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	<title>DavidBLN.de &#187; Kommerz</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Ab sofort ehrlich</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
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		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.</p>
<p>Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. <span id="more-2165"></span>Seit neuestem brüstet sich nämlich ausgerechnet die wie ihre Schwester Saturn zum Metro-Konzern gehörende Mediamarkt-Gruppe &#8211; nach unvergessenen (nicht) vollkommen blöden &#8220;Claims&#8221; und hochnotpeinlichen Cowboy- (Ronald Nitschke, der einst als vertrottelter Konsuln-Fahrer in &#8220;Praxis Bülowbogen&#8221; dann doch mehr überzeugte), Pseudo-Law-and-order- (irgendein Anwalt) oder, äh, ferner-liefen-Auftritten (irgendwelche Möchtegernkomiker) &#8211; mit einer echten Ungeheuerlichkeit, und damit meine ich nicht das in Werbeagenturen in zwischen zum Einstellungstest gehörende Deppen Leer Zeichen:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0433.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0433-600x398.jpg" alt="Werbeplakat für den &quot;neuen Mediamarkt-Preis&quot;: &quot;Der erste Preis ohne den Preis-Irsinn. Klare Ansage. Zwei zum Preis von zwei.&quot;" title="" width="600" height="398" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2166" /></a></p>
<p>Meine Damen, meine Herren, bitte beachten Sie die unaufdringliche, dezent im Hintergrund gehaltene Sensation: Hier wirbt ein Unternehmen damit, daß es &#8211; so verstehe ich dieses Plakat jedenfalls &#8211; <em>neuerdings</em> tut, was das &#8220;Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb&#8221; vorschreibt: Den Grundsatz der sogenannten Preisklarheit und -wahrheit einhalten.</p>
<p>Liebe bisher vielleicht doch zu Unrecht verachtete Reklamebranche: Ich kann eine solch entwaffnende Ehrlichkeitsoffensive nur bedingungslos unterstützen. Und mir bei der Gelegenheit noch viele weitere solcher Kampagnen wünschen. Zum Beispiel für Parteien (&#8221;jetzt ist uns unser Geschwätz von gestern nicht mehr egal!&#8221;), Brötchenimitationsfabriken (&#8221;ab sofort aber wirklich ohne Sägemehl und Knochenleim&#8221;) oder für Banken (&#8221;künftig nur noch Finanzprodukte, die Sie wirklich brauchen&#8221;).</p>
<p>Obwohl, da fällt mir ein: Schon länger bewirbt die Firma Mars einige Produkte ihre Katzenfuttersparte &#8220;Whiskas&#8221; mit dem Hinweis auf einen Fleischanteil von &#8220;jetzt 60%&#8221;. Möchte ich wirklich wissen, wie hoch der bisher war? Und was da sonst noch drin ist, jetzt nur noch zu 40%?</p>
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		<title>Endstation(ärer) Handel</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/30/endstationarer-handel/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 17:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[Sonst nô wat?]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Metro,
eigentlich wollte ich in diesem Beitrag ausdauernd über die Gründe darüber philosophieren, warum stationäre Handelskonzepte &#8211; vom Nahrungs- und Frischemarkt aus meiner Sicht einmal abgesehen &#8211; schon längst im Sterben begriffen sind. Schwamm drüber, ich habe es mir eben anders überlegt und sage stattdessen:
DANKE!
Denn während ich an einer der fünf am heutigen Sonnabend geöffneten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Metro,</p>
<p>eigentlich wollte ich in diesem Beitrag ausdauernd über die Gründe darüber philosophieren, warum stationäre Handelskonzepte &#8211; vom Nahrungs- und Frischemarkt aus meiner Sicht einmal abgesehen &#8211; schon längst im Sterben begriffen sind. Schwamm drüber, ich habe es mir eben anders überlegt und sage stattdessen:</p>
<p><big><strong>DANKE!</strong></big></p>
<p>Denn während ich an einer der fünf am heutigen Sonnabend geöffneten (von insgesamt zwölf) Kassen wartete, bis eine Kassiererin ihrer Kollegin beim Bezahlen an deinem theoretisch schlauen, praktisch dank (ich weiß das aus Innenseiterkreisen verbindlich) Schlipsträgerbedenken jedoch völlig unbrauchbaren &#8220;neuen&#8221; Bezahlterminalsystem geholfen und den 9000 Kunden in der Schlange vor mir beim Entfernen von Diebstahlsicherungen und sonstwas bemühterweise behilflich war, hatte ich genug Zeit, von meinem Schlautelefon aus mit Hilfe des Internetzes alle Nicht-Lebensmittel-Waren, die sich in meinem Wagen befanden, für insgesamt weniger als die Hälfte deines Preises versandkostenfrei aus diesem schäbigen Internetz zu ordern. Die kommen dann am Montag zu mir nach Hause, ganz ohne Schlepperei.</p>
<p>Und die Lebensmittel, die habe ich in meinem kleinen, rümpeligen aber insgesamt flotten und gut organisierten Dorfrewe gekauft. Also, Daumen hoch und Gruß an Herrn Cordes. Ach ja, unter uns: Daß man externe Leiharbeiter erst zum großen Sommerfest ein- und anschließend explizit per mehrfacher Email wieder auslädt, das ist wirklich unfein. Das hast du, liebe Metro-Gruppe, ja sicher nicht gemacht, oder? Alles nur üble Nachrede, hoffe ich doch sehr&#8230;</p>
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		<title>Sehr verirrtes Edeka-Team,</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/30/sehr-verirrtes-edeka-team/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 14:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[um Kunden wie mich und mein Geld fernzuhalten, stellen Sie diese bitte immer, am besten noch vor dem Betreten Ihres Geschäfts, unter Generalverdacht. 
Vielen Dank für Ihr immerhin nicht zum ersten Mal bewiesenes Unverständnis davon, wie kaufkräftige Kunden heute (nicht) behandelt werden möchten. Und viel Glück.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>um Kunden wie mich und mein Geld fernzuhalten, stellen Sie diese bitte <strong>immer</strong>, am besten noch vor dem Betreten Ihres Geschäfts, unter <strong>Generalverdacht</strong>. </p>
<p>Vielen Dank für Ihr immerhin <a href="/2010/10/02/wir-lieben-ah-ihr-bargeld/">nicht zum ersten Mal</a> bewiesenes Unverständnis davon, wie kaufkräftige Kunden heute (nicht) behandelt werden möchten. Und viel Glück.</p>
<p> <img src="/_ressourcen/uploads/IMAG0291-400x600.jpg" alt="Sehr verehrte Kunden, um Missverständnissen vorzubeugen, verwenden Sie bitte IMMER einen Einkaufswagen oder Einkaufskorb. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Edeka-Team" title="" width="400" height="600" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2094" /></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tag des offenen Arsches</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/30/tag-des-offenen-arsches/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 13:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder auch: Fitneßklubs (Läden, Sonnenstudios), die ohnehin mehr oder weniger immer offen haben und ihre (potentiellen/erhofften) Neukunden ernsthaft mit solchem Wortkuhschiß wie &#8220;Tag der offenen Tür&#8221; und evtl. bunten Luftballons hinter dem Ofen hervorlocken zu können meinen.
Erinnert mich an Vertriebs(steigerungs)telefonkonferenzen und die üblichen zu benennenden &#8220;konkreten&#8221; Maßnahmen wie &#8220;Bistrotisch vor den Eingang stellen&#8221; oder &#8220;Musik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder auch: Fitneßklubs (Läden, Sonnenstudios), die ohnehin mehr oder weniger immer offen haben und ihre (potentiellen/erhofften) Neukunden ernsthaft mit solchem Wortkuhschiß wie &#8220;Tag der offenen Tür&#8221; und evtl. bunten Luftballons hinter dem Ofen hervorlocken zu können meinen.</p>
<p>Erinnert mich an Vertriebs(steigerungs)telefonkonferenzen und die üblichen zu benennenden &#8220;konkreten&#8221; Maßnahmen wie &#8220;Bistrotisch vor den Eingang stellen&#8221; oder &#8220;Musik lockt immer Leute an&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sexells (2)</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/26/sexells-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Ficksaft in Flaschen, Sauereien zum saufen&#8230; ach ja. Da hat das Brands &#038; Strategy Department aber mal wieder so richtig auf den Poo(tz) gehauen. Ob es jetzt an zu hohen oder doch zu niedrigen Öchslezahlen lag: Das letzte Saison-Kickoff fand jedenfalls offenkundig mit freundlicher Unterstützung der Ergo-Gruppe statt.
