbekannten Ausdrücke in Echtzeit und ohne meinen Platz zu verlassen im Onlinewörterbuch nach. Recherchierte Hintergründe zu Film, Darstellern und Produzierenden in der deutschen und französischen Wikipedia nach. Suchte mittels Googles Bildersuche nach aktuellen und alten Fotos der Darsteller, um zu verstehen, warum sie gecastet wurden. Las mich parallel in andere Werke des Autors, der Regisseurin und der Darsteller ein.</p>
<p>Das ist nun schon vier Stunden her. Und ich habe mit dem zweistündigen Hauptfilm noch nicht mal begonnen. Aber ich mußte endlich einmal festhalten, wie unglaublich sehr, wie unglaublich geil diese moderne &#8211; stets vermutlich gerade auch deswegen bedrohte &#8211; vernetzte, semantische, multimediale Wissenswelt ist. Macht sie doch aus dem 120minütigen, vollständig passiv-konsumptiven Kinoabend meiner informationsgesellschaftlich schäbigen Jugend einen vollwertigen Ganztagsausflug in die Welt von Wissen, Information und Kultur.</p>
<p>Und ich warne dich, senile korrupte und vom wirklichen, wissenden Leben nichts wissen( wollen )de Politmarionette: Hüte dich davor, mir das jemals wieder nehmen zu wollen. Hüte dich. Jemals.</p>
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		<title>Du hast doch auch schon mal gefurzt!</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 14:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mainz!]]></category>
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		<description><![CDATA[Kennen wir, ne? OK, die Variante hier habe ich mir gerade ausgedacht. Aber eine ziemlich ähnliche Einlassung hat, da wett&#8217; ich drauf, jeder von uns mindestens schon einmal gehört und/oder von sich gegeben (letztere sollten meinen Feed nun abbestellen):
Du warst doch auch mal klein!
Mit diesem vermeintlich brillanten vermeintlichen Argument muß man nämlich unverzüglich rechnen, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen wir, ne? OK, die Variante hier habe ich mir gerade ausgedacht. Aber eine ziemlich ähnliche Einlassung hat, da wett&#8217; ich drauf, jeder von uns mindestens schon einmal gehört und/oder von sich gegeben (letztere sollten meinen Feed nun abbestellen):</p>
<blockquote><p>Du warst doch auch mal klein!</p></blockquote>
<p>Mit diesem vermeintlich brillanten vermeintlichen Argument muß man nämlich unverzüglich rechnen, wenn man es wagt, Kinderlärm nicht mit Attributen wie &#8220;niedlich&#8221;, &#8220;süß&#8221;, &#8220;lebensfroh&#8221; oder &#8220;lebendig&#8221; zu versehen und dementsprechend toll zu finden, ja, nicht einmal in Demut einzuräumen, daß das schlicht alternativlos sei (spätere Rentenzahler, verstehen).<span id="more-1843"></span></p>
<p>Vielleicht sollte man an dieser Stelle mal was geraderücken.</p>
<p>1. Natürlich wollen und müssen Kinder spielen und natürlich wird es dabei laut.<br />
2. Natürlich war ich ebenfalls mal Kind, wollte und mußte spielen und wurde dabei laut.<br />
3. Natürlich muß ich das alles deswegen NOCH LANGE NICHT super finden!</p>
<p>Oder soll ich bei nächster Gelegenheit mal auf den Spielplatz kacken und eventuelle Beschwerden damit abtun, daß schließlich jeder von uns mal &#8220;Häufchen macht&#8221;? Mitten in der U-Bahn nach Herzenslust einen fahren lassen (und damit meine ich nicht den Zugführer!), um folgerichtige Klagen über olfaktorische Belästigung mit dem Hinweis darauf zu kontern, daß das schließlich jeder tue und vor allem: Erwarten, daß sich alle gemeinsam mit mir über meine Darmaktivität freuen?</p>
