Auch als “gewürztes Dosenfleisch” (”Spam”) bekannt. Besonders kreative Form, Leuten, die zu Recht nicht auf einen aufmerksam werden wollen, zu zeigen, daß einem das mindestens am Arsch vorbeigeht.
29. August 2010
Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten “jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot” bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei.

Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient der verzweifelten und ideralerweise häufig genug durchgeführten entgeltlichen Wiederholungsfotografie.
Was kommt dabei heraus, wenn sich berufsschwedische Marketingschlipsträger zuviele geriebene Kötbullar in die Nase ziehen?
Genau, ein munteres Potpourri aus geheimsten sexuellen Fantasien, auszuleben idealerweise in der Möbelausstelllung (und mit zustandsbedingten Rechtschreibfehlern, versteht sich).

27. August 2010
Sprach der Marketing-Schlipsträger nach dem Beratungsgespräch mit dieser Social-Dingsbums-Expertenagentur zum Chef:
Wir müssen da jetzt auch rein, in dieses Twitter.
Gesagt, getan.

Sie sehen: So einfach funktioniert das mit diesem Social-Dingsbums-Dings. Und schon ist man auf der Höhe der Zeit.
(Natürlich sollte man währenddessen nicht vergessen, die bewährten Methoden der UmsatzausweitungKundenpflege einzusetzen, wie beispielsweise Telefonakquise, die, als “Serviceanruf” der “Alice-Kundenbetreuung” getarnt, Werbeanrufsverweigerern wie mir dann jene tollen O2-Mobilfunk-Kombitarife andrehen soll, die ich schon in Form von Surf-Stick-Gutscheinen per Post nicht haben wollte. Jedenfalls, wenn man Wert darauf legt, daß solche Kunden das als willkommenen Anlaß sehen, den bisher hinausgeschobenen Wechsel des Providers endlich mal in Angriff zu nehmen.)
Ja, ich weiß. Es kann ja durchaus sein, daß der Account gar nicht der Firma Hansenet/Telefonica gehört. Und das tolle ist: Wenn dem so wäre, wäre es ja noch peinlicher.
6. August 2010

Über Geschmack mag man streiten. Aber wie haltbar sowas ist, haben wir ja schon erlebt.

Bild: CC-BY-SA, Quelle: KarleHorn
27. Juli 2010
Wenn jemand jemandem die Rechte erklären darf und/oder sollte, dann ist das in der Regel
- Sein Anwalt,
- ein Ordnungshüter, der meint, ihn bei etwas ertappt zu haben,
- möglicherweise auch jemand, der sich im braunen Sumpf halbwegs auskennt.
Am besten kann sowas aber natürlich und zweifelsfrei ein Geldinstitut:

Denn wer sonst kennt sich mit Recht und Gesetz besser aus, wer könnte seinen Kunden lebensnäher von Dingen, die man sonst noch so auf “Charten” findet (Moral, Ethik und sonstiger Tand) berichten?
7. Juni 2010

Und der muß eben, usw., usf., gesichert werden.

