Aus der Zeit, wo alles besser war.
4. März 2010
Wo sind sie geblieben?
Es gibt ja so viele Dinge, die es nicht oder zumindest so gut wie nicht mehr gibt. Oder die wenigstens konstant immer weniger werden. Zum Beispiel Raucher, plärrende Nachbarsblagen, oder, wenn auch zumindest in diesem Land mit nur homöopatisch sinkender Tendenz, Internetzausdrucker. Das waren jetzt alles Beispiele, die man, sobald sie mal zur Gänze weg sind, nicht nur nicht vermissen, sondern sich betreffs selbiger alsbald fragen wird: “Was war das noch mal gleich?”
Während man Exemplare wie die eben genannten also nicht bewußt als fehlend wahrnimmt, gibt es natürlich auch Dinge, die offenbar doch bedeutsam genug sind, um als nicht mehr wesend bemerkt zu werden. Ganzen Artikel lesen
11. Februar 2010
wenn ein Land, das einst als Musterbeispiel für die Vertreibung selbstgefälliger und autoritärer Herrscher galt, sich einen abgebrochenen Nachwuchs-Napoleon aus Ungarn zum Sonnenkönig wählt, der vor allem dafür sorgt, daß sein Yacht-Urlaub nicht ins Wasser fällt und seine Maitresse und ihre Mischpoke die richtigen Protektionsgesetze bekommen und in diesem ganzen Zusammenhang selbstredend auch nicht davor zurückschreckt, das Fußvolk mit Knüppeldrohnen zu drangsalieren und von mißliebigen Internetseiten fernzuhalten. Natürlich im Namen der Kinder. Und der Sicherheit.
Que de la merde, mes chers voisins. Que de la merde. Et que fâcheux. Ou sont-ils, les enfants de la patrille?
Zwar, zum Glück, keine klebrigsüßen und pseudogesunden “Frühstückchen” auf dem Tisch, aber dafür jede Menge staatlich fahrgeprüfter Intelligenzökonomiker auf dem nur unwesentlich winterlichen Asphalt. Früher[tm] ist eben alles besser. Und sei es nur eine Stunde.
16. Januar 2010
So befand es unser Kanzler schwitzt beim Kacken bereits vor über 15 Jahren. Auch ansonsten höchst lesenswert. Beispiele:
“Waren Sie … einmal jung?” – “Bei mir ist das anders.”
“Ich kenne den Unterschied zwischen Haschisch und Heroin.”
“Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.” (Weil es Pizzabäcker gibt.)
“Wie heißt die Hauptstadt von Australien?” – “Sydney, glaube ich.”
13. Januar 2010
Gleich vorweg: Obwohl es nahe läge, ich nenne es bewußt nicht Märchenstunde. Weil erstens Märchen mit “es war einmal” beginnen, was man von dieser pißgelben (”bürgerrechtsorientierten”) Neokapitalistenfraktion leider noch lange nicht behaupten kann. Weil zweitens Märchen (fast) immer gut ausgehen, was man von allem, was diese bekennenden Staatsfeinde sich mal in den Wasserkopf setzen (ohne jemals Wasser zu lassen) leider nicht behaupten kann, wenn man nicht gerade zu der überschaubaren Anzahl direkt verflochtener Profiteure gehört. Und drittens, weil Märchen eher im prosaischen Sinne einen geschichtlichen Aspekt haben, das Folgende aber leider im historischen Kontext zu betrachten ist.
Also, aufgemerkt: Vom Onkel Otto könnt Ihr noch was lernen. Ganzen Artikel lesen
11. Januar 2010

…und zwar auf das kleine, rot markierte. Daran erkennen Sie die professionelle Werbeagentur des Vertrauen’s des Großmarkt’s Ihre’s Vertrauen’s sowie des letzteren zuverlässig und professionell funktionierende Schlußredaktion in der Prospektabteilung. Das wußte schließlich schon vor Jahren eine Schokoladenfabrik: “Nur keinen Pfennig zu viel in die Werbung stecken.” (Fragt sich im konkreten Beispiel nur, wohin sons’t.)
23. Dezember 2009
Aus der Reihe “sterbende Urzeitmonster” lesen Sie heute: Was der Verlagosaurus Giganticus vom Scheibus Plasticus lernen kann. Und vermutlich niemals wird.
Ganzen Artikel lesen
21. September 2009
Was haben Sie sich dabei eigentlich gedacht? Einfach so heimlich und weitgehend leise davongehen? Ein Mann Ihres Kalibers hätte nun wirklich einen etwas spektakuläreren Abgang von der letzten Bühne hinlegen können. Verschwunden, entführt, Sarg geraubt oder halt irgendwas, das eines Aktenzeichens XY würdig wäre – stattdessen: Einfach weg. Gute Reise!
26. August 2009
Über endlose Beschallungshymnen (Senk ju for träwelling, wir bringen Ihnen auch ein Bier an den Platz, willkommen, ich heiße, mein Team und ich usw.), die einem als Fahrgast der German Bahn AG nicht einmal in der misanthropenfreundlicheren, sogenannten ersten Wagenklasse erspart bleiben, lasse ich mich hier nicht erneut aus. Nur ein ganz kleines bißchen.
Ganzen Artikel lesen
3. August 2009
Ja. Wenn man mal angefangen hat, dann geht’s gut von der Hand. Drum hier: Teil 2. Erich Mie…Schäuble.
Er, der natürlich auch alle Menschen liebt und sie am liebsten rund um die Uhr vor dem tödlichen Leben beschützen möchte, hat sich mit folgendem denkwürdigen Ausspruch für die Erich-Galerie qualifiziert:
Die Unschuldsvermutung heißt im Kern, dass wir lieber zehn Schuldige nicht bestrafen als einen Unschuldigen zu bestrafen. Der Grundsatz kann nicht für die Gefahrenabwehr gelten.
Noch früherer hieß sowas übrigens Schutzhaft, folgte ebenfalls dem Prinzip lieber einen zu viel in den Bau als einen zu wenig bestraft und diente natürlich, klar!, der Abwehr von Gefahren und dem Schutz des gesunden Volkskörpers.
Um Mißverständnisse auszuräumen: Natürlich hätte Erich S. auch gut in das Jackett von Erich M. gepaßt, denn . Aber die Reihe heißt nun mal: Jeder kann Erich und meint Erich H., der ja quasi über und vor all den anderen stand.