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	<title>DavidBLN.de &#187; Werbemüll</title>
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	<description>Mein Dingsbums und ich.</description>
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		<title>Ab sofort ehrlich</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf &#8220;immer mehr&#8221; ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.</p>
<p>Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. <span id="more-2165"></span>Seit neuestem brüstet sich nämlich ausgerechnet die wie ihre Schwester Saturn zum Metro-Konzern gehörende Mediamarkt-Gruppe &#8211; nach unvergessenen (nicht) vollkommen blöden &#8220;Claims&#8221; und hochnotpeinlichen Cowboy- (Ronald Nitschke, der einst als vertrottelter Konsuln-Fahrer in &#8220;Praxis Bülowbogen&#8221; dann doch mehr überzeugte), Pseudo-Law-and-order- (irgendein Anwalt) oder, äh, ferner-liefen-Auftritten (irgendwelche Möchtegernkomiker) &#8211; mit einer echten Ungeheuerlichkeit, und damit meine ich nicht das in Werbeagenturen in zwischen zum Einstellungstest gehörende Deppen Leer Zeichen:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0433.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0433-600x398.jpg" alt="Werbeplakat für den &quot;neuen Mediamarkt-Preis&quot;: &quot;Der erste Preis ohne den Preis-Irsinn. Klare Ansage. Zwei zum Preis von zwei.&quot;" title="" width="600" height="398" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2166" /></a></p>
<p>Meine Damen, meine Herren, bitte beachten Sie die unaufdringliche, dezent im Hintergrund gehaltene Sensation: Hier wirbt ein Unternehmen damit, daß es &#8211; so verstehe ich dieses Plakat jedenfalls &#8211; <em>neuerdings</em> tut, was das &#8220;Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb&#8221; vorschreibt: Den Grundsatz der sogenannten Preisklarheit und -wahrheit einhalten.</p>
<p>Liebe bisher vielleicht doch zu Unrecht verachtete Reklamebranche: Ich kann eine solch entwaffnende Ehrlichkeitsoffensive nur bedingungslos unterstützen. Und mir bei der Gelegenheit noch viele weitere solcher Kampagnen wünschen. Zum Beispiel für Parteien (&#8221;jetzt ist uns unser Geschwätz von gestern nicht mehr egal!&#8221;), Brötchenimitationsfabriken (&#8221;ab sofort aber wirklich ohne Sägemehl und Knochenleim&#8221;) oder für Banken (&#8221;künftig nur noch Finanzprodukte, die Sie wirklich brauchen&#8221;).</p>
<p>Obwohl, da fällt mir ein: Schon länger bewirbt die Firma Mars einige Produkte ihre Katzenfuttersparte &#8220;Whiskas&#8221; mit dem Hinweis auf einen Fleischanteil von &#8220;jetzt 60%&#8221;. Möchte ich wirklich wissen, wie hoch der bisher war? Und was da sonst noch drin ist, jetzt nur noch zu 40%?</p>
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		<title>Schlimmer geht immer</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 13:22:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers &#8220;Wahlkampf&#8221; ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers &#8220;Wahlkampf&#8221; ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, als beliebig austauschbare Köpfe.</p>
<p>Daß auch Phrasen beliebig austauschbar sind, habe ich dabei stets geflissentlich ignoriert. Daß die Simulation von Inhalten mich das ganze Bauerntheater noch mehr verachten lassen würde, als es die oben genannten Hackfressen je könnten, hätte ich auch nicht gedacht. Doch merke: Das Grundwesen der Peinlichkeit besteht zweifelsfrei darin, daß sie sich immer doch noch weiter unterbieten läßt.<span id="more-2121"></span></p>
