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	<title>DavidBLN.de &#187; Lalalalaß dich nicht verarschen!</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Ab sofort ehrlich</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
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		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.</p>
<p>Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. <span id="more-2165"></span>Seit neuestem brüstet sich nämlich ausgerechnet die wie ihre Schwester Saturn zum Metro-Konzern gehörende Mediamarkt-Gruppe &#8211; nach unvergessenen (nicht) vollkommen blöden &#8220;Claims&#8221; und hochnotpeinlichen Cowboy- (Ronald Nitschke, der einst als vertrottelter Konsuln-Fahrer in &#8220;Praxis Bülowbogen&#8221; dann doch mehr überzeugte), Pseudo-Law-and-order- (irgendein Anwalt) oder, äh, ferner-liefen-Auftritten (irgendwelche Möchtegernkomiker) &#8211; mit einer echten Ungeheuerlichkeit, und damit meine ich nicht das in Werbeagenturen in zwischen zum Einstellungstest gehörende Deppen Leer Zeichen:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0433.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0433-600x398.jpg" alt="Werbeplakat für den &quot;neuen Mediamarkt-Preis&quot;: &quot;Der erste Preis ohne den Preis-Irsinn. Klare Ansage. Zwei zum Preis von zwei.&quot;" title="" width="600" height="398" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2166" /></a></p>
<p>Meine Damen, meine Herren, bitte beachten Sie die unaufdringliche, dezent im Hintergrund gehaltene Sensation: Hier wirbt ein Unternehmen damit, daß es &#8211; so verstehe ich dieses Plakat jedenfalls &#8211; <em>neuerdings</em> tut, was das &#8220;Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb&#8221; vorschreibt: Den Grundsatz der sogenannten Preisklarheit und -wahrheit einhalten.</p>
<p>Liebe bisher vielleicht doch zu Unrecht verachtete Reklamebranche: Ich kann eine solch entwaffnende Ehrlichkeitsoffensive nur bedingungslos unterstützen. Und mir bei der Gelegenheit noch viele weitere solcher Kampagnen wünschen. Zum Beispiel für Parteien (&#8221;jetzt ist uns unser Geschwätz von gestern nicht mehr egal!&#8221;), Brötchenimitationsfabriken (&#8221;ab sofort aber wirklich ohne Sägemehl und Knochenleim&#8221;) oder für Banken (&#8221;künftig nur noch Finanzprodukte, die Sie wirklich brauchen&#8221;).</p>
<p>Obwohl, da fällt mir ein: Schon länger bewirbt die Firma Mars einige Produkte ihre Katzenfuttersparte &#8220;Whiskas&#8221; mit dem Hinweis auf einen Fleischanteil von &#8220;jetzt 60%&#8221;. Möchte ich wirklich wissen, wie hoch der bisher war? Und was da sonst noch drin ist, jetzt nur noch zu 40%?</p>
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		<item>
		<title>Absolut relativ.</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/10/04/absolut-relativ/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 16:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was mit Computern]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Internetunternehmungen, die &#8211; wie zum Beispiel diese hier &#8211; etwas mit Selbstdarstellung zu tun haben, ist das kostenlose, quelloffene Redaktions-/&#8221;Blog&#8221;-System Wordpress inzwischen wohl erste Wahl. Das liegt sicher und vor allem am relativ überschaubaren Installations- und Anpassungsaufwand. Andere Systeme wie Drupal sind hier deutlich flexibler und mächtiger, aber eben auch viel komplexer. Und mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Internetunternehmungen, die &#8211; wie zum Beispiel diese hier &#8211; etwas mit Selbstdarstellung zu tun haben, ist das kostenlose, quelloffene Redaktions-/&#8221;Blog&#8221;-System Wordpress inzwischen wohl erste Wahl. Das liegt sicher und vor allem am relativ überschaubaren Installations- und Anpassungsaufwand. Andere Systeme wie Drupal sind hier deutlich flexibler und mächtiger, aber eben auch viel komplexer. Und mit Hilfe vieler optional erhältlicher Erweiterungen (&#8221;Plugins&#8221;) und/oder etwas PHP-Grundwissen können auch ungeübte Selbstdarsteller erstaunlich individuelle Projekte verwirklichen.</p>
<p>Einen grundlegenden Schönheitsfehler hat Wordpress allerdings. Zumindest für Menschen, die wie ich gerne selbst kontrollieren, was so ein System letztlich an Daten in die weite Welt pustet. Im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Redaktionssystemen herrscht im harten Kern der &#8220;Entwicklergemeinde&#8221; die felsenfeste Überzeugung, daß absolute und vollqualifizierte URL-Pfade so etwas wie die reine Lehre und der Weisheit letzter Schluß in einem sind. <span id="more-2140"></span></p>
<p>Argumente wie &#8220;mit ein und demselben Datenbestand auf verschiedenen Hosts, etwa einem für Testzwecke und einem produktiven, arbeiten&#8221; oder &#8220;bei Domainwechsel unkompliziert umziehen&#8221; läßt diese Gemeinde nicht gelten. Man könne ja &#8220;mit wenigen SQL-Befehlen alle Inhalte durchsuchen und die fraglichen Teile ersetzen&#8221;. Auch, daß wirklich jeder in den letzten 15 Jahren veröffentlichte Internetbrowser längst in der Lage ist, einen relativen Link wie <code>/inhalt/uebersicht/unterschied-zwischen-relativen-und-absoluten-pfaden.html</code> selbständig um den Host-Teil der verlinkenden Seite zu ergänzen, also hier zum Beispiel zu <code>http://www.davidbln.de/inhalt/uebersicht/unterschied-zwischen-relativen-und-absoluten-pfaden.html</code>, galt in den zahllosen bisher hierüber zu findenden Diskussionen als völlig unerheblich (siehe oben: reine Lehre und so). Und, als ob es Sache des Redaktionssystem sei, seinen Anwender vor &#8220;Bestrafungen&#8221; durch Google zu schützen, liest man gern, daß &#8220;duplicate content&#8221; ohnehin unter allen Umständen zu vermeiden sei und es schon deshalb keine Notwendigkeit gäbe, den status quo zu überdenken. Immerhin: Man hat sich, da die Frage eben doch viel öfter aufkommt als ihre Gegner sie wegzuargumentieren vermögen, inzwischen darauf verständigt, die Entscheidung über &#8220;richtig&#8221; und &#8220;falsch&#8221; künftig dem Benutzer selbst zu überlassen und in einer zeitlich noch nicht näher definierten Zukunft beide Möglichkeiten als Optionen anzubieten.</p>
<p>Da ich zu den ungeduldigen Menschen gehöre, die noch nicht mal auf absehbare und feststehende Termine gerne warten, habe ich also nach Alternativen gesucht. Ein gangbarer, aber aus meiner  Sicht unzuverlässiger Weg ist das <a href="http://www.456bereastreet.com/archive/201010/how_to_make_wordpress_urls_root_relative/">Definieren von Ausgabefiltern direkt in Wordpress</a>. Unzuverlässig, weil es im System etliche zu filternde Funktionen gibt, die allesamt standardmäßig absolute Pfade ausgeben und weil es, wenn nachträglich appliziert, unter Umständen immer noch nicht alles abfängt. Letzteres kann zum Problem werden, wenn man Wert darauf legt, daß identische Inhalte auf gar keinen Fall anhand eindeutiger Hostadressen miteinander in Verbindung gebracht werden können (ja, es soll sogar Leute geben, die nicht nur keinen Wert auf fantastische SERP-Ränge  legen, sondern ganz gezielt eine Suchmaschinenindizierung vermeiden!).</p>
<p>Für mich war daher nach kurzer Analyse klar, daß die einzig sichere und saubere Lösung nicht &#8220;vor&#8221; und nicht in, sondern erst &#8220;nach&#8221; Wordpress liegen kann. Sprich, daß jeder HTML- und XML-Quelltext erst gesäubert wird, wenn die gutmeinende Wortmamsell ihre bevormundenden Pfoten nicht mehr an den zum Leser transportierten Datenstrom anlegen kann. Es gäbe hierfür mehrere Ansätze: Einer wäre etwa ein PHP-Wrapper, der über die .htaccess-Datei anstelle der Wordpress-index.php eingebunden wird, die er seinerseits aufruft und deren Ausgabe er anschließend mit einem einfachen Ersetzungsmuster bereinigt. Allerdings gehört PHP schon von Haus aus nicht zu den ressourcenschonendsten Systemen und hat seine Stärken eindeutig woanders. Auch wäre mir das Risiko, vordefinierte Funktionen und Abläufe zu stören, zu hoch.</p>
<p>Nein, PHP kann hier nur im Notfall das Mittel der Wahl sein. Wenn es ein Serverwerkzeug gibt, das sich wie kein anderes für die schnelle und effiziente Manipulation und Filterung von (Quell-)Textdaten eignet, dann ist es vielmehr PERL, das auf jedem ordentlichen Webserver ohnehin installiert ist und auf allen anderen System schnell nachgerüstet werden kann. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine Perl-Schicht um die eigentliche Wordpress-PHP-Maschine &#8220;herumzuwickeln&#8221;. Es gibt integrative Module, die beide Systeme auf verschiedene Art miteinander verbinden können. Bei komplexen Projekten ist allerdings eine ressourcenschonende und, sofern installiert, fastcgi nicht ausbremsende Methode nötig. </p>
<p>Idealerweise wird die Perl-Schicht jedoch direkt vom Webserver selbst bereitgestellt. Im Falle des Apache-Webservers gibt es hierfür ein fertiges Modul, das sich vor allem in Linux-/Unix-Umgebungen mit Paketverwaltungen sehr einfach installieren und aktivieren läßt. Es heißt <a href="http://perl.apache.org/">mod_perl</a> und ist so hilfreich, wie es derzeit noch mangelhaft dokumentiert ist. Es integriert Perl quasi nahtlos in den Webserver und ermöglicht unter anderem das einbinden eigener Filter, die zum Beispiel Datenströme unmittelbar vor der Ausgabe an den Client schnelll und einfach manipulieren können. Voraussetzung ist lediglich ein eigener Webserver, soll heißen, einer, auf dem man selbst Module einbinden und .htaccess-Dateien und/oder Vhost-Konfigurationen bearbeiten kann oder, wenn man den nicht hat, dann ein hilfsbereiter Hosting-Anbieter, der einem mod_perl nachrüstet und die Möglichkeit bietet, eigene Apache-Perl-Module in einem dem Apache bekannten Systempfad einzubinden.</p>
<p>Wie gesagt: mod_perl ist sehr leistungsfähig und vielseitig. Ich beschränke mich hier auf die Dokumentation meiner Behelfslösung unter Apache2 für das Problem der sturen Wordpress-Entwickler und hoffe, es hilft anderen, die hierfür ebenfalls eine Lösung suchen. Wer tiefer einsteigen will, muß sich schon selbst mit der Dokumentation des Moduls befassen und, natürlich, Perl-Kenntnisse besitzen. Diese lassen sich ja glücklicherweise aus vielen Quellen anlesen.</p>
<h3>Beispieldefinition</h3>
<p>In meinem Beispiel soll eine Wordpress-Installation auf zwei Servern laufen. Einer davon heißt <code>test.domain.xy</code>, der andere <code>www.domain.ab</code>. Egal, auf  welchem Server geschrieben oder gelesen wird: In den ausgegebenen Dokumenten soll im Quelltext niemals einer dieser beiden Server hartkodiert auftauchen. Stattdessen sollen alle Pfaden relativ zum Web-Stammverzeichnis (DOCUMENT_ROOT) erscheinen, also stets mit &#8220;/&#8221; beginnen. Das erfordert in der Praxis, daß alle Quelltexte auf das Auftauchen der Zeichenfolgen </p>
<ul>
<li><code>http://test.domain.xy</code></li>
<li><code>https://test.domain.xy</code></li>
<li><code>http://test.domain.xy</code></li>
<li><code>https://www.domain.ab</code></li>
</ul>
<p>überprüft werden und alle Vorkommen dieser Suchtexte ersatzlos gestrichen, also mit einer leeren Zeichenfolge ersetzt werden und das jeweilige Dokument erst anschließend ausgeliefert wird.</p>
<h3>1. mod_perl installieren und aktivieren</h3>
<p>Unter Ubuntu/Debian am besten mit Hilfe der Paketverwaltung <code>libapache2-mod-perl</code> suchen und installieren, in anderen Systemen wird es kaum schwieriger sein. Falls Perl selbst noch nicht installiert ist, sollte es als Abhängigkeit ohnehin automatisch mitinstalliert werden. </p>
<p>Anschließend das Modul in Apache aktivieren, je nach Systemstandards in der apache2.conf oder einer eigenen Modulkonfigurationsdatei: </p>
<p><code>LoadModule perl_module /usr/lib/apache2/modules/mod_perl.so</code></p>
<p>Nach dem Apache-Neustart steht das Modul bereit.</p>
<h3>2. Filter in alle betreffenden VHost-Konfigurationen einfügen</h3>
<p>Das Apache-Perl-Modul durchsucht, sobald es mit der Anwendung eines sogenannten Perl-Handlers beauftragt wird, alle ihm bekannten Systempfade nach zusätzlichen Modulen. Es gibt auch schon eine Menge fertiger Module, die bei der Installation eingerichtet werden und auf die man bei der Erstellung eigener Filter bequem zurückgreifen kann, um zum Beispiel Umgebungsvariablen des Serverkontextes abzufragen oder überhaupt an den jeweils zu bearbeitenden Datenstrom heranzugelangen.</p>
<p>Damit unser noch zu erstellendes Modul &#8211; ich nenne es mal <code>fixWordpress.pm</code> &#8211; zur Filterung von ausgegebenen Datenströmen als Filter aufgerufen wird, ist für jeden bestehende Vhost oder Server (im Beispiel ist es ein Host mit zwei Servernamen, was den ursprünglichen Zweck der Übung natürlich ad absurdum führt, für den weiteren Inhalt aber unwichtig ist) die Konfiguration wie folgt zu ergänzen:</p>
<blockquote><pre><code>
DocumentRoot /home/userx/webs/beispiel
ServerName www.domain.ab
ServerAlias test.domain.xy
&lt;Directory /home/userx/webs/beispiel&gt;
  # (beliebige Direktiven, die hier auch vorher schon standen)
  # Die folgende Zeile ist die entscheidende und wird weiter unten erklärt:
  PerlOutputFilterHandler MyApache2::fixWordpress
&lt;/Directory&gt;
</code></pre>
</blockquote>
<h3>3. Den Filter erstellen</h3>
<p>Der gerade eingefügte Handler weist mod_perl in typischer Perl-Modul-Notation an, die ihm bekannten Systempfade nach einem Verzeichnis namens <code>MyApache2</code> zu durchsuchen und von dort das Perl-Modul namens <code>fixWordpress</code> einzubinden. Ich habe das Verzeichnis unterhalb von <code>/etc/apache2</code> angelegt. Verzeichnisrechte für den Webserver, der das dort zu erstellende Modul aufrufen soll, nicht vergessen!</p>
<p>Als nächstes wird der eigentliche Filter in Form der Datei <code>/etc/apache2/MyApache2/fixWordpress.pm</code> erstellt. Ich habe den Quelltext so gut es geht kommentiert und sogleich versucht, keine allzuweiten Detail-Ausflüge zu unternehmen.</p>
<blockquote>
<pre><code>
#file:MyApache2/fixWordpress.pm
#--------------------------------

