<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>DavidBLN.de &#187; rechtsfreier Raum[tm]</title>
	<atom:link href="http://www.davidbln.de/tag/rechtsfreier-raum/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.davidbln.de</link>
	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 16 Oct 2011 22:39:42 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>&#8220;Karrierefrauen im Hosenanzug&#8221;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/23/karrierefrauen-im-hosenanzug/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/06/23/karrierefrauen-im-hosenanzug/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 10:07:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitersagen!]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Führer]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1937</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Phänomen (das es, das sei der Ordnung halber erwähnt und nicht etwa aus &#8220;Gleichstellungsgründen&#8221;, selbstredend auch in männlich gibt) wird in diesem großartigen Artikel über den beispielhaften Werdegang eines populistischen Schwachsinnsgesetzes ebenso hervorragend beschrieben, wie auch die ganze Farce, die sich hinter der (auch nur noch selten und dann meist kurz vor Wahlkrämpfen) tatkräftigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Phänomen (das es, das sei der Ordnung halber erwähnt und nicht etwa aus &#8220;Gleichstellungsgründen&#8221;, selbstredend auch in männlich gibt) wird in diesem großartigen Artikel über den beispielhaften <a href="http://www.danisch.de/blog/2011/06/21/wie-die-deutsche-internet-kinderpornosperre-zustande-kam-und-zugrunde-ging/">Werdegang eines populistischen Schwachsinnsgesetzes</a> ebenso hervorragend beschrieben, wie auch die ganze Farce, die sich hinter der (auch nur noch selten und dann meist kurz vor Wahlkrämpfen) tatkräftigen Fassade unserer neuzeitlichen Realpolitik verbirgt.</p>
<p>Ich will nicht viele Worte machen, der Beitrag ist schon lang genug. Lest ihn auf jeden Fall bis zum Ende. Diejenigen unter uns, die selbst bei Providern arbeiten, werden schnell und mit Schrecken feststellen, daß Szenerien wie die geschilderten keine Ausnahme sind. Ich habe jedenfalls mehr als ein &#8220;Déja-vu&#8221; beim Lesen erlebt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/06/23/karrierefrauen-im-hosenanzug/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kalibrieren bitte!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:50:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Das mußte mal gesagt werden!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1811</guid>
		<description><![CDATA[In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen kreiste die sogenannte Netzgemeinde um einen Blogger, dem infolge eines Rechtsstreits mit einer Firma seine Domain genommen wurde. Auf ihn möchte ich nicht eingehen, und zwar deshalb, weil ich hier weder in der Position für ein wertendes, noch in der Lage für ein juristisches Urteil bin und außerdem aus eigener Erfahrung weiß, daß einen öffentliches Wirken schnell mit einem möglicherweise unangenehmen Teil der Öffentlichkeit konfrontieren kann und das wünscht man, wenn man es selbst erlebt hat, niemandem. Außerdem haben <a href="http://www.ennomane.de/2011/01/18/was-uns-euroweb-vs-nerdcore-ueber-postprivacy-und-informationskontrolle-lehrt/">andere</a> über diesen Teil dieser Geschichte bereits öffentlich <a href="http://rz.koepke.net/2011/01/20/antiautoritare-erziehung-als-altlast/">nachgedacht</a>.</p>
<p>Sehr wohl eingehen möchte ich aber auf die besagte Firma. Oder besser gesagt auf das Getöse, das ihretwegen bzw. wegen Dingen, die ihr zur Last gelegt werden, rund um sie herum immer noch aufgeführt wird. <span id="more-1811"></span></p>
<p>Vorab: Ich verabscheue Disclaimer. Ich verabscheue sie, weil sie dem Leser etwas ersparen sollen, das ich prinzipiell von jedem verlange: Sich die Mühe zu machen, kontextuell und nicht reflexhaft oder in Schubladen zu denken. In einer Situation, in der zum kübelweisen Besprühen mit virtueller Scheiße (&#8221;Shitstorm&#8221;) aufgerufen wird und die weder einer Hexenjagd noch dem letzten hinterwäldlerischen Lynchmob in irgendetwas nachsteht, kann man Rationalität jedoch kaum erwarten. Drum mache ich schweren Herzens eine Ausnahme. Also: Wer mich kennt, weiß, was ich von Leuten halte, die aus der Gutgläubigkeit Profit ziehen. Daran hat sich auch heute und nach diesem Beitrag nichts geändert. Und selbstverständlich stehe ich auch weiterhin dazu, daß das &#8220;Argument&#8221;, daß man immer jemanden oder etwas findet, der/das &#8220;noch schlimmer&#8221; (dran) ist, für mich niemals eins sein wird. Wertmaßstäbe sind für mich keine Frage der Relation. Ich hoffe, das genügt.</p>
<p>Wertmaßstäbe sind indes ein guter Einstieg. Wir sind uns sicher alle einig, daß selbsternannter &#8220;Qualitätsjournalismus&#8221; zu verachten ist, wenn er parteiisch wird und vor allem, wenn er das auf Basis von Behauptungen und Vermutungen tut. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-zeitschrift-mit-dem-frausrufezeichen/">Fragezeichen sind hier ein beliebtes Stilmittel</a> (&#8221;Hat dieser Mann drei Frauen abgeschlachtet?&#8221;, &#8220;Bundeskanzler ein Betrüger?&#8221;). Und sobald es um Journalistendarsteller wie Baptist Kerner geht, der sich <a href="http://redblog.twoday.net/stories/11579097/">auf Kosten des Steuerzahlers</a> mit einem privatkommerziellen Fernsehtrupp nach Afghanistan fliegen läßt, um sich dem Kriegsminister als Stichwortgeber und &#8220;der Truppe&#8221; als Kümmerer im Dienste einer großen &#8220;unsere Jungs und die Freiheit am Hindukusch&#8221;-Kampagne anzudienen, wird sich &#8211; völlig zurecht &#8211; über das Fehlen jedweder echten kritischen Distanz kollektiv ereifert. </p>
