DavidBLN.de

Kommerz

Wenn man nur Dein bestes will, sollte man diese hohe Kunst beherrschen. Was natürlich in den folgenden Beispielen eher nicht der Fall ist.


29. August 2010

Bitte nicht spiegeln!

Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten “jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot” bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei.

Bildhinweise zur überwachungsstaatskonformen Pose (nebst schlechten Beispielen), die im Fotoautomaten einzunehmen sei

Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient der verzweifelten und ideralerweise häufig genug durchgeführten entgeltlichen Wiederholungsfotografie.


Skitsnack Bingo

Was kommt dabei heraus, wenn sich berufsschwedische Marketingschlipsträger zuviele geriebene Kötbullar in die Nase ziehen?

Genau, ein munteres Potpourri aus geheimsten sexuellen Fantasien, auszuleben idealerweise in der Möbelausstelllung (und mit zustandsbedingten Rechtschreibfehlern, versteht sich).

Ein Werbeschild in einem Möbelgeschäft mit blaugelben Erkennungsfarben sagt: Samt Eiche mundgeblasen reine Wolle handgestrickt Leinen Mohair Kuhfell Narbenleder


Bloaterware

Immer wenn Du denkst, noch dicker kann man ja wohl kaum auf- bzw. austragen, stellt sich natürlich prompt heraus: Doch, das geht.

Heute rechne ich nicht und spare mir auch viele Worte:

Ein Karton. Größe ca. 35x35x35cm

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27. August 2010

Wir machen das mit den Fähnchen.

Sprach der Marketing-Schlipsträger nach dem Beratungsgespräch mit dieser Social-Dingsbums-Expertenagentur zum Chef:

Wir müssen da jetzt auch rein, in dieses Twitter.

Gesagt, getan.

Bildschirmfoto: Inoffizieller Twitter-Account für Alice Deutschland, dessen einziger Tweet am 12. Mai 2009, also 15 Monate vor diesem Artikel, erfolgte und besagt, daß hier "noch" wenig los sei, aber man ja schon mal folgen könne

Sie sehen: So einfach funktioniert das mit diesem Social-Dingsbums-Dings. Und schon ist man auf der Höhe der Zeit.

(Natürlich sollte man währenddessen nicht vergessen, die bewährten Methoden der UmsatzausweitungKundenpflege einzusetzen, wie beispielsweise Telefonakquise, die, als “Serviceanruf” der “Alice-Kundenbetreuung” getarnt, Werbeanrufsverweigerern wie mir dann jene tollen O2-Mobilfunk-Kombitarife andrehen soll, die ich schon in Form von Surf-Stick-Gutscheinen per Post nicht haben wollte. Jedenfalls, wenn man Wert darauf legt, daß solche Kunden das als willkommenen Anlaß sehen, den bisher hinausgeschobenen Wechsel des Providers endlich mal in Angriff zu nehmen.)

Ja, ich weiß. Es kann ja durchaus sein, daß der Account gar nicht der Firma Hansenet/Telefonica gehört. Und das tolle ist: Wenn dem so wäre, wäre es ja noch peinlicher.


19. August 2010

Bloatware

In diesem Karton:

