DavidBLN.de

Merkbefreiung

Bei den meisten Artgenossen ein begehrtes Zeugnis, das auf Antrag attestiert, daß der InhaberIn desselben nichts mehr mit- oder auf die Reihe bekommt. Bemerkenswert geringe Ausstellungsbarrieren.


29. August 2010

Bitte nicht spiegeln!

Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten “jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot” bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei.

Bildhinweise zur überwachungsstaatskonformen Pose (nebst schlechten Beispielen), die im Fotoautomaten einzunehmen sei

Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient der verzweifelten und ideralerweise häufig genug durchgeführten entgeltlichen Wiederholungsfotografie.


Skitsnack Bingo

Was kommt dabei heraus, wenn sich berufsschwedische Marketingschlipsträger zuviele geriebene Kötbullar in die Nase ziehen?

Genau, ein munteres Potpourri aus geheimsten sexuellen Fantasien, auszuleben idealerweise in der Möbelausstelllung (und mit zustandsbedingten Rechtschreibfehlern, versteht sich).

Ein Werbeschild in einem Möbelgeschäft mit blaugelben Erkennungsfarben sagt: Samt Eiche mundgeblasen reine Wolle handgestrickt Leinen Mohair Kuhfell Narbenleder


19. August 2010

Bloatware

In diesem Karton:

Überdimensionaler Software-Karton

kam gestern meine (beinahe noch) neue Bildbearbeitungssoftware an. (An der kann man übrigens sehen, wie abhängig man sich über die Jahre von diesen Softwaremafiosi macht: Nachdem ca. 120% aller meiner Illustrationen mit Corel erstellt wurden, das sich in meiner letzten vorhandenen Version aber von den rechnerischen Fähigkeiten meines neuen Heimrechners so überwältigt zeigte, daß es den Dienst versagte, wäre ein Umstieg, wie ja überhaupt alle Softwareangelegenheiten, definitiv kein “mal eben schnell”-Fall, ganz davon abgesehen, daß ich mit diesem Programm dummerweise auch noch hochzufrieden war und bin.) In diesem Karton jedenfalls waren etwa 2GByte Installationsdaten enthalten. Angesichts der 25 Kubikmillimeter großen Speicherkarte meines Mobiltelefons, die die vierfache Menge verträgt, fragt man sich nicht nur, warum selbst für eine dieser verhaßten Silberscheiben mit immerhin schon ca 9.000 Kubikmillimetern (neun Kubikzentimetern) ein dekorativer, pseudoaufklappbarer Hochglanzkarton von 900 Kubikzentimetern (entsprechend 100 Silberscheiben oder 36.000 Speicherkarten à 8GByte, was in Summe über 280 TByte entspräche) benötigt wird. Man fragt sich auch, warum dieser, eingebettet in “Füllmaterial aus Maisstärke”, mit einem weiteren Umkarton von sage und schreibe 15.000 Kubikzentimetern (genau: 1.667 Silberscheiben oder 4.687,5 Petabyte Speicherkartenkapazität) für über fünf Euro im CO2 emittierenden Postauto 400 Kilometer durch die Lande transportiert werden muß.

Was übrigens mit 24 Stunden Lieferzeit zwar schnell anmutet, aber bei Weglassen der ganzen Körperlichkeit (ich kopiere den Inhalt der Silberscheibe ohnehin direkt auf mein eigenes ausfallsicheres Speichersystem und werfe sie hernach in den Müll), sprich: einer simplen Downloadmöglichkeit selbst bei Dorf-DSL immerhin dem stolzen Faktor 2.107 entspricht.

Wir sehen also, freundlich ausgedrückt, reichlich Optimierungspotential bei Euch, liebe Softwareversandhändler. Andererseits: Man muß ja auch an das Transportgewerbe denken. Und an die Holzverarbeiter. Und die Holzproduktbedrucker. Und die Behindertenwerkstätten, in denen solche schicken Kartons gebastelt werden (viel zu schade zum Wegwerfen, ich sollte ihn in einem “Onlineauktionshaus” als “Corel X4 OVP” verkaufen). Und natürlich an die Silberscheibenhersteller. Und nicht zuletzt an die Kunden, die vermutlich in ihrer Mehrzahl immer noch gerne “was in den Händen halten” wollen. Das antiquierte Schwarzweißfax hat sich, allen effizienteren Möglichkeiten zum Trotz, schließlich auch wacker über mindestens zehn überflüssige Jahre gerettet.


