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	<title>DavidBLN.de &#187; Fremdscham</title>
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	<description>Mein Lästerblock.</description>
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		<title>Naiv!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 13:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen &#8211; wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen &#8211; wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine geeignete Person seines/ihres Vertrauens als Kandidat vorschlagen können, das nur am Rande.</p>
<p>Daß ausgerechnet die vermeintlich gut informierten twitternden und bloggenden &#8220;digital natives&#8221; sich jedoch instrumentalisieren lassen, völlig unreflektiert nicht nur Herrn Gauck als nachgerade messiasgleichen Landesführer mit ausschließlich positiven Eigenschaften öffentlich anzuhimmeln, sondern der Linkspartei und ihren Wahlleuten, die es wagten, sich nicht einfach für einen mit ihr nicht abgestimmten (wir erinnern uns: Herr Gabriel von der &#8220;S&#8221;PD hatte, gemeinsam mit Herrn Trittin, nicht etwa die Linken per SMS kontaktiert, sondern lieber den Bundesdoktor) &#8220;überparteilichen&#8221; Kandidaten einspannen zu lassen, enttarnt in einem kaum beschreibbaren Maße die Naivittät und womöglich Selbstüberschätzung jener, die von sich behaupten, nicht Teil einer gar nicht existierenden &#8220;Internet-Gemeinde&#8221; zu sein sondern längst die breiten Massen zu repräsentieren. Wobei: In letzterem Punkt haben &#8220;sie&#8221;, die sie da munter neben dem Drei-plus-ein-Gänge-Menü der Marathonversammlung hertwitterten, damit sogar Recht, hat doch zuletzt das gefühlte ganze Land &#8220;yes we gauck&#8221; gekreischt &#8211; <a href="/2008/07/25/hallo-welt/">scheint irgendwie ein Volksbedürfnis mit langer Tradition zu sein.</a><span id="more-1408"></span></p>
<p>Schauen wir uns die Sache mal chronologisch an:</p>
<ul>
<li>Merkel läßt &#8220;Zensursula&#8221; ins Spiel bringen &#8211; die &#8220;Netzgemeinde&#8221; kocht und schäumt, ich nehme mich da nicht raus.</li>
<li>Kurz darauf &#8220;Entwarnung&#8221; &#8211; nun soll es der biedere Evangelikale aus Hannover werden. Das wird postwendend als &#8220;erster Sieg&#8221; &#8211; nun gut, nicht gefeiert, aber immerhin hier und da angenommen.</li>
<li>Einen &#8220;Überraschungscoup&#8221; landet anschließend die Basta-Agenda-Koalition (die mit den ehemaligen Spitzengasmännern; die, von denen einige noch unlängst mit der nun angeblich ins Mark getroffenen Bundesdoktorin gerne vom gemeinsamen Vorratsdaten- und Netzsperrentischchen aßen und andere nicht einmal grünbraunen Arsch in der Hose hatten, geschlossen gegen diese Zensurinitiative zu stimmen): Sie nominieren den &#8220;Atlantiker&#8221; (=kompromisßlosen USA-Freund), den &#8220;für die Freiheit&#8221; (=gegen jede Form eines &#8220;fürsorglichen&#8221; Staates) kämpfenden &#8220;Bürgerrechtler&#8221; (=insbesondere das Recht auf &#8220;Eigenverantwortung&#8221; in jeder Lebenslage hochhaltenden) und &#8220;Antikommunisten&#8221; Gauck, mit dessen Positionen sich auch nach eigenem Verständnis freiheitsliebende Bürgerrechtsbewegte besser mal ausführlich auseinandersetzen sollten.</li>
<li>Wie durch ein Wunder folgt eine mediale Kampagne, die, und spätestens hier sollte man stutzen: Vorrangig von Springer-Medien massiv geführt wird und den Gegenkandidaten als &#8220;den wahren Mann des Volkes&#8221;, &#8220;Präsidenten der Herzen&#8221; und dergleichen mehr nachgerade anbetet.</li>
<li>Zeitgleich und vermutlich aus Erleichterung, daß es eine vermeintlich &#8220;linksbürgerliche&#8221; Opposition geschafft hat, einen Mann mit Chancen zum indirekten &#8220;Kanzlersturz&#8221; aufzustellen und natürlich, daß es weder ein in zweifelhaften Kirchenkreisen Verkehrender noch eine rabulistische Mutter der Nation werden könnte, entstehen Twitter-, Facebook- und sonstige Kampagnen, denen man, wäre der Mann bereits im Amt, unverzüglich einen klaren Führerkult attestieren würde und denen, ich räume es ein, ich mich auch selbst für kurze Zeit und aus den vermutlich gleichen Beweggründen, angeschlossen habe (siehe oben: er wäre in der Tat das vermutlich kleinere Übel gewesen).</li>
</ul>
<p>Im weiteren Verlauf entblödet sich dann mancher &#8211; in beschämender Fehlinterpretation von Ursache und Wirkung und in der Annahme, man habe nun auch selbst (&#8221;mal wieder&#8221;) eine kleine Revolution angezettelt &#8211; nicht, Tweets wie #Zensursula haben wir geschafft, <em>#Wulff schaffen wir auch noch! #mygauck</em> abzusondern. Ja, mancher versteigt sich ernsthaft zu der Annahme, man selbst habe den erwähnten Pressezirkus überhaupt erst &#8220;angetwittert&#8221;.</p>
<p>Unglaublich &#8211; aber noch maßloser als diese sommermärchensüchtige Selbstvergaucklerei dann die verbitterte verbalisierte Enttäuschung im Nachgang:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/Scytale/status/17437033869">Scytale</a> Habs ja immer für Diskreditierung durch die Etablierten gehalten, aber bin jetzt überzeugt: Die Linke gehört nicht in die Politik.</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/Carisma_tisch/status/17438133551">Carisma_tisch</a> Ohne die Linken gabe es schwarz-gelbe Politik nicht. Auch wenn es nicht deren erklärter Wille ist, so ist es doch deren Wirkung.</p></blockquote>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/DennyRamone/status/17429468536">DennyRamone</a> Die kleinen Linken wollen aus dem Schmollparadies abgeholt werden.</p></blockquote>
<p>Fragt sich nur, wer da schmollt &#8211; denn da wird, zusammengefaßt, nichts anderes als die Wut darüber, daß ein von vornherein aussichtsloses Unterfangen (denn daß Gauck für die Linke unwählbar ist, war dem Seeheimer Gabriel und seinen neoliberalen Partei- und Oppositionsfreunden selbstverständlich klar) erwartungsgemäß in die Hose ging, daß es kein Messias-Wunder gab, daß es nun keine neue Koalition und keine Neuwahlen gibt, ja, die Ernüchterung, daß 38.000 Facebook-Gruppen-irgendwas-Dings-Teilnehmer kein politisches Erdbeben bewirkt haben: Das alles wird nun ausgerechnet auf die projiziert, die für die Wahl eines Herrn Wulff zum Nachwuchsköhler am allerwenigsten können &#8211; auf die Linksfraktion.</p>
