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	<title>DavidBLN.de &#187; Lobby</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Frag den Frosch</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 12:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bekanntlich soll man genau dieses nicht tun, wenn es darum geht, Sümpfe trockenzulegen. Gut, nun ist im allgemeinen politischen Sinne gegen solche Vorhaben selten etwas einzuwenden, aber das zugrundeliegende Prinzip ist leider von universeller Gültigkeit.
Gegen den Wiederaufbau einer Vorort-S-Bahn-Strecke, was sollte da sprechen? Nun, auch ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist eben immer eine Frage der Perspektive. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntlich soll man genau dieses nicht tun, wenn es darum geht, Sümpfe trockenzulegen. Gut, nun ist im allgemeinen politischen Sinne gegen solche Vorhaben selten etwas einzuwenden, aber das zugrundeliegende Prinzip ist leider von universeller Gültigkeit.</p>
<p>Gegen den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Potsdam-Magdeburger_Eisenbahn#Der_geplante_Wiederaufbau_der_Stammbahn">Wiederaufbau einer Vorort-S-Bahn-Strecke</a>, was sollte da sprechen? Nun, auch ein umweltfreundliches Verkehrsmittel ist eben immer eine Frage der Perspektive. Im Falle der mittlerweile wohl durchweg besservedienenden Bewohner des angenehm hauptstadtnahen Örtchens Kleinmachnow bei Berlin-Zehlendorf ist diese Perspektive eindeutig die des Weltuntergangs, der ruhig überall stattfinden kann, Hauptsache nicht im eigenen Vorgarten.<span id="more-2110"></span></p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0067.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0067-600x398.jpg" alt="Anwohner protestieren gegen die seit jeher vor ihrer Haustür verlaufende S-Bahntrasse der &quot;Stammbahn&quot; im Südwesten Berlins" title="" width="600" height="398" class="blackborder size-medium wp-image-2111" /></a></p>
<p>Der Vorgarten ist in diesem Fall eine etwa 15 Meter breite ehemalige Eisenbahntrasse, die, wie das ungenutzte Eisenbahntrassen so an sich haben, in den letzten 30 Jahren vom ringsum ansonsten reichlich vorhanden Baum- und Buschbewuchs zurückerobert wurde. In manchen Fällen waren es auch nur 20 Jahre, denn dort bestand die unberührte Natur bis 1990 vor allem aus Selbstschußanlagen und Minenstreifen, für die man nach der Gleisdemontage den praktischen Damm genutzt hatte.</p>
<p>Und mal ehrlich: Wozu soll so eine Bahn auch gut sein? Man selbst muß nicht ins Grüne fahren (man ist ja schon dort), und daß mit solchen Zügen weniger betuchte Großstädter anreisen, die einem das &#8220;eigene&#8221; gründe Rundherum wegzunehmen trachten: Wer will das schon? Man selbst fährt, wenn man denn zum Einkaufen schon mal in die stickige Stadt hinein muß, natürlich mit dem Auto. Stilvoll, leise und umweltfreundlich. Zumal sich Straßen außerdem auch viel harmonischer und natürlicher in jedes Landschaftsbild einfügen.</p>
<p>Aber immerhin, der Berliner Zonenrandbewohner steht mit seiner Haltung nicht allein da. Wie man am inzwischen historischen Beispiel der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_84">nie realisierten</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_86">Schwarzwaldquerautobahnen</a> im Allgemeinen und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/A81#Verlauf">A81 zwischen Leonberg und Gärtringen mit ihrer notorisch überlasteten Ersatzführung</a> im Besonderen erkennen kann. Ein paar hundert Hausbesitzer, die ihren Baugrund dank der seit Jahrzehnten bekannten geplanten Trassenführung &#8220;günschtig&#8221; erwarben, steigerten den Wert ihres Baugrunds mit Hilfe einiger Lurche und Molche und haben den Verkehrslärm, der eigentlich ihnen zugedacht war, erfolgreich an die Bewohner Böblingens und Sindelfingens abgeschoben. Heute jammern sie, weil sie selbst nicht mehr so recht vom idyllischen Fleck wegkommen &#8211; doch nun gibt es kein Geld mehr (und das ist auch das einzig richtige an der ganzen Sache). Dieses Beispiel war zugleich wegweisend für weitere umstrittene Projekte, wie etwa den ebenfalls seit fast 50 Jahren geplanten Berliner Stadtring Südost, der zu Lasten einiger tausend Kiezromantiker zehnmal so vielen Innenstadtbewohnern einiges an Abgasen abnehmen könnte, aber trotz inzwischen positiv beschlossenem Planungsverfahren mit Rücksicht auf politisches Kalkül im Hinblick auf Abgeordnetenhauswahlen abermals in Frage gestellt ist.</p>
<p>Und während sich über die Sinnhaftigkeit von Autobahnen und Straßen allgemein zugegeben leidenschaftlich diskutieren läßt, ist es schon ein echtes mentales Armutszeugnis, wenn man, wie im Fall der sogenannten Cheruskerkurve (ein kriegsbedingt eingeschlafenes, aber durch die Planungen zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nord-Süd-Tunnel#Planungen_und_Erweiterungen_.28S21.29">S21</a> wieder in die Diskussion geratenes Stück Innenstadt-S-Bahn) die &#8220;Natur&#8221; vorschiebt, die dort in Gestalt eines aus dem ursprünglichen Wildbewuchs herausgearbeiteten künstlich angelegten Stadtparks existiert, nur, um damit die eigenen Interessen (hier: möglichst naher Ort zum Ausführen des in der Stadtwohnung naturgerecht gehaltenen Hundes) totschlagargumentativ über allgemeine Interessen zu stellen. </p>