<p>Das Einfordern von Distanz scheint jedoch relativ &#8211; Gegenbeispiel: Ein selbsternannter Rächer des &#8220;kleinen Mannes&#8221; schwadroniert in einem, vorsichtig formuliert: leicht voreingenommenen Beitrag des mitteldoofen Rundunks über eine Firma, die Unternehmer über den Tisch ziehe. Was ist geschehen? Die vermeintlich Betrogenen haben für das Versprechen, eine Homepage (MDR-Moderator: &#8220;das sind so Visitenkarten im Internet&#8221;) im Wert mehrerer tausend Euro geschenkt zu bekommen, ohne jede Skepsis oder nochmaliges Lesen alles unterschrieben, was man ihnen vorlegte. Denn: &#8220;Es wirkte ja völlig seriös&#8221;. Und natürlich, weil das &#8220;Angebot nur jetzt sofort&#8221; gegolten habe. Man befragt einen Rechtsanwalt zu einem heimlich gefilmten Verkaufsgespräch und dieser stellt, fast gleich einer Enthüllung, fest, daß die &#8220;Außendienstmitarbeiter&#8221; wohl &#8220;professionell geschult&#8221; seien, &#8220;ihr Produkt an den Mann bzw. die Frau [zu] bringen&#8221;. Danach gibt der investigative Moderator zunächst einem weiteren &#8220;Opfer&#8221; Stichworte wie &#8220;werden Sie weiterkämpfen?&#8221; und empiehlt, &#8220;stark&#8221; zu bleiben, fragt anschließend eine &#8220;Expertin&#8221; nach den &#8220;Tücken&#8221; dieser &#8220;Masche&#8221; und wie sie denn gegen diese &#8220;Gaunerei, man muß es so nennen&#8221; vorgehen wolle. Ein eindeutig parteiisches, journalistisch fragwürdiges und bestenfalls &#8220;gut gemeintes&#8221; Stück öffentlich-rechtlichen Schaffens also, über das, ginge es hier etwa gegen Anti-Zensur-Aktivisten oder um die oben genannte Kerner-kocht-am-Kundus-Show, unverzüglich ein Sturm der virtuellen Empörung losbräche. Gar E-Petionen gäbe es, gegen schlechten Journalismus und so. Und doch wird, da es hier, so hat man gehört, um &#8220;die Bösen&#8221; geht, dieser Beitrag ernsthaft und anstelle eines rechtskräftigen und belastbaren Urteils <a href="http://www.wort-schuetzen.de/wp/?p=2234">als Beweis für die Schuld der besagten Firma gewertet</a> und das sogar in einem Artikel, der selbst mit der Empfehlung schließt, sich am besten auf Fakten zu stützen. </p>
<p>Natürlich: Das, was da vorgeworfen wird, ist, vornehm ausgedrückt, reichlich unschön. Vor allem, falls es tatsächlich stimmen sollte, daß zwar Geld abgebucht, dafür aber keine Leistung erbracht wurde. Aber: Festzustellen, DASS da Unrecht geschehen ist &#8211; und wie es ggf. zu sühnen sei -, ist, wie (zumindest nominal) bei allen Streitigkeiten in diesem unseren Land, aus wie ich finde zumindest in der idealtypischen Theorie überragend guten Gründen nun mal Sache eines Gerichts und eben nicht eines &#8220;gesunden&#8221;, gar &#8220;moralisch&#8221; geprägten &#8220;Volksempfindens&#8221;.</p>
<p>&#8220;Moral&#8221; ist ein weiteres gutes Stichwort. Da wird in manchen Kommentaren ernsthaft zunächst zum virtuellen Teern und Federn aufgerufen, um dieses im gleichen Atemzug mit der dem Gericht, das der Firma das Wegnehmen der betreffenden Domain legitimiert hat, und natürlich der Firma selbst vermeintlich abgehenden &#8220;Moral&#8221; zu begründen. Abgesehen davon, daß &#8220;Moral&#8221; für mich in die gleiche Kategorie fällt wie &#8220;Ehre&#8221; bzw. &#8220;Ehrverletzung&#8221;, &#8220;Rowdytum&#8221; oder &#8220;Keuschheit&#8221;: Vor derart massiver kognitiver Dissonanz muß man einfach nur ehrfürchtig den Hut ziehen.</p>
<p>Nein, mit Emotionen, zumal ungeordneten und unkanalisierten, kommt man in Fällen wie diesen nirgends hin. Außer vermutlich in eine Ecke, an deren Rand ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Kindergarten&#8221; nicht weiter auffiele. Um was geht es denn mal jenseits aller ja vielleicht sogar      nachvollziehbaren Erregung: Eine Firma geht offenbar zu Gewerbetreibenden, nennt zunächst vemeintlich überzogene Preise für eine Leistung, die sie dann jedoch nicht in Rechnung stellen würde, um dafür andere Leistungen eben doch zu berechnen. Schon das mit den Preisen ist derweil kompletter Unsinn, zumindest als Pauschalaussage. Denn an einer ordentlichen, individuell handwerklich gestalteten, bedingungslos bedienbaren und barrierefreien Internetpräsenz für ein nicht einmal großes Unternehmen inklusive Abnahmen, Anpassungen, Layout, Texterstellung, Grafikdesign, womöglich individueller Programmierung, Endbenutzer- und Akzeptanztests kann eine seriöse Agentur gar nicht für ein paar hundert Euro arbeiten, sofern sie ihre Angestellten, ihre Miete, ihre laufenden Rechnungen und ggf. eingesetzte Spezialsoftware ordentlich bezahlen will oder muß und sobald es über die sogenannte &#8220;Web-Visitenkarte&#8221; hinausgeht.<br />