Wisset se, Herr Direktor, mir hen da e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ficksaft in Flaschen, Sauereien zum saufen&#8230; ach ja. Da hat das Brands &#038; Strategy Department aber <a href="/2010/06/07/sexells/">mal wieder</a> so richtig auf den Poo(tz) gehauen. Ob es jetzt an zu hohen oder doch zu niedrigen Öchslezahlen lag: Das letzte Saison-Kickoff fand jedenfalls offenkundig mit freundlicher Unterstützung der Ergo-Gruppe statt.</p>
<blockquote><p>Wisset se, Herr Direktor, mir hen da e ganz frivoles Idee&#8217;le: Mir könntet doch einfach e fesches Etikettle uff de Fläschle bappe, irgetsoebbes mit&#8230; pscht, <small>Ding, na hier, <span style="font-size: 30%; color: #999">dene Secks, wisset&#8217;s?</span></small>. Woi, des hen Ekschperde rausgefunne: Dene <small><span style="font-size: 30%; color: #999">Secks</span></small>-G&#8217;schichde, die verkaufet sich oifach bracktisch fo&#8217;alleine. (Und wann des ned hilft, schraube mer oifach noch e bißle no Preis nunder.) Isch des nix?</p></blockquote>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/fickelwein.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/fickelwein-400x600.jpg" alt="fickelwein" title="fickelwein" width="400" height="600" class="alignnone size-medium wp-image-2080" /></a></p>
<p>Hach, ich komm schon ganz in Schlampagnerstimmung *zwinker* iksdeh ^^ ROFL</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ihr Verfügungsrahmen beträgt. Ungefähr. Im Idealfall. Theoretisch.</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/14/ihr-verfugungsrahmen-betragt-ungefahr-im-idealfall-theoretisch/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/07/14/ihr-verfugungsrahmen-betragt-ungefahr-im-idealfall-theoretisch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 11:29:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon vor längerer Zeit war ich von der immer unangenehmeren Schlipsträgerei und  versicherungsvertretrigen Werbebelästigung genervt, welche bei der Dresdner Bank &#8211; deren Kunde ich wurde, als sie in Berlin noch &#8220;Bank für Handel und Industrie&#8221; hieß &#8211; seit deren Aufkauf durch den Allianz-Konzern, spätestens aber nach ihrer Einverleibung durch die und die Transformation zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon vor längerer Zeit war ich von der immer unangenehmeren Schlipsträgerei und  versicherungsvertretrigen Werbebelästigung genervt, welche bei der Dresdner Bank &#8211; deren Kunde ich wurde, als sie in Berlin noch &#8220;Bank für Handel und Industrie&#8221; hieß &#8211; seit deren Aufkauf durch den Allianz-Konzern, spätestens aber nach ihrer Einverleibung durch die und die Transformation zur Commerzbank leider und zu Lasten ehemals wirklich kundenorientierter Bedienung durch das Personal in unerträglichem Maß zunahmen. Also entschloß ich mich, es nun auch mal mit einer dieser Internet-Direktbanken zu versuchen.<span id="more-2046"></span></p>
<p>Nun gehöre ich nicht zu jenem Kundenkreis, der hellauf begeistert alle möglichen Einwände ausblendet, ehe er etwas neues versucht. Im Gegenteil suche ich immer gezielt nach Schwachstellen, wie es eigentlich jeder vernünftige Mensch tut; ich lese bei Online-Handelsplätzen stets als erstes alle negativen Bewertungen zu Produkten und Anbietern und habe mir angewöhnt, gerade daraus eventuelle positive Eigenschaften abzuleiten. Bei Dienstleistern oder Händlern zum Beispiel glaube ich, aus deren Reaktionen auf eine Kritik mehr erkennen zu können als aus tausendundeiner <em>super gelaufen, keine Probleme, immer wieder</em>-fünf Sterne-Bewertungen.</p>
<p>Im Falle der DKB, für die ich mich letztlich entschied, war das unmöglich. Entweder habe ich nach den falschen Phrasen gesucht (obwohl ich darin sonst ziemlich gut bin). Oder es gab bisher keinen wirklich Kunden, der mit der DKB schlechte Erfahrungen gemacht hat (so etwas wäre, wie wir wissen, sogar im Falle der allein seligmachenden Kirche ein, äh, Wunder). Oder es gab bisher niemanden, der dieser Internetbank im Internet mal keine Höchstnote geben wollte (bei einer Internetbank so wahrscheinlich wie ein 31. April). Oder.</p>
<p>Mangels verwertbarer Fremderfahrungen mußte ich also selbst ran. Der Plan war, nach einem Dreivierteljahr mit Sack und Pack (hier: Giro-, Fest- und Tagesgeldkonten) zur neuen Bank umzuziehen, unter der Voraussetzung, daß es zwischenzeitlich mindestens einmal ein Problem gegeben hätte, das nicht nur hilfsbereit, sondern auch erkennbar professionell und so gelöst würde, daß eine Wiederholung auszuschließen ist.</p>
<p>So bestellte ich online ein <em>vollkommen kostenloses</em> Girokonto einschließlich Visakarte, mit der man, so das Versprechen und die zahlreichen positiven Berichte allerorten, <em>weltweit kostenlos Bargeld</em> an jedem Visa-Geldautomaten abheben könne. Kredit- und EC-Karte kamen zügig per Post, der Verfügungsrahmen des Kreditkartenkontos wurde mir mit dem Betrag X mitgeteilt, den ich, so die beiliegenden Hinweise, zudem durch Überweisungen auf dieses Konto beliebig erhöhen könne (was sogar im Falle eines Guthabens verzinst würde).</p>
<p>Ich muß noch erwähnen, daß ich schon lange kein Mensch mehr bin, der finanziell in den Tag hineinlebt. Im Gegenteil und schon, weil ich Situationen wie &#8220;nicht mögliche Verfügungen&#8221; an Geldautomaten unerträglich finde, kontrolliere ich meine Konten wöchentlich, führe täglich Buch über meine Ausgaben und weiß dank einer eigens hierfür eingerichteten Datenbank jederzeit genau, wie hoch die nächste Kreditkartenabrechnung wird, wie viel Geld auf welchem Konto zu sein hat und infolgedessen auch, wie viel ich etwa heute Abend noch werde abheben können. Jedenfalls war dies in den letzten, wenigstens zehn, Jahren stets der Fall.</p>
<p>Bis vor einigen Wochen. Da stand ich, wohlgemerkt: nicht zum ersten Mal, vor einem Geldautomaten im Ausland und beabsichtigte, dort das zum Ausgeben vor Ort benötigte Bargeld abzuheben. Sowohl meine Datenbank als auch der online abrufbare Kontostand wiesen mir noch am frühen Morgen des gleichen Tages mehr als genug Reserven im Verfügungsrahmen aus. Ich hätte ein vielfaches dessen, was ich abzuheben vorhatte, erhalten können müssen. Nur: War nicht. Nach zweimaligem unbegründetem Verweigern blieb mir nichts anderes, als entweder die Heimreise anzutreten oder die stattlichen Auszahlungsgebühren der EC-Karte vorläufig zu erdulden. Denn die funktionierte natürlich.</p>
<p>Nun gibt es für mich verschiedene Kategorien von &#8220;ärgerlich&#8221; auf dieser Welt. Die erste ist die, bei der ich selbst schuld bin. Geschenkt. Die nächste ist die, wo ich etwas scheiße finde, das andere vielleicht ganz klasse finden. Kommt vor, auch oft, tut aber auch nicht wirklich weh. Schlimmer ist es schon mit Dingen, die sich jedem klar denkenden Menschen als ausgemachter Unsinn sofort erschließen und die dennoch immer wieder vorkommen. Die Krone der Beleidigung, jedenfalls für meine Intelligenz, sind allerdings Dinge, die offensichtlich komplett verkorkst sind und die man mir dennoch und mit zunehmend dämlicheren Argumenten als selbstverständlichste Sache der Welt verkaufen will. Es sind diese Situationen, die mich mit Grausen abwenden lassen und mit der sich jemand als ernstzunehmender Partner, egal für welchen Geschäfts- oder Lebensbereich, unheilbar und final diskreditiert.</p>
<p>Der folgende sich hinziehende, zähe &#8211; Email-Beantwortungsstunde ist offenbar immer wochentags zwischen 9 und 12 Uhr &#8211; Schriftwechsel ist ein Paradebeispiel für so einen Fall (Prosa großteils gekürzt; Hervorhebungen und Variablen alle von mir).</p>
<blockquote><p>ich wollte heute Mittag am exakt gleichen Geldaumaten der $bank in $stadt, wo ich am $datum mit der Visakarte erfolgreich abgehoben habe, $betrag abheben. Heute hieß es dort &#8211; obwohl es an der Deckung nicht liegen kann! &#8211; daß ich nicht abheben könne. Die Abhebung des gleichen Betrages mit der EC-Karte hingegen hat problemlos funktioniert.</p>
<p>Bitte prüfen Sie, warum das mit dem &#8220;weltweit kostenlos abheben&#8221; hier auf einmal fehlschlägt. Ich fände es nicht so schön, dafür jetzt Gebühren zahlen zu müssen. Bitte um Rückmeldung.</p></blockquote>
<blockquote><p>Gut, dass Sie sich melden. Aufgrund mehrerer ausstehenden Buchungsanfragen in einer Gesamthöhe von $betrag aus folgenden Branchen</p>
<ul>
<li>(Mail / Phone) Diverse (Tickets, Teleshop) Löschungsdatum: $datum</li>
<li>(Einzelhandel) Bücher Löschungsdatum: $datum</li>
<li>(Einzelhandel) Spirituosen / Wein / Likör Löschungsdatum: $datum+14</li>
</ul>
<p>sind aktuell keine weiteren Verfügungen möglich. <strong>Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen keine weiteren Informationen zur Verfügung stellen können. Bitte wenden Sie sich im Zweifelsfall direkt an den Händler.</strong> (&#8230;) Wenn Sie Geld auf Ihre DKB-VISA-Card überweisen, erhöhen Sie Ihren Verfügungsrahmen.</p></blockquote>
<blockquote><p>sorry, aber das kann ja wohl nicht sein. Ich habe VORHER ($datum-1) extra in die Umsätze geschaut und gerade eben auch noch mal. Aktueller Saldo sind $betrag <em>(Anm.: weit unterhalb des Limits)</em> (darin ist die neueste Aufbuchung noch nicht enthalten), vor dem Wochenende als ich nachgeschaut habe waren es <em>[noch mehr Spielraum]</em>. In jedem Fall wären da noch $abhebebetrag &#8220;drin&#8221; gewesen.</p>
<p>Wenn es &#8220;schwebende&#8221; Buchungen gibt, die zwar meinen Verfügungsrahmen beeinflussen, die aber nirgends zu sehen sind, wie soll ich mich dann auf dieses Zahlungsmittel verlassen können? Sagen Sie bloß nicht &#8220;immer möglichst viel aufbuchen&#8221; wäre die einzige &#8220;Lösung&#8221;, denn dann habe ich von der ganzen Geschichte leider gar keinen Nutzen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Bei der Prüfung Ihres Anliegens haben wir mehrere ausstehende Händleranfragen (Autorisierung) auf Ihrer DKB-VISA-Card festgestellt. Aus diesem Grund stand Ihnen das vollständige Kartenlimit nicht zur Verfügung. Die offenen Händleranfragen wurden von uns heute als erledigt vermerkt. Ihr Kartenlimit auf der DKB-VISA-Card steht Ihnen wieder zur Verfügung.</p>
