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	<title>DavidBLN.de &#187; Früher[tm]</title>
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		<title>Bumerang: Wayne interessiert&#8217;s</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 17:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Daß das &#8220;Sparpaket&#8221; neoliberal-westerwellescher Prägung und alternativlos-Merkelscher Ausführung blanker Wahnsinn, asozialer Unfug und volkswirtschaftlicher Masochismus ist, leuchtet jedem halbwegs denkfähigen Menschen ein, selbst wenn er sich nicht gleich geistiger Sozialist ist.
Auch verlautbart Ursula Engelen-Kefer eine Binsenweisheit, wenn sie von einem gefährlichen Bumerang schreibt, den der Bundesdoktor da losgeschleudert hat. Das dumme ist nur: Da ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daß das &#8220;Sparpaket&#8221; neoliberal-westerwellescher Prägung und alternativlos-Merkelscher Ausführung blanker Wahnsinn, asozialer Unfug und volkswirtschaftlicher Masochismus ist, leuchtet jedem halbwegs denkfähigen Menschen ein, selbst wenn er sich nicht gleich <a href="/2010/02/12/lohnung-mus-sich-wieder-leisten/">geistiger Sozialist</a> ist.</p>
<p>Auch verlautbart Ursula Engelen-Kefer eine Binsenweisheit, wenn sie <a href="http://www.engelen-kefer.de/meine-themen/sozialpolitik/soziale-gestaltung/sparpaket-wird-auf-dem-arbeitsmarkt-zum-bumerang.html">von einem gefährlichen Bumerang schreibt</a>, den der Bundesdoktor da losgeschleudert hat. Das dumme ist nur: Da ist was drauf geschissen. Denn: </p>
<p>Daß das Wahlvolk gerne eine weniger marktradikal-ideologische Führung hätte? Geschenkt: Wird ignoriert oder so lange zurechtwählen gelassen, bis es paßt. </p>
<p>Antizyklische Konjunkturpolitik? Teufelszeug! Schließlich hat man das in <del datetime="2010-06-11T17:31:11+00:00">grauer</del><ins datetime="2010-06-11T17:31:11+00:00">rot-gelber</ins> Vorzeit schon probiert &#8211; ganze acht Jahre lang, von denen es nur fünf funktioniert hat. (Daß das Gegenteil seit nunmehr  bald 30 Jahren noch weniger funktioniert und Hayek dem Land nicht wie einst Keynes eine halbe, sondern gleich mehrere Millionen Arbeitslose und Heerscharen von Tage- oder Billiglöhnern und Quasi-Leibeigenen beschert hat: Alles Propaganda!)</p>
<p>Nein, liebe Genossin Ursula, der zitierte Bumerang wird, sobald er, wie korrekt geweissagt, erst mit voller Wucht zurückkehrt, natürlich nicht seinem Absender um die Ohren oder durch den Hals segeln. Vielmehr, und nun bemühe ich eine allgemein verfügbare Glaskugel, wird es alsbald heißen: &#8220;Wir haben nicht genug gespart, sondern immer noch über unsere Verhältnisse gelebt.&#8221; Und dieses erbärmliche Spiel wird weitergehen, bis wir zurück in den Höhlen und Wäldern sind, aus denen wir scheinbar besser nie herausgekommen wären.</p>
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		<title>Patrone</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 14:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein neuer oder besser: besserer, halt: nennen wir es würdigerer, nein, passender: passenderer Schutzpatron, also: Der ideale Schutzpatron für meinen Lästerblock hier (von dem ich mir ja gar nicht sicher bin, ob ich ihn überhaupt weiter als reinen Lästerblock fortführen will) &#8211; also: Der ideale Typ dafür wäre eindeutig und ungeachtet aller Verehrung für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neuer oder besser: besserer, halt: nennen wir es würdigerer, nein, passender: passenderer Schutzpatron, also: Der ideale Schutzpatron für meinen Lästerblock hier (von dem ich mir ja gar nicht sicher bin, ob ich ihn überhaupt weiter als reinen Lästerblock fortführen will) &#8211; also: Der ideale Typ dafür wäre eindeutig und ungeachtet aller Verehrung für die ehemalige Inkorporation der von mir so herzlich als ideale Lästerzielscheibe verehrten teutonischen Spießigkeit nicht Hotte Tappert. Es wäre natürlich und ohne Zweifel Jürgen Holtz. Besser gesagt: Die Rolle, die Jürgen Holtz nach bereits vorweislicher Berufsroutine quasi über Nacht im ganzen frisch vereinigten Reich bekannt machte: Friedhelm Motzki. Gemein hat er mit Hotte immerhin, daß sich seiner die nicht mehr ganz so Jüngeren unter uns noch erinnern dürften, wenngleich das Schwellenalter hier ein wenig niedriger liegt als bei Hotte und daß die von ihm selbst dargestellte Persiflage auf jene Rolle, die er zweitausenddrölf in &#8220;Good bye Lenin&#8221; darstellen durfte, sogar doch auch &#8220;der Jugend&#8221; in Erinnerung sein sollte.</p>
