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Mahlzeit

Wohl bekomm’s!


29. August 2010

Aphrodisushi

Zwei Stücke einer Gurkenmaki, ein Restnigiri (ohne Fisch), zwei Büschel Petersilie und alles auf einem sichtbar benutzten Teller
(Fürs Protokoll)


7. Juni 2010

Sexells

Ein voll geiler cooler Jugendstyle Premium Energy Drink: "Sexergy"
“Verleiht Prügel”, hätt ich jetzt gesagt, wa. Yeahz.


18. Mai 2010

Glückssache

Normalerweise wird man ja von anderen übers Ohr gehauen. Es gibt aber auch Fälle, wo das nicht zutrifft, und in denen man dann zutreffend von Selbstbeschiß spricht. Ein Musterbeispiel dafür liefert ein Ort, den vor allem Artgenossen, die ihre Schaffenskraft an größere Firmen oder (auch, weil die Grenzen mit zunehmender Größe ohnehin verschwimmen) Behörden vergeuden, täglich aufsuchen. In einer idealen Welt dient dieser Ort der vorwiegend mittäglichen Versorgung mit Nährstoffen und wird in 108 Prozent aller Fälle als Kantine bezeichnet.

Nun kann man fragen, wo da der Selbstbeschiß ist. Und man könnte zur Antwort bekommen, daß das Wort auf Deutsch mitnichten ausländisch für Küche ist, sondern für Flaschenkeller, obwohl hier die Flaschen meist oberhalb der Souterrainlinie regenerieren und konsumieren. In Wirklichkeit liegt der Selbstbeschiß natürlich darin, daß der Annahme angehangen wird, es ginge hier um die regelmäßige Aufnahme notwendiger und schmackhaft zubereiteter, angemessen bekömmlicher Nahrungsmittel. Daß das so gar nicht sein kann, steht hingegen in praktisch jeder dieser Einrichtungen direkt oberhalb der Wochenkarte und beschreibt mit dem bescheidenen Wort

(Betriebs-)casino

eigentlich lückenlos die eigene Realität: Hier kann man täglich den Glutamat-Jackpot knacken, im Spiel E77 Fett absahnen, wie am Roulettetisch dreht sich das Rad stets im Kreis und wiederholt sich zuverlässig selbst, ja: Selbst, obwohl im Gegensatz zum papiernen Vorbild nicht immer ganz gleich aussehend, weiß man an der Losausgabe trotzdem nie, ob man es mit einem Steak oder einer Schuhsole, einem Gulasch oder einem faulen Ei zu tun hat. Und die Chancen, daß man tatsächlich einen genußvollen Sieg erringt, steigen proportional mit der Höhe des Einsatzes.

Nur eines muß man, anders als im wahren Leben, bei regelmäßigem Besuch nicht: Den Gürtel enger schnallen. Im Gegenteil.


16. Mai 2010

Bäckereiartige Brötchen: Ich liebe es!

Drum gibt es auch kaum mehr als ein

Angus beef patty on a premium bakery style bun

von dem ich behaupten würde, es abgöttisch zu ver(w)ehren.


4. April 2010

Schön scharf

Eine Restaurant-Tafel, Aufschrift "Wärmt den Magen und das Herz: Chili con Carne. Schön scharf! Und dazu gibt's kostenloses Tafelwasser soviel Sie mögen!"

Und ich hatte im ersten Moment natürlich gelesen: Wärmt den Magen und… wissenschon, von wegen brennt zweimal. Da hilft das Tafelwasser dann auch nicht mehr – es sei denn, man kann es mit nach Hause nehmen…


Statt Taschenladen: Flaschen laden.

Seit kurzem kann ich dieses Männern eigentlich artfremde Gefühl nachvollziehen, das sich weiblicher Wesen unverzüglich bemächtigt, wenn sie einen Schuh- oder gar einen Taschenladen betreten: Ganzen Artikel lesen


22. März 2010

Aber bitte mit Butter!

Im “Café Konditorei Rosgarten” in Konstanz – ausweislich an der Wand prangender Urkunden des Südkuriers für die Leser desselben immerhin das beste Frühstückscafé der Stadt 2008 (oder so) – wird einem viel geboten. Mit amüsanten Details wie der ohne Brezel (”sind gerade ausgegangen”) servierten Butterbrezel zum Preis von einem Euro (für die Butter, die man sich jedoch auch wahlweise wieder nachträglich vom Teller nehmen lassen könnte, Ordnung muß sein, und man hat sogar den Erlebnisfaktor der Auswahl!) will ich hier niemanden langweilen. Einen Dialog jedoch, der wirklich sein Geld wert ist, darf ich der geneigten Kundschaft einfach nicht vorenthalten:

  • “Was möchten Sie?”
  • “Ich wüßte gerne, was Ihr Studentenfrühstück kostet, wenn man nicht wie gewünscht einen Studentenausweis vorlegen kann.”
  • “Der Preis ist für Studenten.”
  • “Ja, ich weiß. Und was ist der Preis für Nichtstudenten?”
  • “Na der volle Preis.”
  • “Ja, klar. Wie lautet der denn?”
  • “Das ist, ähm, das wird, also ein Brötchen, eine Brezel [s.o., D.], ein Spiegelei….also auf jeden Fall teuer.”