9. August 2010

Griff ans Klo

Wenn ich sowas

Ein Warnhinweis, der besagt, daß, wenn man auch nur irgendwas mit dem gekauften Artikel anstellt, es keine Garantier mehr gebe.

sehe, möchte ich sowas

Die neu gekaufte Scheißhausbrille, auf der dieser Hinweis in grellem Rot prangte

am liebsten zurückgeben.

Weil es mich extrem ankotzt, als zahlender Kunde per se erst mal wie ein notorischer Betrüger oder, hier passender, Bescheißer eingestuft zu werden.


6. August 2010

Für alle Ewigkeit

Ein Firmenschild: "Betonzäune, schön und haltbar". Darunter ein Produktmuster.

Über Geschmack mag man streiten. Aber wie haltbar sowas ist, haben wir ja schon erlebt.

Und zwar am Beispiel eines ziemlich langen Betonzauns, der einen Teil Berlins nicht mal drei Jahrzehnte einfriedete.
Bild: CC-BY-SA, Quelle: KarleHorn


6. Juli 2010

Rauchen. Macht. Dumm.

Rauchen ist, folgt man jenen, die davon nicht lassen können, wahlweise Ausdruck von Lebensfreude, Genuß, Kultur oder gar „Freiheit“. Nüchtern betrachtet ist es, wie trinken, fixen, kiffen und dergleichen primär eine Sucht. Das erkennt man an kognitiven Dissonanzen wie „ich kann es jederzeit lassen, will aber nicht“ oder „es geht nichts über eine schöne Frühstückszigarette gegen den Husten“. Nicht, daß ich mißverstanden werde: Das ist keine Wertung, kein Urteil. Es ist eine Beschreibung, die ich als erst im zweiten Versuch unabhängig gewordener, ehedem starker und langjähriger Raucher auch aus eigenem Erleben abgebe. In solchen psychischen Gemengelagen ist rationales Argumentieren üblicherweise schwer. Wenn es dann noch an eigene Territorien und Gewohnheiten geht, wird darauf mit größtmöglichem Widerstand oder -willen reagiert. Das ist genau so menschlich, wie die Verquickung von Tatsachen und Einschätzungen mit selektiver Wahrnehmung und Wunschdenken. Ganzen Artikel lesen


1. Juli 2010

Naiv!

Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen – wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine geeignete Person seines/ihres Vertrauens als Kandidat vorschlagen können, das nur am Rande.

Daß ausgerechnet die vermeintlich gut informierten twitternden und bloggenden “digital natives” sich jedoch instrumentalisieren lassen, völlig unreflektiert nicht nur Herrn Gauck als nachgerade messiasgleichen Landesführer mit ausschließlich positiven Eigenschaften öffentlich anzuhimmeln, sondern der Linkspartei und ihren Wahlleuten, die es wagten, sich nicht einfach für einen mit ihr nicht abgestimmten (wir erinnern uns: Herr Gabriel von der “S”PD hatte, gemeinsam mit Herrn Trittin, nicht etwa die Linken per SMS kontaktiert, sondern lieber den Bundesdoktor) “überparteilichen” Kandidaten einspannen zu lassen, enttarnt in einem kaum beschreibbaren Maße die Naivittät und womöglich Selbstüberschätzung jener, die von sich behaupten, nicht Teil einer gar nicht existierenden “Internet-Gemeinde” zu sein sondern längst die breiten Massen zu repräsentieren. Wobei: In letzterem Punkt haben “sie”, die sie da munter neben dem Drei-plus-ein-Gänge-Menü der Marathonversammlung hertwitterten, damit sogar Recht, hat doch zuletzt das gefühlte ganze Land “yes we gauck” gekreischt – scheint irgendwie ein Volksbedürfnis mit langer Tradition zu sein. Ganzen Artikel lesen


7. Juni 2010

Sozialeffizienz

Daß die “alternativlose” “Konsolidierung” des “über seine Verhältnisse gelebt” habenden Bundeshaushalts selbstverständlich nicht durch eine Optimierung der Einnahmenseite (das würde ja bedeuten, jene, die emsig Milliarden aus Subventions- und Rettungspaketen kassiertmit ihrer baren Hände Arbeit erwirtschaftet haben, auch noch dafür zu bestrafen), sondern durch eiserne Disziplin besonders derer, die sich auf anderer Leute Kosten bereichern (genau, diese Bankster, die nachts die Parkbank einfach blockieren, beispielsweise!) oder, wie der Bundesdoktor es nannte, durch Prüfung der Ausgabenseite, erreicht zu werden hat ist, klar, alternativlos[tm].