<p>Bei den angesprochenen Autorisierungen handelt es sich um Verfügungsanfragen zu Ihrer DKB-VISA-Card, die durch den jeweiligen Händler veranlasst werden. Unternehmen wie z.B. Hotels und Autovermietungen nutzen die Möglichkeit sich Ihre Kautionen mittels einer solchen Autorisierung auf Ihrer Kreditkarte zu blocken.</p>
<p>Autorisierungen sind nur für einen befristeten Zeitraum gespeichert und löschen sich dann automatisch, in der Regel nach 14 Tagen.</p></blockquote>
<blockquote><p>&gt; Bei der Prüfung Ihres Anliegens haben wir mehrere ausstehende<br />
&gt; Händleranfragen (Autorisierung) auf Ihrer DKB-VISA-Card festgestellt.<br />
Das schrieben Sie mir schon vor einer Woche.</p>
<p>Auf meine eigentlichen Fragen gehen Sie allerdings wieder nicht ein. Sie verzeihen mir daher bitte meine allmählich aufkommende Ungehaltenheit, denn hier geht es mit Verlaub um mein Geld und im vorliegenden Fall auch noch um Zuverlässigkeit im Ausland, da hört der Spaß für mich auf. Also:</p>
<p>1. Wozu sehe ich meinen Kreditkartensaldo und führe über meine Verfügungen Buch, wenn das alles trotzdem Makulatur ist? Wie soll ich mich ernsthaft auf Verfügungsrahmen verlassen, wenn ich nirgendwo im Voraus sehe, wie viel ich in den nächsten drei Stunden effektiv abheben kann? Ist das hier eine Bank oder ist das ein Lotteriestand?<br />
2. Welche &#8220;Händler/Unternehmen&#8221; reservieren ohne meine Wissen, aber offenbar mit Ihrer Duldung irgendwelche ominösen &#8220;Beträge&#8221;, die mich daran hindern, meine Karte als zuverlässiges Zahlungsmittel einzusetzen? Ich habe in den letzten zwei Wochen weder Autos gemietet, noch Hotels reserviert noch sonstiges. Genaugenommen habe ich das mit dieser Karte noch überhaupt nicht und allmählich glaube ich auch, daß ich das besser nie tun werde.<br />
3. Und vor allem: Soll ich für diese, Sie entschuldigen meine leichte Gereiztheit bitte, Lächerlichkeit jetzt ernsthaft 10 Euro Geldautomatengebühr bezahlen? Ist das das weltweit kostenlose Bargeldabheben, mit dem Sie werben?</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir bedauern, dass Ihnen bei Ihrem Auslandsaufenthalt Unannehmlichkeiten entstanden sind und möchten Ihnen gerne die entstandenen Fragen beantworten.</p>
<p>• (Mail / Phone) Diverse (Tickets, Teleshop) Löschungsdatum: $datum<br />
• (Einzelhandel) Bücher Löschungsdatum: $datum<br />
• (Einzelhandel) Spirituosen / Wein / Likör Löschungsdatum: $datum+14</p>
<p>In der Regel erfolgen diese Buchungsanfragen nur bei Vorlage Ihrer Kartendaten bei Zahlungen/Reservierungen. <strong>Die benannten Händleranfragen, welche benannte wurden und das Limit blockierten sind Ihnen nicht bekannt? Dann bitte wir Sie die Kreditkartenumsätze mit großer Sorgfalt auf Richtigkeit zu beobachten.</strong></p>
<p>Auf Händleranfragen/-reservierungen zu Lasten Ihrer DKB-Visa-Card haben wir als kartenausgebendes Institut keine Verfügungsgewalt.</p>
<p>Aus Kulanz werden wir Ihrem Internet-Konto in den nächsten Tagen 20,00 Euro gutschreiben und hoffen sie in Zukunft wieder von unserem Service überzeugen zu können.</p></blockquote>
<blockquote><p>vielen Dank für Ihr Kulanzangebot, das ich gerne annehme.</p>
<p>Zu den genannten Bezeichnungen: Das kann ja alles und nichts sein. Natürlich habe ich mit der Karte auch schon mal Spirituosen gekauft und natürlich bestelle ich damit bei Amazon. Ohne Angaben zum Firmennamen hilft mir das leider nicht viel weiter.</p>
<p>Vor allem aber: <strong>Bei Autovermietern und Hotels kenne ich das reservieren von Beträgen ja. Aber bei HÄNDLERN? Da kaufe ich entweder etwas und bezahle IN DIESEM MOMENT oder ich tue es nicht.</strong> Was zum Teufel hat ein Händler irgendwelche Beträge zu reservieren? Und obendrein: Wenn ein Hotel oder ein Autovermieter so was tut, kenne ich es so, daß ich darauf hingewiesen werde und meine Karte entsprechend vorlegen muß.</p>
<p>Ergo: Bekommen Sie bitte heraus, wer da solchen Unfug gemacht hat und teilen Sie mir dies mit, da ich hier natürlich ggf. juristisch vorgehen möchte (ich nehme doch an, daß eine nicht autorisierte &#8220;Reservierung&#8221; die gleiche &#8220;Qualität&#8221; hat, wie eine nicht autorisierte Abbuchung). Danke.</p>
<p>Die Belastungen meiner Karte kontrolliere ich mit jeder Abrechnung, genau wie ich jede Transaktion zeitnah protokolliere, um später kontrollieren zu können. Im genannten Fall habe ich ja eben genau dies vor und nach der erfolglosen Abhebung getan.</p>
<p>Es bleibt die dringlichste Frage für mich ungeklärt: Wie kann ich sicherstellen, daß ich beim nächsten Auslandsaufenthalt nicht wieder dastehe wie der sprichwörtliche Ochse vor dem Berg? Mehr, als über meine Ausgaben Buch führen, kann ich doch schlichtweg nicht. <strong>Warum finde ich nirgends eine verbindliche Anzeige darüber, wie viel ich in den nächsten Stunden noch disponieren kann?</strong> Das ist, ich wiederhole mich, für mich unverzichtbar!</p></blockquote>
<blockquote><p>Sofern Sie Ihre DKB-VISA-Card bei einem Händler einsetzen hat dieser die Möglichkeit, sich den Betrag von Ihrer Kreditkarte zu reservieren. Sofern der Händler die offene Anfrage nicht bucht, wird diese Reservierung zum angegebenen Datum gelöscht. Damit erhöht sich automatisch Ihr Verfügungsrahmen.</p>
<p><strong>Die offenen Händleranfragen können nicht im Internet-Banking eingesehen werden. Zu diesen liegen uns auch keine weiteren Informationen vor.</strong></p>
<p>Wir bitten um Ihr Verständnis.</p></blockquote>
<blockquote><p>ich frage noch einmal ganz direkt mit der bitte um verbindliche konkrete Antwort:</p>
<p>1.) Sie können &#8220;Händleranfragen&#8221; zwar löschen, aber nicht erkennen, wer der &#8220;anfragende&#8221; Händler war?<br />
2.) Wenn doch: Ich erfahre, obwohl es hier um meine Karte geht, nicht, wer sich da herausnimmt, ohne mein Wissen Beträge zu reservieren?</p>
<p>Ich bin gerade ein bißchen sprachlos, wie Sie eventuell nachvollziehen können.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir teilen Ihnen mit, dass wir Händleranfragen nur löschen können, wenn der Betrag bereits gebucht wurde. <strong>Sofern der Betrag noch nicht gebucht wurde, kann nur der Händler selber die offene Anfrage entfernen.</strong></p>
<p>Weiterhin liegen uns keine weiteren Informationen zu den offenen Buchungen vor. Bitte haben Sie dafür Verständnis.</p></blockquote>
<blockquote><p>das wird ja langsam zur Realsatire. Wird beim Antworten bei Ihnen eigentlich der gesamte Vorgang gelesen oder nur die letzte Mail?</p>
<p>ICH MÖCHTE WISSEN WER DAFÜR VERANTWORTLICH WAR, DASS ICH AM BESAGTEN TAG IN $stadt OHNE EIGENES VERSCHULDEN(!!!) KEIN GELD ABHEBEN KONNTE OBWOHL ALLE VON MIR AUTORISIERTEN TRANSAKTIONEN SICH WEIT UNTERHALB MEINES LIMITS BEFANDEN.</p>
<p>Sie treiben mich bei aller lobenswerten Kulanz wirklich zur Verzweiflung, denn das kann doch nicht so schwer sein so was herauszufinden im Zeitalter der EDV.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Authorisierungen verbleiben auch noch nach Abbuchung von Ihrer DKB-VISA-Card, meist in gleich Höhe. <strong>D.h. das Ihre DKB-VISA-Card für einen gewissen Zeitraum doppelt belastet ist</strong> und somit eine Auszahlung nicht möglich war.</p>
<p><strong>Nach Belastung haben Sie allerdings die Möglichkeit, die Authorisierung von uns löschen zu lassen, um wieder Bargeld verfügen zu können. Eine weitere Möglichkeit, der Erhöhung Ihrer Liquidität wäre  (&#8230;) die Erhöhung Ihres DKB-VISA-Card-Limits.</strong></p></blockquote>
<p>Gut möglich, daß niemandem, der mit der Sache befaßt war, überhaupt klar wurde, worum es mir geht, was mir als Kunde in diesem konkreten Fall das wichtigste ist, daß ich mehr an der Vermeidung einer Wiederholung als an Wiedergutmachung oder der Erläuterung irgendwelcher völlig sinnfreien und vermutlich auch so nicht zutreffenden Regelungen interessiert bin. Von der Tatsache, daß ich Unglaublichkeiten wie <em>ein Betrag wird im Grunde erst mal doppelt gebucht</em> in über zwanzig Jahren Kreditkarteneinsatz noch nie gehört habe &#8211; und ich habe schon oft am sprichwörtlichen Limit gelebt. Ich bin mir sogar sicher, daß die verschiedenen beteiligten Mitarbeiter aus ihrer Sicht wirklich alles getan haben, um mir &#8220;zu helfen&#8221;. Das zeigt sich schon in der großzügigen Kulanzgutschrift, die doppelt so hoch ausfällt wie mein akuter finanzieller Schaden. Nur: Ich möchte überhaupt keine Kulanz. Ich möchte auch keine Almosen. Und ich möchte auch keine &#8220;stets bemühten&#8221; Mitarbeiter, die mit immer freundlichen und vermeintlich hilfsbereiten Textbausteinen um sich werfen. Ich möchte noch nicht mal &#8220;Hilfe&#8221;. Alles, was ich möchte, ist eine funktionierende Dienstleistung, verdammt noch mal.</p>
<p>Doch ich habe es an diesem Punkt aufgegeben. Es ist absehbar, daß Wunsch und Wirklichkeit hier kollidieren. Wirklich grotesk finde ich die Behauptung, ich könne mein Limit nur sicherstellen, wenn ich quasi um Löschung der jeder Zahlung erfolgenden &#8220;doppelten Schattenbuchungen&#8221; unmittelbar im Anschluß schriftlich ersuchte. Aber wie auch immer: Es war dies der Moment, da mir klar wurde, daß leider auch beim Produkt &#8220;Bank&#8221; die übliche deutsche Regel gilt, nach der man sich stets für das kleinste und zudem bereits bekannte übel entscheidet und nicht, wie in anderen Kulturen, stets nach dem Besten strebt (und das beste sich auch noch durch das ernsthafte Bestreben, immer noch besser zu werden, auszeichnet). Die Katze, die hier bereits ein Stück aus ihrem Sack herausgewunken hat, kann sich wieder hinlegen. Ich bleibe bei den Schlipsträgern und zahle in Zukunft vermutlich auch wieder Jahresgebühren.</p>
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		<title>Makler, die&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 21:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.</p>
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		<title>Auf die Verpackung kommt es an!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 13:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Denn Inhalt ist bekantlich nichts. Image ist alles! Und 6,49 Euro für 2,5 Kilogramm solch cooler(!) Preßkohle ist nun wirklich geschenkt!

