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	<title>DavidBLN.de &#187; Faschismus</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Unfreiwillige selbstreferentielle Mitläufer</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 16:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich schreibe nicht zum ersten Mal, daß ich früher lange Zeit einen regelmäßig wiederkehrenden Traum hatte. In diesem gab es eine (hier, weil zu weit führend, nicht näher ausgeführte, jedoch höchst unkonventionelle) Möglichkeit des Zeitreisens. Ich ries natürlich stets in die unmittelbar vorbraune Ära des Reiches zurück, um live, in Farbe, 3D und hautnahem Erleben nachvollziehen zu können, wie das alles passierte, passieren konnte.</p>
<p>Ist es nun Zufall, daß sich in den letzten, sagen wir gut zehn, Jahren die Häufigkeit der Wiederholung dieses Traums drastisch reduziert hat, und in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr geschah? <span id="more-1610"></span>Liegt es einfach daran, daß ich mich immer intensiver mit politisch-geschichtlichen Inhalten auseinandersetze und viele Schilderungen wie Meinungen aufsauge? Oder liegt es daran, daß wir längst wieder mittendrin sind in einer vergleichbaren Entwicklung? </p>
<p>Daß es mir, entschuldigung, scheißegal ist, ob &#8220;man&#8221; &#8220;das&#8221; nicht tut, solche Parallelen zu ziehen, das immer eifriger zum Unaussprechlichen tabuisierte einfach mal als Schablone über heutiges Geschehen zu legen, weiß, wer bisweilen meine Absonderungen hört oder liest. Also tue ich es. Und sehe einen immer unverblümter immer gieriger werdenden Haufen &#8220;Leistungsträger&#8221;. Ich sehe an deren Holzkreuzen und Fäden hängende, immer ungenierter und freimütig als Marionetten agierende Volksver<del>t</del>räter, die völlig scham- (&#8221;alternativ-&#8221;)los in zweifelhafte bis verfassungsfeindliche Gesetze gießen, was ihnen ihre Strippenzieher von außerhalb der Puppenkiste ins Drehbuch schreiben. Ich sehe riesige Spekulationsblasen, die in Folge und zugleich als einziger Selbstzweck des sie hervorbringenden Kasperletheaters binnen kürzester Zeit Vermögen in unerträglicher Weise von der breiten auf die schmale Seite schaufeln und nach ihrem kalkulierten Platzen &#8211; von hilflos prozyklisch agierenden Neobrüningen zusätzlich angefeuert &#8211; verbrannte Erde und <del>Suppenküchen</del><ins>&#8220;Tafeln&#8221;</ins> hinterlassen.</p>
<p>Ich sehe ein immer größer werdendes Heer systematisch zu Almosenempfängern Degradierter, die auf das von allzu selbstlosen Leistungsträgern großzügig gewährte Resteessen längst zum Erhalt ihrer bloßen Existenz angewiesen sind. Vor allem aber, und daher der Titel dieses Gedankenabbilds, sehe ich die ihnen unzweifelhaft mit Vorsatz zugedachte Position: Auf den ersten Blick ist es die des Fußabtreters. Schaut man genauer hin, ist es aber eine noch perfidere. Sie sind das beste Druckmittel, das man ausgerechnet gegen jene, die meinen, die vermeintliche Fußmatte habe man ihnen zur Reinigung ihrer durch die noch vorhandene Erwerbsarbeit ehrenvoll besudelten Sohlen vor die Tür gelegt. </p>
<p>Sich nicht eingestehend, daß sie selbst nur Angst davor hat, es könne ihr schon bald das gleiche Schicksal drohen, akzeptiert jene unverdrossen und im Walde sich selbst das Liedchen der &#8220;Mittelschicht&#8221; pfeifende Schrumpfmasse &#8220;enger zu schnallende Gürtel&#8221; wie Lohnkürzungen, unbezahlte Mehrarbeit und weggefallene &#8220;Privilegien&#8221;, freut sich über die &#8220;dringende und alternativlose&#8221; Beschneidung des &#8220;wuchernden&#8221; und das &#8220;Netto&#8221; beraubenden Sozialstaates und lädt den verdrängten Frust darüber und die angestaute Wut auf die eigentlich Schuldigen (denen man jedoch nicht beizukommen weiß, da &#8220;die eh machen, was sie wollen&#8221;) bei den Sündenböcken ab.</p>