#Namensraum für diesen Handler festlegen
package MyApache2::fixWordpress;

#Konventionen und includes definieren
use strict;
use warnings;
use Apache2::Filter ();
use Apache2::RequestRec ();
use Apache2::RequestIO ();
use Apache2::ServerRec ();
use APR::Table ();
use Apache2::Const -compile => qw(OK DECLINED);
use constant BUFF_LEN => 1024;

# Jedes Handler-Package muß die Methode "handler" besitzen und definieren.
# Sie ist das eigentliche Programm für unseren Zweck.

sub handler {
	# die Methode erhält als erstes Argument eine Referenz auf den Datenstrom
	my $f = shift;

	# Eine Eigenschaft des Datenstromobjekts ist der zugrundeliegende Server-Request.
	# Von dessen Eigenschaften interessiert hier der Content-type des Datenstroms,
	# denn wir wollen nur Quelltexte filtern. Entspricht dem mime-Typ text/*
	if ($f->r->content_type =~ /^text\//) {

		# Die Datenströme werden häppchenweise in sogenannten Buckets übergeben.
		# diese lassen sich nicht ohne weiteres filtern, da sie zerhackt sein können.
		# Also müssen wir sie solange sammeln, bis der letzte Bucket kommt (weiter
		# unten).
		# Beim ersten Aufruf, den man an der noch nicht existierenden Eigenschaft
		# "ctx" (=context) erkennt, müssen wir außerdem die bereits erstellte
		# Request-Eigenschaft "Content-length" löschen, da wir den gesamten
		# Content kürzen.
		# Diesen setzen wir nach der Modifikation erneut; falls weitere
		# Filter/Module wie mod_deflate aktiv sind, kann man das auch lassen,
		# da sie abermals die Datenmenge verändern.

		# Routinen für den ersten Daten-Bucket
		unless ($f->ctx) {
		  	# Die ctx-Variable bleibt für weitere Durchläufe erhalten und
		  	# kann nach belieben verwendet werden. Hier wird sie als
		  	# Hash verwendet, der sich zunächst merkt,
		  	# daß der erste Bucket angekommen ist ("invoked").
		  	my $ctx = $f->ctx;
		  	$ctx->{invoked}=1;
		  	$f->ctx($ctx);
		  	$f->r->headers_out->unset('Content-Length');
		}

		# Routine für alle Buckets, einschl. des ersten und des letzten aufrufen
		# (siehe weiter unten)
		process($f);

		# Routinen nur für das letzte Bucket. Bei diesem ist das Flag
		# "seen_eos" gesetzt.
		if ($f->seen_eos) {
		  finalize($f); # siehe wiederum weiter unten
		}

		# Daß wir den Datenstrom bearbeitet haben, teilen wir Apache mit:
		return Apache2::Const::OK;
	} else {
		# Es sei denn, der Datenstrom hat einen nicht-text-mime-Typ.
		# Dann tun wir nichts und melden auch das zurück:
		return Apache2::Const::DECLINED;
	}
}

# Die folgende Routine wird weiter oben für jedes Datenbucket aufgerufen.
# Sie hängt den Inhalt an eine "Merk"-Eigenschaft des anfangs definierten Context-
# Hashes an. Erst beim letzten Bucket wird dieser komplette Inhalt
# verarbeitet und ausgegeben.
sub process  {
	# Wiederum wurde der Routine das Handle für den Datenstrom übergeben,...
	my $f = shift;

	# ...der eingehende Datenstrom-Bucket ausgelesen...
	my $ctx = $f->ctx;
	while ($f->read(my $buf,BUFF_LEN)) {
		$ctx->{raw}.=$buf;
	}
	# ...und der aktualisierte Kontext wieder dem Datenstrom-Handle mitgeteilt
	$f->ctx($ctx);
}
# Erst mit dieser Routine für das letzte Bucket geschieht das eigentliche Filtern.
# In der Eigenschaft "raw" des Kontext-Objektes liegt uns nun der ganze Quelltext so
# vor, wie ihn Wordpress erzeugt hat. Wir können ihn nach Belieben manipulieren:
sub finalize {
	my $f = shift;
	my $ctx = $f->ctx;
	my $out = $ctx->{raw};

	# mit einem simplen regulären Ausdruck suchen und ersetzen wir alle unerwünschten
	# Spuren hartkodierter URL-Host-Teile ganz nach Belieben:
	$out =~ s/https?:\/\/(test\.domain\.xy|www\.domain\.ab)//gi;

	# Da wir nun die neue Länge des Datenstroms kennen, setzen wir den
	# oben gelöschten Header-Wert mit dem neuen Wert:
	$f->r->headers_out->set('Content-Length',length($out));

	# zu guter Letzt geben wir noch das Ergebnis der Manipulation,
	# also den neuen Quelltext, in einem Rutsch zurück:
	$f->print($out);
}