Ihr seht: Selbst ordinäre Fußvolk-Freuden wie &#8220;grillen&#8221; sind nun endlich in der stylishen Oberklasse angekommen!
Zusatznutzen: Kann man hinterher noch als schicke Designer-Einkaufstasche nehmen. Oder als Schlipsersatz. Oder als cooles Wandbild; der Haken zum aufhängen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn Inhalt ist bekantlich nichts. Image ist alles! Und 6,49 Euro für 2,5 Kilogramm solch cooler(!) Preßkohle ist nun wirklich geschenkt!</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/kuhl.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/kuhl-600x400.jpg" alt='Schnöde Grillholzkohlenbriketts müssen nicht immer langweilig verpackt sein. Hier haben wir die schicke weiß-hochglänzende Verpackung mit der, stylisch in Lautschrift gehaltenen, sicherheitshalber aber auch noch mal im Klartext erklärten Markenbezeichnung "ku:l (Cool) - Premium Grillbriketts".' title="kuhl" width="600" height="400" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2033" /></a></p>
<p>Ihr seht: Selbst ordinäre Fußvolk-Freuden wie &#8220;grillen&#8221; sind nun endlich in der stylishen Oberklasse angekommen!</p>
<p>Zusatznutzen: Kann man hinterher noch als schicke Designer-Einkaufstasche nehmen. Oder als Schlipsersatz. Oder als cooles Wandbild; der Haken zum aufhängen ist bereits im Preis enthalten!</p>
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		<title>Vorsicht: Wasser ist naß!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 13:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/gift.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/gift-600x330.jpg" alt="Hinweis an einem Flaschenpfandautomaten: Giftige oder brennbare Stoffe können zu Personenschäden oder Feuer führen." title="" width="600" height="330" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2027" /></a></p>
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		<title>Vermieter, die&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 07:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[deine Frage nach einem Besichtigungstermin mit einem Ausfragebogen beantworten.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>deine Frage nach einem Besichtigungstermin mit einem Ausfragebogen beantworten.</p>
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		<title>Plus-Minus</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 09:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche &#8211; natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen &#8211; Zusatz-&#8221;findickjanzdufte&#8221;-Buttons auf meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche &#8211; natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen &#8211; Zusatz-&#8221;findickjanzdufte&#8221;-Buttons auf meinen entsprechenden Portalen einbinden soll, da diese &#8220;natürlich&#8221; künftig auch das Suchergebnis und damit eben auch die Vermarktbarkeit meiner Seiten beeinflussen würden. Mich verleiten solche impliziten Zwänge ja immer sofort zum Nachdenken über Alternativen. Vielleicht sollte ich die Werbeflächen jetzt doch lieber mal an die Interessenten verkaufen, deren Angebote zwar gut waren, aber kein Entwicklungspotential versprachen, wie es die &#8211; dank Werbeblockern, für die ich aufgrund der oft grauenhaften Werbetreibenden und ihrer Formate größtes Verständnis habe &#8211; immer lausiger werdenden Einnahmen aus der &#8220;Netzwerkwerbung&#8221; vollmundig taten und tun. </p>
<p>Bei anderen führt allerdings solcher im Monatstakt auftretende Hype regelmäßig zu medialen Erregungswellen, die man nicht mal von pubertierenden Jungmopedbesitzern in meinem derzeitigen, dörflich-bäuerlichen Exilwohnort kennt, sobald diese irgendwelche Weibchen in Peilweite bemerken. Und Fremdschämen, wie ich es sonst nur für unreflektiert &#8220;Häppi Bürsti&#8221;-singende Altersgenossen aus meiner Kindergartenzeit kannte, packt mich, wenn in meinem (hier: virtuellen) Umfeld das Hype-Produkt mit der gleichen armseligen und doch wirksamen Strategie einführt werden kann<span id="more-1991"></span>, wie es schon vor vielen Jahren eine Bremer Biermarke mit einem sensationell alten <del datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Wein</del><ins datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Bier</ins> in unspektakulär neuen, nun durchsichtigen <del datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Schläuchen</del><ins datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Flaschen</ins> tat: Mit künstlicher Verknappung.</p>
<p>Wie erinnern uns (also zumindest ich): Geschickt lancierte man einst in den damals noch weitgehend nichtvirtuellen zielgruppenrelevanten sozialen Netzwerken (damals nannte man sowas &#8220;Clubszene&#8221;) &#8220;versehentlich ausgeplauderte&#8221; Hinweise auf ein geheimnisvolles neues, &#8220;hippes&#8221; Bier, das zwar teurer als das grün verpackte Schwesterprodukt, aber dafür bis auf weiteres auch nur &#8220;unter der Hand&#8221; in &#8220;ausgewählten Clubs&#8221; zu haben sei.</p>
<p>Natürlich war die Bremer Biermarke nicht die erste, die mit solchen Taschenspielertricks erfolgreich auf Bauernfang ging, und natürlich ist sie nicht die letzte gewesen. Besonders in den nun digital reinkarnierten Klubszenen ist sie heute fast omnipräsent. $firma kündigt ihren sensationellen, alles verändern werdenden Dienst $dienst an und startet bald darauf einen &#8220;geschlossenen&#8221; Testlauf, an dem selbstverständlich leider nicht jeder teilnehmen kann, sondern wo man nur reinkommt, wenn man jemanden kennt der noch ein VIP-Armbändchen übrig hat und einen außerdem auf die Gästeliste setzt. &#8220;Einladung&#8221; nennt sich das dann (&#8221;Invite&#8221;). Und von da an dauert es noch fünf Minuten, bis man nicht nur alle vorgesehenen Strukturen erfolgreich &#8220;viral&#8221; infiziert hat und die eine Hälfte der Anwesenden mit Armbändchen wedelt während die andere Hälfte als moderne Schnorrerarmee einen an jeder virtuellen Ecke mit &#8220;haste mal &#8216;n Invite&#8221; belästigt. </p>
<p>Das finde ich aus drei Gründen krank. Erstens: Wie kann man Firmen eine so erbärmliche, billige &#8220;Strategie&#8221; durchgehen lassen? Zweitens: Wie kann man sich selbst dafür hergeben, als unbezahlter Werbeapostel für jede Scheiße mitzuarbeiten? Drittens: Wie kann man sich so erniedrigen, darum zu betteln, ein gezielt gehypetes Produkt, hinter dem zudem oft handfeste Markt- und im konkreten Fall Monopolinteressen stehen, bitte bitte &#8220;als fast erster&#8221; nutzen zu dürfen?</p>
<p>Ich würde sowas niemals schreiben, wenn die Leute, die sich diese drei Fragen entweder nicht stellen oder sie vor lauter Erregung ausblenden, unter den Zuschauern von &#8220;DSDS&#8221; oder &#8220;GNTM&#8221; oder &#8220;RTL 2 action news&#8221; zu suchen wären. Aber daß es sich dabei in großer Zahl um Personen handelt, von denen ich ansonsten kritischstes Hinterfragen gewohnt bin und die ich teilweise genau und nur deshalb schätze: DAS macht mir Angst.</p>
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		<title>Warum ich meine Brief künftig nicht mehr online frankiere</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/30/warum-ich-meine-brief-kunftig-nicht-mehr-online-frankiere/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 18:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
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		<description><![CDATA[Liebe Deutsche BundesPost AG!
Früher, in der Steinzeit, mußte man Briefe als Normalsterblicher mit Wertmarken bekleben. Diese mußte man am Schalter kaufen, oder, sofern man passendes Münzgeld hatte, konnte man sie zu jeder Zeit den mechanischen gelben Automaten nach Geldeinwurf mit Kurbeln entlocken.
