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	<title>DavidBLN.de &#187; Sterbende Dinosaurier</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Schlimmer geht immer</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 13:22:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers &#8220;Wahlkampf&#8221; ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers &#8220;Wahlkampf&#8221; ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, als beliebig austauschbare Köpfe.</p>
<p>Daß auch Phrasen beliebig austauschbar sind, habe ich dabei stets geflissentlich ignoriert. Daß die Simulation von Inhalten mich das ganze Bauerntheater noch mehr verachten lassen würde, als es die oben genannten Hackfressen je könnten, hätte ich auch nicht gedacht. Doch merke: Das Grundwesen der Peinlichkeit besteht zweifelsfrei darin, daß sie sich immer doch noch weiter unterbieten läßt.<span id="more-2121"></span></p>
<p>Sofern es hierfür und für die These, daß sich die Parteienrepublik nicht mal mehr die Mühe des Anstrichs gibt, ihr Volk auch nur entfernt des Denkens für fähig zu halten, noch irgendeines Beweises bedarf, so erbringt ihn der derzeitige Zirkus um den äußerlichen Neuanstrich des Berliner Landesparlaments in eindrucksvoller Weise. Da gibt ein Herr Wowereit vor, <em>Berlin</em> zu <em>verstehen</em>, indem er eine offenbar aufgeregte Omi an der Hand hält, während er zwar nicht sie, dafür aber die Kamera auf der anderen Seite angrinst. Da muß sich eine Frau Künast für den von der Bildregie augenscheinlich gewollten angestrengt-genervten Blick des vorgeblich für den Bürger arbeitenden Volkszertreters genau so wenig Mühe geben, wie sie behaupten würde, daß Berlin die einzige, letzte oder wenigstens wichtigste Machtoptionen ihrer persönlichen Karriere wäre. Für wie intelligent die politische Klasse ihr Volk hält, beweisen allerdings, wie gesagt, besonders Plakate, die mehr als &#8220;Slogans&#8221; enthalten. </p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0304.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0304-600x398.jpg" alt="Ein Plakat der FDP erklärt dem naiven Wahlbürger, daß den ebenso naiven &quot;Traum einer autofreien Stadt&quot; nicht teile, weil andernfalls werdende Mütter &quot;mit dem Fahrrad in den Kreißsaal&quot; müßten." title="" width="600" height="398" class="blackborder size-medium wp-image-2122" /></a></p>
<p>Dieses Beispiel der Mövenpickpartei ist dabei keineswegs einzigartig, sondern, ganz entgegen deren voraussichtlichen Stimmergebnissen, erschreckend repräsentativ. Natürlich nicht nur für die Berliner Politik.</p>
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		<title>Das Schlimmste an der Kostenloskultur&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 16:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;ist:

Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ist:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur-600x450.jpg" alt="Eine Palette mit kostenlosen Telefonbüchern und Branchenverzeichnissen steht unbeachtet in der Müllecke eines Supermarktvorplatzes" title="" width="600" height="450" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1989" /></a></p>
<p>Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.</p>
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		<title>RWE begräbt Lena</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 16:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/lena_begraben.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/lena_begraben-600x400.jpg" alt="Ein Absetzer im Braunkohlentagebau Garzweiler versinnbildlicht, was Insider schon seit 2010 denken: Die Trulla ist weg vom Fenster und wird nun begraben. Bald wächst Gras über Lena." title="Ein Absetzer im Braunkohlentagebau Garzweiler versinnbildlicht, was Insider schon seit 2010 denken: Die Trulla ist weg vom Fenster und wird nun begraben. Bald wächst Gras über Lena." width="600" height="400" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1903" /></a></p>
