DavidBLN.de

Lalalalaß dich nicht verarschen!

(Und das ist heutzutage gar nicht so einfach.)


17. Oktober 2011

Ab sofort ehrlich

Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf “immer mehr” ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.

Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. Ganzen Artikel lesen


4. Oktober 2011

Absolut relativ.

Für Internetunternehmungen, die – wie zum Beispiel diese hier – etwas mit Selbstdarstellung zu tun haben, ist das kostenlose, quelloffene Redaktions-/”Blog”-System Wordpress inzwischen wohl erste Wahl. Das liegt sicher und vor allem am relativ überschaubaren Installations- und Anpassungsaufwand. Andere Systeme wie Drupal sind hier deutlich flexibler und mächtiger, aber eben auch viel komplexer. Und mit Hilfe vieler optional erhältlicher Erweiterungen (”Plugins”) und/oder etwas PHP-Grundwissen können auch ungeübte Selbstdarsteller erstaunlich individuelle Projekte verwirklichen.

Einen grundlegenden Schönheitsfehler hat Wordpress allerdings. Zumindest für Menschen, die wie ich gerne selbst kontrollieren, was so ein System letztlich an Daten in die weite Welt pustet. Im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Redaktionssystemen herrscht im harten Kern der “Entwicklergemeinde” die felsenfeste Überzeugung, daß absolute und vollqualifizierte URL-Pfade so etwas wie die reine Lehre und der Weisheit letzter Schluß in einem sind. Ganzen Artikel lesen


14. September 2011

Oben und unten

“Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.”

“Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu zensieren, zu gängeln, mit frommen Sprüchen und vaterfreundlichem Getue in Sicherheit zu wiegen, ganz wie der Schäfer seine Lämmer kurz vor Ostern?”

“Du spinnst ja. In Afrika hungern sie. Aber doch nicht bei uns. In China wird zensiert, das ist ja wohl deutlich schlimmer. Im Iran treten sie die Menschenrechte mit Füßen, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen. Und korrupte, selbstherrliche Regime gab es unter Adolf und Honecker, aber bei uns? Uns geht es ja wohl immer noch ziemlich gut hier.”


4. September 2011

Schuster, Leisten.

Fürs Protokoll und weil man das gar nicht oft genug wiederholen kann: Nur, weil jemand wirklich tolle Kameras baut – was ich ehrlich meine, denn ich bin seit frühester Kindheit treuer Nikon-Kunde! – und diesen als Fernost-Hersteller, die grundsätzlich für so etwas eigentlich bis heute nicht allzu berühmt sind, sogar hervorragende Bedienungsanleitungen beizulegen vermag, ist er noch lange nicht für “alles, was mit Elektronik zu tun hat” qualifiziert. Schon gar nicht für Software. Ganzen Artikel lesen


14. Juli 2011

Ihr Verfügungsrahmen beträgt. Ungefähr. Im Idealfall. Theoretisch.

Schon vor längerer Zeit war ich von der immer unangenehmeren Schlipsträgerei und versicherungsvertretrigen Werbebelästigung genervt, welche bei der Dresdner Bank – deren Kunde ich wurde, als sie in Berlin noch “Bank für Handel und Industrie” hieß – seit deren Aufkauf durch den Allianz-Konzern, spätestens aber nach ihrer Einverleibung durch die und die Transformation zur Commerzbank leider und zu Lasten ehemals wirklich kundenorientierter Bedienung durch das Personal in unerträglichem Maß zunahmen. Also entschloß ich mich, es nun auch mal mit einer dieser Internet-Direktbanken zu versuchen. Ganzen Artikel lesen


4. Juli 2011

Makler, die…

…keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.