Dann, irgendwann Ende des letzten Jahrtausends, hattest du eine Idee. Zwar hast du ihr, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Deutsche <del>Bundes</del>Post <ins>AG</ins>!</p>
<p>Früher, in der Steinzeit, mußte man Briefe als Normalsterblicher mit Wertmarken bekleben. Diese mußte man am Schalter kaufen, oder, sofern man passendes Münzgeld hatte, konnte man sie zu jeder Zeit den mechanischen gelben Automaten nach Geldeinwurf mit Kurbeln entlocken.</p>
<p>Dann, irgendwann Ende des letzten Jahrtausends, hattest du eine Idee. Zwar hast du ihr, ganz dem denglischen Zeitgeist geschuldet, den reichlich peinlichen Namen <em>StampIt!</em> gegeben, aber davon abgesehen war sie ziemlich genial. <span id="more-1976"></span>Eine für damalige Verhältnisse nur mäßig aufgeblasene Zusatzsoftware, die sich über das damals für die meisten noch recht &#8220;neue&#8221; Internetz mit deinem Server verbindet, auf dem ich dir vorher einen zinslosen unbefristeten Kredit mit je nach Kundensegment unterschiedlich hoher Mindesteinlage (&#8221;Portokasse&#8221;) eingeräumt habe, von dem ich dann nachträglich bei Bedarf in Gestalt ausgedruckter 2D-Matrix-Codes zehren konnte, die von mir versandte Drucksachen als &#8220;frankiert&#8221; auswiesen. Ich meine, daß in diesen Matrizen sogar die Empfängeradresse &#8220;codiert&#8221; war, was dir sicher mit fortschreitender Technik auch noch den einen oder anderen Mitarbeiter am Sortierband für unleserlich beschriftete Sendungen eingespart haben dürfte. Auf jeden Fall aber die immensen Kosten für den Unterhalt von Automaten und das fälschungssichere Bedrucken von selbstklebenden Briefmarken hast du deutlich reduzieren können. Also, wie gesagt: Schlaue Sache!</p>
<p>Obwohl ich bei der Geschichte finanziell mindestens keine Vor-, ja: in der Regel sogar Nachteile hatte, fand ich dein System so toll, daß ich damals tatsächlich noch verblendet genug war, einen Aktivierungspreis dafür zu bezahlen. Kein Scherz &#8211; und die inoffizielle &#8220;Begründung&#8221; war, daß ja Gewerbekunden für Frankiermaschinen auch erst mal Geld investieren müßten. Das waren, für die jüngeren Leser hier, monströse Apparaturen, die sich jede Firma, die was auf sich hielt und genug Geld dafür übrig hatte, in einen ausreichend großen Postraum stellte und die, mehr oder weniger automatisiert, Briefumschläge im Stempel- oder Rollendruckverfahren und auf Wunsch mit individuellen Logos kombiniert &#8220;freimachte&#8221;. Firmen haben sich das in der Regel dadurch schöngerechnet, daß die Zeit, die der Lehrling auf dem Weg zum Briefmarkenkauf vertrödelt, über  die Jahre noch teurer würde als so eine Maschine es war.<br />
Doch zurück zu mir: Abgesehen von der simplen Funktion, Briefmarken nun &#8220;selbst&#8221; herstellen zu können, enthielt die Software auch Module für Microsoft Word und Excel. Diese konnte man damals hervorragend automatisieren, für den Seriendruck verwenden und, vor allem, mit standardisierten Makrobefehlen ansprechen und in eigene Makros integrieren. Man sparte sich bei Fensterumschlägen außerdem jegliche Aufkleberei, da man durch gekonnte Einbindung den Matrixcode direkt mit in das Adreßfeld des Schriftstücks zu drucken vermochte. Das Erstellen insbesondere von Geschäftspost war damals also alles in allem, wenn man es geschickt machte, wirklich eine Freude, für die man die oben genannten Nachteile gerne in Kauf nahm.</p>
<p>Leider ist aber nichts, das gefällt, von Dauer. Im Verlauf  unzähliger Produktänderungen und Softwareupdates wurde stets mehr eingerissen als aufgebaut. Mit den Jahren wurde die Makrounterstützung erst schlechter, dann verschwand sie, weil man die Programmierstrukturen änderte, komplett. Dem allem konnte man immerhin, wenn man ein wenig bastelte, trotzdem korrigierend nachlaufen, und das habe ich getan. Bis neulich.  Denn da teiltest du mir, natürlich mit der obligatorischen, im Dreitages-Rhetorikseminar für Kundenkommunizierer erlernten Neusprechvernagelung mit, daß aufgrund deiner Eigenschaft als <em>modernes Unternehmen</em> und dessen <em>beständigen Bemühungen um einen noch besseren Service</em> &#8220;StampIt&#8221; künftig nicht mehr im Programm sei.</p>
<p>&#8220;Problemlosigkeit&#8221; verhieß mir dein Brief, wenn ich mich für einen Umstieg auf das Nachfolgeprodukt &#8220;Internetmarke&#8221; entschiede. Ich habe dir das natürlich geglaubt &#8211; also wenigstens das mit dem einfachen Umstieg, zumal du ja wieder ein Word-AddIn anbietest &#8211; das dieses mal zu allem Überfluß auch noch mit &#8220;.net&#8221; erstellt ist. Und nun, nachdem ich in endlosem Hin und Her mit deinen stets bemühten Servicekräften zunächst &#8220;.net&#8221; installiert, dann aktualisiert, dann, nach erfolglosem herumdoktern mit den Installationsdateien und einem (wenn auch irrtümlichen) Trojaner-Alarm für deine Setupdateien auch das AddIn &#8220;erfolgreich&#8221; installiert habe (und nur durch Zufall darauf kam, daß dieses nur funktioniert, wenn man nicht die Schreibrechte für den Ordner <em>Eigene Dateien</em> &#8211; überleg mal gut, warum der so heißt und nicht <em>Dateien der Deutschen Post</em> &#8211; deaktiviert hat, so wie ich, den es nervt, wenn jedes Programm seine Daten ungefragt dort hineinkackt und nicht irgendwo ablegt, wo ich das will), stelle ich fest, daß ich mich nun nicht mehr, wie nach jeder der unzählichen Stampit-Neuinstallationen, mit meiner &#8220;Seriennummer&#8221; als Benutzername anmelden kann.</p>
<p>Nein: Stattdessen möchtest du jetzt ernsthaft, daß ich als Benutzerkennung die Email-Adresse angebe, mit der ich <strong>vor über neun Jahren</strong> deine Dienste bestellt habe?</p>
<p>Weißt du was, liebe Deutsche Post. Mir ist klar, daß man auf dem deutschen Markt für die Anwendungsentwicklung nur noch Vollidioten jenes Typs kriegt, der zeitlebens eine einzige Emailadresse hat und die vermutlich auch noch bei &#8220;epost.de&#8221;. Der sich einen Scheiß um Dateisystemkonventionen und Windows-Standardvariablen wie <code>%appdata</code> oder <code>%templatedir%</code> kümmert, weil sowas in den &#8220;.net&#8221;-&#8221;Programmier&#8221;-Baukästen der heutigen Berufsfachidiotenschulen nirgends anklickbar ist. Ich weiß, daß externe Aufträge heute primär in direkter Abhängigkeit zu Schlipsdesign und Powerpoint-Gestaltungskompetenz von Leuten vergeben werden, die ihrerseits genau diese beiden Kompetenzfelder besetzen. Ich bin mir bewußt, daß die guten, die zwar weniger Powerpoint, aber dafür mehr GUI und API können, inzwischen fast alle ausgewandert sind. Und ich weiß sogar, daß du eigentlich sowieso viel lieber deinen Epostbrief, also die Email mit Portogebühr und staatlicher Schnüffel-API, an Tante Erna und Onkel Beppo bringen willst.</p>
<p>Eins sollte fairerweise aber auch DIR klar sein: Alles hat seine Grenzen, selbst meine Engelsgeduld. Außerdem ist mir inzwischen eingefallen, daß die paar Briefe, die ich heute noch mit dir versende, ohnehin Einschreiben sind, die ich dann auch gleich am Schalter bezahlen kann. Schön altmodisch mit Bargeld. Und daß ich für die restlichen drei im Jahr eigentlich auch wieder den Automaten nutzen kann. Der steht nämlich direkt neben dem Briefkasten, in den ich das bedruckte tote Holz ohnehin einwerfen muß, da es niemand bei mir abholen mag. Du siehst: Manchmal macht man sich die Dinge jahrelang viel komplizierter, als sie es eigentlich sind.</p>
<p>In diesem Sinne: Mach&#8217;s gut. Ich mach&#8217;s jetzt besser!</p>
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		<title>Das Schlimmste an der Kostenloskultur&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 16:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;ist:

Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ist:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur-600x450.jpg" alt="Eine Palette mit kostenlosen Telefonbüchern und Branchenverzeichnissen steht unbeachtet in der Müllecke eines Supermarktvorplatzes" title="" width="600" height="450" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1989" /></a></p>
<p>Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weniger ist mehr</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 21:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!
Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!</p>
<p>Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden (&#8221;wenn Sie, dann kriegen Sie&#8221;). Es ist auch ganz egal, ob ihr euch selbst als &#8220;Produktmanager&#8221;, &#8220;Controller&#8221; oder &#8220;Consultants&#8221; bezeichnet. Ich verstehe euch. Wirklich. Nicht, daß ich mit euch tauschen möchte. Dieses tägliche Strampeln und Ellenbogengerangel habe ich noch nie gemocht, zumindest, seit ich das Spermienstadium erfolgreich hinter mir gelassen habe. Aber ich verstehe euch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn der gesamte Tages- und womöglich Nachtablauf einzig davon dominiert ist, immer noch mehr rausholen zu müssen (oder, wie man sich dann selbst gerne einredet: &#8220;zu wollen&#8221;). Und selbst, wenn das &#8220;wollen&#8221; nicht eingeredet ist und ihr ernsthaft davon überzeugt seid, daß das der Weg ist, wie die Welt ein besserer Platz werden kann (oder zumindest euer Vorgarten und die Garage): Sei es drum. Jeder wie er mag. </p>
<p>Ob nun also freiwillig oder aus &#8220;Sachzwängen&#8221;: Tut, was ihr tun zu müssen meint. Holt immer noch mehr raus. Nur eine Bitte habe ich dabei. Eine ganz kleine, dringende<span id="more-1858"></span>:</p>
<p><em><strong><big><span style="font-size: 400%; color: #f00; ">HÖRT ENDLICH AUF, EURE KUNDEN ZU VERARSCHEN!</span></big></strong></em></p>
<p>Mag ja sein, daß genug Leute gar nicht sofort merken, wenn ihr bei gleichem Preis &#8211; und, wie es Senseo besonders clever macht: begleitet von einem schönen hohen WKZ, damit es wegen des resultierenden Schnäppchenpreises erst recht nicht sofort auffällt &#8211; weniger Kaffe oder Knäcke oder Schokoriegel in eure Packungen preßt, die dann möglichst auch noch kaum anders (oder, auch so ein netter Trick, wie ihn Kraft bei Philadelphia gerne anwendet: ganz anders und erheblich &#8220;schicker&#8221;) aussehen. Das ist normal und natürlich von euch kalkuliert, denn wer hat schon Lust, jedes Mal alles zu prüfen, zählen, wiegen, messen.</p>