Solche Größenordnungen mögen für den mittlerweile verbreiteten &#8220;mit dem Hobby ein paar Taler dazu&#8221;-Verdiener natürlich schier unglaublich, geschweige denn gegenüber seinen Kunden durchsetzbar klingen und zudem steht ja die Behauptung im Raum, daß die besagte Firma all dies überhaupt nicht leiste, sondern eben nur Baukastenseiten zusammenklicke. Angenommen das ist so: So funktioniert das in diesem System nun einmal &#8211; Preise entstehen durch Angebot und Annahme. Oder fragt irgendein Fanboy bei bei seinem Apfeltelefonhersteller ebenso kritisch nach, warum dieser für ein in China nach amerikanischen Vorgaben zusammengeklebtes &#8220;Designtelefon&#8221;, auf dem im Wesentlichen zusammengeklickte &#8220;Apps&#8221; (gegen Entgelt!) abgespielt werden, den vermutlich mehrhundertfachen Herstellungspreis nicht nur verlangt, sondern obendrein noch klaglos bekommt, sei es per Einmalzahlung oder verteilt über die monatliche Laufzeit?</p>
<p>&#8220;Laufzeit&#8221; ist das nächste Stichwort. Von Knebelverträgen ist da die Rede. &#8220;Knebel&#8221; wohl deshalb, weil die Laufzeiten &#8220;lang&#8221; sind. Es geht augenscheinlich um 48 Monate, also das zweifache eines Handyvertrags. Letzteren unterschreibt, bei aller Fragwürdigkeit, auch heute noch wie selbstverständlich etwa jeder vierte Deutsche als Privatkunde alle zwei Jahre für ebendiese Laufzeit (&#8221;klar, das ist doch normal&#8221;), und das nicht mal immer für ein vergünstigtes Telefon mit einem Obstymbol.<br />
Im gewerblichen Bereich gelten da ganz andere Maßstäbe. Nehmen wir einen Leasingwagen &#8211; da sind fünf Jahre keine Seltenheit. Oder eine Büroetage: Ich kenne genug Gewerbetreibende, die ihre der Konditionen wegen gleich für zehn Jahre im Voraus verbindlich abnehmen. Und das bei Mieten, die ein paar hundert Euro deutlich übersteigen. Wo genau liegt der Unterschied zwischen diesen Gewerbetreibenden und den mutmaßlich &#8220;übers Ohr gehauenen&#8221;? Bei allem Respekt muß man hier wohl ganz nüchtern sagen: In der Tatsache, daß erstere in &#8220;heute billig morgen teuer sofort unterschreiben&#8221;-Phrasen sofort ein unüberwindbares Kaufhindernis sehen würden. Und gleich im Anschluß vermutlich darin, daß, unterschrieben sie das Angebot dennoch, sie es Wort für Wort durchläsen und verstünden, ehe sie letztlich doch ihren Kringel setzten und eben das nicht täten, wenn sie auch nur den kleinsten Zweifel hätten oder man ihnen ohne Zeugen mündlich etwas von einem &#8220;Widerrufsrecht&#8221; erzählte, das, wie man als selbständiger Unternehmer einfach mal wissen sollte, im BGB für Haustürgeschäfte mit Privatkunden geregelt ist und obendrein selbst dort nicht für individuelle Werkverträge gilt und zu allem Überfluß, wie alle anderen mündlichen Absprachen, auf dem Schriftsatz ausdrücklich ausgeschlossen wird.</p>
<p>Man muß das alles nicht in Ordnung finden. Tue ich &#8211; wie schon geschrieben &#8211; selbst auch nicht, obwohl ich nicht ganz leugnen kann, daß die bei der altbewährten Formulierung &#8220;ich schenke Ihnen was ganz wertvolles und teures&#8221; scheinbar automatisch aussetzende Vernunft letztlich auch nichts anderes als eine Folge von Gier sein muß. Aber wie dem auch sei, man sollte hier mal den Klingonen bei Seite lassen und stattdessen den Vulkanier rauskramen. Mir drängt sich bei der ganzen Debatte jedenfalls die Befürchtung auf, daß, je lauter hier jemand schreit, umso weniger realistische Vorstellung er davon haben kann, was man sich hinter Begriffen wie &#8220;Dienstleistung&#8221; im allgemeinen und &#8220;Vertrieb&#8221; im ganz besonderen heutzutage in der Praxis vorstellen muß. Will ich damit etwas relativieren? Nein, siehe wiederum ganz oben. Im Gegenteil. Das Problem ist halt nur nicht $firma. $Firma ist eine beliebige Variable, die gesternmorgenübermorgen stets anders besetzt war und sein wird. </p>
<p>Das Problem ist &#8211; neben der politisch seit Jahrzehnten geförderten Erwerbsnot, die immer mehr Menschen zwingt, Beschäftigungen nachzugehen, die sie in einem seinen Namen verdienenden und die Menschenwürde respektierenden Sozialstaat vermutlich niemals annähmen &#8211; die grundlegende Mentalität, die heute überall dort, wo es um Geld geht vorherrscht. Sie ist an Sätzen wie &#8220;wenn wir&#8217;s nicht machen, macht&#8217;s ein anderer&#8221; erkennbar. Sie wird gerne zu den &#8220;freien Kräften des Marktes&#8221; verklärt, die sich &#8220;selbst ins Gleichgewicht&#8221; brächten. Oder, weniger beschönigend, als &#8220;Sozialdarwinismus&#8221;, als &#8220;survival of the fittest&#8221;, als &#8220;Recht des Stärkeren&#8221; oder, wohl am zutreffendsten als &#8220;Ellenbogengesellschaft&#8221; bezeichnet. Des Problems, das aus dieser Mentalität erwächst (oder auch umgekehrt) wird man nicht mit Teer und Federn oder gar mit Jauchekübeln Herr. Jedenfalls nicht, solange man diese über vergleichsweise kleine Lichter schüttet, die schon morgen durch neue ersetzbar sind. Und ersetzt sein werden.</p>
<p>Denkt mal darüber nach. Danke!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2011/01/20/kalibrieren-bitte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wenn reisen bildet&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/12/19/wenn-reisen-bildet/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/12/19/wenn-reisen-bildet/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 13:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1763</guid>
		<description><![CDATA[dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.

