DavidBLN.de

Neusprech

Wichtige Überlebensgrundlage in “Zeiten wie diesen” (also eigentlich [schon]) immer. Einfachste Regeln, bombastische Wirkung.


7. Juni 2010

Krieg ist Frieden

Werbeplakat der Bundeswehr an der Berliner Filiale des für die Armee zuständigen Ministeriums
Und der muß eben, usw., usf., gesichert werden.


8. Mai 2010

Mal schön geil abkotzen

kannst du über neokonservativen Neusprech, wenn du dir das hier zum Abendbrot gibst: Sternstunden des demokratischen Weltverständnisses.

Pfauenfeder des Abends:

Gut wäre, wenn wir bis dahin eine Örtlichkeit hätten in Düsseldorf, wo Sie zukünftig “Hof halten” wollen.

Heil, mein Jürgen!


26. April 2010

Endlich: Kehraus in diesem Internetzdings!

Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als rechtschaffene Volksverarschtreter zu verleumden, politische Aufklärungsarbeit zu diffamieren und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.

Jüngstes Negativbeispiel: Die beispiellose Hetzkampagne gegen eine EU-Kommissarin, der man ernsthaft geistige Nähe zu Unrechtsregimen wie jenen in China oder Absurdistan andichten wollte – was für eine Vorstellung in einer aufgeklärten und überlegenen Zivilisation wie der unseren.

Da tut es besonders gut, wenn sich unter all diesen zotteligen Gammlern, die sich in dieser “Internetzgemeinde” so trefflich zwischen geistigem Diebstahl und Verbalterrorismus eingerichtet haben, bisweilen eben doch mal jemand findet, der sich eine gesunde Einstellung zur Wahrheit erhalten und sich einen objektiven Blick über die Gesamtlage verschafft hat: Alexander Lehmann hat sich des digitalen Schmutzes angenommen und die Organisation cleanternet ins Leben gerufen. In einem gut recherchierten Aufklärungsfilm rückt er dort einiges zurecht, was in der gutmenschelnden Weltfremde manches internetzgeschädigten Geistes längst in anderen Sphären schwebte.

Saubere Sache, Herr Lehmann.

(via)


12. Februar 2010

Rücksichtslos? Akzeptanz!

Nur, weil es mir gerade erst wieder bei einem Gang durch Altstadtgassen an jeder Ecke entgegensprang: Neusprech ist, wenn man sich jede noch so weltfremde Scheiße einfach mal so schönredet, wie es einem gerade in den Kram paßt:

Zum Beispiel die Intoleranz gegenüber dem eigenen Personal, das Dank vor Selbstfixierung geschichtsfälschenden neopopulistischen Verfassungsfeinden heute froh sein muß, überhaupt irgendwo kellnern zu dürfen, ganz unverfroren zur edlen Tugend der Akzeptanz umzudefinieren.

Oder das gegenseitige Vollstinken von Klamotten und Atemwegen ernsthaft als Ausdruck von Kultur zu bezeichnen.

Gepriesen sei der Herr, der mich früh das Kochen lernen ließ – und meine eigene, rauchfreie Hausbar, wo es nebenbei auch das bessere Bier gibt. Und dann noch das gesparte Geld! Hustet Euch doch selbst gegenseitig was.


4. Februar 2010

Schatz, wir müssen reden!


Und zwar über meine:

Lebensmittelschwangerschaft!

(Lösung: Bild anklicken. Bild: CC-BY-SA)


26. Januar 2010

Vorbildlich!

Werbebanner: "Praktikanten übernehmen bei McKinsey Verantwortung."

Dieses Bild sagt, wie viele, mehr als 1000 Worte. Ich kann dennoch nicht umhin, ein paar davon vorwegzunehmen. Zum Beispiel:

  • Einer muß es schließlich tun.
  • Unsere Praktikanten sind alle klein, braun und (über?)flüssig.
  • Als Praktikant rösten wir Sie so lange auf kleiner (Gehalts-)Flamme, bis sie beinahe schwarz werden.
  • Kaffe kochen ist der Grundstein jeder Karriere.
  • Ausbeutung kann auch Spaß machen! (Krieg ist Frieden!)

Wer bietet mehr?


