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Dummheit

Wie soll man es sonst nennen: Geradeauslaufinkompetenz? Alltagsinkompatibilität? Raus-aus-den-Schulden-Fan?

Dies ist Seite 2. (Neuere Artikel)


19. Dezember 2010

Wenn reisen bildet…

dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.

Willkürliche Sortimentsauswahl: "Gute-Laune-Kalender", "Alles wird gut", "Dicke Möpse", "Starke Freunde", "Optimistisch denken", "Ein Jahr voll Harmonie", "Treue Gefährten", "Putzige Hamster", "Lexikon der Internetfallen".

Den Tages-”Zeitungs”-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.


18. November 2010

Picture postcards from Munich, Germany

Ansichtskarte mit verpixeltem Münchner Hofbräuhaus. Aufschrift: In München steht ein *******haus, oans, zwoa, g'pix'lt!

Originalbild: Andrew Bossi, Lizenz: CC-BY-SA


17. August 2010

Die Scheibe ist nicht die Welt…

…und das ist auch gut so. Warum ich in meinem ganzen Leben nie wieder eine (zumal beschreibbare) CDVDHDBlueray in die Hand nehmen und nicht mal mit dem Arsch anschauen werde.

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9. August 2010

Griff ans Klo

Wenn ich sowas

Ein Warnhinweis, der besagt, daß, wenn man auch nur irgendwas mit dem gekauften Artikel anstellt, es keine Garantier mehr gebe.

sehe, möchte ich sowas

Die neu gekaufte Scheißhausbrille, auf der dieser Hinweis in grellem Rot prangte

am liebsten zurückgeben.

Weil es mich extrem ankotzt, als zahlender Kunde per se erst mal wie ein notorischer Betrüger oder, hier passender, Bescheißer eingestuft zu werden.


6. Juli 2010

Rauchen. Macht. Dumm.

Rauchen ist, folgt man jenen, die davon nicht lassen können, wahlweise Ausdruck von Lebensfreude, Genuß, Kultur oder gar „Freiheit“. Nüchtern betrachtet ist es, wie trinken, fixen, kiffen und dergleichen primär eine Sucht. Das erkennt man an kognitiven Dissonanzen wie „ich kann es jederzeit lassen, will aber nicht“ oder „es geht nichts über eine schöne Frühstückszigarette gegen den Husten“. Nicht, daß ich mißverstanden werde: Das ist keine Wertung, kein Urteil. Es ist eine Beschreibung, die ich als erst im zweiten Versuch unabhängig gewordener, ehedem starker und langjähriger Raucher auch aus eigenem Erleben abgebe. In solchen psychischen Gemengelagen ist rationales Argumentieren üblicherweise schwer. Wenn es dann noch an eigene Territorien und Gewohnheiten geht, wird darauf mit größtmöglichem Widerstand oder -willen reagiert. Das ist genau so menschlich, wie die Verquickung von Tatsachen und Einschätzungen mit selektiver Wahrnehmung und Wunschdenken. Ganzen Artikel lesen


13. Mai 2010

Komperativ

Wenn “twit” das Englische Wort für “Trottel” ist, was ist dann Twitter?


4. Mai 2010

Ausgezwitschert

Entgegen anderen Sozial-Dingens-Angeboten fand ich “Twitter” wirklich unterhaltsam. Sozusagen der Burger unter den Netz-zwei-null-Geschichten: Schnell bestellt, schnell serviert, schnell ge- und wieder vergessen (und manchmal im Nachhinein Reue und/oder Bauchschmerzen ob leichtfertig hinzugegebenen Senfes).

Schon länger gewundert hat mich das etwas eigentümliche Verhalten des Dienstes gegenüber Nutzern (wie mir), die SSL nicht nur als tolle Sache betrachten, sondern auch nutzen, wann immer es geht (Gründe genug gibt es dafür ja, seien es nun cyberkriminelle Zeitgenossen in Fernost oder solche in Bundesbehörden): Für die Anmeldung wird man nicht nur nicht, wie bei ordentlichen Anbietern gemeinhin üblich, auf eine mittels https-Protokoll gesicherte Seite umgeleitet. Im Gegenteil: Ruft man zur Anmeldung explizit die Anmeldeseite über https auf, wird man, sofern man die dann folgende Warnung über ein “falsches” (in Wirklichkeit nur dilettantisch konfiguriertes) Serverzertifikat zur Kenntnis nimmt und fortfährt, unmittelbar nach der Paßworteingabe sogar dediziert auf eine unverschlüsselte Verbindung zurückgeleitet.