<p>Wie auch immer, es geht nicht. Ich kann ihn nicht zum Schutzpatron machen, jedenfalls nicht ohne weiteres. Denn ich finde kein gemeinfreies verwertbares Lichtbild von ihm, das ich an Hottes Statt nach ganz oben packen könnte. (Vielleicht frage ich ihn ja einfach um Erlaubnis. Mal sehen.)</p>
<p>Bis dahin müssen diese Zeilen und, für die Jugend, die damit nichts anfangen kann, der Hinweis auf die bei Youtube vollständig verfügbare Serie (aus der auch der folgende Ausschnitt stammt) genügen. Mein persönlicher Favorit aus der Serie ist eigentlich sechseinhalb Stunden lang (weil ich sie mir in Dauerschleife ansehen könnte ohne daß es fad würde), aber besonders liebreizend wird es zum Beispiel ab Sekunde 57. Also, wer mich kennt und/oder schon immer wissen wollte, wer einst die manische Boshaftigkeit meiner Zunge zum Leben erweckt hat, der sehe sich dies und die übrigen 38 Schnipsel an.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wvnXsLFAj60&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/wvnXsLFAj60&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Kleingartenzoologie</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/27/kleingartenzoologie/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:10:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ICH habe ja, als ich diese Meldung zum Thema Würfelquallen gelesen habe, sofort an die beim Spiel gerne mal Torte essenden Rentner aus der Nachbarparzelle gedacht. Aber: Giftig waren die nicht. Und geräuschlos auch nicht, war doch das einzige, was man von denen überhaupt mitbekam, das regelmäßige Klackergeräusch kleiner Holzkuben, die auf ein Holzbrett purzeln.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>ICH habe ja, als ich <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/2587440_Maedchen-ueberlebt-Quallen-Angriff.html">diese Meldung zum Thema Würfelquallen</a> gelesen habe, sofort an die beim Spiel gerne mal Torte essenden Rentner aus der Nachbarparzelle gedacht. Aber: Giftig waren die nicht. Und geräuschlos auch nicht, war doch das einzige, was man von denen überhaupt mitbekam, das regelmäßige Klackergeräusch kleiner Holzkuben, die auf ein Holzbrett purzeln.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ausgerechnet Bananen?</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/13/ausgerechnet-bananen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie sich die Zeiten ändern. Stand man früher in der entbehrungsreichen Ostzone für Bananen stundenlang vor dem Konsum an, so wird heute in der immer schon freien und siegreichen Marktwirtschaft geduldig auf &#8211; immerhin vom reinen Brennwert her deutlich gehaltvolleres &#8211; Mineralöl gewartet.

Und das ist nur konsequent: Bei einem durchschnittlichen Tankinhalt von 50 Litern ergibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich die Zeiten ändern. Stand man früher in der entbehrungsreichen Ostzone für Bananen stundenlang vor dem Konsum an, so wird heute in der immer schon freien und siegreichen Marktwirtschaft geduldig auf &#8211; immerhin vom reinen Brennwert her deutlich gehaltvolleres &#8211; Mineralöl gewartet.</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/bananenbenzin.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/bananenbenzin-300x100.jpg" alt="Endlose Autoschlangen an einer &quot;Billigtankstelle&quot;" title="Warten muß sich wieder lohnen! Steht Schlange!" width="300" height="100" class="blackborder" /></a></p>
<p>Und das ist nur konsequent: Bei einem durchschnittlichen Tankinhalt von 50 Litern ergibt sich hier schließlich eine Ersparnis von ca. 1,50 Euro. Das sind (rückwirkend inflationsbereinigt) immerhin 1,95 D-Mark bzw., bei gutem inoffiziellem Umtauschkurs Stand 1990, immerhin 58,60 Mark der DDR. Gemessen an einer Wartezeit von 30 Minuten ergibt sich ein Stundenlohn von 117,20 Mark der DDR &#8211; und stünde man die täglich üblichen 8,5 Stunden, ergäbe sich ein Monatsverdienst von stolzen 18.263 Mark der DDR &#8211; das ist mehr, als selbst höchste Würdenträger damals (offiziell) erhielten. Also: Auf zur nächsten Discount-Tankstelle. Warten lohnt sich!</p>
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		<title>Wenn Werte kippen&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/04/wenn-werte-kippen/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 20:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;dann steht man ganz schön im Regen:

Nicht falsch verstehen: Ich bin dafür, daß das Zeug pro Schachtel ruhig 500 Euro kosten soll, damit wenigstens die Armen endlich gesünder leben gewollt werden &#8211; die Geldsäcke können ja ruhig weiterquarzen.
