Wie soll man es sonst nennen: Geradeauslaufinkompetenz? Alltagsinkompatibilität? Raus-aus-den-Schulden-Fan?
12. Februar 2010
Nur, weil es mir gerade erst wieder bei einem Gang durch Altstadtgassen an jeder Ecke entgegensprang: Neusprech ist, wenn man sich jede noch so weltfremde Scheiße einfach mal so schönredet, wie es einem gerade in den Kram paßt:
Zum Beispiel die Intoleranz gegenüber dem eigenen Personal, das Dank vor Selbstfixierung geschichtsfälschenden neopopulistischen Verfassungsfeinden heute froh sein muß, überhaupt irgendwo kellnern zu dürfen, ganz unverfroren zur edlen Tugend der Akzeptanz umzudefinieren.
Oder das gegenseitige Vollstinken von Klamotten und Atemwegen ernsthaft als Ausdruck von Kultur zu bezeichnen.
Gepriesen sei der Herr, der mich früh das Kochen lernen ließ – und meine eigene, rauchfreie Hausbar, wo es nebenbei auch das bessere Bier gibt. Und dann noch das gesparte Geld! Hustet Euch doch selbst gegenseitig was.
16. Januar 2010
So befand es unser Kanzler schwitzt beim Kacken bereits vor über 15 Jahren. Auch ansonsten höchst lesenswert. Beispiele:
“Waren Sie … einmal jung?” – “Bei mir ist das anders.”
“Ich kenne den Unterschied zwischen Haschisch und Heroin.”
“Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.” (Weil es Pizzabäcker gibt.)
“Wie heißt die Hauptstadt von Australien?” – “Sydney, glaube ich.”
12. Januar 2010
…Päckchen Heftpflaster, extra breit bitte. Oder eine schalldichte Alditüte. Wozu? Zum über den Heißluftaustritt oberhalb der Halskante kleben bzw. zum über den Vakuumbehälter drumrum stülpen. Wem? Den ganzen Eimern, die voraussichtlich noch Mitte August ganz sichergehen wollen, jedem, dessen letzter Begegnung sie sich nicht mehr exakt erinnern, auch ja noch nachträglich zum 1. Januar gratuliert zu haben. Mal sehen, wem ich dieses Jahr den Mustopf-Award verleihen kann. Ich werde berichten. In ca. 353 Tagen.
2. Januar 2010
…oder auch nicht. Kennen wir, war dieser blonde Schmalztopf aus Oldenburg. Oder sein Föhnwellenschwippzwilling. Schizophrene Störungen hatte der, was er in dem genannten Kirmes-Schlüpferstürmer-Schlager ja auch rundheraus einräumt. “Kein Wunder, bei der Fresse”, mag man denken. “Kein Wunder, bei der aufgeblähten Größe”, das mag man in dem nachfolgend geschilderten, zwar völlig anderen, aber dennoch ganz ähnlich gelagerten Fall unterstellen. “Verdammt ich will Dich nicht”… und dann aber wieder auch doch – das war und ist das konsequente Motto einer Bank, die es eigentlich nicht mehr gibt. Ganzen Artikel lesen
25. Dezember 2009
Alle Jahre wieder freue ich mich auf das Weinnachtsfest. Nicht in erster Linie ob des Weins (ich bevorzuge bekanntlich Bier), auch nicht wegen der befreienden Wirkung des Weinens – obwohl, das Folgende ist im Grunde eher zum Weinen, zumal man[tm] über seine limitiert lebenskompatiblen Artgenossen ja auch nicht lachen soll. Ganzen Artikel lesen
15. Oktober 2009
Man bekommt ja dann und wann mal Spam. Auch wenn man sich noch so gut dagegen schützt. Aber bisweilen ist man dennoch sprachlos, was Alkohol und zu viel Hitze aus eventuell vorhandenen gewesenen menschlichen Hirnen machen können.
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14. Oktober 2009
Neulichvorhin in der Apotheke:
- Guten Tag, welche Packungsgrößen gibt es von (XXX)?
- 10 und 20.
- Dann bitte die Zwanziger.
- Ok.
- Was kostet das? Ganzen Artikel lesen
17. August 2009

Jetzt bei der Fa. Brenninkmeyer – die Anzeige erschien übrigens als “relevant”, während ich nach Fernsehern suchte. Bei Brenninkmeyer selbst habe ich mich indes zu doof angestellt und das beworbene Objekt nicht gefunden. Dabei wollte ich jetzt endlich mal an die Kinder denken. Na, denn ehm nich.
6. August 2009
…Berlin. Überhaupt, wer von stellt nicht bisweilen gerne einen, durchaus auch mal explosiven, Koffer an den unmöglichsten Orten ab? So ähnlich hat es auch der niedersächsische OberstaatsaufseherVerfassungsschützer gemacht Ganzen Artikel lesen
5. August 2009
*denk*
*denk*
Ok. Wenn ich an “die Kinder” denke, denke ich vor allem an… Ganzen Artikel lesen
3. August 2009

Schönen guten Tag an die Runde…
Das ist eine der Standardformulierungen des (mittlerweile zum Glück und abgesehen von Unterschichten-Abzocke-TV wie “Neuneinhalb-Live” weitgehend ausgestorbenen) Typs Fernsehsendung, wo Menschen mit zu viel Zeit für normalerweise kein GeldEntgelt anrufen, nach gründlicher Vorprüfung eventuell auserwählt werden und dann ihren alles in allem vollständig überflüssigen Senf zur lauwarmen Themenwurst geben sollendürfen. Ganzen Artikel lesen
31. Juli 2009
…stimmt, der ist aus Opas Mottenkiste. Aber mit irgendwas muß man ja das ewig letzte Herrengedeck begründen. Ein wirklich zeitgemäßer Trinkspruch ist in einer Lage wie dieser oder auch angesichts des allgegenwärtigen Bösen daher:
Wir werden alle sterben!