22. Januar 2010

PPP mit der MPP

“Private Public Partnership”, die freundliche Neusprech-Formulierung für systematisches Ruinieren einer funktionierenden öffentlichen Infrastruktur zum Nutzen guter Freunde mit gefüllten Köfferchen bietet die Mövenpick-Partei nun auch im Bereich Events an: Stilvoll feiern in Räumen, die eigentlich gewählten Volksvertretern vorbehalten sind. So viel Dankbarkeit muß sein. Nachschlag inklusive. (Via)


13. Januar 2010

Gelbe Geschichtsstunde

Gleich vorweg: Obwohl es nahe läge, ich nenne es bewußt nicht Märchenstunde. Weil erstens Märchen mit “es war einmal” beginnen, was man von dieser pißgelben (”bürgerrechtsorientierten”) Neokapitalistenfraktion leider noch lange nicht behaupten kann. Weil zweitens Märchen (fast) immer gut ausgehen, was man von allem, was diese bekennenden Staatsfeinde sich mal in den Wasserkopf setzen (ohne jemals Wasser zu lassen) leider nicht behaupten kann, wenn man nicht gerade zu der überschaubaren Anzahl direkt verflochtener Profiteure gehört. Und drittens, weil Märchen eher im prosaischen Sinne einen geschichtlichen Aspekt haben, das Folgende aber leider im historischen Kontext zu betrachten ist.

Also, aufgemerkt: Vom Onkel Otto könnt Ihr noch was lernen. Ganzen Artikel lesen


31. Dezember 2009

Der Doktor freut sich. Ich nicht.

“Bereits zum fünften Mal darf ich Ihnen dies als Bundeskanzler wünschen.” Das war der erste Satz der offziellen Neujahrsansprache von Euer Kanzler schwitzt beim Kacken, noch bevor er uns auf mehr Krieg am Hindukusch und noch mehr “Sparen für die Bankenrettung” einschwor. Und damit zeigt er ganz ungeniert (oder ungewollt) den allerwichtigsten Aspekt seiner Kanzlerschaft: “ICH bin euer Chef. Endlich. Schon lange und noch lange.”

Gut, daß ich schon Neujahr hatte, Indien sei Dank.


Die Tagesschau hat immer Recht!

So ein Ärger aber auch. Da gibt man sich demokratisch, heuchelt Interesse an der Meinung seiner Kundschaft, und kaum fällt die nicht so aus, wie es der inoffizielle Machtgeber IM Kanzleramt oder sonstwo gerne hätte, war natürlich die Konterrevolution am Werk [1].

Liebe Aktuelle KameraTagesschau, normalerweise gibt es meine Beratungsdienstleistungen nur gegen harte Valuta. Aber weil heute irgendsoein Feiertermin ist, will ich mal nicht so sein. Ganzen Artikel lesen


23. November 2009

Hackfresse?

Wenn Du mal jemandem auf die feine angelsächsische Art mitteilen willst, daß er eine Gesichtsbaracke ist, heiße ihn doch einfach Visagen-Obama!


26. Oktober 2009

Ergebnis: Orientierungslos!

Erfolgreiches Marketing betreiben heißt ja bekanntlich, wenig bis keinen Inhalt so glanzvoll zu verpacken, daß der adressierte Käufer von diesem Glanz genug geblendet wird, um nicht zu sehen, daß auf dem Geldschein, den er dafür hinlegt, mindestens eine Null zu viel steht.

Mit gutem Beispiel voran geht ein inzwischen deutschlandweit operierender BuchMedienhändlerReinigungsUniversaldienstleitungsunternehmerkonzern. Ganzen Artikel lesen


6. September 2009

Sie müssen doch was essen!

Amüsant: Die German Interneschenel Bahn AG ist wie stets sehr bemüht, für die Kundenanliegen Verständnis zu haben:

Wir sehen dies als unsere Pflicht an.

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26. August 2009

Wir sind pünktlich!!!1!

Über endlose Beschallungshymnen (Senk ju for träwelling, wir bringen Ihnen auch ein Bier an den Platz, willkommen, ich heiße, mein Team und ich usw.), die einem als Fahrgast der German Bahn AG nicht einmal in der misanthropenfreundlicheren, sogenannten ersten Wagenklasse erspart bleiben, lasse ich mich hier nicht erneut aus. Nur ein ganz kleines bißchen.

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6. Mai 2009

Eine Lage für alle (Fälle)

Eigentlich ist das hier ein Lästerblock und kein politischer. Aber erstens kann man das beides sowieso kaum noch trennen (nachdem sogenannte Politiker ohnehin nicht mehr ohne Berater leben können und sich Letztere, wie in der “modernen Wirtschaft” üblich, vornehmlich um den Schein und nur so viel wie eben nötig um das Sein kümmern) und zweitens muß das aus aktuellem Anlaß muß das einfach mal ausgespuckt werden. Was? Das, was mir ansonsten bald zu den Ohren rauskommt, weil man es momentan wieder besonders oft serviert kriegt.

In der momentanen Lage – damit beginnen diese ganzen Sätze. Ganzen Artikel lesen