Ja, genau: Ich bin für “Jungesell(inn)enabschiede”. Eine übrigens urdeutsche Tradition, genau wie “Valentinstag” und “Halloween” und nicht, wie etwa der Polterabend, aus dem angelsächsischen Raum importiert.
Schon stimmungsvolle, unkonventionelle Ideen wie die, sich mit geringelten Badeanzügen oder Schweinsnasen verkleidet am Verkauf von Schnapsminiaturen versuchen zu müssen – darauf muß man erst mal kommen. Und dann ist das echt auch total witzig, einmal für die Teilnehmer. Erstens weil, zweitens deswegen und drittens schon von Hause aus. Und dann natürlich auch und besonders für all jene Leute, die zum Beispiel in der Düsseldorfer Altstadt sonst nur gelangweilt am Biertisch herumstehen und sich mit anderen langweiligen Leuten gequält unterhalten müßten, um die nervtötend ruhige und uninspirierte Umgebung (und das langweilige Altbier) halbwegs ertragen zu können, und die dankbar für jede Abwechslung sind, vor allem, wenn es sich, wie hier, um eine vollkommen neue, nie zuvor erlebte handelt.
Also, eins weiß ich ganz genau. Wenn ich mal heiraten sollte (schon allein die Vorstellung ist ja grauenhaft. Sich aufgrund höherer Zwänge in diesen gefangenschaftsartigen Dauerzustand begebn zu müssen!), muß ich unbedingt vorher auch noch mal so richtig einen draufmachen. Spaß haben (kommt von allein und mit jedem “Feigling” mehr), auf die Kacke hauen (oder auf die Kotze, kommt nach der richtigen Menge Spaß auch von allein) und alle Leute um mich rum daran teilhaben lassen (und weil ich die nicht alle nötigen will, bei mir zu Hause oder im extra angemieteten Vereinsheim vorbeizukommen, finde ich es schon heute tierisch fair von mir, zu den Leuten hinzufahren und ihnen unsere Top-Stimmung mitzubringen, ohne daß sie extra fragen und sich dafür womöglich schämen müßten).
Bevor wir uns verkleiden, werden wir allerdings noch ein bißchen Fitneß machen. Natürlich auf einem Bierbike. Das paßt gut, weil es fast genau so kultig ist, fit hält und man was von der Umgebung und den Leuten mitbekommt (und umgekehrt: Win-win!). Ach so, und wem es nicht paßt, der muß ja nicht mitmachen. Zu dem sagen wir einfach: Tschüß!