Überdimensionaler Software-Karton

kam gestern meine (beinahe noch) neue Bildbearbeitungssoftware an. (An der kann man übrigens sehen, wie abhängig man sich über die Jahre von diesen Softwaremafiosi macht: Nachdem ca. 120% aller meiner Illustrationen mit Corel erstellt wurden, das sich in meiner letzten vorhandenen Version aber von den rechnerischen Fähigkeiten meines neuen Heimrechners so überwältigt zeigte, daß es den Dienst versagte, wäre ein Umstieg, wie ja überhaupt alle Softwareangelegenheiten, definitiv kein “mal eben schnell”-Fall, ganz davon abgesehen, daß ich mit diesem Programm dummerweise auch noch hochzufrieden war und bin.) In diesem Karton jedenfalls waren etwa 2GByte Installationsdaten enthalten. Angesichts der 25 Kubikmillimeter großen Speicherkarte meines Mobiltelefons, die die vierfache Menge verträgt, fragt man sich nicht nur, warum selbst für eine dieser verhaßten Silberscheiben mit immerhin schon ca 9.000 Kubikmillimetern (neun Kubikzentimetern) ein dekorativer, pseudoaufklappbarer Hochglanzkarton von 900 Kubikzentimetern (entsprechend 100 Silberscheiben oder 36.000 Speicherkarten à 8GByte, was in Summe über 280 TByte entspräche) benötigt wird. Man fragt sich auch, warum dieser, eingebettet in “Füllmaterial aus Maisstärke”, mit einem weiteren Umkarton von sage und schreibe 15.000 Kubikzentimetern (genau: 1.667 Silberscheiben oder 4.687,5 Petabyte Speicherkartenkapazität) für über fünf Euro im CO2 emittierenden Postauto 400 Kilometer durch die Lande transportiert werden muß.

Was übrigens mit 24 Stunden Lieferzeit zwar schnell anmutet, aber bei Weglassen der ganzen Körperlichkeit (ich kopiere den Inhalt der Silberscheibe ohnehin direkt auf mein eigenes ausfallsicheres Speichersystem und werfe sie hernach in den Müll), sprich: einer simplen Downloadmöglichkeit selbst bei Dorf-DSL immerhin dem stolzen Faktor 2.107 entspricht.

Wir sehen also, freundlich ausgedrückt, reichlich Optimierungspotential bei Euch, liebe Softwareversandhändler. Andererseits: Man muß ja auch an das Transportgewerbe denken. Und an die Holzverarbeiter. Und die Holzproduktbedrucker. Und die Behindertenwerkstätten, in denen solche schicken Kartons gebastelt werden (viel zu schade zum Wegwerfen, ich sollte ihn in einem “Onlineauktionshaus” als “Corel X4 OVP” verkaufen). Und natürlich an die Silberscheibenhersteller. Und nicht zuletzt an die Kunden, die vermutlich in ihrer Mehrzahl immer noch gerne “was in den Händen halten” wollen. Das antiquierte Schwarzweißfax hat sich, allen effizienteren Möglichkeiten zum Trotz, schließlich auch wacker über mindestens zehn überflüssige Jahre gerettet.


18. August 2010

Alles in Obi?

Nö. Liebe orangene Biberschwänze: Als ich mir gestern wieder mal an der langen “Service”-Schlange eurer hiesigen Filiale die Beine in den Arsch stehen durfte und währenddessen Zeuge völlig überforderter Blondinen wurde, die aus lauter Hektik ausländisch anmutende Kunden barsch mit “hierbleiben!” und “sie müssen HIER bezahlen!” und ähnlich militanten Ansagen bedachten, Mitarbeiter vor versammelter Mann- und Kundschaft rundmachten und auf die kleinste Bitte völlig überfordert, aber auf keinen Fall bemüht explodierten, wurde mir klar: Nicht nur Pommes steht “Rotweiß” hervorragend, auch mir hat Rotweiß die Probleme, die ich eigentlich mit Euch hatte, gleich mitgelöst. In diesem Sinne: Schüß!


9. August 2010

Griff ans Klo

Wenn ich sowas

Ein Warnhinweis, der besagt, daß, wenn man auch nur irgendwas mit dem gekauften Artikel anstellt, es keine Garantier mehr gebe.

sehe, möchte ich sowas

Die neu gekaufte Scheißhausbrille, auf der dieser Hinweis in grellem Rot prangte

am liebsten zurückgeben.

Weil es mich extrem ankotzt, als zahlender Kunde per se erst mal wie ein notorischer Betrüger oder, hier passender, Bescheißer eingestuft zu werden.


16. Mai 2010

Bäckereiartige Brötchen: Ich liebe es!