<p>Sündenböcke. Das ist das Geheimnis. Die große Kunst. Und ich muß gestehen, das haben sie mir in der Schule sogar ansatzweise beizubringen versucht, was das war, dieses Sündenbockprinzip. Daß es indes der Schlüssel zum Verständnis der ganzen Geschichte ist, konnte ich mir damals einfach nicht vorstellen. Daß man &#8211; geschickt und über Dritte &#8211; die Emotionen eines Teils der Massen, den man noch als vollstreckende Masse benötigt, gegen einen anderen, sich längst als nutzlos erwiesen habenden Teil lenkt, während man selbst am warmen Ofen sitzt und sich des unbehelligten Lebens freut. Der ganze Rest, ob er nun Hugenberg oder Mohn heißt, Rosenberg oder Sarradingsbums, Brüning oder Merkel: Szenerie, austauschbar. Entscheidend ist die Masse, die das Spiel mitspielt. Die, um die eigene Schwäche wissend, sich noch Schwächere sucht, um wenigstens gefühlte Stärke für sich zu reklamieren. Die in ihrem zum Fußabtreter gewordenen Nachbarn ihr eigenes Schicksal drohend erkennt und ihn gerade deshalb stellvertreterhalber für sich selbst verachtet und tritt. Die aus der Angst, alles mitmachen zu müssen, alles mitmacht. Mitläuft.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.n-tv.de/politik/dossier/Angst-macht-asozial-article923856.html">Angst macht asozial.</a></p>
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		<title>Lebenslänglich</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 13:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit ich gestern diesen wirren Gedanken anderen, darüber verwunderten in ihre Twitter-Zeitleiste gestopft habe, beschäftigt er mich. Es ist mit Sicherheit nicht mal eine besonders geistreiche oder neue Feststellung, aber mich erschreckt sie aus verschiedenen Gründen doch: Die Erkenntnis, daß es offenbar ziemlich genau der Zeitspanne bedarf, die ein Mensch in etwa lebt, ehe die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich gestern diesen wirren Gedanken anderen, darüber verwunderten in ihre Twitter-Zeitleiste gestopft habe, beschäftigt er mich. Es ist mit Sicherheit nicht mal eine besonders geistreiche oder neue Feststellung, aber mich erschreckt sie aus verschiedenen Gründen doch: Die Erkenntnis, daß es offenbar ziemlich genau der Zeitspanne bedarf, die ein Mensch in etwa lebt, ehe die Lehren selbst aus den schlimmsten Katastrophen zwar nicht vergessen, aber in beispielhafter kognitiver Dissonanz verdrängt, relativiert oder schöngeredet werden, um der antiproportional zum schmerzlichen Andenken an geschehenes Unheil wachsenden Gier nach irgendetwas &#8220;endlich&#8221; und, ungestört von lästigen Bedenkenträgern, Rechnung tragen zu können.<span id="more-1577"></span></p>
<p>Es muß ja so sein. Denn egal, wie gut les-, sicht- und hörbare Dokumente vergangenen Geschehens rein technisch noch werden mögen: Das Gefühl des Selbsterlebten, den autorisierten Vergleich zweier Entwicklungen, die am bzw. vom selben Subjekt erlebt werden, kann die beste Aufzeichnung, der steilste mahnende Zeigefinger der Vergangenheit nicht ersetzen. Wie auch? Woher soll ein heute gerade so erwachsener Mensch beispielsweise wissen, wie es sich anfühlt, in einem einem werdenden Präventiv- oder Polizeistaat zu leben? Wie könnte ein gerade das erste &#8220;richtige&#8221;, &#8220;große&#8221; Geld witternder Jungbankster ahnen, daß das, was er seinen aktuell vermeintlich erfolgreichen Vorbildern begeistert nachtut (schon, &#8220;weil es sonst jemand anders&#8221; täte), haargenau das gleiche Spiel ist, mit dem 80 Jahre vor ihm andere in der gleichen Euphorie Kontinente zuerst in den Bankrott und anschließend zumindest indirekt in einen Weltkrieg trieben? An welchem Maßstab sollte ein gerade eben noch der sogenannten Mittelschicht, dem mit noch halbwegs gut dotierter Berufstätigkeit versehenen Bürgertum angehörender Mittvierziger bemessen, ob die zunehmende Abschaffung des mühsam und aufgrund grausamer Erfahrungen mit viel echtem und ideellem Herzblut erstrittenen Rechtes auf angemessenes Entgelt und menschenwürdige Arbeitsbedingungen &#8220;alternativlos&#8221; und &#8220;der wirtschaftlichen Lage&#8221; geschuldet oder nur Teil des jahrhundertealten, immer gleichen Spiels der Eliten ist, mit dem der nötige Druck auf seinesgleichen und die darunter aufrechterhalten werden soll?</p>