Das wird Dich jetzt total schockieren; Wissenschaftler haben es unabhängig voneinander mehrfach nachgewiesen: Das Risiko, zu sterben, liegt bei unglaublichen 100 (einhundert) Prozent. Da müht man sich ab, schützt Bürger vor Terror, opfert sich sich für das Wohl von Mutter und Kind oder auch gleich ganze Völker – und das soll alles umsonstvergebens sein?
Daß unsere gottgleicheunglaublich beliebte Kanzlerin, ihr cooler Baron oder ihre ReichsmutterkreuzträgerinMutter der Nation da nicht mal endlich was gegen unternehmen! Wozu ist denn bitte “Biotech” die Branche der Zukunft?
24. März 2009
Zzzugegegenzz: Kannte ichzz bizzher auch nichtzzzZ. MuzzZ aber ganzzzZz wazzZz tolleZZZ seinz! Zumindezz im neuezzten künzztlichen Darmauzzzgang dezzZ sogenannten Jugendzzzlangzz. Angefangen hatzz mit Shoezz, Boyzz, Bikez, Kizzez – inzzwischenzz ist ezz ganzzz einfachz: Du hängzz an jedezzZ Wortz, obzzz pazzt oder nichtz eine Variazzion von zZZz, schon bizze coolzZ und rulezz ze Worldz. Ganzen Artikel lesen
29. September 2008
Ist es doch auch ohne diese Subventionierung jener Sparschweine, die auf dem Land billig bauen und dafür anderen in Wohngebieten die Straßen verpesten, in Letzteren noch immer katastrophal voll von Autos, in denen Erstere – stets allein, versteht sich – sitzen und mit allem möglichen, nur nicht mit der Teilnahme am flüssigen Verkehr beschäftigt sind. Ganzen Artikel lesen
28. September 2008
Das wird ja immer doller. Nun muß wohl auch das bislang beliebte und eindeutig christlichen Werten verpflichtete Berliner Identifikationssubjekt, nebenberuflich Eisbär und Devisenbeschaffer für den marodierenden städtischen Zoologischen Garten, unter geheime staatspolizeiliche Beobachtung. Ganzen Artikel lesen
18. September 2008
So spricht der Berliner, jedenfalls, wenn es um sein Bier geht. Denn die Fa. Getränke Lehmann zählt seit Jahrzehnten zu den konstanten Größen des mit Erfrischungen flüssiger Art handelnden Berliner Mittelstandes. A propos Mittelstand: Der ist ja bekanntlich und, vor allem den rituellen Beschwörungen von Wahlkämpfern aller Couleur zufolge, abwechseln Rückgrat, Seele und bisweilen heiliger Geist der hiesigen Marktordnung. Ihn zu hegen und zu düngen, das ist übrigens die Aufgabe, oder (um dem eingänglichen Duktus die Treue zu halten) das Bier der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Ganzen Artikel lesen
5. August 2008
Dem Michel geht’s nicht gut, er spürt ne große Wut… ja, wer kennt sie nicht: Leute, die alles als erste haben müssen. Das an sich ist noch nicht weiter tragisch, steigert es doch (bestimmt!) das Bruttosozialprodukt. Schlimm wird es bei jenen Exemplaren, deren Verstand aussetzt, wenn der Ebayticker sich der “3-2-1″-Marke nähert und denen erst am Tag danach ein Kater namens Realität das hättest Du im Laden billiger bekommen! ins Ohr miaut. Die Krallen dieser Realität im Nacken und das eigene Spiegelbild fürchtend geht dann das Gezeter los: Betrug! Kostenfalle Internet! und der Verkäufer erhält eine negative Bewertung. Tatbestand: Abzocke!
Und so kam es auch dieser Tage wieder, wie es kommen mußte. Da waren einigen restlos merkbefreiten, selbsternannten Diplom-Schnäppchenjägern für Sekundenbruchteile Eisenbahnfahrkarten, die sie im Normalfall für 60 Euro bekommen hätten, plötzlich 200 Euro und mehr wert, ganz, als stünde ein Concorde-Flug einschließlich “All in” am Bananenbuffet zum Verkauf.
Wie gemein von der Bundesbahn, kurz darauf die gleichen Fahrkarten nicht mehr zu versteigern, sondern zum tatsächlichen Preis auf dem gleichen Vertriebsweg anzubieten. Das geht nun wirklich nicht, finden sogar die Verbraucherzentralen, denen für ein wenig Presse scheinbar auch kein Ruf mehr zu schade ist. Man darf auf die erste Klage gespannt sein und noch mehr auf das Urteil, wenn die Bundesbahn im Namen des gesunden Volksempfindens für schuldig befunden wird, daß Michel Motzkötter zu viel Geld für einen Fahrschein geboten hat. Immerhin haben wir auf die anfängliche Frage nun eine leider untrügliche Antwort:
Ja, er lebt noch!
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