1. Juli 2011

Allerallerallerletzte…

Ich liebe es. Sei es Twitter, wo man als Updateverweigerer seit gefühlten 200 Jahren darauf hingewiesen wird, daß man “eine nicht mehr unterstützte Version” verwende, die “in Kürze” abgeschafft wird. Seien es halbseidene möchtegern-Inkasso-Ritter, die einem (per Email!) auf Geheiß irgendwelcher ebenso halbseidenen Interndiensteanbieter erst letzte, dann allerletzte und irgendwann ultimative Mahnungen über 1,80 angebliche Schulden zzgl. 84,50 “Auslagen” schicken. Oder sei es die Firma Avira, der ich seit einem Jahr standhaft treu bleibe, wenn auch leider in der mindestens ebenso lang “nicht länger unterstützten” Version 9 ihres “Antivir”-Virenscanners. Denn natürlich funktioniert auch, nachdem gestern mal wieder “der letzte Tag” der Produktunterstützung war, das Online-Definitionsupdate wie eh und je.

Ich lerne daraus: Je mehr einer droht, Schluß zu machen, umso mehr kann man sich auf sein Bleiben verlassen. Oder, wie Omma schon wußte: Hunde die bellen, scheißen höchstens.


Operation Zopf

Kennt ihr solche Phasen? Wo man so richtig Lust hat, alten Ballast abzuwerfen? Einen lahmenden Webserver gegen einen schnellen und vor allem eigenen zu ersetzen? Das bei “nicht ausreichendem” Gehaltseingang früher pro Quartal, jetzt pro Monat fast 20 Mark Gebühren kostende Konto bei einer dieser staatskohleeinsackenden, von schmierigen Schlipswichsern geleiteten Dinosaurierbank mit entweder lästigem (wenn man aus deren Sicht mal wieder etwas wollen sollte) oder patzigem (wenn man dann tatsächlich von selbst etwas will, das aber leider keine Provision bringt) Schalterpersonal besetzten Banken zu kündigen? Dem immer gigantischeren Versagen von bräsigen Konzernen, die meinen, jeder historischen Veränderung mit Kosmetik und, wenn das nicht hilft, mit hochbezahlten (und immerhin gutgekleideten) Nichstkönnern ohne eigene Anstrengung begegnen zu können und damit Erfolg haben, weil die meisten ihrer Kunden genau so beschränkt sind, deren Versagen einfach nicht länger nachzulaufen und einfach woanders einzukaufen? Oh ja, und auch die Frau mit dem roten HalstuchKleid kommt noch dran, denn sie kann es einfach nicht lassen.

So ne Phase hat mich seit ein paar zarten Wochen voll im Griff. Und ich sag euch was: So macht Zöpfeabschneiden noch viel mehr Spaß, als im wörtlichen Sinn. Tut gut!


Plus-Minus

Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche – natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen – Zusatz-”findickjanzdufte”-Buttons auf meinen entsprechenden Portalen einbinden soll, da diese “natürlich” künftig auch das Suchergebnis und damit eben auch die Vermarktbarkeit meiner Seiten beeinflussen würden. Mich verleiten solche impliziten Zwänge ja immer sofort zum Nachdenken über Alternativen. Vielleicht sollte ich die Werbeflächen jetzt doch lieber mal an die Interessenten verkaufen, deren Angebote zwar gut waren, aber kein Entwicklungspotential versprachen, wie es die – dank Werbeblockern, für die ich aufgrund der oft grauenhaften Werbetreibenden und ihrer Formate größtes Verständnis habe – immer lausiger werdenden Einnahmen aus der “Netzwerkwerbung” vollmundig taten und tun.

Bei anderen führt allerdings solcher im Monatstakt auftretende Hype regelmäßig zu medialen Erregungswellen, die man nicht mal von pubertierenden Jungmopedbesitzern in meinem derzeitigen, dörflich-bäuerlichen Exilwohnort kennt, sobald diese irgendwelche Weibchen in Peilweite bemerken. Und Fremdschämen, wie ich es sonst nur für unreflektiert “Häppi Bürsti”-singende Altersgenossen aus meiner Kindergartenzeit kannte, packt mich, wenn in meinem (hier: virtuellen) Umfeld das Hype-Produkt mit der gleichen armseligen und doch wirksamen Strategie einführt werden kann Ganzen Artikel lesen