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	<title>DavidBLN.de &#187; Medien</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Zeiten wie diese</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 09:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo wir gerade dabei und beim Thema kindisch sind: Die Stimmberechtigten Mitglieder von Wikimedia sind überwiegend der Auffassung, daß das Filtern von Bildern wichtig ist.
Ich verkürze es ganz bewußt auf diesen einen Punkt. Denn mit diesem Punkt steht und fällt für mich das Wesen eines enzyklopädischen Projekts. 
Es gibt in dieser Frage für mich ausschließlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo wir gerade dabei und beim Thema <a href="/2011/09/05/kindisch/">kindisch</a> sind: <a href="">Die Stimmberechtigten Mitglieder von Wikimedia sind überwiegend der Auffassung, daß das Filtern von Bildern wichtig ist.</a></p>
<p>Ich verkürze es ganz bewußt auf diesen einen Punkt. Denn mit diesem Punkt steht und fällt für mich das Wesen eines enzyklopädischen Projekts. <span id="more-2132"></span></p>
<p>Es gibt in dieser Frage für mich ausschließlich schwarz und weiß. Entweder, man fühlt sich der Aufklärung verpflichtet oder man tut es nicht. Jeder, der Darstellungen natürlicher Tatsachen und Realitäten auch nur mit der optionalen Filterung derselben begegnet, entscheidet sich für letzteres. Aus diesem Grund werde ich, sobald ein solcher Filter tatsächlich implementiert wird, meine Mitarbeit an allen Wikipedia-Projekten beenden und meine Konten dort löschen. Für ein Aufklärungsprojekt, das sich sukzessive dem allgemeinen Trend zu Restauration, Neokonservativismus und neuer Prüderie unterwirft, ist ein schneller Tod deutlich wünschenswerter als ein langsames Siechtum. Und dieses Siechtum beginnt mit dem Öffnen dieser Büchse der Pandora, egal wie viele wohlklingende Argumente man sich hier aus den Fingern saugen mag.</p>
<p>Schade, aber vermutlich nicht zu ändern. Man darf hoffen, daß es Menschen gibt, die das dort gesammelte Wissen in Text und Bildern rechtzeitig und wertneutral konservieren. Für eine bessere und hellere Zeit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vor 14 Tagen ist Regierungsdirektor Gröbe gestorben.</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 13:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Doktor Krakebusch ist letzte Woche gestorben. Und Herr Winkelmann gestern. Wenn man schon, dann soll man ja auch nicht.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Doktor Krakebusch ist letzte Woche gestorben. Und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Loriot">Herr Winkelmann</a> gestern. Wenn man schon, dann soll man ja auch nicht.</p>
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		<title>Heinz live</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 22:28:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich das hier ewig lang begründen und mit Beispielen belegen. Aber warum sollte ich? Wer es wissen will, weiß es eh und wer Alternativlosigkeit immer noch für eine politische Herausforderung hält, will es sowieso nicht hören. Also mache ich es kurz:
Selten hat mich und meinen Intellekt &#8211; und dabei berufe ich mich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich das hier ewig lang begründen und mit Beispielen belegen. Aber warum sollte ich? Wer es wissen will, weiß es eh und wer Alternativlosigkeit immer noch für eine politische Herausforderung hält, will es sowieso nicht hören. Also mache ich es kurz:<span id="more-2073"></span></p>
<p>Selten hat mich und meinen Intellekt &#8211; und dabei berufe ich mich auf inzwischen jahrelange unfreiwillige Akustik- und Gedankenfolter beim täglichen Sport &#8211; eine größere gequirlte Scheiße beleidigt, als die, die der Westdeutsche Rundfunk (WDR) unter dem Namen &#8220;EinsLive / 1live / l1ve&#8221; jeden Tag in den Äther kackt. Morgens sind irgendwelche hörbar vierzigjährigen Berufsjugendlichen tierisch hip drauf und stets erfolglos bemüht, mit der schnellebigen Schulhofpinkeleckensprache mitzuhalten, abends verkünden irgendwelche fiepsigen Sprechschlampen die Ergebnisse irgendwelcher <a href="/2010/08/25/die-grose-unbekannte/">Studien</a> oder klauen Twitter-Mems, um sie als &#8220;coole&#8221; und &#8220;witzige&#8221; Eins-Live-Mitmach-Aktion zum Anrufen für alle Hörer wiederzukäuen. Unterbrochen wird das ganze wahlweise von missionarischen (wohlgemerkt: Aus Steuergeldern finanzierten und der &#8220;Grundversorgung&#8221; zugerechneten!) Werbespots evangelikaler Sekten, die ihr Wirken mit der Dankbarkeit nunmehr lesen und schreiben lernender Negerkinder (&#8221;neulich hat mir Abu Unku einen richtigen Brief geschrieben. Auf Papier. Und ein Foto von der Hütte, wo er mit seiner Familie ohne Strom und Fernsehen wohnt!1! Wir wissen gar nicht, wie gut es uns hier geht!111!!!1&#8243;) bewerben oder von Nachrichten, die stolz verkünden, daß irgendeine Politrampensau irgendetwas fordert oder daß Städte künftig (wenn ein von irgendwem gefordertes Gesetz beschlossen wird) Eigenwerbung wie &#8220;Universitätsstadt&#8221; oder &#8220;Arsch der Welt&#8221; auf ihre gelben Ortseingangsschilder drucken dürfen.</p>
<p>Wißt ihr, mir ist es scheißegal, ob das bei euch &#8220;hier rein und da raus&#8221; geht. Mich macht sowas aggressiv. Ich bezahle dafür Gebühren, die einst, in grauer Vor- und hoffnungsvoller Nachkriegszeit beschlossen wurden, um genau diese Form der belanglosen und propagandistischen Gehirnwäsche einzudämmen. Und bekomme für dieses Geld vorsätzlich unfähige Vollidioten vorgesetzt, die andere unfähige Vollidioten unfähig halten und/oder noch denkfähige Menschen ebenfalls zu Vollidioten transformieren sollen.</p>
<p>Aber: Was soll man machen. Die Quoten sind ja gut.</p>
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		<title>Das Schlimmste an der Kostenloskultur&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 16:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;ist:

Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ist:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur-600x450.jpg" alt="Eine Palette mit kostenlosen Telefonbüchern und Branchenverzeichnissen steht unbeachtet in der Müllecke eines Supermarktvorplatzes" title="" width="600" height="450" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1989" /></a></p>
<p>Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Leser ärgern auf einfache Weise. Heute: &#8220;position: fixed&#8221;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/22/leser-argern-auf-einfache-weise-heute-position-fixed/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 17:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
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		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schreibe dies aus zwei Gründen. Erstens: Weil ich fürchte, daß das im Folgenden behandelte Phänomen nur Leute begreifen, die die Vorzüge einer möglichst mauslosen Computerbedienung zu schätzen wissen und deshalb auch mit ihrer Tastatur nicht auf Kriegsfuß stehen und es deshalb jenen, die genau den beschriebenen Designfehler machen, überhaupt nicht als Benutzbarkeitsproblem in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe dies aus zwei Gründen. Erstens: Weil ich fürchte, daß das im Folgenden behandelte Phänomen nur Leute begreifen, die die Vorzüge einer möglichst mauslosen Computerbedienung zu schätzen wissen und deshalb auch mit ihrer Tastatur nicht auf Kriegsfuß stehen und es deshalb jenen, die genau den beschriebenen Designfehler machen, überhaupt nicht als Benutzbarkeitsproblem in den Sinn kommt. Zweitens, weil ich anderen Tastenfickern (wie ich selbst einer bin) gerne einen einfachen Weg zeigen will, wie man diesen Krebs auf bequemstmögliche Weise wieder los wird.<span id="more-1915"></span></p>
<h3>Prolog</h3>
<p>Menschen, die wie ich die Computerbedienung mit der Maus vermeiden, sind bequem. Das klingt nur für jene paradox, die sich einreden (lassen), mit der Maus hin und her zu fahren oder auf dem Touchscreen an scrollbars herumzufingern, sei einfacher. Wer sich hingegen mal dazu durchringt, sich an seine Tastatur zu gewöhnen und sich die, sogar zwischen den drei großen Betriebssystemgruppen kaum unterschiedlichen, systemweiten Tastenkürzel für viele Standardaufgaben (<em>&lt;Strg&gt;+&lt;C&gt;</em> bzw. <em>&lt;Strg&gt;+&lt;Einfg&gt;</em> für <em>Menü &#8211; Bearbeiten &#8211; Kopieren</em> ist nur einer von vielen) einzuprägen, wird bald merken, wie viel effizienter er insbesondere bei vielen offenen Tabs und Fenstern auf seinem/n Desktop(s) hin und her navigiert.</p>
<h3>1. Das Phänomen</h3>
<p>Natürlich gibt es auch ein Tastaturkürzel für &#8220;den Text im aktuellen Fenster um knapp eine Seite weiterblättern, damit die aktuell unterste Zeile zur aktuell obersten wird und man nahtlos weiterlesen kann&#8221;. Es gibt sogar mindestens zwei. Das erste ist die dedizierte Taste <em>&lt;Bild nach unten&gt;</em>, die sich auf den meisten Tastaturen oberhalb der vier Richtungspfeiltasten befindet. Das zweite ist die &#8220;Leertaste&#8221;. Diese Zuordnung ist uralt, es gab sie schon in den allerersten zeilenorientierten Textkonsolenanwendungen, den Älteren unter uns vor allem durch den Befehl &#8220;more&#8221; bekannt.</p>