<p>Sie, die &#8220;Unwählbaren&#8221;, die &#8220;Utopisten&#8221;, die sich der &#8220;Alternativlosigkeit&#8221; des &#8220;Basta&#8221; krankhaft verweigernden, die &#8220;Parlamentsparias&#8221;, ja: Die bestimmt-immer-noch-Stasi-Tollfinder mit ihren ganzen Zwangskollektivierungsvorstellungen: SIE sind nun Schuld. Schuld, daß sie (vermutlich:) ihre 121 Stimmen nicht hergaben, um die 494 Gauck-Stimmen auf 615 aufzustocken und damit grandios Wulff rauszuwerfen, der lediglich 625 Stimmen hatte. Sie, die von einer grandiosen Mehrheit (insbesondere vermutlich im Lager der Nichtwähler) in Bund und Ländern gewählt wurden &#8211; sie sind Schuld, daß die Vertreter der schwarzgelben Minderheitsregierung unglaublicherweise ihren eigenen Kalkülkandidaten durchgebracht haben und, ja, sie sind sage und schreibe Schuld, daß &#8220;Schwarz-Geld&#8221; seine Politik machen kann. Herr, wirf Hirn, denn: Die spinnen, die Germanen.</p>
<p>Ganz Germanien? Nein. Wenigstens einer hat es dann mal doch noch begriffen:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/nicetry1974/status/17436404451">nicetry1974 </a>Was wollt ihr eigentlich alle? Die Mehrheit hat ihren Kandidaten gewählt. Wie angekündigt. Und wer hat die gewählt? Ihr! #bpw #bv10 #bp10</p></blockquote>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Es täte so manchem Gauck-Jünger übrigens gut, den wie ich finde sehr sachlich und wertungsfrei gehaltenen <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3397/stolpersteinwahl-im-sommerloch">Beitrag des Spiegelfechters</a> zu diesem Thema auf sich wirken zu lassen. Weniger wertungsfrei, aber nicht minder erkenntnisreich (vor allem bezüglich der vermeintlichen Vergangenheitsverbohrtheit der Linkspartei) ist <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=5927">dieser Beitrag hier</a>. Man muß die Position nicht teilen, aber verstehen, daß hinter der Ablehnung des &#8220;Freiheitskämpfers&#8221; nicht nur mehr, sondern etwas ganz anderes steckt, als dümmliche Ostalgie, nämlich ein diametraler Gegensatz in der politischen Grundüberzeugung, dieses bißchen Antizipation sollte dann doch drin sein.</p>
<p><strong>*Nachtrag 2:</strong> Je mehr ich zu dem Thema lese und je mehr ich darüber nachdenke, komme ich zu dem Schluß: Ich habe mich geirrt. Ich habe Gauck für das kleinere Übel gehalten, das aber nur, ohne nachzudenken und wohl vornehmlich aus dem gleichen Grund, aus dem viele so sehr auf ihn gehofft haben: Damit Schwarz-Geld gekniffen ist. Irgendwie. Nur: Das wären sie in Wirklichkeit nicht gewesen. Im Gegenteil. Und Gauck hätte vor allem für eins gestanden: Für die Manifestation eines knallhart neoliberalen schwarzgeldrotgrünen Parteienblocks. So wie die &#8220;Nationale Front&#8221; in der von ihm so verhaßten DDR, nur einem anderen -ismus bedingungslos die Treue schwörend. So wie es nun &#8211; plangemäß &#8211; kam, hat Deutschland nun einfach den Präsidenten, den es zum einen und wie schon gesagt in letzter Konsequenz auch gewählt hat, und der zum anderen vielleicht tatsächlich viel deutscher ist, als es die meisten gerne wahr hätten&#8230;</p>
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		<title>Sexells</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 10:52:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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&#8220;Verleiht Prügel&#8221;, hätt ich jetzt gesagt, wa. Yeahz.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/sex.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/sex-225x300.jpg" alt="Ein voll geiler cooler Jugendstyle Premium Energy Drink: &quot;Sexergy&quot;" title="" width="225" height="300" class="blackborder" /></a><br />
&#8220;Verleiht Prügel&#8221;, hätt ich jetzt gesagt, wa. Yeahz.</p>
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		<title>Danke für jedes neue Borgen&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 09:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;danke für jeden neue MarkEuro!
Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh ausdrückte:
Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.
(Sollte eigentlich länger und &#8220;lustiger&#8221; werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;danke für jede<ins datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">n</ins> neue <del datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">Mark</del><ins datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">Euro</ins>!</p>
<p>Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/banken-helfen-griechen-die-jo-ackermann-show-429457/">ausdrückte</a>:</p>
<blockquote><p>Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.</p></blockquote>
<p>(Sollte eigentlich länger und &#8220;lustiger&#8221; werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, beschämend sind, daß man, wenn es denn was brächte und noch irgendein geeignetes Ziel gäbe, sofort auswanderte.)</p>
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		<title>Und wenn wir nicht</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/29/und-wenn-wir-nicht/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[zeitnah hieran gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell Ruhrpottkrokodile sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>zeitnah <a href="/2010/04/26/sicherheitsgruse-aus-dem-jenseits/">hieran</a> gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/journalisten-machen-kemnader-see-unsicher/">Ruhrpottkrokodile</a> sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon auf uns aufmerksam machen. </p>
<p>Ich reservier mal für Sonntagmittag die Tränke hinter der Ruhrmündung, linksrheinisch. Ich bin der mit dem gelben Bauch. (Oder: Ich werde der mit dem gelben Bauch gewesen sein werden. Siehe oben.)</p>
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		<title>Da man einmal täglich lachen soll,</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/26/da-man-einmal-taglich-lachen-soll/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder Zursonnezurfreiheit ungeniert <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/kein-bundnis-von-ver-di-und-industrie/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+DigitaleLinke+(DIGITALE+LINKE)">über den &#8220;Internet-Maoismus&#8221; herzieht</a>.</p>
<p>Erfrischend grotesk!</p>
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		<title>Doppelt stellt besser</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 06:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Schwanzlose und Vollpfosten (SuV) schon Haus und Hof für so eine Potenzersatzmaschine verpfänden, soll nur wenigstens JA niemand auch nur in die Nähe kommen und dem teuren Lack gefährlich werden. Was können SuV schon dafür, daß Normparkplätze einfach so schmal sind!