<p>Aber mal ehrlich, ihr abgespackten bonusgeilen Nappsülzen: Das Gefühl, WENN man dann eines Tages merkt, daß man von jemandem, dem man einen gewissen Vertrauensvorschuß gewährt hat (an der Uni hat man Euch das als &#8220;Markenbindung&#8221; gelehrt, ein Konzept, das euch und eurer Religion natürlich viel zu langfristig angelegt ist) unter Ausnutzung desselben verarscht worden IST: Das kennt ihr hoffentlich selbst. Und habt hoffentlich noch noch soviel Selbstachtung, daß ihr euch selbst beantworten könnt, was man als normal fühlender Mensch dann macht. Falls nicht, seht ihr es hier exemplarisch: Ich erzähle es allen, die ich kenne. Und kaufe eure Scheiße nie wieder.</p>
<p>Das ficht euch natürlich nicht an, so viel habe ich von diesem System längst verstanden. Denn ihr seid inzwischen dank der kurzfristigen Margen längst fürstlich entlohnt und befördert worden oder weitergezogen zum nächsten kurzsichtigen Wirt &#8211; weshalb der Titel dieses Beitrags auch ziemlich treffend euer schlaues Konzept benennt. Aber vielleicht kapieren es wenigstens die Unternehmen, die noch von anständigen (und überhaupt: von) Menschen und nicht von anonymen grauen Herren aus Fondsverwaltungen besessen und geführt werden, rechtzeitig und haben so einmal mehr die Chance, sich durch Leistung und nicht durch Beschiß zu profilieren.</p>
<p>Neulich war ich übrigens beim &#8220;Bauern nebenan&#8221;. So, wie seit Jahren jede Woche. Der hat keinen Schlips. Und keine Marketingabteilung. Der hat nicht mal Verpackungen, sondern alles lose. In einem dunklen, staubigen, rümpeligen Schuppen verkauft dieser Mensch zum Beispiel exzellente Kartoffeln. Seit Jahren. Ohne Preisaktionen, ohne bunte Tüten, ohne Werbung, ohne Consultants. Und hat den Laden täglich voll. Sogar, wenn die Kartoffeln mal teurer werden. Und wißt ihr auch warum? Naja, könnt ihr ja mal überlegen. Ihr wißt es sowieso. </p>
<p>Aber wer gibt schon gerne zu, daß das, was er tut, selbstherrliche, egoistische, überflüssige Scheiße ist.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ich fahre, wie &#8220;man&#8221; das hier in der vorholländischen Tiefebene so macht, gelegentlich zu Frau Antje zum Einkaufen. Und nehme dort dann auch, wenn ich es nicht vergesse, einen Vorrat Kaffe mit. Der kostet dort, verglichen mit Deutschland, ungefähr die Hälfte. Und nun ratet mal, ob in den holländischen &#8220;Senseo&#8221;-Packungen neuerdings weniger als die dort seit langem üblichen 36(!) Pads drin sind. Oder ob man dort wenigstens plötzlich mehr als im Schnitt 3,39 Euro für so eine Packung bezahlt. Die Antwort könnt ihr euch denken. Freilich wirft das bei mir sofort neue Fragen auf: Lassen sich holländische Kunden nicht so leicht verarschen? Ist man dort auch mit weniger großen Margen zufrieden? Laufen in Holland weniger Schlipsträger herum? Gut, nachdem unsere käsebegeisterten Nachbarn heute beschlossen haben, daß Informationsfreiheit im Internetz wichtiger ist als Aktionärsdividende (Netzneutralität!), könnte man letzteres fast vermuten. Allerdings ist meine Theorie eher die altbekannte: Das deutsche Schaf redet sich seinen Schlachter lieber schön, als ihn in den Arsch zu beißen&#8230;</p>
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		<title>Mogelpackung 2.0?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 20:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Bislang schätze ich die Drogeriemarktkette &#8220;dm&#8221;. Das liegt sicher ein wenig an der eloquenten Art ihres Gründers, auch an der (zumindest veröffentlichten) Philosophie der Firma (und wiederum ihres Gründers), aber vor allem daran, daß man sich dort als Kunde auch und besonders im Reklamationsfall ganz gut aufgehoben fühlen kann. Nur dieser verdienten Wertschätzung ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang schätze ich die Drogeriemarktkette &#8220;dm&#8221;. Das liegt sicher ein wenig an der eloquenten Art ihres Gründers, auch an der (zumindest veröffentlichten) Philosophie der Firma (und wiederum ihres Gründers), aber vor allem daran, daß man sich dort als Kunde auch und besonders im Reklamationsfall ganz gut aufgehoben fühlen kann. Nur dieser verdienten Wertschätzung ist das Fragezeichen hinter der Überschrift geschuldet. Und die Annahme, daß hier ein für Verpackungen zuständiger Mensch einer heutzutage scheinbar verbreiteten Krankheit, nämlich dem &#8220;es muß vor allem schick und öfter mal anders aussehen&#8221;-Syndrom erlegen ist. <span id="more-1939"></span></p>
<p>Nun habe ich zu Verpackungen ohnehin kein besonders liebevolles Verhältnis. Ich hänge der altmodischen Überzeugung an, daß sie dazu da sind, ihren Inhalt vor Schaden zu bewahren und ihn zugleich in bestmöglicher Weise zugänglich zu machen.  Sobald sie mehr wollen oder sollen, sind sie für mich überflüssige und nervige Scheiße, Blendwerk, Krebsgeschwüre. Und, genau wie &#8220;Werbung&#8221;, eine Eitelkeitsmesse für selbsternannte Künstler, denen die brotlose Kunst zu brotlos ist und die sonst leider nichts gelernt haben.</p>
<p>Ein Beispiel für eine hervorragende Verpackung ist diese:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschalt.jpg"><img src="http://www.davidbln.de/_ressourcen/uploads/duschalt-600x800.jpg" alt="Eine inzwischen leere Duschgelflasche. Sie ist durchsichtig und ansonsten schlicht und zweckmäßig." title="" width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1944" /></a></p>
<p>Sie zeigt erstens den Inhalt (hier aufgrund meiner fleißigen Konsumentenaktivität und Reinlichkeit nur noch theoretisch), schützt ihn vor Schaden (im Fall einer Duschgelflasche: auslaufen oder austrocknen), drängt sich selbst nicht in den Vordergrund und macht den Inhalt auf einfache Weise zugänglich. Auf sehr einfache Weise sogar, denn auch, wenn der Aufdruck der Flasche ihre &#8220;richtige&#8221; Aufstellung vorzugeben scheint, geht es so:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschalt2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschalt2-600x800.jpg" alt="Die gleiche Duschgelflasche, nur auf den Kopf gestellt." title="Wenn man wirklich alles will, muß man die Dinge manchmal auf den Kopf stellen." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>noch deutlich besser. Nämlich bis zum sprichwörtlichen letzten Tropfen. Besser gesagt: Es ging. Bis zur jüngsten Überarbeitung dieses Nutzgegenstandes &#8220;Verpackung&#8221;. Der sieht nun so aus:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschneu.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschneu-600x800.jpg" alt="Die gleiche Duschgelflasche, nur auf den Kopf gestellt." title="Wenn man wirklich alles will, muß man die Dinge manchmal auf den Kopf stellen." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>Entzückend, nicht? Nicht. Denn das:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschneu2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschneu2-600x800.jpg" alt="Genau: Verboten per Design. Hier wird nix mehr auf den Kopf gestellt." title="Designmission erfolgreich, Schlipsträger entzückt: Ein weiterer Schritt im Kampf gegen diese widerlichen Sparfuchskunden." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>geht nun im wahrsten Sinne des Wortes schief.</p>
<p>Man braucht <a href="/tag/lalalalas-dich-nicht-verarschen/">heutzutage</a> nicht mehr viel Phantasie für die Vermutung, daß hier mehr als ein verhinderter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christo">Christo</a> im Spiel gewesen sein könnte. Zum Beispiel ein Schlipsträger, der vorgerechnet hat, um wie viele Tage sich der Intervall zwischen zwei Flaschenkäufen mangels vollständiger Entleerung im &#8220;50er-Quantil kumuliert&#8221; verkürzen könnte und sich damit der Absatz des Produkts eklatant steigern ließe. Und nur der eingangs erwähnte Vertrauensvorsprung der Firma hält mich an, davon so lange nicht auszugehen, bis eine Antwort auf meine diesbezügliche direkte Anfrage wider Erwarten NICHT einräumt, diesen Fehler vor lauter Entzückung über das neue Flaschendesign (ein hübsch zweideutiges Wort übrigens) schlicht übersehen zu haben und ihn schnellstmöglich zu beheben. Ich bin gespannt und werde die Antwort selbstverständlich niemandem vorenthalten.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Nein, ich habe euch keine Antwort vorenthalten. Bis heute, dem 14. Juli, gab es schlicht und einfach keine. Ich muß zugeben: Ich habe das so nicht erwartet. Aber manchmal ist keine Antwort eben auch eine.</p>
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		<title>Backe backe scheiße</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/04/17/backe-backe-scheise/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 11:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurz notiert: &#8220;Französische&#8221; Aufback-&#8221;Baguettes&#8221; aus dem beliebten blaurotweiß bedruckten Zweierpack für einsfuffzich aus dem Discounter schmecken NOCH beschissener, wenn man seit Jahren sein Stangenweißbrot selbst und statt aus Bohnenmehl (ja, lest mal genau!) mit Emulgator aus echtem Weizenmehl aus einer echten Mühle, die direkt neben einem echten Weizenfeld steht, mit einem echten, 12 Stunden gegorenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz notiert: &#8220;Französische&#8221; Aufback-&#8221;Baguettes&#8221; aus dem beliebten blaurotweiß bedruckten Zweierpack für einsfuffzich aus dem Discounter schmecken NOCH beschissener, wenn man seit Jahren sein Stangenweißbrot selbst und statt aus Bohnenmehl (ja, lest mal genau!) mit Emulgator aus echtem Weizenmehl aus einer echten Mühle, die direkt neben einem echten Weizenfeld steht, mit einem echten, 12 Stunden gegorenen Hefevorteig und ansonsten noch etwas Wasser und Meersalz &#8211; also nach dem historisch überlieferten Rezept &#8211; selbst herstellt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dreh den Dreck auf</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 22:58:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Deine Mudda]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ficken]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlasz sei auf folgende epische Werke nachdrücklich hingewiesen. Wen interessieren da schon Attribute wie &#8220;original&#8221; oder &#8220;gefälscht&#8221;.