<p>Dieses sehr bequeme, fast &#8220;buchgleiche&#8221; Lesen längerer Texte können sich, wie gesagt, vor allem &#8220;Designer&#8221; nicht vorstellen. Das kommt, weil sie lieber auf &#8220;schicke&#8221; Lösungen fokussiert sind und außerdem fast immer zu den Maus-(Rad-)-Scrollern gehören. Offensichtlich gestalten auch bei <a href="http://www.heise.de/tp/">Telepolis</a>, das ich hier als Beispiel nehme, vorwiegend nicht echte Internetgestalter, sondern eher grafiklastige Mausmenschen, die von Konventionen wie den oben genannten nichts oder nicht genug wissen, das Benutzerinterface zu den journalistisch von mir sehr geschätzten Beiträgen. Jedenfalls kann man dies annehmen, wie das folgende Bild zeigt:</p>
<p><a class="nohover" href="http://www.heise.de/tp/artikel/34/34820/1.html"><img class="blackborder alignnone size-full wp-image-1916" title="Das nahtlose Weiterlesen beim bequemen seitenweisen Blättern wird durch einen feststehenden, den Text überlagernden &quot;Footer&quot; unmöglich. (Link öffnet den abgebildeten Beitrag im gleichen Fenster.)" src="/_ressourcen/uploads/tp_overlay.jpg" alt="Das nahtlose Weiterlesen beim bequemen seitenweisen Blättern wird durch einen feststehenden, den Text überlagernden &quot;Footer&quot; unmöglich." width="594" height="936" /></a></p>
<p>Will man diesen Text lesen, muß man entweder &#8211; wie der vermutlich in Sachen Benutzbarkeitsgrundsätze und &#8220;User interface&#8221; nur unvollständig ausgebildete Gestalter &#8211; zur Maus greifen und, wenn vorhanden, das Scrollrad verwenden, oder mühselig mit den Cursortasten zeilenweise &#8220;blättern&#8221; oder, nach jedem seitenweisen Blättern, mit der Cursor-nach-oben-Taste zwei Zeilen zurückgehen und den Anschlußtext suchen. Wir sehen: Wer viel am Bildschirm liest, den kann man mit einer winzigen, und in einigen Fällen (siehe unten) &#8220;gut gemeinten&#8221; Unachtsamkeit nachhaltig verärgern, denn einen längeren und, wie bei TP, oft hochwertigen Text zu lesen, erfordert auch für sich allein oft schon genug Konzentration. Die Informationsfülle im Netz wird ja auch nicht weniger, je mehr Wasser den Rhein hinunter fließt.</p>
<p>Verantwortlich ist im speziellen Beispiel folgender Code, der den unteren Balken formatiert (gekürzt):</p>
<blockquote><p><code>div.tp-footer {position: fixed; z-index: 5}</code></p></blockquote>
<h3>2. Die Lösung(en)</h3>
<p>Man kann solchen ärgerlichen Schlampigkeiten &#8211; ich nenne sie lieber &#8220;Featuritis-Geschwüre&#8221;, da sie in der Regel aus einer unreflektierten unidirektionalen Begeisterung für &#8220;neue&#8221; (was hier nicht einmal zutrifft) Funktionen/Möglichkeiten resultieren, sprich: ich mache es, weil es geht &#8211; auf viele Arten und an beiden Enden der Kommunikationsstrecke begegnen.</p>
<h4>Auf Anwenderseite</h4>
<p>In der Regel ist es müßig, Inhaltsanbieter auf dergleichen hinzuweisen. Wer es ein paar mal versucht hat, weiß, daß die Rechtfertigung des für alternativlos befundenen eigenen Handelns, meist in blumige Worte gekleidet, in der Regel die maximal erreichbare Reaktion ist. Wahrscheinlicher ist gar keine Reaktion, da das Anliegen oft gar nicht verstanden wird. Und davon abgesehen: Wer will schon seine Zeit damit verbringen, anderen zu erklären, wie sie die eigene Gunst sicherstellen können. Daher ist eine nutzerseitige Behebung vermutlich der Normalfall.</p>
<ol>
<li><strong>Nicht lesen.</strong> Der einfachste Weg, sofern der Inhalt nicht, wie im Beispiel, wirklich lesenswert ist.</li>
<li><strong>Ohne Stylesheet lesen.</strong> Dieser Weg ist der einfachste und jeder erwähnenswerte Browser besitzt heute eine entsprechende Funktion, um alle in der Seite enthaltenen oder verlinkten CSS-Formatierungsangaben zu ignorieren. Das Resultat ist eine Seite im reinen Textmodus, deren Navigation nicht immer einfacher und deren Aussehen selten reizvoller wird, die dafür aber das Lesen von insbesondere längerem Fließtext oft erheblich vereinfacht. Übrigens ist dieser Weg auch ganz hervorragend geeignet, um der leider immer noch sehr verbreiteten schlechten Angewohnheit, möglichst viel (kleinen)</li>
<li><strong>Eigenes Stylesheet verwenden.</strong> Diese komfortable Methode ermöglicht es versierteren Lesern, die einen &#8220;ordentlichen&#8221; Browser verwenden, global und/oder pro Website eine CSS-Datei anzugeben, deren Angaben die Formatierungen des Seitenanbieters überschreiben. Opera unterstützt beide Möglichkeiten ab Werk, für viele Mozilla-Derivate gibt es entsprechende Filter-Plugins. In einer solchen &#8220;User-CSS&#8221;-Datei würde man die oben genannte Angabe einfach abändern. Zum Beispiel in<br />
<blockquote><p><code>position: relative !important; z-index: 0 !important;</code></p></blockquote>
<p>Damit erschiene der &#8220;Footer&#8221; aus dem Beispiel wieder so, wie es der Name nahelegt: Als Fußzeile. (Normalerweise, wenn im konkreten Fall nicht noch ein paar andere Faktoren vorhanden wären, aber immerhin, er überlagert nichts mehr.) Und der Text wäre, wie  im folgenden Bild, bequem bis zum Ende lesbar &#8211; wo man dann ja auch die Hinweise des Herausgebers zu rechtlichen und weiteren Themen fände, von denen er scheinbar annimmt, seine Leser fänden diese Themen ohne Omnipräsenz nicht so wichtig wie er selbst oder zumindest  nicht so wichtig wie den eigentlichen Inhalt.</li>
</ol>
<p><img class="blackborder alignnone size-full wp-image-1916" title="So soll es eigentlich sein, wenn man auch bequeme Leser nicht vergraulen will: Das Auge findet am oberen Rand schnell den Anschluß, da die zuletzt gelesene Zeile nun ganz oben steht." src="/_ressourcen/uploads/tp_korrigiert.jpg" alt="So soll es eigentlich sein, wenn man auch bequeme Leser nicht vergraulen will: Das Auge findet am oberen Rand schnell den Anschluß, da die zuletzt gelesene Zeile nun ganz oben steht." width="594" height="936" /></p>
<h4>Auf Anbieterseite</h4>
<p>Natürlich ließe sich auch auf Anbieterseite einiges ändern, sofern die Belange des Lesers interessierten:</p>
<ol>
<li>Im konkreten Beispiel könnte man einfach darauf vertrauen, daß Leser Hinweise zu Impressum und Datenschutz, wenn sie sich nicht am oberen oder linken Seitenrand befinden, an der dann wahrscheinlichsten Stelle suchen: Am Seitenende. Dann würde man einfach die oben genannten CSS-Änderungen schon in der eigenen Formatvorlage einbauen (der Befehl <code>!important</code> wäre dann obsolet) und auf die Intelligenz der eigenen Leser vertrauen (was, nebenbei, auch eine Frage impliziter Wertschätzung ist).</li>
<li>Wenn man partout ein omnipräsentes Element vorhalten will &#8211; manche sind der diskutierbaren Ansicht, Navigationsmenüs sollten diese Eigenschaft haben &#8211; sollte man es so positionieren, daß es nichts überlagert. In den Lesegewohnheiten unseres Kulturkreises bietet sich dafür ein Bereich NEBEN fließendem Text an. Für ein Navigationsmenü wird man aus Konventionsgründen die linke Seite wählen und, aus den weiter oben schon genannten Gründen, dafür sorgen, daß es sich ebenfalls ohne Maus ansteuern läßt.</li>
</ol>
<p>Und bis hierher gelesen hat, und auch nur über die Möglichkeit, die Auswirkungen der so hübsch fixierten Overlay-Leiste auf das intuitive Blätterverhalten nun mit Hilfe von javascript:scroll abzufangen, der hat meinen Text bestenfalls sprachlich verstanden. Warum das so ist und warum sich diese Idee auch verbietet, erkläre ich dann aber nur noch gegen Entgelt und unter vier Augen (bei Interesse: siehe Impressum).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>RWE begräbt Lena</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 16:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/lena_begraben.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/lena_begraben-600x400.jpg" alt="Ein Absetzer im Braunkohlentagebau Garzweiler versinnbildlicht, was Insider schon seit 2010 denken: Die Trulla ist weg vom Fenster und wird nun begraben. Bald wächst Gras über Lena." title="Ein Absetzer im Braunkohlentagebau Garzweiler versinnbildlicht, was Insider schon seit 2010 denken: Die Trulla ist weg vom Fenster und wird nun begraben. Bald wächst Gras über Lena." width="600" height="400" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1903" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zuschauer 2.0</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 22:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Eigentlich&#8221; wollte ich den heutigen &#8211; bzw.: gestrigen &#8211; Sonntag als Konsument erleben. Und zwar in jenem klassischen Sinne, wie ihn eine mittlerweile immer verbissener, ja: peinlicher agierende Unterhaltungsindustrie gerne definiert sieht: Sofa, Chips, Glotze, DVD.