Und: Immer schön die Spiegelein anklappen. Ordnung muß sein.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Schwanzlose und Vollpfosten (SuV) schon Haus und Hof für so eine Potenzersatzmaschine verpfänden, soll nur wenigstens JA niemand auch nur in die Nähe kommen und dem teuren Lack gefährlich werden. Was können SuV schon dafür, daß Normparkplätze einfach so schmal sind!</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/suv_2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/suv_2-300x225.jpg" alt="Schwanzlosen- und Vollpfostenkarre belegt (natürlich) zwei Parkbuchten." title="Wer hat der kann! Schwanzlose und Vollpfosten sind schließlich immer zwei." width="300" height="225" class="blackborder" /></a></p>
<p>Und: Immer schön die Spiegelein anklappen. Ordnung muß sein.</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/suv_2a.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/suv_2a-300x225.jpg" alt="" title="" width="300" height="225" class="blackborder" /></a></p>
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		<title>Wichtelpedia</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 10:02:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bisher habe ich mir Kommentare zum Thema &#8220;deutsche Wikipedia&#8221; tunlichst verkniffen, weil schon genug Leute ihre Finger in diese Gesamtwunde gelegt haben. Aber wenn ich dann, angeregt durch den Herrn von Leitner, doch mal eben nachsehen will, wo ich &#8220;Socks&#8221; noch mal gleich einzusortieren habe und dann sofort und nicht mal über den Umweg einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher habe ich mir Kommentare zum Thema &#8220;deutsche Wikipedia&#8221; tunlichst verkniffen, weil schon genug Leute ihre Finger in diese Gesamtwunde gelegt haben. Aber wenn ich dann, <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b542deda">angeregt durch</a> den Herrn von Leitner, doch mal eben nachsehen will, wo ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Socks">&#8220;Socks&#8221;</a> noch mal gleich einzusortieren habe und dann sofort und nicht mal über den Umweg einer &#8220;Begriffsklärungsseite&#8221; auf ausführliche Erörterungen zum ehemaligen Haustier der Tochter eines ehemaligen ausländischen Regierungschefs geleitet werde, dann hat sich für mich ja wirklich jede Diskussion mit diesem Kleingärtnerverein über Wörter wie &#8220;Relevanz&#8221; (oder eben: <a href="/#wicht">Wichtigkeit</a>!) erledigt.</p>
<p>Immerhin: Daß es da auch noch ein, wenn auch nicht SO relevantes wie beispielsweise ein gewesenes ausländisches Katzenvieh, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SOCKS">Internetzprotokoll</a> gleichen Namens gibt, wird freundlicherweise erwähnt. Und, ja, das liegt an der Groß- und Kleinschreibung. Ändert aber überhaupt nichts am Tatbestand des Fails.</p>
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		<title>Die weiteren Aussichten: Trübe.</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 17:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der etwa fünfzigjährige Staplerfahrer polnischer Herkunft, Johann Kachelsczinsky, der im Nebenhaus meiner Schwippschwägerin wohnt (oder sonst irgendein Privatmensch, dem vorgeworfen wird, etwas möglicherweise strafbares getan zu haben, von dem jedoch ausschließlich ein deutlich begrenzter, ebenfalls privater Personenkreis betroffen ist), wurde kürzlich wegen des Verdachts auf Verunglimpfung seiner Nachbarin verhaftet, damit er sich nicht gen Osten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der etwa fünfzigjährige Staplerfahrer polnischer Herkunft, Johann Kachelsczinsky, der im Nebenhaus meiner Schwippschwägerin wohnt (oder sonst irgendein Privatmensch, dem vorgeworfen wird, etwas möglicherweise strafbares getan zu haben, von dem jedoch ausschließlich ein deutlich begrenzter, ebenfalls privater Personenkreis betroffen ist), wurde kürzlich wegen des Verdachts auf Verunglimpfung seiner Nachbarin verhaftet, damit er sich nicht gen Osten absetze. Daß das nicht in der &#8220;Zeitung&#8221; mit den großen Buchstaben und auch nicht in kleinen Buchstaben oder Sätzen in den sonstigen &#8220;Qualitätsmedien&#8221; auftaucht, hat exakt die gleichen zwei Gründe, die auch zur Folge haben, daß nichts über seine sexuellen Vorlieben, seine Wohnungseinrichtung, seinen Kontostand oder seine Eßgewohnheiten irgendwo gegen Zeilen- oder Minutengeld verkauft wird:</p>
<ol>
<li>Es interessiert &#8211; bis auf direkt Betroffene und evtl. neugierige Nachbarsweiber &#8211; niemanden.</li>
<li>Es geht niemanden etwas an.</li>
</ol>
<p>Wäre Kachelsczinsky beispielsweise Ansager im sagen wir mal Fernsehen und damit das, was allzu gerne als &#8220;Person des öffentlichen Lebens&#8221; bezeichnet wird und womit stets ein angeblich berechtigtes öffentliches Interesse an restlos allem über solche Personen begründet werden soll, gälte Punkt eins &#8211; die menschlichen Abarten des Spannens, der Neugier, des Gaffens, der Sensationslust aus Mangel an eigenem spannenden Leben mal als unabänderbar und hinzunehmend unterstellt &#8211; &#8220;selbstverständlich&#8221; nicht mehr.</p>
<p>Bei Punkt zwei kann man das nicht nur anders sehen, man muß sogar. <span id="more-1142"></span>Sofern man eben nicht selbst vor lauter Sensationsgier, Sensationsillustrierten und Sensations&#8221;reportagen&#8221; nur noch einen bereits völlig verfaulten Wirsing im Zwischenohrhohlraum spazierenträgt. Jawohl: Selbst, wenn man noch so dringend wissen will, wie beispielsweise <del datetime="2010-03-24T16:48:49+00:00">das Fräulein Klum</del><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidi_Klum#Privatleben"><ins datetime="2010-03-24T16:48:49+00:00">die Frau Samuel</ins></a> unterm stets aktuellen Röckchen aussieht: Daß die Frau ihre (einigermaßen ansehnliche) Fresse bei jeder Gelegenheit in die nächste Kamera hält, liegt eben nicht daran, daß sie ihr Privatleben aus demselben großmütig gestrichen hat, sondern nur daran, daß sie erkannt hat und legitimerweise ausnutzt, daß sie eben dieses Privatleben durch diese Kameras &#8211; mittelbar, selbstverständlich &#8211; deutlich angenehmer gestalten kann. Wer hieraus eine Art runduminformationelles Grundrecht einschließlich des (hypothetischen!) letzten Ladendiebstahls bei Swarowski oder gar Einsicht in Heidis Akten im Verkehrszentralregister ableitet, hat nicht nur einen an der Waffel, sondern ein grundlegendes Existenzproblem: Das Unvermögen, zwischen dem gezielt veröffentlichten Teil eines Menschen (sozusagen dem VERöffentlichten Menschen) und dem auch für sogenannte Prominente geltenden (Grund-!)Recht auf Privatsphäre zu unterscheiden &#8211; und damit letztlich zwischen Fiktion und Realität.</p>
