DavidBLN.de

Ruhestörung

Beliebter Volkssport, bei dem es in der Regel etwas klarzustellen gilt: Wer den größten hat oder den stärksten, wer am fleißigsten ist oder am frühesten, wer sich einen Scheißdreck kümmert oder gar nicht.

Dies ist Seite 2. (Neuere Artikel)


14. April 2009

Es bläst der Heinzelmann

Hast Du schon mal einen sogenannten Laubbläser, in Fachkreisen auch Präkariatsfagott genannt, gesehen? Na, zumindest gehört hast Du ihn auf jeden Fall schon. Den Ton, der verheißen will Höret und sehet: Ich bin produktiv! Endlich ist es der IFSFKDDWNB (Industrieforschungsstelle für Kappesdendieweltnichtbraucht) nämlich gelungen, das Verhältnis zwischen Muskelaufwand und öffentlicher Wahrnehmung, das einstmals vom ordinären Straßenbesen so ungerecht verteilt wurde, umzukehren. Und das ist nur ein Vorteil dieser sensationellen Erfindung, die frei nach Herrn von Bülow eigentlich “Heinzelmann” heißen müßte Ganzen Artikel lesen


9. März 2009

Die Ernste meines Lebens

Ernst*) ist behindert. Ernst ist heute Rentner. Als Ernst noch kein Rentner war und ich noch nicht in die Rentenkasse eingezahlt habe, lief Ernst immer durch unsere Nachbarschaft. Genaugenommen lief er nicht, er schlurrte, denn neben der geistigen Behinderung hatte Ernst auch noch mit den Folgen einer Kinderlähmung zu kämpfen. Als Ernst so durch unsere Nachbarschaft schlurrte, gab es noch keine Handys mit eingebautem MP3-Player. Es gab auch noch keine MP3-Player, die nicht in ein Handy eingebaut waren. Es gab auch noch kein MP3-Format und noch nicht einmal der Walkman war zu jener Zeit erfunden. Und Kopfhörer, die einen selbst vor schlechtem und andere vor dem Klang an sich schützen, waren entweder unbezahlbar und/oder sahen aus und wärmten auch im Hochsommer wie wollene Ohrenschützer. Ganzen Artikel lesen


9. September 2008

Rüttgers for…

…ach nein, ist er ja schon.

Wie kommt er denn jetzt darauf?, fragst Du mich oder Dich? Nun, gerade sitze ich hier, um mich herum die rheinländisch-verbaldynamisch herangezogene (letzte?) Hoffnung der heranwachsenden Rentner von morgen (Hoffnung auf Beiträge, klar), die ganz in rheinisch-fröhlicher Tradition plärrt, scheppert und kreischt, was die Nachwuchskehlen (oder, Nachwuchs 2.0: Die aufgebohrten Zweitakter der Schwanzersatzfahrzeuge auf zwei Minirädern) hergeben, und denke so voller Wehmut an die betörende Ruhe zurück, die mich neulich noch beim Besuch des Ayurveda-Spa an einem fernen, sonnigen Urlaubsort umgab, während ich mich von Haar bis Zeh umsorgen ließ. Ganzen Artikel lesen