“Verleiht Prügel”, hätt ich jetzt gesagt, wa. Yeahz.
18. Mai 2010
Neulich habe ich mich über den Javascript-Animations-Krebs ausgekotzt. Das Problem, daß zappelnde Animationen (”Slideshows”, “Rotations” und was auch immer) zunehmend mit Javascript realisiert werden, und man so den nervigen, nicht selbst initiierten Bewegungen auf dem ganzen Bildschirm nicht entkommt, habe ich bisher auf Werbetreibende reduziert.
Das war zu kurz gedacht. Es gibt nämlich außerdem dumme(rweise) Internetzbewohner, die keine Werbung (sondern durchaus schlaue oder lustige Sachen) von sich geben, diese dann aber “gut meinend” mit allerlei augenkrebsigem Geblinke anreichern. Es ist ja auch so schön einfach und verlockend, kann man doch mit “jQuery” und sonstigen Plugins mittels weniger Zeilen Code, ja: in manchen Redaktions- oder Blogsystemen sogar schon per vollständig browsergeführtem Plugin, ratz fatz die ganze – eigentlich anspruchsvolle – Seite in einen hyperaktiven Kindergartenzirkus verwandeln. Und nicht mal das muß überhaupt der Fall sein: Manches fertige Blog- oder CM-System beinhaltet ersatzlosen proprietär-javascriptigen Funktionskram, der sich bei deaktiviertem Script zu Barrieren entwickelt, von denen der nicht codeinteressierte Publizierer weder etwas merkt noch weiß (weil er selbst weder programmieren kann oder will, mindestens auf seiner Seite natürlich mit aktiviertem Script unterwegs ist und sich vielleicht auch einfach noch nie mit dem Barrierethema befaßt hat).
Zusammengefaßt muß ich also den ersten Lösungsansatz (Javascript nur auf den Seiten meines Vertrauens einschalten) zwar nicht revidieren, aber relativieren. Ganzen Artikel lesen
16. Mai 2010
Drum gibt es auch kaum mehr als ein
Angus beef patty on a premium bakery style bun
von dem ich behaupten würde, es abgöttisch zu ver(w)ehren.
6. Mai 2010
gesehen läßt einen dieser ganze Mainstreammedienmüll in Frieden. Ich dachte ernsthaft, um mich darüber nicht mehr entsetzen zu müssen, genüge es, den Konsum auf praktisch null zu reduzieren – aber Fehlanzeige.
Schleichwerbung, PR, Kampagnen, Hardcore-Lobbyismus und Stimmungsmache je nach Proporz in Rundfunkräten und Vorständen: Kennt man alles, kannte ich alles. Auch daß im Hörfunk gerne mal “aus Zeitmangel” verkappte Werbeinterviews frei Haus geliefert und dankbar abgenommen werden, ist mir nicht neu. Aber wenn ich dann lese, daß mittlerweile komplette Fernsehdokumentationen als Instantware aus dem PR-Kochstudio* kommen, dann kann ich mich tatsächlich schon wieder/noch einmal mehr drüber freuen, daß ich diesem zur vielfältigen Medienlandschaft hochstilisierten Hugenberg reloaded-Zirkus schon abgeschworen hatte, als andere sich gerade erst über “Prekariatsfernsehen” aus dem Urwald aufzuregen begannen.
Natürlich erscheinen mir jetzt sogar die berüchtigten “Spiegel TV”-”Dokumentationen” (“Auf Frische wird bei der Firma Müller-Fleisch größter Wert gelegt!”) noch mal in einem ganz anderen Licht: Bisher dachte ich, daß die sich dafür bezahlen lassen, daß sie solche hochinvestigativen Reportagen wie “Inside McBurger” durchs Kabel schleudern – aber wahrscheinlich kommt auch das alles bereits fix & fertig im Warmhaltekarton ins Haus. Gratis.
Top Programm, unendliche Weiten, rund um die Uhr, genau nach Geschmack – für sowas lobe ich mir daher meine (nicht mehr so) neuen Lieblingssender: DVD, USB und WWW.
Nachtrag: Das gibt’s auch in der ausgelagerten ARD-Mediathek.
27. April 2010
Ich habe selbst Webprojekte am Start, bei denen durch Werbung Geld reinkommt. Dementsprechend blocke ich Werbung auch auf anderen Seiten nicht grundsätzlich, schon der Fairneß wegen. Wer also die eigentlich selbstverständliche Anstandsregel, daß die Werbung nicht vom durch sie finanzierten Inhalt durch aufdringliches Gezappel, Rotieren, quieken etc. ablenken sollte, einhielt und auf Flash-Müll (bei mir standardmäßig deaktiviert und nur für Ausnahmeseiten zugelassen) oder animierte Gifs verzichtet hat (auch GIF-Animation ist hier selbstverständlich deaktiviert), hatte bei passendem Angebot durchaus realistische und faire Chancen, mich für sein Produkt gewinnen zu können.
Ich setze in meinen Webprojekten auch selbst Jquery und sogar UI-Effekte ein. Maßvoll und dezent, stets ergänzend und nie alternativlos, sprich: REST mit Lynx muß bei aller zusätzlichen Spielerei immer gehen. Und das ist nicht nur abermals eine Frage der guten (Netz-)Erziehung, sondern auch und vor allem der Schläue: Nutzer, die auf Spielereien pfeifen (in diese Kategorie fallen übrigens auch Suchbots!), kann man so dennoch mit den eigenen Inhalten erreichen.
Ich bin übrigens auch wieder einer dieser Nutzer geworden. Denn seit es in der Internetwerbewirtschaft zunächst zu der Erkenntnis kam, daß immer mehr potentielle Werbekunden keine mehr sind, weil sie wie ich das ganze Flash-Gif-Gezappel einfach ausgeschaltet haben, und dieser Erkenntnis, begünstigt durch eben genau die einfache Verfügbarkeit alternativer Zappelmöglichkeiten mittels JQuery-UI (oder “Scriptaculous” oder wie sie alle heißen), nicht etwa die eigentlich zweckmäßige Einsicht folgte, daß man mit gut plazierter “stiller” Werbung weitaus mehr Potential abschöpfen kann als auf einem komplett zappelnden Bildschirm, sondern die famose Idee, doch nun Javascript-Effekte zum Zappeln einzusetzen, habe ich zu den “Opt-In” Funktionen meines Opera nun auch Javascript wieder hinzugefügt.
Mag sein, daß manche Seiten dadurch in Zukunft nur noch schwer oder gar nicht mehr zu nutzen sind – aber so funktioniert halt der Darwinismus. Kreativen, deren kreativer Horizont einfach nicht über “es muß hinausstechen” hinaussticht, darf man jedenfalls getrost attestieren, daß sie sich selbst ins Knie schießen. Und empfehlen, sich in selbiges auch zu ficken.
25. April 2010

