<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DavidBLN.de &#187; Kapitalismus</title>
	<atom:link href="http://www.davidbln.de/tag/kapitalismus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.davidbln.de</link>
	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 16 Oct 2011 22:39:42 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Oben und unten</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/09/14/oben-und-unten/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/09/14/oben-und-unten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 19:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leute, die]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=2137</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.&#8221;
&#8220;Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu zensieren, zu gängeln, mit frommen Sprüchen und vaterfreundlichem Getue in Sicherheit zu wiegen, ganz wie der Schäfer seine Lämmer kurz vor Ostern?&#8221;</p>
<p>&#8220;Du spinnst ja. In Afrika hungern sie. Aber doch nicht bei uns. In China wird zensiert, das ist ja wohl deutlich schlimmer. Im Iran treten sie die Menschenrechte mit Füßen, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen. Und korrupte, selbstherrliche Regime gab es unter Adolf und Honecker, aber bei uns? Uns geht es ja wohl immer noch ziemlich gut hier.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/09/14/oben-und-unten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kindisch</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/09/05/kindisch/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/09/05/kindisch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 09:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Blagen]]></category>
		<category><![CDATA[Deine Mudda]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=2130</guid>
		<description><![CDATA[Immer öfter brüsten sich Unternehmen und Konzerne mit der Behauptung, besonders viel für die sogenannte &#8220;Work-Life-Balance&#8221; ihrer Arbeitssklaven zu tun. Teil und Krönung dieser selbstverständlich völlig frei erfundenen und vor allem wortgewaltigen Schönfärbereien ist die sogenannte Kinderfreundlichkeit. 
Diese besteht, je nach Firma, in einem Betriebskindergarten, der selbstverständlich in den wenigsten Fällen für die Eltern kostenneutral [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer öfter brüsten sich Unternehmen und Konzerne mit der Behauptung, besonders viel für die sogenannte &#8220;Work-Life-Balance&#8221; ihrer Arbeitssklaven zu tun. Teil und Krönung dieser selbstverständlich völlig frei erfundenen und vor allem wortgewaltigen Schönfärbereien ist die sogenannte Kinderfreundlichkeit. </p>
<p>Diese besteht, je nach Firma, in einem Betriebskindergarten, der selbstverständlich in den wenigsten Fällen für die Eltern kostenneutral daherkommt; wir sind schließlich nicht im Kommunismus. Noch öfter und lieber wird das Wort von der vermeintlichen Kinderliebe freilich ausgesprochen im Zusammenhang mit der Genehmigung, die lieben Kleinen mit ins Büro zu bringen. </p>
<p>Ich darf diese ganz spezielle Form elterlicher Zuneigung selbst immer häufiger in meinem ganz persönlichen Büroumfeld erleben und frage mich dabei vor allem: Was hätte ich selbst als Kind solch fürsorglich( angestellt)er Eltern wohl als erstes gemacht? <span id="more-2130"></span>Irgendwas kaputt? Krach? Weglaufen? Ernsthaft: Wie kann man sich eigentlich einreden (lassen), es gäbe für die lieben Kleinen nichts faszinierenderes, als Papa oder Mama dabei zuzusehen, wie sie entweder völlig in ihrer geliebten Arbeit aufgehen (so lernt man als Kind wenigstens, sich nicht immer selbst als Mittelpunkt zu sehen, und sei es nur der der elterlichen Liebe) oder aber schlecht und recht durch die alltägliche Gruseldarbietung einer fleischgewordenen Geisterbahn navigieren. Mit ein paar Spielsachen ohne jedes Alters- und Bezugsgruppenmitglied, aber dafür inmitten alter Säcke und Säckinnen zwischen sechs und neun Stunden verharren zu dürfen.</p>
<p>Nein. Wirklich kinderfreundlich ist ein Unternehmen, das seinen Angestellten genug Gehalt bezahlt, um eine Kinderbetreuung in kindgerechter Umgebung finanzieren zu können. Sei es außerhalb der Familie oder innerhalb derselben, indem &#8211; wie in der sozialistischen Vergangenheit selbst einer BRD einst möglich &#8211; das Daheimbleiben eines Elternteils problemlos und ohne Existenzrisiken möglich ist. Wirklich kinderfreundlich sind Arbeitgeber (und -nehmer), die in &#8220;Notlagen&#8221; und Ausnahmefällen das Daheimbleiben eines Elters ermöglichen, sei es mit Heimbürotätigkeit oder auch ohne. Wirklich kinderfreundlich ist eine Gesellschaft, in der nicht Kind und Arbeitsplatz irgendwie &#8220;vereinbar&#8221; sind, sondern in der ein Arbeitsplatz im Bezug auf Kinderaufzucht, wie auch auf alles andere, Mittel zum Zweck und nicht Mittelpunkt des Selbstzwecks ist.</p>
<p>Aber da sind wir schon wieder bei einer Utopie, deren bloßes Erwähnen in Zeiten wie diesen als Sakrileg gilt. Oder zumindest als kindisch.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/09/05/kindisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weniger ist mehr</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/23/weniger-ist-mehr/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/06/23/weniger-ist-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 21:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1858</guid>
		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!
Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!</p>
<p>Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden (&#8221;wenn Sie, dann kriegen Sie&#8221;). Es ist auch ganz egal, ob ihr euch selbst als &#8220;Produktmanager&#8221;, &#8220;Controller&#8221; oder &#8220;Consultants&#8221; bezeichnet. Ich verstehe euch. Wirklich. Nicht, daß ich mit euch tauschen möchte. Dieses tägliche Strampeln und Ellenbogengerangel habe ich noch nie gemocht, zumindest, seit ich das Spermienstadium erfolgreich hinter mir gelassen habe. Aber ich verstehe euch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn der gesamte Tages- und womöglich Nachtablauf einzig davon dominiert ist, immer noch mehr rausholen zu müssen (oder, wie man sich dann selbst gerne einredet: &#8220;zu wollen&#8221;). Und selbst, wenn das &#8220;wollen&#8221; nicht eingeredet ist und ihr ernsthaft davon überzeugt seid, daß das der Weg ist, wie die Welt ein besserer Platz werden kann (oder zumindest euer Vorgarten und die Garage): Sei es drum. Jeder wie er mag. </p>
<p>Ob nun also freiwillig oder aus &#8220;Sachzwängen&#8221;: Tut, was ihr tun zu müssen meint. Holt immer noch mehr raus. Nur eine Bitte habe ich dabei. Eine ganz kleine, dringende<span id="more-1858"></span>:</p>
<p><em><strong><big><span style="font-size: 400%; color: #f00; ">HÖRT ENDLICH AUF, EURE KUNDEN ZU VERARSCHEN!</span></big></strong></em></p>
<p>Mag ja sein, daß genug Leute gar nicht sofort merken, wenn ihr bei gleichem Preis &#8211; und, wie es Senseo besonders clever macht: begleitet von einem schönen hohen WKZ, damit es wegen des resultierenden Schnäppchenpreises erst recht nicht sofort auffällt &#8211; weniger Kaffe oder Knäcke oder Schokoriegel in eure Packungen preßt, die dann möglichst auch noch kaum anders (oder, auch so ein netter Trick, wie ihn Kraft bei Philadelphia gerne anwendet: ganz anders und erheblich &#8220;schicker&#8221;) aussehen. Das ist normal und natürlich von euch kalkuliert, denn wer hat schon Lust, jedes Mal alles zu prüfen, zählen, wiegen, messen.</p>
<p>Aber mal ehrlich, ihr abgespackten bonusgeilen Nappsülzen: Das Gefühl, WENN man dann eines Tages merkt, daß man von jemandem, dem man einen gewissen Vertrauensvorschuß gewährt hat (an der Uni hat man Euch das als &#8220;Markenbindung&#8221; gelehrt, ein Konzept, das euch und eurer Religion natürlich viel zu langfristig angelegt ist) unter Ausnutzung desselben verarscht worden IST: Das kennt ihr hoffentlich selbst. Und habt hoffentlich noch noch soviel Selbstachtung, daß ihr euch selbst beantworten könnt, was man als normal fühlender Mensch dann macht. Falls nicht, seht ihr es hier exemplarisch: Ich erzähle es allen, die ich kenne. Und kaufe eure Scheiße nie wieder.</p>
<p>Das ficht euch natürlich nicht an, so viel habe ich von diesem System längst verstanden. Denn ihr seid inzwischen dank der kurzfristigen Margen längst fürstlich entlohnt und befördert worden oder weitergezogen zum nächsten kurzsichtigen Wirt &#8211; weshalb der Titel dieses Beitrags auch ziemlich treffend euer schlaues Konzept benennt. Aber vielleicht kapieren es wenigstens die Unternehmen, die noch von anständigen (und überhaupt: von) Menschen und nicht von anonymen grauen Herren aus Fondsverwaltungen besessen und geführt werden, rechtzeitig und haben so einmal mehr die Chance, sich durch Leistung und nicht durch Beschiß zu profilieren.</p>