Den Tages-&#8221;Zeitungs&#8221;-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>dann schafft Deutschland sich tatsächlich ab. Szenen einer Bahnhofsbuchhandlung.</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/reisenbildet.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/reisenbildet-800x400.jpg" alt="Willkürliche Sortimentsauswahl: &quot;Gute-Laune-Kalender&quot;, &quot;Alles wird gut&quot;, &quot;Dicke Möpse&quot;, &quot;Starke Freunde&quot;, &quot;Optimistisch denken&quot;, &quot;Ein Jahr voll Harmonie&quot;, &quot;Treue Gefährten&quot;, &quot;Putzige Hamster&quot;, &quot;Lexikon der Internetfallen&quot;." title="" width="800" height="400" class="blackborder alignnone size-large wp-image-1764" /></a></p>
<p>Den Tages-&#8221;Zeitungs&#8221;-Ständer habe ich aus Gründen weggelassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/12/19/wenn-reisen-bildet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der verhexte Diebstahl</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/12/06/der-verhexte-diebstahl/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/12/06/der-verhexte-diebstahl/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 23:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[man spricht deutsh]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1753</guid>
		<description><![CDATA[Es war einmal ein Hotel, das umbenannte sich, nachdem sein bisheriger Name nach eigenem Bekunden nichts mehr recht hergab, ganz bescheiden in &#8220;Märchenhotel&#8221;. Um dem neuen Namen gerecht zu werden, wurden die Zimmer allesamt von Nummern befreit und ersatzweise mit jeweils märchenhaften Namen versehen. Auch wurde das eine oder andere passende Dekorationsobjekt an Wände und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Hotel, das umbenannte sich, nachdem sein bisheriger Name nach eigenem Bekunden nichts mehr recht hergab, ganz bescheiden in &#8220;Märchenhotel&#8221;. Um dem neuen Namen gerecht zu werden, wurden die Zimmer allesamt von Nummern befreit und ersatzweise mit jeweils märchenhaften Namen versehen. Auch wurde das eine oder andere passende Dekorationsobjekt an Wände und auf Regale drappiert, sogar ein Audiogerät mit Märchen zum Anhören bereitgestellt und, wie es sich gehört, das eine oder andere Märchenbuch ausgelegt. Selbstverständlich nur zum vor-Ort-Lesen. Obwohl das eigentlich klar sein sollte, fürchtete man sich gar sehr um die &#8211; mit der Zeit nicht ansehnlicher gewordenen &#8211; Schmöker, respektive um deren Verbleib am vorgesehenen Ort. Und so rief man kurzerhand eine gute Fee herbei, gab ihr ein paar Schoppen in der hauseigenen Weinstube aus und bewegte sie dergestalt dazu, alle künftigen Diebstähle mit einem Zauber zu belegen:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/autoanzeige.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/autoanzeige-300x225.jpg" alt="Ein Aufkleber besagt: &quot;Jeder Diebstahl wird sofort zur Anzeige&quot; (sic!)" title="" width="300" height="225" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1754" /></a></p>
<p>Und wenn sie nicht zur Anzeige wurden, dann sind die Diebstähle &#8211; der Fee sei Dank &#8211; wohl auch weiterhin ausgeblieben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/12/06/der-verhexte-diebstahl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verpixelungswahn</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/18/verpixelungswahn/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/11/18/verpixelungswahn/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 17:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1717</guid>
		<description><![CDATA[Ich twott jüngst:
Wenn die Polizei Eure Städte videoüberwacht kriegt Ihr keinen Verpixelungsdünschiß. Aber wehe wenn ne CSU-Tante polemisiert&#8230;
Das ist natürlich sehr verkürzt (man darf das im Fall von Twitter als Systemimmanenz bezeichnen). Es trifft aber im Grunde dennoch genau die Geisteshaltung, die ich der Mehrheit der &#8220;Verpixler&#8221; attestiere. Wenn auch weder primär noch vorrangig, habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich twott <a href="https://twitter.com/davidblnde/status/5264296846041088">jüngst</a>:</p>
<blockquote><p>Wenn die Polizei Eure Städte videoüberwacht kriegt Ihr keinen Verpixelungsdünschiß. Aber wehe wenn ne CSU-Tante polemisiert&#8230;</p></blockquote>
<p>Das ist natürlich sehr verkürzt (man darf das im Fall von Twitter als Systemimmanenz bezeichnen). Es trifft aber im Grunde dennoch genau die Geisteshaltung, die ich der Mehrheit der &#8220;Verpixler&#8221; attestiere. Wenn auch weder primär noch vorrangig, habe ich damit dennoch nicht ganz ohne Absicht auch den von mir bis auf gelegentliche kleine Perspektivdifferenzen sehr geschätzten Block-Kollegen <a href="http://rz.koepke.net/">Köpke</a>, der wenig vorher einen durchaus durchdachten <a href="http://rz.koepke.net/2010/11/18/wer-etwas-verbirgt-ist-gefahrlich-streetview/">Text zur Verpixlungsdebatte</a> beitrug, zu folgendem <a href="https://twitter.com/Reizzentrum/status/5266848350208000">Einwurf</a> provoziert:</p>
<blockquote><p>Belege die perfide Lüge, dass MIR Polizeiüberwachung keine Kopfschmerzen bereitet!</p></blockquote>
<p>Wenngleich ich genau ihm genau das niemals unterstellen würde (dafür lese ich seine Texte schon viel zu lange und gerne), will ich dann also doch auch mal versuchen, zusätzlich zu meinen bildgestalterischen Äußerungen auch verbal darzulegen, warum ich einen viel entspannteren Umgang mit einem dieser vielen Themen wünsche, deretwegen „uns“ „die restliche Welt“ wohl wieder einmal etwas „verwundert“ „bestaunen“ dürfte.</p>
<p>Plump gesagt ist die ganze Debatte für mich vor allem eine eher absurde und völlig diffuse Gemengelage. Hier werden viel &#8220;German Angst&#8221;, eine gute Scheibe Polemik, eine Prise Kampagne (&#8221;Lex Google&#8221; &#8211; nicht zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal übrigens, da wette ich drauf), einige (wie ich finde) grundlegende Mißverständnisse juristischer Natur, eine gute handvoll Gerechtigkeit und, das sei eingeräumt, berechtigte Sorgen um die Geschäftspraktiken eines für manchen beängstigend schnell wachsenden Weltkonzerns zu einem typisch deutschen Eintopfgericht verkocht.</p>
<p>Worum geht es eigentlich genau? <span id="more-1717"></span>Die häufigste Antwort der &#8220;Verpixler&#8221; dürfte hier pistolengeschoßartig lauten: &#8220;Um meine Privatsphäre&#8221; oder auch „um den Datenschutz“. So berechtigt beides ist und so vehement ich selbst jederzeit dafür eintreten werde: Die Straßenansicht eines Hauses ist in einer offenen Gesellschaft niemals Privatsache. Und zwar aus mehreren Gründen.</p>
<ol>
<li>Ein Gebäude ist eine Sache. Eine Sache kann niemals eine Privatsphäre besitzen, sofern sie sich nicht im (jedenfalls: bisher noch halbwegs) besonders geschützten Bereich der persönlichen Lebensgestaltung befindet.</li>
<li>Mit diesem Bereich ist in aller Regel die &#8220;Wohnung&#8221; gemeint. Zur Wohnung gehören jedoch weder die Außenmauern derselben, noch der diese eventuell umgebende Garten. Wäre das nämlich so, hätte es jahrzehntelang erbitterte Kriege um die Rechtmäßigkeit von Baugenehmigungsverfahren, Bebauungsplänen, Vorschriften für Mindestabstände, Bepflanzungsgrenzen, Heckenhöhen oder gar &#8220;ortsübliche Fassadengestaltung&#8221; gegeben.</li>