<p>Je mehr ich mich mit Verkehrs(planungs)geschichte auseinandersetze, umso mehr drängt sich mir der ungemütliche Eindruck auf, daß sich hier eine (weitere) echte Fehlkonstruktion unserer politischen Entscheidungsvorgänge zeigt. Ich weiß nicht, welcher Weg (landesweite Volksabstimmung oder &#8220;basta!&#8221;) hier zielführender wäre. Ich bilde mir nur ein, zu verstehen, daß die aktuelle Methode &#8211; vor allem jenen Gehör zu schenken, die auf den Erhalt individueller, oft nur aus Provisorien zufällig und von vornherein befristet erwachsener Privilegien pochen und so der Allgemeinheit nützliche Entwicklungsplanungen oft erfolgreich verhindern &#8211; niemals zu einer insgesamt vorteilhaften und weitsichtigen Entwicklung einer Stadt oder eines Landes beitragen kann. </p>
<p>Und wenn ich dann noch sehe, wie etwa im Falle des Rheinischen Braunkohlentagebaus aufgrund eines behaupteten öffentlichen Interesses an gesicherter Energieversorgung, das für mich eher nach gesicherter Renditeversorgung von Unternehmenseignern und &#8220;verdienstvollen politischen Entscheidungsträgern&#8221; aussieht, im Handstreich und mit eiserner Hand ganze Ortschaften gegen den vehementesten Protest der Bewohner abgebaggert werden können, während Infrastrukturprojekte mit oft allgemeinem Langzeitnutzen zwischen den Protestmühlen zerrieben werden, bleibe ich wirklich ratlos zurück.</p>
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		<title>&#8220;Lieber wenig ändern als gar nichts&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 09:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gehöre zu den Menschen, die nichts von &#8220;Kompromissen&#8221; halten. Wann immer ich aus dem Munde eines (Partei-)Politikers Wörter wie &#8220;Kompromißformel&#8221;, &#8220;Konsensbeschluß&#8221; oder auch &#8220;Handlungsfähigbleiben&#8221; höre (ein nerviger sauerländischer &#8220;Sozialdemokrat&#8221; hatte das Synonym von der Opposition, die Mist sei und der inzwischen &#8220;erfolgreiche&#8221; &#8220;realpolitische Flügel&#8221; einer angeblichen Umwelt- und Anti-Atompartei betet seit 20 Jahren vor, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehöre zu den Menschen, die nichts von &#8220;Kompromissen&#8221; halten. Wann immer ich aus dem Munde eines (Partei-)Politikers Wörter wie &#8220;Kompromißformel&#8221;, &#8220;Konsensbeschluß&#8221; oder auch &#8220;Handlungsfähigbleiben&#8221; höre (ein nerviger sauerländischer &#8220;Sozialdemokrat&#8221; hatte das Synonym von der Opposition, die Mist sei und der inzwischen &#8220;erfolgreiche&#8221; &#8220;realpolitische Flügel&#8221; einer angeblichen Umwelt- und Anti-Atompartei betet seit 20 Jahren vor, daß man sich lächerlich mache, wenn man &#8220;unrealistische&#8221; Forderungen stelle und so niemals regieren können würde). </p>
<p>Ich möchte aber hier das wahre Gesicht politischer &#8220;Kompromißbereitschaft&#8221; gar nicht näher beleuchten. Ich glaube, ich muß das auch gar nicht. Ich kann euch nämlich einfach ein Video einbetten, das in wunderbarer Weise zeigt, wo man endet, wenn man sich erst einmal brav auf den Weg des Kompromistes begeben hat. </p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/VC9ZUqA0WsI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Aufmerksamen unter Euch haben schnell gemerkt: Hier geht es nicht um den &#8220;WWF&#8221;. Hier geht es auch nicht um ein bißchen Regenwaldretten. In diesem seltenen Moment entwaffnender politischer Ehrlichkeit zeigt eine (wie ich finde: bedauernswerte und aufgrund dieses fundamentalen &#8220;Kommunikations-Desasters&#8221; sicher auch bald &#8220;untragbare&#8221; und deshalb arbeitslose) Person schlicht und einfach, wie unsere moderne, westliche, globalisierte, vorbildliche, fortschrittliche, überlegene (usw.) Welt politisch funktioniert. Wer im &#8220;Diskurs&#8221; zwischen &#8220;Wirtschaftsinteressen&#8221; und &#8220;sonstigem&#8221; die Hosen an hat. Wer in dieser zum Selbstbedienungsrestaurant verkommenen Welt Koch und wer Kellner ist.</p>
<p>Und ja, die Frau hat auch Recht: Wären Leute wie sie nicht als Feigenblatt dort, wäre &#8220;alles noch schlimmer&#8221;. Falls das denn geht. Und das liegt daran, daß wir immer noch nicht kapiert haben, daß die Welt nicht wie ein Zeitschriftenabonnement funktioniert, das man einmal bestellt und das einen dann für eine Laufzeit von vier Jahren mit den gewünschten und bestellten Inhalten beliefert, bis man wieder mal ein anderes bestellt. Diese unsere Demokratie, von der ich uns allen unterstelle, daß wir sie vor allem deshalb loben, weil sie so bequem ist wie eben ein Zeitschriftenabo oder ein Handyvertrag, funktioniert genau so, wie die Frau in dem Video das beispielhaft aufzeigt.</p>
<p>Ich möchte nur, daß ihr darüber mal gründlich nachdenkt.</p>
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		<title>Vom Neinsagen</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/04/17/vom-neinsagen/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 12:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin ja ein großer Anhänger Wilhelm Buschs und seiner Werke, womit ich nicht nur seine &#8220;Comics&#8221; meine. Nur wenige Dichter der jüngeren deutschen Geschichte verstanden es meiner Meinung nach, derart trocken und oft erst auf den zweiten Blick das Wesen &#8220;des Deutschen an sich&#8221; am Beispiel seiner selbst vorzuführen. Zu gerne läse ich zeitgenössische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja ein großer Anhänger Wilhelm Buschs und seiner Werke, womit ich nicht nur seine &#8220;Comics&#8221; meine. Nur wenige Dichter der jüngeren deutschen Geschichte verstanden es meiner Meinung nach, derart trocken und oft erst auf den zweiten Blick das Wesen &#8220;des Deutschen an sich&#8221; am Beispiel seiner selbst vorzuführen. Zu gerne läse ich zeitgenössische Texte des Künstlers, die er unserer Gegenwart aus eigener Beobachtung gewidmet hätte, den der gefühlte Zyklus aus Aktion und vermeintlich obligatorischer Reaktion wird ja doch immer kürzer, oder umgangssprachlich: Inzwischen treibt man ja mehrmals täglich ganze Sauenkolonnen durch Dörfer (und Hauptstädte).</p>
