DavidBLN.de

Merkbefreiung

Bei den meisten Artgenossen ein begehrtes Zeugnis, das auf Antrag attestiert, daß der InhaberIn desselben nichts mehr mit- oder auf die Reihe bekommt. Bemerkenswert geringe Ausstellungsbarrieren.


17. Oktober 2011

Ab sofort ehrlich

Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf “immer mehr” ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.

Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. Ganzen Artikel lesen


14. September 2011

Oben und unten

“Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.”

“Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu zensieren, zu gängeln, mit frommen Sprüchen und vaterfreundlichem Getue in Sicherheit zu wiegen, ganz wie der Schäfer seine Lämmer kurz vor Ostern?”

“Du spinnst ja. In Afrika hungern sie. Aber doch nicht bei uns. In China wird zensiert, das ist ja wohl deutlich schlimmer. Im Iran treten sie die Menschenrechte mit Füßen, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen. Und korrupte, selbstherrliche Regime gab es unter Adolf und Honecker, aber bei uns? Uns geht es ja wohl immer noch ziemlich gut hier.”


2. September 2011

Verbote

beweisen nur eins: Resignierende Machtlosigkeit.


30. August 2011

Schlimmer geht immer

Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers “Wahlkampf” ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, als beliebig austauschbare Köpfe.

Daß auch Phrasen beliebig austauschbar sind, habe ich dabei stets geflissentlich ignoriert. Daß die Simulation von Inhalten mich das ganze Bauerntheater noch mehr verachten lassen würde, als es die oben genannten Hackfressen je könnten, hätte ich auch nicht gedacht. Doch merke: Das Grundwesen der Peinlichkeit besteht zweifelsfrei darin, daß sie sich immer doch noch weiter unterbieten läßt. Ganzen Artikel lesen


30. Juli 2011

Sehr verirrtes Edeka-Team,

um Kunden wie mich und mein Geld fernzuhalten, stellen Sie diese bitte immer, am besten noch vor dem Betreten Ihres Geschäfts, unter Generalverdacht.

Vielen Dank für Ihr immerhin nicht zum ersten Mal bewiesenes Unverständnis davon, wie kaufkräftige Kunden heute (nicht) behandelt werden möchten. Und viel Glück.

Sehr verehrte Kunden, um Missverständnissen vorzubeugen, verwenden Sie bitte IMMER einen Einkaufswagen oder Einkaufskorb. Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Edeka-Team


Erspart es uns!

Liebe Benzinsparfüchse, ich hab einen Supertip, wie ihr noch viel mehr sparen könnt als mit dem “40 in der Innenstadt”-Trick:

Genau. Gar nicht fahren. Eine echte win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-win-Situation!


15. Juli 2011

Männer, die…

…man im Büroflur schon auf weite Entfernung ob ihres klappernden Schrittes für mit Stöckelschuhen trampelnde Kolleginnen hält.


14. Juli 2011

Ihr Verfügungsrahmen beträgt. Ungefähr. Im Idealfall. Theoretisch.

Schon vor längerer Zeit war ich von der immer unangenehmeren Schlipsträgerei und versicherungsvertretrigen Werbebelästigung genervt, welche bei der Dresdner Bank – deren Kunde ich wurde, als sie in Berlin noch “Bank für Handel und Industrie” hieß – seit deren Aufkauf durch den Allianz-Konzern, spätestens aber nach ihrer Einverleibung durch die und die Transformation zur Commerzbank leider und zu Lasten ehemals wirklich kundenorientierter Bedienung durch das Personal in unerträglichem Maß zunahmen. Also entschloß ich mich, es nun auch mal mit einer dieser Internet-Direktbanken zu versuchen. Ganzen Artikel lesen


4. Juli 2011

Makler, die…

…keine Zeit haben, sich die ohnehin schon schwere Arbeit einer Online-Annonce auch noch mit dem Erstellen und Hochladen von Bildern zu verkomplizieren und dies dafür mit dem Vorabausrechnen der (vom Mieter erwarteten!) Provision kompensieren.