<p>Neulich war ich übrigens beim &#8220;Bauern nebenan&#8221;. So, wie seit Jahren jede Woche. Der hat keinen Schlips. Und keine Marketingabteilung. Der hat nicht mal Verpackungen, sondern alles lose. In einem dunklen, staubigen, rümpeligen Schuppen verkauft dieser Mensch zum Beispiel exzellente Kartoffeln. Seit Jahren. Ohne Preisaktionen, ohne bunte Tüten, ohne Werbung, ohne Consultants. Und hat den Laden täglich voll. Sogar, wenn die Kartoffeln mal teurer werden. Und wißt ihr auch warum? Naja, könnt ihr ja mal überlegen. Ihr wißt es sowieso. </p>
<p>Aber wer gibt schon gerne zu, daß das, was er tut, selbstherrliche, egoistische, überflüssige Scheiße ist.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ich fahre, wie &#8220;man&#8221; das hier in der vorholländischen Tiefebene so macht, gelegentlich zu Frau Antje zum Einkaufen. Und nehme dort dann auch, wenn ich es nicht vergesse, einen Vorrat Kaffe mit. Der kostet dort, verglichen mit Deutschland, ungefähr die Hälfte. Und nun ratet mal, ob in den holländischen &#8220;Senseo&#8221;-Packungen neuerdings weniger als die dort seit langem üblichen 36(!) Pads drin sind. Oder ob man dort wenigstens plötzlich mehr als im Schnitt 3,39 Euro für so eine Packung bezahlt. Die Antwort könnt ihr euch denken. Freilich wirft das bei mir sofort neue Fragen auf: Lassen sich holländische Kunden nicht so leicht verarschen? Ist man dort auch mit weniger großen Margen zufrieden? Laufen in Holland weniger Schlipsträger herum? Gut, nachdem unsere käsebegeisterten Nachbarn heute beschlossen haben, daß Informationsfreiheit im Internetz wichtiger ist als Aktionärsdividende (Netzneutralität!), könnte man letzteres fast vermuten. Allerdings ist meine Theorie eher die altbekannte: Das deutsche Schaf redet sich seinen Schlachter lieber schön, als ihn in den Arsch zu beißen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/06/23/weniger-ist-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Lieber wenig ändern als gar nichts&#8221;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/23/lieber-wenig-andern-als-gar-nichts/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/06/23/lieber-wenig-andern-als-gar-nichts/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 09:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1933</guid>
		<description><![CDATA[Ich gehöre zu den Menschen, die nichts von &#8220;Kompromissen&#8221; halten. Wann immer ich aus dem Munde eines (Partei-)Politikers Wörter wie &#8220;Kompromißformel&#8221;, &#8220;Konsensbeschluß&#8221; oder auch &#8220;Handlungsfähigbleiben&#8221; höre (ein nerviger sauerländischer &#8220;Sozialdemokrat&#8221; hatte das Synonym von der Opposition, die Mist sei und der inzwischen &#8220;erfolgreiche&#8221; &#8220;realpolitische Flügel&#8221; einer angeblichen Umwelt- und Anti-Atompartei betet seit 20 Jahren vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehöre zu den Menschen, die nichts von &#8220;Kompromissen&#8221; halten. Wann immer ich aus dem Munde eines (Partei-)Politikers Wörter wie &#8220;Kompromißformel&#8221;, &#8220;Konsensbeschluß&#8221; oder auch &#8220;Handlungsfähigbleiben&#8221; höre (ein nerviger sauerländischer &#8220;Sozialdemokrat&#8221; hatte das Synonym von der Opposition, die Mist sei und der inzwischen &#8220;erfolgreiche&#8221; &#8220;realpolitische Flügel&#8221; einer angeblichen Umwelt- und Anti-Atompartei betet seit 20 Jahren vor, daß man sich lächerlich mache, wenn man &#8220;unrealistische&#8221; Forderungen stelle und so niemals regieren können würde). </p>
<p>Ich möchte aber hier das wahre Gesicht politischer &#8220;Kompromißbereitschaft&#8221; gar nicht näher beleuchten. Ich glaube, ich muß das auch gar nicht. Ich kann euch nämlich einfach ein Video einbetten, das in wunderbarer Weise zeigt, wo man endet, wenn man sich erst einmal brav auf den Weg des Kompromistes begeben hat. </p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/VC9ZUqA0WsI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Aufmerksamen unter Euch haben schnell gemerkt: Hier geht es nicht um den &#8220;WWF&#8221;. Hier geht es auch nicht um ein bißchen Regenwaldretten. In diesem seltenen Moment entwaffnender politischer Ehrlichkeit zeigt eine (wie ich finde: bedauernswerte und aufgrund dieses fundamentalen &#8220;Kommunikations-Desasters&#8221; sicher auch bald &#8220;untragbare&#8221; und deshalb arbeitslose) Person schlicht und einfach, wie unsere moderne, westliche, globalisierte, vorbildliche, fortschrittliche, überlegene (usw.) Welt politisch funktioniert. Wer im &#8220;Diskurs&#8221; zwischen &#8220;Wirtschaftsinteressen&#8221; und &#8220;sonstigem&#8221; die Hosen an hat. Wer in dieser zum Selbstbedienungsrestaurant verkommenen Welt Koch und wer Kellner ist.</p>
<p>Und ja, die Frau hat auch Recht: Wären Leute wie sie nicht als Feigenblatt dort, wäre &#8220;alles noch schlimmer&#8221;. Falls das denn geht. Und das liegt daran, daß wir immer noch nicht kapiert haben, daß die Welt nicht wie ein Zeitschriftenabonnement funktioniert, das man einmal bestellt und das einen dann für eine Laufzeit von vier Jahren mit den gewünschten und bestellten Inhalten beliefert, bis man wieder mal ein anderes bestellt. Diese unsere Demokratie, von der ich uns allen unterstelle, daß wir sie vor allem deshalb loben, weil sie so bequem ist wie eben ein Zeitschriftenabo oder ein Handyvertrag, funktioniert genau so, wie die Frau in dem Video das beispielhaft aufzeigt.</p>
<p>Ich möchte nur, daß ihr darüber mal gründlich nachdenkt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/06/23/lieber-wenig-andern-als-gar-nichts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kalibrieren bitte!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1811</guid>
		<description><![CDATA[In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben <a href="http://www.ennomane.de/2011/01/18/was-uns-euroweb-vs-nerdcore-ueber-postprivacy-und-informationskontrolle-lehrt/">andere</a> über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich <a href="http://rz.koepke.net/2011/01/20/antiautoritare-erziehung-als-altlast/">nachgedacht</a>.</p>
<p>Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. <span id="more-1811"></span></p>
<p>Vorab: Ich verabscheue Disclaimer. Ich verabscheue sie, weil sie dem Leser etwas ersparen sollen, das ich prinzipiell von jedem verlange: Sich die Mühe zu machen, kontextuell und nicht reflexhaft oder in Schubladen zu denken. In einer Situation, in der zum kübelweisen Besprühen mit virtueller Scheiße (&#8221;Shitstorm&#8221;) aufgerufen wird und die weder einer Hexenjagd noch dem letzten hinterwäldlerischen Lynchmob in irgendetwas nachsteht, kann man Rationalität jedoch kaum erwarten. Drum mache ich schweren Herzens eine Ausnahme. Also: Wer mich kennt, weiß, was ich von Leuten halte, die aus der Gutgläubigkeit Profit ziehen. Daran hat sich auch heute und nach diesem Beitrag nichts geändert. Und selbstverständlich stehe ich auch weiterhin dazu, daß das &#8220;Argument&#8221;, daß man immer jemanden oder etwas findet, der/das &#8220;noch schlimmer&#8221; (dran) ist, für mich niemals eins sein wird. Wertmaßstäbe sind für mich keine Frage der Relation. Ich hoffe, das genügt.</p>
<p>Wertmaßstäbe sind indes ein guter Einstieg. Wir sind uns sicher alle einig, daß selbsternannter &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zu verachten ist, wenn er parteiisch wird und vor allem, wenn er das auf Basis von Behauptungen und Vermutungen tut. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-zeitschrift-mit-dem-frausrufezeichen/">Fragezeichen sind hier ein beliebtes Stilmittel</a> (&#8221;Hat dieser Mann drei Frauen abgeschlachtet?&#8221;, &#8220;Bundeskanzler ein Betrüger?&#8221;). Und sobald es um Journalistendarsteller wie Baptist Kerner geht, der sich <a href="http://redblog.twoday.net/stories/11579097/">auf Kosten des Steuerzahlers</a> mit einem privatkommerziellen Fernsehtrupp nach Afghanistan fliegen läßt, um sich dem Kriegsminister als Stichwortgeber und &#8220;der Truppe&#8221; als Kümmerer im Dienste einer großen &#8220;unsere Jungs und die Freiheit am Hindukusch&#8221;-Kampagne anzudienen, wird sich &#8211; völlig zurecht &#8211; über das Fehlen jedweder echten kritischen Distanz kollektiv ereifert. </p>