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		<title>Weg mit dem Qualitätsjournalismus!</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 15:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle drei Minuten liest man &#8211; besonders momentan, anläßlich der &#8220;Zeitschriftentage&#8221; des VDZ &#8211; irgendein, bisweilen in zwanghaft bis trotzigen selbstreferentiellen Optimismus gehülltes, Wehklagen irgendeines Verlagslenkers, das praktisch immer darauf abhebt, daß wahlweise dieses fiese Internetz oder böse Monopolisten wie Google, Apple und ihresgleichen die schönen (&#8221;für Qualitätsjournalismus so bitter nötigen&#8221;) Gewinne kaputtmachten, indem sie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle drei Minuten liest man &#8211; besonders momentan, anläßlich der &#8220;Zeitschriftentage&#8221; des VDZ &#8211; irgendein, bisweilen in zwanghaft bis trotzigen selbstreferentiellen Optimismus gehülltes, Wehklagen irgendeines Verlagslenkers, das praktisch immer darauf abhebt, daß wahlweise dieses fiese Internetz oder böse Monopolisten wie Google, Apple und ihresgleichen die schönen (&#8221;für Qualitätsjournalismus so bitter nötigen&#8221;) Gewinne kaputtmachten, indem sie, ja, halt was-auch-immer täten, sei es Suchergebnisse zu zeigen (oder nicht), sei es auf Beiträge zu verlinken (oder nicht) oder sei es, einfach selbst zu existieren und womöglich erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln. Vor allem letzteres ist ja etwas, das insbesondere das jahrzehntelang als Torhüter von Meinung und Wissen unentbehrlich gemachte und damit systemimmanent erfolgsverwöhnte Wortdruckgewerbe fast nur noch aus sagenhaften Erzählungen der Altvorderen kennt und kaum jemals noch selbst zustande bringt.<span id="more-1730"></span></p>
<p>Ich muß, wenn ich derlei Gewinsel lese oder höre, immer an einen der oder beide folgenden Punkte denken:</p>
<ol>
<li>Daß ich kurioserweise besser denn je informiert bin, seit ich weder die papiernen noch die nachträglich redigitalisierten Ergüsse dieser Zunft auch nur ansatzweise noch konsumiere, es sei denn auf Empfehlung von oder in Form von Zitaten in Beiträgen nichtkommerzieller, dafür deutlich wahrheitsorientierter vorgehender Amateurschreiber (gerne auch abfällig als &#8220;Blogger&#8221; bezeichnet), ja, mich nicht einmal mehr des Staatsrundfunks und seiner täglichen Verkündungspropaganda bediene, es sei denn, höchst selektiv und zum Abgleich von Meldungen, die mich zuerst auf anderen Kanälen erreichen.</li>
<li>Daß es auch und besonders im gedruckten Journalismus bald nach Erfindung der effektiven Vervielfältigung mittels Druckverfahren vor allem idealistische Amateure waren, die die heutzutage so gewinnorientierten Tageszeitungen einst gründeten, die viel Geld, ja, ihre Existenz riskierten, um, der Wahrheit treu verpflichtet, eben dieser unbedingt zum Durchbruch zu verhelfen &#8211; so lange, bis sie der Zange aus Profitgeiern hier und Machtpolitikern dort nicht mehr entgehen konnten und sich zur Flucht in den Untergrund oder zur Kollaboration entscheiden mußten.</li>
</ol>
<p>Vor allem Punkt zwei finde ich übrigens schon jetzt viel zu oft in abgewandelter, aber doch erkennbarer Form auch in jenem Umfeld wieder, das sich gern als &#8220;Blogosphäre&#8221; bezeichnet (bzw. bezeichnen läßt). Vermutlich sind also Kommerzialisierung und Instrumentalisierung stets wiederkehrende, alternativlose Sachzwänge.</p>
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		<title>Bimbesmarke</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Wunsch der Jungen sowie der Senioren-Union und aller Delegierten des Parteitags der Schwarze( Kasse)n Partei hat die Deutsche Bimbespost weder Kosten noch Mühen gescheut und einen namhaften Künstler (dessen Name nicht genannt werden will) für den Entwurf eines Helmut Kohl zum Von-hinten-lecken gewonnen. Hier ist das Ergebnis:

In Erinnerung an Kohls wohl größte Ehrenleistung hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Delegierte-wollen-Kohl-mit-Briefmarke-ehren_aid_930974.html">Wunsch der Jungen sowie der Senioren-Union und aller Delegierten des Parteitags der Schwarze( Kasse)n Partei</a> hat die Deutsche Bimbespost weder Kosten noch Mühen gescheut und einen namhaften Künstler (dessen Name nicht genannt werden will) für den Entwurf eines Helmut Kohl zum Von-hinten-lecken gewonnen. Hier ist das Ergebnis:</p>
<p><img class="borderless alignnone size-full wp-image-1687" src="/_ressourcen/uploads/bimbesmarke.jpg" alt="Eine Briefmarke. Das Gesicht Helmut Kohls wird betitelt mit seinem Namen und dem Zusatz &quot;Bimbeskanzler und Ehrenmann seit 1930&quot;. Der Nennwert der Marke ist mit 102258376 angegeben." width="640" height="486" /></p>
<p>In Erinnerung an Kohls wohl größte Ehrenleistung hat die Marke einen umgerechneten Nennwert von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kohl#Parteispendenaff.C3.A4re_und_seine_Zeit_nach_der_Kanzlerschaft">200000000 Pfennig</a>. Sie kann (anstelle von Lack) auch zum besonders ehrenvollen Besiegeln von (Post-)Geheimnissen verwendet werden und erfüllt zusätzlich die Funktion von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeslöschtage">Löschpapier</a>. </p>
<p>Angeboten wird das einzigartige Sammlerstück im Rahmen der Edition &#8220;wer nicht <del>von selbst stirbt</del><ins>rechtzeitig abtritt</ins>, bekommt halt zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt&#8221;. Es wird zunächst in den Geschmacksrichtungen &#8220;Saumagen&#8221; und &#8220;Birnenkompott&#8221; erhältlich sein. Je nach Marktakzeptanz sind für weitere Auflagen zusätzlich &#8220;Schwarzkohl&#8221; und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=gbBUj_VRA-Y">&#8220;faule Eier&#8221;</a> geplant. </p>
<p>Die zu erwartenden Fälschungen des Wertabzeichens sollen zu Ehren des Portraitgebers für die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blühende_Landschaften">allgemeine Landschaftspflege in den östlichen Bundesländern</a> verwendet werden.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Wie soeben aus unbestätigten und halbwegs selten informierten Quellen zu erfahren gewesen sei, habe sich als eine der ersten Interessentinnen <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/neue-familienministerin-kristina-koehler-andere-schwaermten-fuer-pferde-ich-fuer-kohl-1525236.html">Dr. Kristina <del>Köhler</del> Schröder ein Exemplar für ihre Devotionaliensammlung</a> reservieren lassen.</p>
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		<title>Die Scheibe ist nicht die Welt&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 20:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[...und das ist auch gut so. Warum ich in meinem ganzen Leben nie wieder eine (zumal beschreibbare) CDVDHDBlueray in die Hand nehmen und nicht mal mit dem Arsch anschauen werde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und das ist auch gut so. Ein überfälliger und nötiger, wenn auch nicht verdienter Abschied.</p>
<p>Liebe CD-DVD-HD-BlueRay-Wasweißich,</p>
<p>ich habe mir vor einigen Tagen einen neuen Computer gekauft. Hin und wieder kommt man einfach nicht umhin. Und, denk nur: Wie schon mal, so Anfang des Jahrtausends, habe ich dieses Mal ein Bauteil weggelassen, das bis heute als unverzichtbarer Standard gilt &#8211; wie einst, wir erinnern uns dunkel, jene ratternden und im Extremfall 2,88 MByte fassenden Klapperkästen, auch &#8220;Floppy&#8221;- oder Diskettenlaufwerke genannt. Und so, wie eines Tages jeder merkte, daß man diese Dinger einfach nicht mehr braucht, ging es mir jüngst mit Dir und deinesgleichen. </p>