Mir fiel bei dem Plakat nur spontan ein, daß, wenn ich früher[tm] für Vaddern mal zu Ernas Erfrischungshalle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;dann steht man ganz schön im Regen:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/wenn_werte_kippen.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/wenn_werte_kippen-300x225.jpg" alt="Werbeplakat: Now 19 cigarettes 4,25 Euro" title="wenn_werte_kippen" width="300" height="225" class="blackborder" /></a></p>
<p>Nicht falsch verstehen: Ich bin dafür, daß das Zeug pro Schachtel ruhig 500 Euro kosten soll, damit wenigstens die Armen endlich gesünder leben gewollt werden &#8211; die Geldsäcke können ja ruhig weiterquarzen.</p>
<p>Mir fiel bei dem Plakat nur spontan ein, daß, wenn ich früher[tm] für Vaddern mal zu Ernas Erfrischungshalle gehen durfte, weil es da einen (damals noch ausschließlich mit Geldmünzen und ohne Alterschip funktionierenden) Kippenautomaten gab, ich da drei Markstücke reinwerfen mußte, um eine Packung &#8220;Reval ohne&#8221; einschließlich in der Packung befindlichen Wechselgeldes in Höhe einer halben D-Mark heimzutragen. Für die jüngeren unter uns: Zweifuffzich wären umgerechnet 1,28 Euro. Für damals sogar über 20 Glimmstengel.</p>
<p>Daran merkt man, wie das Geld an Wert verliert. Und/oder vor allem, wie alt man inzwischen ist.</p>
<p>(Daß das Plakat mitten in Düsseldorf, Deutschland offenbar gezielt ausländische Kunden ansprechen will, fällt mir gerade erst jetzt auf, da ich den Text fertig habe.)</p>
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		<title>Wo sind all die Uhren hin?</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/03/04/wo-sind-all-die-uhren-hin/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 06:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo sind sie geblieben?
Es gibt ja so viele Dinge, die es nicht oder zumindest so gut wie nicht mehr gibt. Oder die wenigstens konstant immer weniger werden. Zum Beispiel Raucher, plärrende Nachbarsblagen, oder, wenn auch zumindest in diesem Land mit nur homöopatisch sinkender Tendenz, Internetzausdrucker. Das waren jetzt alles Beispiele, die man, sobald sie mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo sind sie geblieben?</p>
<p>Es gibt ja so viele Dinge, die es nicht oder zumindest so gut wie nicht mehr gibt. Oder die wenigstens konstant immer weniger werden. Zum Beispiel Raucher, plärrende Nachbarsblagen, oder, wenn auch zumindest in diesem Land mit nur homöopatisch sinkender Tendenz, Internetzausdrucker. Das waren jetzt alles Beispiele, die man, sobald sie mal zur Gänze weg sind, nicht nur nicht vermissen, sondern sich betreffs selbiger alsbald fragen wird: &#8220;Was war das noch mal gleich?&#8221;</p>
<p>Während man Exemplare wie die eben genannten also nicht bewußt als fehlend wahrnimmt, gibt es natürlich auch Dinge, die offenbar doch bedeutsam genug sind, um als nicht mehr wesend bemerkt zu werden.<span id="more-1090"></span> Neben funktionierender und zuverlässiger öffentlicher (insbesondere  Verkehrs-)Infrastruktur, <a href="http://weltkaputt.wordpress.com/2009/01/21/berliner-weisse/">Schultheiß-Weiße</a> und halbwegs unkorrumpiert der (echten) sozialen Marktwirtschaft anhängenden Politikerhirnen sind das vor allem, so bilde ich mir ein: Öffentliche Uhren.</p>
<p>In meiner Jugend Maienblüte, gab es sowas an sprichwörtlich jeder Straßenecke. Sei es als Bestandteil eines (Straßen-)Bahnhofs, freistehend wahlweise mit oder ohne rotierendem und wahlweise illuminiertem Werbewürfel, an öffentlichen Gebäuden, Geschäften, Apotheken, an Hauswänden oder in Schaufenstern, kurzum: Die allgemeine Zeit war derart präsent, daß man sich ihr zumindest im Stadtgebiet praktisch nicht entziehen konnte. </p>
<p>Nicht hauptsächlich deshalb, aber durchaus davon begünstigt, habe ich es mir daher schon zeitig abgewöhnt, die empfindliche Haut meines Handgelenkbereichs mit zeitscheibenbewehrten Fesseln aus muffigem (Kunst-)Leder, klapperndem Blech oder schäbigem Plastik zu belasten. Zumal auch das plötzlich wie eine Landplage allgegenwärtige Mobiltelefon recht bald mitteilen konnte, was die Stunde geschlagen hat  (in jedem Sinne).</p>