<p>Nicht, daß wir uns mißverstehen. Ich habe nichts dagegen, wenn Kinder sich ungestört entwickeln. Ich bin wirklich dafür. So, wie ich mir für jeden Menschen Gesundheit und Gerechtigkeit wünsche. Es ist nur so: Eure Rotzgören gehen mir &#8211; mal ganz persönlich gesprochen &#8211; am Arsch vorbei. Ich finde kreischende Säuglinge nicht süß, brabbelnde Kleinkinder nicht niedlich und ein &#8220;Bäuerchen&#8221; ist und bleibt in erster Linie ein Fladen Kotze, den ich widerlich finde. Ich kriege Augenpickel, wenn ich Sonnenschutzblenden mit Grinsekatzengesichtern an der Rückbankseite von Pampersbombern sehe und ob Luca, Kevin-Richard oder Jean-Baptist-Gorleben an Bord sind interessiert mich nicht einen Bruchteil so sehr, wie es ein die linke Spur räumender Drillingsvater täte. Und, jetzt kommt&#8217;s: Ich bin auch nicht neidisch auf Euren Wurf, ja, ich habe mir die Kinderlosigkeit in einem beispiellosen Akt vorsätzlicher Dreistigkeit selbst ausgesucht und der Unabhängigkeit von Schulferien, Elternabenden und der Kinder wegen fortgeführter Beziehungsruinen den Vorrang vor der ersten Worten oder Schritten geschuldeten elterlichen Glückseligkeit gegeben. Ich weiß, das klingt für Euch unvorstellbar, abnorm gar, womöglich unchristlich, wenn nicht asozial.</p>
<p>Und ich erwarte von Euch auch gar nicht, mein Empfinden gut zu heißen. Ich erwarte nicht mal, daß Ihr mich versteht oder es auch nur versucht. Aber eins kann ich von jedem, der sich selbst als Erwachsener bezeichnet, verdammt noch mal erwarten:</p>
<p>ICH MÖCHTE KINDER NICHT NIEDLICH, KINDERLÄRM NICHT TOLL UND ELTERNSTOLZ NICHT VORBILDLICH FINDEN MÜSSEN!</p>
<p>Danke. (Dammtnômal!)</p>
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		<title>Kalibrieren bitte!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben <a href="http://www.ennomane.de/2011/01/18/was-uns-euroweb-vs-nerdcore-ueber-postprivacy-und-informationskontrolle-lehrt/">andere</a> über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich <a href="http://rz.koepke.net/2011/01/20/antiautoritare-erziehung-als-altlast/">nachgedacht</a>.</p>
<p>Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. <span id="more-1811"></span></p>
<p>Vorab: Ich verabscheue Disclaimer. Ich verabscheue sie, weil sie dem Leser etwas ersparen sollen, das ich prinzipiell von jedem verlange: Sich die Mühe zu machen, kontextuell und nicht reflexhaft oder in Schubladen zu denken. In einer Situation, in der zum kübelweisen Besprühen mit virtueller Scheiße (&#8221;Shitstorm&#8221;) aufgerufen wird und die weder einer Hexenjagd noch dem letzten hinterwäldlerischen Lynchmob in irgendetwas nachsteht, kann man Rationalität jedoch kaum erwarten. Drum mache ich schweren Herzens eine Ausnahme. Also: Wer mich kennt, weiß, was ich von Leuten halte, die aus der Gutgläubigkeit Profit ziehen. Daran hat sich auch heute und nach diesem Beitrag nichts geändert. Und selbstverständlich stehe ich auch weiterhin dazu, daß das &#8220;Argument&#8221;, daß man immer jemanden oder etwas findet, der/das &#8220;noch schlimmer&#8221; (dran) ist, für mich niemals eins sein wird. Wertmaßstäbe sind für mich keine Frage der Relation. Ich hoffe, das genügt.</p>