Und da gibt es immer noch Leute, die sich für teures Geld anstrengenden Operationen und Hormontherapien unterziehen…
13. April 2010
Die Fa. Pearl weiß, wie man Kunden zum Kauf animiert. Ich meine hier nicht die inzwischen sogar bei Telefonnetzbetreibern und Sektkellereien angekommene Binsenweisheit, daß erotische Reize den Umsatz fördern. Nein, die Firma ist auch in der vorausschauenden Kundenfürsorge UND in innovativer Sortimentsgestaltung führend. Denn nicht nur sendet man mir, der ich bisher immer nur das Risiko, über dieses umständliche und dubiose Internetz zu bestellen, auf mich nehmen mußte, aufmerksamerweise sogar ohne daß ich extra darum hätte bitten müssen, einen topaktuellen und prickelnd gestalteten Hochglanzkatalog (der immerhin einen Wert von 0,80 Euro plus Porto hat!) kostenlos!! und einschließlich eines praktischen ausschneidbaren Bestellformulars frei Haus!!1!:

Man hat auch messerscharf die Bedürfnisse der Nerdgemeinde erkannt. Nachdem der selbstklebende Monitor-Rückspiegel für heimliche Büroonanierer längst jeden durchschnittlichen Bildschirm veredelt, hat man sich nun auch des besonders unter sog. “Killerspielern” verbreiteten Trends zum Messermassaker angenommen.
Daumen hoch – und frei nach so nem Drogeriemarkt: Hier bin ich Mensch, hier sauf’ ich ein’. Oder auch zwei.
4. April 2010
…dann steht man ganz schön im Regen:

Nicht falsch verstehen: Ich bin dafür, daß das Zeug pro Schachtel ruhig 500 Euro kosten soll, damit wenigstens die Armen endlich gesünder leben gewollt werden – die Geldsäcke können ja ruhig weiterquarzen.
Mir fiel bei dem Plakat nur spontan ein, daß, wenn ich früher[tm] für Vaddern mal zu Ernas Erfrischungshalle gehen durfte, weil es da einen (damals noch ausschließlich mit Geldmünzen und ohne Alterschip funktionierenden) Kippenautomaten gab, ich da drei Markstücke reinwerfen mußte, um eine Packung “Reval ohne” einschließlich in der Packung befindlichen Wechselgeldes in Höhe einer halben D-Mark heimzutragen. Für die jüngeren unter uns: Zweifuffzich wären umgerechnet 1,28 Euro. Für damals sogar über 20 Glimmstengel.
Daran merkt man, wie das Geld an Wert verliert. Und/oder vor allem, wie alt man inzwischen ist.
(Daß das Plakat mitten in Düsseldorf, Deutschland offenbar gezielt ausländische Kunden ansprechen will, fällt mir gerade erst jetzt auf, da ich den Text fertig habe.)