<p>Aktuell wird &#8220;in der Netzgemeinde&#8221; wieder einmal innbrünstig um, naja: Nicht unbedingt eine Herde Borstentiere, aber gewiß einen Sack Reis getanzt<span id="more-1866"></span>, den irgendjemand ungefragt und ohne Bestellung irgendwoher geholt und, anläßlich einer (seiner) kommerziellen Veranstaltung, jener &#8220;Gemeinde&#8221; hingeworfen hat. Vielleicht aus eigennützigem unternehmerischem Antrieb, vielleicht aus ehrlich guter Absicht gegenüber einer unstrittig zu verbessernden Welt, vielleicht auch, um das angenehme Eine mit dem nützlichen Anderen zu verbinden. Nichts genaues reis man nicht. </p>
<p>Anlässe wie der hier als Aufhänger genannte digitale Getreidebeutel und insbesondere der nachfolgende Tanz um denselben zeigen jedoch ein grundsätzliches Problem &#8220;moderner, westlicher Konsensdemokratien&#8221; auf. Von den insgesamt drei grundlegenden Möglichkeiten nämlich, auf den Reissack und dessen Hinwerfer zu reagieren, sind mittlerweile nur mehr zwei allgemein akzeptiert. Zum einen die demütige Variante, nach der man für das Geschenk dankbar zu sein hat, und zwar &#8211; so wird es ja schon im nicht mal immer kirchlichen Kindergarten gelehrt &#8211; obwohl man überhaupt keinen Reis mag. Und zum anderen die &#8220;konstruktive&#8221;: Man will den Reissack zwar nicht, da der &#8220;aber nunmal&#8221; da ist und folglich irgendwo hin &#8220;muß&#8221;, hat man sich Gedanken darüber zu machen, wie man im weiteren mit dem Gebinde verfährt. </p>
<p>Die dritte Möglichkeit ist indes nicht Ignoranz, denn die wird zur &#8220;konkludenten Zustimmung&#8221;, hier: zur demütigen Annahme umgedeutet. Nein, die (allgemein geächtete!) dritte Möglichkeit besteht in dem eigentlich natürlichsten Reflex eines jeden, der mit ungeliebtem konfrontiert wird und lautet: Den Sack umgehend zu packen und seinem Werfer zurück vor die eigenen Füße zu schleudern um jenem somit zu verdeutlichen, daß er seine Körner bitte bei sich zuhause abstellen und/oder mit jemand anderem fressen möge. Wer dies dann noch zu tun wagt, ohne sich womöglich auch nur ansatzweise zu erklären oder gar zu entschuldigen, ist selbstverständlich reif für den soziologischen Scheiterhaufen. Gilt als nicht diskussionsfähig. Als Fundamentaloppositioneller, Nörgler, Querulant. &#8220;Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht&#8221; gilt demenstsprechend längst nicht mehr als Ausdruck überlebenssichernder Vorsicht, sondern als Stigma von &#8220;Innovationsverweigerern&#8221; und &#8220;Fortschrittsfeinden&#8221;.</p>
<p>In Fällen, da der aktuelle Reissack vom Werfer selbst als alternativlose alttestamentarische (&#8221;Auge um Auge, Sack um Sack&#8221;) Gleichgewichtskomponente deklariert wird, wird dies gerne noch mit dem Hinweis auf &#8220;die Anderen&#8221;, die man schließlich nicht unerwidert Säcke werfen lassen könne, gewürzt, ganz so, als könne man sich vor Säcken vor allem mit Säcken schützen. Ja, die Ächtung des dritten, des schlicht ablehnenden Weges wird fast immer damit begründet, daß es schließlich besser sei, &#8220;irgendwas&#8221; zu tun als &#8220;gar nichts&#8221;.</p>
<p>Nur: Ist das wirklich so? Begegnet man Atomraketen am besten mit Atomraketen? Schlägen mit Schlägen? Sollte man einen fremden Scheißehaufen im Vorgarten am besten mit dem nicht so fremden eigenen überdecken? Sollten wir, bevor die USA und China aus wirtschaftlichen Interessen die Atmosphäre mit Treibhausgasen vergiften, beiden besser zuvorkommen und es selbst tun und die Früchte des Aufschwungs genießen, bis uns die Luft wegbleibt? Sollten wir, um zum oben genannten Aufhänger zurückzukommen, der von professionellen Lobbyisten verseuchten und mit Strukturen aus vorkaiserlichen Zeiten verkrusteten politischen Realität am besten durch Anpassung an ihre seit jeher geübten Gepflogenheiten begegnen und unsererseits lobbyistische Reissäcke werfen? Muß man wirklich auf jeden Furz des Gegenübers mit einer eigenen Blähung reagieren?</p>
<p>Womit ich, um den Aufsatz abzukürzen, auf den eingangs erwähnten Meister der deutschen Verslyrik zurückkomme: </p>
<blockquote><p>Das Gute &#8211; dieser Satz steht fest &#8211; ist stets das Böse, was man läßt.</p></blockquote>
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		<title>Grün vor Mitleid</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/01/16/grun-vor-mitleid/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 17:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gib&#8217;s zu. In Wirklichkeit hältst du die Grünen immer noch für die Partei der guten Sache, nicht nur für Pflanzen und Tiere sondern auch und ganz im Geiste ihrer dezent progressiv angehauchten Anfangsjahre, also für irgendwie &#8220;sozial&#8221;, empathisch und eben halt: Menschlich. 