PS. Der junge Mann (das Original) ist &#8211; auf Umwegen und für Leute, die sich mit dem Internetz auskennen &#8211; sogar telefonisch erreichbar. Er freut sich, da bin ich sicher, über aufmunternde (bzw., als Geldfreund und Kapitalist: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlasz sei auf folgende epische Werke nachdrücklich hingewiesen. Wen interessieren da schon Attribute wie &#8220;original&#8221; oder &#8220;gefälscht&#8221;.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/zCfm-vWuQRk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player2" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/AJRoyCN1oIk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>PS. Der junge Mann (das Original) ist &#8211; auf Umwegen und für Leute, die sich mit dem Internetz auskennen &#8211; sogar telefonisch erreichbar. Er freut sich, da bin ich sicher, über aufmunternde (bzw., als Geldfreund und Kapitalist: &#8220;motivierende&#8221;) Worte. Ehrlich!</p>
<p>Nachtrag: Nachdem ich das hier:</p>
<p><object id="flashObj" width="486" height="390" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=9,0,47,0"><param name="movie" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&#038;isUI=1" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=645217872001&#038;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fmixeryrawdeluxe.tv%2F%3Fbclid%3D629271012001%26bctid%3D645217872001&#038;playerID=71458908001&#038;playerKey=AQ~~,AAAADQFLZIk~,CQhO_AnIc8TcK1Ek3xen6HSk1-CB-8OZ&#038;domain=embed&#038;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&#038;isUI=1" bgcolor="#FFFFFF" flashVars="videoId=645217872001&#038;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fmixeryrawdeluxe.tv%2F%3Fbclid%3D629271012001%26bctid%3D645217872001&#038;playerID=71458908001&#038;playerKey=AQ~~,AAAADQFLZIk~,CQhO_AnIc8TcK1Ek3xen6HSk1-CB-8OZ&#038;domain=embed&#038;dynamicStreaming=true" base="http://admin.brightcove.com" name="flashObj" width="486" height="390" seamlesstabbing="false" type="application/x-shockwave-flash" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" swLiveConnect="true" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash"></embed></object></p>
<p>gesehen habe, revidiere ich (ehrlich!) meine Meinung. Und nehme 1.) an, daß der &#8220;spanische Strichjunge&#8221; privat ein möglicherweise echt sympathischer Mensch sein könnte, der mir 2.) beinahe ein wenig leid tut, da zu befürchten ist, daß er unter massiver Eigen-/Fremdbilddiskrepanz leidet und dessen eines Tages mit Schrecken gewahr wird. </p>
<p>Will sagen: Leben und leben lassen.</p>
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		<title>Kalibrieren bitte!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben <a href="http://www.ennomane.de/2011/01/18/was-uns-euroweb-vs-nerdcore-ueber-postprivacy-und-informationskontrolle-lehrt/">andere</a> über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich <a href="http://rz.koepke.net/2011/01/20/antiautoritare-erziehung-als-altlast/">nachgedacht</a>.</p>
<p>Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. <span id="more-1811"></span></p>
<p>Vorab: Ich verabscheue Disclaimer. Ich verabscheue sie, weil sie dem Leser etwas ersparen sollen, das ich prinzipiell von jedem verlange: Sich die Mühe zu machen, kontextuell und nicht reflexhaft oder in Schubladen zu denken. In einer Situation, in der zum kübelweisen Besprühen mit virtueller Scheiße (&#8221;Shitstorm&#8221;) aufgerufen wird und die weder einer Hexenjagd noch dem letzten hinterwäldlerischen Lynchmob in irgendetwas nachsteht, kann man Rationalität jedoch kaum erwarten. Drum mache ich schweren Herzens eine Ausnahme. Also: Wer mich kennt, weiß, was ich von Leuten halte, die aus der Gutgläubigkeit Profit ziehen. Daran hat sich auch heute und nach diesem Beitrag nichts geändert. Und selbstverständlich stehe ich auch weiterhin dazu, daß das &#8220;Argument&#8221;, daß man immer jemanden oder etwas findet, der/das &#8220;noch schlimmer&#8221; (dran) ist, für mich niemals eins sein wird. Wertmaßstäbe sind für mich keine Frage der Relation. Ich hoffe, das genügt.</p>
<p>Wertmaßstäbe sind indes ein guter Einstieg. Wir sind uns sicher alle einig, daß selbsternannter &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zu verachten ist, wenn er parteiisch wird und vor allem, wenn er das auf Basis von Behauptungen und Vermutungen tut. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-zeitschrift-mit-dem-frausrufezeichen/">Fragezeichen sind hier ein beliebtes Stilmittel</a> (&#8221;Hat dieser Mann drei Frauen abgeschlachtet?&#8221;, &#8220;Bundeskanzler ein Betrüger?&#8221;). Und sobald es um Journalistendarsteller wie Baptist Kerner geht, der sich <a href="http://redblog.twoday.net/stories/11579097/">auf Kosten des Steuerzahlers</a> mit einem privatkommerziellen Fernsehtrupp nach Afghanistan fliegen läßt, um sich dem Kriegsminister als Stichwortgeber und &#8220;der Truppe&#8221; als Kümmerer im Dienste einer großen &#8220;unsere Jungs und die Freiheit am Hindukusch&#8221;-Kampagne anzudienen, wird sich &#8211; völlig zurecht &#8211; über das Fehlen jedweder echten kritischen Distanz kollektiv ereifert. </p>
<p>Das Einfordern von Distanz scheint jedoch relativ &#8211; Gegenbeispiel: Ein selbsternannter Rächer des &#8220;kleinen Mannes&#8221; schwadroniert in einem, vorsichtig formuliert: leicht voreingenommenen Beitrag des mitteldoofen Rundunks über eine Firma, die Unternehmer über den Tisch ziehe. Was ist geschehen? Die vermeintlich Betrogenen haben für das Versprechen, eine Homepage (MDR-Moderator: &#8220;das sind so Visitenkarten im Internet&#8221;) im Wert mehrerer tausend Euro geschenkt zu bekommen, ohne jede Skepsis oder nochmaliges Lesen alles unterschrieben, was man ihnen vorlegte. Denn: &#8220;Es wirkte ja völlig seriös&#8221;. Und natürlich, weil das &#8220;Angebot nur jetzt sofort&#8221; gegolten habe. Man befragt einen Rechtsanwalt zu einem heimlich gefilmten Verkaufsgespräch und dieser stellt, fast gleich einer Enthüllung, fest, daß die &#8220;Außendienstmitarbeiter&#8221; wohl &#8220;professionell geschult&#8221; seien, &#8220;ihr Produkt an den Mann bzw. die Frau [zu] bringen&#8221;. Danach gibt der investigative Moderator zunächst einem weiteren &#8220;Opfer&#8221; Stichworte wie &#8220;werden Sie weiterkämpfen?&#8221; und empiehlt, &#8220;stark&#8221; zu bleiben, fragt anschließend eine &#8220;Expertin&#8221; nach den &#8220;Tücken&#8221; dieser &#8220;Masche&#8221; und wie sie denn gegen diese &#8220;Gaunerei, man muß es so nennen&#8221; vorgehen wolle. Ein eindeutig parteiisches, journalistisch fragwürdiges und bestenfalls &#8220;gut gemeintes&#8221; Stück öffentlich-rechtlichen Schaffens also, über das, ginge es hier etwa gegen Anti-Zensur-Aktivisten oder um die oben genannte Kerner-kocht-am-Kundus-Show, unverzüglich ein Sturm der virtuellen Empörung losbräche. Gar E-Petionen gäbe es, gegen schlechten Journalismus und so. Und doch wird, da es hier, so hat man gehört, um &#8220;die Bösen&#8221; geht, dieser Beitrag ernsthaft und anstelle eines rechtskräftigen und belastbaren Urteils <a href="http://www.wort-schuetzen.de/wp/?p=2234">als Beweis für die Schuld der besagten Firma gewertet</a> und das sogar in einem Artikel, der selbst mit der Empfehlung schließt, sich am besten auf Fakten zu stützen. </p>
<p>Natürlich: Das, was da vorgeworfen wird, ist, vornehm ausgedrückt, reichlich unschön. Vor allem, falls es tatsächlich stimmen sollte, daß zwar Geld abgebucht, dafür aber keine Leistung erbracht wurde. Aber: Festzustellen, DASS da Unrecht geschehen ist &#8211; und wie es ggf. zu sühnen sei -, ist, wie (zumindest nominal) bei allen Streitigkeiten in diesem unseren Land, aus wie ich finde zumindest in der idealtypischen Theorie überragend guten Gründen nun mal Sache eines Gerichts und eben nicht eines &#8220;gesunden&#8221;, gar &#8220;moralisch&#8221; geprägten &#8220;Volksempfindens&#8221;.</p>
<p>&#8220;Moral&#8221; ist ein weiteres gutes Stichwort. Da wird in manchen Kommentaren ernsthaft zunächst zum virtuellen Teern und Federn aufgerufen, um dieses im gleichen Atemzug mit der dem Gericht, das der Firma das Wegnehmen der betreffenden Domain legitimiert hat, und natürlich der Firma selbst vermeintlich abgehenden &#8220;Moral&#8221; zu begründen. Abgesehen davon, daß &#8220;Moral&#8221; für mich in die gleiche Kategorie fällt wie &#8220;Ehre&#8221; bzw. &#8220;Ehrverletzung&#8221;, &#8220;Rowdytum&#8221; oder &#8220;Keuschheit&#8221;: Vor derart massiver kognitiver Dissonanz muß man einfach nur ehrfürchtig den Hut ziehen.</p>
<p>Nein, mit Emotionen, zumal ungeordneten und unkanalisierten, kommt man in Fällen wie diesen nirgends hin. Außer vermutlich in eine Ecke, an deren Rand ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Kindergarten&#8221; nicht weiter auffiele. Um was geht es denn mal jenseits aller ja vielleicht sogar      nachvollziehbaren Erregung: Eine Firma geht offenbar zu Gewerbetreibenden, nennt zunächst vemeintlich überzogene Preise für eine Leistung, die sie dann jedoch nicht in Rechnung stellen würde, um dafür andere Leistungen eben doch zu berechnen. Schon das mit den Preisen ist derweil kompletter Unsinn, zumindest als Pauschalaussage. Denn an einer ordentlichen, individuell handwerklich gestalteten, bedingungslos bedienbaren und barrierefreien Internetpräsenz für ein nicht einmal großes Unternehmen inklusive Abnahmen, Anpassungen, Layout, Texterstellung, Grafikdesign, womöglich individueller Programmierung, Endbenutzer- und Akzeptanztests kann eine seriöse Agentur gar nicht für ein paar hundert Euro arbeiten, sofern sie ihre Angestellten, ihre Miete, ihre laufenden Rechnungen und ggf. eingesetzte Spezialsoftware ordentlich bezahlen will oder muß und sobald es über die sogenannte &#8220;Web-Visitenkarte&#8221; hinausgeht.<br />