<p>Sofern es hierfür und für die These, daß sich die Parteienrepublik nicht mal mehr die Mühe des Anstrichs gibt, ihr Volk auch nur entfernt des Denkens für fähig zu halten, noch irgendeines Beweises bedarf, so erbringt ihn der derzeitige Zirkus um den äußerlichen Neuanstrich des Berliner Landesparlaments in eindrucksvoller Weise. Da gibt ein Herr Wowereit vor, <em>Berlin</em> zu <em>verstehen</em>, indem er eine offenbar aufgeregte Omi an der Hand hält, während er zwar nicht sie, dafür aber die Kamera auf der anderen Seite angrinst. Da muß sich eine Frau Künast für den von der Bildregie augenscheinlich gewollten angestrengt-genervten Blick des vorgeblich für den Bürger arbeitenden Volkszertreters genau so wenig Mühe geben, wie sie behaupten würde, daß Berlin die einzige, letzte oder wenigstens wichtigste Machtoptionen ihrer persönlichen Karriere wäre. Für wie intelligent die politische Klasse ihr Volk hält, beweisen allerdings, wie gesagt, besonders Plakate, die mehr als &#8220;Slogans&#8221; enthalten. </p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/DSC_0304.JPG"><img src="/_ressourcen/uploads/DSC_0304-600x398.jpg" alt="Ein Plakat der FDP erklärt dem naiven Wahlbürger, daß den ebenso naiven &quot;Traum einer autofreien Stadt&quot; nicht teile, weil andernfalls werdende Mütter &quot;mit dem Fahrrad in den Kreißsaal&quot; müßten." title="" width="600" height="398" class="blackborder size-medium wp-image-2122" /></a></p>
<p>Dieses Beispiel der Mövenpickpartei ist dabei keineswegs einzigartig, sondern, ganz entgegen deren voraussichtlichen Stimmergebnissen, erschreckend repräsentativ. Natürlich nicht nur für die Berliner Politik.</p>
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		<title>Tag des offenen Arsches</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 13:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oder auch: Fitneßklubs (Läden, Sonnenstudios), die ohnehin mehr oder weniger immer offen haben und ihre (potentiellen/erhofften) Neukunden ernsthaft mit solchem Wortkuhschiß wie &#8220;Tag der offenen Tür&#8221; und evtl. bunten Luftballons hinter dem Ofen hervorlocken zu können meinen.
Erinnert mich an Vertriebs(steigerungs)telefonkonferenzen und die üblichen zu benennenden &#8220;konkreten&#8221; Maßnahmen wie &#8220;Bistrotisch vor den Eingang stellen&#8221; oder &#8220;Musik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder auch: Fitneßklubs (Läden, Sonnenstudios), die ohnehin mehr oder weniger immer offen haben und ihre (potentiellen/erhofften) Neukunden ernsthaft mit solchem Wortkuhschiß wie &#8220;Tag der offenen Tür&#8221; und evtl. bunten Luftballons hinter dem Ofen hervorlocken zu können meinen.</p>
<p>Erinnert mich an Vertriebs(steigerungs)telefonkonferenzen und die üblichen zu benennenden &#8220;konkreten&#8221; Maßnahmen wie &#8220;Bistrotisch vor den Eingang stellen&#8221; oder &#8220;Musik lockt immer Leute an&#8221;.</p>
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		<title>Sexells (2)</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/26/sexells-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ficksaft in Flaschen, Sauereien zum saufen&#8230; ach ja. Da hat das Brands &#038; Strategy Department aber mal wieder so richtig auf den Poo(tz) gehauen. Ob es jetzt an zu hohen oder doch zu niedrigen Öchslezahlen lag: Das letzte Saison-Kickoff fand jedenfalls offenkundig mit freundlicher Unterstützung der Ergo-Gruppe statt.