Drum gibt es auch kaum mehr als ein

Angus beef patty on a premium bakery style bun

von dem ich behaupten würde, es abgöttisch zu ver(w)ehren.


7. Mai 2010

So kraftvoll

…daß die Reifen durchgehen.

Neulich, im Audi-Konfigurator: quattro mit Sportdifferenzial - Das elektronisch geregelte Sportdifferenzial ... sorgt für ein herausragendes Beschleunigungsvermögen ... und durch geringeren Lenkaufwand ein agileres Handling. Hinweis: nur bestellbar in Verbindung mit Wagenheber

Überredet, ich laß’ das Sportdifferential weg.


6. Mai 2010

Darauf fahr ich ab…

…sofort nicht mehr. Nicht nur, daß die angeblich pannensicheren Schwalbe-Reifen bei mir neulich genau so platt waren wie die billige Chinakacke: Von einem, zumal hiesigen, Hersteller möchte ich einfach nicht lesen, daß er Händler, die seine Produkte verkaufen und dafür seine Produktfotos verwenden, abmahnen läßt. Und dabei ist mir der Beweggrund scheißpißkackegal: Als selbst bereits Geschädigter gilt für mich die Devise “wer so plump an Geld zu kommen versucht, gehört virtuell aufgeknüpftangeprangert*“. Weil ich Leute ohne echte innovative Ideen einfach so spannend wie Babykacke finde.

Daher gilt: Ohnehin von meinen “Schwalbe Marathon plus” enttäuscht, kaufe ich künftig woanders/wasanders. Glückwunsch zum Eigentor, liebe Bohle GmbH. Und herzliche Grüße von Frau Streusand.

(via)

*Selbstzensur: Wer weiß, welcher Abmahnwahnsinnige mir hier am Ende noch mit Anstiftung zum Gedankenverbrechen kommen würde…

Nachtrag: Immerhin, bei “Schwalbe” lernt man. Verglichen mit anderen Fällen sogar fast schnell. An meinem Vorhaben, demnächst mal andere Gummis zu probieren, ändert das aus den genannten und weiteren guten Gründen nichts, an der häßlichen Fratze des wie ein Krebsgeschwür wuchernden Abmahnwahns ebenfalls nicht.


Nicht mal aus der Ferne

gesehen läßt einen dieser ganze Mainstreammedienmüll in Frieden. Ich dachte ernsthaft, um mich darüber nicht mehr entsetzen zu müssen, genüge es, den Konsum auf praktisch null zu reduzieren – aber Fehlanzeige.

Schleichwerbung, PR, Kampagnen, Hardcore-Lobbyismus und Stimmungsmache je nach Proporz in Rundfunkräten und Vorständen: Kennt man alles, kannte ich alles. Auch daß im Hörfunk gerne mal “aus Zeitmangel” verkappte Werbeinterviews frei Haus geliefert und dankbar abgenommen werden, ist mir nicht neu. Aber wenn ich dann lese, daß mittlerweile komplette Fernsehdokumentationen als Instantware aus dem PR-Kochstudio* kommen, dann kann ich mich tatsächlich schon wieder/noch einmal mehr drüber freuen, daß ich diesem zur vielfältigen Medienlandschaft hochstilisierten Hugenberg reloaded-Zirkus schon abgeschworen hatte, als andere sich gerade erst über “Prekariatsfernsehen” aus dem Urwald aufzuregen begannen.

Natürlich erscheinen mir jetzt sogar die berüchtigten “Spiegel TV”-”Dokumentationen” (“Auf Frische wird bei der Firma Müller-Fleisch größter Wert gelegt!”) noch mal in einem ganz anderen Licht: Bisher dachte ich, daß die sich dafür bezahlen lassen, daß sie solche hochinvestigativen Reportagen wie “Inside McBurger” durchs Kabel schleudern – aber wahrscheinlich kommt auch das alles bereits fix & fertig im Warmhaltekarton ins Haus. Gratis.