<p>Wertmaßstäbe sind indes ein guter Einstieg. Wir sind uns sicher alle einig, daß selbsternannter &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zu verachten ist, wenn er parteiisch wird und vor allem, wenn er das auf Basis von Behauptungen und Vermutungen tut. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-zeitschrift-mit-dem-frausrufezeichen/">Fragezeichen sind hier ein beliebtes Stilmittel</a> (&#8221;Hat dieser Mann drei Frauen abgeschlachtet?&#8221;, &#8220;Bundeskanzler ein Betrüger?&#8221;). Und sobald es um Journalistendarsteller wie Baptist Kerner geht, der sich <a href="http://redblog.twoday.net/stories/11579097/">auf Kosten des Steuerzahlers</a> mit einem privatkommerziellen Fernsehtrupp nach Afghanistan fliegen läßt, um sich dem Kriegsminister als Stichwortgeber und &#8220;der Truppe&#8221; als Kümmerer im Dienste einer großen &#8220;unsere Jungs und die Freiheit am Hindukusch&#8221;-Kampagne anzudienen, wird sich &#8211; völlig zurecht &#8211; über das Fehlen jedweder echten kritischen Distanz kollektiv ereifert. </p>
<p>Das Einfordern von Distanz scheint jedoch relativ &#8211; Gegenbeispiel: Ein selbsternannter Rächer des &#8220;kleinen Mannes&#8221; schwadroniert in einem, vorsichtig formuliert: leicht voreingenommenen Beitrag des mitteldoofen Rundunks über eine Firma, die Unternehmer über den Tisch ziehe. Was ist geschehen? Die vermeintlich Betrogenen haben für das Versprechen, eine Homepage (MDR-Moderator: &#8220;das sind so Visitenkarten im Internet&#8221;) im Wert mehrerer tausend Euro geschenkt zu bekommen, ohne jede Skepsis oder nochmaliges Lesen alles unterschrieben, was man ihnen vorlegte. Denn: &#8220;Es wirkte ja völlig seriös&#8221;. Und natürlich, weil das &#8220;Angebot nur jetzt sofort&#8221; gegolten habe. Man befragt einen Rechtsanwalt zu einem heimlich gefilmten Verkaufsgespräch und dieser stellt, fast gleich einer Enthüllung, fest, daß die &#8220;Außendienstmitarbeiter&#8221; wohl &#8220;professionell geschult&#8221; seien, &#8220;ihr Produkt an den Mann bzw. die Frau [zu] bringen&#8221;. Danach gibt der investigative Moderator zunächst einem weiteren &#8220;Opfer&#8221; Stichworte wie &#8220;werden Sie weiterkämpfen?&#8221; und empiehlt, &#8220;stark&#8221; zu bleiben, fragt anschließend eine &#8220;Expertin&#8221; nach den &#8220;Tücken&#8221; dieser &#8220;Masche&#8221; und wie sie denn gegen diese &#8220;Gaunerei, man muß es so nennen&#8221; vorgehen wolle. Ein eindeutig parteiisches, journalistisch fragwürdiges und bestenfalls &#8220;gut gemeintes&#8221; Stück öffentlich-rechtlichen Schaffens also, über das, ginge es hier etwa gegen Anti-Zensur-Aktivisten oder um die oben genannte Kerner-kocht-am-Kundus-Show, unverzüglich ein Sturm der virtuellen Empörung losbräche. Gar E-Petionen gäbe es, gegen schlechten Journalismus und so. Und doch wird, da es hier, so hat man gehört, um &#8220;die Bösen&#8221; geht, dieser Beitrag ernsthaft und anstelle eines rechtskräftigen und belastbaren Urteils <a href="http://www.wort-schuetzen.de/wp/?p=2234">als Beweis für die Schuld der besagten Firma gewertet</a> und das sogar in einem Artikel, der selbst mit der Empfehlung schließt, sich am besten auf Fakten zu stützen. </p>
<p>Natürlich: Das, was da vorgeworfen wird, ist, vornehm ausgedrückt, reichlich unschön. Vor allem, falls es tatsächlich stimmen sollte, daß zwar Geld abgebucht, dafür aber keine Leistung erbracht wurde. Aber: Festzustellen, DASS da Unrecht geschehen ist &#8211; und wie es ggf. zu sühnen sei -, ist, wie (zumindest nominal) bei allen Streitigkeiten in diesem unseren Land, aus wie ich finde zumindest in der idealtypischen Theorie überragend guten Gründen nun mal Sache eines Gerichts und eben nicht eines &#8220;gesunden&#8221;, gar &#8220;moralisch&#8221; geprägten &#8220;Volksempfindens&#8221;.</p>
