Dieses auch “Spinatschiß” oder “flotte Lotte” genannte Schmiermittel ist das Markenzeichen von PulloverInnen strickenden linken SpießerInnen, bei denen vor allem politische Korrektheit (natürlich nur im Sinne von: “Hauptsache höflich ausgedrückt”) hoch im Kurs steht.
30. August 2011
Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers “Wahlkampf” ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, als beliebig austauschbare Köpfe.
Daß auch Phrasen beliebig austauschbar sind, habe ich dabei stets geflissentlich ignoriert. Daß die Simulation von Inhalten mich das ganze Bauerntheater noch mehr verachten lassen würde, als es die oben genannten Hackfressen je könnten, hätte ich auch nicht gedacht. Doch merke: Das Grundwesen der Peinlichkeit besteht zweifelsfrei darin, daß sie sich immer doch noch weiter unterbieten läßt. Ganzen Artikel lesen
Bekanntlich soll man genau dieses nicht tun, wenn es darum geht, Sümpfe trockenzulegen. Gut, nun ist im allgemeinen politischen Sinne gegen solche Vorhaben selten etwas einzuwenden, aber das zugrundeliegende Prinzip ist leider von universeller Gültigkeit.
Gegen den Wiederaufbau einer Vorort-S-Bahn-Strecke, was sollte da sprechen? Nun, auch ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist eben immer eine Frage der Perspektive. Im Falle der mittlerweile wohl durchweg besservedienenden Bewohner des angenehm hauptstadtnahen Örtchens Kleinmachnow bei Berlin-Zehlendorf ist diese Perspektive eindeutig die des Weltuntergangs, der ruhig überall stattfinden kann, Hauptsache nicht im eigenen Vorgarten. Ganzen Artikel lesen
5. Juni 2011
Farblich haben sie erstaunliche Ähnlichkeit mit den Vollidioten, die die (noch) wählenden Schafherden regelmäßig “legitimieren”.

Während jene allerdings alle gleichermaßen käuflich und ferngesteuert sind, habe diese hier alle gleichermaßen, was jenen schon lange fehlt. Feuer.
16. Januar 2011
Gib’s zu. In Wirklichkeit hältst du die Grünen immer noch für die Partei der guten Sache, nicht nur für Pflanzen und Tiere sondern auch und ganz im Geiste ihrer dezent progressiv angehauchten Anfangsjahre, also für irgendwie “sozial”, empathisch und eben halt: Menschlich. Ganzen Artikel lesen
15. November 2010
…sind im Grunde wie alle Bananen. Erst sehen sie grün aus:

Und dann werden sie gelb:

Die dritte und endgültige Reifestufe ist bekanntlich… ach, genug Farbenzauber für heute. Aber mal ehrlich – welches Bild sieht authentischer aus?
(Inspiriert durch eigene Erfahrungen mit der und vor allem durch etliche Artikel von Uwe Ness über die “Grüne Partei” wie zum Beispiel diesen, sowie eine schon aufgrund ihrer Perspektive höchst interessanten Serie von Jutta Ditfurth, die schon vor Jahren und wohl mangels Interesses politischerer Blätter in der “Neuen Revue” erschien.)
Bildmaterial: Grüne Baden-Württemberg (Quelle), lizenziert unter CC-BY-SA 2.0.
1. Juli 2010
Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen – wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine geeignete Person seines/ihres Vertrauens als Kandidat vorschlagen können, das nur am Rande.
Daß ausgerechnet die vermeintlich gut informierten twitternden und bloggenden “digital natives” sich jedoch instrumentalisieren lassen, völlig unreflektiert nicht nur Herrn Gauck als nachgerade messiasgleichen Landesführer mit ausschließlich positiven Eigenschaften öffentlich anzuhimmeln, sondern der Linkspartei und ihren Wahlleuten, die es wagten, sich nicht einfach für einen mit ihr nicht abgestimmten (wir erinnern uns: Herr Gabriel von der “S”PD hatte, gemeinsam mit Herrn Trittin, nicht etwa die Linken per SMS kontaktiert, sondern lieber den Bundesdoktor) “überparteilichen” Kandidaten einspannen zu lassen, enttarnt in einem kaum beschreibbaren Maße die Naivittät und womöglich Selbstüberschätzung jener, die von sich behaupten, nicht Teil einer gar nicht existierenden “Internet-Gemeinde” zu sein sondern längst die breiten Massen zu repräsentieren. Wobei: In letzterem Punkt haben “sie”, die sie da munter neben dem Drei-plus-ein-Gänge-Menü der Marathonversammlung hertwitterten, damit sogar Recht, hat doch zuletzt das gefühlte ganze Land “yes we gauck” gekreischt – scheint irgendwie ein Volksbedürfnis mit langer Tradition zu sein. Ganzen Artikel lesen
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Abgelegt unter: Peinlich — Tags:CDU, Deutschland, Fremdscham, Führer, Grüne Flitzekacke, Internetz, Jammerlappen, Merkbefreiung, Politik, SPD, Wahlkrampf, Yes weekend — von DavidBLN um 15:40
11. Juni 2010
muß doch dieses dämliche Wahlvieholk mal kapieren, wie klare Mehrheitsverhältnisse auszusehen haben – so, wie in NRW jedenfalls nicht, findet Bild am Montag.
Solange sich der Pöbel also weiterhein trotzig wie ein Kindergartenkind der reinen (und alternativlosen!) Lehre Hayek’scher Markteffizienz verweigert und doch allen Ernstes auf Utopien wie einen solidarischen Staat setzt, muß man ihn eben entweder ignorieren oder so lange zur Urne schicken, bis er keine Lust mehr hat und endlich aufhört, das tatsächliche Mehrheitsverhältnis der Leistungsträger weiter durch seine querulativen Fehlfarben-Kreuze zu stören. Ganz im Sinne von “50 Liegestützen für den Langhaarigen”, das hat sich bei unserer Friedenstruppe und sonstigen Heldenvereinen schließlich auch als probat erwiesen.
3. Juni 2010
Abseits der zweifelsfrei bewußt als Testballons lancierten “Abstimmungen”, wen das Volk denn gerne als nächsten Sparkassendirektor hätte und bei denen man dann in der Regel zwischen den verschiedenen zu versorgenden Kandidaten aus der schwarzgelben Front “wählen” soll, gibt es dann und wann auch “erweiterte” “Kandidatenlisten”. Da fallen dann auch schon mal gerne Namen wie Margot Käßmann oder Joseph “Joschka” Fischer.
Käßmann, die mir als parteipolitisch wenig verseucht scheint: meinetwegen gerne. Aber den käuflichen Gasbaron Fischer? Warum holen diesen geschmierten Möchtegernrevoluzzer plötzlich alle aus dem Sumpf, in dem er gemeinsam mit seinem Sinnesfreund Ger(har)d zu recht und, so hatte ich gehofft, für immer verschwunden war? Daß er es war, der seine Partei endgültig in einen neoliberalen Kriegsbefürworterhaufen verwandelt hat (”in der Realpolitik ankommen ließ”), scheint entweder vergessen oder einigen wirklich als veritable Lebensleistung zu gelten. Und manch einer entblödete sich in der Vergangenheit ja nicht einmal, ausgerechnet ihn, der den bisher gravierendsten Bruch der deutschen Verteidigungsgrundsätze in seiner ehedem pazifistischen Partei regelrecht durchprügelte, als Friedensfürst zu verbrähmen, weil er im Nahen Osten so vorzüglich geschlichtet habe.
Andererseits, der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf, und wenn dieser Kopf dann nicht nur Fisch wäre, sondern Fischer, dann hätte das Exportwettbewerbswunderland Deutschland auch an höchster staatlicher Stelle endlich einen Komperativ.
17. August 2009

Wie versprochen, soll der eher diskret gepflegten Männerfreundschaft zwischen Dr. Erich Merkel und Erich Künast hier Rechnung getragen werden. Die Aufnahme des letzteren in diese Galerie erfolgt unter strikter Beachtung des Regulariums (Kandidat muß sich als Erich qualifiziert haben) – jedenfalls so strikt, wie auch die grüne Flitzkackpartei die grundgesetzlich garantierten Bürgerrechte ehrt. Falls das als Begründung nicht reicht, erfolgt die Aufnahme behelfsweise einfach in vorauseilendem Gehorsam: Sobald die beiden Kumpanen erst einmal gemeinsam auf dem Thronder Regierungsbank sitzen, wird auch der in Sachen Erich hinter den Ohren bisher noch (wenigstens etwas) grüne Genosse Künast die Volkssicherheitsvisionen des großen Bruders mit absegnen. Immerhin, kürzlich wurde schon mal die neue Diktion geübt und die Gebetsmühle
keinen rechtsfreien Raum
[tm] bemüht. Schon ganz wie ein großer. Na, sieben Jahre als JuniorverräterKellner gehen eben auch an Parteien mit Basisdemokratur nicht vorbei. Bau auf!
Bildteile von Ingrid Strauch, veröffentlich unter CC-by-sa.