Natürlich kam es anders. Dazu muß man wissen, daß der Film, um den es ging, erstens kein klassischer Blockbuster, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Eigentlich&#8221; wollte ich den heutigen &#8211; bzw.: gestrigen &#8211; Sonntag als Konsument erleben. Und zwar in jenem klassischen Sinne, wie ihn eine mittlerweile immer verbissener, ja: peinlicher agierende Unterhaltungsindustrie gerne definiert sieht: Sofa, Chips, Glotze, DVD.</p>
<p>Natürlich kam es anders. Dazu muß man wissen, daß der Film, um den es ging, erstens kein klassischer Blockbuster, sondern eher französisch-intellektuelle Kommödie war, und ich ihn zweitens vor etwa 20 Jahren aus dem Fernsehen auf VHS aufgenommen und später dann mittels Capture-Karte digitalisiert auf einem Medium gespeichert hatte, das eines Tages aus, wenn man so will, systemimmanenten technischen Gründen versagte. Durch eine, sagen wir mal: glückliche, Fügung fand besagter Film nun in der DVD-Version wieder zu mir. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, nicht nur zusätzlich zur damals aus &#8220;Arte&#8221; aus wiederum technischen Gründen einzigen deutschen Tonspur auch im Originalton, sondern auch mit, wie heute üblich, durchaus spannendem &#8220;Bonusmaterial&#8221; daherzukommen; im konkreten Fall: Interviews mit der Hauptdarstellerin, der Regisseurin und dem Autor. <span id="more-1899"></span></p>
<p>Der naheliegende Plan war nun heute/gestern, den Film anzusehen. So banal das klingt. Knabberzeug, Bier, Großbildfernseher, Dolby-Anlage. Indes: Das unerträglich schwülheiße Wetter und einige Onlinekonversationen verbannten mich ins nerdig-abgedunkelte und ventilatorgekühlte Arbeitszimmer. Der Arbeits-PC, seinerseits mit einem ausreichend guten Bildschirm und Tonsystem ausgestattet, begannen gegen 21 Uhr mit dem Hauptmenü der DVD. Wo, wenig überraschend, neben dem Hauptfilm das genannte Zusatzmaterial zu finden war. <em>Bevor du den Film siehst, wenn auch endlich auf französisch, siehst du dir das an.</em> Da die Abspielsoftware die Untertitel verschluckte, war zudem aufmerksames Hinhören vonnöten; glücklicherweise bin ich halbnativer Französischzuhörer.</p>
<p>Und damit begann etwas, das mich, wenn auch nicht zum ersten mal, auf eine anzunehmende Tatsache unseres &#8220;Informationszeitalters&#8221; stieß. Anstatt die DVD einfach, Kapitel für Kapitel, auf mich wirken zu lassen, sah ich &#8211; zum Zeitpunkt da ich dies schreibe: Nur! &#8211; die Bonustracks, in Originalfassung. Schlug sämtliche unbekannten Ausdrücke in Echtzeit und ohne meinen Platz zu verlassen im Onlinewörterbuch nach. Recherchierte Hintergründe zu Film, Darstellern und Produzierenden in der deutschen und französischen Wikipedia nach. Suchte mittels Googles Bildersuche nach aktuellen und alten Fotos der Darsteller, um zu verstehen, warum sie gecastet wurden. Las mich parallel in andere Werke des Autors, der Regisseurin und der Darsteller ein.</p>
<p>Das ist nun schon vier Stunden her. Und ich habe mit dem zweistündigen Hauptfilm noch nicht mal begonnen. Aber ich mußte endlich einmal festhalten, wie unglaublich sehr, wie unglaublich geil diese moderne &#8211; stets vermutlich gerade auch deswegen bedrohte &#8211; vernetzte, semantische, multimediale Wissenswelt ist. Macht sie doch aus dem 120minütigen, vollständig passiv-konsumptiven Kinoabend meiner informationsgesellschaftlich schäbigen Jugend einen vollwertigen Ganztagsausflug in die Welt von Wissen, Information und Kultur.</p>
<p>Und ich warne dich, senile korrupte und vom wirklichen, wissenden Leben nichts wissen( wollen )de Politmarionette: Hüte dich davor, mir das jemals wieder nehmen zu wollen. Hüte dich. Jemals.</p>
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		<title>Ein bißchen Voting, ein bißchen Hilfe&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 15:22:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja. Ich weiß. Das, worüber ich mich jetzt schon ein paar Tage lang fassungslos, sagen wir, verwundere, ist ein alter Hut. Ich bin erst kürzlich darüber gestolpert, weil mir der zur unterhaltungsfunklichen ÖPP &#8220;Song Contest&#8221; verkommene und mit Hilfe unbezahlter Praktikanten demnächst in Düsseldorf selbstverliebt veranstaltete einstige Grand Prix Eurovision de la Chanson heute noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja. Ich weiß. Das, worüber ich mich jetzt schon ein paar Tage lang fassungslos, sagen wir, verwundere, ist ein alter Hut. Ich bin erst kürzlich darüber gestolpert, weil mir der zur unterhaltungsfunklichen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ÖPP">ÖPP</a> &#8220;Song Contest&#8221; verkommene und mit Hilfe <a href="http://www.derwesten.de/kultur/musik-und-konzerte/eurovision-song-contest/Lena-Meyer-Landrut-und-die-Gratis-Praktikanten-id4181188.html">unbezahlter Praktikanten</a> demnächst in Düsseldorf selbstverliebt veranstaltete einstige Grand Prix Eurovision de la Chanson heute noch viel weiter am Arsch vorbei geht, als er es zu Zeiten von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8dxbbd7Py-c">&#8220;hihihihi, ne Gehirnzelle&#8221;-Nicole</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralph_Siegel">Ralphs Igel</a> schon tat. </p>
<p>Alles, was ich in Summe über diesen für den weiteren Weltverlauf in seiner Bedeutung noch hinter einem Sack asiatischen Getreides rangierenden Glitzer-Hokuspokus-Budenzauber behalten habe, ist die ungefähre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Vorausscheidungen_zum_Eurovision_Song_Contest">Geschichte der deutschen Vorausscheidung</a><span id="more-1823"></span> (eine übrigens im Bezug auf den zweiten Teil des zusammengesetzten Substantives meist sehr treffende Bezeichnung). Diese variierte bis 2010 weitgehend darin, daß entweder das Publikum der &#8211; nicht einmal immer im Fernsehen übertragenen &#8211; nationalen Vorrunden oder aber eine wie auch immer qualifizierte Jury darüber befinden durfte, welcher der Kandidaten nun geeignet sei oder auch nicht und daß manchmal auch sofort ein Teilnehmer per Dekret bestimmt bestimmt wurde. So weit, so schlecht. </p>
<p>Für ein echtes Novum sorgt allerdings spätestens in diesem Jahr die großmeisterliche Organisation des im Umgang mit, sagen wir mal: mit bisweilen überschaubarer intellektueller Investition zu lukrativem Lacherfolg zu verleitenden Massen geübten und unbestritten Grand Prix-erfahrenen Unterhaltungsunternehmers Raab. Erstmalig kann das Publikum über den deutschen Teilnehmer abstimmen &#8211; und kann es zugleich nicht. Denn daß die mit ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mockney">Mockney-Akzent</a> und <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,694730,00.html">unübersehbarer Ambition auf den Titel als &#8220;deutsche Amy Winehouse&#8221;</a> einmal vom Fernsehvolk als Vertreter auserkorene aus ihrem Vorjahrestitel einen universellen Repräsentanzanspruch ableiten könne, <a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/kultur/songconest/2364466/raab-lena-soll-song-contest-titel-2011-verteidigen.story">stand für Raab schon unmittelbar nach diesem Sieg fest</a>.</p>
<p>Der Fehler, trotz ohnehin feststehender Volksmusikvertreterin auf eine Quoten und, so darf man annehmen, auch ordentliches Televoting-Entgelt bringende Reihe von &#8220;Entscheidungen&#8221; und &#8220;Finalen&#8221; zu verzichten, wäre für einen Profi wie Raab indes unverzeihlich. Also macht der kluge Geschäftsmann aus ehemaligen &#8220;Vorrunden&#8221; kurzerhand eine &#8220;neues Album-Vorstellung in drei Akten&#8221; (das Album gibt es termingerecht im Handel) und der begeisterte Fan darf, ehe er eine Kopie davon kauft, noch schnell ein bißchen die Telefonrechnung optimieren und darüber befinden, mit welchem Stück aus dem neuen Album denn nun das gutbürgerliche Wundergirlie offiziell die Welt beglücken darf.</p>