<p>Gut möglich, daß mir das seither auffällig konsequente Sterben der gemeinen öffentlichen Zeit weit mehr auffällt als Zeitgenossen, die den privaten Selbstversklavungsapparat am Unterarm mindestens als selbstverständlich, in extremen Fällen sogar als dekoratives (und die Ausgabe vierstelliger Beträge wertes) Element betrachten. Und selbst denen, die nach fortgeschrittenem Biergenuß beim Überprüfen der privaten Zeitmaschine den gesamten Unterarm &#8211; zur Erheiterung der Umstehenden &#8211; nebst Maßkrug um 135° drehen, muß doch inzwischen klar geworden sein: </p>
<p>Das waren SIE. Die Neokapitalisten. Sie, die alles privatisieren wollen, investieren längst in Chronographen. SIE meinen, wenn sie nur die Sozialuhr auf dem Rathausplatz auch noch abschaffen, kaufe ich mir womöglich auch so eine Handfessel. Aber da können SIE lange warten, ich habe auch so genug Zeit.</p>
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		<title>Sarkozmus ist,</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/02/11/sarkozmus-ist/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 19:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[wenn ein Land, das einst als Musterbeispiel für die Vertreibung selbstgefälliger und autoritärer Herrscher galt, sich einen abgebrochenen Nachwuchs-Napoleon aus Ungarn zum Sonnenkönig wählt, der vor allem dafür sorgt, daß sein Yacht-Urlaub nicht ins Wasser fällt und seine Maitresse und ihre Mischpoke die richtigen Protektionsgesetze bekommen und in diesem ganzen Zusammenhang selbstredend auch nicht davor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wenn ein Land, das einst als Musterbeispiel für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Französische_Revolution">Vertreibung selbstgefälliger und autoritärer Herrscher</a> galt, sich einen abgebrochenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolas_Sarkozy">Nachwuchs-Napoleon aus Ungarn</a> zum Sonnenkönig wählt, der vor allem dafür sorgt, daß sein <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/625/362447/text/">Yacht-Urlaub</a> nicht ins Wasser fällt und seine <a href="http://www.facebook.com/m.kirchmair/posts/283847114551">Maitresse und ihre Mischpoke</a> die richtigen Protektionsgesetze bekommen und in diesem ganzen Zusammenhang selbstredend auch nicht davor zurückschreckt, das Fußvolk mit <a href="http://www.wired.co.uk/news/archive/2010-02/10/future-police-meet-the-uk's-armed-robot-drones.aspx">Knüppeldrohnen</a> zu drangsalieren und <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/frankreich-bekommt-internetsperren/">von mißliebigen Internetseiten fernzuhalten</a>. Natürlich im Namen der Kinder. Und der Sicherheit.</p>
<p>Que de la merde, mes chers voisins. Que de la merde. Et que fâcheux. Ou sont-ils, les enfants de la patrille?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Morgens, halb sieben in Deutschland.</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 06:39:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar, zum Glück, keine klebrigsüßen und pseudogesunden &#8220;Frühstückchen&#8221; auf dem Tisch, aber dafür jede Menge staatlich fahrgeprüfter Intelligenzökonomiker auf dem nur unwesentlich winterlichen Asphalt. Früher[tm] ist eben alles besser. Und sei es nur eine Stunde.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar, zum Glück, keine klebrigsüßen und pseudogesunden &#8220;Frühstückchen&#8221; auf dem Tisch, aber dafür jede Menge staatlich fahrgeprüfter Intelligenzökonomiker auf dem nur unwesentlich winterlichen Asphalt. Früher[tm] ist eben alles besser. Und sei es nur eine Stunde.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Kartoffelsalat stirbt aus</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/01/16/der-kartoffelsalat-stirbt-aus/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 21:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>

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		<description><![CDATA[So befand es unser Kanzler schwitzt beim Kacken bereits vor über 15 Jahren. Auch ansonsten höchst lesenswert. Beispiele:
&#8220;Waren Sie &#8230; einmal jung?&#8221; &#8211; &#8220;Bei mir ist das anders.&#8221;
&#8220;Ich kenne den Unterschied zwischen Haschisch und Heroin.&#8221;
&#8220;Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.&#8221; (Weil es Pizzabäcker gibt.)