Klar: Diese Sache mit Özdemir und seinen Flugmeilen oder des &#8220;schwäbischen Integrationsvorzeigetürken&#8221; individueller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gib&#8217;s zu. In Wirklichkeit hältst du die Grünen immer noch für die Partei der guten Sache, nicht nur für Pflanzen und Tiere sondern auch und ganz im Geiste ihrer dezent progressiv angehauchten Anfangsjahre, also für irgendwie &#8220;sozial&#8221;, empathisch und eben halt: Menschlich. <span id="more-1800"></span></p>
<p>Klar: Diese Sache mit <a href="http://www.google.com/search?q=%C3%B6zdemir+bonusmeilen">Özdemir und seinen Flugmeilen</a> oder <a href="http://www.google.com/search?hl=de&#038;q=%C3%B6zdemir+hunzinger">des &#8220;schwäbischen Integrationsvorzeigetürken&#8221; individueller Kreditsituation</a>, der leider dem harten Berufspolitikeralltag einschließlich seiner schillernden Welt in <a href="http://www.welt.de/multimedia/archive/01260/oezdemir_02_werbun_1260527s.jpg">Samt und Seide</a> nicht nur auf den Leim ging, sondern sich dabei vor allem viel zu dämlich anstellte (&#8221;ich war naiv&#8221;). Ein Einzelfall. </p>
<p>Genau wie die fragwürdige <a href="http://www.google.com/search?hl=de&#038;q=rezzo+schlauch+enbw">Karriere eines Rezzo Schlauch</a>, der erst in der selbsternannten Anti-Atom-Partei den realistischen Vordenker gab und nun seinen Lebensunterhalt bei einem Vorzeigebetrieb umweltfreundlicher Kernenergie bestreitet, die er freilich weiterhin ablehnt. Sachzwang sozusagen &#8211; wer will dem Mann da gram sein.</p>
<p>Oder wie der Einzelfall Berninger. &#8220;Bernie&#8221;, wie ihn unter anderen seine Ziehmutter, die Berliner Spitzenkandidatin (und, wie man munkelt, private Kanzlerinnenfreundin) Renate Künast liebevoll nannte, war einst im von ihr geleiteten &#8220;Verbraucherschutzministerium&#8221; als Staatssekretär tätig, wo er sich sicher schon damals mit Nachdruck für das <a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/ernaehrung/dok/344/344463.lobby_verhindert_ampelkennzeichnung_fuer.html">grüne Vorzeigethema &#8220;Ampelkennzeichnung&#8221;</a> einsetzen durfte. Ein Thema, mit dem er als <a href="http://www.google.com/search?q=matthias+berninger+mars">&#8220;Head of public policy&#8221; bei Mars</a> (das sind die mit den gesunden Schokoriegeln) sicher auch zu tun hat und bei dem er beweisen kann, daß man als moderner und realistischer Mensch stets für verschiedene Sichtweisen offen sein kann (oder muß, wenn&#8217;s um den Taler geht).</p>
<p>Oder wie Margareta Wolf. Die den wasserdichten und knallharten &#8220;Atomausstieg&#8221; miterfand und deren heroischer Kampf den Gegner so sehr beeindruckte, daß er sie vor lauter Ehrfurcht mit einem gut dotierten PR-Job ehrte (stand in der Onlineausgabe einer Zeitung aus Frankfurt, die nicht verlinkt werden möchte und sollte). Natürlich ein Einzelfall &#8211; Herr Trittin empört sich zurecht, auch, wenn er zwischendurch selbst mal kurz der Meinung war, daß man <a href="http://www.rainersche-post.de/wirtschaft/trittin-castor-transporte-sind-notwendig.php">gegen Castortransporte nicht demonstrieren</a> sollte.</p>
<p>Oder wie Gunda Röstel. Die ist als ehemalige Anti-Atompartei-Sprecherin <a href="http://www.google.com/search?q=gunda+r%C3%B6stel+eon">bei ihrem neuen Arbeitgeber Eon</a> zwar nicht so direkt für dessen Haupteinnahmequelle zuständig, kümmert sich dafür aber darum, daß das von den Grünen gerne zitierte Grundrecht auf sauberes Trinkwasser künftig auch wirklich jeder in Anspruch nehmen kann (wenn auch vielleicht nicht unbedingt gratis, aber das wird &#8220;der Markt&#8221; schon zum Wohle aller regeln).</p>
<p>&#8220;Klar&#8221;, denkst Du jetzt. &#8220;Er könnte jetzt noch ein paar dutzend Beispiele bringen. Aber so ist das nunmal in der Politik. Je höher man steigt, desto dünner wird die Luft und woanders isses ja noch viel schlimmer.&#8221; Das stimmt. Und viel wichtiger ist doch auch, was Politik vor Ort tut. Direkt am Menschen. Ganz nah dran am kleinen Mann, richtig? Richtig:</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/brpjnbx9_dQ?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/brpjnbx9_dQ?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Nachtgedanken</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 17:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte gerne, daß diesen Film möglichst vielen Leute sehen. Alle, die denken, jeder außer ihnen selbst sei faul. Jeder, der meint, es wäre richtig, daß man nur dann essen dürfe, wenn man bereit sei, unter Zwang auch noch die widerwärtigste Aufgabe zu erledigen. Jeder, der meint, es wäre gottgegeben, selbst zur privilegierten Elite zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte gerne, daß diesen Film möglichst vielen Leute sehen. Alle, die denken, jeder außer ihnen selbst sei faul. Jeder, der meint, es wäre richtig, daß man nur dann essen dürfe, wenn man bereit sei, unter Zwang auch noch die widerwärtigste Aufgabe zu erledigen. Jeder, der meint, es wäre gottgegeben, selbst zur privilegierten Elite zu gehören, während andere einfach selbst schuld seien, das nicht zu tun. Deshalb verlinke ich ihn hier:</p>
<p><a href="http://www.nuoviso.tv/wirtschaft/das-grundeinkommen.html">http://www.nuoviso.tv/wirtschaft/das-grundeinkommen.html</a></p>
<p>Indes: Ich bin mir &#8211; leider! und: noch weniger gerne!! &#8211; ziemlich sicher, daß eine visionäre, ja: revolutionäre Idee wie das bedingungslose Grundeinkommen entweder nicht zu meinen Lebzeiten oder aber nicht ohne den Preis einer mindestens anstrengenden, befürchtenswerterweise gar blutbehafteten gesellschaftlichen Veränderung zur Realität werden wird. Viel zu gefährlich ist sie all jenen, die genau von ihrer bisherigen Nichtexistenz, vom Unterdrücken, vom Arbeitszwang, vom Lohndruck, vom Aufhetzen derer am unteren Rand gegen die ganz unten profitieren. Denen, die sich teilweise seit Generationen von jedwedem Bezug zur menschlichen Basis, zur gesellschaftlichen Realität losgelöst haben. Jenen, die mit viel Geld Politikern klarmachen, daß <em>ihr</em> Weg der wahre ist und nicht jener einer solidarischen, gerechteren Gesellschaft, in der der Einzelne nicht nach der Dicke seiner Brieftasche oder der Leichtigkeit seiner wollenen Oberbekleidung bemessen wird. </p>
