4. Oktober 2011
Für Internetunternehmungen, die – wie zum Beispiel diese hier – etwas mit Selbstdarstellung zu tun haben, ist das kostenlose, quelloffene Redaktions-/”Blog”-System Wordpress inzwischen wohl erste Wahl. Das liegt sicher und vor allem am relativ überschaubaren Installations- und Anpassungsaufwand. Andere Systeme wie Drupal sind hier deutlich flexibler und mächtiger, aber eben auch viel komplexer. Und mit Hilfe vieler optional erhältlicher Erweiterungen (”Plugins”) und/oder etwas PHP-Grundwissen können auch ungeübte Selbstdarsteller erstaunlich individuelle Projekte verwirklichen.
Einen grundlegenden Schönheitsfehler hat Wordpress allerdings. Zumindest für Menschen, die wie ich gerne selbst kontrollieren, was so ein System letztlich an Daten in die weite Welt pustet. Im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Redaktionssystemen herrscht im harten Kern der “Entwicklergemeinde” die felsenfeste Überzeugung, daß absolute und vollqualifizierte URL-Pfade so etwas wie die reine Lehre und der Weisheit letzter Schluß in einem sind. Ganzen Artikel lesen
5. September 2011
Wo wir gerade dabei und beim Thema kindisch sind: Die Stimmberechtigten Mitglieder von Wikimedia sind überwiegend der Auffassung, daß das Filtern von Bildern wichtig ist.
Ich verkürze es ganz bewußt auf diesen einen Punkt. Denn mit diesem Punkt steht und fällt für mich das Wesen eines enzyklopädischen Projekts. Ganzen Artikel lesen
1. Juli 2011
…über den Faecesbook-Seelenstriptease der “Post Privacy-Spacken” lästern, um wenig später auf Zwitter stolz zu verkünden, daß sie nun dank “Invite” zu den ersten gehören, die sich bei “Oggle Plus” selbst nacktmachen.
…eine Mailingliste betreiben, deren einziger Output seit Jahren in einer monatlichen (automatisch generierten) Erinnerung daran besteht, daß man sich irgendwann einmal auf dieser Mailingliste eingetragen hat.
Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche – natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen – Zusatz-”findickjanzdufte”-Buttons auf meinen entsprechenden Portalen einbinden soll, da diese “natürlich” künftig auch das Suchergebnis und damit eben auch die Vermarktbarkeit meiner Seiten beeinflussen würden. Mich verleiten solche impliziten Zwänge ja immer sofort zum Nachdenken über Alternativen. Vielleicht sollte ich die Werbeflächen jetzt doch lieber mal an die Interessenten verkaufen, deren Angebote zwar gut waren, aber kein Entwicklungspotential versprachen, wie es die – dank Werbeblockern, für die ich aufgrund der oft grauenhaften Werbetreibenden und ihrer Formate größtes Verständnis habe – immer lausiger werdenden Einnahmen aus der “Netzwerkwerbung” vollmundig taten und tun.
Bei anderen führt allerdings solcher im Monatstakt auftretende Hype regelmäßig zu medialen Erregungswellen, die man nicht mal von pubertierenden Jungmopedbesitzern in meinem derzeitigen, dörflich-bäuerlichen Exilwohnort kennt, sobald diese irgendwelche Weibchen in Peilweite bemerken. Und Fremdschämen, wie ich es sonst nur für unreflektiert “Häppi Bürsti”-singende Altersgenossen aus meiner Kindergartenzeit kannte, packt mich, wenn in meinem (hier: virtuellen) Umfeld das Hype-Produkt mit der gleichen armseligen und doch wirksamen Strategie einführt werden kann Ganzen Artikel lesen
30. Juni 2011
Liebe Deutsche BundesPost AG!
Früher, in der Steinzeit, mußte man Briefe als Normalsterblicher mit Wertmarken bekleben. Diese mußte man am Schalter kaufen, oder, sofern man passendes Münzgeld hatte, konnte man sie zu jeder Zeit den mechanischen gelben Automaten nach Geldeinwurf mit Kurbeln entlocken.
Dann, irgendwann Ende des letzten Jahrtausends, hattest du eine Idee. Zwar hast du ihr, ganz dem denglischen Zeitgeist geschuldet, den reichlich peinlichen Namen StampIt! gegeben, aber davon abgesehen war sie ziemlich genial. Ganzen Artikel lesen
24. Juni 2011
23. Juni 2011
Dieses Phänomen (das es, das sei der Ordnung halber erwähnt und nicht etwa aus “Gleichstellungsgründen”, selbstredend auch in männlich gibt) wird in diesem großartigen Artikel über den beispielhaften Werdegang eines populistischen Schwachsinnsgesetzes ebenso hervorragend beschrieben, wie auch die ganze Farce, die sich hinter der (auch nur noch selten und dann meist kurz vor Wahlkrämpfen) tatkräftigen Fassade unserer neuzeitlichen Realpolitik verbirgt.
Ich will nicht viele Worte machen, der Beitrag ist schon lang genug. Lest ihn auf jeden Fall bis zum Ende. Diejenigen unter uns, die selbst bei Providern arbeiten, werden schnell und mit Schrecken feststellen, daß Szenerien wie die geschilderten keine Ausnahme sind. Ich habe jedenfalls mehr als ein “Déja-vu” beim Lesen erlebt.
22. Juni 2011
Ich schreibe dies aus zwei Gründen. Erstens: Weil ich fürchte, daß das im Folgenden behandelte Phänomen nur Leute begreifen, die die Vorzüge einer möglichst mauslosen Computerbedienung zu schätzen wissen und deshalb auch mit ihrer Tastatur nicht auf Kriegsfuß stehen und es deshalb jenen, die genau den beschriebenen Designfehler machen, überhaupt nicht als Benutzbarkeitsproblem in den Sinn kommt. Zweitens, weil ich anderen Tastenfickern (wie ich selbst einer bin) gerne einen einfachen Weg zeigen will, wie man diesen Krebs auf bequemstmögliche Weise wieder los wird. Ganzen Artikel lesen