<p>Das Einfordern von Distanz scheint jedoch relativ &#8211; Gegenbeispiel: Ein selbsternannter Rächer des &#8220;kleinen Mannes&#8221; schwadroniert in einem, vorsichtig formuliert: leicht voreingenommenen Beitrag des mitteldoofen Rundunks über eine Firma, die Unternehmer über den Tisch ziehe. Was ist geschehen? Die vermeintlich Betrogenen haben für das Versprechen, eine Homepage (MDR-Moderator: &#8220;das sind so Visitenkarten im Internet&#8221;) im Wert mehrerer tausend Euro geschenkt zu bekommen, ohne jede Skepsis oder nochmaliges Lesen alles unterschrieben, was man ihnen vorlegte. Denn: &#8220;Es wirkte ja völlig seriös&#8221;. Und natürlich, weil das &#8220;Angebot nur jetzt sofort&#8221; gegolten habe. Man befragt einen Rechtsanwalt zu einem heimlich gefilmten Verkaufsgespräch und dieser stellt, fast gleich einer Enthüllung, fest, daß die &#8220;Außendienstmitarbeiter&#8221; wohl &#8220;professionell geschult&#8221; seien, &#8220;ihr Produkt an den Mann bzw. die Frau [zu] bringen&#8221;. Danach gibt der investigative Moderator zunächst einem weiteren &#8220;Opfer&#8221; Stichworte wie &#8220;werden Sie weiterkämpfen?&#8221; und empiehlt, &#8220;stark&#8221; zu bleiben, fragt anschließend eine &#8220;Expertin&#8221; nach den &#8220;Tücken&#8221; dieser &#8220;Masche&#8221; und wie sie denn gegen diese &#8220;Gaunerei, man muß es so nennen&#8221; vorgehen wolle. Ein eindeutig parteiisches, journalistisch fragwürdiges und bestenfalls &#8220;gut gemeintes&#8221; Stück öffentlich-rechtlichen Schaffens also, über das, ginge es hier etwa gegen Anti-Zensur-Aktivisten oder um die oben genannte Kerner-kocht-am-Kundus-Show, unverzüglich ein Sturm der virtuellen Empörung losbräche. Gar E-Petionen gäbe es, gegen schlechten Journalismus und so. Und doch wird, da es hier, so hat man gehört, um &#8220;die Bösen&#8221; geht, dieser Beitrag ernsthaft und anstelle eines rechtskräftigen und belastbaren Urteils <a href="http://www.wort-schuetzen.de/wp/?p=2234">als Beweis für die Schuld der besagten Firma gewertet</a> und das sogar in einem Artikel, der selbst mit der Empfehlung schließt, sich am besten auf Fakten zu stützen. </p>
<p>Natürlich: Das, was da vorgeworfen wird, ist, vornehm ausgedrückt, reichlich unschön. Vor allem, falls es tatsächlich stimmen sollte, daß zwar Geld abgebucht, dafür aber keine Leistung erbracht wurde. Aber: Festzustellen, DASS da Unrecht geschehen ist &#8211; und wie es ggf. zu sühnen sei -, ist, wie (zumindest nominal) bei allen Streitigkeiten in diesem unseren Land, aus wie ich finde zumindest in der idealtypischen Theorie überragend guten Gründen nun mal Sache eines Gerichts und eben nicht eines &#8220;gesunden&#8221;, gar &#8220;moralisch&#8221; geprägten &#8220;Volksempfindens&#8221;.</p>
<p>&#8220;Moral&#8221; ist ein weiteres gutes Stichwort. Da wird in manchen Kommentaren ernsthaft zunächst zum virtuellen Teern und Federn aufgerufen, um dieses im gleichen Atemzug mit der dem Gericht, das der Firma das Wegnehmen der betreffenden Domain legitimiert hat, und natürlich der Firma selbst vermeintlich abgehenden &#8220;Moral&#8221; zu begründen. Abgesehen davon, daß &#8220;Moral&#8221; für mich in die gleiche Kategorie fällt wie &#8220;Ehre&#8221; bzw. &#8220;Ehrverletzung&#8221;, &#8220;Rowdytum&#8221; oder &#8220;Keuschheit&#8221;: Vor derart massiver kognitiver Dissonanz muß man einfach nur ehrfürchtig den Hut ziehen.</p>
<p>Nein, mit Emotionen, zumal ungeordneten und unkanalisierten, kommt man in Fällen wie diesen nirgends hin. Außer vermutlich in eine Ecke, an deren Rand ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Kindergarten&#8221; nicht weiter auffiele. Um was geht es denn mal jenseits aller ja vielleicht sogar      nachvollziehbaren Erregung: Eine Firma geht offenbar zu Gewerbetreibenden, nennt zunächst vemeintlich überzogene Preise für eine Leistung, die sie dann jedoch nicht in Rechnung stellen würde, um dafür andere Leistungen eben doch zu berechnen. Schon das mit den Preisen ist derweil kompletter Unsinn, zumindest als Pauschalaussage. Denn an einer ordentlichen, individuell handwerklich gestalteten, bedingungslos bedienbaren und barrierefreien Internetpräsenz für ein nicht einmal großes Unternehmen inklusive Abnahmen, Anpassungen, Layout, Texterstellung, Grafikdesign, womöglich individueller Programmierung, Endbenutzer- und Akzeptanztests kann eine seriöse Agentur gar nicht für ein paar hundert Euro arbeiten, sofern sie ihre Angestellten, ihre Miete, ihre laufenden Rechnungen und ggf. eingesetzte Spezialsoftware ordentlich bezahlen will oder muß und sobald es über die sogenannte &#8220;Web-Visitenkarte&#8221; hinausgeht.<br />
Solche Größenordnungen mögen für den mittlerweile verbreiteten &#8220;mit dem Hobby ein paar Taler dazu&#8221;-Verdiener natürlich schier unglaublich, geschweige denn gegenüber seinen Kunden durchsetzbar klingen und zudem steht ja die Behauptung im Raum, daß die besagte Firma all dies überhaupt nicht leiste, sondern eben nur Baukastenseiten zusammenklicke. Angenommen das ist so: So funktioniert das in diesem System nun einmal &#8211; Preise entstehen durch Angebot und Annahme. Oder fragt irgendein Fanboy bei bei seinem Apfeltelefonhersteller ebenso kritisch nach, warum dieser für ein in China nach amerikanischen Vorgaben zusammengeklebtes &#8220;Designtelefon&#8221;, auf dem im Wesentlichen zusammengeklickte &#8220;Apps&#8221; (gegen Entgelt!) abgespielt werden, den vermutlich mehrhundertfachen Herstellungspreis nicht nur verlangt, sondern obendrein noch klaglos bekommt, sei es per Einmalzahlung oder verteilt über die monatliche Laufzeit?</p>
<p>&#8220;Laufzeit&#8221; ist das nächste Stichwort. Von Knebelverträgen ist da die Rede. &#8220;Knebel&#8221; wohl deshalb, weil die Laufzeiten &#8220;lang&#8221; sind. Es geht augenscheinlich um 48 Monate, also das zweifache eines Handyvertrags. Letzteren unterschreibt, bei aller Fragwürdigkeit, auch heute noch wie selbstverständlich etwa jeder vierte Deutsche als Privatkunde alle zwei Jahre für ebendiese Laufzeit (&#8221;klar, das ist doch normal&#8221;), und das nicht mal immer für ein vergünstigtes Telefon mit einem Obstymbol.<br />
Im gewerblichen Bereich gelten da ganz andere Maßstäbe. Nehmen wir einen Leasingwagen &#8211; da sind fünf Jahre keine Seltenheit. Oder eine Büroetage: Ich kenne genug Gewerbetreibende, die ihre der Konditionen wegen gleich für zehn Jahre im Voraus verbindlich abnehmen. Und das bei Mieten, die ein paar hundert Euro deutlich übersteigen. Wo genau liegt der Unterschied zwischen diesen Gewerbetreibenden und den mutmaßlich &#8220;übers Ohr gehauenen&#8221;? Bei allem Respekt muß man hier wohl ganz nüchtern sagen: In der Tatsache, daß erstere in &#8220;heute billig morgen teuer sofort unterschreiben&#8221;-Phrasen sofort ein unüberwindbares Kaufhindernis sehen würden. Und gleich im Anschluß vermutlich darin, daß, unterschrieben sie das Angebot dennoch, sie es Wort für Wort durchläsen und verstünden, ehe sie letztlich doch ihren Kringel setzten und eben das nicht täten, wenn sie auch nur den kleinsten Zweifel hätten oder man ihnen ohne Zeugen mündlich etwas von einem &#8220;Widerrufsrecht&#8221; erzählte, das, wie man als selbständiger Unternehmer einfach mal wissen sollte, im BGB für Haustürgeschäfte mit Privatkunden geregelt ist und obendrein selbst dort nicht für individuelle Werkverträge gilt und zu allem Überfluß, wie alle anderen mündlichen Absprachen, auf dem Schriftsatz ausdrücklich ausgeschlossen wird.</p>
<p>Man muß das alles nicht in Ordnung finden. Tue ich &#8211; wie schon geschrieben &#8211; selbst auch nicht, obwohl ich nicht ganz leugnen kann, daß die bei der altbewährten Formulierung &#8220;ich schenke Ihnen was ganz wertvolles und teures&#8221; scheinbar automatisch aussetzende Vernunft letztlich auch nichts anderes als eine Folge von Gier sein muß. Aber wie dem auch sei, man sollte hier mal den Klingonen bei Seite lassen und stattdessen den Vulkanier rauskramen. Mir drängt sich bei der ganzen Debatte jedenfalls die Befürchtung auf, daß, je lauter hier jemand schreit, umso weniger realistische Vorstellung er davon haben kann, was man sich hinter Begriffen wie &#8220;Dienstleistung&#8221; im allgemeinen und &#8220;Vertrieb&#8221; im ganz besonderen heutzutage in der Praxis vorstellen muß. Will ich damit etwas relativieren? Nein, siehe wiederum ganz oben. Im Gegenteil. Das Problem ist halt nur nicht $firma. $Firma ist eine beliebige Variable, die gesternmorgenübermorgen stets anders besetzt war und sein wird. </p>
<p>Das Problem ist &#8211; neben der politisch seit Jahrzehnten geförderten Erwerbsnot, die immer mehr Menschen zwingt, Beschäftigungen nachzugehen, die sie in einem seinen Namen verdienenden und die Menschenwürde respektierenden Sozialstaat vermutlich niemals annähmen &#8211; die grundlegende Mentalität, die heute überall dort, wo es um Geld geht vorherrscht. Sie ist an Sätzen wie &#8220;wenn wir&#8217;s nicht machen, macht&#8217;s ein anderer&#8221; erkennbar. Sie wird gerne zu den &#8220;freien Kräften des Marktes&#8221; verklärt, die sich &#8220;selbst ins Gleichgewicht&#8221; brächten. Oder, weniger beschönigend, als &#8220;Sozialdarwinismus&#8221;, als &#8220;survival of the fittest&#8221;, als &#8220;Recht des Stärkeren&#8221; oder, wohl am zutreffendsten als &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221; bezeichnet. Des Problems, das aus dieser Mentalität erwächst (oder auch umgekehrt) wird man nicht mit Teer und Federn oder gar mit Jauchekübeln Herr. Jedenfalls nicht, solange man diese über vergleichsweise kleine Lichter schüttet, die schon morgen durch neue ersetzbar sind. Und ersetzt sein werden.</p>
<p>Denkt mal darüber nach. Danke!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn man nicht mehr weiter weiß&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/10/06/wenn-man-nicht-mehr-weiter-weis/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/10/06/wenn-man-nicht-mehr-weiter-weis/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 21:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1621</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;macht man einfach jeden Scheiß.