So weit, so schlecht, so unüberraschend für die Nachfahren der Freunde des Flick(werk)s. Wenn aber der Doktor ernsthaft verlangt, daß die “sozialen Strukturen effizienter” werden müßten, dann mag man sich darüber nicht mal mehr erregen.

Denn wer wie er ernsthaft eine sachlich-rechnerische Optimierung des höchsten Kulturguts eines sich als zivilisiert verstehenden (oder wenigstens bezeichnenden) Menschenansammlungskonstrukts fordert, nämlich jenes “sozial, gemeinschaftlich geprägten Miteinanders” (und eben nicht Neben- oder Gegeneinanders, wie es vermutlich im streng darwinistischen Weltbild einer, zumal vom Machterhaltungstrieb unverhohlen besessenen Naturwissenschaftlerin als einzig geltende Weltordnung existieren mag), der verlangt nicht weniger, als in einem runden Zimmer in die Ecke zu pissen.

Effiziente Sozialstrukturen. Ich weiß wirklich nicht, wie ich daraus noch eine Schlußpointe zaubern soll. Und ich hab auch gar keine Lust dazu.


13. Mai 2010

Komperativ

Wenn “twit” das Englische Wort für “Trottel” ist, was ist dann Twitter?


12. Mai 2010

Danke für jedes neue Borgen…

…danke für jeden neue MarkEuro!

Oder, wie es der Kassenwart der nationalen Einheitsvertretung für Arbeits- und Stimmvieh ausdrückte:

Die Politik wird bei der Erfüllung einer schwierigen Aufgabe von Vertretern der Finanzwirtschaft nicht alleingelassen.

(Sollte eigentlich länger und “lustiger” werden, aber irgendwie wird man müde, sich ständig Lästereien zu Dingen auszudenken, die schon für sich so absurd, peinlich, lächerlich, beschämend sind, daß man, wenn es denn was brächte und noch irgendein geeignetes Ziel gäbe, sofort auswanderte.)


7. Mai 2010

So kraftvoll

…daß die Reifen durchgehen.

Neulich, im Audi-Konfigurator: quattro mit Sportdifferenzial - Das elektronisch geregelte Sportdifferenzial ... sorgt für ein herausragendes Beschleunigungsvermögen ... und durch geringeren Lenkaufwand ein agileres Handling. Hinweis: nur bestellbar in Verbindung mit Wagenheber

Überredet, ich laß’ das Sportdifferential weg.


6. Mai 2010

Darauf fahr ich ab…

…sofort nicht mehr. Nicht nur, daß die angeblich pannensicheren Schwalbe-Reifen bei mir neulich genau so platt waren wie die billige Chinakacke: Von einem, zumal hiesigen, Hersteller möchte ich einfach nicht lesen, daß er Händler, die seine Produkte verkaufen und dafür seine Produktfotos verwenden, abmahnen läßt. Und dabei ist mir der Beweggrund scheißpißkackegal: Als selbst bereits Geschädigter gilt für mich die Devise “wer so plump an Geld zu kommen versucht, gehört virtuell aufgeknüpftangeprangert*“. Weil ich Leute ohne echte innovative Ideen einfach so spannend wie Babykacke finde.

Daher gilt: Ohnehin von meinen “Schwalbe Marathon plus” enttäuscht, kaufe ich künftig woanders/wasanders. Glückwunsch zum Eigentor, liebe Bohle GmbH. Und herzliche Grüße von Frau Streusand.

(via)

*Selbstzensur: Wer weiß, welcher Abmahnwahnsinnige mir hier am Ende noch mit Anstiftung zum Gedankenverbrechen kommen würde…

Nachtrag: Immerhin, bei “Schwalbe” lernt man. Verglichen mit anderen Fällen sogar fast schnell. An meinem Vorhaben, demnächst mal andere Gummis zu probieren, ändert das aus den genannten und weiteren guten Gründen nichts, an der häßlichen Fratze des wie ein Krebsgeschwür wuchernden Abmahnwahns ebenfalls nicht.


29. April 2010

Und wenn wir nicht

zeitnah hieran gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell Ruhrpottkrokodile sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon auf uns aufmerksam machen.

Ich reservier mal für Sonntagmittag die Tränke hinter der Ruhrmündung, linksrheinisch. Ich bin der mit dem gelben Bauch. (Oder: Ich werde der mit dem gelben Bauch gewesen sein werden. Siehe oben.)