Wisset se, Herr Direktor, mir hen da e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ficksaft in Flaschen, Sauereien zum saufen&#8230; ach ja. Da hat das Brands &#038; Strategy Department aber <a href="/2010/06/07/sexells/">mal wieder</a> so richtig auf den Poo(tz) gehauen. Ob es jetzt an zu hohen oder doch zu niedrigen Öchslezahlen lag: Das letzte Saison-Kickoff fand jedenfalls offenkundig mit freundlicher Unterstützung der Ergo-Gruppe statt.</p>
<blockquote><p>Wisset se, Herr Direktor, mir hen da e ganz frivoles Idee&#8217;le: Mir könntet doch einfach e fesches Etikettle uff de Fläschle bappe, irgetsoebbes mit&#8230; pscht, <small>Ding, na hier, <span style="font-size: 30%; color: #999">dene Secks, wisset&#8217;s?</span></small>. Woi, des hen Ekschperde rausgefunne: Dene <small><span style="font-size: 30%; color: #999">Secks</span></small>-G&#8217;schichde, die verkaufet sich oifach bracktisch fo&#8217;alleine. (Und wann des ned hilft, schraube mer oifach noch e bißle no Preis nunder.) Isch des nix?</p></blockquote>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/fickelwein.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/fickelwein-400x600.jpg" alt="fickelwein" title="fickelwein" width="400" height="600" class="alignnone size-medium wp-image-2080" /></a></p>
<p>Hach, ich komm schon ganz in Schlampagnerstimmung *zwinker* iksdeh ^^ ROFL</p>
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		<title>Auf die Verpackung kommt es an!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 13:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Denn Inhalt ist bekantlich nichts. Image ist alles! Und 6,49 Euro für 2,5 Kilogramm solch cooler(!) Preßkohle ist nun wirklich geschenkt!

Ihr seht: Selbst ordinäre Fußvolk-Freuden wie &#8220;grillen&#8221; sind nun endlich in der stylishen Oberklasse angekommen!
Zusatznutzen: Kann man hinterher noch als schicke Designer-Einkaufstasche nehmen. Oder als Schlipsersatz. Oder als cooles Wandbild; der Haken zum aufhängen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn Inhalt ist bekantlich nichts. Image ist alles! Und 6,49 Euro für 2,5 Kilogramm solch cooler(!) Preßkohle ist nun wirklich geschenkt!</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/kuhl.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/kuhl-600x400.jpg" alt='Schnöde Grillholzkohlenbriketts müssen nicht immer langweilig verpackt sein. Hier haben wir die schicke weiß-hochglänzende Verpackung mit der, stylisch in Lautschrift gehaltenen, sicherheitshalber aber auch noch mal im Klartext erklärten Markenbezeichnung "ku:l (Cool) - Premium Grillbriketts".' title="kuhl" width="600" height="400" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-2033" /></a></p>
<p>Ihr seht: Selbst ordinäre Fußvolk-Freuden wie &#8220;grillen&#8221; sind nun endlich in der stylishen Oberklasse angekommen!</p>
<p>Zusatznutzen: Kann man hinterher noch als schicke Designer-Einkaufstasche nehmen. Oder als Schlipsersatz. Oder als cooles Wandbild; der Haken zum aufhängen ist bereits im Preis enthalten!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Man muß nicht zum alten Eisen gehören,&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/07/04/man-mus-nicht-zum-alten-eisen-gehoren/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 13:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Deine Mudda]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;um zu einer Ü30-Party eingeladen zu werden.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;um zu einer Ü30-Party eingeladen zu werden.</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/altpapier.