DavidBLN.de

Massenhysterie

Beim Volk[tm] beliebte Form des Erweckungserlebnisses; erzeugt durch Zusammengehörigkeitsrituale Endorphin und hilft der aktuellen Kamera bei der Produktion von Qualitätsjournalismus.


7. Juli 2010

Die mit dem Kupferkopf.

Sitzen länger aus. Halten länger durch.. Ganz ehrlich!

Ein Duracell-Hase beim Klatschen. Verblüffende Ähnlichkeit mit politischem Personal wäre rein zufälligerweise zutreffend.


3. Juni 2010

Alle zusammen!

Ich frage mich gerade, wie ich die allgemeine Begeisterung der Massen für den sogenannten “Flashmob-Dance“* zur Musik von “Madcon” (eine Mischung aus Eiffel 65, späte Neunziger, und Cher, noch nicht ganz 90), derer ich mangels Fernsehkonsum gerade erst gewärtig werde, einschätzen soll .

“People, put your hands up” befiehlt da einer in Oslo, und ganz Europa tut es ihm dokumentiert nach.

Es tut mir leid – meine erste Assoziation war Nürnberg.

Und das kann ich auch begründen: Das Individuum erging sich nämlich, weiland wie jüngst, schlichtweg in dem zugegeben unheimlich überwältigenden Gefühl, Teil einer riesengroßen (”freiwilligen, glücklichen”) Masse zu sein, die, perfekt koordiniert/choreographiert, das gleiche tut. Die Aussage eines solchen Tuns ist, ganz wertungsfrei: “Es fühlt sich gut an, verzichtbarer Teil einer gleichförmigen Menge zu sein”. Wenn man das mal weiterdenkt und auf dieser Basis frühere und eventuell künftige Bewegungen reflektiert, besteht das Risiko der mentalen Übelkeit. Und sei es nur ob der Einsicht, daß der Mensch Schaf, Hund oder Wolf eben doch nicht so verschieden ist.

(Nachtrag: Gruselig finde ich übrigens auch die Ordner, die den Barden vor Ort den Weg bahnen und ganz nongschalant den einen oder anderen wörtlichst aus demselben räumen.)

*Nachtrag 2: Die permanente Definitionsserweiterung und überhaupt die inflationäre Verwendung des “F”-Wortes spottet ja sowieso schon jeder weiteren Beschreibung.


26. April 2010

Sicherheitsgrüße aus dem Jenseits

(Ich MUSS ja schon dort sein. Schließlich sollten wir schon 2006, 2007, 2008 und natürlich auch schon viel früher und vor allem aber und insbesondere im Wahljahr 2009 verbindlichst alle kaputtgehen, hatte stets unser letztes Stündlein längst geschlagen.)

Aber nur, falls nicht: In Kürze isses dann ganz sicher so weit. Wenn das monatliche Bedrohungsgezierckel allein nicht mehr genügt, sondern nun auch noch vom Reichskennzeichenfahnder Nummer eins flankiert wird.

Nur gut, daß unser BKA – ungestört durch ermittlungsbehindernde Verfassungsrichter etwa – in von Jahr zu Jahr ungekannterer Fleißarbeit ermittelt – nie liefen beispielsweise so viele bärtige durch unserer Straßen wie je zuvor! Und das kann doch nicht nur an der Mode liegen – nein: Es ist das eindeutige Indiz, in Kürze ins Abenteuercamp jetten zu wollen. Halt, ehe Sie jetzt auch gegen mich ermitteln, großer Sicherheitsmeister: ICH habe mich heute frisch rasiert. Und das aus christlichster Überzeugung! Jawohl! Der Bart ist ab und den Turban hab ich an den Nagel gehängt. Nicht an den Sargnagel, versteht sich, denn den brauch ich nun ganz bestimmt. Sicherer denn je! Bzw.: Unsicherer. Ach, egal.


4. April 2010

Panikriegel

Schild an einem Türgriff: Panikriegel - nur bei Gefahr benutzen! Ladenöffnung Mo - Sa 9.30 Uhr

Wer hat da nicht sofort schlußverkaufsläufige Hausfrauenhorden vor Augen, die in ihrer Konsumpanik wahllos alle Türen eintreten und alle Riegel bedienen?

Na: Udo Lindenberg hätte daran sicher seine helle Freude. An dem Panikriegel, nicht an den Hausfrauen.


24. März 2010

Die weiteren Aussichten: Trübe.

Der etwa fünfzigjährige Staplerfahrer polnischer Herkunft, Johann Kachelsczinsky, der im Nebenhaus meiner Schwippschwägerin wohnt (oder sonst irgendein Privatmensch, dem vorgeworfen wird, etwas möglicherweise strafbares getan zu haben, von dem jedoch ausschließlich ein deutlich begrenzter, ebenfalls privater Personenkreis betroffen ist), wurde kürzlich wegen des Verdachts auf Verunglimpfung seiner Nachbarin verhaftet, damit er sich nicht gen Osten absetze. Daß das nicht in der “Zeitung” mit den großen Buchstaben und auch nicht in kleinen Buchstaben oder Sätzen in den sonstigen “Qualitätsmedien” auftaucht, hat exakt die gleichen zwei Gründe, die auch zur Folge haben, daß nichts über seine sexuellen Vorlieben, seine Wohnungseinrichtung, seinen Kontostand oder seine Eßgewohnheiten irgendwo gegen Zeilen- oder Minutengeld verkauft wird:

  1. Es interessiert – bis auf direkt Betroffene und evtl. neugierige Nachbarsweiber – niemanden.
  2. Es geht niemanden etwas an.