Letzteres kann ich im Nachhinein bestätigen. Wenn ich auch im großen und ganzen nur eine Butterbrezel hatte. Ohne Brezel. Mahlzeit.

Nachtrag: Ich muß mich entschuldigen. Wenn man unterstellt, daß wir in 1900 Jahren immer noch mit Euro bezahlen und weiterhin annimmt, daß die Inflationsrate konstant bleibt, dann waren nicht nur die zehn Gramm Butter zu einem Euro geschenkt, sondern gleich das ganze Frühstück:

Auf der Internetseite des Café Rosgarten wird darüber informiert, daß heute Montag, der 22. März 3910 ist

Das nenne ich fortschrittlich und bin beeindruckt.


4. Februar 2010

Schatz, wir müssen reden!


Und zwar über meine:

Lebensmittelschwangerschaft!

(Lösung: Bild anklicken. Bild: CC-BY-SA)


3. Januar 2010

Darf’s ein bißchen mehr sein?

Falls ja: Bei Penny gibt’s dann und wann ganz köstliche Schmankerln. Zum kacken zu dämlich sind die jedenfalls scheinbar nicht. Also dann, Mahlzeit!


24. Dezember 2009

Apfel muß Zimt

…denn nur damit werden französische Eierkuchen so richtig gut.

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Passionszeit…

…ist jetzt noch gar nicht. Ich weiß. Der Inri, der da am Kreuze leiden soll, ist ja nach meiner Uhr zur Stunde noch nicht mal geboren. Dennoch: Das Wort Passion, mit dem der gute Christ die Leiden Jesu betitelt, wird ja auch gern mit “Leidenschaft” übersetzt. Doch auch heute schon darf gelitten werden – und sei es in der Backstube.

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Mit dem Plus an Braun

Ach, wo wir schon mal bei lächerlichen Heilsbringer-Abbildungen sind, einen hab ich noch. Weil Weinnachten ist. Extra braun, latürnich.

(Ja, das, ähm: Optimieren der Abbildung war ‘ne Menge Arbeit, und das Lachen über das Ergebnis befreit, und trotzdem, lieber Frank S.: ICH habe und hatte den echten Schriftzug nicht!!!11!)


Drei Liter (Tee?)!

Außen braun und innen hohl – es muß nicht immer Rinder-Überraschung sein!

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6. September 2009

Sie müssen doch was essen!

Amüsant: Die German Interneschenel Bahn AG ist wie stets sehr bemüht, für die Kundenanliegen Verständnis zu haben:

Wir sehen dies als unsere Pflicht an.

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28. August 2009

Berlin: Echt pfundig!

Gell, des is a echts Berliner Schmankerl!

echtBerlin

Oder derfs a echts Berliner Fleischpflanzerl sein? Odr a kochte Schwoanshaxn mid am scheena Kraud? Oder a poar Königsberga Knedl’n? Mei, des gibt’s fei nur in Berlin*!

An guad’n, pfüat’s Euch!

*und zwar im “OriginalAlt Berliner Biersalon” direkt am Ku’damm. Außerdem noch im typischen Spezialitätensortiment: Der “Big Baconburger”. Bestimmt gibt’s auch Erdinger Weißbier. Oder Coors.


20. Oktober 2008

Nicht machen, machen lassen!

Da sage noch mal einer, die Frau von heute sei nicht praktisch veranlagt. Die Wahrheit ist: In internen Rundschreiben publiziert sie exakte Anleitungen an ihre Artgenossinnen, mit denen (den Anleitungen) die (die Artgenossinnen) nicht nur Schokokuchen spachteln können, bis sie sich verlieben…

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28. Juli 2008

Abnahme verweigert

Ich bin Werbeverweigerer.

Derart vorwurfsvoll wird man – quasiamtlich vom zuständigen Branchenverband! – tituliert, wenn man schrotflintenartiges Vergeuden von Tonnen bunten Papiers als ebendies empfindet, die dahintersteckende überlegene Zielgruppenorientierung, die die Verursacher dieser besonders krankhaften Werbeform (”Viel hilft viel!”) vor gefühlten fünfhundert Jahren in der Baumschule gelernt haben mögen, einfach nicht erkennen will und das auch noch jedem deutlich am Briefkasten sichtbar verkündet. Ganzen Artikel lesen