Top Programm, unendliche Weiten, rund um die Uhr, genau nach Geschmack – für sowas lobe ich mir daher meine (nicht mehr so) neuen Lieblingssender: DVD, USB und WWW.

Nachtrag: Das gibt’s auch in der ausgelagerten ARD-Mediathek.


27. April 2010

Ins Knie

Ich habe selbst Webprojekte am Start, bei denen durch Werbung Geld reinkommt. Dementsprechend blocke ich Werbung auch auf anderen Seiten nicht grundsätzlich, schon der Fairneß wegen. Wer also die eigentlich selbstverständliche Anstandsregel, daß die Werbung nicht vom durch sie finanzierten Inhalt durch aufdringliches Gezappel, Rotieren, quieken etc. ablenken sollte, einhielt und auf Flash-Müll (bei mir standardmäßig deaktiviert und nur für Ausnahmeseiten zugelassen) oder animierte Gifs verzichtet hat (auch GIF-Animation ist hier selbstverständlich deaktiviert), hatte bei passendem Angebot durchaus realistische und faire Chancen, mich für sein Produkt gewinnen zu können.

Ich setze in meinen Webprojekten auch selbst Jquery und sogar UI-Effekte ein. Maßvoll und dezent, stets ergänzend und nie alternativlos, sprich: REST mit Lynx muß bei aller zusätzlichen Spielerei immer gehen. Und das ist nicht nur abermals eine Frage der guten (Netz-)Erziehung, sondern auch und vor allem der Schläue: Nutzer, die auf Spielereien pfeifen (in diese Kategorie fallen übrigens auch Suchbots!), kann man so dennoch mit den eigenen Inhalten erreichen.

Ich bin übrigens auch wieder einer dieser Nutzer geworden. Denn seit es in der Internetwerbewirtschaft zunächst zu der Erkenntnis kam, daß immer mehr potentielle Werbekunden keine mehr sind, weil sie wie ich das ganze Flash-Gif-Gezappel einfach ausgeschaltet haben, und dieser Erkenntnis, begünstigt durch eben genau die einfache Verfügbarkeit alternativer Zappelmöglichkeiten mittels JQuery-UI (oder “Scriptaculous” oder wie sie alle heißen), nicht etwa die eigentlich zweckmäßige Einsicht folgte, daß man mit gut plazierter “stiller” Werbung weitaus mehr Potential abschöpfen kann als auf einem komplett zappelnden Bildschirm, sondern die famose Idee, doch nun Javascript-Effekte zum Zappeln einzusetzen, habe ich zu den “Opt-In” Funktionen meines Opera nun auch Javascript wieder hinzugefügt.

Mag sein, daß manche Seiten dadurch in Zukunft nur noch schwer oder gar nicht mehr zu nutzen sind – aber so funktioniert halt der Darwinismus. Kreativen, deren kreativer Horizont einfach nicht über “es muß hinausstechen” hinaussticht, darf man jedenfalls getrost attestieren, daß sie sich selbst ins Knie schießen. Und empfehlen, sich in selbiges auch zu ficken.


26. April 2010

Billich willich. Nicht.

Ich muß das einfach mal schreiben, quasi aus sich potenzierend gegebenen Anlässen:

Liebe Zentraleinkäufer welchen Handelskonzerns auch immer: Steckt Euch bitte Euren #@$§%§# Chinaschrott in den von den Euch umgebenden Speichelleckern säuberlichst geschleckten Hintern! Danke!