<p>Mit einem winzigen, aber bedeutenden und vor allem: Unbezahlbaren Unterschied. Lege ich heute eine jener antiquierten Magnetscheiben, die sich bisweilen hinter Schränken und in Umzugskisten finden, in das in einem aufbewahrten Test- und Experimentierrechner immer noch vorhandene zugehörige Laufwerk ein, so kann ich sämtliche darauf ehedem selbst hinterlegten Daten  bis heute problemlos abrufen. Und seien sie 15 Jahre alt und ebensolange auf diesem Medium konserviert. Von Vertretern deiner Zunft kann ich dies nicht behaupten. Und das nach teilweise nicht 15, nicht zehn, ja: bisweilen weniger als fünf Jahren, auf die ich sie Dir anvertraute. Nehmen wir beispielsweise jene unwiderbringlichen (wenngleich manchmal peinlichen), in älteren Epochen auf aus heutiger Sicht altmodische Magnetbänder gebannten Videos, die einem noch einmal jeden Pubertätspickel einzeln ins Gedächtnis rufen: Zwei Jahrzehnte nach deren Entstehen entschied man sich, mit der Zeit zu gehen, diese Machwerke zu digitalisieren und, &#8220;state of the art&#8221;!, auf eine &#8220;DVD-RW&#8221; zu &#8220;brennen&#8221;. </p>
<p>Heute, beim Versuch, diese Unikate abermals zu transferieren auf mittlerweile erneut zeitgemäßen, ja: dank RAID ausfallsicheren und vor allem spottbilligen Magnetspeicher, stellt man beklommen fest: Das war ein Fehler. Selbst solche Plastik-Silberfolien-Verbundscheiben, die man nach dem Schreibvorgang nie wieder angefaßt hat, versagen die Herausgabe der unwiderbringlich verlorenen Daten. Und machen einem spätestens im Vergleich mit vermeintlich antiquierten, robusten Medien wie VHS, Musikcassette, ja: Vinylschallplatte, schmerzlich klar: Von der Option, mehr wie weniger wertvolle Momente des Lebens auf immerdar zu bannen, sind/waren wir insbesondere im Fall der (insbesondere beschreibbaren) optischen Speichermedien weiter entfernt denn je. Die Vision vom erschwinglichen Massenspeicher: Ein Wunschtraum mit bösem Erwachen. Die Vorstellung, emotional bedeutendes zu archivieren und unsterblich zu machen: Für den Arsch. </p>
<p>Genau wie Du, liebe Silberscheibe. Wenn es in nun bald 25 Jahren IT- und Multimedialeben irgendetwas gibt, das ich nicht nur nie wieder anfassen, nicht nur nicht vermissen, sondern auf das ich an jenem Tag, da sein letztes Exemplar weltweit hergestellt wird, eine Flasche Schnaps exen werde, dann bist Du es.</p>
<p>Auf nimmer Wiedersehen, zum Teufel mit Dir, fick Dich, liebe CDVD!</p>
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		<title>Dran glauben</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/05/05/dran-glauben/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 11:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck &#8220;dran glauben&#8221; angemessen wäre, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck &#8220;dran glauben&#8221; angemessen wäre, ist eine blasphemische Verleumdung.</p>
<p><em>Un</em>glaublich indes finde ich, daß es nicht nur Ketzer gibt, die behaupten, es gäbe da  läßlichste Sünden, die der heiligen Stuhl und seine <del datetime="2010-05-05T10:53:17+00:00">Ausscheider</del><ins datetime="2010-05-05T10:53:17+00:00">Vertreter</ins> höchstselbst zu verantworten hätten: Es gibt doch tatsächlich <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/dioezese-regensburg-niggemeier/">Pharisäer, die derlei satanische Verse aufgreifen und weitertragen</a>! </p>
<p>Nicht erst,  aber ganz besonders in diesem Zusammenhang ist es nur zu billig, einmal dem Unmut über die schändlichen Schriften, die da seit Mai 1949 noch dem letzten gottlosen Teufel zugestehen, er möge doch nach Belieben kundtun, was er da denkt und fühlt, freien (und anwaltlichen) Lauf zu lassen. Denn wie heil und geordnet war doch zuvor die Welt, wenn zuletzt auch nur noch in den opferreichen Schranken des heiligen Reichskonkordats, das von der einzig richtigen Lehre &#8211; derer Petri &#8211; nicht viel übrig ließ.</p>