# Das folgende muß so sein in jedem Perl-Modul:
1;
</code></pre>
</blockquote>
<p>Nach einem Neustart des Webservers und sofern alles nach Plan läuft, kann man das Ergebnis der Mühe nun im Quelltext seiner Wordpress-Dokumente bestaunen: Nirgendwo tauchen mehr absolute Pfade auf.</p>
<h4>3a. Alternative Manipulationen</h4>
<p>Im Gegensatz zu klassischem Browsing kann es beim Erstellen von Feeds, die ja ebenfalls aus Quelltexten bestehen, je nach Feedreader zu Problemen kommen, wenn keine server-absoluten URLs angegeben werden. Anstatt also die fraglichen Suchmuster aus dem Code-Beispiel mit einer leeren Zeichenfolge zu ersetzen, kann es sinnvoll sein, stattdessen den Serverteil jeweils dynamisch mit dem tatsächlich angesprochenen Server zu ersetzen. Das erfodert gerade mal eine zusätzliche und eine geänderte Zeile.</p>
<p>Statt:</p>
<blockquote><pre><code>
$out =~ s/https?:\/\/(test\.domain\.xy|www\.domain\.ab)//gi;
</code></pre>
</blockquote>
<p>wird</p>
<blockquote><pre><code>
my $servername = $f->r->server->server_hostname;
$out =~ s/(https?:\/\/)(test\.domain\.xy|www\.domain\.ab)/$1$servername/gi;
</code></pre>
</blockquote>
<p>eingefügt. Fertig!</p>
<p>Wie gesagt: Bei mir und für meinen Zweck funktioniert diese Lösung wunderbar und ohne irgendeinen erwähnenswerten, spürbaren Leistungsverlust und ich hoffe, daß das lästige Problem der &#8220;Host-Bevormundung&#8221; durch allzu dogmatische Wordpress-Entwickler (die ansonsten eine meist tolle Arbeit für umme machen) damit auch für einige andere lösbar wird. Wer Ergänzungen oder Korrekturen hat, bitte melden! Viel Erfolg!</p>
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		<title>Oben und unten</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 19:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leute, die]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.&#8221;
&#8220;Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu zensieren, zu gängeln, mit frommen Sprüchen und vaterfreundlichem Getue in Sicherheit zu wiegen, ganz wie der Schäfer seine Lämmer kurz vor Ostern?&#8221;</p>
<p>&#8220;Du spinnst ja. In Afrika hungern sie. Aber doch nicht bei uns. In China wird zensiert, das ist ja wohl deutlich schlimmer. Im Iran treten sie die Menschenrechte mit Füßen, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen. Und korrupte, selbstherrliche Regime gab es unter Adolf und Honecker, aber bei uns? Uns geht es ja wohl immer noch ziemlich gut hier.&#8221;</p>
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		<item>
		<title>Schuster, Leisten.</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 21:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Fürs Protokoll und weil man das gar nicht oft genug wiederholen kann: Nur, weil jemand wirklich tolle Kameras baut &#8211; was ich ehrlich meine, denn ich bin seit frühester Kindheit treuer Nikon-Kunde! &#8211; und diesen als Fernost-Hersteller, die grundsätzlich für so etwas eigentlich bis heute nicht allzu berühmt sind, sogar hervorragende Bedienungsanleitungen beizulegen vermag, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fürs Protokoll und weil man das gar nicht oft genug wiederholen kann: Nur, weil jemand wirklich tolle Kameras baut &#8211; was ich ehrlich meine, denn ich bin seit frühester Kindheit treuer Nikon-Kunde! &#8211; und diesen als Fernost-Hersteller, die grundsätzlich für so etwas eigentlich bis heute nicht allzu berühmt sind, sogar hervorragende Bedienungsanleitungen beizulegen vermag, ist er noch lange nicht für &#8220;alles, was mit Elektronik zu tun hat&#8221; qualifiziert. Schon gar nicht für Software.<span id="more-2128"></span></p>
<p>Wer sich für Fotografie und Bildverarbeitung nicht interessiert, lese bitte im nächsten Absatz weiter. Für alle anderen, die keine Nikon-Kamera besitzen: Kostenlos legt Nikon seinen DSLRs eine Software namens &#8220;ViewNX&#8221; bei. Diese dient einerseits dazu, mit der Kamera im Rohformat erstellte Aufnahmen nachzubearbeiten. Genaugenommen bietet sie hierfür alle Bearbeitungsschritte, die auch die Kamera selbst kann, etwas komfortabler für den PC und erweitert die Werkzeugpalette um ein paar Feinheiten, die ganz nützlich, aber hier nicht weiter wichtig sind. Außerdem sind viele Funktionen enthalten, die gut gemeint bei der Verwaltung der Bilder helfen sollen sowie einige Spielereien, etwa eine integrierte Google Maps-Karte, auf der GPS-markierte Aufnahmen geographisch sortiert erscheinen. So weit, so gut gemeint. Da die Unterstützung für nicht hauseigene Bildformate jedoch eher bescheiden ausfällt und auch die allgemeine Bedienung ziemlich zu wünschen übrig läßt und weil ich es außerdem schon immer so gemacht habe[tm], verwende ich für die wirkliche Verwaltung (Organisation, Sortierung, Katalogisierung, Verschlagwortung usw.) &#8220;ThumbsPlus professional&#8221;. Eine Bilddatenbanksoftware, die so ziemlich alles kann, was man sich so wünschen mag. In der mir vorliegenden teuren Version sogar das Lesen herstellereigener Rohdatenformate wie eben jenes von Nikon (&#8221;NEF&#8221;).</p>
<p>Eines kann ThumbsPlus jedoch leider nicht: Schlagworte in Nikon-Rohdateien schreiben. Da aber das Speichern von Schlagworten (sogenannte IPTC-Keywords) direkt in Bilddateien der einzig langfristig sinnvolle Weg ist, seine Daten zu organisieren, muß man zum Katalogisieren der Original-Kameraaufnahmen wohl oder übel auf die Nikon-Software zurückgreifen. Gut gemeint, wie diese nun mal gemacht ist, merkt sie sich auch gleich alle jemals eingegebenen Schlagwörter obwohl dies, da diese wie gesagt in den Bildern selbst hinterlegt werden, gar nicht nötig wäre. Aber man soll es beim Eingeben wohl leichter haben. Unangenehm wird es für Fotografen, die besonders vielseitige Bilder machen und/oder viele Aufnahmen besitzen, die sie obendrein möglichst umfassend katalogisieren wollen. Denn nach ein paar hundert &#8211; ich habe nicht gezählt &#8211; Schlagworten ist die Liste &#8220;voll&#8221;. Hierfür gibt es keinerlei logischen oder standardbedingten Anlaß; der IPTC-Standard kennt lediglich eine Höchstlänge für jedes einzelne Stichwort. Nein, wenn die Liste der gemerkten Stichwörter aus Sicht der Nikon-ViewNX-Software voll ist, dann hat man sich mit dem bis dahin erreichten Vokabular zu begnügen. Freitexteingabe ist dann nicht mehr möglich.</p>
<p>Eigentlich. Denn zum Glück ist derartiges Programmiererversagen mit etwas Recherche geradezubiegen. Deshalb, und natürlich, um jedem, der es hören will, meine Meinung über halbherzig arbeitende Softwareentwickler kundzutun, die sich über den eigentlichen Sinn ihrer Anwendungen (die einer Aufgabe dienen und nicht etwa unnötige neue Hürden für deren Bewältigung schaffen sollen!) nicht im klaren sind, hier für die Suchmaschinenbediener und auch für mich selbst eine kurze Erinnerung und Anleitung, wie man die gemerkte Liste leert &#8211; das kann und darf man ohne Reue tun! &#8211; um dann wieder bis zum Limit beliebige neue Schlagworte einzufügen. Die Anleitung bezieht sich auf Windows 2000, XP und Vista/7:</p>
<ol>
<li>ViewNX ggf. beenden.</li>
<li>Registirierungseditor starten (<code>Start - Ausführen - <em>regedit</em></code>)</li>
<li>Zum Schlüssel <code>HKEY_CURRENT_USER\Software\Nikon\NkFramework\ViewNX 2\Mainframe\IPTCView\History\Keywords</code> wechseln.</li>
<li>Alle Werte unterhalb dieses Schlüssels (rechte hälfte des Editorfensters) markieren und löschen, mit Ausnahme von <code>(Standard)</code>.</li>
<li>Registrierungseditor schließen und mit ViewNX weiterarbeiten.</li>
</ol>
<p>Und, liebe Nikon-Macher: In Sachen Software bitte künftig jemanden fragen, der Ahnung hat. Danke.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Um auch einen sehr erfreulichen Aspekt der o.g. Software nicht unerwähnt zu lassen, sei die Möglichkeit, selbst Fotos ohne native GPS-Daten nachträglich mittels einer Karte entsprechend von Hand zu lokalisieren, hier auch mal ausdrücklich gelobt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ihr Verfügungsrahmen beträgt. Ungefähr. Im Idealfall. Theoretisch.</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 11:29:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon vor längerer Zeit war ich von der immer unangenehmeren Schlipsträgerei und  versicherungsvertretrigen Werbebelästigung genervt, welche bei der Dresdner Bank &#8211; deren Kunde ich wurde, als sie in Berlin noch &#8220;Bank für Handel und Industrie&#8221; hieß &#8211; seit deren Aufkauf durch den Allianz-Konzern, spätestens aber nach ihrer Einverleibung durch die und die Transformation zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon vor längerer Zeit war ich von der immer unangenehmeren Schlipsträgerei und  versicherungsvertretrigen Werbebelästigung genervt, welche bei der Dresdner Bank &#8211; deren Kunde ich wurde, als sie in Berlin noch &#8220;Bank für Handel und Industrie&#8221; hieß &#8211; seit deren Aufkauf durch den Allianz-Konzern, spätestens aber nach ihrer Einverleibung durch die und die Transformation zur Commerzbank leider und zu Lasten ehemals wirklich kundenorientierter Bedienung durch das Personal in unerträglichem Maß zunahmen. Also entschloß ich mich, es nun auch mal mit einer dieser Internet-Direktbanken zu versuchen.<span id="more-2046"></span></p>
<p>Nun gehöre ich nicht zu jenem Kundenkreis, der hellauf begeistert alle möglichen Einwände ausblendet, ehe er etwas neues versucht. Im Gegenteil suche ich immer gezielt nach Schwachstellen, wie es eigentlich jeder vernünftige Mensch tut; ich lese bei Online-Handelsplätzen stets als erstes alle negativen Bewertungen zu Produkten und Anbietern und habe mir angewöhnt, gerade daraus eventuelle positive Eigenschaften abzuleiten. Bei Dienstleistern oder Händlern zum Beispiel glaube ich, aus deren Reaktionen auf eine Kritik mehr erkennen zu können als aus tausendundeiner <em>super gelaufen, keine Probleme, immer wieder</em>-fünf Sterne-Bewertungen.</p>
<p>Im Falle der DKB, für die ich mich letztlich entschied, war das unmöglich. Entweder habe ich nach den falschen Phrasen gesucht (obwohl ich darin sonst ziemlich gut bin). Oder es gab bisher keinen wirklich Kunden, der mit der DKB schlechte Erfahrungen gemacht hat (so etwas wäre, wie wir wissen, sogar im Falle der allein seligmachenden Kirche ein, äh, Wunder). Oder es gab bisher niemanden, der dieser Internetbank im Internet mal keine Höchstnote geben wollte (bei einer Internetbank so wahrscheinlich wie ein 31. April). Oder.</p>
<p>Mangels verwertbarer Fremderfahrungen mußte ich also selbst ran. Der Plan war, nach einem Dreivierteljahr mit Sack und Pack (hier: Giro-, Fest- und Tagesgeldkonten) zur neuen Bank umzuziehen, unter der Voraussetzung, daß es zwischenzeitlich mindestens einmal ein Problem gegeben hätte, das nicht nur hilfsbereit, sondern auch erkennbar professionell und so gelöst würde, daß eine Wiederholung auszuschließen ist.</p>
<p>So bestellte ich online ein <em>vollkommen kostenloses</em> Girokonto einschließlich Visakarte, mit der man, so das Versprechen und die zahlreichen positiven Berichte allerorten, <em>weltweit kostenlos Bargeld</em> an jedem Visa-Geldautomaten abheben könne. Kredit- und EC-Karte kamen zügig per Post, der Verfügungsrahmen des Kreditkartenkontos wurde mir mit dem Betrag X mitgeteilt, den ich, so die beiliegenden Hinweise, zudem durch Überweisungen auf dieses Konto beliebig erhöhen könne (was sogar im Falle eines Guthabens verzinst würde).</p>
<p>Ich muß noch erwähnen, daß ich schon lange kein Mensch mehr bin, der finanziell in den Tag hineinlebt. Im Gegenteil und schon, weil ich Situationen wie &#8220;nicht mögliche Verfügungen&#8221; an Geldautomaten unerträglich finde, kontrolliere ich meine Konten wöchentlich, führe täglich Buch über meine Ausgaben und weiß dank einer eigens hierfür eingerichteten Datenbank jederzeit genau, wie hoch die nächste Kreditkartenabrechnung wird, wie viel Geld auf welchem Konto zu sein hat und infolgedessen auch, wie viel ich etwa heute Abend noch werde abheben können. Jedenfalls war dies in den letzten, wenigstens zehn, Jahren stets der Fall.</p>
<p>Bis vor einigen Wochen. Da stand ich, wohlgemerkt: nicht zum ersten Mal, vor einem Geldautomaten im Ausland und beabsichtigte, dort das zum Ausgeben vor Ort benötigte Bargeld abzuheben. Sowohl meine Datenbank als auch der online abrufbare Kontostand wiesen mir noch am frühen Morgen des gleichen Tages mehr als genug Reserven im Verfügungsrahmen aus. Ich hätte ein vielfaches dessen, was ich abzuheben vorhatte, erhalten können müssen. Nur: War nicht. Nach zweimaligem unbegründetem Verweigern blieb mir nichts anderes, als entweder die Heimreise anzutreten oder die stattlichen Auszahlungsgebühren der EC-Karte vorläufig zu erdulden. Denn die funktionierte natürlich.</p>
<p>Nun gibt es für mich verschiedene Kategorien von &#8220;ärgerlich&#8221; auf dieser Welt. Die erste ist die, bei der ich selbst schuld bin. Geschenkt. Die nächste ist die, wo ich etwas scheiße finde, das andere vielleicht ganz klasse finden. Kommt vor, auch oft, tut aber auch nicht wirklich weh. Schlimmer ist es schon mit Dingen, die sich jedem klar denkenden Menschen als ausgemachter Unsinn sofort erschließen und die dennoch immer wieder vorkommen. Die Krone der Beleidigung, jedenfalls für meine Intelligenz, sind allerdings Dinge, die offensichtlich komplett verkorkst sind und die man mir dennoch und mit zunehmend dämlicheren Argumenten als selbstverständlichste Sache der Welt verkaufen will. Es sind diese Situationen, die mich mit Grausen abwenden lassen und mit der sich jemand als ernstzunehmender Partner, egal für welchen Geschäfts- oder Lebensbereich, unheilbar und final diskreditiert.</p>
<p>Der folgende sich hinziehende, zähe &#8211; Email-Beantwortungsstunde ist offenbar immer wochentags zwischen 9 und 12 Uhr &#8211; Schriftwechsel ist ein Paradebeispiel für so einen Fall (Prosa großteils gekürzt; Hervorhebungen und Variablen alle von mir).</p>
<blockquote><p>ich wollte heute Mittag am exakt gleichen Geldaumaten der $bank in $stadt, wo ich am $datum mit der Visakarte erfolgreich abgehoben habe, $betrag abheben. Heute hieß es dort &#8211; obwohl es an der Deckung nicht liegen kann! &#8211; daß ich nicht abheben könne. Die Abhebung des gleichen Betrages mit der EC-Karte hingegen hat problemlos funktioniert.</p>
<p>Bitte prüfen Sie, warum das mit dem &#8220;weltweit kostenlos abheben&#8221; hier auf einmal fehlschlägt. Ich fände es nicht so schön, dafür jetzt Gebühren zahlen zu müssen. Bitte um Rückmeldung.</p></blockquote>
<blockquote><p>Gut, dass Sie sich melden. Aufgrund mehrerer ausstehenden Buchungsanfragen in einer Gesamthöhe von $betrag aus folgenden Branchen</p>
<ul>
<li>(Mail / Phone) Diverse (Tickets, Teleshop) Löschungsdatum: $datum</li>
<li>(Einzelhandel) Bücher Löschungsdatum: $datum</li>
<li>(Einzelhandel) Spirituosen / Wein / Likör Löschungsdatum: $datum+14</li>
</ul>
<p>sind aktuell keine weiteren Verfügungen möglich. <strong>Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen keine weiteren Informationen zur Verfügung stellen können. Bitte wenden Sie sich im Zweifelsfall direkt an den Händler.</strong> (&#8230;) Wenn Sie Geld auf Ihre DKB-VISA-Card überweisen, erhöhen Sie Ihren Verfügungsrahmen.</p></blockquote>
<blockquote><p>sorry, aber das kann ja wohl nicht sein. Ich habe VORHER ($datum-1) extra in die Umsätze geschaut und gerade eben auch noch mal. Aktueller Saldo sind $betrag <em>(Anm.: weit unterhalb des Limits)</em> (darin ist die neueste Aufbuchung noch nicht enthalten), vor dem Wochenende als ich nachgeschaut habe waren es <em>[noch mehr Spielraum]</em>. In jedem Fall wären da noch $abhebebetrag &#8220;drin&#8221; gewesen.</p>
<p>Wenn es &#8220;schwebende&#8221; Buchungen gibt, die zwar meinen Verfügungsrahmen beeinflussen, die aber nirgends zu sehen sind, wie soll ich mich dann auf dieses Zahlungsmittel verlassen können? Sagen Sie bloß nicht &#8220;immer möglichst viel aufbuchen&#8221; wäre die einzige &#8220;Lösung&#8221;, denn dann habe ich von der ganzen Geschichte leider gar keinen Nutzen.</p></blockquote>
<blockquote><p>Bei der Prüfung Ihres Anliegens haben wir mehrere ausstehende Händleranfragen (Autorisierung) auf Ihrer DKB-VISA-Card festgestellt. Aus diesem Grund stand Ihnen das vollständige Kartenlimit nicht zur Verfügung. Die offenen Händleranfragen wurden von uns heute als erledigt vermerkt. Ihr Kartenlimit auf der DKB-VISA-Card steht Ihnen wieder zur Verfügung.</p>
<p>Bei den angesprochenen Autorisierungen handelt es sich um Verfügungsanfragen zu Ihrer DKB-VISA-Card, die durch den jeweiligen Händler veranlasst werden. Unternehmen wie z.B. Hotels und Autovermietungen nutzen die Möglichkeit sich Ihre Kautionen mittels einer solchen Autorisierung auf Ihrer Kreditkarte zu blocken.</p>
<p>Autorisierungen sind nur für einen befristeten Zeitraum gespeichert und löschen sich dann automatisch, in der Regel nach 14 Tagen.</p></blockquote>
<blockquote><p>&gt; Bei der Prüfung Ihres Anliegens haben wir mehrere ausstehende<br />
&gt; Händleranfragen (Autorisierung) auf Ihrer DKB-VISA-Card festgestellt.<br />
Das schrieben Sie mir schon vor einer Woche.</p>
<p>Auf meine eigentlichen Fragen gehen Sie allerdings wieder nicht ein. Sie verzeihen mir daher bitte meine allmählich aufkommende Ungehaltenheit, denn hier geht es mit Verlaub um mein Geld und im vorliegenden Fall auch noch um Zuverlässigkeit im Ausland, da hört der Spaß für mich auf. Also:</p>
<p>1. Wozu sehe ich meinen Kreditkartensaldo und führe über meine Verfügungen Buch, wenn das alles trotzdem Makulatur ist? Wie soll ich mich ernsthaft auf Verfügungsrahmen verlassen, wenn ich nirgendwo im Voraus sehe, wie viel ich in den nächsten drei Stunden effektiv abheben kann? Ist das hier eine Bank oder ist das ein Lotteriestand?<br />
2. Welche &#8220;Händler/Unternehmen&#8221; reservieren ohne meine Wissen, aber offenbar mit Ihrer Duldung irgendwelche ominösen &#8220;Beträge&#8221;, die mich daran hindern, meine Karte als zuverlässiges Zahlungsmittel einzusetzen? Ich habe in den letzten zwei Wochen weder Autos gemietet, noch Hotels reserviert noch sonstiges. Genaugenommen habe ich das mit dieser Karte noch überhaupt nicht und allmählich glaube ich auch, daß ich das besser nie tun werde.<br />