Zum besseren Verständnis hier nur die Liste der (in jedem Sinne!) letzten sinnlosen Geldausgaben im Großmarkt meines künftigen Mißtrauens (der mit den fünf gelben Buchstaben auf blauem Grund, und das ist logischerweise nicht IKEA):

  • Deckenfluter, 35 Euro: Binnen zwei Jahren vier mal getauscht, immer wieder kaputt.
  • Fahrradstandpumpe: 10 Euro. Einmal getauscht, beide Male Schrott.
  • Fahrradhandpumpe Mini: 4 Euro, dreimal gekauft, dreimal Schrott.
  • Zeitschaltuhr mechanisch, 2 Euro, dreimal gekauft, dreimal Schrott.
  • Zeitschaltuhr digital, 7 Euro, nach nur einem Mal Schrott aufgegeben aus Zeitmangel.
  • Rucksack, 15 Euro: Nach sechs Monaten komplett im Arsch, Aussage des Abteilungsleiters: “Sie können für den Preis doch nicht zwei Jahre Haltbarkeit erwarten!”
  • Fahrradhelm, 20 Euro, einmal getauscht, zweimal Schrott. Ich habe jetzt ein Markenprodukt für 35 Euro. Super.

Eigentlich wäre die Moral von der Geschichte simpel: Hochwertige Markenware im Fachhandel kaufen und gut. Das Dumme ist nur: Bei Fahrradsachen mag das noch funktionieren, das habe ich auch bereits mit Erfolg überprüft. Bei Elektrokabeln wie jenem, das ich am Entfachen eines Küchenbrandes heute nur durch zufällige Anwesenheit und folgerichtiges Stromlosmachen am Sicherungskasten hindern konnte, stehen ordinäre Verbraucher wie ich vor einem Bezugsquellenproblem. Denn der vermeintliche Elektrofachhändler kauft sein Geraffel längst bei den gleichen dubiosen Asia-Großhändlern ein, wie es auch der Baumarkt mit dem Biber tut. An ordentlich hergestellte Ware käme ich also mit viel Glück noch, wenn ich selbst Elektriker wäre – oder mir für jedes Steckdosendistanzproblem einen ins Haus holte.

Merke: Dahin haben wir uns mit dem lächerlichen Glauben an “Geiz ist geil” selbst gebracht. Glückwunsch.


25. April 2010

Der Duft, der Frauen produziert

Der &quote;Axe-Effekt" auf eine Deodose als Formel beschrieben: Mann + Axe-Duschgel + Deo = Frau hoch zwei

Und da gibt es immer noch Leute, die sich für teures Geld anstrengenden Operationen und Hormontherapien unterziehen…


13. April 2010

Echt scharf

Die Fa. Pearl weiß, wie man Kunden zum Kauf animiert. Ich meine hier nicht die inzwischen sogar bei Telefonnetzbetreibern und Sektkellereien angekommene Binsenweisheit, daß erotische Reize den Umsatz fördern. Nein, die Firma ist auch in der vorausschauenden Kundenfürsorge UND in innovativer Sortimentsgestaltung führend. Denn nicht nur sendet man mir, der ich bisher immer nur das Risiko, über dieses umständliche und dubiose Internetz zu bestellen, auf mich nehmen mußte, aufmerksamerweise sogar ohne daß ich extra darum hätte bitten müssen, einen topaktuellen und prickelnd gestalteten Hochglanzkatalog (der immerhin einen Wert von 0,80 Euro plus Porto hat!) kostenlos!! und einschließlich eines praktischen ausschneidbaren Bestellformulars frei Haus!!1!:

Der aktuelle Katalog von "Deutschlands großem Versandhaus für Computerzubehör": Neben scharfen Titelbildmöpsen zum Kucken gibt es nun auch extrascharfe "Damast Santoku-Messer" zum Kaufen

Man hat auch messerscharf die Bedürfnisse der Nerdgemeinde erkannt. Nachdem der selbstklebende Monitor-Rückspiegel für heimliche Büroonanierer längst jeden durchschnittlichen Bildschirm veredelt, hat man sich nun auch des besonders unter sog. “Killerspielern” verbreiteten Trends zum Messermassaker angenommen.

Daumen hoch – und frei nach so nem Drogeriemarkt: Hier bin ich Mensch, hier sauf’ ich ein’. Oder auch zwei.


4. April 2010

Wenn Leitern Waren wären

…dann käme man in manchem Heimwerkermarkt mit Sicherheit hoch (aber nicht) hinaus.