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/altpapier-600x800.jpg" alt='Werbung für "Ü30"-Party. Auf einer Altpapiertonne.' title="" width="600" height="800" class="blackborder alignnone size-large wp-image-2030" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Plus-Minus</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 09:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche &#8211; natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen &#8211; Zusatz-&#8221;findickjanzdufte&#8221;-Buttons auf meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat mal wieder irgendein großer Spieler der Internetzwirtschaft irgendeinen supidupi neuen Wasauchimmer-Facebook-Killer-Dienst erfunden. Das ist mir so für sich keine Erwähnung wert, soll jeder seinen Spaß haben. Nerviger finde ich da schon, daß ich mir als Online-Werbeflächenverleiher bei eben diesem Anbieter jetzt wieder irgendwelche &#8211; natürlich proprietären und nicht webstandardkonformen &#8211; Zusatz-&#8221;findickjanzdufte&#8221;-Buttons auf meinen entsprechenden Portalen einbinden soll, da diese &#8220;natürlich&#8221; künftig auch das Suchergebnis und damit eben auch die Vermarktbarkeit meiner Seiten beeinflussen würden. Mich verleiten solche impliziten Zwänge ja immer sofort zum Nachdenken über Alternativen. Vielleicht sollte ich die Werbeflächen jetzt doch lieber mal an die Interessenten verkaufen, deren Angebote zwar gut waren, aber kein Entwicklungspotential versprachen, wie es die &#8211; dank Werbeblockern, für die ich aufgrund der oft grauenhaften Werbetreibenden und ihrer Formate größtes Verständnis habe &#8211; immer lausiger werdenden Einnahmen aus der &#8220;Netzwerkwerbung&#8221; vollmundig taten und tun. </p>
<p>Bei anderen führt allerdings solcher im Monatstakt auftretende Hype regelmäßig zu medialen Erregungswellen, die man nicht mal von pubertierenden Jungmopedbesitzern in meinem derzeitigen, dörflich-bäuerlichen Exilwohnort kennt, sobald diese irgendwelche Weibchen in Peilweite bemerken. Und Fremdschämen, wie ich es sonst nur für unreflektiert &#8220;Häppi Bürsti&#8221;-singende Altersgenossen aus meiner Kindergartenzeit kannte, packt mich, wenn in meinem (hier: virtuellen) Umfeld das Hype-Produkt mit der gleichen armseligen und doch wirksamen Strategie einführt werden kann<span id="more-1991"></span>, wie es schon vor vielen Jahren eine Bremer Biermarke mit einem sensationell alten <del datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Wein</del><ins datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Bier</ins> in unspektakulär neuen, nun durchsichtigen <del datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Schläuchen</del><ins datetime="2011-07-01T09:25:36+00:00">Flaschen</ins> tat: Mit künstlicher Verknappung.</p>
<p>Wie erinnern uns (also zumindest ich): Geschickt lancierte man einst in den damals noch weitgehend nichtvirtuellen zielgruppenrelevanten sozialen Netzwerken (damals nannte man sowas &#8220;Clubszene&#8221;) &#8220;versehentlich ausgeplauderte&#8221; Hinweise auf ein geheimnisvolles neues, &#8220;hippes&#8221; Bier, das zwar teurer als das grün verpackte Schwesterprodukt, aber dafür bis auf weiteres auch nur &#8220;unter der Hand&#8221; in &#8220;ausgewählten Clubs&#8221; zu haben sei.</p>
<p>Natürlich war die Bremer Biermarke nicht die erste, die mit solchen Taschenspielertricks erfolgreich auf Bauernfang ging, und natürlich ist sie nicht die letzte gewesen. Besonders in den nun digital reinkarnierten Klubszenen ist sie heute fast omnipräsent. $firma kündigt ihren sensationellen, alles verändern werdenden Dienst $dienst an und startet bald darauf einen &#8220;geschlossenen&#8221; Testlauf, an dem selbstverständlich leider nicht jeder teilnehmen kann, sondern wo man nur reinkommt, wenn man jemanden kennt der noch ein VIP-Armbändchen übrig hat und einen außerdem auf die Gästeliste setzt. &#8220;Einladung&#8221; nennt sich das dann (&#8221;Invite&#8221;). Und von da an dauert es noch fünf Minuten, bis man nicht nur alle vorgesehenen Strukturen erfolgreich &#8220;viral&#8221; infiziert hat und die eine Hälfte der Anwesenden mit Armbändchen wedelt während die andere Hälfte als moderne Schnorrerarmee einen an jeder virtuellen Ecke mit &#8220;haste mal &#8216;n Invite&#8221; belästigt. </p>
<p>Das finde ich aus drei Gründen krank. Erstens: Wie kann man Firmen eine so erbärmliche, billige &#8220;Strategie&#8221; durchgehen lassen? Zweitens: Wie kann man sich selbst dafür hergeben, als unbezahlter Werbeapostel für jede Scheiße mitzuarbeiten? Drittens: Wie kann man sich so erniedrigen, darum zu betteln, ein gezielt gehypetes Produkt, hinter dem zudem oft handfeste Markt- und im konkreten Fall Monopolinteressen stehen, bitte bitte &#8220;als fast erster&#8221; nutzen zu dürfen?</p>