3. Und vor allem: Soll ich für diese, Sie entschuldigen meine leichte Gereiztheit bitte, Lächerlichkeit jetzt ernsthaft 10 Euro Geldautomatengebühr bezahlen? Ist das das weltweit kostenlose Bargeldabheben, mit dem Sie werben?</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir bedauern, dass Ihnen bei Ihrem Auslandsaufenthalt Unannehmlichkeiten entstanden sind und möchten Ihnen gerne die entstandenen Fragen beantworten.</p>
<p>• (Mail / Phone) Diverse (Tickets, Teleshop) Löschungsdatum: $datum<br />
• (Einzelhandel) Bücher Löschungsdatum: $datum<br />
• (Einzelhandel) Spirituosen / Wein / Likör Löschungsdatum: $datum+14</p>
<p>In der Regel erfolgen diese Buchungsanfragen nur bei Vorlage Ihrer Kartendaten bei Zahlungen/Reservierungen. <strong>Die benannten Händleranfragen, welche benannte wurden und das Limit blockierten sind Ihnen nicht bekannt? Dann bitte wir Sie die Kreditkartenumsätze mit großer Sorgfalt auf Richtigkeit zu beobachten.</strong></p>
<p>Auf Händleranfragen/-reservierungen zu Lasten Ihrer DKB-Visa-Card haben wir als kartenausgebendes Institut keine Verfügungsgewalt.</p>
<p>Aus Kulanz werden wir Ihrem Internet-Konto in den nächsten Tagen 20,00 Euro gutschreiben und hoffen sie in Zukunft wieder von unserem Service überzeugen zu können.</p></blockquote>
<blockquote><p>vielen Dank für Ihr Kulanzangebot, das ich gerne annehme.</p>
<p>Zu den genannten Bezeichnungen: Das kann ja alles und nichts sein. Natürlich habe ich mit der Karte auch schon mal Spirituosen gekauft und natürlich bestelle ich damit bei Amazon. Ohne Angaben zum Firmennamen hilft mir das leider nicht viel weiter.</p>
<p>Vor allem aber: <strong>Bei Autovermietern und Hotels kenne ich das reservieren von Beträgen ja. Aber bei HÄNDLERN? Da kaufe ich entweder etwas und bezahle IN DIESEM MOMENT oder ich tue es nicht.</strong> Was zum Teufel hat ein Händler irgendwelche Beträge zu reservieren? Und obendrein: Wenn ein Hotel oder ein Autovermieter so was tut, kenne ich es so, daß ich darauf hingewiesen werde und meine Karte entsprechend vorlegen muß.</p>
<p>Ergo: Bekommen Sie bitte heraus, wer da solchen Unfug gemacht hat und teilen Sie mir dies mit, da ich hier natürlich ggf. juristisch vorgehen möchte (ich nehme doch an, daß eine nicht autorisierte &#8220;Reservierung&#8221; die gleiche &#8220;Qualität&#8221; hat, wie eine nicht autorisierte Abbuchung). Danke.</p>
<p>Die Belastungen meiner Karte kontrolliere ich mit jeder Abrechnung, genau wie ich jede Transaktion zeitnah protokolliere, um später kontrollieren zu können. Im genannten Fall habe ich ja eben genau dies vor und nach der erfolglosen Abhebung getan.</p>
<p>Es bleibt die dringlichste Frage für mich ungeklärt: Wie kann ich sicherstellen, daß ich beim nächsten Auslandsaufenthalt nicht wieder dastehe wie der sprichwörtliche Ochse vor dem Berg? Mehr, als über meine Ausgaben Buch führen, kann ich doch schlichtweg nicht. <strong>Warum finde ich nirgends eine verbindliche Anzeige darüber, wie viel ich in den nächsten Stunden noch disponieren kann?</strong> Das ist, ich wiederhole mich, für mich unverzichtbar!</p></blockquote>
<blockquote><p>Sofern Sie Ihre DKB-VISA-Card bei einem Händler einsetzen hat dieser die Möglichkeit, sich den Betrag von Ihrer Kreditkarte zu reservieren. Sofern der Händler die offene Anfrage nicht bucht, wird diese Reservierung zum angegebenen Datum gelöscht. Damit erhöht sich automatisch Ihr Verfügungsrahmen.</p>
<p><strong>Die offenen Händleranfragen können nicht im Internet-Banking eingesehen werden. Zu diesen liegen uns auch keine weiteren Informationen vor.</strong></p>
<p>Wir bitten um Ihr Verständnis.</p></blockquote>
<blockquote><p>ich frage noch einmal ganz direkt mit der bitte um verbindliche konkrete Antwort:</p>
<p>1.) Sie können &#8220;Händleranfragen&#8221; zwar löschen, aber nicht erkennen, wer der &#8220;anfragende&#8221; Händler war?<br />
2.) Wenn doch: Ich erfahre, obwohl es hier um meine Karte geht, nicht, wer sich da herausnimmt, ohne mein Wissen Beträge zu reservieren?</p>
<p>Ich bin gerade ein bißchen sprachlos, wie Sie eventuell nachvollziehen können.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir teilen Ihnen mit, dass wir Händleranfragen nur löschen können, wenn der Betrag bereits gebucht wurde. <strong>Sofern der Betrag noch nicht gebucht wurde, kann nur der Händler selber die offene Anfrage entfernen.</strong></p>
<p>Weiterhin liegen uns keine weiteren Informationen zu den offenen Buchungen vor. Bitte haben Sie dafür Verständnis.</p></blockquote>
<blockquote><p>das wird ja langsam zur Realsatire. Wird beim Antworten bei Ihnen eigentlich der gesamte Vorgang gelesen oder nur die letzte Mail?</p>
<p>ICH MÖCHTE WISSEN WER DAFÜR VERANTWORTLICH WAR, DASS ICH AM BESAGTEN TAG IN $stadt OHNE EIGENES VERSCHULDEN(!!!) KEIN GELD ABHEBEN KONNTE OBWOHL ALLE VON MIR AUTORISIERTEN TRANSAKTIONEN SICH WEIT UNTERHALB MEINES LIMITS BEFANDEN.</p>
<p>Sie treiben mich bei aller lobenswerten Kulanz wirklich zur Verzweiflung, denn das kann doch nicht so schwer sein so was herauszufinden im Zeitalter der EDV.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Authorisierungen verbleiben auch noch nach Abbuchung von Ihrer DKB-VISA-Card, meist in gleich Höhe. <strong>D.h. das Ihre DKB-VISA-Card für einen gewissen Zeitraum doppelt belastet ist</strong> und somit eine Auszahlung nicht möglich war.</p>
<p><strong>Nach Belastung haben Sie allerdings die Möglichkeit, die Authorisierung von uns löschen zu lassen, um wieder Bargeld verfügen zu können. Eine weitere Möglichkeit, der Erhöhung Ihrer Liquidität wäre  (&#8230;) die Erhöhung Ihres DKB-VISA-Card-Limits.</strong></p></blockquote>
<p>Gut möglich, daß niemandem, der mit der Sache befaßt war, überhaupt klar wurde, worum es mir geht, was mir als Kunde in diesem konkreten Fall das wichtigste ist, daß ich mehr an der Vermeidung einer Wiederholung als an Wiedergutmachung oder der Erläuterung irgendwelcher völlig sinnfreien und vermutlich auch so nicht zutreffenden Regelungen interessiert bin. Von der Tatsache, daß ich Unglaublichkeiten wie <em>ein Betrag wird im Grunde erst mal doppelt gebucht</em> in über zwanzig Jahren Kreditkarteneinsatz noch nie gehört habe &#8211; und ich habe schon oft am sprichwörtlichen Limit gelebt. Ich bin mir sogar sicher, daß die verschiedenen beteiligten Mitarbeiter aus ihrer Sicht wirklich alles getan haben, um mir &#8220;zu helfen&#8221;. Das zeigt sich schon in der großzügigen Kulanzgutschrift, die doppelt so hoch ausfällt wie mein akuter finanzieller Schaden. Nur: Ich möchte überhaupt keine Kulanz. Ich möchte auch keine Almosen. Und ich möchte auch keine &#8220;stets bemühten&#8221; Mitarbeiter, die mit immer freundlichen und vermeintlich hilfsbereiten Textbausteinen um sich werfen. Ich möchte noch nicht mal &#8220;Hilfe&#8221;. Alles, was ich möchte, ist eine funktionierende Dienstleistung, verdammt noch mal.</p>
<p>Doch ich habe es an diesem Punkt aufgegeben. Es ist absehbar, daß Wunsch und Wirklichkeit hier kollidieren. Wirklich grotesk finde ich die Behauptung, ich könne mein Limit nur sicherstellen, wenn ich quasi um Löschung der jeder Zahlung erfolgenden &#8220;doppelten Schattenbuchungen&#8221; unmittelbar im Anschluß schriftlich ersuchte. Aber wie auch immer: Es war dies der Moment, da mir klar wurde, daß leider auch beim Produkt &#8220;Bank&#8221; die übliche deutsche Regel gilt, nach der man sich stets für das kleinste und zudem bereits bekannte übel entscheidet und nicht, wie in anderen Kulturen, stets nach dem Besten strebt (und das beste sich auch noch durch das ernsthafte Bestreben, immer noch besser zu werden, auszeichnet). Die Katze, die hier bereits ein Stück aus ihrem Sack herausgewunken hat, kann sich wieder hinlegen. Ich bleibe bei den Schlipsträgern und zahle in Zukunft vermutlich auch wieder Jahresgebühren.</p>
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		<title>Makler, die&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 21:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leute, die]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonst nô wat?]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.</p>
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		<title>Allerallerallerletzte&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 13:26:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
		<category><![CDATA[Deine Mudda]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich liebe es. Sei es Twitter, wo man als Updateverweigerer seit gefühlten 200 Jahren darauf hingewiesen wird, daß man &#8220;eine nicht mehr unterstützte Version&#8221; verwende, die &#8220;in Kürze&#8221; abgeschafft wird. Seien es halbseidene möchtegern-Inkasso-Ritter, die einem (per Email!) auf Geheiß irgendwelcher ebenso halbseidenen Interndiensteanbieter erst letzte, dann allerletzte und irgendwann ultimative Mahnungen über 1,80 angebliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich liebe es. Sei es Twitter, wo man als Updateverweigerer seit gefühlten 200 Jahren darauf hingewiesen wird, daß man &#8220;eine nicht mehr unterstützte Version&#8221; verwende, die &#8220;in Kürze&#8221; abgeschafft wird. Seien es halbseidene möchtegern-Inkasso-Ritter, die einem (per Email!) auf Geheiß irgendwelcher ebenso halbseidenen Interndiensteanbieter erst letzte, dann allerletzte und irgendwann ultimative Mahnungen über 1,80 angebliche Schulden zzgl. 84,50 &#8220;Auslagen&#8221; schicken. Oder sei es die Firma Avira, der ich seit einem Jahr standhaft treu bleibe, wenn auch leider in der mindestens ebenso lang &#8220;nicht länger unterstützten&#8221; Version 9 ihres &#8220;Antivir&#8221;-Virenscanners. Denn natürlich funktioniert auch, nachdem gestern mal wieder &#8220;der letzte Tag&#8221; der Produktunterstützung war, das Online-Definitionsupdate wie eh und je.</p>
<p>Ich lerne daraus: Je mehr einer droht, Schluß zu machen, umso mehr kann man sich auf sein Bleiben verlassen. Oder, wie Omma schon wußte: Hunde die bellen, scheißen höchstens.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Operation Zopf</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 11:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt ihr solche Phasen? Wo man so richtig Lust hat, alten Ballast abzuwerfen? Einen lahmenden Webserver gegen einen schnellen und vor allem eigenen zu ersetzen? Das bei &#8220;nicht ausreichendem&#8221; Gehaltseingang früher pro Quartal, jetzt pro Monat fast 20 Mark Gebühren kostende Konto bei einer dieser staatskohleeinsackenden, von schmierigen Schlipswichsern geleiteten Dinosaurierbank mit entweder lästigem (wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr solche Phasen? Wo man so richtig Lust hat, alten Ballast abzuwerfen? Einen lahmenden Webserver gegen einen schnellen und vor allem eigenen zu ersetzen? Das bei &#8220;nicht ausreichendem&#8221; Gehaltseingang früher pro Quartal, jetzt pro Monat fast 20 Mark Gebühren kostende Konto bei einer dieser staatskohleeinsackenden, von schmierigen Schlipswichsern geleiteten Dinosaurierbank mit entweder lästigem (wenn man aus deren Sicht mal wieder etwas wollen sollte) oder patzigem (wenn man dann tatsächlich von selbst etwas will, das aber leider keine Provision bringt) Schalterpersonal besetzten Banken zu kündigen? Dem immer gigantischeren Versagen von bräsigen Konzernen, die meinen, jeder historischen Veränderung mit Kosmetik und, wenn das nicht hilft, mit hochbezahlten (und immerhin gutgekleideten) Nichstkönnern ohne eigene Anstrengung begegnen zu können und damit Erfolg haben, weil die meisten ihrer Kunden genau so beschränkt sind, deren Versagen einfach nicht länger nachzulaufen und einfach woanders einzukaufen? Oh ja, und auch <a href="/2010/08/27/wir-machen-das-mit-den-fahnchen/">die Frau mit dem roten <del datetime="2011-07-01T11:30:08+00:00">Halstuch</del><ins datetime="2011-07-01T11:30:08+00:00">Kleid</ins></a> kommt noch dran, denn sie kann es einfach nicht lassen.</p>
<p>So ne Phase hat mich seit ein paar zarten Wochen voll im Griff. Und ich sag euch was: So macht Zöpfeabschneiden noch viel mehr Spaß, als im wörtlichen Sinn. Tut gut!</p>
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		<title>Plus-Minus</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 09:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
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		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Massenhysterie]]></category>
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		<description><![CDATA[Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche &#8211; natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen &#8211; Zusatz-&#8221;findickjanzdufte&#8221;-Buttons auf meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche &#8211; natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen &#8211; Zusatz-&#8221;findickjanzdufte&#8221;-Buttons auf meinen entsprechenden Portalen einbinden soll, da diese &#8220;natürlich&#8221; künftig auch das Suchergebnis und damit eben auch die Vermarktbarkeit meiner Seiten beeinflussen würden. Mich verleiten solche impliziten Zwänge ja immer sofort zum Nachdenken über Alternativen. Vielleicht sollte ich die Werbeflächen jetzt doch lieber mal an die Interessenten verkaufen, deren Angebote zwar gut waren, aber kein Entwicklungspotential versprachen, wie es die &#8211; dank Werbeblockern, für die ich aufgrund der oft grauenhaften Werbetreibenden und ihrer Formate größtes Verständnis habe &#8211; immer lausiger werdenden Einnahmen aus der &#8220;Netzwerkwerbung&#8221; vollmundig taten und tun. </p>
<p>Bei anderen führt allerdings solcher im Monatstakt auftretende Hype regelmäßig zu medialen Erregungswellen, die man nicht mal von pubertierenden Jungmopedbesitzern in meinem derzeitigen, dörflich-bäuerlichen Exilwohnort kennt, sobald diese irgendwelche Weibchen in Peilweite bemerken. Und Fremdschämen, wie ich es sonst nur für unreflektiert &#8220;Häppi Bürsti&#8221;-singende Altersgenossen aus meiner Kindergartenzeit kannte, packt mich, wenn in meinem (hier: virtuellen) Umfeld das Hype-Produkt mit der gleichen armseligen und doch wirksamen Strategie einführt werden kann<span id="more-1991"></span>, wie es schon vor vielen Jahren eine Bremer Biermarke mit einem sensationell alten <del datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Wein</del><ins datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Bier</ins> in unspektakulär neuen, nun durchsichtigen <del datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Schläuchen</del><ins datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Flaschen</ins> tat: Mit künstlicher Verknappung.</p>
<p>Wie erinnern uns (also zumindest ich): Geschickt lancierte man einst in den damals noch weitgehend nichtvirtuellen zielgruppenrelevanten sozialen Netzwerken (damals nannte man sowas &#8220;Clubszene&#8221;) &#8220;versehentlich ausgeplauderte&#8221; Hinweise auf ein geheimnisvolles neues, &#8220;hippes&#8221; Bier, das zwar teurer als das grün verpackte Schwesterprodukt, aber dafür bis auf weiteres auch nur &#8220;unter der Hand&#8221; in &#8220;ausgewählten Clubs&#8221; zu haben sei.</p>
<p>Natürlich war die Bremer Biermarke nicht die erste, die mit solchen Taschenspielertricks erfolgreich auf Bauernfang ging, und natürlich ist sie nicht die letzte gewesen. Besonders in den nun digital reinkarnierten Klubszenen ist sie heute fast omnipräsent. $firma kündigt ihren sensationellen, alles verändern werdenden Dienst $dienst an und startet bald darauf einen &#8220;geschlossenen&#8221; Testlauf, an dem selbstverständlich leider nicht jeder teilnehmen kann, sondern wo man nur reinkommt, wenn man jemanden kennt der noch ein VIP-Armbändchen übrig hat und einen außerdem auf die Gästeliste setzt. &#8220;Einladung&#8221; nennt sich das dann (&#8221;Invite&#8221;). Und von da an dauert es noch fünf Minuten, bis man nicht nur alle vorgesehenen Strukturen erfolgreich &#8220;viral&#8221; infiziert hat und die eine Hälfte der Anwesenden mit Armbändchen wedelt während die andere Hälfte als moderne Schnorrerarmee einen an jeder virtuellen Ecke mit &#8220;haste mal &#8216;n Invite&#8221; belästigt. </p>
<p>Das finde ich aus drei Gründen krank. Erstens: Wie kann man Firmen eine so erbärmliche, billige &#8220;Strategie&#8221; durchgehen lassen? Zweitens: Wie kann man sich selbst dafür hergeben, als unbezahlter Werbeapostel für jede Scheiße mitzuarbeiten? Drittens: Wie kann man sich so erniedrigen, darum zu betteln, ein gezielt gehypetes Produkt, hinter dem zudem oft handfeste Markt- und im konkreten Fall Monopolinteressen stehen, bitte bitte &#8220;als fast erster&#8221; nutzen zu dürfen?</p>
<p>Ich würde sowas niemals schreiben, wenn die Leute, die sich diese drei Fragen entweder nicht stellen oder sie vor lauter Erregung ausblenden, unter den Zuschauern von &#8220;DSDS&#8221; oder &#8220;GNTM&#8221; oder &#8220;RTL 2 action news&#8221; zu suchen wären. Aber daß es sich dabei in großer Zahl um Personen handelt, von denen ich ansonsten kritischstes Hinterfragen gewohnt bin und die ich teilweise genau und nur deshalb schätze: DAS macht mir Angst.</p>
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		<title>Weniger ist mehr</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 21:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!
Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, liebe Schlipsträger!</p>
<p>Es ist eigentlich egal, ob ihr für Wasa, für Senseo oder für Mars arbeitet. Oder sonst irgendwo, wo der allgegenwärtige Götzengott des alternativlos-kapitalistischen Marktes &#8211; auch als &#8220;kontiniuierliches Wachstum&#8221; und &#8220;Profitmaximierung&#8221; bekannt &#8211; euch täglich Druck macht, sei es negativen (&#8221;wenn das nicht, dann müssen wir Sie leider&#8221;) oder anreizenden (&#8221;wenn Sie, dann kriegen Sie&#8221;). Es ist auch ganz egal, ob ihr euch selbst als &#8220;Produktmanager&#8221;, &#8220;Controller&#8221; oder &#8220;Consultants&#8221; bezeichnet. Ich verstehe euch. Wirklich. Nicht, daß ich mit euch tauschen möchte. Dieses tägliche Strampeln und Ellenbogengerangel habe ich noch nie gemocht, zumindest, seit ich das Spermienstadium erfolgreich hinter mir gelassen habe. Aber ich verstehe euch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn der gesamte Tages- und womöglich Nachtablauf einzig davon dominiert ist, immer noch mehr rausholen zu müssen (oder, wie man sich dann selbst gerne einredet: &#8220;zu wollen&#8221;). Und selbst, wenn das &#8220;wollen&#8221; nicht eingeredet ist und ihr ernsthaft davon überzeugt seid, daß das der Weg ist, wie die Welt ein besserer Platz werden kann (oder zumindest euer Vorgarten und die Garage): Sei es drum. Jeder wie er mag. </p>