Letzteres wäre im Grunde hinnehmbar (und verständlich, erzeugt doch eine verschlüsselte Verbindung dem Hoster nun mal deutlich mehr Datenlast als eine transparente), begleitete nicht – und das ist der für mich neue und zugleich erschreckende Aspekt – sofort und permanent ein sessionunabhängiges Cookie, mit dem jeder, der seiner habhaft wird, sich so lange in meinem Namen beim Dienst anmelden könnte, bis ich mein Paßwort einst ändere (sofern ich das dann noch kann), jeden weiteren Aufruf. (Details dazu gibt es hier.)

Welche Schlüsse mag (kann, muß) man daraus ziehen?

  1. Ich behaupte mal, man muß auch im vernetzten Zeitalter, will man mit einer Idee gnadenlos und auf Teufel komm raus reich und berühmt werden,

    • entweder rotzfrech sein und stabile Ellenbogen haben,
    • in der Lage sein, alle Bedenken (”aber was wäre, wenn ein böswilliger Benutzer…”) und ihre Träger zu ignorieren (”Hauptsache die Software läuft endlich”),
    • gleich einem Rennpferd scheuklappengeschützt einen Blick ausschließlich für das simple Ziel (oft genug: “Erster sein!”) haben,
    • sich nicht zu sehr mit dem Verhalten eingesetzter fertiger Softwarebibliotheken auseinandersetzen.
  2. SSL ist wichtig, Mißtrauen gegenüber vermeintlich professionellen Anbietern ist noch viel wichtiger.
  3. Vorsicht mit dem, was ich an persönlichen Daten wo auch immer paßwortgeschützt speichere, ist noch viel schwieriger zu realisieren, als ich ohnehin schon immer dachte.

Wie dem auch sei, man soll ja alles negativ und pessimistisch sehen: Ich werde dem zum Dank tun, was ich schon die letzten Tage getan habe – mich mit Freude wieder mehr und öfter hier auslassen.

(Via)

Nachtrag: Ohne, daß ich da irgendwo irgendwas zu gelesen hätte, fiel mir die Tage eher versehentlich auf, daß nicht nur das mit dem unverschlüsselten Redirect wie durch Geisterhand plötzlich verschwunden ist – gesichert angemeldet, gesichert verbunden – sondern plötzlich auch das Zertifikat zu stimmen scheint. Wäre auch seltsam gewesen, wenn ausgerechnet ein Medium, über das immer noch regelmäßig Firmen in ihrer Unfähigkeit stolpern ohne daraus zu lernen, plötzlich dasselbe getan hätte. Recht so.


4. April 2010

Wenn Leitern Waren wären

…dann käme man in manchem Heimwerkermarkt mit Sicherheit hoch (aber nicht) hinaus.

Bei Obi hat Sicherheit hohen Stellenwert: An einem Notausgang steht der Hinweis, daß derselbe Leben retten könne und man daher bitte keine Waren davor stellen möge. Leitern können in diesem Sinne keine Waren sein, sonst stünden sie nicht dort.


23. März 2010

“Erschieß dich doch einfach!”

Aus der Rubrik “Forenantworten, für die der Antwortende zeitlebens sofort eine Internetsperre nach der One-Strike-Emergency-Regel erhalten muß” und die eigentlich zur Kategorie “kein Wunder, daß dein Computer nicht geht, wechsel doch zu Linux” gehören:

F: Weiß jemand, wie man bei der Packstation die Annahme eines Pakets verweigern kann?
A: Kündige doch einfach das Packstation Gedönse und lass es anliefern.

Solcher entsinnte Verbaldurchfall von Leuten, die zu jedem Tannenzapfen im Wald noch schnell eine Wurst legen, damit auch von ihnen was dabei ist, wird eigentlich nur noch getoppt von “Mein Dach ist undicht, was tun?” – “Reiß doch einfach dein Haus ab!”

Drum antworte ich auf die in solchen BeiAbträgen stets latent gestellte Frage “Obwohl ich sogar in Foren mit möglichst zusammenhangfreien dämlichen Ratschlägen rumtrolle, habe ich keine Freunde, was tun?” mal präventiv und kostenfrei: Erschieß dich doch, spätestens dann hast du welche. Mindestens einen. Mich.