&#8220;Wie heißt die Hauptstadt von Australien?&#8221; &#8211; &#8220;Sydney, glaube ich.&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So <a href="http://www.dietotenhosen.de/alldieganzenjahre_was_frueher_einmal_war_browser.php?contentid=48">befand</a> es <a href="/2009/09/17/euer-kanzler/">unser Kanzler schwitzt beim Kacken</a> bereits vor über 15 Jahren. Auch ansonsten höchst lesenswert. Beispiele:</p>
<blockquote><p>&#8220;Waren Sie &#8230; einmal jung?&#8221; &#8211; &#8220;Bei mir ist das anders.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Ich kenne den Unterschied zwischen Haschisch und Heroin.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Der ordentliche Kartoffelsalat stirbt langsam aus.&#8221; (Weil es Pizzabäcker gibt.)</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Wie heißt die Hauptstadt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Australien">Australien</a>?&#8221; &#8211; &#8220;Sydney, glaube ich.&#8221;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Gelbe Geschichtsstunde</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 12:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Gleich vorweg: Obwohl es nahe läge, ich nenne es bewußt nicht Märchenstunde. Weil erstens Märchen mit &#8220;es war einmal&#8221; beginnen, was man von dieser pißgelben (&#8221;bürgerrechtsorientierten&#8221;) Neokapitalistenfraktion leider noch lange nicht behaupten kann. Weil zweitens Märchen (fast) immer gut ausgehen, was man von allem, was diese bekennenden Staatsfeinde sich mal in den Wasserkopf setzen (ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich vorweg: Obwohl es nahe läge, ich nenne es bewußt nicht Märchenstunde. Weil erstens Märchen mit &#8220;es war einmal&#8221; beginnen, was man von dieser pißgelben (&#8221;bürgerrechtsorientierten&#8221;) Neokapitalistenfraktion leider noch lange nicht behaupten kann. Weil zweitens Märchen (fast) immer gut ausgehen, was man von allem, was diese bekennenden Staatsfeinde sich mal in den Wasserkopf setzen (ohne jemals Wasser zu lassen) leider nicht behaupten kann, wenn man nicht gerade zu der überschaubaren Anzahl direkt verflochtener Profiteure gehört. Und drittens, weil Märchen eher im prosaischen Sinne einen geschichtlichen Aspekt haben, das Folgende aber leider im historischen Kontext zu betrachten ist.</p>
<p>Also, aufgemerkt: <a href="http://www.s-o-z.de/?p=14895#more-14895">Vom Onkel Otto könnt Ihr noch was lernen.</a><span id="more-859"></span> Zum Beispiel, daß die erfolgreiche Zerschlagung des fortschrittsfeindlichen Staatstelefonmonopols in Deutschland entgegen allen kommunistischen Legenden deutlich vor 1980 stattgefunden haben muß:</p>
<blockquote><p>Wenn die Kunden heute noch den Telefonverkehr im staatlichen Monopol hätten, dann hätten wir immer noch unsere Drehscheibentelefone. Jeder Fortschritt wäre ausgeschaltet, weil es kein Interesse daran gäbe.</p></blockquote>
<p>Das ist doch mal konkrete Ansage! Denn ein sogenanntes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fernsprechtischapparat#FeTAp_75">FeTAp_75</a> gab es im Freundeskreis bereits lange, bevor Ottos Vorfahren (zusammen mit Birnes Freunden) überhaupt aktiv mit dem Zerschlagen hätten loslegen können. Und nur kurz nach dem Beginn der bis heute andauernden Restaurationsepoche besaßen wir sogar ein <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Nizzatel.jpg&#038;filetimestamp=20050225143716">&#8220;KTel 373&#8243;</a> (in der weißen Edelausführung). </p>
<p>Gut, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Otto_Solms">wenn der Onkel Otto kein freiheitlich-kapitaler Prinz</a>, sondern ein Ost-Otto wäre, könnte man ihm die verschobene Zeitlinie nachsehen. Ist er aber nicht. Stattdessen weiß er um den Segen des privatisierten Menschheitsfortschritts noch deutlich besser Bescheid: </p>
<p>Daß Druck das[tm] Mittel ist um gut zu arbeiten. Daß das insbesondere für die Bahn gilt (die ist heute schließlich deutlich zuverlässiger als in alten Reichsbahntagen). Daß erst durch Privatisierung neue Sachen erfunden werden &#8211; man denke nur an Frankreich, das bekanntlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SNCF">noch nie eine Staatsbahn</a> hatte und nur so <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/TGV#Vorgeschichte">zum weltweiten Schnellzugpionier</a> werden konnte. Oder an das Mekka der urinfarbenen Manchesterkapitalisten, das Land der absoluten Merk-, äh: Marktfreiheit: Die <a href="http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/wicks.html">konsequente  Auf- und Übergabe des Staatsnetzes</a> in den verantwortungsvollen (Hände)druck ausschließlich <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/986/349821/text/">kundenorientierter</a> Investoren führte dort erstmals in der Geschichte zu einem vorbildlich instandgehaltenen Streckennetz, höchster Kundenzufriedenheit und <a href="http://www.zeit.de/2009/11/British-Rail">sekundengenauer Pünktlichkeit</a>.</p>