<li>Die Außenansicht der Wohnung, wie man sie von öffentlichem Straßenland aus wahrnehmen kann, kann auch deswegen nicht zur Privatsphäre gehören, weil man andernfalls jeden Passanten, der von seinem Recht der Benutzung dieser Straße Gebrauch macht, zu einem rechtswidrigen Verletzen der Privatsphäre durch versehentliches Betrachten derselben nötigte.</li>
</ol>
<p>Privatsphäre beginnt also nach hiesigem Usus hinter der Wohnungstür, aber niemals bereits auf der Straße (wenn man mal vom dort privat gesprochenen oder gar gedachten Wort absieht). Und selbst, wenn man das anders sieht, wird man &#8211; unermeßlichen Reichtum und mit diesem verbundene privilegierte Abschottungsmaßnahmen außen vor gelassen &#8211; sich den Blicken Fremder auf das Äußere Gehäuse der eigenen Privatsphäre schlichtweg niemals entziehen können. In einem – zumindest nach unserem Verständnis – freien Land kann jeder jederzeit jede Straße heimsuchen und Häuser und Vorgärten betrachten. Als dergestalt indirekt Betrachtbarer kann man das fürchten und nicht gut heißen, man wird aber dennoch damit leben müssen.</p>
<p>&#8220;Ja, aber durch Streetview kann ja nun jeder überall hin, ohne daß dies mit Aufwand verbunden wäre,&#8221; ist das meist auf diesen Einwand folgende Argument. Richtig. Auf einmal ist die Möglichkeit, sich über irgendeinen Ort (oder eben auch dessen Anwohner) ein exaktes Bild zu machen, keine Frage mehr von Privilegien. Weder benötigt man viel Freizeit, noch übermäßig viel Geld, um ganz nach Belieben überall hin zu reisen. Man muß nicht einmal mehr  einer Organisation anzugehören, die auch vor Streetview schon Bild- oder zumindest Informationsmaterial über alle nur erdenklichen Orte besessen hat, wie es beispielsweise Kredit-Scoring-Unternehmen oder Behörden tun. Das schlichte Bereitstellen einer vom eigenen Schreibtisch aus bereisbaren Welt in Bildern ist also erst mal nichts weiter als ein Schritt zur Demokratisierung (oder vielleicht: Sozialisierung?) der Weltreise. Die Vorstufe eines „Star Trek-Beamers“ für jeden womöglich.</p>
<p>&#8220;Aber so können plötzlich Einbrecher mein Haus ausforschen oder potentielle Terroristen bessere Plätze für Bomben auskundschaften.&#8221; &#8211; Ja, das stimmt. Übrigens: Sogar ohne Streetview, ja, sogar ohne Google Earth und Maps, lassen sich beinahe alle Verbrechen auch mit Hilfe des Internets und dadurch nicht selten bequemer vorbereiten. Seien es Telefonverzeichnisse oder auch nur die gesetzlich vorgeschriebenen, detaillierten Kontaktangaben, die inzwischen quasi jedem aktiven deutschen Netzbürger vorgeschrieben sind: Nie war Recherche so einfach wie heute, wie im guten, so leider auch im schlechten. Nach der Verpixelungslogik sollten wir da eigentlich verhindern, daß der kleine selbständige Versandhändler durch die (aus Verbrauchersicht sehr hilfreiche) Impressumspflicht potentielles Opfer eines Einbruchdiebstahls seiner Waren wird. Zugegeben, der Vergleich hinkt. Etwas. Aber ist es nicht schlichtweg so, daß mehr Möglichkeiten zwangsläufig und ausnahmslos zu mehr theoretischen Gefahren führen? Genau wie es mehr „Sicherheit“ niemals im Einklang mit mehr Freiheit geben kann? Das gute alte &#8220;no risk no fun&#8221;-Thema, immer wieder in neuer Gestalt? Und: Wo bleibt die Gerechtigkeit für jene, die das Pech haben, an exponierten Orten zu leben, von denen es auch ganz ohne Streetview zahllose Detailfotos oftmals unter sehr großzügigen Verbreitungslizenzen gibt? Haben die &#8220;Pech, weil sie ja auch woanders hinziehen könnten&#8221;? Oder haben die, die sich ein Haus im Grunewald oder in Blankenese, fernab jeder Sehenswürdigkeit, leisten können, &#8220;einfach rechtzeitig den richtigen Riecher&#8221; gehabt?</p>
<p>Ich persönlich glaube gar nicht, daß für die meisten &#8220;Verpixler&#8221; der Aspekt &#8220;plötzlichen sehen mein Haus nicht mehr nur die 20 Nachbarn und deren Besucher&#8221; ausschlaggebend war. Über Unternehmen, die mit ihren Kameras &#8211; ob nun gedruckt, auf DVD oder gegen Entgelt im Internet zu betrachtende &#8211; Bildserien ganzer Stadtviertel angefertigt haben, hat lange Zeit niemand auch nur ein Wort verloren. Das begann erst, als eine ansonsten intellektuell eher unauffällige bayerische Landwirtschaftsministerin eine regelrechte Hexenjagd gegen ein Unternehmen eröffnete, das nicht einmal vornehmlich aus Datenschutzgründen vielen Interessengruppen in der eigenen Klientel ein Dorn im Auge ist. Dieses Unternehmen, für manchen in einer geradezu gespenstisch kurzen Zeit zum marktbeherrschenden Giganten gereift, kommt nun daher und macht ebenfalls und ganz „ungeniert“ Bildaufnahmen. Diese wird es, soviel ist sicher, gewerblich nutzen. So, wie es auch vorher schon kein Geheimnis daraus machte, die oft genug bereitwillig von Benutzern seiner etlichen kostenlosen Dienste preisgegebenen Daten gewerblich zu nutzen. „Google“, das ist jenes suspekte Unternehmen, das der weniger im digitalen beheimatete Deutsche vor allem von den beliebten „so luxuriös arbeitet es sich im Google-Hauptqartier“-Slideshows aus dem eigenen tristen Büro-Email-Alltag kennt und mit dem er zuallererst den Begriff „Datenkrake“ assoziiert.</p>
<p>Ausschlaggebend für die plötzlich entdeckten Sorgen vor allem – aber keineswegs nur – jener, die bislang meinten, sich der neuen digitalen Welt durch schlichte Ignoranz entziehen zu können, ist also, glaube ich, weniger das „was“ als vor allem das „wer“. Und das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal zu unrecht. Nur: Genügt die unbestimmte Gewißheit, daß da „jemand suspektes etwas unheimliches zu tun scheint“, um in letzter Konsequent nach Einschränkungen der sogenannten „Panoramafreiheit“ zu schreien, die seit jeher architektur- oder milieuvernarrte Fotoamateure vor absurden rechtlichen Konsequenzen schützt? Rechtfertigt die Eventualität, daß da „irgendwann irgendwer irgendwas“ mit dem so entstehenden &#8220;Bildwissen&#8221; &#8220;anstellen&#8221; könnte, die Verstümmelung einer zunächst einmal als (siehe oben) positive, gar soziale Innovation zu bewertenden Idee? Bewegt man sich mit derart präventivtheoretischen Gedankenkonstrukten nicht auf einer Ebene mit einem Innenminister, der im Wochentakt Terrorwarnungen über „irgendwann irgendwo in diesem Land von irgendwem geplante konkrete Gefahren“ schwadroniert und damit insgeheim ganz andere Ziele <del>bevorraten</del>befördern will?</p>
<p>Wo blieb und bleibt eigentlich der Aufschrei jener selbsternannten Fassadenschützer, die sich vor der „Datenkrake Google“ fürchten, sich aber wohlig beschützt fühlen, wenn sie beispielsweise beim wochenendabendlichen Düsseldorfer Altstadtbummel auf Schritt und Tritt und von einer Kneipe bis zur nächsten durch „Videokameras für Ihre Sicherheit“ überwacht werden oder für eine Eintrittskarte zum nächsten Fußballspiel schon im Vorfeld eine Personalausweiskopie nebst handgeschriebener Bewerbung und demnächst noch einer Speichelprobe einreichen müssen? Warum protestieren binnen wenigen Wochen hunderttausende gegen ein Foto der Behausung, in der die meisten von ihnen nicht mal ein Hundertstel der darin lebenden Menschen stellen? Warum gehen aber selten mehr als 20.000 gleichzeitig gegen Vorratsdatenspeicherung, „elektronische Entgeltnachweise“ inklusive Streikteilnahmeerfassung, gegen RFID-Ausweise und elektronische Krankenkarten, gegen immer dreistere Freiheitseinschränkungen und immer unverschämteren Sozialraub und Vermögensumverteilung auf die Straße – alles Dinge, die Privatsphäre, Grundrechte und den Schutz der persönlichen Daten weit mehr gefährden als jedes Streetview dieser Welt?</p>