Bei Obi hat Sicherheit hohen Stellenwert: An einem Notausgang steht der Hinweis, daß derselbe Leben retten könne und man daher bitte keine Waren davor stellen möge. Leitern können in diesem Sinne keine Waren sein, sonst stünden sie nicht dort.


Schön scharf

Eine Restaurant-Tafel, Aufschrift "Wärmt den Magen und das Herz: Chili con Carne. Schön scharf! Und dazu gibt's kostenloses Tafelwasser soviel Sie mögen!"

Und ich hatte im ersten Moment natürlich gelesen: Wärmt den Magen und… wissenschon, von wegen brennt zweimal. Da hilft das Tafelwasser dann auch nicht mehr – es sei denn, man kann es mit nach Hause nehmen…


Statt Taschenladen: Flaschen laden.

Seit kurzem kann ich dieses Männern eigentlich artfremde Gefühl nachvollziehen, das sich weiblicher Wesen unverzüglich bemächtigt, wenn sie einen Schuh- oder gar einen Taschenladen betreten: Ganzen Artikel lesen


22. März 2010

Aber bitte mit Butter!

Im “Café Konditorei Rosgarten” in Konstanz – ausweislich an der Wand prangender Urkunden des Südkuriers für die Leser desselben immerhin das beste Frühstückscafé der Stadt 2008 (oder so) – wird einem viel geboten. Mit amüsanten Details wie der ohne Brezel (”sind gerade ausgegangen”) servierten Butterbrezel zum Preis von einem Euro (für die Butter, die man sich jedoch auch wahlweise wieder nachträglich vom Teller nehmen lassen könnte, Ordnung muß sein, und man hat sogar den Erlebnisfaktor der Auswahl!) will ich hier niemanden langweilen. Einen Dialog jedoch, der wirklich sein Geld wert ist, darf ich der geneigten Kundschaft einfach nicht vorenthalten:

  • “Was möchten Sie?”
  • “Ich wüßte gerne, was Ihr Studentenfrühstück kostet, wenn man nicht wie gewünscht einen Studentenausweis vorlegen kann.”
  • “Der Preis ist für Studenten.”
  • “Ja, ich weiß. Und was ist der Preis für Nichtstudenten?”
  • “Na der volle Preis.”
  • “Ja, klar. Wie lautet der denn?”
  • “Das ist, ähm, das wird, also ein Brötchen, eine Brezel [s.o., D.], ein Spiegelei….also auf jeden Fall teuer.”

Letzteres kann ich im Nachhinein bestätigen. Wenn ich auch im großen und ganzen nur eine Butterbrezel hatte. Ohne Brezel. Mahlzeit.

Nachtrag: Ich muß mich entschuldigen. Wenn man unterstellt, daß wir in 1900 Jahren immer noch mit Euro bezahlen und weiterhin annimmt, daß die Inflationsrate konstant bleibt, dann waren nicht nur die zehn Gramm Butter zu einem Euro geschenkt, sondern gleich das ganze Frühstück:

Auf der Internetseite des Café Rosgarten wird darüber informiert, daß heute Montag, der 22. März 3910 ist

Das nenne ich fortschrittlich und bin beeindruckt.


20. März 2010

Kurswechsel

Schlipsträgern geht in “Meetings” bekanntlich besonders schnell einer ab, wenn in tollen Powerpups-”Präses” möglichst viele im 45°-Winkel nach rechts oben abstehende…ähm, zeigende Kurven zu sehen sind.

Daß man damit nicht mal mehr Klaus Doof hinter dem Ölradiator hervorlocken kann, hat man nun scheinbar auch im Bankenwesen, dem seit jeher obersten Hort des Schlipsträgertums, begriffen:

Ein Werbeplakat der Commerzbank auf dem ausnahmsweise mal eine was-auch-immer-Entwicklungskurve nicht steil nach oben, sondern gen Abgrund zeigt.