<p>Nun indes, da schwarze Schafe den monatlichen Ablaß, ja gar die unüberwindliche Schuld (und damit die Obhut ihrer Schäfer) <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=512">in Frage stellen</a> und mancher dreist behauptet, der direkt an Bedürftige gegebene Taler sei sinnvoller vertan denn jener an die römisch-katholische Fiskalkollekte, da muß man doch sogar als ordentlicher Christenmensch endlich mal: Dran glauben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Und wenn wir nicht</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:37:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[zeitnah hieran gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell Ruhrpottkrokodile sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>zeitnah <a href="/2010/04/26/sicherheitsgruse-aus-dem-jenseits/">hieran</a> gestorben gewesen sein werden, dann sollten wir uns schleunigst in nordrheinwestfälische Gewässer (Fließ- oder Stand-: Egal!) begeben und uns als Affen (oder, vielleicht einfacher) als Wasserschweine verkleiden, um das nachzuholen. Aber Obacht: Speziell <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/journalisten-machen-kemnader-see-unsicher/">Ruhrpottkrokodile</a> sind so vorsichtig, daß sie nicht mal von Qualitätsjournalisten hinreichend lange (und gut) gesehen werden. Wir müssen also schon auf uns aufmerksam machen. </p>
<p>Ich reservier mal für Sonntagmittag die Tränke hinter der Ruhrmündung, linksrheinisch. Ich bin der mit dem gelben Bauch. (Oder: Ich werde der mit dem gelben Bauch gewesen sein werden. Siehe oben.)</p>
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		<title>Warum unsere Politiker so oft an die Kinder denken?</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/27/warum-unsere-politiker-so-oft-an-die-kinder-denken/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 16:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle einsperren!]]></category>
		<category><![CDATA[Blagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil es vor ihnen längst andere getan haben. Wie zum Beispiel die armen, von Raubmordkopierverbrechern gepeinigten Rechteverwerter.
(via und)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil es vor ihnen längst andere getan haben. Wie zum Beispiel die armen, von Raubmordkopierverbrechern gepeinigten <a href="http://christianengstrom.wordpress.com/2010/04/27/ifpis-child-porn-strategy/">Rechteverwerter</a>.</p>
<p>(<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/die-rechteindustrie-mag-kinderpornographie/">via</a> <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b529e467">und</a>)</p>
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		<title>Da man einmal täglich lachen soll,</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/04/26/da-man-einmal-taglich-lachen-soll/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
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		<description><![CDATA[stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>stelle ich mir jetzt vor, ich wäre auf der Veranstaltung einer Gewerkschaft, die sowieso nicht mehr zu retten ist und würde, während Gäste reden, die den Veranstaltern dank ausführlicher netzweiter Kopfwäsche längst peinlich sind, in die betretenen Gesichter der verzweifelten Funktionäre sehen, die sich einen Referenten ans Rednerpult geholt haben, der im Haus der Brüder Zursonnezurfreiheit ungeniert <a href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/kein-bundnis-von-ver-di-und-industrie/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+DigitaleLinke+(DIGITALE+LINKE)">über den &#8220;Internet-Maoismus&#8221; herzieht</a>.</p>
<p>Erfrischend grotesk!</p>
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		<title>Die haben es nötig!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2009/12/23/die-haben-es-notig/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 14:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