<p>Ich widerspreche mir nicht, wenn ich zuerst behaupte, daß mir Lena, Raab und ihre karnevalsverlängernde Schlagerparade reichlich egal sind, denn das sind sie. Mich interessiert nicht nur nicht, ob sie gewinnt oder verliert. Auch mein Mitleid für jeden, der blöd genug ist, sich angesichts einer kommerziellen Europarade für die Verunglimpfung des an sich beispielhaften echten &#8220;Ehrenamts&#8221; herzu- und, als &#8220;Lohn&#8221;, mit dem <a href="http://www.digitalfernsehen.de/NDR-sucht-freiwillige-Helfer-fuer-Eurovision-Song-Contest.47400.0.html">einzigartigen Flair der größten Musikshow der Welt</a> zufriedenzugeben, liegt deutlich unterhalb der Nullinie.</p>
<p>Die bemerkenswerte Entwicklung einer völlig unwichtigen Fernsehshow deutet jedoch in erschreckender Weise auf eine Grundtendenz in diesem Land und dem &#8220;zivilisierten Abendland&#8221; generell: Während anderswo auf der Welt nach Jahrzehnten der Hinnahme gegen scheindemokratische Diktaturen aufgestanden wird, erscheint es bei uns als völlig selbstverständlich, daß man bei einer als solchen bezeichneten Wahl &#8211; und damit meine ich, man ahnt es, weder Hupfdohlenwettbewerbe noch Kakerlakenwettessen &#8211; aus den sprichwörtlichen drei Haufen Scheiße denjenigen küren soll, der am appetitlichsten verpackt ist. Daß man sich dies mit Floskeln wie &#8220;scheiße wählen ist besser als gar nicht wählen&#8221; oder &#8220;man kann eh nichts dagegen tun&#8221; schönredet. Daß man, um nicht daran erinnert zu werden, geradezu offensiv gegen jeden angeht, der die Scheißehaufen beim Namen nennt. Oder daß man, noch schlimmer, sich dessen sogar bewußt ist und damit tröstet, daß andere ja noch viel mehr verarscht würden.</p>
<p>Ich war, wie gesagt, fassungslos. Auch darüber, wie unkritisch fast die gesamte Welt der &#8220;Qualitätsmedien&#8221; das &#8220;große Ereignis&#8221; lobpreist. Und ich rechne dementsprechend fest damit: Am 18. Februar werden Millionen Fernsehdeutsche ihren eigenen (vermutlich: mehrfachen) Abstimmungsbeitrag zur demokratischen Wahl des neuen deutschen Sieger(titel)s mit Rotkäppchen-Prosecco (und eventuell aufbewahrten Guildo Horn-Kostümen) feiern. Und sich später, vor dem Schlafengehen, noch schnell anhand einer Spiegel TV-&#8221;Dokumentation&#8221; darüber entsetzen, daß in der DDR die Parteien der Nationalen Front stets mit mindestens 98 Prozent der Wahlstimmen überraschend deutlich bestätigt wurden.</p>
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		<title>Kalibrieren bitte!</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben <a href="http://www.ennomane.de/2011/01/18/was-uns-euroweb-vs-nerdcore-ueber-postprivacy-und-informationskontrolle-lehrt/">andere</a> über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich <a href="http://rz.koepke.net/2011/01/20/antiautoritare-erziehung-als-altlast/">nachgedacht</a>.</p>
<p>Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. <span id="more-1811"></span></p>
<p>Vorab: Ich verabscheue Disclaimer. Ich verabscheue sie, weil sie dem Leser etwas ersparen sollen, das ich prinzipiell von jedem verlange: Sich die Mühe zu machen, kontextuell und nicht reflexhaft oder in Schubladen zu denken. In einer Situation, in der zum kübelweisen Besprühen mit virtueller Scheiße (&#8221;Shitstorm&#8221;) aufgerufen wird und die weder einer Hexenjagd noch dem letzten hinterwäldlerischen Lynchmob in irgendetwas nachsteht, kann man Rationalität jedoch kaum erwarten. Drum mache ich schweren Herzens eine Ausnahme. Also: Wer mich kennt, weiß, was ich von Leuten halte, die aus der Gutgläubigkeit Profit ziehen. Daran hat sich auch heute und nach diesem Beitrag nichts geändert. Und selbstverständlich stehe ich auch weiterhin dazu, daß das &#8220;Argument&#8221;, daß man immer jemanden oder etwas findet, der/das &#8220;noch schlimmer&#8221; (dran) ist, für mich niemals eins sein wird. Wertmaßstäbe sind für mich keine Frage der Relation. Ich hoffe, das genügt.</p>
<p>Wertmaßstäbe sind indes ein guter Einstieg. Wir sind uns sicher alle einig, daß selbsternannter &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zu verachten ist, wenn er parteiisch wird und vor allem, wenn er das auf Basis von Behauptungen und Vermutungen tut. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-zeitschrift-mit-dem-frausrufezeichen/">Fragezeichen sind hier ein beliebtes Stilmittel</a> (&#8221;Hat dieser Mann drei Frauen abgeschlachtet?&#8221;, &#8220;Bundeskanzler ein Betrüger?&#8221;). Und sobald es um Journalistendarsteller wie Baptist Kerner geht, der sich <a href="http://redblog.twoday.net/stories/11579097/">auf Kosten des Steuerzahlers</a> mit einem privatkommerziellen Fernsehtrupp nach Afghanistan fliegen läßt, um sich dem Kriegsminister als Stichwortgeber und &#8220;der Truppe&#8221; als Kümmerer im Dienste einer großen &#8220;unsere Jungs und die Freiheit am Hindukusch&#8221;-Kampagne anzudienen, wird sich &#8211; völlig zurecht &#8211; über das Fehlen jedweder echten kritischen Distanz kollektiv ereifert. </p>
<p>Das Einfordern von Distanz scheint jedoch relativ &#8211; Gegenbeispiel: Ein selbsternannter Rächer des &#8220;kleinen Mannes&#8221; schwadroniert in einem, vorsichtig formuliert: leicht voreingenommenen Beitrag des mitteldoofen Rundunks über eine Firma, die Unternehmer über den Tisch ziehe. Was ist geschehen? Die vermeintlich Betrogenen haben für das Versprechen, eine Homepage (MDR-Moderator: &#8220;das sind so Visitenkarten im Internet&#8221;) im Wert mehrerer tausend Euro geschenkt zu bekommen, ohne jede Skepsis oder nochmaliges Lesen alles unterschrieben, was man ihnen vorlegte. Denn: &#8220;Es wirkte ja völlig seriös&#8221;. Und natürlich, weil das &#8220;Angebot nur jetzt sofort&#8221; gegolten habe. Man befragt einen Rechtsanwalt zu einem heimlich gefilmten Verkaufsgespräch und dieser stellt, fast gleich einer Enthüllung, fest, daß die &#8220;Außendienstmitarbeiter&#8221; wohl &#8220;professionell geschult&#8221; seien, &#8220;ihr Produkt an den Mann bzw. die Frau [zu] bringen&#8221;. Danach gibt der investigative Moderator zunächst einem weiteren &#8220;Opfer&#8221; Stichworte wie &#8220;werden Sie weiterkämpfen?&#8221; und empiehlt, &#8220;stark&#8221; zu bleiben, fragt anschließend eine &#8220;Expertin&#8221; nach den &#8220;Tücken&#8221; dieser &#8220;Masche&#8221; und wie sie denn gegen diese &#8220;Gaunerei, man muß es so nennen&#8221; vorgehen wolle. Ein eindeutig parteiisches, journalistisch fragwürdiges und bestenfalls &#8220;gut gemeintes&#8221; Stück öffentlich-rechtlichen Schaffens also, über das, ginge es hier etwa gegen Anti-Zensur-Aktivisten oder um die oben genannte Kerner-kocht-am-Kundus-Show, unverzüglich ein Sturm der virtuellen Empörung losbräche. Gar E-Petionen gäbe es, gegen schlechten Journalismus und so. Und doch wird, da es hier, so hat man gehört, um &#8220;die Bösen&#8221; geht, dieser Beitrag ernsthaft und anstelle eines rechtskräftigen und belastbaren Urteils <a href="http://www.wort-schuetzen.de/wp/?p=2234">als Beweis für die Schuld der besagten Firma gewertet</a> und das sogar in einem Artikel, der selbst mit der Empfehlung schließt, sich am besten auf Fakten zu stützen. </p>
<p>Natürlich: Das, was da vorgeworfen wird, ist, vornehm ausgedrückt, reichlich unschön. Vor allem, falls es tatsächlich stimmen sollte, daß zwar Geld abgebucht, dafür aber keine Leistung erbracht wurde. Aber: Festzustellen, DASS da Unrecht geschehen ist &#8211; und wie es ggf. zu sühnen sei -, ist, wie (zumindest nominal) bei allen Streitigkeiten in diesem unseren Land, aus wie ich finde zumindest in der idealtypischen Theorie überragend guten Gründen nun mal Sache eines Gerichts und eben nicht eines &#8220;gesunden&#8221;, gar &#8220;moralisch&#8221; geprägten &#8220;Volksempfindens&#8221;.</p>
<p>&#8220;Moral&#8221; ist ein weiteres gutes Stichwort. Da wird in manchen Kommentaren ernsthaft zunächst zum virtuellen Teern und Federn aufgerufen, um dieses im gleichen Atemzug mit der dem Gericht, das der Firma das Wegnehmen der betreffenden Domain legitimiert hat, und natürlich der Firma selbst vermeintlich abgehenden &#8220;Moral&#8221; zu begründen. Abgesehen davon, daß &#8220;Moral&#8221; für mich in die gleiche Kategorie fällt wie &#8220;Ehre&#8221; bzw. &#8220;Ehrverletzung&#8221;, &#8220;Rowdytum&#8221; oder &#8220;Keuschheit&#8221;: Vor derart massiver kognitiver Dissonanz muß man einfach nur ehrfürchtig den Hut ziehen.</p>