<p>Der hiesige Durchschnittsmensch wird, ohne jetzt nachzuschlagen, im Schnitt 80 Jahre alt. Zieht man diese 80 Jahre nun beispielsweise von jenem Jahr ab, in dem die Finanzwirtschaft ihren ersten, wenn auch offenkundig längst noch nicht ausreichend vernichtenden Schlag erlitt, ab, so landet man ziemlich genau in jener Zeit, die auch und besonders in Deutschland den Acker für prekäre Arbeitsverhältnisse, Hungerlöhne und öffentliche Suppenküchen bestellte. Addiert man zu den Blütezeiten des letzten groß inszenierten Sündenbocktheaters &#8211; in dem es die Anhänger des jüdischen Glaubens waren, die alsbald weniger an diesen, sondern generell dran glauben mußten &#8211; jene Zeitspanne hinzu, landet man wie zufällig in einer Zeit, da Anhänger eines anderen Glaubens plötzlich immer unverhohlener der Verantwortung für die allgemeinen Zustände geziehen werden. Auf die Idee, daß man hier gerade eine Neuauflage dessen abliefert, auf was man nach wie vor und voller ernst gemeinter Innbrunst den schuldweisenden Zeigefinger richtet, kommt dabei niemand. Die Filme sind schwarzweiß und wenn in Farbe, dann dennoch &#8220;etwas ganz anderes&#8221;. Und jemand, der einem an dieser Stelle den Kopf zurechtrückt und der das &#8211; ob seines Alters und der eigenen Erfahrung auch dürfe &#8211; gibt es ja nicht mehr.</p>
<p>Und so erntet, wer heute vor den Gefahren einer zentralisierten Geheimpolizei, zentralen Personendatenbanken, elektronischen &#8220;Gesundheitskarten&#8221; oder Entgeltnachweisen, Fluggast- und &#8220;Vorrats&#8221;datenspeicherung warnt und auf Parallelen zu vergangenen Unrechtsregimen im eigenen Land hinweist, regelmäßig den Vorwurf der Verharmlosung, oder im besten Falle ein mitleidiges Lächeln, das unausgesprochen Vokabeln wie &#8220;paranoid&#8221; oder &#8220;Spinner&#8221; in sich birgt. </p>
<p>Übrigens funktioniert das nicht nur vom heutigen Standpunkt aus. Man könnte ebensogut das Jahr 1849 nehmen, in dem auch in Deutschland lauter als vorher und lange hernach die Systemfrage gestellt und zumindest für eine Zeit mit erheblicher Unzufriedenheit beantwortet wurde. Es dauerte ein ganzes Menschenleben, bis man sich demokratische Errungenschaften wie die erste ihren Namen verdienende Republik auf deutschem Boden als drückende Last und unnötigen Popanz verkaufen lassen konnte, da niemand mehr &#8220;déja vu&#8221; rufen konnte.</p>
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		<title>F(l)i(n)ck</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 15:04:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Verhältnis alten, reichen und kackbraun vorbelasteten Geldadels zur Politik ist nicht erst seit dem rechtskonservativen Kurswechsel der Mövenpickpartei kennenswert. Auszug:
Der erzkonservative Finck Jr. hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit großen Geldbeträgen bei rechtslastigen Organisationen und Parteien eingekauft.
Mit den Gewerkschaften und den Sozialisten sollte der braune Kettenhund (Hitler) schon fertig werden. [...] 1933 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1739/der-alte-mann-und-die-fdp">Verhältnis alten, reichen und kackbraun vorbelasteten Geldadels zur Politik</a> ist nicht erst seit dem rechtskonservativen Kurswechsel der <a href="/2010/01/20/geschmackvoll-waehlen/">Mövenpickpartei</a> kennenswert. Auszug:</p>
<blockquote><p>Der erzkonservative Finck Jr. hat sich in der Vergangenheit schon häufiger mit großen Geldbeträgen bei rechtslastigen Organisationen und Parteien eingekauft.</p></blockquote>
<blockquote><p>Mit den Gewerkschaften und den Sozialisten sollte der braune Kettenhund (Hitler) schon fertig werden. [...] 1933 unterstützte Finck, zusammen mit anderen Wirtschaftsmagnaten, die NSDAP mit einem Wahlfonds in Höhe von 3 Millionen Reichsmark.</p></blockquote>
<p>Und da mache ich mir Gedanken, ob man dieses Manchesterpack zu grob behandelt, wenn man es als Neofaschisten tituliert.</p>
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