Beliebter Ort, in den sich insbesondere das Böse zurückzieht, um dort Kinder zu schänden, Ehre zu besudeln, Bomben zu basteln und/oder den Staat zu zerstören. Muß daher dringend abgeschafft oder mit dem eisernen Besen ausgekehrt werden.
23. Juni 2011
Dieses Phänomen (das es, das sei der Ordnung halber erwähnt und nicht etwa aus “Gleichstellungsgründen”, selbstredend auch in männlich gibt) wird in diesem großartigen Artikel über den beispielhaften Werdegang eines populistischen Schwachsinnsgesetzes ebenso hervorragend beschrieben, wie auch die ganze Farce, die sich hinter der (auch nur noch selten und dann meist kurz vor Wahlkrämpfen) tatkräftigen Fassade unserer neuzeitlichen Realpolitik verbirgt.
Ich will nicht viele Worte machen, der Beitrag ist schon lang genug. Lest ihn auf jeden Fall bis zum Ende. Diejenigen unter uns, die selbst bei Providern arbeiten, werden schnell und mit Schrecken feststellen, daß Szenerien wie die geschilderten keine Ausnahme sind. Ich habe jedenfalls mehr als ein “Déja-vu” beim Lesen erlebt.
20. Januar 2011
In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben andere über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich nachgedacht.
Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. Ganzen Artikel lesen
19. Dezember 2010
dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.

Den Tages-”Zeitungs”-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.
6. Dezember 2010
Es war einmal ein Hotel, das umbenannte sich, nachdem sein bisheriger Name nach eigenem Bekunden nichts mehr recht hergab, ganz bescheiden in “Märchenhotel”. Um dem neuen Namen gerecht zu werden, wurden die Zimmer allesamt von Nummern befreit und ersatzweise mit jeweils märchenhaften Namen versehen. Auch wurde das eine oder andere passende Dekorationsobjekt an Wände und auf Regale drappiert, sogar ein Audiogerät mit Märchen zum Anhören bereitgestellt und, wie es sich gehört, das eine oder andere Märchenbuch ausgelegt. Selbstverständlich nur zum vor-Ort-Lesen. Obwohl das eigentlich klar sein sollte, fürchtete man sich gar sehr um die – mit der Zeit nicht ansehnlicher gewordenen – Schmöker, respektive um deren Verbleib am vorgesehenen Ort. Und so rief man kurzerhand eine gute Fee herbei, gab ihr ein paar Schoppen in der hauseigenen Weinstube aus und bewegte sie dergestalt dazu, alle künftigen Diebstähle mit einem Zauber zu belegen:

Und wenn sie nicht zur Anzeige wurden, dann sind die Diebstähle – der Fee sei Dank – wohl auch weiterhin ausgeblieben.
18. November 2010
Ich twott jüngst:
Wenn die Polizei Eure Städte videoüberwacht kriegt Ihr keinen Verpixelungsdünschiß. Aber wehe wenn ne CSU-Tante polemisiert…
Das ist natürlich sehr verkürzt (man darf das im Fall von Twitter als Systemimmanenz bezeichnen). Es trifft aber im Grunde dennoch genau die Geisteshaltung, die ich der Mehrheit der “Verpixler” attestiere. Wenn auch weder primär noch vorrangig, habe ich damit dennoch nicht ganz ohne Absicht auch den von mir bis auf gelegentliche kleine Perspektivdifferenzen sehr geschätzten Block-Kollegen Köpke, der wenig vorher einen durchaus durchdachten Text zur Verpixlungsdebatte beitrug, zu folgendem Einwurf provoziert:
Belege die perfide Lüge, dass MIR Polizeiüberwachung keine Kopfschmerzen bereitet!
Wenngleich ich genau ihm genau das niemals unterstellen würde (dafür lese ich seine Texte schon viel zu lange und gerne), will ich dann also doch auch mal versuchen, zusätzlich zu meinen bildgestalterischen Äußerungen auch verbal darzulegen, warum ich einen viel entspannteren Umgang mit einem dieser vielen Themen wünsche, deretwegen „uns“ „die restliche Welt“ wohl wieder einmal etwas „verwundert“ „bestaunen“ dürfte.
Plump gesagt ist die ganze Debatte für mich vor allem eine eher absurde und völlig diffuse Gemengelage. Hier werden viel “German Angst”, eine gute Scheibe Polemik, eine Prise Kampagne (”Lex Google” – nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal übrigens, da wette ich drauf), einige (wie ich finde) grundlegende Mißverständnisse juristischer Natur, eine gute handvoll Gerechtigkeit und, das sei eingeräumt, berechtigte Sorgen um die Geschäftspraktiken eines für manchen beängstigend schnell wachsenden Weltkonzerns zu einem typisch deutschen Eintopfgericht verkocht.
Worum geht es eigentlich genau? Ganzen Artikel lesen

Originalbild: Andrew Bossi, Lizenz: CC-BY-SA
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Abgelegt unter: > 1000 Worte — Tags:Deutschland, Dummheit, Fremdscham, Internetz, Jammerlappen, Massenhysterie, Merkbefreiung, Paranoia, rechtsfreier Raum[tm], Streetview, tipico tedesco, Unfug — von DavidBLN um 15:03

Originalbild: ger1axg, Lizenz: CC-BY-SA

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Originalbild: Thomas Wolf, Lizenz: CC-BY-SA 3.0