<p>Nein, mit Emotionen, zumal ungeordneten und unkanalisierten, kommt man in Fällen wie diesen nirgends hin. Außer vermutlich in eine Ecke, an deren Rand ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Kindergarten&#8221; nicht weiter auffiele. Um was geht es denn mal jenseits aller ja vielleicht sogar      nachvollziehbaren Erregung: Eine Firma geht offenbar zu Gewerbetreibenden, nennt zunächst vemeintlich überzogene Preise für eine Leistung, die sie dann jedoch nicht in Rechnung stellen würde, um dafür andere Leistungen eben doch zu berechnen. Schon das mit den Preisen ist derweil kompletter Unsinn, zumindest als Pauschalaussage. Denn an einer ordentlichen, individuell handwerklich gestalteten, bedingungslos bedienbaren und barrierefreien Internetpräsenz für ein nicht einmal großes Unternehmen inklusive Abnahmen, Anpassungen, Layout, Texterstellung, Grafikdesign, womöglich individueller Programmierung, Endbenutzer- und Akzeptanztests kann eine seriöse Agentur gar nicht für ein paar hundert Euro arbeiten, sofern sie ihre Angestellten, ihre Miete, ihre laufenden Rechnungen und ggf. eingesetzte Spezialsoftware ordentlich bezahlen will oder muß und sobald es über die sogenannte &#8220;Web-Visitenkarte&#8221; hinausgeht.<br />
Solche Größenordnungen mögen für den mittlerweile verbreiteten &#8220;mit dem Hobby ein paar Taler dazu&#8221;-Verdiener natürlich schier unglaublich, geschweige denn gegenüber seinen Kunden durchsetzbar klingen und zudem steht ja die Behauptung im Raum, daß die besagte Firma all dies überhaupt nicht leiste, sondern eben nur Baukastenseiten zusammenklicke. Angenommen das ist so: So funktioniert das in diesem System nun einmal &#8211; Preise entstehen durch Angebot und Annahme. Oder fragt irgendein Fanboy bei bei seinem Apfeltelefonhersteller ebenso kritisch nach, warum dieser für ein in China nach amerikanischen Vorgaben zusammengeklebtes &#8220;Designtelefon&#8221;, auf dem im Wesentlichen zusammengeklickte &#8220;Apps&#8221; (gegen Entgelt!) abgespielt werden, den vermutlich mehrhundertfachen Herstellungspreis nicht nur verlangt, sondern obendrein noch klaglos bekommt, sei es per Einmalzahlung oder verteilt über die monatliche Laufzeit?</p>
<p>&#8220;Laufzeit&#8221; ist das nächste Stichwort. Von Knebelverträgen ist da die Rede. &#8220;Knebel&#8221; wohl deshalb, weil die Laufzeiten &#8220;lang&#8221; sind. Es geht augenscheinlich um 48 Monate, also das zweifache eines Handyvertrags. Letzteren unterschreibt, bei aller Fragwürdigkeit, auch heute noch wie selbstverständlich etwa jeder vierte Deutsche als Privatkunde alle zwei Jahre für ebendiese Laufzeit (&#8221;klar, das ist doch normal&#8221;), und das nicht mal immer für ein vergünstigtes Telefon mit einem Obstymbol.<br />
Im gewerblichen Bereich gelten da ganz andere Maßstäbe. Nehmen wir einen Leasingwagen &#8211; da sind fünf Jahre keine Seltenheit. Oder eine Büroetage: Ich kenne genug Gewerbetreibende, die ihre der Konditionen wegen gleich für zehn Jahre im Voraus verbindlich abnehmen. Und das bei Mieten, die ein paar hundert Euro deutlich übersteigen. Wo genau liegt der Unterschied zwischen diesen Gewerbetreibenden und den mutmaßlich &#8220;übers Ohr gehauenen&#8221;? Bei allem Respekt muß man hier wohl ganz nüchtern sagen: In der Tatsache, daß erstere in &#8220;heute billig morgen teuer sofort unterschreiben&#8221;-Phrasen sofort ein unüberwindbares Kaufhindernis sehen würden. Und gleich im Anschluß vermutlich darin, daß, unterschrieben sie das Angebot dennoch, sie es Wort für Wort durchläsen und verstünden, ehe sie letztlich doch ihren Kringel setzten und eben das nicht täten, wenn sie auch nur den kleinsten Zweifel hätten oder man ihnen ohne Zeugen mündlich etwas von einem &#8220;Widerrufsrecht&#8221; erzählte, das, wie man als selbständiger Unternehmer einfach mal wissen sollte, im BGB für Haustürgeschäfte mit Privatkunden geregelt ist und obendrein selbst dort nicht für individuelle Werkverträge gilt und zu allem Überfluß, wie alle anderen mündlichen Absprachen, auf dem Schriftsatz ausdrücklich ausgeschlossen wird.</p>
<p>Man muß das alles nicht in Ordnung finden. Tue ich &#8211; wie schon geschrieben &#8211; selbst auch nicht, obwohl ich nicht ganz leugnen kann, daß die bei der altbewährten Formulierung &#8220;ich schenke Ihnen was ganz wertvolles und teures&#8221; scheinbar automatisch aussetzende Vernunft letztlich auch nichts anderes als eine Folge von Gier sein muß. Aber wie dem auch sei, man sollte hier mal den Klingonen bei Seite lassen und stattdessen den Vulkanier rauskramen. Mir drängt sich bei der ganzen Debatte jedenfalls die Befürchtung auf, daß, je lauter hier jemand schreit, umso weniger realistische Vorstellung er davon haben kann, was man sich hinter Begriffen wie &#8220;Dienstleistung&#8221; im allgemeinen und &#8220;Vertrieb&#8221; im ganz besonderen heutzutage in der Praxis vorstellen muß. Will ich damit etwas relativieren? Nein, siehe wiederum ganz oben. Im Gegenteil. Das Problem ist halt nur nicht $firma. $Firma ist eine beliebige Variable, die gesternmorgenübermorgen stets anders besetzt war und sein wird. </p>
<p>Das Problem ist &#8211; neben der politisch seit Jahrzehnten geförderten Erwerbsnot, die immer mehr Menschen zwingt, Beschäftigungen nachzugehen, die sie in einem seinen Namen verdienenden und die Menschenwürde respektierenden Sozialstaat vermutlich niemals annähmen &#8211; die grundlegende Mentalität, die heute überall dort, wo es um Geld geht vorherrscht. Sie ist an Sätzen wie &#8220;wenn wir&#8217;s nicht machen, macht&#8217;s ein anderer&#8221; erkennbar. Sie wird gerne zu den &#8220;freien Kräften des Marktes&#8221; verklärt, die sich &#8220;selbst ins Gleichgewicht&#8221; brächten. Oder, weniger beschönigend, als &#8220;Sozialdarwinismus&#8221;, als &#8220;survival of the fittest&#8221;, als &#8220;Recht des Stärkeren&#8221; oder, wohl am zutreffendsten als &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221; bezeichnet. Des Problems, das aus dieser Mentalität erwächst (oder auch umgekehrt) wird man nicht mit Teer und Federn oder gar mit Jauchekübeln Herr. Jedenfalls nicht, solange man diese über vergleichsweise kleine Lichter schüttet, die schon morgen durch neue ersetzbar sind. Und ersetzt sein werden.</p>
<p>Denkt mal darüber nach. Danke!</p>
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		<title>Diagnose: Verstümmelt</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 21:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der Vermutung, daß hinter der seinerzeit viel zu plötzlichen und unerwarteten &#8220;Entlassung&#8221; eines der unbequemsten und letzten echten politischen Kabarettisten aus der &#8220;Anstalt&#8221; &#8211; einer Sendung, über deren für den Adenauersender in Mainz viel zu systemkritische Existenz man sich in den wenigen Jahren ihrer Blüte ohnehin nur jedes Mal verwundert die Augen reiben konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Vermutung, daß hinter der seinerzeit viel zu plötzlichen und unerwarteten &#8220;Entlassung&#8221; eines der unbequemsten und letzten echten politischen Kabarettisten aus der &#8220;Anstalt&#8221; &#8211; einer Sendung, über deren für den Adenauersender in Mainz viel zu systemkritische Existenz man sich in den wenigen Jahren ihrer Blüte ohnehin nur jedes Mal verwundert die Augen reiben konnte &#8211; mehr stecken dürfte als der offiziell geäußerte Wunsch Georg Schramms, wieder &#8220;mehr auf der Bühne&#8221; stehen zu können, stehe ich vermutlich nicht ganz alleine da. Das Führungsgeschacher im CDU-TV ist dabei nur ein schon rein zeitlich viel zu nahe liegender Umstand, den man einfach nicht ausblenden kann.</p>