<p>&#8220;Moral&#8221; ist ein weiteres gutes Stichwort. Da wird in manchen Kommentaren ernsthaft zunächst zum virtuellen Teern und Federn aufgerufen, um dieses im gleichen Atemzug mit der dem Gericht, das der Firma das Wegnehmen der betreffenden Domain legitimiert hat, und natürlich der Firma selbst vermeintlich abgehenden &#8220;Moral&#8221; zu begründen. Abgesehen davon, daß &#8220;Moral&#8221; für mich in die gleiche Kategorie fällt wie &#8220;Ehre&#8221; bzw. &#8220;Ehrverletzung&#8221;, &#8220;Rowdytum&#8221; oder &#8220;Keuschheit&#8221;: Vor derart massiver kognitiver Dissonanz muß man einfach nur ehrfürchtig den Hut ziehen.</p>
<p>Nein, mit Emotionen, zumal ungeordneten und unkanalisierten, kommt man in Fällen wie diesen nirgends hin. Außer vermutlich in eine Ecke, an deren Rand ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Kindergarten&#8221; nicht weiter auffiele. Um was geht es denn mal jenseits aller ja vielleicht sogar      nachvollziehbaren Erregung: Eine Firma geht offenbar zu Gewerbetreibenden, nennt zunächst vemeintlich überzogene Preise für eine Leistung, die sie dann jedoch nicht in Rechnung stellen würde, um dafür andere Leistungen eben doch zu berechnen. Schon das mit den Preisen ist derweil kompletter Unsinn, zumindest als Pauschalaussage. Denn an einer ordentlichen, individuell handwerklich gestalteten, bedingungslos bedienbaren und barrierefreien Internetpräsenz für ein nicht einmal großes Unternehmen inklusive Abnahmen, Anpassungen, Layout, Texterstellung, Grafikdesign, womöglich individueller Programmierung, Endbenutzer- und Akzeptanztests kann eine seriöse Agentur gar nicht für ein paar hundert Euro arbeiten, sofern sie ihre Angestellten, ihre Miete, ihre laufenden Rechnungen und ggf. eingesetzte Spezialsoftware ordentlich bezahlen will oder muß und sobald es über die sogenannte &#8220;Web-Visitenkarte&#8221; hinausgeht.<br />
Solche Größenordnungen mögen für den mittlerweile verbreiteten &#8220;mit dem Hobby ein paar Taler dazu&#8221;-Verdiener natürlich schier unglaublich, geschweige denn gegenüber seinen Kunden durchsetzbar klingen und zudem steht ja die Behauptung im Raum, daß die besagte Firma all dies überhaupt nicht leiste, sondern eben nur Baukastenseiten zusammenklicke. Angenommen das ist so: So funktioniert das in diesem System nun einmal &#8211; Preise entstehen durch Angebot und Annahme. Oder fragt irgendein Fanboy bei bei seinem Apfeltelefonhersteller ebenso kritisch nach, warum dieser für ein in China nach amerikanischen Vorgaben zusammengeklebtes &#8220;Designtelefon&#8221;, auf dem im Wesentlichen zusammengeklickte &#8220;Apps&#8221; (gegen Entgelt!) abgespielt werden, den vermutlich mehrhundertfachen Herstellungspreis nicht nur verlangt, sondern obendrein noch klaglos bekommt, sei es per Einmalzahlung oder verteilt über die monatliche Laufzeit?</p>
<p>&#8220;Laufzeit&#8221; ist das nächste Stichwort. Von Knebelverträgen ist da die Rede. &#8220;Knebel&#8221; wohl deshalb, weil die Laufzeiten &#8220;lang&#8221; sind. Es geht augenscheinlich um 48 Monate, also das zweifache eines Handyvertrags. Letzteren unterschreibt, bei aller Fragwürdigkeit, auch heute noch wie selbstverständlich etwa jeder vierte Deutsche als Privatkunde alle zwei Jahre für ebendiese Laufzeit (&#8221;klar, das ist doch normal&#8221;), und das nicht mal immer für ein vergünstigtes Telefon mit einem Obstymbol.<br />