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		<category><![CDATA[Sterbende Dinosaurier]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus der Reihe "sterbende Urzeitmonster" lesen Sie heute: Was der Verlagosaurus Giganticus vom Scheibus Plasticus lernen kann. Und vermutlich niemals wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß schon. Über sterbende Dinosaurier muß man sich nicht lästernd auslassen, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/aussichtslos-selbstmoerderisch-unverschaemt/">das tun die mittlerweile schon selbst so geschickt</a>, daß kein Auge trocken bleibt.</p>
<p>Und damit bin ich schon bei dem Dinosaurier, der mich gestern zur Verzweiflung gebracht hat &#8211; obwohl der eigentlich längst tot sein müßte. Troubadix könnte man den nennen, ach nein, letzterer hat ja selbst musiziert, während der, den ich meine, lediglich (aber dafür viel zu lange viel zu gut) davon lebte, Musik auf Plastikscheiben zu kopieren und einen jahrelangen, zuletzt <a href="http://www.raubkopierer-sind-verbrecher.de/">peinlich bis grotesken</a> öffentlichen Todeskampf anstimmte, als er viel zu spät merkte, daß die Leute Plastikscheiben lieber selbst kopieren. Oder gar nicht mehr, weil es ihnen gar nicht um die Scheiben selbst, sondern primär um deren Inhalt geht.</p>
<p>Also: In meiner Jugend Maienblüte gab es von einem Künstler (der sich, übrigens auch aufgrund von Streitigkeiten mit Dinosauriern, immer wieder mal neue Namen gab, die auf seine Plastikscheiben gedruckt werden mußten) ein ziemlich schönes Stück. Das war so gut, daß ich es mir damals schon von meinem raren Taschengeld auf so einer Plastikscheibe gekauft habe. Die hat seinerzeit etwa 15 Mark gekostet, was inflationsbereinigt heute ungefähr 250.000 Euro sein dürften. Oder auch etwas weniger, aber immerhin deutlich zu viel angesichts des umständlichen Bezugswegs damals:</p>
<ol>
<li> Busfahrschein kaufen</li>
<li>in die Stadt fahren</li>
<li>Plastikscheibe holen</li>
<li>noch einen Busfahrschein kaufen (oder eine Monatskarte gehabt haben)</li>
<li>heim fahren</li>
<li>Plastikscheibe auspacken</li>
<li>Stereoanlage anwerfen</li>
<li>Plastikscheibe einlegen</li>
<li>Lied hören.</li>
</ol>
<p>Daß man die Schritte 1-8 heute getrost als historisch betrachten darf, sich das Geld für Transportmittel sparen und Lieder in mittlerweile hervorragender Qualität binnen 30 Sekunden platzsparend als Datei frei Haus bekommen kann, geschenkt. Daß ich, weil die oben genannte Plastikscheibe durch eigenes Verschulden sowohl physikalisch (verliehen, verloren, verschlampt?) als auch inhaltlich (bei meiner vor allem aus Wohnraumoptimierungsgründen &#8211; ja, ich hasse unnötige Staubfänger! &#8211; durchgeführten großen Plastikscheiben-auf-Massenspeicher-Kopieraktion wohl übersehen?) perdü ist, erneut für das Lied (freilich nicht wieder für eine unnütz staubfangende Plastikscheibe) bezahlen muß: Wäre halb so wild, wenn das &#8220;muß&#8221; nicht ein &#8220;müßte&#8221; wäre.</p>
<p>Denn glaub mal nicht, daß auch nur eins der inzwischen zahlreichen seriösen Musik-Herunterladeportale den Titel bei sich hat. Und warum? Die Glaskugel sagt: Das Riesenlabel, unter dem das Lied damals auf Plastik kopiert wurde, verweigert sich (wohl als letztes seiner Art) bis heute der Realität: &#8220;Wenn wir das  zum Herunterladen anbieten, wird es nur raubkopiert werden.&#8221; Und nun rate mal, was der einzige zeitgemäße Weg ist, sich diesen Titel (für den jemand wie ich schon vor Jahren aus heutiger Sicht unseriös hohe Summen bezahlt hat) nun wieder zu beschaffen (ohne dabei auf gebrauchte Plastikscheiben zurückzugreifen): Genau. Sogenannte Raubkopierertauschbörsen. Dort ist es in jeder vorstellbaren Kompression und Version zu haben. Binnen Minuten.</p>
<p>Um den Bogen zum Anfang wieder zu bekommen: Angesichts solcher Lächerlichkeiten darf man freudig gespannt sein, welchen absurden Todeskrampf uns in den kommenden Jahre der Totes-Holz-Saurier (Verlagosaurus Giganticus) liefert. Den des Scheibus Plasticus zu toppen, das muß man erst mal bringen.</p>
]]></content:encoded>
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