<p>Doch will ich mich gar nicht weiter in Vermutungen ergehen, die auch angesichts des beharrlichen Festhaltens aller Beteiligten bzw. Betroffenen an der offiziellen Begründung wenig weiterführten.<span id="more-1770"></span> Es genügt ja, jetzt, nach einem Vierteljahr und drei Sendungen in der neuen &#8220;Stammbesetzung&#8221;, die Entwicklung der Sendung &#8220;neues aus der Anstalt&#8221; nüchtern zu betrachten.</p>
<ol>
<li>Es fehlen die klaren Worte, die jeden Schurken so derart unzweideutig beim Namen nennen, wie es vor allem &#8220;Lothar Dombrowski&#8221;, aber auch ein &#8220;Oberst Sanftleben&#8221; früher taten.</li>
<li>Zu füllen versucht die Lücke ein erkennbar zumindest zeitweise bemühter Markus Barwasser (&#8221;Pelzig&#8221;), der hierbei jedoch von seinen Stichwortgebern (in der Regel Urban Priol) viel zu vorrangig auf lauwarme Dialekt-Kalauereien reduziert wird.</li>
<li>Gefühlt hat sich die Quote bunter Paradiesvögel, seichter Komödie, oller Kamellen und geschlechts- bzw. sexualorientierungsbezogener Zoten zu ungunsten politischen Kabaretts seit Beginn der laufenden Staffel dramatisch erhöht. Äußerungen etwa über die Vaginalsekretion feministischer Politikerinnen (wie sie gestern in epischer Breite von Monika Gruber vorgetragen wurden, die ansonsten vor allem durch Kostümierung vorgab, immerhin noch ein wenig tagespolitischen Bezug zu verfolgen) hat man in früheren Staffeln zurecht und zum Glück mit der Lupe gesucht.</li>
<li>Die einzige bislang noch konstante Größe ist Urban Priol, der gelegentlich sogar zu Hochformen aufläuft. Als (ein) Vater des Konzepts läßt das vor allem den Schluß zu, daß er verzweifelt und &#8220;von innen heraus&#8221; zu retten versucht, was zu retten ist. Ich kriege den Begriff &#8220;Appeasement&#8221; dabei irgendwie nicht aus dem Kopf.</li>
</ol>
<p>Ich kann mich nach diesen drei großteils schwachen Sendungen des Eindrucks nicht erwehren, daß hier gerade ein &#8220;Scheibenwischer reloaded&#8221; im Gang ist &#8211; an dessen Ende bekanntlich der Entzug der Namensrechte durch dessen Erfinder Dieter Hildebrandt stand. So schade ich das finde: Es überrascht mich, siehe oben, natürlich überhaupt nicht.</p>
<p>Wie dem aber auch sei: Sowohl Georg Schramm als auch Urban Priol ist für ihr Wirken höchster Respekt zu zollen. Systemkritik mitten im Verkündungsorgan eines Systems überhaupt erfolgreich zu plazieren ist etwas, das kaum jemals gelingt, schon gar nicht so erfolgreich. Und sollte ich die Gelegenheit haben, den einen, den anderen oder &#8211; etwas, das man sich kaum hoffen traut &#8211; beide zusammen jemals live zu sehen, werde ich das unbedingt tun.</p>
<p>Mir für eine weitere Anstaltsfolge den Abend freihalten werde ich indes nicht mehr. Die gestiegene Klaumaukquote läßt einen sich nämlich schnell an die Vorteile von Aufzeichnungen erinnern. Da wäre vor allem: Das Vorspulen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Spätestens, nachdem man den folgenden Beitrag gesehen, gehört und verstanden hat, muß man schon ziemlich erkenntnisresistent sein, um nach wie vor an die offizielle Abschiedsversion zu glauben. Ich tu&#8217;s nicht mehr.</p>
<p><object width="640" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/RkNddCXSLvM?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/RkNddCXSLvM?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Wenn reisen bildet&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 13:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
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		<description><![CDATA[dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.

Den Tages-&#8221;Zeitungs&#8221;-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/reisenbildet.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/reisenbildet-800x400.jpg" alt="Willkürliche Sortimentsauswahl: &quot;Gute-Laune-Kalender&quot;, &quot;Alles wird gut&quot;, &quot;Dicke Möpse&quot;, &quot;Starke Freunde&quot;, &quot;Optimistisch denken&quot;, &quot;Ein Jahr voll Harmonie&quot;, &quot;Treue Gefährten&quot;, &quot;Putzige Hamster&quot;, &quot;Lexikon der Internetfallen&quot;." title="" width="800" height="400" class="blackborder alignnone size-large wp-image-1764" /></a></p>
<p>Den Tages-&#8221;Zeitungs&#8221;-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.</p>
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		<title>Weg mit dem Qualitätsjournalismus!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 15:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle drei Minuten liest man &#8211; besonders momentan, anläßlich der &#8220;Zeitschriftentage&#8221; des VDZ &#8211; irgendein, bisweilen in zwanghaft bis trotzigen selbstreferentiellen Optimismus gehülltes, Wehklagen irgendeines Verlagslenkers, das praktisch immer darauf abhebt, daß wahlweise dieses fiese Internetz oder böse Monopolisten wie Google, Apple und ihresgleichen die schönen (&#8221;für Qualitätsjournalismus so bitter nötigen&#8221;) Gewinne kaputtmachten, indem sie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle drei Minuten liest man &#8211; besonders momentan, anläßlich der &#8220;Zeitschriftentage&#8221; des VDZ &#8211; irgendein, bisweilen in zwanghaft bis trotzigen selbstreferentiellen Optimismus gehülltes, Wehklagen irgendeines Verlagslenkers, das praktisch immer darauf abhebt, daß wahlweise dieses fiese Internetz oder böse Monopolisten wie Google, Apple und ihresgleichen die schönen (&#8221;für Qualitätsjournalismus so bitter nötigen&#8221;) Gewinne kaputtmachten, indem sie, ja, halt was-auch-immer täten, sei es Suchergebnisse zu zeigen (oder nicht), sei es auf Beiträge zu verlinken (oder nicht) oder sei es, einfach selbst zu existieren und womöglich erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Vor allem letzteres ist ja etwas, das insbesondere das jahrzehntelang als Torhüter von Meinung und Wissen unentbehrlich gemachte und damit systemimmanent erfolgsverwöhnte Wortdruckgewerbe fast nur noch aus sagenhaften Erzählungen der Altvorderen kennt und kaum jemals noch selbst zustande bringt.<span id="more-1730"></span></p>
<p>Ich muß, wenn ich derlei Gewinsel lese oder höre, immer an einen der oder beide folgenden Punkte denken:</p>
<ol>
<li>Daß ich kurioserweise besser denn je informiert bin, seit ich weder die papiernen noch die nachträglich redigitalisierten Ergüsse dieser Zunft auch nur ansatzweise noch konsumiere, es sei denn auf Empfehlung von oder in Form von Zitaten in Beiträgen nichtkommerzieller, dafür deutlich wahrheitsorientierter vorgehender Amateurschreiber (gerne auch abfällig als &#8220;Blogger&#8221; bezeichnet), ja, mich nicht einmal mehr des Staatsrundfunks und seiner täglichen Verkündungspropaganda bediene, es sei denn, höchst selektiv und zum Abgleich von Meldungen, die mich zuerst auf anderen Kanälen erreichen.</li>
<li>Daß es auch und besonders im gedruckten Journalismus bald nach Erfindung der effektiven Vervielfältigung mittels Druckverfahren vor allem idealistische Amateure waren, die die heutzutage so gewinnorientierten Tageszeitungen einst gründeten, die viel Geld, ja, ihre Existenz riskierten, um, der Wahrheit treu verpflichtet, eben dieser unbedingt zum Durchbruch zu verhelfen &#8211; so lange, bis sie der Zange aus Profitgeiern hier und Machtpolitikern dort nicht mehr entgehen konnten und sich zur Flucht in den Untergrund oder zur Kollaboration entscheiden mußten.</li>
</ol>
<p>Vor allem Punkt zwei finde ich übrigens schon jetzt viel zu oft in abgewandelter, aber doch erkennbarer Form auch in jenem Umfeld wieder, das sich gern als &#8220;Blogosphäre&#8221; bezeichnet (bzw. bezeichnen läßt). Vermutlich sind also Kommerzialisierung und Instrumentalisierung stets wiederkehrende, alternativlose Sachzwänge.</p>
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		<title>Die Welt, ein Scheißhaus</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 21:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
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		<description><![CDATA[In dem kulturell äußerst hochwertigen Dokumentationsfilm Zwei bärenstarke Typen stellt einer der mitwirkenden Philosophen in der deutschen Synchronfassung fest:
Die ganze Welt ist ein Scheißhaus!