<p>Also,  wer will hier noch mal gleich den Fortschritt behindern? Ich jedenfalls nicht. Nicht den von Leuten wie Prinz Otto. Fort, je forter, desto besser.</p>
<p>(<a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4454#h13">Via</a>)</p>
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		<title>Achten Sie auf diese&#8217;s Zeichen!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 06:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[man spricht deutsh]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;und zwar auf  das kleine, rot markierte. Daran erkennen Sie die professionelle Werbeagentur des Vertrauen&#8217;s des Großmarkt&#8217;s Ihre&#8217;s Vertrauen&#8217;s sowie des letzteren zuverlässig und professionell funktionierende Schlußredaktion in der Prospektabteilung. Das wußte schließlich schon vor Jahren eine Schokoladenfabrik: &#8220;Nur keinen Pfennig zu viel in die Werbung stecken.&#8221; (Fragt sich im konkreten Beispiel nur, wohin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/aSadZ.jpg"><img class="blackborder" title="Heute billig, morgen teuer: Der Depp'o'stroph. Jetz't auch in Ihre'm Gro'ßmarkt!" src="/_ressourcen/uploads/aSadZ-257x300.jpg" alt="Prospekt: Im Preis gesenkt! Die besten Preise für's neue Jahr / Achten Sie auf dieses Zeichen!" width="257" height="300" /></a></p>
<p>&#8230;und zwar auf  das kleine, rot markierte. Daran erkennen Sie die professionelle Werbeagentur des Vertrauen&#8217;s des Großmarkt&#8217;s Ihre&#8217;s Vertrauen&#8217;s sowie des letzteren zuverlässig und professionell funktionierende Schlußredaktion in der Prospektabteilung. Das wußte schließlich schon vor Jahren eine Schokoladenfabrik: &#8220;Nur keinen Pfennig zu viel in die Werbung stecken.&#8221; (Fragt sich im konkreten Beispiel nur, wohin sons&#8217;t.)</p>
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		<title>Die haben es nötig!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 14:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Reihe "sterbende Urzeitmonster" lesen Sie heute: Was der Verlagosaurus Giganticus vom Scheibus Plasticus lernen kann. Und vermutlich niemals wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß schon. Über sterbende Dinosaurier muß man sich nicht lästernd auslassen, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">das tun die mittlerweile schon selbst so geschickt</a>, daß kein Auge trocken bleibt.</p>
<p>Und damit bin ich schon bei dem Dinosaurier, der mich gestern zur Verzweiflung gebracht hat &#8211; obwohl der eigentlich längst tot sein müßte. Troubadix könnte man den nennen, ach nein, letzterer hat ja selbst musiziert, während der, den ich meine, lediglich (aber dafür viel zu lange viel zu gut) davon lebte, Musik auf Plastikscheiben zu kopieren und einen jahrelangen, zuletzt <a href="http://www.raubkopierer-sind-verbrecher.de/">peinlich bis grotesken</a> öffentlichen Todeskampf anstimmte, als er viel zu spät merkte, daß die Leute Plastikscheiben lieber selbst kopieren. Oder gar nicht mehr, weil es ihnen gar nicht um die Scheiben selbst, sondern primär um deren Inhalt geht.</p>
<p>Also: In meiner Jugend Maienblüte gab es von einem Künstler (der sich, übrigens auch aufgrund von Streitigkeiten mit Dinosauriern, immer wieder mal neue Namen gab, die auf seine Plastikscheiben gedruckt werden mußten) ein ziemlich schönes Stück. Das war so gut, daß ich es mir damals schon von meinem raren Taschengeld auf so einer Plastikscheibe gekauft habe. Die hat seinerzeit etwa 15 Mark gekostet, was inflationsbereinigt heute ungefähr 250.000 Euro sein dürften. Oder auch etwas weniger, aber immerhin deutlich zu viel angesichts des umständlichen Bezugswegs damals:</p>
<ol>
<li> Busfahrschein kaufen</li>
<li>in die Stadt fahren</li>
<li>Plastikscheibe holen</li>
<li>noch einen Busfahrschein kaufen (oder eine Monatskarte gehabt haben)</li>
<li>heim fahren</li>
<li>Plastikscheibe auspacken</li>
<li>Stereoanlage anwerfen</li>
<li>Plastikscheibe einlegen</li>
<li>Lied hören.</li>
</ol>
<p>Daß man die Schritte 1-8 heute getrost als historisch betrachten darf, sich das Geld für Transportmittel sparen und Lieder in mittlerweile hervorragender Qualität binnen 30 Sekunden platzsparend als Datei frei Haus bekommen kann, geschenkt. Daß ich, weil die oben genannte Plastikscheibe durch eigenes Verschulden sowohl physikalisch (verliehen, verloren, verschlampt?) als auch inhaltlich (bei meiner vor allem aus Wohnraumoptimierungsgründen &#8211; ja, ich hasse unnötige Staubfänger! &#8211; durchgeführten großen Plastikscheiben-auf-Massenspeicher-Kopieraktion wohl übersehen?) perdü ist, erneut für das Lied (freilich nicht wieder für eine unnütz staubfangende Plastikscheibe) bezahlen muß: Wäre halb so wild, wenn das &#8220;muß&#8221; nicht ein &#8220;müßte&#8221; wäre.</p>