<p>Ob nun also freiwillig oder aus &#8220;Sachzwängen&#8221;: Tut, was ihr tun zu müssen meint. Holt immer noch mehr raus. Nur eine Bitte habe ich dabei. Eine ganz kleine, dringende<span id="more-1858"></span>:</p>
<p><em><strong><big><span style="font-size: 400%; color: #f00; ">HÖRT ENDLICH AUF, EURE KUNDEN ZU VERARSCHEN!</span></big></strong></em></p>
<p>Mag ja sein, daß genug Leute gar nicht sofort merken, wenn ihr bei gleichem Preis &#8211; und, wie es Senseo besonders clever macht: begleitet von einem schönen hohen WKZ, damit es wegen des resultierenden Schnäppchenpreises erst recht nicht sofort auffällt &#8211; weniger Kaffe oder Knäcke oder Schokoriegel in eure Packungen preßt, die dann möglichst auch noch kaum anders (oder, auch so ein netter Trick, wie ihn Kraft bei Philadelphia gerne anwendet: ganz anders und erheblich &#8220;schicker&#8221;) aussehen. Das ist normal und natürlich von euch kalkuliert, denn wer hat schon Lust, jedes Mal alles zu prüfen, zählen, wiegen, messen.</p>
<p>Aber mal ehrlich, ihr abgespackten bonusgeilen Nappsülzen: Das Gefühl, WENN man dann eines Tages merkt, daß man von jemandem, dem man einen gewissen Vertrauensvorschuß gewährt hat (an der Uni hat man Euch das als &#8220;Markenbindung&#8221; gelehrt, ein Konzept, das euch und eurer Religion natürlich viel zu langfristig angelegt ist) unter Ausnutzung desselben verarscht worden IST: Das kennt ihr hoffentlich selbst. Und habt hoffentlich noch noch soviel Selbstachtung, daß ihr euch selbst beantworten könnt, was man als normal fühlender Mensch dann macht. Falls nicht, seht ihr es hier exemplarisch: Ich erzähle es allen, die ich kenne. Und kaufe eure Scheiße nie wieder.</p>
<p>Das ficht euch natürlich nicht an, so viel habe ich von diesem System längst verstanden. Denn ihr seid inzwischen dank der kurzfristigen Margen längst fürstlich entlohnt und befördert worden oder weitergezogen zum nächsten kurzsichtigen Wirt &#8211; weshalb der Titel dieses Beitrags auch ziemlich treffend euer schlaues Konzept benennt. Aber vielleicht kapieren es wenigstens die Unternehmen, die noch von anständigen (und überhaupt: von) Menschen und nicht von anonymen grauen Herren aus Fondsverwaltungen besessen und geführt werden, rechtzeitig und haben so einmal mehr die Chance, sich durch Leistung und nicht durch Beschiß zu profilieren.</p>
<p>Neulich war ich übrigens beim &#8220;Bauern nebenan&#8221;. So, wie seit Jahren jede Woche. Der hat keinen Schlips. Und keine Marketingabteilung. Der hat nicht mal Verpackungen, sondern alles lose. In einem dunklen, staubigen, rümpeligen Schuppen verkauft dieser Mensch zum Beispiel exzellente Kartoffeln. Seit Jahren. Ohne Preisaktionen, ohne bunte Tüten, ohne Werbung, ohne Consultants. Und hat den Laden täglich voll. Sogar, wenn die Kartoffeln mal teurer werden. Und wißt ihr auch warum? Naja, könnt ihr ja mal überlegen. Ihr wißt es sowieso. </p>
<p>Aber wer gibt schon gerne zu, daß das, was er tut, selbstherrliche, egoistische, überflüssige Scheiße ist.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Ich fahre, wie &#8220;man&#8221; das hier in der vorholländischen Tiefebene so macht, gelegentlich zu Frau Antje zum Einkaufen. Und nehme dort dann auch, wenn ich es nicht vergesse, einen Vorrat Kaffe mit. Der kostet dort, verglichen mit Deutschland, ungefähr die Hälfte. Und nun ratet mal, ob in den holländischen &#8220;Senseo&#8221;-Packungen neuerdings weniger als die dort seit langem üblichen 36(!) Pads drin sind. Oder ob man dort wenigstens plötzlich mehr als im Schnitt 3,39 Euro für so eine Packung bezahlt. Die Antwort könnt ihr euch denken. Freilich wirft das bei mir sofort neue Fragen auf: Lassen sich holländische Kunden nicht so leicht verarschen? Ist man dort auch mit weniger großen Margen zufrieden? Laufen in Holland weniger Schlipsträger herum? Gut, nachdem unsere käsebegeisterten Nachbarn heute beschlossen haben, daß Informationsfreiheit im Internetz wichtiger ist als Aktionärsdividende (Netzneutralität!), könnte man letzteres fast vermuten. Allerdings ist meine Theorie eher die altbekannte: Das deutsche Schaf redet sich seinen Schlachter lieber schön, als ihn in den Arsch zu beißen&#8230;</p>
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		<title>Mogelpackung 2.0?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 20:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang schätze ich die Drogeriemarktkette &#8220;dm&#8221;. Das liegt sicher ein wenig an der eloquenten Art ihres Gründers, auch an der (zumindest veröffentlichten) Philosophie der Firma (und wiederum ihres Gründers), aber vor allem daran, daß man sich dort als Kunde auch und besonders im Reklamationsfall ganz gut aufgehoben fühlen kann. Nur dieser verdienten Wertschätzung ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang schätze ich die Drogeriemarktkette &#8220;dm&#8221;. Das liegt sicher ein wenig an der eloquenten Art ihres Gründers, auch an der (zumindest veröffentlichten) Philosophie der Firma (und wiederum ihres Gründers), aber vor allem daran, daß man sich dort als Kunde auch und besonders im Reklamationsfall ganz gut aufgehoben fühlen kann. Nur dieser verdienten Wertschätzung ist das Fragezeichen hinter der Überschrift geschuldet. Und die Annahme, daß hier ein für Verpackungen zuständiger Mensch einer heutzutage scheinbar verbreiteten Krankheit, nämlich dem &#8220;es muß vor allem schick und öfter mal anders aussehen&#8221;-Syndrom erlegen ist. <span id="more-1939"></span></p>
<p>Nun habe ich zu Verpackungen ohnehin kein besonders liebevolles Verhältnis. Ich hänge der altmodischen Überzeugung an, daß sie dazu da sind, ihren Inhalt vor Schaden zu bewahren und ihn zugleich in bestmöglicher Weise zugänglich zu machen.  Sobald sie mehr wollen oder sollen, sind sie für mich überflüssige und nervige Scheiße, Blendwerk, Krebsgeschwüre. Und, genau wie &#8220;Werbung&#8221;, eine Eitelkeitsmesse für selbsternannte Künstler, denen die brotlose Kunst zu brotlos ist und die sonst leider nichts gelernt haben.</p>
<p>Ein Beispiel für eine hervorragende Verpackung ist diese:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschalt.jpg"><img src="http://www.davidbln.de/_ressourcen/uploads/duschalt-600x800.jpg" alt="Eine inzwischen leere Duschgelflasche. Sie ist durchsichtig und ansonsten schlicht und zweckmäßig." title="" width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1944" /></a></p>
<p>Sie zeigt erstens den Inhalt (hier aufgrund meiner fleißigen Konsumentenaktivität und Reinlichkeit nur noch theoretisch), schützt ihn vor Schaden (im Fall einer Duschgelflasche: auslaufen oder austrocknen), drängt sich selbst nicht in den Vordergrund und macht den Inhalt auf einfache Weise zugänglich. Auf sehr einfache Weise sogar, denn auch, wenn der Aufdruck der Flasche ihre &#8220;richtige&#8221; Aufstellung vorzugeben scheint, geht es so:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschalt2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschalt2-600x800.jpg" alt="Die gleiche Duschgelflasche, nur auf den Kopf gestellt." title="Wenn man wirklich alles will, muß man die Dinge manchmal auf den Kopf stellen." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>noch deutlich besser. Nämlich bis zum sprichwörtlichen letzten Tropfen. Besser gesagt: Es ging. Bis zur jüngsten Überarbeitung dieses Nutzgegenstandes &#8220;Verpackung&#8221;. Der sieht nun so aus:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschneu.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschneu-600x800.jpg" alt="Die gleiche Duschgelflasche, nur auf den Kopf gestellt." title="Wenn man wirklich alles will, muß man die Dinge manchmal auf den Kopf stellen." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>Entzückend, nicht? Nicht. Denn das:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschneu2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschneu2-600x800.jpg" alt="Genau: Verboten per Design. Hier wird nix mehr auf den Kopf gestellt." title="Designmission erfolgreich, Schlipsträger entzückt: Ein weiterer Schritt im Kampf gegen diese widerlichen Sparfuchskunden." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>geht nun im wahrsten Sinne des Wortes schief.</p>
<p>Man braucht <a href="/tag/lalalalas-dich-nicht-verarschen/">heutzutage</a> nicht mehr viel Phantasie für die Vermutung, daß hier mehr als ein verhinderter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christo">Christo</a> im Spiel gewesen sein könnte. Zum Beispiel ein Schlipsträger, der vorgerechnet hat, um wie viele Tage sich der Intervall zwischen zwei Flaschenkäufen mangels vollständiger Entleerung im &#8220;50er-Quantil kumuliert&#8221; verkürzen könnte und sich damit der Absatz des Produkts eklatant steigern ließe. Und nur der eingangs erwähnte Vertrauensvorsprung der Firma hält mich an, davon so lange nicht auszugehen, bis eine Antwort auf meine diesbezügliche direkte Anfrage wider Erwarten NICHT einräumt, diesen Fehler vor lauter Entzückung über das neue Flaschendesign (ein hübsch zweideutiges Wort übrigens) schlicht übersehen zu haben und ihn schnellstmöglich zu beheben. Ich bin gespannt und werde die Antwort selbstverständlich niemandem vorenthalten.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Nein, ich habe euch keine Antwort vorenthalten. Bis heute, dem 14. Juli, gab es schlicht und einfach keine. Ich muß zugeben: Ich habe das so nicht erwartet. Aber manchmal ist keine Antwort eben auch eine.</p>
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		<title>Backe backe scheiße</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/04/17/backe-backe-scheise/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 11:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurz notiert: &#8220;Französische&#8221; Aufback-&#8221;Baguettes&#8221; aus dem beliebten blaurotweiß bedruckten Zweierpack für einsfuffzich aus dem Discounter schmecken NOCH beschissener, wenn man seit Jahren sein Stangenweißbrot selbst und statt aus Bohnenmehl (ja, lest mal genau!) mit Emulgator aus echtem Weizenmehl aus einer echten Mühle, die direkt neben einem echten Weizenfeld steht, mit einem echten, 12 Stunden gegorenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz notiert: &#8220;Französische&#8221; Aufback-&#8221;Baguettes&#8221; aus dem beliebten blaurotweiß bedruckten Zweierpack für einsfuffzich aus dem Discounter schmecken NOCH beschissener, wenn man seit Jahren sein Stangenweißbrot selbst und statt aus Bohnenmehl (ja, lest mal genau!) mit Emulgator aus echtem Weizenmehl aus einer echten Mühle, die direkt neben einem echten Weizenfeld steht, mit einem echten, 12 Stunden gegorenen Hefevorteig und ansonsten noch etwas Wasser und Meersalz &#8211; also nach dem historisch überlieferten Rezept &#8211; selbst herstellt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein bißchen Voting, ein bißchen Hilfe&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/02/01/ein-bischen-voting-ein-bischen-hilfe/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 15:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja. Ich weiß. Das, worüber ich mich jetzt schon ein paar Tage lang fassungslos, sagen wir, verwundere, ist ein alter Hut. Ich bin erst kürzlich darüber gestolpert, weil mir der zur unterhaltungsfunklichen ÖPP &#8220;Song Contest&#8221; verkommene und mit Hilfe unbezahlter Praktikanten demnächst in Düsseldorf selbstverliebt veranstaltete einstige Grand Prix Eurovision de la Chanson heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja. Ich weiß. Das, worüber ich mich jetzt schon ein paar Tage lang fassungslos, sagen wir, verwundere, ist ein alter Hut. Ich bin erst kürzlich darüber gestolpert, weil mir der zur unterhaltungsfunklichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ÖPP">ÖPP</a> &#8220;Song Contest&#8221; verkommene und mit Hilfe <a href="http://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/eurovision-song-contest/Lena-Meyer-Landrut-und-die-Gratis-Praktikanten-id4181188.html">unbezahlter Praktikanten</a> demnächst in Düsseldorf selbstverliebt veranstaltete einstige Grand Prix Eurovision de la Chanson heute noch viel weiter am Arsch vorbei geht, als er es zu Zeiten von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8dxbbd7Py-c">&#8220;hihihihi, ne Gehirnzelle&#8221;-Nicole</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Siegel">Ralphs Igel</a> schon tat. </p>
<p>Alles, was ich in Summe über diesen für den weiteren Weltverlauf in seiner Bedeutung noch hinter einem Sack asiatischen Getreides rangierenden Glitzer-Hokuspokus-Budenzauber behalten habe, ist die ungefähre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Vorausscheidungen_zum_Eurovision_Song_Contest">Geschichte der deutschen Vorausscheidung</a><span id="more-1823"></span> (eine übrigens im Bezug auf den zweiten Teil des zusammengesetzten Substantives meist sehr treffende Bezeichnung). Diese variierte bis 2010 weitgehend darin, daß entweder das Publikum der &#8211; nicht einmal immer im Fernsehen übertragenen &#8211; nationalen Vorrunden oder aber eine wie auch immer qualifizierte Jury darüber befinden durfte, welcher der Kandidaten nun geeignet sei oder auch nicht und daß manchmal auch sofort ein Teilnehmer per Dekret bestimmt bestimmt wurde. So weit, so schlecht. </p>
<p>Für ein echtes Novum sorgt allerdings spätestens in diesem Jahr die großmeisterliche Organisation des im Umgang mit, sagen wir mal: mit bisweilen überschaubarer intellektueller Investition zu lukrativem Lacherfolg zu verleitenden Massen geübten und unbestritten Grand Prix-erfahrenen Unterhaltungsunternehmers Raab. Erstmalig kann das Publikum über den deutschen Teilnehmer abstimmen &#8211; und kann es zugleich nicht. Denn daß die mit ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mockney">Mockney-Akzent</a> und <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,694730,00.html">unübersehbarer Ambition auf den Titel als &#8220;deutsche Amy Winehouse&#8221;</a> einmal vom Fernsehvolk als Vertreter auserkorene aus ihrem Vorjahrestitel einen universellen Repräsentanzanspruch ableiten könne, <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/songconest/2364466/raab-lena-soll-song-contest-titel-2011-verteidigen.story">stand für Raab schon unmittelbar nach diesem Sieg fest</a>.</p>
<p>Der Fehler, trotz ohnehin feststehender Volksmusikvertreterin auf eine Quoten und, so darf man annehmen, auch ordentliches Televoting-Entgelt bringende Reihe von &#8220;Entscheidungen&#8221; und &#8220;Finalen&#8221; zu verzichten, wäre für einen Profi wie Raab indes unverzeihlich. Also macht der kluge Geschäftsmann aus ehemaligen &#8220;Vorrunden&#8221; kurzerhand eine &#8220;neues Album-Vorstellung in drei Akten&#8221; (das Album gibt es termingerecht im Handel) und der begeisterte Fan darf, ehe er eine Kopie davon kauft, noch schnell ein bißchen die Telefonrechnung optimieren und darüber befinden, mit welchem Stück aus dem neuen Album denn nun das gutbürgerliche Wundergirlie offiziell die Welt beglücken darf.</p>
<p>Ich widerspreche mir nicht, wenn ich zuerst behaupte, daß mir Lena, Raab und ihre karnevalsverlängernde Schlagerparade reichlich egal sind, denn das sind sie. Mich interessiert nicht nur nicht, ob sie gewinnt oder verliert. Auch mein Mitleid für jeden, der blöd genug ist, sich angesichts einer kommerziellen Europarade für die Verunglimpfung des an sich beispielhaften echten &#8220;Ehrenamts&#8221; herzu- und, als &#8220;Lohn&#8221;, mit dem <a href="http://www.digitalfernsehen.de/NDR-sucht-freiwillige-Helfer-fuer-Eurovision-Song-Contest.47400.0.html">einzigartigen Flair der größten Musikshow der Welt</a> zufriedenzugeben, liegt deutlich unterhalb der Nullinie.</p>
<p>Die bemerkenswerte Entwicklung einer völlig unwichtigen Fernsehshow deutet jedoch in erschreckender Weise auf eine Grundtendenz in diesem Land und dem &#8220;zivilisierten Abendland&#8221; generell: Während anderswo auf der Welt nach Jahrzehnten der Hinnahme gegen scheindemokratische Diktaturen aufgestanden wird, erscheint es bei uns als völlig selbstverständlich, daß man bei einer als solchen bezeichneten Wahl &#8211; und damit meine ich, man ahnt es, weder Hupfdohlenwettbewerbe noch Kakerlakenwettessen &#8211; aus den sprichwörtlichen drei Haufen Scheiße denjenigen küren soll, der am appetitlichsten verpackt ist. Daß man sich dies mit Floskeln wie &#8220;scheiße wählen ist besser als gar nicht wählen&#8221; oder &#8220;man kann eh nichts dagegen tun&#8221; schönredet. Daß man, um nicht daran erinnert zu werden, geradezu offensiv gegen jeden angeht, der die Scheißehaufen beim Namen nennt. Oder daß man, noch schlimmer, sich dessen sogar bewußt ist und damit tröstet, daß andere ja noch viel mehr verarscht würden.</p>
<p>Ich war, wie gesagt, fassungslos. Auch darüber, wie unkritisch fast die gesamte Welt der &#8220;Qualitätsmedien&#8221; das &#8220;große Ereignis&#8221; lobpreist. Und ich rechne dementsprechend fest damit: Am 18. Februar werden Millionen Fernsehdeutsche ihren eigenen (vermutlich: mehrfachen) Abstimmungsbeitrag zur demokratischen Wahl des neuen deutschen Sieger(titel)s mit Rotkäppchen-Prosecco (und eventuell aufbewahrten Guildo Horn-Kostümen) feiern. Und sich später, vor dem Schlafengehen, noch schnell anhand einer Spiegel TV-&#8221;Dokumentation&#8221; darüber entsetzen, daß in der DDR die Parteien der Nationalen Front stets mit mindestens 98 Prozent der Wahlstimmen überraschend deutlich bestätigt wurden.</p>
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		<title>Schwein gehabt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 10:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;hat, wer es im vergangenen Winter geschafft hatte, möglichst viele Zusatzverkäufe mit der umgangssprachlich ähnlichnamigen Grippe-&#8221;Pandemie&#8221;-Paranoia zu generieren.
Wer nicht so viel Glück hatte, blieb indes auf so viel Zeug sitzen, daß er es nun im Doppelpack verramschen muß:

Vielleicht wird aber auch schon bald, beflügelt durch die bereits eingeleitete &#8220;wir werden alle erfrieren&#8221;-Panik, die nächste Grippesau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;hat, wer es im vergangenen Winter geschafft hatte, möglichst viele Zusatzverkäufe mit der umgangssprachlich ähnlichnamigen Grippe-&#8221;Pandemie&#8221;-Paranoia zu generieren.</p>
<p>Wer nicht so viel Glück hatte, blieb indes auf so viel Zeug sitzen, daß er es nun im Doppelpack verramschen muß:</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/schweingehabt.jpg" alt="Im Supermarktregal: Desinfektionsmittel werden &quot;2 für 1&quot; verramscht mit dem Hinweis, daß sie gegen den H1N1-Schweinegrippe-Erreger hälfen." title="" width="640" height="960" class="blackborder alignnone size-full wp-image-1750" /></p>
<p>Vielleicht wird aber auch schon bald, beflügelt durch die bereits eingeleitete &#8220;wir werden alle erfrieren&#8221;-Panik, die nächste Grippesau durchs globale Dorf getrieben. Und dann reibt sich zumindest der Herr Dr. Becher die Klauen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Verpixelungswahn</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 17:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich twott jüngst:
Wenn die Polizei Eure Städte videoüberwacht kriegt Ihr keinen Verpixelungsdünschiß. Aber wehe wenn ne CSU-Tante polemisiert&#8230;
Das ist natürlich sehr verkürzt (man darf das im Fall von Twitter als Systemimmanenz bezeichnen). Es trifft aber im Grunde dennoch genau die Geisteshaltung, die ich der Mehrheit der &#8220;Verpixler&#8221; attestiere. Wenn auch weder primär noch vorrangig, habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich twott <a href="https://twitter.com/davidblnde/status/5264296846041088">jüngst</a>:</p>
<blockquote><p>Wenn die Polizei Eure Städte videoüberwacht kriegt Ihr keinen Verpixelungsdünschiß. Aber wehe wenn ne CSU-Tante polemisiert&#8230;</p></blockquote>
<p>Das ist natürlich sehr verkürzt (man darf das im Fall von Twitter als Systemimmanenz bezeichnen). Es trifft aber im Grunde dennoch genau die Geisteshaltung, die ich der Mehrheit der &#8220;Verpixler&#8221; attestiere. Wenn auch weder primär noch vorrangig, habe ich damit dennoch nicht ganz ohne Absicht auch den von mir bis auf gelegentliche kleine Perspektivdifferenzen sehr geschätzten Block-Kollegen <a href="http://rz.koepke.net/">Köpke</a>, der wenig vorher einen durchaus durchdachten <a href="http://rz.koepke.net/2010/11/18/wer-etwas-verbirgt-ist-gefahrlich-streetview/">Text zur Verpixlungsdebatte</a> beitrug, zu folgendem <a href="https://twitter.com/Reizzentrum/status/5266848350208000">Einwurf</a> provoziert:</p>
<blockquote><p>Belege die perfide Lüge, dass MIR Polizeiüberwachung keine Kopfschmerzen bereitet!</p></blockquote>
<p>Wenngleich ich genau ihm genau das niemals unterstellen würde (dafür lese ich seine Texte schon viel zu lange und gerne), will ich dann also doch auch mal versuchen, zusätzlich zu meinen bildgestalterischen Äußerungen auch verbal darzulegen, warum ich einen viel entspannteren Umgang mit einem dieser vielen Themen wünsche, deretwegen „uns“ „die restliche Welt“ wohl wieder einmal etwas „verwundert“ „bestaunen“ dürfte.</p>
<p>Plump gesagt ist die ganze Debatte für mich vor allem eine eher absurde und völlig diffuse Gemengelage. Hier werden viel &#8220;German Angst&#8221;, eine gute Scheibe Polemik, eine Prise Kampagne (&#8221;Lex Google&#8221; &#8211; nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal übrigens, da wette ich drauf), einige (wie ich finde) grundlegende Mißverständnisse juristischer Natur, eine gute handvoll Gerechtigkeit und, das sei eingeräumt, berechtigte Sorgen um die Geschäftspraktiken eines für manchen beängstigend schnell wachsenden Weltkonzerns zu einem typisch deutschen Eintopfgericht verkocht.</p>
<p>Worum geht es eigentlich genau? <span id="more-1717"></span>Die häufigste Antwort der &#8220;Verpixler&#8221; dürfte hier pistolengeschoßartig lauten: &#8220;Um meine Privatsphäre&#8221; oder auch „um den Datenschutz“. So berechtigt beides ist und so vehement ich selbst jederzeit dafür eintreten werde: Die Straßenansicht eines Hauses ist in einer offenen Gesellschaft niemals Privatsache. Und zwar aus mehreren Gründen.</p>
<ol>
<li>Ein Gebäude ist eine Sache. Eine Sache kann niemals eine Privatsphäre besitzen, sofern sie sich nicht im (jedenfalls: bisher noch halbwegs) besonders geschützten Bereich der persönlichen Lebensgestaltung befindet.</li>
<li>Mit diesem Bereich ist in aller Regel die &#8220;Wohnung&#8221; gemeint. Zur Wohnung gehören jedoch weder die Außenmauern derselben, noch der diese eventuell umgebende Garten. Wäre das nämlich so, hätte es jahrzehntelang erbitterte Kriege um die Rechtmäßigkeit von Baugenehmigungsverfahren, Bebauungsplänen, Vorschriften für Mindestabstände, Bepflanzungsgrenzen, Heckenhöhen oder gar &#8220;ortsübliche Fassadengestaltung&#8221; gegeben.</li>
<li>Die Außenansicht der Wohnung, wie man sie von öffentlichem Straßenland aus wahrnehmen kann, kann auch deswegen nicht zur Privatsphäre gehören, weil man andernfalls jeden Passanten, der von seinem Recht der Benutzung dieser Straße Gebrauch macht, zu einem rechtswidrigen Verletzen der Privatsphäre durch versehentliches Betrachten derselben nötigte.</li>
</ol>
<p>Privatsphäre beginnt also nach hiesigem Usus hinter der Wohnungstür, aber niemals bereits auf der Straße (wenn man mal vom dort privat gesprochenen oder gar gedachten Wort absieht). Und selbst, wenn man das anders sieht, wird man &#8211; unermeßlichen Reichtum und mit diesem verbundene privilegierte Abschottungsmaßnahmen außen vor gelassen &#8211; sich den Blicken Fremder auf das Äußere Gehäuse der eigenen Privatsphäre schlichtweg niemals entziehen können. In einem – zumindest nach unserem Verständnis – freien Land kann jeder jederzeit jede Straße heimsuchen und Häuser und Vorgärten betrachten. Als dergestalt indirekt Betrachtbarer kann man das fürchten und nicht gut heißen, man wird aber dennoch damit leben müssen.</p>
<p>&#8220;Ja, aber durch Streetview kann ja nun jeder überall hin, ohne daß dies mit Aufwand verbunden wäre,&#8221; ist das meist auf diesen Einwand folgende Argument. Richtig. Auf einmal ist die Möglichkeit, sich über irgendeinen Ort (oder eben auch dessen Anwohner) ein exaktes Bild zu machen, keine Frage mehr von Privilegien. Weder benötigt man viel Freizeit, noch übermäßig viel Geld, um ganz nach Belieben überall hin zu reisen. Man muß nicht einmal mehr  einer Organisation anzugehören, die auch vor Streetview schon Bild- oder zumindest Informationsmaterial über alle nur erdenklichen Orte besessen hat, wie es beispielsweise Kredit-Scoring-Unternehmen oder Behörden tun. Das schlichte Bereitstellen einer vom eigenen Schreibtisch aus bereisbaren Welt in Bildern ist also erst mal nichts weiter als ein Schritt zur Demokratisierung (oder vielleicht: Sozialisierung?) der Weltreise. Die Vorstufe eines „Star Trek-Beamers“ für jeden womöglich.</p>
<p>&#8220;Aber so können plötzlich Einbrecher mein Haus ausforschen oder potentielle Terroristen bessere Plätze für Bomben auskundschaften.&#8221; &#8211; Ja, das stimmt. Übrigens: Sogar ohne Streetview, ja, sogar ohne Google Earth und Maps, lassen sich beinahe alle Verbrechen auch mit Hilfe des Internets und dadurch nicht selten bequemer vorbereiten. Seien es Telefonverzeichnisse oder auch nur die gesetzlich vorgeschriebenen, detaillierten Kontaktangaben, die inzwischen quasi jedem aktiven deutschen Netzbürger vorgeschrieben sind: Nie war Recherche so einfach wie heute, wie im guten, so leider auch im schlechten. Nach der Verpixelungslogik sollten wir da eigentlich verhindern, daß der kleine selbständige Versandhändler durch die (aus Verbrauchersicht sehr hilfreiche) Impressumspflicht potentielles Opfer eines Einbruchdiebstahls seiner Waren wird. Zugegeben, der Vergleich hinkt. Etwas. Aber ist es nicht schlichtweg so, daß mehr Möglichkeiten zwangsläufig und ausnahmslos zu mehr theoretischen Gefahren führen? Genau wie es mehr „Sicherheit“ niemals im Einklang mit mehr Freiheit geben kann? Das gute alte &#8220;no risk no fun&#8221;-Thema, immer wieder in neuer Gestalt? Und: Wo bleibt die Gerechtigkeit für jene, die das Pech haben, an exponierten Orten zu leben, von denen es auch ganz ohne Streetview zahllose Detailfotos oftmals unter sehr großzügigen Verbreitungslizenzen gibt? Haben die &#8220;Pech, weil sie ja auch woanders hinziehen könnten&#8221;? Oder haben die, die sich ein Haus im Grunewald oder in Blankenese, fernab jeder Sehenswürdigkeit, leisten können, &#8220;einfach rechtzeitig den richtigen Riecher&#8221; gehabt?</p>
<p>Ich persönlich glaube gar nicht, daß für die meisten &#8220;Verpixler&#8221; der Aspekt &#8220;plötzlichen sehen mein Haus nicht mehr nur die 20 Nachbarn und deren Besucher&#8221; ausschlaggebend war. Über Unternehmen, die mit ihren Kameras &#8211; ob nun gedruckt, auf DVD oder gegen Entgelt im Internet zu betrachtende &#8211; Bildserien ganzer Stadtviertel angefertigt haben, hat lange Zeit niemand auch nur ein Wort verloren. Das begann erst, als eine ansonsten intellektuell eher unauffällige bayerische Landwirtschaftsministerin eine regelrechte Hexenjagd gegen ein Unternehmen eröffnete, das nicht einmal vornehmlich aus Datenschutzgründen vielen Interessengruppen in der eigenen Klientel ein Dorn im Auge ist. Dieses Unternehmen, für manchen in einer geradezu gespenstisch kurzen Zeit zum marktbeherrschenden Giganten gereift, kommt nun daher und macht ebenfalls und ganz „ungeniert“ Bildaufnahmen. Diese wird es, soviel ist sicher, gewerblich nutzen. So, wie es auch vorher schon kein Geheimnis daraus machte, die oft genug bereitwillig von Benutzern seiner etlichen kostenlosen Dienste preisgegebenen Daten gewerblich zu nutzen. „Google“, das ist jenes suspekte Unternehmen, das der weniger im digitalen beheimatete Deutsche vor allem von den beliebten „so luxuriös arbeitet es sich im Google-Hauptqartier“-Slideshows aus dem eigenen tristen Büro-Email-Alltag kennt und mit dem er zuallererst den Begriff „Datenkrake“ assoziiert.</p>
<p>Ausschlaggebend für die plötzlich entdeckten Sorgen vor allem – aber keineswegs nur – jener, die bislang meinten, sich der neuen digitalen Welt durch schlichte Ignoranz entziehen zu können, ist also, glaube ich, weniger das „was“ als vor allem das „wer“. Und das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal zu unrecht. Nur: Genügt die unbestimmte Gewißheit, daß da „jemand suspektes etwas unheimliches zu tun scheint“, um in letzter Konsequent nach Einschränkungen der sogenannten „Panoramafreiheit“ zu schreien, die seit jeher architektur- oder milieuvernarrte Fotoamateure vor absurden rechtlichen Konsequenzen schützt? Rechtfertigt die Eventualität, daß da „irgendwann irgendwer irgendwas“ mit dem so entstehenden &#8220;Bildwissen&#8221; &#8220;anstellen&#8221; könnte, die Verstümmelung einer zunächst einmal als (siehe oben) positive, gar soziale Innovation zu bewertenden Idee? Bewegt man sich mit derart präventivtheoretischen Gedankenkonstrukten nicht auf einer Ebene mit einem Innenminister, der im Wochentakt Terrorwarnungen über „irgendwann irgendwo in diesem Land von irgendwem geplante konkrete Gefahren“ schwadroniert und damit insgeheim ganz andere Ziele <del>bevorraten</del>befördern will?</p>
<p>Wo blieb und bleibt eigentlich der Aufschrei jener selbsternannten Fassadenschützer, die sich vor der „Datenkrake Google“ fürchten, sich aber wohlig beschützt fühlen, wenn sie beispielsweise beim wochenendabendlichen Düsseldorfer Altstadtbummel auf Schritt und Tritt und von einer Kneipe bis zur nächsten durch „Videokameras für Ihre Sicherheit“ überwacht werden oder für eine Eintrittskarte zum nächsten Fußballspiel schon im Vorfeld eine Personalausweiskopie nebst handgeschriebener Bewerbung und demnächst noch einer Speichelprobe einreichen müssen? Warum protestieren binnen wenigen Wochen hunderttausende gegen ein Foto der Behausung, in der die meisten von ihnen nicht mal ein Hundertstel der darin lebenden Menschen stellen? Warum gehen aber selten mehr als 20.000 gleichzeitig gegen Vorratsdatenspeicherung, „elektronische Entgeltnachweise“ inklusive Streikteilnahmeerfassung, gegen RFID-Ausweise und elektronische Krankenkarten, gegen immer dreistere Freiheitseinschränkungen und immer unverschämteren Sozialraub und Vermögensumverteilung auf die Straße – alles Dinge, die Privatsphäre, Grundrechte und den Schutz der persönlichen Daten weit mehr gefährden als jedes Streetview dieser Welt?</p>
<p>Die Antworten sind, fürchte ich, ernüchternd: Der Deutsche Kleinbürger hatte hier einmal die schöne Gelegenheit, „es“ irgendeinem „Großen“ zu „zeigen“ und die eigene Angst vor dem Unbekannten zu kultivieren. Die Politik hatte ein weiteres Sommerthema und eine Projektionsfläche, um von eigenen Schurkereien abzulenken. Und Google kann es herzlich egal sein, wer sich über wen aufregt, da man selbst wenig verliert, aber im Idealfall Sympathien gewinnen kann – zumal im Eifer des medialen Gefechts kaum jemand auf den vorauseilenden Gehorsam aufmerksam machte, mit dem die Verpixelung genau so widerspruchslos in eigener Initiative angeboten wurde, wie man seit Jahren in einvernehmlicher und unauffälliger Zusammenarbeit mit den Zensursystemen aller „Rechtsstaaten“ der Welt Suchergebnisse so „filtert“, wie es dem jeweiligen Regime gerade gefällt. Ob dessen Führer nun einen Hosenanzug oder einen Mao-Kragen trägt.</p>
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		<title>Schwäbische Bananen</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 15:35:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;sind im Grunde wie alle Bananen. Erst sehen sie grün aus:

Und dann werden sie gelb:

Die dritte und endgültige Reifestufe ist bekanntlich&#8230; ach, genug Farbenzauber für heute. Aber mal ehrlich &#8211; welches Bild sieht authentischer aus?
(Inspiriert durch eigene Erfahrungen mit der und vor allem durch etliche Artikel von Uwe Ness über die &#8220;Grüne Partei&#8221; wie zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;sind im Grunde wie alle Bananen. Erst sehen sie grün aus:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/Cem_Özdemir1.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/Cem_Özdemir1-300x225.jpg" alt="Cem Özdemir steht vor einer grünen Deko und hält eine Rede zu einem Parteitag der &quot;Grünen&quot;" title="" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-1669 blackborder" /></a></p>
<p>Und dann werden sie gelb:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/ödp.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/dp-300x225.jpg" alt="Cem Özdemir steht vor einer blaugelben Deko. Im Hintergrund ein Schriftzug &quot;ÖDP - Öz Demir Partei&quot; sowie im Vordergrund: &quot;Politik muss realistisch werden&quot;" title="" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-1670 blackborder" /></a></p>
<p>Die dritte und endgültige Reifestufe ist bekanntlich&#8230; ach, genug Farbenzauber für heute. Aber mal ehrlich &#8211; welches Bild sieht authentischer aus?</p>
<p>(Inspiriert durch eigene Erfahrungen mit der und vor allem durch etliche Artikel von <a href="http://www.uweness.eu">Uwe Ness</a> über die &#8220;Grüne Partei&#8221; <a href="http://www.uweness.eu/pageID_9556928.html">wie zum Beispiel diesen</a>, sowie eine schon aufgrund ihrer Perspektive höchst <a href="http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=9661&#038;Itemid=1">interessanten Serie</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jutta_Ditfurth">Jutta Ditfurth</a>, die schon vor Jahren und wohl mangels Interesses politischerer Blätter in der &#8220;Neuen Revue&#8221; erschien.)</p>
<p><small>Bildmaterial: <a href="http://www.flickr.com/photos/gruene_bawue/">Grüne Baden-Württemberg</a> (<a href="http://www.flickr.com/photos/32587190@N04/4122907186">Quelle</a>), lizenziert unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a>.</small></p>
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		<title>Scheingut</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/02/scheingut/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 21:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut deutscher Wikipedia ist ein Gutschein 
ein Dokument, das einen Anspruch auf eine Leistung repräsentiert bzw. dokumentiert.
In meinem persönlichen Empfinden, das selbstverständlich vollkommen objektiv, wert- und rechtsneutral ist, teilt man einen Gutschein dann aus, wenn man jemandem entweder aus purer (wenngleich meist kalkulierter) Nettigkeit oder aber aufgrund einer vorher erbrachten &#8211; wahlweise finanziellen oder sonstwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gutschein">Laut deutscher Wikipedia</a> ist ein Gutschein </p>
<blockquote><p>ein Dokument, das einen Anspruch auf eine Leistung repräsentiert bzw. dokumentiert.</p></blockquote>
<p>In meinem persönlichen Empfinden, das selbstverständlich vollkommen objektiv, wert- und rechtsneutral ist, teilt man einen Gutschein dann aus, wenn man jemandem entweder aus purer (wenngleich meist kalkulierter) Nettigkeit oder aber aufgrund einer vorher erbrachten &#8211; wahlweise finanziellen oder sonstwie werthaltigen &#8211; Gegenleistung sein Anrecht auf eine entsprechende Rückvergütung nachweisbar dokumentieren möchte. Wer von uns würde mit dem Begriff &#8220;Gutschein&#8221; nicht sofort das assoziieren, was schon das Wort selbst verspricht, nämlich irgendein &#8220;Gut&#8221; (singular von &#8220;Güter&#8221;!), das es im Tausch gegen ebendiesen Schein gibt?</p>
<p>Leider ist all das nichts als graue Erinnerungstheorie vergangenheitsverklärender Gutmenschen wie ich einer bin. In der Realität des freien Marktes haben nicht nur unseriöse drittklassige Pizzabäckereien aus Kurfürstendammnebenstraßennebenstraßen das Wort mit &#8220;2 für 1&#8243;-Gutscheinen, die eigentlich &#8220;Rabattmarken&#8221; heißen müßten, ins Lächerliche überführt. Auch weltweit franchisegebende Bulettenbrötchenverteilstationen haben dies längst zum Usus aufgewertet. Und auch ein globale Ansprüche erhebender (und befriedigender) Handelskonzern wie der, den einst ein Herr Beisheim in schnöden Betonhallen nach oben päppelte, entblödet sich nicht, &#8220;Gutscheine&#8221; über &#8220;10 Euro&#8221; auszugeben,</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/metrogutschein.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/metrogutschein-300x128.jpg" alt="Ein &quot;Gutschein&quot; aus der Metro: Gültig bei Einkäufen ab 50 Euro, nur für bestimmte Artikel, nur bis zu einem bestimmten Datum" title="" width="300" height="128" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1654" /></a></p>
<p>die natürlich nur gültig sind</p>
<ul>
<li>bei einem Einkauf von mindestensd 50 Euro,</li>
<li>aus zuvor festgelegten Warengruppen (&#8221;20% auf alles außer Tiernahrung, Kraftfahrzeuge, Fußnagelscheren, Streichhölzer und Vaginalsekretabsorptionsprodukte&#8221;),</li>
<li>bis zum vorletzten Mittwoch.</li>
</ul>
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		<title>Wir lieben, äh, Ihr Bargeld</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 11:29:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
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		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn ich beim Besuch eines jener todschicken und bisweilen an, pardon, rein von der Dimension Speers Germania-Planungen nicht gänzlich unverwandten Edeka-E-Center durch viel zu lautes und obendrein permanent von penetranten Produktwerbespots unterbrochenes &#8220;Einkaufsradio&#8221;-Gedudel zusätzlich an der ohnehin durch das verwirrend gestaltete und (viel zu) umfangreiche Sortiment bereits gestörten plangemäßen und zielstrebigen Durchführung eines Einkaufs vorsätzlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich beim Besuch eines jener todschicken und bisweilen an, pardon, rein von der Dimension Speers Germania-Planungen nicht gänzlich unverwandten Edeka-E-Center durch viel zu lautes und obendrein permanent von penetranten Produktwerbespots unterbrochenes &#8220;Einkaufsradio&#8221;-Gedudel zusätzlich an der ohnehin durch das verwirrend gestaltete und (viel zu) umfangreiche Sortiment bereits gestörten plangemäßen und zielstrebigen Durchführung eines Einkaufs vorsätzlich gehindert werde, nur, um an der Kasse angesichts &#8220;leider defekter&#8221; EC-Karten-Zahlterminals und der grundsätzlichen Nichtakzeptanz von Kreditkarten (die man, ja, auch heute noch!, im Bedarfsfall ganz legal mittels der altbewährten mechanischen Ritsch-Ratsch-Apparate entgegennehmen könnte, wenn man nicht zu geizig für die Provisionen an Visa &#038; Co. wäre) von der bemitleidenswerten studentischen Aushilfe um mein eigentlich für wichtigere Dinge zurückbehaltenes letztes Bargeld angegangen werde, um von demselben attraktiven Fräulein letztlich &#8211; natürlich nicht persönlich und auch nur auf Anweisung &#8211; wegen der Grundannahme, daß Kunden grundsätzlich und in gelebter Demonstration der beliebten Kostenloskultur des Internetzeitalters Plastik-Einkaufskörbchen mit Nach Hause nehmen, eben dieses Körbchen für den nicht mal 20 Meter weiten Weg zum Kraftwagen verweigert zu bekommen, dann weiß ich eines mit Sicherheit: <em>Wir lieben Lebensmittel</em> habt Ihr Euch nur deshalb als (in der Regel im Anschluß an einen rasend kecken, frechen, witzigen Werbclip vogetragenen) Slogan ausgewählt, weil <em>wir lieben Kunden (und vertrauen ihnen)</em> noch weniger der Wahrheit entsprochen hätte. </p>
<p>Wenn Ihr jetzt noch in der Werbung tut, was an der Kasse sowieso geschieht, nämlich &#8220;Lebensmittel&#8221; gegen &#8220;Bargeld&#8221; tauscht, komme ich vielleicht einfach aufgrund dieser eklatanten Ehrlichkeit doch noch mal wieder. Bis dahin: Nicht.</p>
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		<title>Bitte nicht spiegeln!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 22:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[BILD]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten &#8220;jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot&#8221; bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei. 

Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten &#8220;jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot&#8221; bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei. </p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/IMAG0003.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/IMAG0003-300x200.jpg" alt="Bildhinweise zur überwachungsstaatskonformen Pose (nebst schlechten Beispielen), die im Fotoautomaten einzunehmen sei" title="" width="300" height="200" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1548" /></a></p>
<p>Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient der verzweifelten und ideralerweise häufig genug durchgeführten entgeltlichen Wiederholungsfotografie.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die große Unbekannte</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 11:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frühkonfus]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelle Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), &#8220;die meisten Deutschen&#8221; gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), &#8220;die meisten Deutschen&#8221; gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß die gesetzlich vorgeschriebene (natürlich arbeitnehmereigenverantwortliche) kapitalgedeckte Ergänzung der alternativlosen Rente mit 77 ebenso alternativlos ist wie die Senkung der &#8220;Lohnnebenkosten&#8221; (damit Arbeitgeber nicht ins Ausland abwandern!!1!11).</p>
<p>Von einer so schlauen Sippe wüßte man (oder wenigstens ich) zu gerne mal, wie sie eigentlich aussieht. Wie sie mit Vor- (oder Nach-)namen heißt. Wo sie wohnt, was sie gelernt hat und vor allem: Wer ihr das tägliche Brot (im wahrsten Wortsinn) schmiert. Aber nein &#8211; da nehmen es jene, die sie zitieren, mit dem Persönlichkeitsrecht und dem Datenschutz gerne sehr genau. &#8220;Gemäß einer Studie&#8221;, heißt es stets in bedeutungsvoller Mystik, &#8220;eine Studie hat jetzt herausgefunden&#8221;, &#8220;das ist die Erkenntnis einer brandneuen Studie&#8221;. Bisweilen treten immerhin kleine zusätzliche Hinweise ans Licht: &#8220;Eine wissenschaftliche Studie&#8221; manchmal, oder auch &#8220;eine britische Studie&#8221;. </p>
<p>Auch kommen diese Studien nicht immer allein, sondern lassen sich von &#8220;Experten&#8221; begleiten: &#8220;Wirtschaftsexperten&#8221; mahnen beispielsweise gerne angesichts &#8220;dramatischer Studien&#8221; zu &#8220;radikalen Reformen&#8221; und &#8220;Sachverständige&#8221; attestieren Studien zu gerne ihre Substanz. Natürlich sind diese Begleiter &#8211; die übrigens auch gern allein auftreten und dann selbst die Rolle der Studien übernehmen &#8211; ebenfalls sehr auf ihre Privatsphäre bedacht: Entweder heißen sie &#8220;die Wirtschaftswaisen&#8221; (die armen kleinen!), &#8220;ein Wirtschaftsexperte&#8221; oder &#8220;das Sachverständigengremium&#8221;, oder aber sie halten sich wenigstens vornehm zurück und verzichten darauf, damit zu protzen, worauf sich ihr Titel denn gründet (oder wem sie ihn &#8211; und beispielsweise die letzte Urlaubsreise &#8211; verdanken).</p>
<p>Diese Experten und ihre Studien sind in unseren Volksempfängern inzwischen fast präsenter als die obligatorischen &#8220;Promi-News&#8221;. Ich bin gespannt, wann Dieter Bohlen und Bertelsmann-TV stellvertretend für Deutschland gemeinsam &#8220;die Superstudie&#8221; suchen. Vielleicht bewerbe ich mich dann sogar mal, da muß man schließlich nicht tanzen oder singen können und nicht mal aussehen. Sondern&#8230; ja, was eigentlich?</p>
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