Wäre Kachelsczinsky beispielsweise Ansager im sagen wir mal Fernsehen und damit das, was allzu gerne als “Person des öffentlichen Lebens” bezeichnet wird und womit stets ein angeblich berechtigtes öffentliches Interesse an restlos allem über solche Personen begründet werden soll, gälte Punkt eins – die menschlichen Abarten des Spannens, der Neugier, des Gaffens, der Sensationslust aus Mangel an eigenem spannenden Leben mal als unabänderbar und hinzunehmend unterstellt – “selbstverständlich” nicht mehr.

Bei Punkt zwei kann man das nicht nur anders sehen, man muß sogar. Ganzen Artikel lesen


12. Januar 2010

Wir…alle…sterben… (Folge 911)

Endlich ist es auch statistisch belegt: Fliegen ist noch tödlicher als beispielsweise Autofahren, die aktuell beginnende Eiszeit oder das Leben als solches.

Das ist nun mal die nackte Wahrheit!

(Hier auch in bunt.)


31. Dezember 2009

Heute ist der Tag,…

an dem sich einmal im Jahr allen Statistikfetischisten eine einzigartige Gelegenheit bietet: Visual social scoring, zu deutsch: Auf einen Blick sehen, wo im Lande die meisten Asis hausen. Ganzen Artikel lesen


6. August 2009

Ich hab’ noch einen Koffer in…

…Berlin. Überhaupt, wer von stellt nicht bisweilen gerne einen, durchaus auch mal explosiven, Koffer an den unmöglichsten Orten ab? So ähnlich hat es auch der niedersächsische OberstaatsaufseherVerfassungsschützer gemacht Ganzen Artikel lesen


31. Juli 2009

So jung kommen wir nie wieder zusammen…

…stimmt, der ist aus Opas Mottenkiste. Aber mit irgendwas muß man ja das ewig letzte Herrengedeck begründen. Ein wirklich zeitgemäßer Trinkspruch ist in einer Lage wie dieser oder auch angesichts des allgegenwärtigen Bösen daher:

Wir werden alle sterben!


Jetzt enthüllt: Leben tödlich!

Das wird Dich jetzt total schockieren; Wissenschaftler haben es unabhängig voneinander mehrfach nachgewiesen: Das Risiko, zu sterben, liegt bei unglaublichen 100 (einhundert) Prozent. Da müht man sich ab, schützt Bürger vor Terror, opfert sich sich für das Wohl von Mutter und Kind oder auch gleich ganze Völker – und das soll alles umsonstvergebens sein?

Daß unsere gottgleicheunglaublich beliebte Kanzlerin, ihr cooler Baron oder ihre ReichsmutterkreuzträgerinMutter der Nation da nicht mal endlich was gegen unternehmen! Wozu ist denn bitte “Biotech” die Branche der Zukunft?


24. Februar 2009

Ich krieg’ die Krise!

Okay. Wir wissen: Es wurde zuviel gezockt. Mit zuviel Geld gespielt, das es nur in Form papierener Boni gab, dem kein realer Wert entgegenstand – außer vielleicht die Arbeitskraft und/oder die Gutgläubigkeit eines Haufens einfältiger Tölpel, man möge mir den Ausdruck verzeihen und bei Belieben durch “kleiner Leute” ersetzen, auch wenn ich diesen Diminuitiv, weil inflationär verwendet, verabscheue.

Doch was war, ist längst gewesen. Ganzen Artikel lesen


14. Oktober 2008

+++ UPDATE +++ BERLINER TERRORZELLE AUF FLUGHAFEN VERHAFTET +++

Wie soeben bekannt wurde, hat eine Berliner Terrorzelle, die seit Jahren unter dem Tarnnamen “Meier” ein nach außen völlig integriertes und unscheinbares Leben in Berlin-Niederschweineöde führte und sich als Familie mit zwei Kindern ausgab, heute versucht, das Land in Richtung Ausland zu verlassen.

Wie Bundesüberwachungsminister Schäufele in einer ersten Stellunggabe am Rande eines badischen Weinfestes verkündete, standen die Festgenommenen seit Jahren unter Beobachtung. Ganzen Artikel lesen


28. September 2008

Jetzt auch “Knut” unter Terrorverdacht

Das wird ja immer doller. Nun muß wohl auch das bislang beliebte und eindeutig christlichen Werten verpflichtete Berliner Identifikationssubjekt, nebenberuflich Eisbär und Devisenbeschaffer für den marodierenden städtischen Zoologischen Garten, unter geheime staatspolizeiliche Beobachtung. Ganzen Artikel lesen


25. Juli 2008

Der Messias ist zurück

Die Zeiten sind schlecht, das Öl ist teuer, die Welt regieren Ungeheuer – was kann man sich da sehnlicher wünschen als die Rückkehr des Erlösers! Daß dieser verheißungsvolle Moment nun endlich gekommen war, wer hätte an jenem 24. Juli 2008 (nach Christus, so lange war das da nun schon her!) daran laut oder auch leise zu zweifeln gewagt.  Ganzen Artikel lesen