Hahaha, ich kauf mir ne griechische Insel…

…hahahaha! Weil die alle faul sind! Und korrupt! Und doof! Und auf unsere Kosten leben! Also auf die unserer Leistungsträger, versteht sich. (Nicht auf die jener Schmarotzer, die selbst schuld sind, daß sie nicht ordentlich studiert haben und deshalb jetzt für drei Euro die Stunde putzen gehen müssen und dann unverschämterweise trotzdem noch uns Steuerzahlern auf der Tasche liegen, damit sie sich von ihrem Hartz IV dann Schnaps und Kippen kaufen können!) Haha! Witzig, wie? Griechen=Südländer=doof, Langzeitarbeitslose faul, sozial denkende sind weltfremde Utopia-Kommunisten….hahaha…endlich darf man wieder ungeschminkt Deutscher sein!

Wenn da nur nicht immer solche Querulanten (oder gar der böse Erbfeind!) daherkämen, die uns, dem (Lohnkostenoptimierungs)musterknaben erzählen wollen, wir (als Land) oder gar die systemrelevanten Leistungsturbobeschleuniger (die mit den Peanuts und den schicken Regenettungsschirmen) seien Schuld, und nicht die trägen Mittelmeer-Siesta-Schluderheinis. Schleicht Euch, damit man hier endlich wieder uralte Traditionen pflegen kann!


27. April 2010

Ins Knie

Ich habe selbst Webprojekte am Start, bei denen durch Werbung Geld reinkommt. Dementsprechend blocke ich Werbung auch auf anderen Seiten nicht grundsätzlich, schon der Fairneß wegen. Wer also die eigentlich selbstverständliche Anstandsregel, daß die Werbung nicht vom durch sie finanzierten Inhalt durch aufdringliches Gezappel, Rotieren, quieken etc. ablenken sollte, einhielt und auf Flash-Müll (bei mir standardmäßig deaktiviert und nur für Ausnahmeseiten zugelassen) oder animierte Gifs verzichtet hat (auch GIF-Animation ist hier selbstverständlich deaktiviert), hatte bei passendem Angebot durchaus realistische und faire Chancen, mich für sein Produkt gewinnen zu können.

Ich setze in meinen Webprojekten auch selbst Jquery und sogar UI-Effekte ein. Maßvoll und dezent, stets ergänzend und nie alternativlos, sprich: REST mit Lynx muß bei aller zusätzlichen Spielerei immer gehen. Und das ist nicht nur abermals eine Frage der guten (Netz-)Erziehung, sondern auch und vor allem der Schläue: Nutzer, die auf Spielereien pfeifen (in diese Kategorie fallen übrigens auch Suchbots!), kann man so dennoch mit den eigenen Inhalten erreichen.

Ich bin übrigens auch wieder einer dieser Nutzer geworden. Denn seit es in der Internetwerbewirtschaft zunächst zu der Erkenntnis kam, daß immer mehr potentielle Werbekunden keine mehr sind, weil sie wie ich das ganze Flash-Gif-Gezappel einfach ausgeschaltet haben, und dieser Erkenntnis, begünstigt durch eben genau die einfache Verfügbarkeit alternativer Zappelmöglichkeiten mittels JQuery-UI (oder “Scriptaculous” oder wie sie alle heißen), nicht etwa die eigentlich zweckmäßige Einsicht folgte, daß man mit gut plazierter “stiller” Werbung weitaus mehr Potential abschöpfen kann als auf einem komplett zappelnden Bildschirm, sondern die famose Idee, doch nun Javascript-Effekte zum Zappeln einzusetzen, habe ich zu den “Opt-In” Funktionen meines Opera nun auch Javascript wieder hinzugefügt.

Mag sein, daß manche Seiten dadurch in Zukunft nur noch schwer oder gar nicht mehr zu nutzen sind – aber so funktioniert halt der Darwinismus. Kreativen, deren kreativer Horizont einfach nicht über “es muß hinausstechen” hinaussticht, darf man jedenfalls getrost attestieren, daß sie sich selbst ins Knie schießen. Und empfehlen, sich in selbiges auch zu ficken.


26. April 2010

Da man einmal täglich lachen soll,

stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder Zursonnezurfreiheit ungeniert über den “Internet-Maoismus” herzieht.

Erfrischend grotesk!