<p>Ich glaube nicht daran, daß ein Staatenkonstrukt wie das unsere (oder jenes auf Drängen &#8220;der Märkte&#8221; dem unseren übergeordnete der EU) in der Lage ist, kehrt zu machen. Einzulenken und nicht mehr dem Wohlstand der wenigen, sondern dem Wohl der Gemeinschaft, dem Gemeinwohl, zu dienen. Viel zu verlockend ist für jene, die da ändern könnten, der persönliche &#8211; von Stiftungen wie jener der Familie Mohn oder aus Kassen derer zu Ackermann finanzierte &#8211; Salär, der hinfällig würde, setzte man den Auftrag desjenigen, der mittels vierjährlichem Kreuz die symbolische Gestaltungsmacht verlieh, konsequent um.</p>
<p>Doch sei es drum. Mache der Weg zu einer wirklich solidarischen, sozialen, ja: menschlichen! Gesellschaft abermals jenen scheinbar unvermeidbaren Weg des Schmerzes durch: Ich mag mich von dem Glauben, von dem Ideal, daß es eines fernen und von mir vermutlich nicht mehr erlebten Tages besser werden könnte, einfach nicht verabschieden. Selbst, wenn zu Zeiten, da ich mir noch ein Bier eingießen kann, eben jenes in erbärmlichster populistischer Manier zur Stigmatisierung der Schwächsten aller Schwachen genügen muß, während sich ehemals ostzonale Pfarrerstöchter von Atomkonzernen kaufen lassen.</p>
<p><a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Heinrich_Heine#Nachtgedanken">In Memoriam Heinrich Heine.</a></p>
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		<title>Die große Unbekannte</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 11:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), &#8220;die meisten Deutschen&#8221; gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), &#8220;die meisten Deutschen&#8221; gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß die gesetzlich vorgeschriebene (natürlich arbeitnehmereigenverantwortliche) kapitalgedeckte Ergänzung der alternativlosen Rente mit 77 ebenso alternativlos ist wie die Senkung der &#8220;Lohnnebenkosten&#8221; (damit Arbeitgeber nicht ins Ausland abwandern!!1!11).</p>
<p>Von einer so schlauen Sippe wüßte man (oder wenigstens ich) zu gerne mal, wie sie eigentlich aussieht. Wie sie mit Vor- (oder Nach-)namen heißt. Wo sie wohnt, was sie gelernt hat und vor allem: Wer ihr das tägliche Brot (im wahrsten Wortsinn) schmiert. Aber nein &#8211; da nehmen es jene, die sie zitieren, mit dem Persönlichkeitsrecht und dem Datenschutz gerne sehr genau. &#8220;Gemäß einer Studie&#8221;, heißt es stets in bedeutungsvoller Mystik, &#8220;eine Studie hat jetzt herausgefunden&#8221;, &#8220;das ist die Erkenntnis einer brandneuen Studie&#8221;. Bisweilen treten immerhin kleine zusätzliche Hinweise ans Licht: &#8220;Eine wissenschaftliche Studie&#8221; manchmal, oder auch &#8220;eine britische Studie&#8221;. </p>
<p>Auch kommen diese Studien nicht immer allein, sondern lassen sich von &#8220;Experten&#8221; begleiten: &#8220;Wirtschaftsexperten&#8221; mahnen beispielsweise gerne angesichts &#8220;dramatischer Studien&#8221; zu &#8220;radikalen Reformen&#8221; und &#8220;Sachverständige&#8221; attestieren Studien zu gerne ihre Substanz. Natürlich sind diese Begleiter &#8211; die übrigens auch gern allein auftreten und dann selbst die Rolle der Studien übernehmen &#8211; ebenfalls sehr auf ihre Privatsphäre bedacht: Entweder heißen sie &#8220;die Wirtschaftswaisen&#8221; (die armen kleinen!), &#8220;ein Wirtschaftsexperte&#8221; oder &#8220;das Sachverständigengremium&#8221;, oder aber sie halten sich wenigstens vornehm zurück und verzichten darauf, damit zu protzen, worauf sich ihr Titel denn gründet (oder wem sie ihn &#8211; und beispielsweise die letzte Urlaubsreise &#8211; verdanken).</p>
<p>Diese Experten und ihre Studien sind in unseren Volksempfängern inzwischen fast präsenter als die obligatorischen &#8220;Promi-News&#8221;. Ich bin gespannt, wann Dieter Bohlen und Bertelsmann-TV stellvertretend für Deutschland gemeinsam &#8220;die Superstudie&#8221; suchen. Vielleicht bewerbe ich mich dann sogar mal, da muß man schließlich nicht tanzen oder singen können und nicht mal aussehen. Sondern&#8230; ja, was eigentlich?</p>
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		<title>Rauchen. Macht. Dumm.</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 14:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rauchen ist, folgt man jenen, die davon nicht lassen können, wahlweise Ausdruck von Lebensfreude, Genuß, Kultur oder gar „Freiheit“. Nüchtern betrachtet ist es, wie trinken, fixen, kiffen und dergleichen primär eine Sucht. Das erkennt man an kognitiven Dissonanzen wie „ich kann es jederzeit lassen, will aber nicht“ oder „es geht nichts über eine schöne Frühstückszigarette [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Rauchen</em></strong> ist, folgt man jenen, die davon nicht lassen können, wahlweise Ausdruck von Lebensfreude, Genuß, Kultur oder gar „Freiheit“. Nüchtern betrachtet ist es, wie trinken, fixen, kiffen und dergleichen primär eine Sucht. Das erkennt man an kognitiven Dissonanzen wie „ich kann es jederzeit lassen, will aber nicht“ oder „es geht nichts über eine schöne Frühstückszigarette gegen den Husten“. Nicht, daß ich mißverstanden werde: Das ist keine Wertung, kein Urteil. Es ist eine Beschreibung, die ich als erst im zweiten Versuch unabhängig gewordener, ehedem starker und langjähriger Raucher auch aus eigenem Erleben abgebe. In solchen psychischen Gemengelagen ist rationales Argumentieren üblicherweise schwer. Wenn es dann noch an eigene Territorien und Gewohnheiten geht, wird darauf mit größtmöglichem Widerstand oder -willen reagiert. Das ist genau so menschlich, wie die Verquickung von Tatsachen und Einschätzungen mit selektiver Wahrnehmung und Wunschdenken.<span id="more-1419"></span></p>