Liebe Commerzbank!
Seit Jahren &#8211; schon, da Du noch gar nicht so hießest und das nicht pißWesterwelle-gelbe Band der SymAntipathie als Markenzeichen im Schilde und den Namen Dresdner Bank (oder im ehedem dem alliierten Sonderstatus unterliegenden Berlin [West]: &#8220;Bank für Handel und Industrie [BHI]&#8220;) in jedem Briefkopf führtest, ja, da Du noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;macht man einfach jeden Scheiß.</p>
<p>Liebe Commerzbank!</p>
<p>Seit Jahren &#8211; schon, da Du noch gar nicht so hießest und das nicht <del>piß</del><ins>Westerwelle</ins>-gelbe Band der <del>Sym</del><ins>Anti</ins>pathie als Markenzeichen im Schilde und den Namen Dresdner Bank (oder im ehedem dem alliierten Sonderstatus unterliegenden Berlin [West]: &#8220;Bank für Handel und Industrie [BHI]&#8220;) in jedem Briefkopf führtest, ja, da Du noch von einem wenigstens oberflächlich gutbürgerlich, gemäßigt rheinisch-kapitalistisch und wertkonservativ statt von einem durch schlipstragende Werbefachberatungsarschrosettenkriechundneusprechexperten geprägten Außenbild zehrtest &#8211; zahle ich Dir nun im Wortsinne den Zins, selbst, wenn Du mir bisweilen einen Bruchteil davon als Nettoeffektivrendite zurückgibst.<span id="more-1621"></span></p>
<p>Wir sind, nicht nur meinen BMI betreffend, durch Dick und Dünn gegangen. Mal war ich es, der Deinen plumpen Privatkreditangeboten auf den Leim ging, mal warst Du es, die &#8211; großzügig wie -mütterlich &#8211; über eine allzu forsche Kontokorrentkündigung hinwegsah und den Jungunternehmer nicht unverzüglich straucheln ließ. Selbst in dem Moment, da Du meintest, mir für die arbeitnehmerobligatorischen &#8220;vermögenswirksamen Leistungen&#8221; Anlagestrategien, die noch fauler waren und sind als mein morgentlicher Atem nach einer bier- und/oder dönerseligen Nacht, als alleinseligmachenden Alternativplan für die ehedem spießbürgerlichen Bausparverträge (die, wie ich seit etwas weniger als den bindenden sieben Sparvertragsjahren weiß, eben gerade keinem Kurssturzrisiko unterliegen) andienen zu müssen und obendrein noch in jenem, da ich den Denkfehler durchschaute und Du mir zu verstehen gabst, daß ich diese Entscheidung nicht nur freien Willens getroffen hätte, sondern nunmehr auch nicht mehr revidieren könne, habe ich stets zu Dir gehalten und mir gesagt: Jene Institution, die an deiner Statt den schnöden Mammon verwaltet, ihn in Deinem Namen sät (ohne freilich die Ernte letztlich in Deinem Namen einzubringen), diesem Institut solltest Du Dich konsequenter verbinden als den zahllosen Liebeleien Deiner etlichen Nächte und Tage.</p>
<p>Doch während ich eben diesem Institut &#8211; denn nicht anders bezeichnete man sogar privat besessene und geleitete Banken &#8211; seit nunmehr 20 Jahren nicht nur die Treue halte, fällt ebendiesem nichts anderes ein, als mir eine &#8220;Rechnung&#8221; zu schicken:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/coba_rechnung.gif"><img src="/_ressourcen/uploads/coba_rechnung-212x300.gif" alt="Ein auf den ersten Blick als dringend fällige Rechnung aufgemachtes Werbeschreiben der Commerzbank an Privatkunden wie mich. Man spekuliert offenbar, daß der groß gedruckte Ausdruck &quot;Rechnung&quot; Aufmerksamkeit erregen wird." title="Peinlich: Mit Schuldgefühlen Aufmerksamkeit erregen - wer hat schon gerne offene Rechnungen?" width="212" height="300" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1622" /></a></p>
<p>Eine &#8220;Rechnung&#8221;. Das großgeschriebene Wort &#8220;Rechnung&#8221; soll mich erschrecken. Denn &#8211; so meinen durchschnittlich begabte und dank Krawatte (oder Pariser Schwulettenschal) am Frischluftbezug gehinderte Marketingrosetten &#8211; der gemeine, gerade noch einem halbwegs einträglichen Einkommen vertraute Spießbürger würde nichts mehr scheuen, als dieses ihn an die unangenehme noch nicht beglichene Verbindlichkeit gemahnende Wörtchen. Es soll mich anhalten, schnell und fiebrig den gesamten Inhalt des unappetitlichen, Finanzdienstleistungen irgendeiner Art anpreisenden Schmierwerks zu lesen. Und, natürlich, einem gerade noch rechtzeitigen psychologischen Dreh vom erschrockenen ins wahlweise verunsicherte oder renditegeile Wesen den Weg bereiten.</p>
<p>Nun, als Mensch, der grundsätzlich und bei jeder Gelegenheit bestrebt ist, aus der Zitrone des Lebens einen Zitronenbranntwein zu machen, werde ich auch diese Herausforderung annehmen. Ich werde meinerseits eine Rechnung machen. Eine, die mir aufzeigen möge, was es da an Alternativen zur seit über zwanzig Jahren vermeintlich vertrauten Hausbank gibt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/10/06/wenn-man-nicht-mehr-weiter-weis/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unfreiwillige selbstreferentielle Mitläufer</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/09/30/unfreiwillige-selbstreferentielle-mitlaufer/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/09/30/unfreiwillige-selbstreferentielle-mitlaufer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 16:39:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühkonfus]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1610</guid>
		<description><![CDATA[Ich glaube, ich schreibe nicht zum ersten Mal, daß ich früher lange Zeit einen regelmäßig wiederkehrenden Traum hatte. In diesem gab es eine (hier, weil zu weit führend, nicht näher ausgeführte, jedoch höchst unkonventionelle) Möglichkeit des Zeitreisens. Ich ries natürlich stets in die unmittelbar vorbraune Ära des Reiches zurück, um live, in Farbe, 3D und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube, ich schreibe nicht zum ersten Mal, daß ich früher lange Zeit einen regelmäßig wiederkehrenden Traum hatte. In diesem gab es eine (hier, weil zu weit führend, nicht näher ausgeführte, jedoch höchst unkonventionelle) Möglichkeit des Zeitreisens. Ich ries natürlich stets in die unmittelbar vorbraune Ära des Reiches zurück, um live, in Farbe, 3D und hautnahem Erleben nachvollziehen zu können, wie das alles passierte, passieren konnte.</p>
<p>Ist es nun Zufall, daß sich in den letzten, sagen wir gut zehn, Jahren die Häufigkeit der Wiederholung dieses Traums drastisch reduziert hat, und in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr geschah? <span id="more-1610"></span>Liegt es einfach daran, daß ich mich immer intensiver mit politisch-geschichtlichen Inhalten auseinandersetze und viele Schilderungen wie Meinungen aufsauge? Oder liegt es daran, daß wir längst wieder mittendrin sind in einer vergleichbaren Entwicklung? </p>
<p>Daß es mir, entschuldigung, scheißegal ist, ob &#8220;man&#8221; &#8220;das&#8221; nicht tut, solche Parallelen zu ziehen, das immer eifriger zum Unaussprechlichen tabuisierte einfach mal als Schablone über heutiges Geschehen zu legen, weiß, wer bisweilen meine Absonderungen hört oder liest. Also tue ich es. Und sehe einen immer unverblümter immer gieriger werdenden Haufen &#8220;Leistungsträger&#8221;. Ich sehe an deren Holzkreuzen und Fäden hängende, immer ungenierter und freimütig als Marionetten agierende Volksver<del>t</del>räter, die völlig scham- (&#8221;alternativ-&#8221;)los in zweifelhafte bis verfassungsfeindliche Gesetze gießen, was ihnen ihre Strippenzieher von außerhalb der Puppenkiste ins Drehbuch schreiben. Ich sehe riesige Spekulationsblasen, die in Folge und zugleich als einziger Selbstzweck des sie hervorbringenden Kasperletheaters binnen kürzester Zeit Vermögen in unerträglicher Weise von der breiten auf die schmale Seite schaufeln und nach ihrem kalkulierten Platzen &#8211; von hilflos prozyklisch agierenden Neobrüningen zusätzlich angefeuert &#8211; verbrannte Erde und <del>Suppenküchen</del><ins>&#8220;Tafeln&#8221;</ins> hinterlassen.</p>
<p>Ich sehe ein immer größer werdendes Heer systematisch zu Almosenempfängern Degradierter, die auf das von allzu selbstlosen Leistungsträgern großzügig gewährte Resteessen längst zum Erhalt ihrer bloßen Existenz angewiesen sind. Vor allem aber, und daher der Titel dieses Gedankenabbilds, sehe ich die ihnen unzweifelhaft mit Vorsatz zugedachte Position: Auf den ersten Blick ist es die des Fußabtreters. Schaut man genauer hin, ist es aber eine noch perfidere. Sie sind das beste Druckmittel, das man ausgerechnet gegen jene, die meinen, die vermeintliche Fußmatte habe man ihnen zur Reinigung ihrer durch die noch vorhandene Erwerbsarbeit ehrenvoll besudelten Sohlen vor die Tür gelegt. </p>