Im gewerblichen Bereich gelten da ganz andere Maßstäbe. Nehmen wir einen Leasingwagen &#8211; da sind fünf Jahre keine Seltenheit. Oder eine Büroetage: Ich kenne genug Gewerbetreibende, die ihre der Konditionen wegen gleich für zehn Jahre im Voraus verbindlich abnehmen. Und das bei Mieten, die ein paar hundert Euro deutlich übersteigen. Wo genau liegt der Unterschied zwischen diesen Gewerbetreibenden und den mutmaßlich &#8220;übers Ohr gehauenen&#8221;? Bei allem Respekt muß man hier wohl ganz nüchtern sagen: In der Tatsache, daß erstere in &#8220;heute billig morgen teuer sofort unterschreiben&#8221;-Phrasen sofort ein unüberwindbares Kaufhindernis sehen würden. Und gleich im Anschluß vermutlich darin, daß, unterschrieben sie das Angebot dennoch, sie es Wort für Wort durchläsen und verstünden, ehe sie letztlich doch ihren Kringel setzten und eben das nicht täten, wenn sie auch nur den kleinsten Zweifel hätten oder man ihnen ohne Zeugen mündlich etwas von einem &#8220;Widerrufsrecht&#8221; erzählte, das, wie man als selbständiger Unternehmer einfach mal wissen sollte, im BGB für Haustürgeschäfte mit Privatkunden geregelt ist und obendrein selbst dort nicht für individuelle Werkverträge gilt und zu allem Überfluß, wie alle anderen mündlichen Absprachen, auf dem Schriftsatz ausdrücklich ausgeschlossen wird.</p>
<p>Man muß das alles nicht in Ordnung finden. Tue ich &#8211; wie schon geschrieben &#8211; selbst auch nicht, obwohl ich nicht ganz leugnen kann, daß die bei der altbewährten Formulierung &#8220;ich schenke Ihnen was ganz wertvolles und teures&#8221; scheinbar automatisch aussetzende Vernunft letztlich auch nichts anderes als eine Folge von Gier sein muß. Aber wie dem auch sei, man sollte hier mal den Klingonen bei Seite lassen und stattdessen den Vulkanier rauskramen. Mir drängt sich bei der ganzen Debatte jedenfalls die Befürchtung auf, daß, je lauter hier jemand schreit, umso weniger realistische Vorstellung er davon haben kann, was man sich hinter Begriffen wie &#8220;Dienstleistung&#8221; im allgemeinen und &#8220;Vertrieb&#8221; im ganz besonderen heutzutage in der Praxis vorstellen muß. Will ich damit etwas relativieren? Nein, siehe wiederum ganz oben. Im Gegenteil. Das Problem ist halt nur nicht $firma. $Firma ist eine beliebige Variable, die gesternmorgenübermorgen stets anders besetzt war und sein wird. </p>
<p>Das Problem ist &#8211; neben der politisch seit Jahrzehnten geförderten Erwerbsnot, die immer mehr Menschen zwingt, Beschäftigungen nachzugehen, die sie in einem seinen Namen verdienenden und die Menschenwürde respektierenden Sozialstaat vermutlich niemals annähmen &#8211; die grundlegende Mentalität, die heute überall dort, wo es um Geld geht vorherrscht. Sie ist an Sätzen wie &#8220;wenn wir&#8217;s nicht machen, macht&#8217;s ein anderer&#8221; erkennbar. Sie wird gerne zu den &#8220;freien Kräften des Marktes&#8221; verklärt, die sich &#8220;selbst ins Gleichgewicht&#8221; brächten. Oder, weniger beschönigend, als &#8220;Sozialdarwinismus&#8221;, als &#8220;survival of the fittest&#8221;, als &#8220;Recht des Stärkeren&#8221; oder, wohl am zutreffendsten als &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221; bezeichnet. Des Problems, das aus dieser Mentalität erwächst (oder auch umgekehrt) wird man nicht mit Teer und Federn oder gar mit Jauchekübeln Herr. Jedenfalls nicht, solange man diese über vergleichsweise kleine Lichter schüttet, die schon morgen durch neue ersetzbar sind. Und ersetzt sein werden.</p>
<p>Denkt mal darüber nach. Danke!</p>
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		<title>Die Scheibe ist nicht die Welt&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 20:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>
		<category><![CDATA[Tot]]></category>