<p>Ein Beispiel: Die Kneipe sei „seit jeher“ der Ort, an dem sich insbesondere Raucher träfen. „Rauch und Kneipe“ (bzw. Nikotin und Alkohol) seien quasi „untrennbar miteinander verbunden“, ein Bier ohne Zigarette dazu: „Undenkbar.“ Wirklich? Realitätsabgleich: Bierähnliche Getränke gab es schon vor über 5000 Jahren, der Weinbau war bereits deutlich vor Christus bekannt und man darf annehmen, daß es Gaststätten mindestens solange gibt wie den dort ausgeschenkten Alkohol. Gerade mal 500 Jahre ist es her, daß Christoph Columbus einen Kontinent entdecken mußte, bevor auch diesseits des Ozeans blauer Dunst Kaffe- und Gaststuben vernebeln konnte.</p>
<p>Neben den weitgehend identischen Konsequenzen, die jedes Suchtmittel dem Süchtigen früher oder später beschert, birgt das Rauchen ein weiteres Problem: Es emittiert. Der Konsum der Droge ist gesundheitsschädlich nicht nur für den Konsumenten selbst, sondern auch für Lebewesen in seiner Umgebung. Dies ist, auch wenn es bis heute immer wieder mit gefälligen (und neben den Herstellern der Droge auch von den Abhängigen wie Strohhalme umklammerten) Gegengutachten in seiner Eindeutigkeit zu erschüttern versucht wird, wissenschaftlich längst bewiesen. In Verbindung mit der oben genannten, vermeintlich untrennbaren Symbiose aus Gastgewerbe und Tabakkonsum, führt dies zur nächsten Selbsttäuschung: Der Legende von der Freiwilligkeit dieses „Passivrauchens“ (der gelegentlich verwendete Begriff „Vergasung“ ist schon naturwissenschaftlich nicht korrekt, da Tabakrauch ein Aerosol und nicht etwa ein Gas ist). Es werde ja „niemand gezwungen“, eine „raucherfreundliche“ Gaststätte aufzusuchen.</p>
<p>Das ist natürlich wahlweise frommes Wunschdenken oder schlichter Unsinn. Denn besonders junge oder schüchterne Menschen werden in den seltensten Fällen einen einsamen Abend im Nichtraucherklub oder daheim dem Besuch der Raucherbar in Begleitung ihrer schmauchenden Clicque vorziehen (ein Phänomen, das man gemeinhin als &#8220;Gruppenzwang&#8221; bezeichnet). Doch was auf Gastseite in seiner Willensfreiheit immerhin relativierbar ist, gilt jenseits der Theke ungleich noch weniger:</p>
<ul>
<li>Weder für den Studenten, der nebenbei mangels Alternativen (außer eventuell der, ohne den Umweg über die Universität direkt einen Billigjob in einem Textil- oder Drogeriediskonter anzutreten oder Schnee zu schippen) jeden zweiten Abend in der Szenebar kellnert,</li>
<li>noch für die Nichtstudentin, die sich mangels geeigneter Eltern den Luxus der höheren Schule gar nicht erst leisten konnte und direkt und zeitlebens hinter den Tresen ging, weil sie für die Schlicker-Kasse oder das Ledl-Regal nicht ausreichend qualifiziert ist.</li>
<li>Und erst recht nicht für den Wirt, der möglicherweise selbst raucht und damit eigentlich aufhören sollte, das aber nicht schafft, weil er sich aus Angst um abwandernde Gäste weiterhin täglich mit dem Suchtmittel konfrontiert.</li>
</ul>
<p><strong><em>Macht</em></strong> geht in der Bundesrepublik Deutschland, jedenfalls nominal, vom Volk aus. Überwiegend freilich indirekt und nicht imperativ, sodaß echter Mehrheitswille sich, realistisch betrachtet, bei praktisch keiner einzigen bedeutenden politischen Entscheidung der jüngeren deutschen Geschichte unmittelbar widerspiegelte. Dies wird insbesondere von sich selbst als „liberal“ und/oder „links“ begreifenden politisch interessierten Mitbürgern – wie ich finde: zu Recht – regelmäßig kritisiert. Bisweilen gibt es Ausnahmen, sogenannte Volksentscheide.</p>
<p>Ein solcher Volksentscheid fand am vergangenen Sonntag ausgerechnet in Bayern statt. Also in einem Bundesland, das man selbst mit viel gutem Willen nicht als Mekka der Basisdemokratie bezeichnen würde (wenn man mal die Basis an den Stammtischen, die bisweilen und insbesondere bezüglich des Bierpreises auch ohne Volksentscheid kleine Etappensiege erringt, außen vor läßt). Es ging bei dieser Abstimmung um den Ersatz des bis dahin von den bundesweit üblichen, teils absurden Ausnahmeregelungen bis hin zur Untauglichkeit verstümmelten Rauchverbots durch ein generelles und ausnahmsloses. Also genaugenommen um Chancengleichheit gerade für die Betreiber kleinster Gaststätten, denn die oben genannte Gefahr der Gästeabwanderung zur „raucherfreundlichen“ Konkurrenz für den entzugswilligen (oder einfach Nichtraucher schützen wollenden) Gastwirt besteht ja gerade nur, weil es bislang eben keine ausnahmslose Gleichstellung gab.</p>
<p>Zu der Abstimmung, deren Ergebnis nicht nur ganz Bayern, sondern gefühlt das Gemüt der gesamten Republik erhitzt, war jeder wahlberechtigte Bürger des Freistaats aufgerufen. Sei es wegen des Rauchverbots in den Abstimmungslokalen, des guten Wetters, des Katers vom Fußballrausch oder aus Überzeugung („das schaffen die eh’ nicht“, „bringt ja alles nichts“): Zwei Drittel jener, die hier zu einer eindeutigen Äußerung gebeten, ja: gefordert waren, verzichteten auf Ihr Stimmrecht. Die eindeutige absolute Mehrheit des verbleibenden Drittels entschied sich für ein Ende der Ausnahmen und für einen Systemwechsel. In durch und durch demokratischer Abstimmung entschied hier also statistisch je ein Bayer über die Regeln für drei weitere seiner Landsleute.</p>
<p><strong><em>Dumm</em></strong> ist es, anzunehmen, daß „die Anderen“ es schon im eigenen Sinne richten werden. Genaugenommen ist eine solche Weltsicht bereits ein Fall für einen Entzug des Demokratieführerscheins, ähm, der Demokratienutzungserlaubnis – aber diesen Entzug haben ja besagte zwei Drittel hier schon selbst verfügt. An selbstdisqualifizierender Dämlichkeit nicht mehr zu überbieten ist es aber, sich hinterher ernsthaft und sch(m)erzfrei nicht zu entblöden, das Abstimmungsergebnis als „Diktatur von Öko- und Fitneßfaschisten“ zu bezeichnen, als „Unterdrückung durch eine Minderheit“, ja, wie mancher sonst hochtalentierte Kommentator gar den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Niemöller#Zitat">Widerstandspfarrer Martin Niemöller</a> für einen Abgesang auf „bürgerliche Freiheiten“ zu <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3496/wider-den-moraltotalitarismus">bemühen</a>.</p>