Solche Größenordnungen mögen für den mittlerweile verbreiteten &#8220;mit dem Hobby ein paar Taler dazu&#8221;-Verdiener natürlich schier unglaublich, geschweige denn gegenüber seinen Kunden durchsetzbar klingen und zudem steht ja die Behauptung im Raum, daß die besagte Firma all dies überhaupt nicht leiste, sondern eben nur Baukastenseiten zusammenklicke. Angenommen das ist so: So funktioniert das in diesem System nun einmal &#8211; Preise entstehen durch Angebot und Annahme. Oder fragt irgendein Fanboy bei bei seinem Apfeltelefonhersteller ebenso kritisch nach, warum dieser für ein in China nach amerikanischen Vorgaben zusammengeklebtes &#8220;Designtelefon&#8221;, auf dem im Wesentlichen zusammengeklickte &#8220;Apps&#8221; (gegen Entgelt!) abgespielt werden, den vermutlich mehrhundertfachen Herstellungspreis nicht nur verlangt, sondern obendrein noch klaglos bekommt, sei es per Einmalzahlung oder verteilt über die monatliche Laufzeit?</p>
<p>&#8220;Laufzeit&#8221; ist das nächste Stichwort. Von Knebelverträgen ist da die Rede. &#8220;Knebel&#8221; wohl deshalb, weil die Laufzeiten &#8220;lang&#8221; sind. Es geht augenscheinlich um 48 Monate, also das zweifache eines Handyvertrags. Letzteren unterschreibt, bei aller Fragwürdigkeit, auch heute noch wie selbstverständlich etwa jeder vierte Deutsche als Privatkunde alle zwei Jahre für ebendiese Laufzeit (&#8221;klar, das ist doch normal&#8221;), und das nicht mal immer für ein vergünstigtes Telefon mit einem Obstymbol.<br />
Im gewerblichen Bereich gelten da ganz andere Maßstäbe. Nehmen wir einen Leasingwagen &#8211; da sind fünf Jahre keine Seltenheit. Oder eine Büroetage: Ich kenne genug Gewerbetreibende, die ihre der Konditionen wegen gleich für zehn Jahre im Voraus verbindlich abnehmen. Und das bei Mieten, die ein paar hundert Euro deutlich übersteigen. Wo genau liegt der Unterschied zwischen diesen Gewerbetreibenden und den mutmaßlich &#8220;übers Ohr gehauenen&#8221;? Bei allem Respekt muß man hier wohl ganz nüchtern sagen: In der Tatsache, daß erstere in &#8220;heute billig morgen teuer sofort unterschreiben&#8221;-Phrasen sofort ein unüberwindbares Kaufhindernis sehen würden. Und gleich im Anschluß vermutlich darin, daß, unterschrieben sie das Angebot dennoch, sie es Wort für Wort durchläsen und verstünden, ehe sie letztlich doch ihren Kringel setzten und eben das nicht täten, wenn sie auch nur den kleinsten Zweifel hätten oder man ihnen ohne Zeugen mündlich etwas von einem &#8220;Widerrufsrecht&#8221; erzählte, das, wie man als selbständiger Unternehmer einfach mal wissen sollte, im BGB für Haustürgeschäfte mit Privatkunden geregelt ist und obendrein selbst dort nicht für individuelle Werkverträge gilt und zu allem Überfluß, wie alle anderen mündlichen Absprachen, auf dem Schriftsatz ausdrücklich ausgeschlossen wird.</p>
<p>Man muß das alles nicht in Ordnung finden. Tue ich &#8211; wie schon geschrieben &#8211; selbst auch nicht, obwohl ich nicht ganz leugnen kann, daß die bei der altbewährten Formulierung &#8220;ich schenke Ihnen was ganz wertvolles und teures&#8221; scheinbar automatisch aussetzende Vernunft letztlich auch nichts anderes als eine Folge von Gier sein muß. Aber wie dem auch sei, man sollte hier mal den Klingonen bei Seite lassen und stattdessen den Vulkanier rauskramen. Mir drängt sich bei der ganzen Debatte jedenfalls die Befürchtung auf, daß, je lauter hier jemand schreit, umso weniger realistische Vorstellung er davon haben kann, was man sich hinter Begriffen wie &#8220;Dienstleistung&#8221; im allgemeinen und &#8220;Vertrieb&#8221; im ganz besonderen heutzutage in der Praxis vorstellen muß. Will ich damit etwas relativieren? Nein, siehe wiederum ganz oben. Im Gegenteil. Das Problem ist halt nur nicht $firma. $Firma ist eine beliebige Variable, die gesternmorgenübermorgen stets anders besetzt war und sein wird. </p>
<p>Das Problem ist &#8211; neben der politisch seit Jahrzehnten geförderten Erwerbsnot, die immer mehr Menschen zwingt, Beschäftigungen nachzugehen, die sie in einem seinen Namen verdienenden und die Menschenwürde respektierenden Sozialstaat vermutlich niemals annähmen &#8211; die grundlegende Mentalität, die heute überall dort, wo es um Geld geht vorherrscht. Sie ist an Sätzen wie &#8220;wenn wir&#8217;s nicht machen, macht&#8217;s ein anderer&#8221; erkennbar. Sie wird gerne zu den &#8220;freien Kräften des Marktes&#8221; verklärt, die sich &#8220;selbst ins Gleichgewicht&#8221; brächten. Oder, weniger beschönigend, als &#8220;Sozialdarwinismus&#8221;, als &#8220;survival of the fittest&#8221;, als &#8220;Recht des Stärkeren&#8221; oder, wohl am zutreffendsten als &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221; bezeichnet. Des Problems, das aus dieser Mentalität erwächst (oder auch umgekehrt) wird man nicht mit Teer und Federn oder gar mit Jauchekübeln Herr. Jedenfalls nicht, solange man diese über vergleichsweise kleine Lichter schüttet, die schon morgen durch neue ersetzbar sind. Und ersetzt sein werden.</p>
<p>Denkt mal darüber nach. Danke!</p>
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		<title>Herzliche Gratulationen zu Winterfesten!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/12/24/herzliche-gratulationen-zu-winterfesten/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
		<category><![CDATA[Belästigung]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[man spricht deutsh]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>
		<category><![CDATA[Weinnacht]]></category>
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		<category><![CDATA[Yes weekend]]></category>

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		<description><![CDATA[Schoene Sachen sind immer gewuenscht.
Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.
 Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)
Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut.
Ein schoenes Geschenk assoziiert sich mit einer teuren stilvollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schoene Sachen sind immer gewuenscht.</p></blockquote>
<p>Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.</p>
<blockquote><p> Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)</p></blockquote>
<p>Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut.<span id="more-1776"></span></p>
<blockquote><p>Ein schoenes Geschenk assoziiert sich mit einer teuren stilvollen Sache, die Haufen Geld kostet.</p></blockquote>
<p>Ist sich aber vor allem wichtig, daß ist teuer. Muß sein wirkliche große Haufen.</p>
<blockquote><p>In der Wirklichkeit ist alles nicht so schlimm</p></blockquote>
<p>Das stimmt. Ich habe auch oft Wirklichkeit, aber seit ich diese &#8220;bitte nicht überdosieren&#8221;-Kapseln nehme, ist das echt easy.</p>
<blockquote><p> &#8211; ausgesucht aussehendes Zubehoer, das normalerweise tausende kostet, koennen Sie guenstig kaufen. Klingt zu schoen, um Wahrheit zu sein?</p></blockquote>
<p>Ehrlich gesagt: Klingt vor allem zu scheiße, um nicht sofort und völlig kostenfrei einen Jagdschein zu erhalten.</p>
<blockquote><p>Pruefen Sie es selbst.</p></blockquote>
<p>Nächstes Jahr Mittwoch. Versprochen.</p>
<blockquote><p>Unsubscribe (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/) | Update your profile (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)</p></blockquote>
<p>Keine Zeit, da warten noch &#8220;Top pills for boner&#8221; im &#8220;Original E-Viagra-Store&#8221; auf mich. Prioritäten, wissenschon. Man wird ja auch nicht jünger.</p>
<blockquote><p>Copyright (C) 2010 Spampfosten GmbH. All rights reserved.</p></blockquote>
<p>Oh, Mist. Da komme ich wohl um den Strick nicht herum. Ich erwarte duldsamst Ihre Klage. Möglichst nicht auf den niederländischen Antillen. (Obwohl, da ist es im Moment glaube ich angenehmer als hier. Also insofern.) Zustellung bitte handschriftlich auf sonnengetrocknetem Eselsdarm (branchenüblich von innen).</p>
<blockquote><p>You&#8217;re receiving this email because you signed up for the Scheißehaufen<br />
 newsletter.</p></blockquote>
<p>Sicher doch. Das war, als ich neulich mit dem Papst im Puff war, bevor uns eine eilige Jungfrau den dritten Joint gereicht hat. Aber bitte nicht weitersagen, ich hab nen Ruf zu verlieren.</p>
<blockquote><p>View it in your browser and share the link.</p></blockquote>
<p>Teilen? Solche Kostbarkeiten? Ihr spinnt wohl. Gute Tips behält man für sich!</p>
<blockquote><p>If you don&#8217;t want to receive this newsletter anymore, you can unsubscribe.</p></blockquote>
<p>Ich könnte andererseits auch auf den Tisch kacken, Schirmchen reinstecken und den Weihnachtsmann zum Kaffekränzchen einladen. Zum Beispiel.</p>
<p>Wie dem auch sei, statt Blumen und Karten gratuliere ich mit diesem kostbaren Sammlerstück ausgesuchtester Kundenpflegelyrik allen Lesern von ganzem Herzen zu Winterfesten.</p>
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		<title>Oberflächlich</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/12/19/oberflachlich/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 13:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
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		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;soll man ja bekanntlich nicht sein. Meine ich ja auch. Beim Fraß hört das aber auch für mich auf, denn wenn das hier:

alles für meinen Kaffe sein soll, dann möchte ich bitte lieber wirklich nicht unter die Oberfläche beispielsweise jener Maschine schauen, die &#8220;meinen Kaffe&#8221; zubereitet hätte.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;soll man ja bekanntlich nicht sein. Meine ich ja auch. Beim Fraß hört das aber auch für mich auf, denn wenn das hier:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/nom.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/nom-800x531.jpg" alt="In einer Bahnhofsgaststätte: Selbstbedienungstresen, der &quot;alles für Ihren Kaffe&quot; verheißt. Gereinigt wird dieser dem Anschein nach etwa einmal die Woche. Wenn Zeit ist." title="" width="800" height="531" class="blackborder alignnone size-large wp-image-1768" /></a></p>
<p>alles für meinen Kaffe sein soll, dann möchte ich bitte lieber wirklich nicht unter die Oberfläche beispielsweise jener Maschine schauen, die &#8220;meinen Kaffe&#8221; zubereitet hätte.</p>
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