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		<description><![CDATA[...und das ist auch gut so. Warum ich in meinem ganzen Leben nie wieder eine (zumal beschreibbare) CDVDHDBlueray in die Hand nehmen und nicht mal mit dem Arsch anschauen werde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und das ist auch gut so. Ein überfälliger und nötiger, wenn auch nicht verdienter Abschied.</p>
<p>Liebe CD-DVD-HD-BlueRay-Wasweißich,</p>
<p>ich habe mir vor einigen Tagen einen neuen Computer gekauft. Hin und wieder kommt man einfach nicht umhin. Und, denk nur: Wie schon mal, so Anfang des Jahrtausends, habe ich dieses Mal ein Bauteil weggelassen, das bis heute als unverzichtbarer Standard gilt &#8211; wie einst, wir erinnern uns dunkel, jene ratternden und im Extremfall 2,88 MByte fassenden Klapperkästen, auch &#8220;Floppy&#8221;- oder Diskettenlaufwerke genannt. Und so, wie eines Tages jeder merkte, daß man diese Dinger einfach nicht mehr braucht, ging es mir jüngst mit Dir und deinesgleichen. </p>
<p>Mit einem winzigen, aber bedeutenden und vor allem: Unbezahlbaren Unterschied. Lege ich heute eine jener antiquierten Magnetscheiben, die sich bisweilen hinter Schränken und in Umzugskisten finden, in das in einem aufbewahrten Test- und Experimentierrechner immer noch vorhandene zugehörige Laufwerk ein, so kann ich sämtliche darauf ehedem selbst hinterlegten Daten  bis heute problemlos abrufen. Und seien sie 15 Jahre alt und ebensolange auf diesem Medium konserviert. Von Vertretern deiner Zunft kann ich dies nicht behaupten. Und das nach teilweise nicht 15, nicht zehn, ja: bisweilen weniger als fünf Jahren, auf die ich sie Dir anvertraute. Nehmen wir beispielsweise jene unwiderbringlichen (wenngleich manchmal peinlichen), in älteren Epochen auf aus heutiger Sicht altmodische Magnetbänder gebannten Videos, die einem noch einmal jeden Pubertätspickel einzeln ins Gedächtnis rufen: Zwei Jahrzehnte nach deren Entstehen entschied man sich, mit der Zeit zu gehen, diese Machwerke zu digitalisieren und, &#8220;state of the art&#8221;!, auf eine &#8220;DVD-RW&#8221; zu &#8220;brennen&#8221;. </p>
<p>Heute, beim Versuch, diese Unikate abermals zu transferieren auf mittlerweile erneut zeitgemäßen, ja: dank RAID ausfallsicheren und vor allem spottbilligen Magnetspeicher, stellt man beklommen fest: Das war ein Fehler. Selbst solche Plastik-Silberfolien-Verbundscheiben, die man nach dem Schreibvorgang nie wieder angefaßt hat, versagen die Herausgabe der unwiderbringlich verlorenen Daten. Und machen einem spätestens im Vergleich mit vermeintlich antiquierten, robusten Medien wie VHS, Musikcassette, ja: Vinylschallplatte, schmerzlich klar: Von der Option, mehr wie weniger wertvolle Momente des Lebens auf immerdar zu bannen, sind/waren wir insbesondere im Fall der (insbesondere beschreibbaren) optischen Speichermedien weiter entfernt denn je. Die Vision vom erschwinglichen Massenspeicher: Ein Wunschtraum mit bösem Erwachen. Die Vorstellung, emotional bedeutendes zu archivieren und unsterblich zu machen: Für den Arsch. </p>
<p>Genau wie Du, liebe Silberscheibe. Wenn es in nun bald 25 Jahren IT- und Multimedialeben irgendetwas gibt, das ich nicht nur nie wieder anfassen, nicht nur nicht vermissen, sondern auf das ich an jenem Tag, da sein letztes Exemplar weltweit hergestellt wird, eine Flasche Schnaps exen werde, dann bist Du es.</p>
<p>Auf nimmer Wiedersehen, zum Teufel mit Dir, fick Dich, liebe CDVD!</p>