<p>Kaum weniger merkbefreit scheinen auch die Gastwirte selbst. Aufgrund des Rauchverbots denkt man laut und schlagzeilentauglich über eine Preiserhöhung nach. Begründung: Kein Rauch gleich weniger Gäste, also muß man die wenigen, die bleiben, stärker abkassieren. Ein Meisterstück an Logik: Wir bestrafen die, die uns die Treue halten, weil sie die anderen vergrault haben &#8211; dagegen wäre Gehirndurchfall lecker Schokopudding. Oder aber ein Meisterstück an Kalkül, denn bekanntlich führen generelle Rauchverbote keineswegs zu weniger Gästen, sondern nicht nur zu anderen (solchen, denen es bislang zu stickig war, denen mit Kindern oder jenen, die als Raucher Anstand genug haben, vor die Tür zu gehen, was übrigens nicht mal in Italien als mangelnder Machismo geschmäht wird), nein, auch zu mehr &#8211; <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Mehr-Beizen-als-vor-dem-Rauchverbot/story/17488964">wie beispielsweise die Entwicklung in der Schweiz zeigt</a>. Man hätte also nicht nur mehr Umsatz in der Kasse, sondern noch mehr.</p>
<p>Und in, ich behaupte: entweder vorsätzlicher oder eben selbsttäuschender Verkennung nicht nur der ansonsten stets zitierten und meiner Meinung nach in diesem Fall sogar zwei Drittel betragenden Mitverantwortung von Nichtwählern für jedes Wahlergebnis, sondern auch und besonders der bereits genannten Arbeitnehmerschutzproblematik und des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit, ziehen ausgerechnet sonst grundrechtsehrfürchtigste Anhänger der „Piratenpartei“ und andere, sich „libertär“ wähnende Geister Vergleiche zum unsinnigen Alkoholverkaufsverbot ab 22 Uhr oder gleich zur Prohibition. Und mancher fordert gar: Kein Verbot von gar nichts mehr.</p>
<p>Aber, Freunde, wenn das wirklich kommt – dann kaufe ich mir unverzüglich eine Dummen-Wumme.</p>
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		<title>Nicht mal aus der Ferne</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 17:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[gesehen läßt einen dieser ganze Mainstreammedienmüll in Frieden. Ich dachte ernsthaft, um mich darüber nicht mehr entsetzen zu müssen, genüge es, den Konsum auf praktisch null zu reduzieren &#8211; aber Fehlanzeige.
Schleichwerbung, PR, Kampagnen, Hardcore-Lobbyismus und Stimmungsmache je nach Proporz in Rundfunkräten und Vorständen: Kennt man alles, kannte ich alles. Auch daß im Hörfunk gerne mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gesehen läßt einen dieser ganze Mainstreammedienmüll in Frieden. Ich dachte ernsthaft, um mich darüber nicht mehr entsetzen zu müssen, genüge es, den Konsum auf praktisch null zu reduzieren &#8211; aber Fehlanzeige.</p>
<p>Schleichwerbung, PR, Kampagnen, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Sj6hK-Kummk">Hardcore-Lobbyismus</a> und Stimmungsmache je nach Proporz in Rundfunkräten und Vorständen: Kennt man alles, kannte ich alles. Auch daß im Hörfunk gerne mal &#8220;aus Zeitmangel&#8221; verkappte Werbeinterviews frei Haus geliefert und dankbar abgenommen werden, ist mir nicht neu. Aber wenn ich dann lese, daß mittlerweile <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_wirtschaft/faketv106.html">komplette Fernsehdokumentationen als Instantware aus dem PR-Kochstudio</a>* kommen, dann kann ich mich tatsächlich schon wieder/noch einmal mehr drüber freuen, daß ich diesem zur vielfältigen Medienlandschaft hochstilisierten Hugenberg reloaded-Zirkus schon abgeschworen hatte, als andere sich gerade erst über &#8220;Prekariatsfernsehen&#8221; aus dem Urwald aufzuregen begannen.</p>
<p>Natürlich erscheinen mir jetzt sogar die berüchtigten &#8220;Spiegel TV&#8221;-&#8221;Dokumentationen&#8221; (<em>&#8220;Auf Frische wird bei der Firma Müller-Fleisch größter Wert gelegt!&#8221;</em>) noch mal in einem ganz anderen Licht: Bisher dachte ich, daß die sich dafür bezahlen lassen, daß sie solche hochinvestigativen Reportagen wie &#8220;Inside McBurger&#8221; durchs Kabel schleudern &#8211; aber wahrscheinlich kommt auch das alles bereits fix &#038; fertig im Warmhaltekarton ins Haus. Gratis.</p>
<p>Top Programm, unendliche Weiten, rund um die Uhr, genau nach Geschmack &#8211; für sowas lobe ich mir daher meine (nicht mehr so) neuen Lieblingssender: DVD, USB und WWW.</p>
<p><small><strong>Nachtrag:</strong> Das gibt&#8217;s auch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vgLqMqTHkZ4">in der ausgelagerten ARD-Mediathek</a>.</small></p>
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		<title>Da man einmal täglich lachen soll,</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder Zursonnezurfreiheit ungeniert <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/kein-bundnis-von-ver-di-und-industrie/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+DigitaleLinke+(DIGITALE+LINKE)">über den &#8220;Internet-Maoismus&#8221; herzieht</a>.</p>
<p>Erfrischend grotesk!</p>
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		<title>FKeingefühl</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 18:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; Haiti und den Überlebenden fehlt es an Wasser und Nahrung&#8230;
Um diesen Kernsatz herum baute die Redaktion der ehemaligen Frau vor der aktuellen Kamera (Anne Will gerne Qualitätsjournalismus simulieren) noch ein paar beliebig austauschbare Vokabeln herum, um die vom Format des hinsichtlich seiner Bilder und Spieldauer unveränderlichen Trailers für die allsonntagabendliche Lobbyisten- und PR-Plattform fest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8230; <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,671620,00.html">Haiti</a> und den Überlebenden fehlt es an Wasser und Nahrung&#8230;</p></blockquote>