<p>Sich nicht eingestehend, daß sie selbst nur Angst davor hat, es könne ihr schon bald das gleiche Schicksal drohen, akzeptiert jene unverdrossen und im Walde sich selbst das Liedchen der &#8220;Mittelschicht&#8221; pfeifende Schrumpfmasse &#8220;enger zu schnallende Gürtel&#8221; wie Lohnkürzungen, unbezahlte Mehrarbeit und weggefallene &#8220;Privilegien&#8221;, freut sich über die &#8220;dringende und alternativlose&#8221; Beschneidung des &#8220;wuchernden&#8221; und das &#8220;Netto&#8221; beraubenden Sozialstaates und lädt den verdrängten Frust darüber und die angestaute Wut auf die eigentlich Schuldigen (denen man jedoch nicht beizukommen weiß, da &#8220;die eh machen, was sie wollen&#8221;) bei den Sündenböcken ab.</p>
<p>Sündenböcke. Das ist das Geheimnis. Die große Kunst. Und ich muß gestehen, das haben sie mir in der Schule sogar ansatzweise beizubringen versucht, was das war, dieses Sündenbockprinzip. Daß es indes der Schlüssel zum Verständnis der ganzen Geschichte ist, konnte ich mir damals einfach nicht vorstellen. Daß man &#8211; geschickt und über Dritte &#8211; die Emotionen eines Teils der Massen, den man noch als vollstreckende Masse benötigt, gegen einen anderen, sich längst als nutzlos erwiesen habenden Teil lenkt, während man selbst am warmen Ofen sitzt und sich des unbehelligten Lebens freut. Der ganze Rest, ob er nun Hugenberg oder Mohn heißt, Rosenberg oder Sarradingsbums, Brüning oder Merkel: Szenerie, austauschbar. Entscheidend ist die Masse, die das Spiel mitspielt. Die, um die eigene Schwäche wissend, sich noch Schwächere sucht, um wenigstens gefühlte Stärke für sich zu reklamieren. Die in ihrem zum Fußabtreter gewordenen Nachbarn ihr eigenes Schicksal drohend erkennt und ihn gerade deshalb stellvertreterhalber für sich selbst verachtet und tritt. Die aus der Angst, alles mitmachen zu müssen, alles mitmacht. Mitläuft.</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.n-tv.de/politik/dossier/Angst-macht-asozial-article923856.html">Angst macht asozial.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/09/30/unfreiwillige-selbstreferentielle-mitlaufer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachtgedanken</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/09/27/nachtgedanken/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/09/27/nachtgedanken/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 17:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1596</guid>
		<description><![CDATA[Ich möchte gerne, daß diesen Film möglichst vielen Leute sehen. Alle, die denken, jeder außer ihnen selbst sei faul. Jeder, der meint, es wäre richtig, daß man nur dann essen dürfe, wenn man bereit sei, unter Zwang auch noch die widerwärtigste Aufgabe zu erledigen. Jeder, der meint, es wäre gottgegeben, selbst zur privilegierten Elite zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte gerne, daß diesen Film möglichst vielen Leute sehen. Alle, die denken, jeder außer ihnen selbst sei faul. Jeder, der meint, es wäre richtig, daß man nur dann essen dürfe, wenn man bereit sei, unter Zwang auch noch die widerwärtigste Aufgabe zu erledigen. Jeder, der meint, es wäre gottgegeben, selbst zur privilegierten Elite zu gehören, während andere einfach selbst schuld seien, das nicht zu tun. Deshalb verlinke ich ihn hier:</p>
<p><a href="http://www.nuoviso.tv/wirtschaft/das-grundeinkommen.html">http://www.nuoviso.tv/wirtschaft/das-grundeinkommen.html</a></p>
<p>Indes: Ich bin mir &#8211; leider! und: noch weniger gerne!! &#8211; ziemlich sicher, daß eine visionäre, ja: revolutionäre Idee wie das bedingungslose Grundeinkommen entweder nicht zu meinen Lebzeiten oder aber nicht ohne den Preis einer mindestens anstrengenden, befürchtenswerterweise gar blutbehafteten gesellschaftlichen Veränderung zur Realität werden wird. Viel zu gefährlich ist sie all jenen, die genau von ihrer bisherigen Nichtexistenz, vom Unterdrücken, vom Arbeitszwang, vom Lohndruck, vom Aufhetzen derer am unteren Rand gegen die ganz unten profitieren. Denen, die sich teilweise seit Generationen von jedwedem Bezug zur menschlichen Basis, zur gesellschaftlichen Realität losgelöst haben. Jenen, die mit viel Geld Politikern klarmachen, daß <em>ihr</em> Weg der wahre ist und nicht jener einer solidarischen, gerechteren Gesellschaft, in der der Einzelne nicht nach der Dicke seiner Brieftasche oder der Leichtigkeit seiner wollenen Oberbekleidung bemessen wird. </p>
<p>Ich glaube nicht daran, daß ein Staatenkonstrukt wie das unsere (oder jenes auf Drängen &#8220;der Märkte&#8221; dem unseren übergeordnete der EU) in der Lage ist, kehrt zu machen. Einzulenken und nicht mehr dem Wohlstand der wenigen, sondern dem Wohl der Gemeinschaft, dem Gemeinwohl, zu dienen. Viel zu verlockend ist für jene, die da ändern könnten, der persönliche &#8211; von Stiftungen wie jener der Familie Mohn oder aus Kassen derer zu Ackermann finanzierte &#8211; Salär, der hinfällig würde, setzte man den Auftrag desjenigen, der mittels vierjährlichem Kreuz die symbolische Gestaltungsmacht verlieh, konsequent um.</p>
<p>Doch sei es drum. Mache der Weg zu einer wirklich solidarischen, sozialen, ja: menschlichen! Gesellschaft abermals jenen scheinbar unvermeidbaren Weg des Schmerzes durch: Ich mag mich von dem Glauben, von dem Ideal, daß es eines fernen und von mir vermutlich nicht mehr erlebten Tages besser werden könnte, einfach nicht verabschieden. Selbst, wenn zu Zeiten, da ich mir noch ein Bier eingießen kann, eben jenes in erbärmlichster populistischer Manier zur Stigmatisierung der Schwächsten aller Schwachen genügen muß, während sich ehemals ostzonale Pfarrerstöchter von Atomkonzernen kaufen lassen.</p>
<p><a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Heinrich_Heine#Nachtgedanken">In Memoriam Heinrich Heine.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/09/27/nachtgedanken/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kinder, Arbeit, McDonald&#8217;s</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/09/22/kinder-arbeit-mcdonalds/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/09/22/kinder-arbeit-mcdonalds/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 15:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deine Mudda]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1586</guid>
		<description><![CDATA[
Und da sage noch mal jemand, die heutige Jugend sei faul und würde Mutti alleine sich an der Fritteuse die Frisur verkleben lassen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.davidbln.de/_ressourcen/uploads/mcdonalds_kinderarbeit.jpg" alt="Frau auf einem McDonalds-Werbebanner: &quot;Mit Kind arbeiten? Hier klappts. Und mein Sohn findet es cool.&quot;" title="" width="375" height="305" class="blackborder alignleft size-full wp-image-1587" /></p>
<p>Und da sage noch mal jemand, die heutige Jugend sei faul und würde Mutti alleine sich an der Fritteuse die Frisur verkleben lassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/09/22/kinder-arbeit-mcdonalds/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lebenslänglich</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/09/18/lebenslanglich/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/09/18/lebenslanglich/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 13:45:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühkonfus]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Bankster]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tot]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1577</guid>
		<description><![CDATA[Seit ich gestern diesen wirren Gedanken anderen, darüber verwunderten in ihre Twitter-Zeitleiste gestopft habe, beschäftigt er mich. Es ist mit Sicherheit nicht mal eine besonders geistreiche oder neue Feststellung, aber mich erschreckt sie aus verschiedenen Gründen doch: Die Erkenntnis, daß es offenbar ziemlich genau der Zeitspanne bedarf, die ein Mensch in etwa lebt, ehe die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich gestern diesen wirren Gedanken anderen, darüber verwunderten in ihre Twitter-Zeitleiste gestopft habe, beschäftigt er mich. Es ist mit Sicherheit nicht mal eine besonders geistreiche oder neue Feststellung, aber mich erschreckt sie aus verschiedenen Gründen doch: Die Erkenntnis, daß es offenbar ziemlich genau der Zeitspanne bedarf, die ein Mensch in etwa lebt, ehe die Lehren selbst aus den schlimmsten Katastrophen zwar nicht vergessen, aber in beispielhafter kognitiver Dissonanz verdrängt, relativiert oder schöngeredet werden, um der antiproportional zum schmerzlichen Andenken an geschehenes Unheil wachsenden Gier nach irgendetwas &#8220;endlich&#8221; und, ungestört von lästigen Bedenkenträgern, Rechnung tragen zu können.<span id="more-1577"></span></p>