Nun, bis heute konnte man nur mutmaßen was der dunkelhäutige Angehörige des Reinigungscorps eines US-amerikanischen Flughafens (der 1970er, also ohne TSA, Nacktscanner und Fingerabdrücke) meinte. Dank dem Hamburger Abendblatt besteht jedoch mittlerweile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem kulturell äußerst hochwertigen Dokumentationsfilm <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei_bärenstarke_Typen">Zwei bärenstarke Typen</a> stellt einer der mitwirkenden Philosophen in der deutschen Synchronfassung fest:</p>
<blockquote><p>Die ganze Welt ist ein Scheißhaus!</p></blockquote>
<p>Nun, bis heute konnte man nur mutmaßen was der dunkelhäutige Angehörige des Reinigungscorps eines US-amerikanischen Flughafens (der 1970er, also ohne TSA, Nacktscanner und Fingerabdrücke) meinte. Dank dem <a href="http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1668338/Untersuchungen-der-Landesanstalt-gehen-weiter.html">Hamburger Abendblatt</a> besteht jedoch mittlerweile Gewißheit:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/welt_scheisshaus.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/welt_scheisshaus-300x146.jpg" alt="Bildschirmfoto: Sanitärausstattungen, auch Toilettenbecken, im Überfluß. Bildunterschrift: Unsere Welt in Bildern" title="" width="300" height="146" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1629" /></a></p>
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		<title>Die große Unbekannte</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 11:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), &#8220;die meisten Deutschen&#8221; gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), &#8220;die meisten Deutschen&#8221; gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß die gesetzlich vorgeschriebene (natürlich arbeitnehmereigenverantwortliche) kapitalgedeckte Ergänzung der alternativlosen Rente mit 77 ebenso alternativlos ist wie die Senkung der &#8220;Lohnnebenkosten&#8221; (damit Arbeitgeber nicht ins Ausland abwandern!!1!11).</p>
<p>Von einer so schlauen Sippe wüßte man (oder wenigstens ich) zu gerne mal, wie sie eigentlich aussieht. Wie sie mit Vor- (oder Nach-)namen heißt. Wo sie wohnt, was sie gelernt hat und vor allem: Wer ihr das tägliche Brot (im wahrsten Wortsinn) schmiert. Aber nein &#8211; da nehmen es jene, die sie zitieren, mit dem Persönlichkeitsrecht und dem Datenschutz gerne sehr genau. &#8220;Gemäß einer Studie&#8221;, heißt es stets in bedeutungsvoller Mystik, &#8220;eine Studie hat jetzt herausgefunden&#8221;, &#8220;das ist die Erkenntnis einer brandneuen Studie&#8221;. Bisweilen treten immerhin kleine zusätzliche Hinweise ans Licht: &#8220;Eine wissenschaftliche Studie&#8221; manchmal, oder auch &#8220;eine britische Studie&#8221;. </p>
<p>Auch kommen diese Studien nicht immer allein, sondern lassen sich von &#8220;Experten&#8221; begleiten: &#8220;Wirtschaftsexperten&#8221; mahnen beispielsweise gerne angesichts &#8220;dramatischer Studien&#8221; zu &#8220;radikalen Reformen&#8221; und &#8220;Sachverständige&#8221; attestieren Studien zu gerne ihre Substanz. Natürlich sind diese Begleiter &#8211; die übrigens auch gern allein auftreten und dann selbst die Rolle der Studien übernehmen &#8211; ebenfalls sehr auf ihre Privatsphäre bedacht: Entweder heißen sie &#8220;die Wirtschaftswaisen&#8221; (die armen kleinen!), &#8220;ein Wirtschaftsexperte&#8221; oder &#8220;das Sachverständigengremium&#8221;, oder aber sie halten sich wenigstens vornehm zurück und verzichten darauf, damit zu protzen, worauf sich ihr Titel denn gründet (oder wem sie ihn &#8211; und beispielsweise die letzte Urlaubsreise &#8211; verdanken).</p>
<p>Diese Experten und ihre Studien sind in unseren Volksempfängern inzwischen fast präsenter als die obligatorischen &#8220;Promi-News&#8221;. Ich bin gespannt, wann Dieter Bohlen und Bertelsmann-TV stellvertretend für Deutschland gemeinsam &#8220;die Superstudie&#8221; suchen. Vielleicht bewerbe ich mich dann sogar mal, da muß man schließlich nicht tanzen oder singen können und nicht mal aussehen. Sondern&#8230; ja, was eigentlich?</p>
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		<title>Gerechtigkeit, Sack &amp; Asche</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 20:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe eigentlich im Moment gar keine Lust, mich generell politisch oder konkret zu dieser Sache zu äußern. Aber ich kann nicht umhin, weil es nervt. Seit Jahren. Da wird also, wie einst Oskar Lafontaine der &#8220;teure Rotwein&#8221;, nun Klaus Ernst der &#8220;teure Porsche&#8221; (und einiges mehr) vorgeworfen. Global, von der gesamten gleichgeschalteten &#8220;alternativlosen Realo&#8221;-Journaille. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eigentlich im Moment gar keine Lust, mich generell politisch oder konkret zu dieser Sache zu äußern. Aber ich kann nicht umhin, weil es nervt. Seit Jahren. Da wird also, wie einst Oskar Lafontaine der &#8220;teure Rotwein&#8221;, nun Klaus Ernst der &#8220;teure Porsche&#8221; (und einiges mehr) vorgeworfen. Global, von der gesamten gleichgeschalteten &#8220;alternativlosen Realo&#8221;-Journaille. Völlig objektiv, versteht sich, und ohne Kampagnengedanken oder sowas. Dabei wird implizit unterstellt, daß jemand, der &#8220;links&#8221; ist, jemand also, der nach derzeitiger allgemeiner Sachlage für mehr soziale Gerechtigkeit, für mehr gesellschaftliche, kulturelle und selbstverständlich auch materielle Teilhabe eintritt, ja: Jemand, der seine Wählerschaft besonders in den drangsalierten und vom Arbeitsmarkt zu Leihsklaven dritter Klasse abgestempelten sucht, die gefälligst im Zweifel auch Hundescheiße einsammeln müssen, so einer habe sich also gefälligst seiner vermeintlichen Kundschaft und deren insbesondere materiellen status quo anzupassen.</p>
<p>Und wenn diese (immer seltener) unausgesprochene Gleichsetzung wirklich irgendetwas beweist, dann höchstens eins: Daß die armseligen, vermutlich nicht selten an privaten PR-(&#8221;Elite-&#8221;)Schulen ausgebildeten Zeilengeldempfänger den Kern &#8220;linken&#8221; Gedankenguts noch nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Der besteht nämlich genau darin, daß ein guter Rotwein <em>nicht</em> dem Lehensherren vorbehalten bleibt. Daß es <em>nicht</em> das Privileg einer überschaubaren Kapitalelite sein soll, sich des Lebens beispielsweise im Jugendtraum eines Sportwagens zu erfreuen. Sondern daß, genau im Gegenteil!, die Segnungen einer immer produktiveren und effizienteren Arbeits- und Produktionswelt eben gerade jedem gleichermaßen zuteil werden sollen. Auch, wenn er kein <a href="/2009/07/29/platz-da/">&#8220;cooler Baron&#8221;</a> oder &#8220;Leistungsträger&#8221; ist.</p>
<p>Aber immerhin. Schön, wie sich die gesamte gleichgeschaltete deutsch-demokratische Massenpresse hier einmal mehr als längst zum Verkündungsorgang der Bertelsmänner dieser Welt abgehalfterte Masse selbst enttarnt.</p>
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		<title>Diese große Brille warum?</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 09:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die ich habe so möchte ich bin.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='/_ressourcen/uploads/dieseichhabesomöchteichbin.mpg'>Die ich habe so möchte ich bin.</a></p>
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		<title>Die Scheibe ist nicht die Welt&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 20:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Macht sie weg!]]></category>
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		<description><![CDATA[...und das ist auch gut so. Warum ich in meinem ganzen Leben nie wieder eine (zumal beschreibbare) CDVDHDBlueray in die Hand nehmen und nicht mal mit dem Arsch anschauen werde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und das ist auch gut so. Ein überfälliger und nötiger, wenn auch nicht verdienter Abschied.</p>
<p>Liebe CD-DVD-HD-BlueRay-Wasweißich,</p>