25. April 2010

Der Duft, der Frauen produziert

Der &quote;Axe-Effekt" auf eine Deodose als Formel beschrieben: Mann + Axe-Duschgel + Deo = Frau hoch zwei

Und da gibt es immer noch Leute, die sich für teures Geld anstrengenden Operationen und Hormontherapien unterziehen…


13. April 2010

Ausgerechnet Bananen?

Wie sich die Zeiten ändern. Stand man früher in der entbehrungsreichen Ostzone für Bananen stundenlang vor dem Konsum an, so wird heute in der immer schon freien und siegreichen Marktwirtschaft geduldig auf – immerhin vom reinen Brennwert her deutlich gehaltvolleres – Mineralöl gewartet.

Endlose Autoschlangen an einer "Billigtankstelle"

Und das ist nur konsequent: Bei einem durchschnittlichen Tankinhalt von 50 Litern ergibt sich hier schließlich eine Ersparnis von ca. 1,50 Euro. Das sind (rückwirkend inflationsbereinigt) immerhin 1,95 D-Mark bzw., bei gutem inoffiziellem Umtauschkurs Stand 1990, immerhin 58,60 Mark der DDR. Gemessen an einer Wartezeit von 30 Minuten ergibt sich ein Stundenlohn von 117,20 Mark der DDR – und stünde man die täglich üblichen 8,5 Stunden, ergäbe sich ein Monatsverdienst von stolzen 18.263 Mark der DDR – das ist mehr, als selbst höchste Würdenträger damals (offiziell) erhielten. Also: Auf zur nächsten Discount-Tankstelle. Warten lohnt sich!


23. März 2010

“Erschieß dich doch einfach!”

Aus der Rubrik “Forenantworten, für die der Antwortende zeitlebens sofort eine Internetsperre nach der One-Strike-Emergency-Regel erhalten muß” und die eigentlich zur Kategorie “kein Wunder, daß dein Computer nicht geht, wechsel doch zu Linux” gehören:

F: Weiß jemand, wie man bei der Packstation die Annahme eines Pakets verweigern kann?
A: Kündige doch einfach das Packstation Gedönse und lass es anliefern.

Solcher entsinnte Verbaldurchfall von Leuten, die zu jedem Tannenzapfen im Wald noch schnell eine Wurst legen, damit auch von ihnen was dabei ist, wird eigentlich nur noch getoppt von “Mein Dach ist undicht, was tun?” – “Reiß doch einfach dein Haus ab!”

Drum antworte ich auf die in solchen BeiAbträgen stets latent gestellte Frage “Obwohl ich sogar in Foren mit möglichst zusammenhangfreien dämlichen Ratschlägen rumtrolle, habe ich keine Freunde, was tun?” mal präventiv und kostenfrei: Erschieß dich doch, spätestens dann hast du welche. Mindestens einen. Mich.


13. März 2010

Hauptsache…

…auffallen. Wer kennt das nicht. Der eine trägt seinen übergroßen Penis in der Sauna spazieren, der nächste pflastert die Wand mit Doktortiteln – und wer es weder hier, noch dorthin schafft, der kann sich ja zum Glück seit einigen Jahren auch in Deutschland ein sogenanntes “SUV” kaufen. Dummerweise ist aber selbst das mittlerweile viel zu prophan geworden (selbst mein dicker, alter, häßlicher, peinlicher Nachbar mit erkennbarem Migrationshintergrundskomplex konnte sich, dank abgewracktem Gebrauchtwagenmarkt, nun so einen Möchtegern-Colt-Seavers-LKW mit zwar nicht düsseldorfkompatibler gelber Plakette, dafür aber umso lauterem Auspuff leisten), da muß sogar der schwanzlose Dumme in die kreative Trickkiste greifen.

Was dabei herauskommt, sieht man hier:

Zwei "SUV" parken dermaßen bescheuert eine Parkreihe zu, daß nicht mal ein normales Auto noch halbwegs vorbeikommt.

Merke: Willst Du auch heute noch mit Deinem Ex-Statussymbol auffallen, such dir einen Gleichgesinnten und parke, völlig ohne Sinn und Verstand, die Gasse zu. Das sorgt für ein großes (neidvolles!) Hallo unter den (eventuell, falls es paßt) vorbeifahrenden und für bewundernde Blicke aller, denen es einfach nicht gelingen will, so unfähig zu parken, daß vorne mehr übersteht, als hinten noch Platz wäre.

Nachtrag: Mittlerweile wurde mir erklärthabe ich herausgefunden, wofür “SUV” steht: Schwachmaten-Schwanzlosen- und Vollpfostenkarre.