<p>Man hörte und las, speziell aus Reihen einiger Apologeten eines &#8220;investigativen&#8221; &#8220;Qualitäts&#8221;"journalismus&#8221;, vor dem gefälligst nichts verborgen zu haben bleibe, in den letzten Tagen (jene Tage seit der real existierenden Verhaftung einer real existierenden &#8220;öffentlichen&#8221; Person, die weder Heidi Klum heißt, noch ist, noch ihr auch nur entfernt ähnlich sieht), haarsträubende Ausflüchte und noch furchtbarere, an ebendiesen Haaren herbeigezogene Vergleiche &#8211; etwa den mit dem Fall Zumwinkel &#8211; die die oben genannte Unfähigkeit des Unterscheidens nur noch deutlicher untermauern: Wenn J.K. vorgeworfen wird, einer anderen Privatperson etwas angetan zu haben, betrifft das frühestens dann die Allgemeinheit, wenn zu überprüfen ist, ob K. ggf. ein anständiger, rechtsstaatlicher Prozeß gemacht wurde und das Urteil der dann hoffentlich zweifelsfrei bewiesenen Tat angemessen ist. Das öffentliche Interesse hieran ist ausschließlich die laufende Überprüfung funktionierender Strafverfolgung und -vollziehung, also einem wesentlich Tragpfeiler jedes Rechtsstaats. Wenn hingegen ein mutmaßlich korrupter Staatsunternehmer im dringenden Verdacht steht, mir und ca. 80 Millionen anderen Staatsbürgern Steuergelder geklaut zu haben, erscheint es mir müßig, ein schon im Verdachtsmoment legitimes öffentliches Interesse an den Vorgängen auch nur zu bezweifeln, so legitim, wie das von Anfang an bestehende Interesse der oben fiktiv verungelimpften Nachbarin an einer von Anfang an optimalen Aufklärung.</p>
<p>Noch viel schlimmer allerdings, als die Sache an sich, ist, daß diese ekelhafte und spannergeile Hetzmobmeute, die den offenbar gar zu lukrativen Markt für all diese &#8220;Homestories&#8221; in der schicken neuen Villa oder eben Skandalberichte über das unanständige alter ego &#8220;öffentlicher&#8221; Personen bildet, wohl nicht aussterben wird. Es gab sie mindestens schon bei Christi Kreuzigung, garantiert rings um alle Scheiterhaufen des Mittelalters, an einem gewissen neunten November vor gut 70 Jahren in etlichen Einkaufsstraßen und eben auch heute noch. Überall. Auf jedem Kanal. Zum kotzen.</p>
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		<title>Hauptsache&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 17:47:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;auffallen. Wer kennt das nicht. Der eine trägt seinen übergroßen Penis in der Sauna spazieren, der nächste pflastert die Wand mit Doktortiteln &#8211; und  wer es weder hier, noch dorthin schafft, der kann sich ja zum Glück seit einigen Jahren auch in Deutschland ein sogenanntes &#8220;SUV&#8221; kaufen. Dummerweise ist aber selbst das mittlerweile viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;auffallen. Wer kennt das nicht. Der eine trägt seinen übergroßen Penis in der Sauna spazieren, der nächste pflastert die Wand mit Doktortiteln &#8211; und  wer es weder hier, noch dorthin schafft, der kann sich ja zum Glück seit einigen Jahren auch in Deutschland ein sogenanntes &#8220;SUV&#8221; kaufen. Dummerweise ist aber selbst das mittlerweile viel zu prophan geworden (selbst mein dicker, alter, häßlicher, peinlicher Nachbar mit erkennbarem Migrationshintergrundskomplex konnte sich, dank abgewracktem Gebrauchtwagenmarkt, nun so einen Möchtegern-Colt-Seavers-LKW mit zwar nicht düsseldorfkompatibler gelber Plakette, dafür aber umso lauterem Auspuff leisten), da muß sogar der schwanzlose Dumme in die kreative Trickkiste greifen.</p>
<p>Was dabei herauskommt, sieht man hier:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/suv.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/suv-300x187.jpg" alt="Zwei &quot;SUV&quot; parken dermaßen bescheuert eine Parkreihe zu, daß nicht mal ein normales Auto noch halbwegs vorbeikommt." title="Schwanz zu kurz und Hirn zu klein - da muß das Auto dicker sein!" width="300" height="187" class="blackborder" /></a></p>
<p>Merke: Willst Du auch heute noch mit Deinem Ex-Statussymbol auffallen, such dir einen Gleichgesinnten und parke, völlig ohne Sinn und Verstand, die Gasse zu. Das sorgt für ein großes (neidvolles!) Hallo unter den (eventuell, falls es paßt) vorbeifahrenden und für bewundernde Blicke aller, denen es einfach nicht gelingen will, so unfähig zu parken, daß vorne mehr übersteht, als hinten noch Platz wäre.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Mittlerweile <del datetime="2010-04-13T09:27:28+00:00">wurde mir erklärt</del><ins datetime="2010-04-13T09:27:28+00:00">habe ich herausgefunden</ins>, wofür &#8220;SUV&#8221; steht: <del datetime="2010-04-13T06:27:57+00:00"><strong>S</strong>chwachmaten-</del><ins datetime="2010-04-13T09:28:10+00:00"><strong>S</strong>chwanzlosen-</ins> <strong>u</strong>nd <strong>V</strong>ollpfostenkarre.</p>
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		<title>Wir sind das Netz</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 15:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
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		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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(Via)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/wirSindDasNetz.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/wirSindDasNetz-300x198.jpg" alt="Website des &quot;Bundesverbands Digitale Wirtschaft&quot;: Ein PDF-Dokument wird für 0 Euro zzgl. Versandkosten angeboten; den Downloadlink &quot;erhalten Sie per Rechnung, die Ihnen auf dem Postweg zugestellt wird.&quot;" title="Ach was, wir sind nicht nur das Netz: Wir sind der Geist und die Kraft in Ewigkeit Armen." width="300" height="198" class="blackborder" /></a></p>
<p>(<a href="http://twitter.com/ognibeni">Via</a>)</p>
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		<title>Bei Anruf fremdschämen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 10:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben: Wir haben auch Telefonstreiche gemacht. Und sogar manchmal mitgeschnitten, ohne Wissen des Angerufenen. Das kann ich insofern ungeniert zugeben, als das noch deutlich vor der Doktorspielchenphase stattfand und damit sowohl straffrei als auch verjährt ist. Und ich kann auch heute noch über manche unserer gar nicht so üblen Ideen und deren durchaus anspruchsvolle Durchführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben: Wir haben auch Telefonstreiche gemacht. Und sogar manchmal mitgeschnitten, ohne Wissen des Angerufenen. Das kann ich insofern ungeniert zugeben, als das noch deutlich vor der Doktorspielchenphase stattfand und damit sowohl straffrei als auch verjährt ist. Und ich kann auch heute noch über manche unserer gar nicht so üblen Ideen und deren durchaus anspruchsvolle Durchführung (sogar mit Stimmverzerrern haben wir gearbeitet!) schmunzeln. Letzteres konnte ich im übrigen auch und sogar noch gerade so (jedenfalls ganz am Anfang) über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Tappert">&#8220;Paul Panzer&#8221;</a> und, weil ein bißchen politisch inkorrekt, über &#8220;is meine Name Achmed&#8221; (weiß eigentlich jemand, wer offiziell dahinter steckt?).</p>
<p>Daß in einfallslosen &#8220;immer gut gelaunt&#8221;-&#8221;Morning shows&#8221; bei billigst produzierenden Privat-Dudelfunkstationen (die Premiumexemplare sind an einem zufallsgeneratorbasierten Frühstückstischgeräuschteppich erkennbar, der als Ergänzung zum betont gut gelaunten und natürlich völlig spontanen Smalltalk der Werbeblock-Unterbrechungsmusik-Unterbrecher-Sprecher jeden Zweifel daran ausräumen soll, daß das ganze <strong>nicht</strong> in einer gemütlichen Redaktionsteeküche mit dampfendem Kaffe und goldenen Schrippen stattfindet) ebenfalls Telefonstreiche duchgeführt werden, ist bekannt. Auch, weil diese in etwa zwölf von zehn Fällen vollständig unwitzig, verkrampft und/oder getürkt sind (womit ich hier nicht den oben erwähnten &#8220;Achmed&#8221; meine).</p>