<p>Es muß ja so sein. Denn egal, wie gut les-, sicht- und hörbare Dokumente vergangenen Geschehens rein technisch noch werden mögen: Das Gefühl des Selbsterlebten, den autorisierten Vergleich zweier Entwicklungen, die am bzw. vom selben Subjekt erlebt werden, kann die beste Aufzeichnung, der steilste mahnende Zeigefinger der Vergangenheit nicht ersetzen. Wie auch? Woher soll ein heute gerade so erwachsener Mensch beispielsweise wissen, wie es sich anfühlt, in einem einem werdenden Präventiv- oder Polizeistaat zu leben? Wie könnte ein gerade das erste &#8220;richtige&#8221;, &#8220;große&#8221; Geld witternder Jungbankster ahnen, daß das, was er seinen aktuell vermeintlich erfolgreichen Vorbildern begeistert nachtut (schon, &#8220;weil es sonst jemand anders&#8221; täte), haargenau das gleiche Spiel ist, mit dem 80 Jahre vor ihm andere in der gleichen Euphorie Kontinente zuerst in den Bankrott und anschließend zumindest indirekt in einen Weltkrieg trieben? An welchem Maßstab sollte ein gerade eben noch der sogenannten Mittelschicht, dem mit noch halbwegs gut dotierter Berufstätigkeit versehenen Bürgertum angehörender Mittvierziger bemessen, ob die zunehmende Abschaffung des mühsam und aufgrund grausamer Erfahrungen mit viel echtem und ideellem Herzblut erstrittenen Rechtes auf angemessenes Entgelt und menschenwürdige Arbeitsbedingungen &#8220;alternativlos&#8221; und &#8220;der wirtschaftlichen Lage&#8221; geschuldet oder nur Teil des jahrhundertealten, immer gleichen Spiels der Eliten ist, mit dem der nötige Druck auf seinesgleichen und die darunter aufrechterhalten werden soll?</p>
<p>Der hiesige Durchschnittsmensch wird, ohne jetzt nachzuschlagen, im Schnitt 80 Jahre alt. Zieht man diese 80 Jahre nun beispielsweise von jenem Jahr ab, in dem die Finanzwirtschaft ihren ersten, wenn auch offenkundig längst noch nicht ausreichend vernichtenden Schlag erlitt, ab, so landet man ziemlich genau in jener Zeit, die auch und besonders in Deutschland den Acker für prekäre Arbeitsverhältnisse, Hungerlöhne und öffentliche Suppenküchen bestellte. Addiert man zu den Blütezeiten des letzten groß inszenierten Sündenbocktheaters &#8211; in dem es die Anhänger des jüdischen Glaubens waren, die alsbald weniger an diesen, sondern generell dran glauben mußten &#8211; jene Zeitspanne hinzu, landet man wie zufällig in einer Zeit, da Anhänger eines anderen Glaubens plötzlich immer unverhohlener der Verantwortung für die allgemeinen Zustände geziehen werden. Auf die Idee, daß man hier gerade eine Neuauflage dessen abliefert, auf was man nach wie vor und voller ernst gemeinter Innbrunst den schuldweisenden Zeigefinger richtet, kommt dabei niemand. Die Filme sind schwarzweiß und wenn in Farbe, dann dennoch &#8220;etwas ganz anderes&#8221;. Und jemand, der einem an dieser Stelle den Kopf zurechtrückt und der das &#8211; ob seines Alters und der eigenen Erfahrung auch dürfe &#8211; gibt es ja nicht mehr.</p>
<p>Und so erntet, wer heute vor den Gefahren einer zentralisierten Geheimpolizei, zentralen Personendatenbanken, elektronischen &#8220;Gesundheitskarten&#8221; oder Entgeltnachweisen, Fluggast- und &#8220;Vorrats&#8221;datenspeicherung warnt und auf Parallelen zu vergangenen Unrechtsregimen im eigenen Land hinweist, regelmäßig den Vorwurf der Verharmlosung, oder im besten Falle ein mitleidiges Lächeln, das unausgesprochen Vokabeln wie &#8220;paranoid&#8221; oder &#8220;Spinner&#8221; in sich birgt. </p>
<p>Übrigens funktioniert das nicht nur vom heutigen Standpunkt aus. Man könnte ebensogut das Jahr 1849 nehmen, in dem auch in Deutschland lauter als vorher und lange hernach die Systemfrage gestellt und zumindest für eine Zeit mit erheblicher Unzufriedenheit beantwortet wurde. Es dauerte ein ganzes Menschenleben, bis man sich demokratische Errungenschaften wie die erste ihren Namen verdienende Republik auf deutschem Boden als drückende Last und unnötigen Popanz verkaufen lassen konnte, da niemand mehr &#8220;déja vu&#8221; rufen konnte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/09/18/lebenslanglich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gerechtigkeit, Sack &amp; Asche</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/08/18/gerechtigkeit-sack-asche/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/08/18/gerechtigkeit-sack-asche/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 20:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1499</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe eigentlich im Moment gar keine Lust, mich generell politisch oder konkret zu dieser Sache zu äußern. Aber ich kann nicht umhin, weil es nervt. Seit Jahren. Da wird also, wie einst Oskar Lafontaine der &#8220;teure Rotwein&#8221;, nun Klaus Ernst der &#8220;teure Porsche&#8221; (und einiges mehr) vorgeworfen. Global, von der gesamten gleichgeschalteten &#8220;alternativlosen Realo&#8221;-Journaille. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eigentlich im Moment gar keine Lust, mich generell politisch oder konkret zu dieser Sache zu äußern. Aber ich kann nicht umhin, weil es nervt. Seit Jahren. Da wird also, wie einst Oskar Lafontaine der &#8220;teure Rotwein&#8221;, nun Klaus Ernst der &#8220;teure Porsche&#8221; (und einiges mehr) vorgeworfen. Global, von der gesamten gleichgeschalteten &#8220;alternativlosen Realo&#8221;-Journaille. Völlig objektiv, versteht sich, und ohne Kampagnengedanken oder sowas. Dabei wird implizit unterstellt, daß jemand, der &#8220;links&#8221; ist, jemand also, der nach derzeitiger allgemeiner Sachlage für mehr soziale Gerechtigkeit, für mehr gesellschaftliche, kulturelle und selbstverständlich auch materielle Teilhabe eintritt, ja: Jemand, der seine Wählerschaft besonders in den drangsalierten und vom Arbeitsmarkt zu Leihsklaven dritter Klasse abgestempelten sucht, die gefälligst im Zweifel auch Hundescheiße einsammeln müssen, so einer habe sich also gefälligst seiner vermeintlichen Kundschaft und deren insbesondere materiellen status quo anzupassen.</p>
<p>Und wenn diese (immer seltener) unausgesprochene Gleichsetzung wirklich irgendetwas beweist, dann höchstens eins: Daß die armseligen, vermutlich nicht selten an privaten PR-(&#8221;Elite-&#8221;)Schulen ausgebildeten Zeilengeldempfänger den Kern &#8220;linken&#8221; Gedankenguts noch nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Der besteht nämlich genau darin, daß ein guter Rotwein <em>nicht</em> dem Lehensherren vorbehalten bleibt. Daß es <em>nicht</em> das Privileg einer überschaubaren Kapitalelite sein soll, sich des Lebens beispielsweise im Jugendtraum eines Sportwagens zu erfreuen. Sondern daß, genau im Gegenteil!, die Segnungen einer immer produktiveren und effizienteren Arbeits- und Produktionswelt eben gerade jedem gleichermaßen zuteil werden sollen. Auch, wenn er kein <a href="/2009/07/29/platz-da/">&#8220;cooler Baron&#8221;</a> oder &#8220;Leistungsträger&#8221; ist.</p>
<p>Aber immerhin. Schön, wie sich die gesamte gleichgeschaltete deutsch-demokratische Massenpresse hier einmal mehr als längst zum Verkündungsorgang der Bertelsmänner dieser Welt abgehalfterte Masse selbst enttarnt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/08/18/gerechtigkeit-sack-asche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich kann nicht rechnen.</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/08/18/ich-kann-nicht-rechnen/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/08/18/ich-kann-nicht-rechnen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 19:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Bankster]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1494</guid>
		<description><![CDATA[Sonst könnte ich nachvollziehen, wieso Frankreich, wo die Reallohnsteigerungen der letzten Jahre penetrant höher (gerechter!) ausgefallen sind als in unserer neoliberaldemokratisch-deutschen Republik, es schafft, nun schon die Bundesdruckerei beim Gebot um Banknotenaufträge zu unterbieten. An den angeblich zu hohen Lohnkosten dort kann es ja kaum liegen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonst könnte ich nachvollziehen, wieso Frankreich, wo die Reallohnsteigerungen der letzten Jahre penetrant höher (gerechter!) ausgefallen sind als in unserer neoliberaldemokratisch-deutschen Republik, es schafft, nun schon <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/berliner-bundesdrucker-sollen-weniger-euros-herstellen-/1904500.html">die Bundesdruckerei beim Gebot um Banknotenaufträge zu unterbieten</a>. An den angeblich zu hohen Lohnkosten dort kann es ja kaum liegen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/08/18/ich-kann-nicht-rechnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir machen jetzt in Kohle</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/08/11/wir-machen-jetzt-in-kohle/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/08/11/wir-machen-jetzt-in-kohle/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 09:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühkonfus]]></category>