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		<title>Patrone</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 14:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein neuer oder besser: besserer, halt: nennen wir es würdigerer, nein, passender: passenderer Schutzpatron, also: Der ideale Schutzpatron für meinen Lästerblock hier (von dem ich mir ja gar nicht sicher bin, ob ich ihn überhaupt weiter als reinen Lästerblock fortführen will) &#8211; also: Der ideale Typ dafür wäre eindeutig und ungeachtet aller Verehrung für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neuer oder besser: besserer, halt: nennen wir es würdigerer, nein, passender: passenderer Schutzpatron, also: Der ideale Schutzpatron für meinen Lästerblock hier (von dem ich mir ja gar nicht sicher bin, ob ich ihn überhaupt weiter als reinen Lästerblock fortführen will) &#8211; also: Der ideale Typ dafür wäre eindeutig und ungeachtet aller Verehrung für die ehemalige Inkorporation der von mir so herzlich als ideale Lästerzielscheibe verehrten teutonischen Spießigkeit nicht Hotte Tappert. Es wäre natürlich und ohne Zweifel Jürgen Holtz. Besser gesagt: Die Rolle, die Jürgen Holtz nach bereits vorweislicher Berufsroutine quasi über Nacht im ganzen frisch vereinigten Reich bekannt machte: Friedhelm Motzki. Gemein hat er mit Hotte immerhin, daß sich seiner die nicht mehr ganz so Jüngeren unter uns noch erinnern dürften, wenngleich das Schwellenalter hier ein wenig niedriger liegt als bei Hotte und daß die von ihm selbst dargestellte Persiflage auf jene Rolle, die er zweitausenddrölf in &#8220;Good bye Lenin&#8221; darstellen durfte, sogar doch auch &#8220;der Jugend&#8221; in Erinnerung sein sollte.</p>
<p>Wie auch immer, es geht nicht. Ich kann ihn nicht zum Schutzpatron machen, jedenfalls nicht ohne weiteres. Denn ich finde kein gemeinfreies verwertbares Lichtbild von ihm, das ich an Hottes Statt nach ganz oben packen könnte. (Vielleicht frage ich ihn ja einfach um Erlaubnis. Mal sehen.)</p>
<p>Bis dahin müssen diese Zeilen und, für die Jugend, die damit nichts anfangen kann, der Hinweis auf die bei Youtube vollständig verfügbare Serie (aus der auch der folgende Ausschnitt stammt) genügen. Mein persönlicher Favorit aus der Serie ist eigentlich sechseinhalb Stunden lang (weil ich sie mir in Dauerschleife ansehen könnte ohne daß es fad würde), aber besonders liebreizend wird es zum Beispiel ab Sekunde 57. Also, wer mich kennt und/oder schon immer wissen wollte, wer einst die manische Boshaftigkeit meiner Zunge zum Leben erweckt hat, der sehe sich dies und die übrigen 38 Schnipsel an.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wvnXsLFAj60&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/wvnXsLFAj60&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Herr Westerwelle, gehen Sie!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 13:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Manchesterliberalisten]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe erst auf die Pointe gewartet. Um dann zu merken: Es gibt keine. Zu recht.</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/i1JiIeNZs-k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/i1JiIeNZs-k&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Billich willich. Nicht.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
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		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
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		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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Liebe Zentraleinkäufer welchen Handelskonzerns auch immer: Steckt Euch bitte Euren #@$§%§# Chinaschrott in den von den Euch umgebenden Speichelleckern säuberlichst geschleckten Hintern! Danke!