<p>Peinlich wird es, wenn der <a href="http://www.einslive.de/">gebührenfinanzierte Rundfunk</a> (der eigentlich genug Geld für wirklich unterhaltsame Beiträge erhält) meint, &#8220;das mache man nun mal so&#8221;<span id="more-904"></span> und von meinen Gebühren <a href="http://www.einslive.de/comedy/2009/jimmybreuer.jsp">ebenfalls einen Verbalspastiker alimentiert</a>, damit der <a href="http://www.einslive.de/comedy/2010/bei_anruf_breuer/bei_anruf_breuer.jsp">mittels Ferngespräch</a> ahnungslose Leute (und nach erfol<del datetime="2010-01-19T08:53:16+00:00">reich</del><ins datetime="2010-01-19T08:53:16+00:00">t</ins>er Aufzeichnung dann mittels derselben mich beim Sport) belästigt. Noch peinlicher wird es, wenn das ganze &#8211; voll <a href="/2009/03/24/kennzzzt-du-schonzz-die-zzzz-mackezzzz/">youngzterz-ztyle</a>, ey &#8211; ernsthaft als</p>
<blockquote><p>geilomatige Telefoncomedy</p></blockquote>
<p>oder, treffender, als &#8220;spas<del datetime="2010-01-19T08:53:16+00:00">t</del><ins datetime="2010-01-19T08:53:16+00:00">s</ins>igstes Spas<del datetime="2010-01-19T08:53:16+00:00">t</del><ins datetime="2010-01-19T08:53:16+00:00">s</ins>telefon&#8221; der Welt, angepriesen wird. Der Sender, der nach seinem Selbstverständnis </p>
<blockquote><p>Nachwuchs fördern und unentdeckte Talente ans Tageslicht bringen will</p></blockquote>
<p>hält &#8220;Jimmy Breuer&#8221; für einen &#8220;Comedian&#8221;, der </p>
<blockquote><p>die Geschichte der Standup-Comedy neu schreiben wird</p></blockquote>
<p>und </p>
<blockquote><p>der personifizierte Pointenhagel, der neue Stern am Spassfirmament</p></blockquote>
<p>sei. An diesem Firmament der Freude funkeln kometenhafte Brüller wie dieser:</p>
<blockquote><p><strong>Tachometer</strong>, &#8230; ich hoffe, ich störe?</p></blockquote>
<p><strong>&#8220;Rasend&#8221;</strong> komisch, um mal den Witz, der das nachfolgende Trauerspiel einleiten soll, fortzusetzen. Zu den kreativen Erstergüssen dieses Shooting Stars (im Sinne von: Abschuß) der Komödienszene gehören nämlich so einzigartig geniale Einfälle, wie <a href="http://www.einslive.de/comedy/2010/bei_anruf_breuer/mp3/bei_anruf_breuer_fahrschule_190110.mp3">bei einer Fahrschulsekretärin anzurufen und anzügliche Witzchen</a> frisch aus Opas Eckkneipe zu reißen:</p>
<blockquote><p>Sie sind ja in einer <strong>Fahrschule</strong>&#8230; ich hätte gerne <strong>Verkehr</strong> mit Ihnen!</p></blockquote>
<p>Der Augenblick, in dem sich das Fremdschamgefühl zur Gänze einstellt, ist eigentlich schon erreicht, wenn der berufsjugendliche Pseudospätpubertierer nicht nur nicht bei seinem Opfer landen kann (<em>&#8220;finden Sie das witzig?&#8221;</em>) und das nicht merkt, sondern, deutlich am Hecheln erkennbar das Lachen über die eigenen Zoten kaum unterdrücken könnend, noch mal seine geniale zweideutige Pointe, nämlich: &#8220;<strong>Fahrschule</strong> < -> <strong>Verkehr</strong>&#8220;!!!) erklärt, um dann auf die erneute Frage, ob er das witzig fände, erstens &#8220;ja&#8221; zu entgegnen und zweitens noch einen Schenkelklopfer draufzusetzen (vermutlich, weil das so im Manuskript stand):</p>
<blockquote><p>Ich hoffe Sie haben gute <strong>Airbags</strong>, ich habe nämlich ein sexy <strong>Fahrgestell</strong> und ein sexy <strong>Getriebe</strong>&#8230;</p></blockquote>
<p>Aber es geht noch schlimmer. Anstatt sich zu entschuldigen, wird, auf den erregten Einwurf der Belästigten, den Anrufer anzeigen zu wollen, </p>
<blockquote><p>Angeschmiert mit Klopapier</p></blockquote>
<p> entgegnet.</p>
<p>Zum endgültigen Ohrendünnschiß wird das ganze aber schließlich, wenn man, offenbar aus Mangel an weiteren Minutenfüllern, den ganzen mißlungenen Schwachsinn nicht nur überhaupt, sondern trotz vermutlich etlichen Protesten sich ebenfalls fremdschämender Hörer auch noch mehrfach am gleichen Morgen verwurstet. Und zwar selbst dann, wenn das Einverständnis der Angerufenen am Ende doch noch vorlag oder, was freilich die Krone der Peinlichkeit wäre, die Sache fingiert war.</p>
<p>Eigentlich[tm] gibt es für solche zwangsabgabenfinanzierte Gehirngülle nur eine Reaktion: Selbst anrufen. Vielleicht so:</p>
<blockquote><p>Friedrich <strong>Fessel</strong>, Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Wir haben noch einige Fragen zu Ihrem ehemaligen Mitarbeiter, Herrn Breuer, hinsichtlich Gebührenvergeudung und Bürgerbelästigung. Außerdem geht es um die Beschäftigung geistig Minderjähriger. Hahahahaha, angeschmiert mit Klopapier!</p></blockquote>
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		<title>FKeingefühl</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 18:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; Haiti und den Überlebenden fehlt es an Wasser und Nahrung&#8230;
Um diesen Kernsatz herum baute die Redaktion der ehemaligen Frau vor der aktuellen Kamera (Anne Will gerne Qualitätsjournalismus simulieren) noch ein paar beliebig austauschbare Vokabeln herum, um die vom Format des hinsichtlich seiner Bilder und Spieldauer unveränderlichen Trailers für die allsonntagabendliche Lobbyisten- und PR-Plattform fest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8230; <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,671620,00.html">Haiti</a> und den Überlebenden fehlt es an Wasser und Nahrung&#8230;</p></blockquote>
<p>Um diesen Kernsatz herum baute die Redaktion der ehemaligen Frau vor der aktuellen Kamera (Anne Will gerne Qualitätsjournalismus simulieren) noch ein paar beliebig austauschbare Vokabeln herum<span id="more-896"></span>, um die vom Format des hinsichtlich seiner Bilder und Spieldauer unveränderlichen Trailers für die allsonntagabendliche <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/lobbyisten-auf-sendung-bei-ard/">Lobbyisten</a>- und <a href="http://www.textberater.com/news/pr-mama-landet-bei-anne-will-und-im-spiegel/">PR</a>-<a href="http://www.ruhrbarone.de/vermeintlich-unabhangige-experten/">Plattform</a> fest vorgegebene Textsprechlänge exakt aufzufüllen und der dramatischen, von Rückungen und hektischen Stakkati auf &#8220;Konfrontation pur&#8221; getrimmten Titelhymne eine Aussicht auf 60 Minuten echter politischer Kontroverse aufprägen zu können.</p>
<p>Daß die oben zitierte Kernaussage aus dem &#8220;Off&#8221; ausgerechnet mit der Kamerafahrt einmal im Kreis um lauter bräsige Rhetorikseminarteilnehmer beim Schluck aus den kristallenen Wassergläsern in dekadent-plüschiger (und vor allem intakter) rotbraun-Retro-Studiokulisse zusammenfällt, darf man folglich nicht als Beleg für falsche Prioritäten, Entrücktheit, fragwürdiges Selbstverständnis oder einfach fließbandhafte Lustlosigkeit eines un(ter)bezahlten Schnittpraktikanten werten: Choreographie geht einfach über alles. Genau wie beim Ballett. Oder auch dem früheren Lieblingssujet aktueller Kamerafahrten: Den Paraden am 7. Oktober.</p>
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		<title>Der Kartoffelsalat stirbt aus</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 21:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[So befand es unser Kanzler schwitzt beim Kacken bereits vor über 15 Jahren. Auch ansonsten höchst lesenswert. Beispiele:
&#8220;Waren Sie &#8230; einmal jung?&#8221; &#8211; &#8220;Bei mir ist das anders.&#8221;
&#8220;Ich kenne den Unterschied zwischen Haschisch und Heroin.&#8221;
&#8220;Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.&#8221; (Weil es Pizzabäcker gibt.)