		<category><![CDATA[Bankster]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1475</guid>
		<description><![CDATA[Mal was für alle, die gerne deuten:
Gestern früh fuhr ich nach längerer Zeit mal wieder an einer Ecke vorbei, die einst aus bestimmten Gründen für kurze Zeit meine verstärkte Aufmerksamkeit hatte. Links war ein Edeka, rechts war &#8220;Petra&#8217;s Nagelstübchen&#8221;.
Heute hängen über den schwarzen Flecken der ehemaligen Edeka-Leuchtbuchstaben mäßig festgezurrte Planen die mit dem Wort &#8220;Lidl&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal was für alle, die gerne deuten:</p>
<p>Gestern früh fuhr ich nach längerer Zeit mal wieder an einer Ecke vorbei, die einst aus bestimmten Gründen für kurze Zeit meine verstärkte Aufmerksamkeit hatte. Links war ein Edeka, rechts war &#8220;<a href="/2010/01/11/achten-sie-auf-dieses-zeichen/">Petra&#8217;s</a> Nagelstübchen&#8221;.</p>
<p>Heute hängen über den schwarzen Flecken der ehemaligen Edeka-Leuchtbuchstaben mäßig festgezurrte Planen die mit dem Wort &#8220;Lidl&#8221; bedruckt sind und Petra hat ihr Studio an den Nagel gehängt, die Fassade renoviert und die einstigen Plastiklettern gegen ein überdimensionales, beleuchtetes Schild &#8220;AWD&#8221; ausgetauscht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/08/11/wir-machen-jetzt-in-kohle/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gaga Carta</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/07/27/gaga-carta/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/07/27/gaga-carta/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 14:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Bankster]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1443</guid>
		<description><![CDATA[Wenn jemand jemandem die Rechte erklären darf und/oder sollte, dann ist das in der Regel

Sein Anwalt,
ein Ordnungshüter, der meint, ihn bei etwas ertappt zu haben,
möglicherweise auch jemand, der sich im braunen Sumpf halbwegs auskennt.

Am besten kann sowas aber natürlich und zweifelsfrei ein Geldinstitut:

Denn wer sonst kennt sich mit Recht und Gesetz besser aus, wer könnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn jemand jemandem die Rechte erklären darf und/oder sollte, dann ist das in der Regel</p>
<ul>
<li>Sein Anwalt,</li>
<li>ein Ordnungshüter, der meint, ihn bei etwas ertappt zu haben,</li>
<li>möglicherweise auch jemand, der sich im braunen Sumpf halbwegs auskennt.</li>
</ul>
<p>Am besten kann sowas aber natürlich und zweifelsfrei ein Geldinstitut:</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/commerzbank_carta.jpg" alt="Screenshot der Commerzbank-Homebanking-Seite, Inhalt: &quot;Die Kundencharta - Ihre Rechte als Kunde der Kommerzbank&quot;" title="Bildschirmfoto von heute" width="646" height="361" class="alignleft size-full wp-image-1444 blackborder" /></p>
<p>Denn wer sonst kennt sich mit Recht und Gesetz besser aus, wer könnte seinen Kunden lebensnäher von Dingen, die man sonst noch so auf &#8220;Charten&#8221; findet (Moral, Ethik und sonstiger Tand) berichten?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/07/27/gaga-carta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bumerang: Wayne interessiert&#8217;s</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/06/11/bumerang-wayne-interessierts/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/06/11/bumerang-wayne-interessierts/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 17:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Manchesterliberalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Reissack]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1405</guid>
		<description><![CDATA[Daß das &#8220;Sparpaket&#8221; neoliberal-westerwellescher Prägung und alternativlos-Merkelscher Ausführung blanker Wahnsinn, asozialer Unfug und volkswirtschaftlicher Masochismus ist, leuchtet jedem halbwegs denkfähigen Menschen ein, selbst wenn er sich nicht gleich geistiger Sozialist ist.
Auch verlautbart Ursula Engelen-Kefer eine Binsenweisheit, wenn sie von einem gefährlichen Bumerang schreibt, den der Bundesdoktor da losgeschleudert hat. Das dumme ist nur: Da ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daß das &#8220;Sparpaket&#8221; neoliberal-westerwellescher Prägung und alternativlos-Merkelscher Ausführung blanker Wahnsinn, asozialer Unfug und volkswirtschaftlicher Masochismus ist, leuchtet jedem halbwegs denkfähigen Menschen ein, selbst wenn er sich nicht gleich <a href="/2010/02/12/lohnung-mus-sich-wieder-leisten/">geistiger Sozialist</a> ist.</p>
<p>Auch verlautbart Ursula Engelen-Kefer eine Binsenweisheit, wenn sie <a href="http://www.engelen-kefer.de/meine-themen/sozialpolitik/soziale-gestaltung/sparpaket-wird-auf-dem-arbeitsmarkt-zum-bumerang.html">von einem gefährlichen Bumerang schreibt</a>, den der Bundesdoktor da losgeschleudert hat. Das dumme ist nur: Da ist was drauf geschissen. Denn: </p>
<p>Daß das Wahlvolk gerne eine weniger marktradikal-ideologische Führung hätte? Geschenkt: Wird ignoriert oder so lange zurechtwählen gelassen, bis es paßt. </p>
<p>Antizyklische Konjunkturpolitik? Teufelszeug! Schließlich hat man das in <del datetime="2010-06-11T17:31:11+00:00">grauer</del><ins datetime="2010-06-11T17:31:11+00:00">rot-gelber</ins> Vorzeit schon probiert &#8211; ganze acht Jahre lang, von denen es nur fünf funktioniert hat. (Daß das Gegenteil seit nunmehr  bald 30 Jahren noch weniger funktioniert und Hayek dem Land nicht wie einst Keynes eine halbe, sondern gleich mehrere Millionen Arbeitslose und Heerscharen von Tage- oder Billiglöhnern und Quasi-Leibeigenen beschert hat: Alles Propaganda!)</p>
<p>Nein, liebe Genossin Ursula, der zitierte Bumerang wird, sobald er, wie korrekt geweissagt, erst mit voller Wucht zurückkehrt, natürlich nicht seinem Absender um die Ohren oder durch den Hals segeln. Vielmehr, und nun bemühe ich eine allgemein verfügbare Glaskugel, wird es alsbald heißen: &#8220;Wir haben nicht genug gespart, sondern immer noch über unsere Verhältnisse gelebt.&#8221; Und dieses erbärmliche Spiel wird weitergehen, bis wir zurück in den Höhlen und Wäldern sind, aus denen wir scheinbar besser nie herausgekommen wären.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/06/11/bumerang-wayne-interessierts/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sozialeffizienz</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/06/07/sozialeffizienz/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/06/07/sozialeffizienz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 10:41:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1389</guid>
		<description><![CDATA[Daß die &#8220;alternativlose&#8221; &#8220;Konsolidierung&#8221; des &#8220;über seine Verhältnisse gelebt&#8221; habenden Bundeshaushalts selbstverständlich nicht durch eine Optimierung der Einnahmenseite (das würde ja bedeuten, jene, die emsig Milliarden aus Subventions- und Rettungspaketen kassiertmit ihrer baren Hände Arbeit erwirtschaftet haben, auch noch dafür zu bestrafen), sondern durch eiserne Disziplin besonders derer, die sich auf anderer Leute Kosten bereichern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daß die &#8220;alternativlose&#8221; &#8220;Konsolidierung&#8221; des &#8220;über seine Verhältnisse gelebt&#8221; habenden Bundeshaushalts selbstverständlich nicht durch eine Optimierung der Einnahmenseite (das würde ja bedeuten, jene, die emsig Milliarden <del datetime="2010-06-07T10:24:39+00:00">aus Subventions- und Rettungspaketen kassiert</del><ins datetime="2010-06-07T10:24:39+00:00">mit ihrer baren Hände Arbeit erwirtschaftet</ins> haben, auch noch dafür zu bestrafen), sondern durch eiserne Disziplin besonders derer, die sich auf anderer Leute Kosten bereichern (genau, diese Bankster, die nachts die Parkbank einfach blockieren, beispielsweise!) oder, wie <a href="/2009/09/17/euer-kanzler/">der Bundesdoktor</a> es nannte, durch <em>Prüfung der Ausgabenseite</em>, erreicht zu werden hat ist, klar, alternativlos[tm].</p>