Zum besseren Verständnis hier nur die Liste der (in jedem Sinne!) letzten sinnlosen Geldausgaben im Großmarkt meines künftigen Mißtrauens (der mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muß das einfach mal schreiben, quasi aus sich potenzierend gegebenen Anlässen:</p>
<p><big>Liebe Zentraleinkäufer welchen Handelskonzerns auch immer: Steckt Euch bitte Euren #@$§%§# Chinaschrott in den von den Euch umgebenden Speichelleckern säuberlichst geschleckten Hintern! Danke!</big></p>
<p>Zum besseren Verständnis hier nur die Liste der (in jedem Sinne!) letzten sinnlosen Geldausgaben im Großmarkt meines künftigen Mißtrauens (der mit den fünf gelben Buchstaben auf blauem Grund, und das ist logischerweise nicht IKEA):</p>
<ul>
<li>Deckenfluter, 35 Euro: Binnen zwei Jahren vier mal getauscht, immer wieder kaputt.</li>
<li>Fahrradstandpumpe: 10 Euro. Einmal getauscht, beide Male Schrott.</li>
<li>Fahrradhandpumpe Mini: 4 Euro, dreimal gekauft, dreimal Schrott.</li>
<li>Zeitschaltuhr mechanisch, 2 Euro, dreimal gekauft, dreimal Schrott.</li>
<li>Zeitschaltuhr digital, 7 Euro, nach nur einem Mal Schrott aufgegeben aus Zeitmangel.</li>
<li>Rucksack, 15 Euro: Nach sechs Monaten komplett im Arsch, Aussage des Abteilungsleiters: &#8220;Sie können für den Preis doch nicht zwei Jahre Haltbarkeit erwarten!&#8221;</li>
<li>Fahrradhelm, 20 Euro, einmal getauscht, zweimal Schrott. Ich habe jetzt ein Markenprodukt für 35 Euro. Super.</li>
</ul>
<p>Eigentlich wäre die Moral von der Geschichte simpel: Hochwertige Markenware im Fachhandel kaufen und gut. Das Dumme ist nur: Bei Fahrradsachen mag das noch funktionieren, das habe ich auch bereits mit Erfolg überprüft. Bei Elektrokabeln wie jenem, das ich am Entfachen eines Küchenbrandes heute nur durch zufällige Anwesenheit und folgerichtiges Stromlosmachen am Sicherungskasten hindern konnte, stehen ordinäre Verbraucher wie ich vor einem Bezugsquellenproblem. Denn der vermeintliche Elektrofachhändler kauft sein Geraffel längst bei den gleichen dubiosen Asia-Großhändlern ein, wie es auch der Baumarkt mit dem Biber tut. An ordentlich hergestellte Ware käme ich also mit viel Glück noch, wenn ich selbst Elektriker wäre &#8211; oder mir für jedes Steckdosendistanzproblem einen ins Haus holte. </p>
<p>Merke: Dahin haben wir uns mit dem lächerlichen Glauben an &#8220;Geiz ist geil&#8221; selbst gebracht. Glückwunsch.</p>
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		<title>Kein Hirn</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/keinWasser.jpg" class="bild"><img src="/_ressourcen/uploads/keinWasser-300x225.jpg" alt="Bild: Ein Schild weist darauf hin, daß es ringsum kein Trinkwasser gibt." title="Gut, daß es mal jemand auf den Punkt bringt!" width="300" height="225" class="blackborder" /></a></p>
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