Und ich hatte im ersten Moment natürlich gelesen: Wärmt den Magen und… wissenschon, von wegen brennt zweimal. Da hilft das Tafelwasser dann auch nicht mehr – es sei denn, man kann es mit nach Hause nehmen…
20. März 2010
Schlipsträgern geht in “Meetings” bekanntlich besonders schnell einer ab, wenn in tollen Powerpups-”Präses” möglichst viele im 45°-Winkel nach rechts oben abstehende…ähm, zeigende Kurven zu sehen sind.
Daß man damit nicht mal mehr Klaus Doof hinter dem Ölradiator hervorlocken kann, hat man nun scheinbar auch im Bankenwesen, dem seit jeher obersten Hort des Schlipsträgertums, begriffen:

24. Februar 2010
Stellen Sie sich vor, man wollte Ihnen Ihr neues vermeintliches Leibgericht verkaufen. Stellen Sie sich bitte weiterhin vor, man würde Ihnen Ihr neues vermeintliches Leibgericht mit dem eindeutigen Hinweis auf den Arsch Ihres besten Freundes und dessen (des Arsches) Ausdünstungen schmackhaft machen wollen.
Betrachten Sie dann noch dieses Werbeplakat

und schreiben Sie mir: Kann man die Aussage “unser Produkt ist eine Arschgeburt” noch besser inszenieren?
Die ersten eineinhalb Einsendungen erhalten 229178821 Rentenmark in Briefmarken. Der Rechtsweg ist, wie der Links- und Hintenrumweg, ausgeschlossen.
4. Februar 2010
30. Januar 2010

Alles klar? Nein. Es bleiben, wie bei jedem Bilderrätsel, etliche Fragen. Zum Beispiel:
- Zu was hat mich der mögliche Gewinner ausgewählt?
- Wie kann ich deren eine Million Besucher sein? (SO fett bin ich nun wirklich nicht und selbst eine durchaus vorhandene Schizophrenie nebst dezenter Selbstverachtung eingeräumt, in so kleine Stücke kann und mag ich mich nicht zerreißen.)
- Warum und vor allem: WIE soll ein “MacBook von Apple” ohne fremde Hilfe irgendwo klicken, wenn das ganze mit einem allgemein anerkannten Gefahrensymbol gekennzeichnet ist?
15. Januar 2010
Klar: Ob die Frage nun “sammeln Sie Treuepunkte?”, “sammeln Sie Herzen?” oder (wie früher[tm]) “hier, Ihre Rabattmarken!” heißt – der dümmliche Versuch, noch dümmlichere Kunden durch “kaufst Du viel, kriegst du was geschenkt” zu ködern, ist so alt wie der Handel selbst. Dümmlich, weil ich eigentlich von vornherein optimale Leistung zum optimalen (wohlgemerkt: nicht unbedingt kleinsten) Preis erwarte und, wenn die Erwartung erfüllt wird, auch ohne Rabattmarken, Herzen oder sonstigen Unfug gerne wiederkomme.
Eine ganz neue QualitätStufe der Peinlichkeit hat dieses Thema zweifelsohne schon seit Jahren (denn so lange studiere ich dieses Thema so unfreiwillig wie empirisch) durch das Kombinieren von Werbemüllempfängerdatensammel- und klassischem “kaufst Du viel, kriegst Du irgendwann was wieder”-Programm erreicht und hier vor allem durch die steten Bemühungen (”stets bemüht”) der Firma Payback. Ganzen Artikel lesen