<p>Die Antworten sind, fürchte ich, ernüchternd: Der Deutsche Kleinbürger hatte hier einmal die schöne Gelegenheit, „es“ irgendeinem „Großen“ zu „zeigen“ und die eigene Angst vor dem Unbekannten zu kultivieren. Die Politik hatte ein weiteres Sommerthema und eine Projektionsfläche, um von eigenen Schurkereien abzulenken. Und Google kann es herzlich egal sein, wer sich über wen aufregt, da man selbst wenig verliert, aber im Idealfall Sympathien gewinnen kann – zumal im Eifer des medialen Gefechts kaum jemand auf den vorauseilenden Gehorsam aufmerksam machte, mit dem die Verpixelung genau so widerspruchslos in eigener Initiative angeboten wurde, wie man seit Jahren in einvernehmlicher und unauffälliger Zusammenarbeit mit den Zensursystemen aller „Rechtsstaaten“ der Welt Suchergebnisse so „filtert“, wie es dem jeweiligen Regime gerade gefällt. Ob dessen Führer nun einen Hosenanzug oder einen Mao-Kragen trägt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/11/18/verpixelungswahn/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Picture postcards from Munich, Germany</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-munich-germany/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-munich-germany/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 14:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Massenhysterie]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1714</guid>
		<description><![CDATA[
Originalbild: Andrew Bossi, Lizenz: CC-BY-SA
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/ppg4.jpg" alt="Ansichtskarte mit verpixeltem Münchner Hofbräuhaus. Aufschrift: In München steht ein *******haus, oans, zwoa, g'pix'lt!" title="" width="800" height="640" class="alignnone size-full wp-image-1715 blackborder" /></p>
<p><small>Originalbild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:2361_-_München_-_Hofbräuhaus.JPG">Andrew Bossi</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en">CC-BY-SA</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-munich-germany/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Picture Postcards from Cologne, Germany</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-cologne-germany/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-cologne-germany/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Massenhysterie]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1710</guid>
		<description><![CDATA[
Originalbild: ger1axg, Lizenz: CC-BY-SA
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/ppg3.jpg" alt="Eine Postkarte mit verpixeltem Kölner Dom. Aufschrift: Mr lasse de Dumme en Kölle" title="" width="800" height="640" class="alignnone size-full wp-image-1711 blackborder" /></p>
<p><small>Originalbild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kdom.jpg">ger1axg</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC-BY-SA</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-cologne-germany/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Picture Postcards from Hamburg, Germany</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-hamburg-germany/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-hamburg-germany/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1704</guid>
		<description><![CDATA[
Originalbild: Wikipedia, Lizenz: CC-BY-SA
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/ppg2.jpg" alt="Eine Postkarte der Landungsbrücken in Hamburg. Aufschrift: Google Google, Mors Mors" title="" width="800" height="500" class="alignnone size-full wp-image-1705 blackborder" /></p>
<p><small>Originalbild: <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hamburg_Landungsbruecken_01.jpg&#038;filetimestamp=20070406151415">Wikipedia</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de">CC-BY-SA</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-hamburg-germany/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Picture postcards from Berlin, Germany</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-germany-1/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-germany-1/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:26:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1698</guid>
		<description><![CDATA[
Originalbild: Thomas Wolf, Lizenz: CC-BY-SA 3.0
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/ppg1.jpg" alt="Postkarte mit verpixeltem Brandenburger Tor. Aufschrift: Berlin - immer eine Meise wert" title="" width="800" height="500" class="alignnone size-full wp-image-1700 blackborder" /></p>
<p><small>Originalbild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brandenburger_Tor_abends.jpg">Thomas Wolf</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC-BY-SA 3.0</a></small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/11/18/picture-postcards-from-germany-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>spiesserview.de</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/18/spiesserview-de/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/11/18/spiesserview-de/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 10:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Streetview]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1695</guid>
		<description><![CDATA[
Bildquellen: &#8220;Kryztoff&#8221; und public domain. Weiterverwendung daher unter CC-BY-SA-3.0-Lizenz.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/spiesserview.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/spiesserview-300x135.jpg" alt="" title="" width="300" height="135" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1696" /></a></p>
<p><small>Bildquellen: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schrebergarten.jpg">&#8220;Kryztoff&#8221;</a> und <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:7_garden_gnomes.jpg">public domain</a>. Weiterverwendung daher unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC-BY-SA-3.0</a>-Lizenz.</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/11/18/spiesserview-de/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Da man einmal täglich lachen soll,</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/26/da-man-einmal-taglich-lachen-soll/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/04/26/da-man-einmal-taglich-lachen-soll/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1230</guid>
		<description><![CDATA[stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder Zursonnezurfreiheit ungeniert <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/kein-bundnis-von-ver-di-und-industrie/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+DigitaleLinke+(DIGITALE+LINKE)">über den &#8220;Internet-Maoismus&#8221; herzieht</a>.</p>
<p>Erfrischend grotesk!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/04/26/da-man-einmal-taglich-lachen-soll/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Endlich: Kehraus in diesem Internetzdings!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/26/endlich-kehraus-in-diesem-internetzdings/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2010/04/26/endlich-kehraus-in-diesem-internetzdings/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 06:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weitersagen!]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=1224</guid>
		<description><![CDATA[Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als rechtschaffene Volksverarschtreter zu verleumden, politische Aufklärungsarbeit zu diffamieren und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.