<p>So weit, so schlecht, so unüberraschend für die Nachfahren der Freunde des Flick(werk)s. Wenn aber der Doktor ernsthaft verlangt, daß die &#8220;sozialen Strukturen effizienter&#8221; werden müßten, dann mag man sich darüber nicht mal mehr erregen. </p>
<p>Denn wer wie er ernsthaft eine sachlich-rechnerische Optimierung des höchsten Kulturguts eines sich als zivilisiert verstehenden (oder wenigstens bezeichnenden) Menschenansammlungskonstrukts fordert, nämlich jenes &#8220;sozial, gemeinschaftlich geprägten <strong>Mit</strong>einanders&#8221; (und eben nicht <em>Neben-</em> oder <em>Gegen</em>einanders, wie es vermutlich im streng darwinistischen Weltbild einer, zumal vom Machterhaltungstrieb unverhohlen besessenen Naturwissenschaftlerin als einzig geltende Weltordnung existieren mag), der verlangt nicht weniger, als in einem runden Zimmer in die Ecke zu pissen. </p>
<p>Effiziente Sozialstrukturen. Ich weiß wirklich nicht, wie ich daraus noch eine Schlußpointe zaubern soll. Und ich hab auch gar keine Lust dazu.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/06/07/sozialeffizienz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Danke für jedes neue Borgen&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/05/12/danke-fur-jedes-neue-borgen/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/05/12/danke-fur-jedes-neue-borgen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 May 2010 09:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Filz]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1326</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;danke für jeden neue MarkEuro!
Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh ausdrückte:
Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.
(Sollte eigentlich länger und &#8220;lustiger&#8221; werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;danke für jede<ins datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">n</ins> neue <del datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">Mark</del><ins datetime="2010-05-12T09:10:04+00:00">Euro</ins>!</p>
<p>Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/banken-helfen-griechen-die-jo-ackermann-show-429457/">ausdrückte</a>:</p>
<blockquote><p>Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.</p></blockquote>
<p>(Sollte eigentlich länger und &#8220;lustiger&#8221; werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, beschämend sind, daß man, wenn es denn was brächte und noch irgendein geeignetes Ziel gäbe, sofort auswanderte.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/05/12/danke-fur-jedes-neue-borgen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frühkonfus I</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/05/05/fruehkonfus-1/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/05/05/fruehkonfus-1/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 May 2010 05:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühkonfus]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1282</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Einschneidend&#8221;, &#8220;Basta&#8221;, &#8220;Agenda&#8221;. Bläulich schimmernde Zentralgestirne am ansonsten noch unsortierten gedanklichen Firmament eines fünfgradig-windigen Maimorgens des Jahres, von dem kecke Klimatiker behaupten, es könne, einer staubenden isländischen Erdspalte wegen, eines ohne Sommer werden: Zwanzigzehn.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Einschneidend&#8221;, &#8220;Basta&#8221;, &#8220;Agenda&#8221;. Bläulich schimmernde Zentralgestirne am ansonsten noch unsortierten gedanklichen Firmament eines fünfgradig-windigen Maimorgens des Jahres, von dem kecke Klimatiker behaupten, es könne, einer staubenden isländischen Erdspalte wegen, eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer">ohne Sommer</a> werden: Zwanzigzehn.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/05/05/fruehkonfus-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hahaha, ich kauf mir ne griechische Insel&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/29/hahaha-ich-kauf-mir-ne-griechische-insel/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/04/29/hahaha-ich-kauf-mir-ne-griechische-insel/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 11:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Asozial]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1267</guid>
		<description><![CDATA[&#8230;hahahaha! Weil die alle faul sind! Und korrupt! Und doof! Und auf unsere Kosten leben! Also auf die unserer Leistungsträger, versteht sich. (Nicht auf die jener Schmarotzer, die selbst schuld sind, daß sie nicht ordentlich studiert haben und deshalb jetzt für drei Euro die Stunde putzen gehen müssen und dann unverschämterweise trotzdem noch uns Steuerzahlern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;hahahaha! Weil die alle faul sind! Und korrupt! Und doof! Und auf unsere Kosten leben! Also auf die unserer Leistungsträger, versteht sich. (Nicht auf die jener Schmarotzer, die selbst schuld sind, daß sie nicht ordentlich studiert haben und deshalb jetzt für drei Euro die Stunde putzen gehen müssen und dann unverschämterweise trotzdem noch uns Steuerzahlern auf der Tasche liegen, damit sie sich von ihrem Hartz IV dann Schnaps und Kippen kaufen können!) Haha! Witzig, wie? Griechen=Südländer=doof, Langzeitarbeitslose faul, sozial denkende sind weltfremde Utopia-Kommunisten&#8230;.hahaha&#8230;endlich darf man wieder ungeschminkt Deutscher sein! </p>
<p>Wenn da nur nicht immer <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=5354">solche Querulanten</a> (oder gar <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32266/1.html">der böse Erbfeind</a>!) daherkämen, die uns, dem (Lohnkostenoptimierungs)musterknaben erzählen wollen, wir (als Land) oder gar die systemrelevanten Leistungsturbobeschleuniger (die mit den Peanuts und den schicken R<del datetime="2010-04-29T10:54:01+00:00">egen</del><ins datetime="2010-04-29T10:54:01+00:00">ettungs</ins>schirmen) seien Schuld, und nicht die trägen Mittelmeer-Siesta-Schluderheinis. Schleicht Euch, damit man hier endlich wieder uralte Traditionen pflegen kann!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/04/29/hahaha-ich-kauf-mir-ne-griechische-insel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ausgerechnet Bananen?</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/13/ausgerechnet-bananen/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/04/13/ausgerechnet-bananen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 08:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1205</guid>
		<description><![CDATA[Wie sich die Zeiten ändern. Stand man früher in der entbehrungsreichen Ostzone für Bananen stundenlang vor dem Konsum an, so wird heute in der immer schon freien und siegreichen Marktwirtschaft geduldig auf &#8211; immerhin vom reinen Brennwert her deutlich gehaltvolleres &#8211; Mineralöl gewartet.

Und das ist nur konsequent: Bei einem durchschnittlichen Tankinhalt von 50 Litern ergibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich die Zeiten ändern. Stand man früher in der entbehrungsreichen Ostzone für Bananen stundenlang vor dem Konsum an, so wird heute in der immer schon freien und siegreichen Marktwirtschaft geduldig auf &#8211; immerhin vom reinen Brennwert her deutlich gehaltvolleres &#8211; Mineralöl gewartet.</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/bananenbenzin.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/bananenbenzin-300x100.jpg" alt="Endlose Autoschlangen an einer &quot;Billigtankstelle&quot;" title="Warten muß sich wieder lohnen! Steht Schlange!" width="300" height="100" class="blackborder" /></a></p>
<p>Und das ist nur konsequent: Bei einem durchschnittlichen Tankinhalt von 50 Litern ergibt sich hier schließlich eine Ersparnis von ca. 1,50 Euro. Das sind (rückwirkend inflationsbereinigt) immerhin 1,95 D-Mark bzw., bei gutem inoffiziellem Umtauschkurs Stand 1990, immerhin 58,60 Mark der DDR. Gemessen an einer Wartezeit von 30 Minuten ergibt sich ein Stundenlohn von 117,20 Mark der DDR &#8211; und stünde man die täglich üblichen 8,5 Stunden, ergäbe sich ein Monatsverdienst von stolzen 18.263 Mark der DDR &#8211; das ist mehr, als selbst höchste Würdenträger damals (offiziell) erhielten. Also: Auf zur nächsten Discount-Tankstelle. Warten lohnt sich!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/04/13/ausgerechnet-bananen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