&#8220;Wie heißt die Hauptstadt von Australien?&#8221; &#8211; &#8220;Sydney, glaube ich.&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So <a href="http://www.dietotenhosen.de/alldieganzenjahre_was_frueher_einmal_war_browser.php?contentid=48">befand</a> es <a href="/2009/09/17/euer-kanzler/">unser Kanzler schwitzt beim Kacken</a> bereits vor über 15 Jahren. Auch ansonsten höchst lesenswert. Beispiele:</p>
<blockquote><p>&#8220;Waren Sie &#8230; einmal jung?&#8221; &#8211; &#8220;Bei mir ist das anders.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Ich kenne den Unterschied zwischen Haschisch und Heroin.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.&#8221; (Weil es Pizzabäcker gibt.)</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Wie heißt die Hauptstadt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Australien">Australien</a>?&#8221; &#8211; &#8220;Sydney, glaube ich.&#8221;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ein gutes neues&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/01/12/ein-gutes-neues/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 05:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;Päckchen Heftpflaster, extra breit bitte. Oder eine schalldichte Alditüte. Wozu? Zum über den Heißluftaustritt oberhalb der Halskante kleben bzw. zum über den Vakuumbehälter drumrum stülpen. Wem? Den ganzen Eimern, die voraussichtlich noch Mitte August ganz sichergehen wollen, jedem, dessen letzter Begegnung sie sich nicht mehr exakt erinnern, auch ja noch nachträglich zum 1. Januar gratuliert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;Päckchen Heftpflaster, extra breit bitte. Oder eine schalldichte Alditüte. Wozu? Zum über den Heißluftaustritt oberhalb der Halskante kleben bzw. zum über den Vakuumbehälter drumrum stülpen. Wem? Den ganzen Eimern, die voraussichtlich noch Mitte August ganz sichergehen wollen, jedem, dessen letzter Begegnung sie sich nicht mehr exakt erinnern, auch ja noch nachträglich zum 1. Januar gratuliert zu haben. Mal sehen, wem ich dieses Jahr den Mustopf-Award verleihen kann. Ich werde berichten. In ca. 353 Tagen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wir werden alle erfrieren!</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 19:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelle Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>

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		<description><![CDATA[Denn völlig ohne jeden plausiblen Zusammenhang schneit es in Deutschland!!11!!! mitten im Januar!!!!11!! und ist mit minus!!!11! 5 Grad eisig kalt!!!
Schnell absichern und alle Ladenregale leerkaufen! Überlebenstips in dieser völlig unbekannten Situation gibt die aktuelle Kamera, die auch ihr gesamtes Informationsprogramm auf diese schwerste Krise aller Zeiten ausgerichtet hat.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn völlig ohne jeden plausiblen Zusammenhang schneit es in Deutschland!!11!!! mitten im Januar!!!!11!! und ist mit minus!!!11! 5 Grad eisig kalt!!!</p>
<p>Schnell absichern und alle Ladenregale leerkaufen! Überlebenstips in dieser <a href="http://www.tagesschau.de/inland/winter180.html">völlig unbekannten Situation</a> gibt die aktuelle Kamera, die auch ihr gesamtes Informationsprogramm auf diese schwerste Krise aller Zeiten ausgerichtet hat.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gleicher Shit, neuer Look</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 09:32:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Ruhestörung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die kennst Du bestimmt auch noch: &#8220;The five Peruaners&#8221;, dieses fest von der Hand lateinamerikanisch aussehender Zeitgenossen geführte Franchise-Unternehmen, das uns seit gefühlten 100 Jahren praktisch immer in praktisch jeder Fußgängerzone oder Einkaufsstraße weltweit mit dem Zauber der Panflöte zu beeindrucken (und eine CD gegen ein paar unserer Taler zu tauschen) sucht. 
Anfangs wurde tatsächlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die kennst Du bestimmt auch noch: &#8220;The five Peruaners&#8221;, dieses fest von der Hand lateinamerikanisch aussehender Zeitgenossen geführte Franchise-Unternehmen, das uns seit gefühlten 100 Jahren praktisch immer in praktisch jeder Fußgängerzone oder Einkaufsstraße weltweit mit dem Zauber der Panflöte zu beeindrucken (und eine CD gegen ein paar unserer Taler zu tauschen) sucht. <span id="more-487"></span></p>
<p>Anfangs wurde tatsächlich in eine Panflöte gepustet, während die Kollegen mit Schellen und Rasseln hampelten, später und dem technischen Fortschritt folgend kam zunächst die portable Stereoanlage, dann das (vollautomatische) Keyboard und schließlich der Dieselgenerator für die PA hinzu, bis zuletzt auch das lästige Flötenpusten durch Vollplayback ersetzt wurde und sich die Mitarbeiter des jeweiligen Franchisenehmers weitgehend dem Direktvertrieb zuwenden konnten.</p>
<p>Diese Ära ist nun zuende. Vorbei ist die Zeit der gelochten Schulterteppiche, der Inkahütchen und Lamapullis. Die Five Peruaner Worldwide Inc. hat sich einem sogenannten &#8220;Brand Refresh&#8221; unterzogen &#8211; man trägt jetzt Winnetou und springt, scheinbar unkalkulierbaren Spasmen gehorchend, plötzlich und unverhofft auf nichtsahnende Passanten zu und schüttelt zwischen diesen Ansprüngen medizinmanngleich eine sonderbare Rassel. </p>
<p><img src="http://www.davidbln.de/_ressourcen/uploads/BrandRefresh1.jpg" alt="" title="Sein neuer Hut, der steht ihm gut..." width="800" height="600" class="blackborder" /></p>
<p>Aber immerhin, wie es sich für einen solchen &#8220;Relaunch&#8221; gehört, hat sich außer der Kulisse nichts geändert. Wer also bisher den Kauf der Panflöten-CD versäumt hat und nun schon Angst bekommen wollte, kann beruhigt durchatmen &#8211; und dieses Vorhaben um weitere 100 Jahre verschieben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Meer mehr Salz kaufen!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/04/meer-mehr-salz-kaufen/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 17:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>
		<category><![CDATA[Yes weekend]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich war ich in der Stadt. Also nicht im Sinne von &#8220;ich war in Berlin&#8221;, sondern ich habe mich an einen Ort begeben, an dem es überdurchschnittlich viele Krämerläden und, wie unsere Befreier die von uns befreiten hinter Erichs Betonfassade das nannten, &#8220;Kaufhallen&#8221; gibt. Das Ziel: Ein paar Beinkleider, Pantoffeln, ein Leibchen womöglich auch. 
Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich war ich in der Stadt. Also nicht im Sinne von &#8220;ich war in Berlin&#8221;, sondern ich habe mich an einen Ort begeben, an dem es überdurchschnittlich viele Krämerläden und, wie <del datetime="2009-08-04T16:31:38+00:00">unsere Befreier</del> <ins datetime="2009-08-04T16:31:38+00:00">die von uns befreiten</ins> hinter <a href="/category/jeder-kann-erich">Erichs</a> Betonfassade das nannten, &#8220;Kaufhallen&#8221; gibt. Das Ziel: Ein paar Beinkleider, Pantoffeln, ein Leibchen womöglich auch. </p>
<p>Doch ach: Ähnlich, wie früher im Land der Kaufhallen rund um Termine wie den 1. Mai oder auch den 7. Oktober war alles aber auch wirklich bis ins letzte tapeziert mit roten Bannern. Diese freilich kündeten nicht von einem Loblied auf die Werktätigen (wie auch, mitten im Juli!), auch nicht vom Sieg des Sozialismus war die Rede<span id="more-131"></span> (wenngleich mich das in unserem zunehmend <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stasi_2.0">staatssicherheitsoptimierten Land</a> auch nicht gewundert hätte, aber selbst wenn: Das wäre je nach Elbufer im Oktober oder im November und eben nicht im Hochsommer). Also, um ehrlich zu sein: So recht verstanden habe ich die folgende visuelle Reizüberflutung erst mal nicht:</p>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz07.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="400" height="300" class="linksflusz blackborder" />
<p>So frohlockten sie, die Schilder allüberall in den Fensterbänken.</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz08.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>Und zwar egal,  wohin man schaute&#8230;</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz09.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>&#8230;überall ging es um  <cite>SALE</cite>. Ich überlegte angestrengt, &#8230;</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz10.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="400" height="300" class="linksflusz blackborder" />
<p>&#8230;ob mir dieses Wort in meinem deutschsprachigen Vokabular bisher entgangen war, kam aber lediglich auf einen Fluß im Großraum Halle (natürlich: DDR!), entschloß mich aber, meine schlimmsten Befürchtungen über eine von mir nicht rechtzeitig bemerkte Annektion vor ca. 20 Jahren zumindest für den Augenblick trotzdem in den Wind zu schlagen&#8230;</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz11.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>&#8230;und kam noch kurz auf den Dativ eines großen Raumes, der sich aber, wie der östliche Fluß, mit einem &#8220;A&#8221; mehr zu schreiben hatte. Jedenfalls in meiner Realität.</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz12.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="400" height="300" class="linksflusz blackborder" />
<p>Beim Wort Lager kam mir dann plötzlich die <a href="http://www.dradio.de/nachrichten/200907150700/1">strahlend</a> helle Erleuchtung: Na klar. Es geht um ordinäre Waren des täglichen Bedarfs!</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/meer_salz.jpg" alt="Meersalz &quot;sale marino grosso&quot;, Fa. gemma, Italien" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>Sofort hatte ich es klar vor Augen: <cite>Damit kochst Du Dir dein täglich Mittag!</cite></p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz14.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>Plötzlich ergab alles einen Sinn! Klar: Asse ist undicht, Lauge läuft rein, da muß man Salz rausholen und das <del datetime="2009-08-04T16:31:38+00:00">kann</del><ins datetime="2009-08-04T16:31:38+00:00">muß</ins> man billig verkaufen. <cite>Juchu, du bist doch nicht im Sozialismus, sondern in kristallklarer Marktwirtschaft.</cite></p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz19.jpg" alt="Tom Tailor: sale" title="" width="400" height="300" class="linksflusz blackborder" />
<p>Selbst alteingesessene Modefürsten haben deshalb umgesattelt&#8230;</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz20.jpg" alt="T-Shirt mit Etikett: sale" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>&#8230;und lassen ihre Strickwaren aus Salzfäden (die im Dunklen leuchten) anfertigen.</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz22.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="400" height="300" class="linksflusz blackborder" />
<p><cite>Jedes einzelne Salzkorn gibt es hier (teilweise) für die Hälfte: Toll.</cite> So dachte ich. Bis&#8230;</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz24.jpg" alt="Ehemaliges &quot;Karstadt&quot;-Gebäude mit Beflaggung: sale" title="" width="480" height="640" class="linksflusz blackborder" />
<p>&#8230;mich dieser Anblick mit einem Schlag endgültig wachrüttelte: <cite>Karstadt ist doch verscherbelt worden. Wieso sollten die noch Salz im Sortiment haben?</cite> Und da, plötzlich, war der Fall dann wirklich klar: Es geht gar nicht um Salz. Es geht um den großen Ausverkauf. Karstadt haben sie bereits an eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heuschreckendebatte">Heuschrecke</a> (vielleicht namens &#8220;Sale&#8221;?) verkauft. Was mag als nächstes kommen? Mal sehen, ob uns auch das ein schönes rotes Schild verrät&#8230;</p>
</div>
<div class="umbruch"><img src="/_ressourcen/uploads/salz13.jpg" alt="Schaufensterschilder: sale" title="" width="300" height="400" class="linksflusz blackborder" />
<p>&#8230;aha: Der Sommer. Na klar! Sommerausverkauf. Saisonausverkauf! Das, was man früher altbacken <cite>Sommerschlußverkauf</cite> nannte!</p>
</div>
<p>Da haben wir ihn also, den Salat. Während es früher einen Sommerschlußverkauf gab, bei dem sich panische Hausfrauen termingerecht einfinden konnten, um sich um Badehosen und Seidenblusen zu prügeln, ist das einzige, was heute noch ausverkauft wird, die deutsche Sprache. Weil man vom <cite>Schlußverkauf</cite> nicht mehr sprechen soll und <cite>Ausverkauf</cite> wohl nicht &#8220;neudeutsch&#8221; genug klingt, wird kurzerhand und dafür immerhin wochenlang in bestem Denglisch eine Binsenweisheit plakatiert: <cite>Wir verkaufen was!</cite> Gut, daß ich das jetzt endlich weiß. </p>
<p class="umbruch">Also, immerhin: Lehrreich war er, dieser Sonnabend. Und billig: Gekauft habe ich nämlich: Nix. Nicht mal Salz.</p>
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		<title>Wer ist hier rund?</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/03/wer-ist-hier-rund/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 12:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>

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		<description><![CDATA[
Schönen guten Tag an die Runde&#8230;
Das ist eine der Standardformulierungen des (mittlerweile zum Glück und abgesehen von Unterschichten-Abzocke-TV wie &#8220;Neuneinhalb-Live&#8221; weitgehend ausgestorbenen) Typs Fernsehsendung, wo Menschen mit zu viel Zeit für normalerweise kein GeldEntgelt anrufen, nach gründlicher Vorprüfung eventuell auserwählt werden und dann ihren alles in allem vollständig überflüssigen Senf zur lauwarmen Themenwurst geben sollendürfen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="linksflusz blackborder" title="Wer zum Kuckuck ist hier rund?" src="/_ressourcen/uploads/dierunde.jpg" alt="Bild: &quot;ARD Presseclub&quot; – zu sehen: Mehrere teil- bis vollschlanke und vor allem ältere Herren, auch eine zierliche blonde Dame, aber: Niemand rundes." width="400" height="300" /></p>
<p><cite>Schönen guten Tag an die Runde&#8230;</cite></p>
