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Sterbende Dinosaurier


5. Mai 2010

Dran glauben

Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck “dran glauben” angemessen wäre, ist eine blasphemische Verleumdung.

Unglaublich indes finde ich, daß es nicht nur Ketzer gibt, die behaupten, es gäbe da läßlichste Sünden, die der heiligen Stuhl und seine AusscheiderVertreter höchstselbst zu verantworten hätten: Es gibt doch tatsächlich Pharisäer, die derlei satanische Verse aufgreifen und weitertragen!

Nicht erst, aber ganz besonders in diesem Zusammenhang ist es nur zu billig, einmal dem Unmut über die schändlichen Schriften, die da seit Mai 1949 noch dem letzten gottlosen Teufel zugestehen, er möge doch nach Belieben kundtun, was er da denkt und fühlt, freien (und anwaltlichen) Lauf zu lassen. Denn wie heil und geordnet war doch zuvor die Welt, wenn zuletzt auch nur noch in den opferreichen Schranken des heiligen Reichskonkordats, das von der einzig richtigen Lehre – derer Petri – nicht viel übrig ließ.

Nun indes, da schwarze Schafe den monatlichen Ablaß, ja gar die unüberwindliche Schuld (und damit die Obhut ihrer Schäfer) in Frage stellen und mancher dreist behauptet, der direkt an Bedürftige gegebene Taler sei sinnvoller vertan denn jener an die römisch-katholische Fiskalkollekte, da muß man doch sogar als ordentlicher Christenmensch endlich mal: Dran glauben.


29. April 2010

Und wenn wir nicht

zeitnah hieran gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell Ruhrpottkrokodile sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon auf uns aufmerksam machen.

Ich reservier mal für Sonntagmittag die Tränke hinter der Ruhrmündung, linksrheinisch. Ich bin der mit dem gelben Bauch. (Oder: Ich werde der mit dem gelben Bauch gewesen sein werden. Siehe oben.)


27. April 2010

Warum unsere Politiker so oft an die Kinder denken?

Weil es vor ihnen längst andere getan haben. Wie zum Beispiel die armen, von Raubmordkopierverbrechern gepeinigten Rechteverwerter.

(via und)


26. April 2010

Da man einmal täglich lachen soll,

stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder Zursonnezurfreiheit ungeniert über den “Internet-Maoismus” herzieht.

Erfrischend grotesk!


23. Dezember 2009

Die haben es nötig!

Aus der Reihe “sterbende Urzeitmonster” lesen Sie heute: Was der Verlagosaurus Giganticus vom Scheibus Plasticus lernen kann. Und vermutlich niemals wird.

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