Jüngstes Negativbeispiel: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als <a href="http://www.zensursula.net/">rechtschaffene Volksver<del datetime="2010-04-26T05:59:50+00:00">arsch</del>treter zu verleumden</a>, politische <a href="http://ak-zensur.de/">Aufklärungsarbeit zu diffamieren</a> und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.</p>
<p>Jüngstes Negativbeispiel: Die beispiellose <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/back-off-from-the-internet-commissioner-malmstroem/">Hetzkampagne gegen eine EU-Kommissarin</a>, der man ernsthaft geistige <em>Nähe zu Unrechtsregimen wie in China</em> (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt) oder Absurdistan andichten wollte &#8211; was für eine Vorstellung in einer aufgeklärten und überlegenen Zivilisation wie der unseren.</p>
<p>Da tut es besonders gut, wenn sich unter all diesen <em>zotteligen Gammlern</em> (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt), die sich in dieser &#8220;Internetzgemeinde&#8221; so trefflich zwischen geistigem Diebstahl und Verbalterrorismus eingerichtet haben, bisweilen eben doch mal jemand findet, der sich eine gesunde Einstellung zur Wahrheit erhalten und sich einen objektiven Blick über die Gesamtlage verschafft hat: Alexander Lehmann hat sich des digitalen Schmutzes angenommen und die Organisation <a href="http://www.cleanternet.org/">cleanternet</a> ins Leben gerufen. In einem gut recherchierten Aufklärungsfilm rückt er dort einiges zurecht, was in der gutmenschelnden Weltfremde manches internetzgeschädigten Geistes längst in anderen Sphären schwebte.</p>
<p>Saubere Sache, Herr Lehmann. </p>
<p>(<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/video-cleanternet-for-a-cleaner-and-safer-internet/">via</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2010/04/26/endlich-kehraus-in-diesem-internetzdings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die haben es nötig!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/12/23/die-haben-es-notig/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2009/12/23/die-haben-es-notig/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 14:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Jammerlappen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=560</guid>
		<description><![CDATA[Aus der Reihe "sterbende Urzeitmonster" lesen Sie heute: Was der Verlagosaurus Giganticus vom Scheibus Plasticus lernen kann. Und vermutlich niemals wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß schon. Über sterbende Dinosaurier muß man sich nicht lästernd auslassen, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">das tun die mittlerweile schon selbst so geschickt</a>, daß kein Auge trocken bleibt.</p>
<p>Und damit bin ich schon bei dem Dinosaurier, der mich gestern zur Verzweiflung gebracht hat &#8211; obwohl der eigentlich längst tot sein müßte. Troubadix könnte man den nennen, ach nein, letzterer hat ja selbst musiziert, während der, den ich meine, lediglich (aber dafür viel zu lange viel zu gut) davon lebte, Musik auf Plastikscheiben zu kopieren und einen jahrelangen, zuletzt <a href="http://www.raubkopierer-sind-verbrecher.de/">peinlich bis grotesken</a> öffentlichen Todeskampf anstimmte, als er viel zu spät merkte, daß die Leute Plastikscheiben lieber selbst kopieren. Oder gar nicht mehr, weil es ihnen gar nicht um die Scheiben selbst, sondern primär um deren Inhalt geht.</p>
<p>Also: In meiner Jugend Maienblüte gab es von einem Künstler (der sich, übrigens auch aufgrund von Streitigkeiten mit Dinosauriern, immer wieder mal neue Namen gab, die auf seine Plastikscheiben gedruckt werden mußten) ein ziemlich schönes Stück. Das war so gut, daß ich es mir damals schon von meinem raren Taschengeld auf so einer Plastikscheibe gekauft habe. Die hat seinerzeit etwa 15 Mark gekostet, was inflationsbereinigt heute ungefähr 250.000 Euro sein dürften. Oder auch etwas weniger, aber immerhin deutlich zu viel angesichts des umständlichen Bezugswegs damals:</p>
<ol>
<li> Busfahrschein kaufen</li>
<li>in die Stadt fahren</li>
<li>Plastikscheibe holen</li>
<li>noch einen Busfahrschein kaufen (oder eine Monatskarte gehabt haben)</li>
<li>heim fahren</li>
<li>Plastikscheibe auspacken</li>
<li>Stereoanlage anwerfen</li>
<li>Plastikscheibe einlegen</li>
<li>Lied hören.</li>
</ol>
<p>Daß man die Schritte 1-8 heute getrost als historisch betrachten darf, sich das Geld für Transportmittel sparen und Lieder in mittlerweile hervorragender Qualität binnen 30 Sekunden platzsparend als Datei frei Haus bekommen kann, geschenkt. Daß ich, weil die oben genannte Plastikscheibe durch eigenes Verschulden sowohl physikalisch (verliehen, verloren, verschlampt?) als auch inhaltlich (bei meiner vor allem aus Wohnraumoptimierungsgründen &#8211; ja, ich hasse unnötige Staubfänger! &#8211; durchgeführten großen Plastikscheiben-auf-Massenspeicher-Kopieraktion wohl übersehen?) perdü ist, erneut für das Lied (freilich nicht wieder für eine unnütz staubfangende Plastikscheibe) bezahlen muß: Wäre halb so wild, wenn das &#8220;muß&#8221; nicht ein &#8220;müßte&#8221; wäre.</p>
<p>Denn glaub mal nicht, daß auch nur eins der inzwischen zahlreichen seriösen Musik-Herunterladeportale den Titel bei sich hat. Und warum? Die Glaskugel sagt: Das Riesenlabel, unter dem das Lied damals auf Plastik kopiert wurde, verweigert sich (wohl als letztes seiner Art) bis heute der Realität: &#8220;Wenn wir das  zum Herunterladen anbieten, wird es nur raubkopiert werden.&#8221; Und nun rate mal, was der einzige zeitgemäße Weg ist, sich diesen Titel (für den jemand wie ich schon vor Jahren aus heutiger Sicht unseriös hohe Summen bezahlt hat) nun wieder zu beschaffen (ohne dabei auf gebrauchte Plastikscheiben zurückzugreifen): Genau. Sogenannte Raubkopierertauschbörsen. Dort ist es in jeder vorstellbaren Kompression und Version zu haben. Binnen Minuten.</p>