<p>Das ist eine der Standardformulierungen des (mittlerweile zum Glück und abgesehen von Unterschichten-Abzocke-TV wie &#8220;Neuneinhalb-Live&#8221; weitgehend ausgestorbenen) Typs Fernsehsendung, wo Menschen mit zu viel Zeit für normalerweise kein <del datetime="2009-08-03T15:55:15+00:00">Geld</del><ins datetime="2009-08-03T15:55:15+00:00">Entgelt</ins> anrufen, nach gründlicher Vorprüfung eventuell auserwählt werden und dann ihren alles in allem vollständig überflüssigen Senf zur lauwarmen Themenwurst geben <del datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">sollen</del><ins datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">dürfen</ins>. <span id="more-133"></span>Vorgetragen wird sie jeweils von eben jener/m Auserkorenen. Vermutlich, weil es alle so machen, denn: Ich habe, besonders im &#8220;ARD Presseclub&#8221; noch nie eine Runde gesehen!</p>
<p><img class="illustration_rechts blackborder" title="Wer zum Kuckuck ist hier rund?" src="/_ressourcen/uploads/dierunde1.jpg" alt="Bild: &quot;ARD Presseclub&quot; – zu sehen: Mehrere teil- bis vollschlanke und vor allem ältere Herren, auch eine zierliche blonde Dame, aber: Niemand rundes." width="400" height="300" /></p>
<p>Die Anwesenden sind dort wirklich vielseitig: Männlich (bis zu 15% auch mal nicht), alt (<del datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">bis zu</del> <del datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">20</del><del datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00"><ins datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">10</ins></del><del datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00"><ins datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">5</ins></del> manchmal auch nicht), hager bis etwas weniger hager, also kurzum: Alles, aber nicht rund. Oder haben die Anrufer alle diese antiquierten Vergrößerungslinsen vor dem Fernsehschirm, auf denen sogar das World Trade Center <del datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">aussieht</del><ins datetime="2009-08-03T12:02:31+00:00">aussah</ins> wie die Berliner Kongreßhalle?</p>
<p>Schönen Tag noch, liebe Runde!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erst, wenn Tränen fließen&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/06/09/erst-wenn-tranen-fliesen/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 08:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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		<description><![CDATA[tut es richtig weh. Oder so ähnlich. Jedenfalls war das bei einer gewissen, inzwischen älteren, Dame Namens Schreinemakers aus Krefeld so. Diese Dame, bekannt für die insbesondere im Prekariat beliebte Nahwasserbauweise und seinerzeit mit einer dementsprechenden Sendung im Unterschichtenfernsehen erfolgreich tätig, fand es gar nicht gut, den Erlös ihrer hochbezahlten Tränen mit der Staatskasse teilen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>tut es richtig weh. Oder so ähnlich. Jedenfalls war das bei einer gewissen, inzwischen älteren, Dame Namens Schreinemakers aus Krefeld so. Diese Dame, bekannt für die insbesondere im Prekariat beliebte <em>Nahwasserbauweise</em> und seinerzeit mit einer dementsprechenden Sendung im Unterschichtenfernsehen erfolgreich tätig, fand es gar nicht gut, den Erlös ihrer hochbezahlten Tränen mit der Staatskasse teilen zu müssen. Ihre diesbezüglichen Maßnahmen waren seinerzeit dementsprechend allgemein bekannt.</p>
<p>Bei einer anderen, sowohl dem Geburtsdatum als auch Selbstverständnis und Habitus nach zweifelsfrei alten Dame, ist das anders. Diese Dame namens <em>SPD</em> denkt gar nicht daran, sich einem  befreienden (und nicht selten kathartischen) Weinkrampf hinzugeben.<span id="more-113"></span> Sie trotzt der Realität, ist mehr kleines Mädchen als weise Greisin, und fordert, wie man es vom Quengelbereich an der Supermarktkette kennt, Tribut. Freilich nennt sie das anders: Nach <cite>Mobilisierung</cite> ruft sie, und ist sich nicht zu schade, diese strafzubewehren mit einer <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-SPD-Wahlpflicht/forum-160328/msg-16862381/read/">Wahlboykottgebühr</a>.  Auf die Idee, daß es womöglich gar nicht der böse Nichtwähler ist, der ihr inzwischen kaum mehr zu verbergendes Siechtum herbeigeführt hat, sondern ihr eigenes Unvermögen, sich verändernden Realitäten  adäquat und (wie in rotgrauer Vorzeit) mit Wagemut zu begegnen, kommt sie nicht.</p>
<p>Einem derart lahmenden Gaul hätte jeder Humanist und Tierfreund längst den Gnadenschuß gewährt. Zu schade, daß das Programm der SPD nicht im Prekariatsfernsehen läuft: Dort hätte man es,  wir erinnern uns an den Fall der erstgenannten Dame, <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1996/0824/kultur/0044/index.html">einfach  zentral abschalten</a> können. Das geht mit dem Europaparlament oder dem Bundestag nicht ohne weiteres. <em>Ich</em> werde mich hüten, das schade zu finden. Wie die SPD darüber denkt, da bin ich mir  in den letzten Jahren freilich nicht so sicher.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer nichts wird, wird&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/05/26/wer-nichts-wird-wird/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 13:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[unfähig]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;Wirt? Na, seit ein gewisser Herr Rach sein Unwesen treibt, wissen wir ja, daß sogar das Führen einer Bierpinte heutzutage  mindestens ein Baumschulabitur verlangt. Gut, daß das Sprichwort noch weitergeht, denn ist die Kneipe nicht gelungen, macht man in Versicherungen. Aber halt: Die gehören ja irgendwie zum Finanzmarkt, also: Auch nix (aus den bekannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><cite>&#8230;Wirt</cite>? Na, seit ein gewisser Herr Rach sein Unwesen treibt, wissen wir ja, daß sogar das Führen einer Bierpinte heutzutage  mindestens ein Baumschulabitur verlangt. Gut, daß das Sprichwort noch weitergeht, denn <cite>ist die Kneipe nicht gelungen, macht man in Versicherungen.</cite> Aber halt: Die gehören ja irgendwie zum Finanzmarkt, also: Auch nix (aus den <a href="/2009/05/06/eine-lage-fur-alle-falle/">bekannten Gründen</a>).</p>
<p>Erfreulicherweise gibt es aber dennoch eine Branche,  die – munkelt man – seit kurzem ungeheuer boomt, weshalb das bekannte Sprichwort auch prompt eine Ergänzung erfährt:<span id="more-106"></span> <cite>Bringt auch dieses keinen Lohn, gehst Du halt zu&#8230;</cite></p>
<div><img class="blackborder" title="Eine Rettung für alle Verzweifelten: Telefongesellschaften, deren Drückerkolonnen im Stile der Altkleidersammlung mit Sektencharme um qualifiziertes Personal buhlen" src="/_ressourcen/bitmap/fon.gif" alt="Neulich in meinem Briefkasten: &quot;Kein Job – kein Geld – keine Perspektive? Telefongesellschaft sucht 22 neue Mitarbeiter zur Neueröffnung in [...] Festanstellung, 1500 Euro Festlohn plus Provision. Interessiert? Dann rufen Sie uns an unter: 0177 [...]&quot;" width="480" height="360" /></div>
<p><img class="linksflusz blackborder" title="Leider hat die Zielgruppe keinen Briefkasten, den man ihr mit dem Konfetti hätte verstopfen können." src="/_ressourcen/bitmap/alo29.gif" alt="Arbeitssuchender 1929: &quot;Ich nehme alles&quot;. Er wäre dankbar gewesen!" width="199" height="300" /></p>
<p>Man darf sicher sein, daß die Telefongesellschaft über solche zielgruppengerechten Massenrekrutierungen, die vermutlich Drückerkolonnen nicht ganz in ihrem Sinne und zu Lasten  <a href="#daily2">verzweifelter Briefkastenbesitzer</a> durchführen, besonders erfreut sein wird. Mindestens so erfreut wie der abgebildete erste Bewerber, der schon kurz nach der Verteilaktion vor dem noch zu eröffnenden Geschäft  gesichtet wurde. Ich drücke die Daumen für die erste Million!</p>
]]></content:encoded>
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