6. Juni 2011
“Eigentlich” wollte ich den heutigen – bzw.: gestrigen – Sonntag als Konsument erleben. Und zwar in jenem klassischen Sinne, wie ihn eine mittlerweile immer verbissener, ja: peinlicher agierende Unterhaltungsindustrie gerne definiert sieht: Sofa, Chips, Glotze, DVD.
Natürlich kam es anders. Dazu muß man wissen, daß der Film, um den es ging, erstens kein klassischer Blockbuster, sondern eher französisch-intellektuelle Kommödie war, und ich ihn zweitens vor etwa 20 Jahren aus dem Fernsehen auf VHS aufgenommen und später dann mittels Capture-Karte digitalisiert auf einem Medium gespeichert hatte, das eines Tages aus, wenn man so will, systemimmanenten technischen Gründen versagte. Durch eine, sagen wir mal: glückliche, Fügung fand besagter Film nun in der DVD-Version wieder zu mir. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, nicht nur zusätzlich zur damals aus “Arte” aus wiederum technischen Gründen einzigen deutschen Tonspur auch im Originalton, sondern auch mit, wie heute üblich, durchaus spannendem “Bonusmaterial” daherzukommen; im konkreten Fall: Interviews mit der Hauptdarstellerin, der Regisseurin und dem Autor. Ganzen Artikel lesen
20. Januar 2011
In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben andere über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich nachgedacht.
Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. Ganzen Artikel lesen
24. Dezember 2010
Schoene Sachen sind immer gewuenscht.
Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.
Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)
Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut. Ganzen Artikel lesen
19. Dezember 2010
dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.

Den Tages-”Zeitungs”-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.
22. November 2010

OK, zwei (jeweils nicht mal immer gegebene) Dimensionen kriege ich zusammen: 1. die olfaktorische und 2. die akustische. Wer mir die dritte plausibel erklärt, hat einen gut. (Entweder oder.) Und wer mir erklären kann, warum ich ausgerechnet diese Werbung sehe, wenn ich mir der niemals endenden Gier nach fossilen Brennstoffen zum Opfer gefallene Gebäude ansehe, der kriegt sogar beides.
20. November 2010
Alle drei Minuten liest man – besonders momentan, anläßlich der “Zeitschriftentage” des VDZ – irgendein, bisweilen in zwanghaft bis trotzigen selbstreferentiellen Optimismus gehülltes, Wehklagen irgendeines Verlagslenkers, das praktisch immer darauf abhebt, daß wahlweise dieses fiese Internetz oder böse Monopolisten wie Google, Apple und ihresgleichen die schönen (”für Qualitätsjournalismus so bitter nötigen”) Gewinne kaputtmachten, indem sie, ja, halt was-auch-immer täten, sei es Suchergebnisse zu zeigen (oder nicht), sei es auf Beiträge zu verlinken (oder nicht) oder sei es, einfach selbst zu existieren und womöglich erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Vor allem letzteres ist ja etwas, das insbesondere das jahrzehntelang als Torhüter von Meinung und Wissen unentbehrlich gemachte und damit systemimmanent erfolgsverwöhnte Wortdruckgewerbe fast nur noch aus sagenhaften Erzählungen der Altvorderen kennt und kaum jemals noch selbst zustande bringt. Ganzen Artikel lesen
18. November 2010
Ich twott jüngst:
Wenn die Polizei Eure Städte videoüberwacht kriegt Ihr keinen Verpixelungsdünschiß. Aber wehe wenn ne CSU-Tante polemisiert…
Das ist natürlich sehr verkürzt (man darf das im Fall von Twitter als Systemimmanenz bezeichnen). Es trifft aber im Grunde dennoch genau die Geisteshaltung, die ich der Mehrheit der “Verpixler” attestiere. Wenn auch weder primär noch vorrangig, habe ich damit dennoch nicht ganz ohne Absicht auch den von mir bis auf gelegentliche kleine Perspektivdifferenzen sehr geschätzten Block-Kollegen Köpke, der wenig vorher einen durchaus durchdachten Text zur Verpixlungsdebatte beitrug, zu folgendem Einwurf provoziert:
Belege die perfide Lüge, dass MIR Polizeiüberwachung keine Kopfschmerzen bereitet!
Wenngleich ich genau ihm genau das niemals unterstellen würde (dafür lese ich seine Texte schon viel zu lange und gerne), will ich dann also doch auch mal versuchen, zusätzlich zu meinen bildgestalterischen Äußerungen auch verbal darzulegen, warum ich einen viel entspannteren Umgang mit einem dieser vielen Themen wünsche, deretwegen „uns“ „die restliche Welt“ wohl wieder einmal etwas „verwundert“ „bestaunen“ dürfte.
Plump gesagt ist die ganze Debatte für mich vor allem eine eher absurde und völlig diffuse Gemengelage. Hier werden viel “German Angst”, eine gute Scheibe Polemik, eine Prise Kampagne (”Lex Google” – nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal übrigens, da wette ich drauf), einige (wie ich finde) grundlegende Mißverständnisse juristischer Natur, eine gute handvoll Gerechtigkeit und, das sei eingeräumt, berechtigte Sorgen um die Geschäftspraktiken eines für manchen beängstigend schnell wachsenden Weltkonzerns zu einem typisch deutschen Eintopfgericht verkocht.
Worum geht es eigentlich genau? Ganzen Artikel lesen

Originalbild: Andrew Bossi, Lizenz: CC-BY-SA
Kommentare (0) |
Abgelegt unter: > 1000 Worte — Tags:Deutschland, Dummheit, Fremdscham, Internetz, Jammerlappen, Massenhysterie, Merkbefreiung, Paranoia, rechtsfreier Raum[tm], Streetview, tipico tedesco, Unfug — von DavidBLN um 15:03

Originalbild: ger1axg, Lizenz: CC-BY-SA