<p>ich habe mir vor einigen Tagen einen neuen Computer gekauft. Hin und wieder kommt man einfach nicht umhin. Und, denk nur: Wie schon mal, so Anfang des Jahrtausends, habe ich dieses Mal ein Bauteil weggelassen, das bis heute als unverzichtbarer Standard gilt &#8211; wie einst, wir erinnern uns dunkel, jene ratternden und im Extremfall 2,88 MByte fassenden Klapperkästen, auch &#8220;Floppy&#8221;- oder Diskettenlaufwerke genannt. Und so, wie eines Tages jeder merkte, daß man diese Dinger einfach nicht mehr braucht, ging es mir jüngst mit Dir und deinesgleichen. </p>
<p>Mit einem winzigen, aber bedeutenden und vor allem: Unbezahlbaren Unterschied. Lege ich heute eine jener antiquierten Magnetscheiben, die sich bisweilen hinter Schränken und in Umzugskisten finden, in das in einem aufbewahrten Test- und Experimentierrechner immer noch vorhandene zugehörige Laufwerk ein, so kann ich sämtliche darauf ehedem selbst hinterlegten Daten  bis heute problemlos abrufen. Und seien sie 15 Jahre alt und ebensolange auf diesem Medium konserviert. Von Vertretern deiner Zunft kann ich dies nicht behaupten. Und das nach teilweise nicht 15, nicht zehn, ja: bisweilen weniger als fünf Jahren, auf die ich sie Dir anvertraute. Nehmen wir beispielsweise jene unwiderbringlichen (wenngleich manchmal peinlichen), in älteren Epochen auf aus heutiger Sicht altmodische Magnetbänder gebannten Videos, die einem noch einmal jeden Pubertätspickel einzeln ins Gedächtnis rufen: Zwei Jahrzehnte nach deren Entstehen entschied man sich, mit der Zeit zu gehen, diese Machwerke zu digitalisieren und, &#8220;state of the art&#8221;!, auf eine &#8220;DVD-RW&#8221; zu &#8220;brennen&#8221;. </p>
<p>Heute, beim Versuch, diese Unikate abermals zu transferieren auf mittlerweile erneut zeitgemäßen, ja: dank RAID ausfallsicheren und vor allem spottbilligen Magnetspeicher, stellt man beklommen fest: Das war ein Fehler. Selbst solche Plastik-Silberfolien-Verbundscheiben, die man nach dem Schreibvorgang nie wieder angefaßt hat, versagen die Herausgabe der unwiderbringlich verlorenen Daten. Und machen einem spätestens im Vergleich mit vermeintlich antiquierten, robusten Medien wie VHS, Musikcassette, ja: Vinylschallplatte, schmerzlich klar: Von der Option, mehr wie weniger wertvolle Momente des Lebens auf immerdar zu bannen, sind/waren wir insbesondere im Fall der (insbesondere beschreibbaren) optischen Speichermedien weiter entfernt denn je. Die Vision vom erschwinglichen Massenspeicher: Ein Wunschtraum mit bösem Erwachen. Die Vorstellung, emotional bedeutendes zu archivieren und unsterblich zu machen: Für den Arsch. </p>
<p>Genau wie Du, liebe Silberscheibe. Wenn es in nun bald 25 Jahren IT- und Multimedialeben irgendetwas gibt, das ich nicht nur nie wieder anfassen, nicht nur nicht vermissen, sondern auf das ich an jenem Tag, da sein letztes Exemplar weltweit hergestellt wird, eine Flasche Schnaps exen werde, dann bist Du es.</p>
<p>Auf nimmer Wiedersehen, zum Teufel mit Dir, fick Dich, liebe CDVD!</p>
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		<title>Die mit dem Kupferkopf.</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/07/07/die-mit-dem-kupferkopf/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 13:57:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Deine Mudda]]></category>
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		<category><![CDATA[Massenhysterie]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Sitzen länger aus. Halten länger durch.. Ganz ehrlich!

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><del datetime="2010-07-07T13:41:23+00:00">Sitzen länger aus.</del> <ins datetime="2010-07-07T13:41:23+00:00"><a href="http://luzifer-lux.blogspot.com/2009/11/merkels-faz-interview-einige-politisch.html">Halten länger durch.</a></ins>. <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=6126#h18">Ganz ehrlich!</a></p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duracell.gif"><img src="/_ressourcen/uploads/duracell-250x300.gif" class="blackborder" alt="Ein Duracell-Hase beim Klatschen. Verblüffende Ähnlichkeit mit politischem Personal wäre rein zufälligerweise zutreffend." title="Wir sind Hase!" width="250" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-1437" /></a></p>
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		<title>Irgendwann</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 06:14:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[muß doch dieses dämliche Wahlvieholk mal kapieren, wie klare Mehrheitsverhältnisse auszusehen haben &#8211; so, wie in NRW jedenfalls nicht, findet Bild am Montag. 
Solange sich der Pöbel also weiterhein trotzig wie ein Kindergartenkind der reinen (und alternativlosen!) Lehre Hayek&#8217;scher Markteffizienz verweigert und doch allen Ernstes auf Utopien wie einen solidarischen Staat setzt, muß man ihn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>muß doch dieses dämliche Wahlv<del datetime="2010-06-11T06:07:22+00:00">ieh</del><ins datetime="2010-06-11T06:07:22+00:00">olk</ins> mal kapieren, wie <em>klare Mehrheitsverhältnisse</em> auszusehen haben &#8211; so, wie in NRW jedenfalls nicht, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,700043,00.html">findet Bild am Montag</a>. </p>
<p>Solange sich der Pöbel also weiterhein trotzig wie ein Kindergartenkind der reinen (und <a href="http://neusprech.org/alternativlos/">alternativlosen</a>!) Lehre Hayek&#8217;scher Markteffizienz verweigert und doch allen Ernstes auf Utopien wie einen solidarischen Staat setzt, muß man ihn eben entweder ignorieren oder so lange zur Urne schicken, bis er keine Lust mehr hat und endlich aufhört, das tatsächliche Mehrheitsverhältnis der Leistungsträger weiter durch seine querulativen Fehlfarben-Kreuze zu stören. Ganz im Sinne von &#8220;50 Liegestützen für den Langhaarigen&#8221;, das hat sich bei unserer Friedenstruppe und sonstigen Heldenvereinen schließlich auch als probat erwiesen.</p>
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		<title>Christian Lübke</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 17:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gut. Röschen wird es also nicht, da habe ich mich, und in wenigen Fällen gebe ich das mit mehr Erleichterung zu als in diesem, also mal geirrt. Statt ihrer soll es nun wohl jemand werden, der sich scheinbar nicht zu schade ist, seine unter Merkel ziemlich überschaubaren Chancen auf einen Job mit ordentlicher Pension auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut. Röschen wird es also nicht, da habe ich mich, und in wenigen Fällen gebe ich das mit mehr Erleichterung zu als in diesem, also mal geirrt. Statt ihrer soll es nun wohl jemand werden, der sich scheinbar nicht zu schade ist, seine unter Merkel ziemlich überschaubaren Chancen auf einen Job mit ordentlicher Pension auch noch <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,698548,00.html">aktiv selbst zu lancieren</a>. Ähnlich überschaubar wie seine sonstigen Karriereoptionen sind auch seine Qualifikationen: Er ist kein Sparkassendirektor, also kein würdiger Nachfolger des Vorgängers &#8211; tut aber immerhin nach Kräften alles, um wie einer zu wirken. Dann hat er den Grüßonkel bereits (wenn auch mit mäßigem Erfolg) bei der <a href="http://www.echo-online.de/nachrichten/boulevard/boulevard/musik/Musik-Medien-Fernsehen-Norwegen;art107,916653">Lena-Heimkehr</a> einstudiert und, naja, vor allem: Er ist auch noch in der richtigen Partei.</p>
<p>Sein Meisterstück indes hat er schon absolviert, ehe er überhaupt nur offiziell in Frage kommt: Anders, als Heinrich Lübke, dem man seinerzeit die gleiche Phrase (lediglich mit abweichender Zielgruppe) noch andichten mußte (und mangels ausreichend kontrollierbarer Medien auch konnte), äußert der künftige Zweigstellenleiter schon vorsorglich und <a href="http://christian-wulff.de/_Christian-Wulff/">selbst</a>:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Internetnutzer</p></blockquote>
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