<p>Denn glaub mal nicht, daß auch nur eins der inzwischen zahlreichen seriösen Musik-Herunterladeportale den Titel bei sich hat. Und warum? Die Glaskugel sagt: Das Riesenlabel, unter dem das Lied damals auf Plastik kopiert wurde, verweigert sich (wohl als letztes seiner Art) bis heute der Realität: &#8220;Wenn wir das  zum Herunterladen anbieten, wird es nur raubkopiert werden.&#8221; Und nun rate mal, was der einzige zeitgemäße Weg ist, sich diesen Titel (für den jemand wie ich schon vor Jahren aus heutiger Sicht unseriös hohe Summen bezahlt hat) nun wieder zu beschaffen (ohne dabei auf gebrauchte Plastikscheiben zurückzugreifen): Genau. Sogenannte Raubkopierertauschbörsen. Dort ist es in jeder vorstellbaren Kompression und Version zu haben. Binnen Minuten.</p>
<p>Um den Bogen zum Anfang wieder zu bekommen: Angesichts solcher Lächerlichkeiten darf man freudig gespannt sein, welchen absurden Todeskrampf uns in den kommenden Jahre der Totes-Holz-Saurier (Verlagosaurus Giganticus) liefert. Den des Scheibus Plasticus zu toppen, das muß man erst mal bringen.</p>
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		<title>So nicht, Herr Zimmermann!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 08:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle einsperren!]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[Tot]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben Sie sich dabei eigentlich gedacht? Einfach so heimlich und weitgehend leise davongehen? Ein Mann Ihres Kalibers hätte nun wirklich einen etwas spektakuläreren Abgang von der letzten Bühne hinlegen können. Verschwunden, entführt, Sarg geraubt oder halt irgendwas, das eines Aktenzeichens XY würdig wäre &#8211; stattdessen: Einfach weg. Gute Reise!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben Sie sich <a href="http://www.welt.de/news/article4577620/Der-Schrecken-der-Unterwelt-ZDF-Legende-Eduard-Zimmermann-gestorben.html">dabei</a> eigentlich gedacht? Einfach so heimlich und weitgehend leise davongehen? Ein Mann Ihres Kalibers hätte nun wirklich einen etwas spektakuläreren Abgang von der letzten Bühne hinlegen können. Verschwunden, entführt, Sarg geraubt oder halt irgendwas, das eines Aktenzeichens XY würdig wäre &#8211; stattdessen: Einfach weg. Gute Reise!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wir sind pünktlich!!!1!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/26/445/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 12:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Ficken]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
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		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhestörung]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Über endlose Beschallungshymnen (<cite><a href="http://www.senkjuvortraewelling.de/">Senk ju for träwelling</a>, wir bringen Ihnen auch ein Bier an den Platz, willkommen, ich heiße, mein Team und ich</cite> usw.), die einem als Fahrgast der German Bahn AG nicht einmal in der misanthropenfreundlich<ins datetime="2009-08-26T10:50:19+00:00">er</ins>en, sogenannten ersten Wagenklasse erspart bleiben, lasse ich mich hier nicht erneut aus. Nur ein ganz kleines bißchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über endlose Beschallungshymnen (<cite><a href="http://www.senkjuvortraewelling.de/">Senk ju for träwelling</a>, wir bringen Ihnen auch ein Bier an den Platz, willkommen, ich heiße, mein Team und ich</cite> usw.), die einem als Fahrgast der German Bahn AG nicht einmal in der misanthropenfreundlich<ins datetime="2009-08-26T10:50:19+00:00">er</ins>en, sogenannten ersten Wagenklasse erspart bleiben, lasse ich mich hier nicht erneut aus, weil bereits binsenweis bekannt.</p>
<p>Auch daß es auf manchen Bahnhöfen</p>
<p><img src="http://www.davidbln.de/_ressourcen/uploads/geileAutomaten.jpg" alt="Süßwarenautomat, Aufschrift: Geile Warenautomaten GmbH" title="Echt geil!" width="400" height="300" class="blackborder" /></p>
<p>gibt, lasse ich mal so stehen.</p>
<p>Bemerkenswert fand ich jüngst allerdings ein Fragment dieser ganzen Akustikfolter (die man in den guten alten Abteilwagen übrigens noch mittels Lautstärkeregler beinahe auf null drehen konnte):</p>
<blockquote><p>Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, daß wir dort pünktlich eintreffen. Sie erreichen sämtliche Anschlußzüge.
