Immer öfter brüsten sich Unternehmen und Konzerne mit der Behauptung, besonders viel für die sogenannte “Work-Life-Balance” ihrer Arbeitssklaven zu tun. Teil und Krönung dieser selbstverständlich völlig frei erfundenen und vor allem wortgewaltigen Schönfärbereien ist die sogenannte Kinderfreundlichkeit.
Diese besteht, je nach Firma, in einem Betriebskindergarten, der selbstverständlich in den wenigsten Fällen für die Eltern kostenneutral daherkommt; wir sind schließlich nicht im Kommunismus. Noch öfter und lieber wird das Wort von der vermeintlichen Kinderliebe freilich ausgesprochen im Zusammenhang mit der Genehmigung, die lieben Kleinen mit ins Büro zu bringen.
Ich darf diese ganz spezielle Form elterlicher Zuneigung selbst immer häufiger in meinem ganz persönlichen Büroumfeld erleben und frage mich dabei vor allem: Was hätte ich selbst als Kind solch fürsorglich( angestellt)er Eltern wohl als erstes gemacht? Ganzen Artikel lesen
Ich liebe es. Sei es Twitter, wo man als Updateverweigerer seit gefühlten 200 Jahren darauf hingewiesen wird, daß man “eine nicht mehr unterstützte Version” verwende, die “in Kürze” abgeschafft wird. Seien es halbseidene möchtegern-Inkasso-Ritter, die einem (per Email!) auf Geheiß irgendwelcher ebenso halbseidenen Interndiensteanbieter erst letzte, dann allerletzte und irgendwann ultimative Mahnungen über 1,80 angebliche Schulden zzgl. 84,50 “Auslagen” schicken. Oder sei es die Firma Avira, der ich seit einem Jahr standhaft treu bleibe, wenn auch leider in der mindestens ebenso lang “nicht länger unterstützten” Version 9 ihres “Antivir”-Virenscanners. Denn natürlich funktioniert auch, nachdem gestern mal wieder “der letzte Tag” der Produktunterstützung war, das Online-Definitionsupdate wie eh und je.
Ich lerne daraus: Je mehr einer droht, Schluß zu machen, umso mehr kann man sich auf sein Bleiben verlassen. Oder, wie Omma schon wußte: Hunde die bellen, scheißen höchstens.
Aus gegebenem Anlasz sei auf folgende epische Werke nachdrücklich hingewiesen. Wen interessieren da schon Attribute wie “original” oder “gefälscht”.
PS. Der junge Mann (das Original) ist – auf Umwegen und für Leute, die sich mit dem Internetz auskennen – sogar telefonisch erreichbar. Er freut sich, da bin ich sicher, über aufmunternde (bzw., als Geldfreund und Kapitalist: “motivierende”) Worte. Ehrlich!
Nachtrag: Nachdem ich das hier:
gesehen habe, revidiere ich (ehrlich!) meine Meinung. Und nehme 1.) an, daß der “spanische Strichjunge” privat ein möglicherweise echt sympathischer Mensch sein könnte, der mir 2.) beinahe ein wenig leid tut, da zu befürchten ist, daß er unter massiver Eigen-/Fremdbilddiskrepanz leidet und dessen eines Tages mit Schrecken gewahr wird.
Kennen wir, ne? OK, die Variante hier habe ich mir gerade ausgedacht. Aber eine ziemlich ähnliche Einlassung hat, da wett’ ich drauf, jeder von uns mindestens schon einmal gehört und/oder von sich gegeben (letztere sollten meinen Feed nun abbestellen):
Du warst doch auch mal klein!
Mit diesem vermeintlich brillanten vermeintlichen Argument muß man nämlich unverzüglich rechnen, wenn man es wagt, Kinderlärm nicht mit Attributen wie “niedlich”, “süß”, “lebensfroh” oder “lebendig” zu versehen und dementsprechend toll zu finden, ja, nicht einmal in Demut einzuräumen, daß das schlicht alternativlos sei (spätere Rentenzahler, verstehen). Ganzen Artikel lesen
Diesen QR-Code habe ich gerade die Tage gebastelt – nun wird er zum gruseligen Omen und zugleich zu meinem Nachruf. In memoriam Molly Luft, eine der großen Heldinnen meiner Kindheit und Jugend. Sie möge in Frieden ruhen. Und auch “da drüben” immer schön geil bleiben.