<p>Um den Bogen zum Anfang wieder zu bekommen: Angesichts solcher Lächerlichkeiten darf man freudig gespannt sein, welchen absurden Todeskrampf uns in den kommenden Jahre der Totes-Holz-Saurier (Verlagosaurus Giganticus) liefert. Den des Scheibus Plasticus zu toppen, das muß man erst mal bringen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2009/12/23/die-haben-es-notig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jeder kann Erich (Teil 7)</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/17/jeder-kann-erich-teil-7/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2009/08/17/jeder-kann-erich-teil-7/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 12:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jeder kann Erich!]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Flitzekacke]]></category>
		<category><![CDATA[Honecker]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=362</guid>
		<description><![CDATA[

Wie versprochen, soll der eher diskret gepflegten Männerfreundschaft zwischen Dr. Erich Merkel und Erich Künast hier Rechnung getragen werden. Die Aufnahme des letzteren in diese Galerie erfolgt unter strikter Beachtung des Regulariums (Kandidat muß sich als Erich qualifiziert haben) &#8211; jedenfalls so strikt, wie auch die grüne Flitzkackpartei die grundgesetzlich garantierten Bürgerrechte ehrt. Falls das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="linksflusz"><img src="/_ressourcen/uploads/Erich-Künast.jpg" alt="" title="" width="350" height="480" class="blackborder" /></div>
<div>
<p>Wie <a href="/2009/08/13/gute-grunde/">versprochen</a>, soll der eher diskret gepflegten Männerfreundschaft zwischen <a href="/2009/08/03/jeder-kann-erich-teil-1/">Dr. Erich Merkel</a> und Erich Künast hier Rechnung getragen werden. Die Aufnahme des letzteren in diese Galerie erfolgt unter strikter Beachtung des Regulariums (Kandidat muß sich als Erich qualifiziert haben) &#8211; jedenfalls so strikt, wie auch die grüne Flitzkackpartei die grundgesetzlich garantierten <a href="http://www.flickr.com/photos/splitbrain/3594737908/">Bürgerrechte ehrt</a>. Falls das als Begründung nicht reicht, erfolgt die Aufnahme behelfsweise einfach in vorauseilendem Gehorsam: Sobald die beiden Kumpanen erst einmal gemeinsam auf <del datetime="2009-08-17T11:46:16+00:00">dem Thron</del><ins datetime="2009-08-17T11:46:16+00:00">der Regierungsbank</ins> sitzen, wird auch der in Sachen Erich hinter den Ohren bisher noch (wenigstens etwas) grüne Genosse Künast <a href="http://blogoff.de/2009/03/26/angela-merkel-und-des-zdfs-null-toleranz-beim-copyright/">die Volkssicherheitsvisionen</a> des großen Bruders mit absegnen. Immerhin, kürzlich wurde schon mal die neue Diktion <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,641993,00.html">geübt</a> und die Gebetsmühle</p>
<blockquote class="erich"><p>keinen rechtsfreien Raum</p></blockquote>
<p class="umbruch">[tm] bemüht. Schon ganz wie ein großer. Na, sieben Jahre als <del datetime="2009-08-17T11:46:16+00:00">Juniorverräter</del><ins datetime="2009-08-17T11:46:16+00:00"><a href="http://www.zeit.de/2003/03/Au_a7enpolitiker">Kellner</a></ins> gehen eben auch an Parteien mit Basisdemokratur nicht vorbei. Bau auf!</p>
<p><small><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Renate_Künast_20060915.jpg">Bildteile</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:IngridStrauch">Ingrid Strauch</a>, veröffentlich unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/">CC-by-sa</a>.</small></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2009/08/17/jeder-kann-erich-teil-7/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Leben 2.0: Tödliches Sündenbabel</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/08/03/leben-2-0-todliches-sundenbabel/</link>
		<comments>http://www.davidbln.de/2009/08/03/leben-2-0-todliches-sundenbabel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 15:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle einsperren!]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsfreier Raum[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitswahn]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachungsstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.davidbln.de/?p=153</guid>
		<description><![CDATA[Erst kürzlich hatte ich auf die alarmierende Erkenntnis der Lebensgefährlichkeit desselben hingewiesen. Bettina Winsemann führte, schon vor ein paar Wochen, erfrischend plastisch aus, welchen Sündenpfuhl des ordinäre Dasein (im echten Leben, nicht im rechtsfreien Raum[tm]) bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit darstellt. Unglaublich, was live und in Farbe an Peinlichkeiten, Unrecht und Raubrittertum Gang und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst kürzlich hatte ich auf die alarmierende Erkenntnis der <a href="/2009/07/31/jetzt-enthullt-leben-todlich/">Lebensgefährlichkeit desselben</a> hingewiesen. Bettina Winsemann führte, schon vor ein paar Wochen, erfrischend plastisch aus, <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30569/1.html">welchen Sündenpfuhl</a> des ordinäre Dasein (im echten Leben, nicht im <cite>rechtsfreien Raum[tm]</cite>) bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit darstellt. Unglaublich, was live und in Farbe an Peinlichkeiten, Unrecht und Raubrittertum Gang und Gäbe ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.davidbln.de/2009/08/03/leben-2-0-todliches-sundenbabel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