</p></blockquote>
<p>Wohlgemerkt: <strong>Ein</strong> Fragment. Denn auf der gesamten fünfstündigen Fahrt gab es diese Ansage, anders als die Hinweise auf Bier und Namen des Personals, genau ein einziges Mal. Früher[tm], als alles noch <del datetime="2009-08-26T10:50:19+00:00">besser</del><ins datetime="2009-08-26T10:50:19+00:00">gut</ins> war, gab es (und nicht mal das auf jeder Fahrt) bestenfalls mal Ansagen wie</p>
<blockquote><p>&#8230;leider erreichen Sie Ihren Anschlußzug nach Köttel an der Ritze nicht mehr rechtzeitig.</p></blockquote>
<p>Aber man kann nicht alles haben. Dafür haben wir heute statt piefiger Schaffner immerhin Bordteams. Und Internet. In bestimmten Wagen. Manchmal.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jeder kann Erich (Teil 2)</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/03/jeder-kann-erich-teil-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 21:08:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jeder kann Erich!]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Honecker]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitswahn]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ja. Wenn man mal angefangen hat, dann geht&#8217;s gut von der Hand. Drum hier: Teil 2. Erich Mie&#8230;Schäuble.
Er, der natürlich auch alle Menschen liebt und sie am liebsten rund um die Uhr vor dem tödlichen Leben beschützen möchte, hat sich mit folgendem denkwürdigen Ausspruch für die Erich-Galerie qualifiziert:
Die Unschuldsvermutung heißt im Kern, dass wir lieber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="linksflusz"><img src="/_ressourcen/uploads/Erich-Schäuble.jpg" alt="Erich Schäuble" title="Erich Schäuble" width="350" height="480" class="blackborder" /></div>
<p>Ja. Wenn man mal angefangen hat, dann geht&#8217;s gut von der Hand. Drum hier: Teil 2. Erich <del datetime="2009-08-03T20:54:45+00:00" title="Ups... Freud halt.">Mie&#8230;</del><ins datetime="2009-08-03T20:54:45+00:00">Schäuble</ins>.</p>
<p>Er, der natürlich auch <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Erich_Mielke">alle Menschen liebt</a> und sie am liebsten rund um die Uhr vor dem <a href="/2009/07/31/jetzt-enthullt-leben-todlich/">tödlichen Leben</a> beschützen möchte, hat sich mit folgendem denkwürdigen Ausspruch für die Erich-Galerie qualifiziert:</p>
<blockquote class="erich"><p><cite>Die Unschuldsvermutung heißt im Kern, dass wir lieber zehn Schuldige nicht bestrafen als einen Unschuldigen zu bestrafen. Der Grundsatz kann nicht für die Gefahrenabwehr gelten.</cite></p></blockquote>
<p class="umbruch">Noch früherer hieß sowas übrigens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzhaft_(Nationalsozialismus)">Schutzhaft</a>, folgte ebenfalls dem Prinzip <cite>lieber einen zu viel in den Bau als einen zu wenig bestraft</cite> und diente natürlich, klar!, der Abwehr von Gefahren und dem Schutz des gesunden Volkskörpers.</p>
<p>Um Mißverständnisse auszuräumen: Natürlich hätte Erich S. auch gut in das Jackett von Erich M. gepaßt, denn . Aber die Reihe heißt nun mal: <cite>Jeder kann Erich</cite> und meint <strong>Erich H.</strong>, der ja quasi über und vor all den anderen stand.</p>
]]></content:encoded>
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