<p>Um diesen Kernsatz herum baute die Redaktion der ehemaligen Frau vor der aktuellen Kamera (Anne Will gerne Qualitätsjournalismus simulieren) noch ein paar beliebig austauschbare Vokabeln herum<span id="more-896"></span>, um die vom Format des hinsichtlich seiner Bilder und Spieldauer unveränderlichen Trailers für die allsonntagabendliche <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/lobbyisten-auf-sendung-bei-ard/">Lobbyisten</a>- und <a href="http://www.textberater.com/news/pr-mama-landet-bei-anne-will-und-im-spiegel/">PR</a>-<a href="http://www.ruhrbarone.de/vermeintlich-unabhangige-experten/">Plattform</a> fest vorgegebene Textsprechlänge exakt aufzufüllen und der dramatischen, von Rückungen und hektischen Stakkati auf &#8220;Konfrontation pur&#8221; getrimmten Titelhymne eine Aussicht auf 60 Minuten echter politischer Kontroverse aufprägen zu können.</p>
<p>Daß die oben zitierte Kernaussage aus dem &#8220;Off&#8221; ausgerechnet mit der Kamerafahrt einmal im Kreis um lauter bräsige Rhetorikseminarteilnehmer beim Schluck aus den kristallenen Wassergläsern in dekadent-plüschiger (und vor allem intakter) rotbraun-Retro-Studiokulisse zusammenfällt, darf man folglich nicht als Beleg für falsche Prioritäten, Entrücktheit, fragwürdiges Selbstverständnis oder einfach fließbandhafte Lustlosigkeit eines un(ter)bezahlten Schnittpraktikanten werten: Choreographie geht einfach über alles. Genau wie beim Ballett. Oder auch dem früheren Lieblingssujet aktueller Kamerafahrten: Den Paraden am 7. Oktober.</p>
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		<title>Pendlerpauschale? Nein danke!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 18:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ist es doch auch ohne diese Subventionierung jener Sparschweine,  die auf dem Land billig bauen und dafür anderen in Wohngebieten die Straßen verpesten, in Letzteren noch immer katastrophal voll von Autos, in denen Erstere – stets allein, versteht sich – sitzen und mit allem möglichen, nur nicht mit der Teilnahme am  flüssigen Verkehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es doch auch ohne diese Subventionierung jener Sparschweine,  die auf dem Land billig bauen und dafür anderen in Wohngebieten die Straßen verpesten, in Letzteren noch immer katastrophal voll von Autos, in denen Erstere – stets allein, versteht sich – sitzen und mit allem möglichen, nur nicht mit der Teilnahme am  flüssigen Verkehr beschäftigt sind.<span id="more-65"></span></p>
<p>Aber natürlich, schon um der Gerechtigkeit willen, sei dieser Blockeintrag Euch allen gewidmet, die Ihr</p>
<ul>
<li>vor lauter Pendelei und damit verbundenem  Schlafmangel die Augen kaum aufkriegt,</li>
<li>Eure ganze Konzentration schon auf dem Weg dorthin für die genaue Routenplanung  im anvisierten Einkaufszentrum benötigt,</li>
<li>Eure kognitiven Kapazitäten schon beim Wechsel in den nächsthöheren Gang gefährlich ausreizt,</li>
<li>Euch für&#8217;s (viel zu langsame) Sterben nicht zum Totenbett entschließen könnt:</li>
</ul>
<p>Und wenn es die Wortherkunft noch so sehr hergibt, &#8220;Autismus&#8221; ist keine perfektionierte Form von &#8220;Autofahren&#8221;. Ich werde mich ab sofort für eine Zuhausebleiberpauschale stark machen. Versprochen. Und Ihr: Legt Euch wieder hin!</p>
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		<title>Rettet den Lungenkrebs!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 18:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Folgt man manchem vorschnellen Schuß der Eilpresse (und vor allem dem Jubel der wie auch immer betroffenen), so gibt es nun also das verbriefte Grundrecht auf das Märchen von Genuß und Aroma, Freiheit und Abenteuer sowie auf Krebs und Raucherbein. Und natürlich auf Arbeitsplatzsicherung und Aktienhalterwert in der Räucherwarenindustrie. Wenn das kein Erfolg ist!
&#8220;Wer wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Folgt man manchem vorschnellen Schuß der Eilpresse (und vor allem dem Jubel der wie auch immer betroffenen), so gibt es nun also das verbriefte Grundrecht auf das Märchen von Genuß und Aroma, Freiheit und Abenteuer sowie auf Krebs und Raucherbein. Und natürlich auf Arbeitsplatzsicherung und Aktienhalterwert in der Räucherwarenindustrie. Wenn das kein <a href="http://www.tagesschau.de/inland/rauchverbot108.html">Erfolg</a> ist!<span id="more-10"></span></p>
<p>&#8220;Wer wird denn da gleich in die Luft gehen&#8221;, hätte das &#8220;HB-Männchen&#8221; jetzt gesagt. Ja, vor einigen Jahrzehnten waren Reemtsma und Co. noch ehrlich genug, ihre Kunden als Witzfiguren zu entblößen. Doch die Spitznase mit dem nikotinvergilbten Kurzarmhemd hätte Recht: Anstatt sich dem voreiligen Buhei blind anzuschließen, besteht tatsächlich Anlaß zur Freude, hat doch der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts lediglich zwei einfache und grundrichtige Dinge getan:</p>
<ol>
<li>Dafür gesorgt, daß spätestens in zwei Jahren ein gastronomischer Ausflug endgültig, überall und für jeden zwar nicht zwingend einen Genuß, aber wenigstens kein garantiertes Gesundheitsrisiko mehr darstellen wird.</li>
<li>Eine weitere schallende Ohrfeige an entscheidungsfaule und lobbyfürchtige Berufspolitiker ausgeteilt, die sich einmal mehr ganz routiniert der &#8220;Aussitzen, weichkochen, zerpflücken und dann auf Karlsruhe oder Luxemburg warten&#8221;-Methodik kundig bewiesen haben. So tut man niemandem weh, verprellt weder Lobbyisten noch Wähler und ist&#8217;s am Ende nie selbst gewesen.</li>
</ol>
<p>Frei nach Thilo Sarrazin meine ich: Wenn <a href="http://www.focus.de/politik/zitate/thilo-sarrazin-eisige-zeiten_aid_320925.html">16 Grad zum Wohnen reichen</a>, reicht zum Rauchen eine Jacke! Denn die Jacke schützt neben den im Trockenen verbliebenen Nichtrauchern auch dem Tabak Verfallene im Freien. Letztere zwar nicht vor Lungenkrebs, aber immerhin vor einer Erkältung. In diesem Sinne: Gesundheit!</p>
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