“Autismus” und “Auto” haben theoretisch erst mal relativ wenig miteinander zu tun. Praktisch indes schon mehr, und in einigen Fällen muß man sonstige, über den identischen Wortstamm hinausgehende Vergleiche gar nicht selbst anstellen – das tun andere bereits.
Mit geradezu entwaffnender Ehrlichkeit betätigt sich Internetnenminister (hoppla, schon wieder eine gleich klingende Vorsilbe!) de Maizière nämlich als (Gast-)Qualitätsjournalist Ganzen Artikel lesen
Es ist das berechtigte Eingeständnis, daß beispielsweise ein Postzusteller nicht nur Anspruch auf einen Mindestlohn hat, sondern daß dieser deutlich höher liegen muß als 12.860 Euro. Im Monat.
Zwar, zum Glück, keine klebrigsüßen und pseudogesunden “Frühstückchen” auf dem Tisch, aber dafür jede Menge staatlich fahrgeprüfter Intelligenzökonomiker auf dem nur unwesentlich winterlichen Asphalt. Früher[tm] ist eben alles besser. Und sei es nur eine Stunde.
Im Hamburger Luxushotel macht das Zimmermädchen die Betten für drei oder vier Euro die Stunde. In Dresden bewacht der Familienvater für fünf Euro die Stunde jede Nacht die Lagerhalle. Überall in der Republik füllen Menschen Anträge auf Stütze aus, obwohl sie den ganzen Tag arbeiten gehen.
Endlich also haben wir es geschafft: Wir haben den Wettbewerb mit Kasachstan und Bangladesh erfolgreich aufgenommen – basta sei Dank – und die ehemaligen Billiglohngastarbeiter ringsherum gelehrt, was Zurückhaltung heißt. Bleibt zu hoffen, daß diese realitätsfernen Sozialromantiker in Karlsruhe morgen nicht wieder mit Banalitäten wie Grundrechten oder Menschenwürde angeschissen kommen und die schöne neue Wirtschaftswelt einfach einreißen.
Na und das Land, in dem Menschen nach Gutdünken weggesperrt und, ggf. lebenslang, ruhig- und auf Drogen eingestellt werden können, das ist selbstverständlich China (oder so). Hier bei uns gelten ja schließlich die Menschenrechte. Nicht wahr. Na und wenn dem nicht so wäre, dann hätten unsere Qualitätsmedien als funktionierendes Kontrollorgan (”vierte Gewalt”) ja längst über dies und anderes berichtet. Nicht wahr.
Da macht dieser fiese Winter den armen Kommunen und Straßenmeistereien doch wirklich einen Strich durch die eiskalt kalkulierte Vorratsplanung: In NRW wird das Salz knapp! Ausgerechnet! Wären die mal im Sommer nach Düsseldorf gekommen – dort gab es bekanntlich Meer Salz als genug…
Nachtrag: Endlich tut jemand was! Einen Reichsstreusalzminister fordern die Experten aus Manchester.
So lustig es zu lesen ist, so traurig wahr ist es zugleich: Mely Kiyak über “St.” Florian Gerster (auch bekannt als “der Mann mit den drei Dienstwagen”). Schon schön:
So wie kleine Mädchen verträumt am Schwanz ihrer Diddlmaus zwirbeln, zwirbeln Sie an den Rändern unserer Arbeitsmarktpolitik an den Zotteln der Schwächsten.
Aber nicht zu überbieten:
In Japan nehmen sich Menschen das Leben, wenn Sie öffentlich zurechtgewiesen wurden. In Deutschland treten Sie bei Anne Will auf.
Für mich neben der treffenden Beschreibung des faulen Gerstenkorns auch weiteres Wasser auf meine Anne will Mühlen.
Der erzkonservative Finck Jr. hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit großen Geldbeträgen bei rechtslastigen Organisationen und Parteien eingekauft.
Mit den Gewerkschaften und den Sozialisten sollte der braune Kettenhund (Hitler) schon fertig werden. [...] 1933 unterstützte Finck, zusammen mit anderen Wirtschaftsmagnaten, die NSDAP mit einem Wahlfonds in Höhe von 3 Millionen Reichsmark.
Und da mache ich mir Gedanken, ob man dieses Manchesterpack zu grob behandelt, wenn man es als Neofaschisten tituliert.
…sind sie – wen wundert’s Angesichts einer auf Maß geschneiderten Gesundheitspolitik (”Politik” im Sinne von “wir machen das”, “Gesundheit” im Sinne von “Ihre und unsere Kassen kurieren”) des naseweisen (”smarten“) Mövenpick-Emporkömmlings aus Niedersachsen:
Man sieht: Es wird schwierig mit dem neuen FDP-Logo. Hier ist nämlich schon Vorschlag zwo – und man mag sich kaum entscheiden wollen!
Ach ja:
[Zu dem] “Netzwerk mit Nutzwert” [gehören ...] andere Partner wie die Mobilfunkfirma Vodafone, der Autovermieter Sixt oder einzelne Reiseanbieter
Oder auch im Pharmabereich. So wissen wir schon mal, in welchen Wirtschaftsbereichen uns künftig weitere “Beschleunigungsgesetze” erwarten. Und dürfen uns auf weitere Parteilogos gefaßt machen.
… Haiti und den Überlebenden fehlt es an Wasser und Nahrung…
Um diesen Kernsatz herum baute die Redaktion der ehemaligen Frau vor der aktuellen Kamera (Anne Will gerne Qualitätsjournalismus simulieren) noch ein paar beliebig austauschbare Vokabeln herum Ganzen Artikel lesen
…auf Haarmann? Naja, wenn’s sein muß. Aus historischen Gründen. Aber doch nicht auf die mindestens 805 (vermutlich: großteils überflüssigen) Elemente, aus denen sich die Informationen über Frl. Deutschland 1973 zusammensetzen…
Update: Inzwischen sind wir bei >3000 Elementen angekommen – ohne eine sichtbare inhaltliche Veränderung…