<p>Ich würde sowas niemals schreiben, wenn die Leute, die sich diese drei Fragen entweder nicht stellen oder sie vor lauter Erregung ausblenden, unter den Zuschauern von &#8220;DSDS&#8221; oder &#8220;GNTM&#8221; oder &#8220;RTL 2 action news&#8221; zu suchen wären. Aber daß es sich dabei in großer Zahl um Personen handelt, von denen ich ansonsten kritischstes Hinterfragen gewohnt bin und die ich teilweise genau und nur deshalb schätze: DAS macht mir Angst.</p>
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		<title>Das Schlimmste an der Kostenloskultur&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 16:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;ist:

Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ist:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/Kostenloskultur-600x450.jpg" alt="Eine Palette mit kostenlosen Telefonbüchern und Branchenverzeichnissen steht unbeachtet in der Müllecke eines Supermarktvorplatzes" title="" width="600" height="450" class="blackborder alignnone size-medium wp-image-1989" /></a></p>
<p>Daß sie wirklich wichtigen Dingen einfach im Weg steht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mogelpackung 2.0?</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/23/mogelpackung-2-0/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 20:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlipsträger]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang schätze ich die Drogeriemarktkette &#8220;dm&#8221;. Das liegt sicher ein wenig an der eloquenten Art ihres Gründers, auch an der (zumindest veröffentlichten) Philosophie der Firma (und wiederum ihres Gründers), aber vor allem daran, daß man sich dort als Kunde auch und besonders im Reklamationsfall ganz gut aufgehoben fühlen kann. Nur dieser verdienten Wertschätzung ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang schätze ich die Drogeriemarktkette &#8220;dm&#8221;. Das liegt sicher ein wenig an der eloquenten Art ihres Gründers, auch an der (zumindest veröffentlichten) Philosophie der Firma (und wiederum ihres Gründers), aber vor allem daran, daß man sich dort als Kunde auch und besonders im Reklamationsfall ganz gut aufgehoben fühlen kann. Nur dieser verdienten Wertschätzung ist das Fragezeichen hinter der Überschrift geschuldet. Und die Annahme, daß hier ein für Verpackungen zuständiger Mensch einer heutzutage scheinbar verbreiteten Krankheit, nämlich dem &#8220;es muß vor allem schick und öfter mal anders aussehen&#8221;-Syndrom erlegen ist. <span id="more-1939"></span></p>
<p>Nun habe ich zu Verpackungen ohnehin kein besonders liebevolles Verhältnis. Ich hänge der altmodischen Überzeugung an, daß sie dazu da sind, ihren Inhalt vor Schaden zu bewahren und ihn zugleich in bestmöglicher Weise zugänglich zu machen.  Sobald sie mehr wollen oder sollen, sind sie für mich überflüssige und nervige Scheiße, Blendwerk, Krebsgeschwüre. Und, genau wie &#8220;Werbung&#8221;, eine Eitelkeitsmesse für selbsternannte Künstler, denen die brotlose Kunst zu brotlos ist und die sonst leider nichts gelernt haben.</p>
<p>Ein Beispiel für eine hervorragende Verpackung ist diese:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschalt.jpg"><img src="http://www.davidbln.de/_ressourcen/uploads/duschalt-600x800.jpg" alt="Eine inzwischen leere Duschgelflasche. Sie ist durchsichtig und ansonsten schlicht und zweckmäßig." title="" width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1944" /></a></p>
<p>Sie zeigt erstens den Inhalt (hier aufgrund meiner fleißigen Konsumentenaktivität und Reinlichkeit nur noch theoretisch), schützt ihn vor Schaden (im Fall einer Duschgelflasche: auslaufen oder austrocknen), drängt sich selbst nicht in den Vordergrund und macht den Inhalt auf einfache Weise zugänglich. Auf sehr einfache Weise sogar, denn auch, wenn der Aufdruck der Flasche ihre &#8220;richtige&#8221; Aufstellung vorzugeben scheint, geht es so:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschalt2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschalt2-600x800.jpg" alt="Die gleiche Duschgelflasche, nur auf den Kopf gestellt." title="Wenn man wirklich alles will, muß man die Dinge manchmal auf den Kopf stellen." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>noch deutlich besser. Nämlich bis zum sprichwörtlichen letzten Tropfen. Besser gesagt: Es ging. Bis zur jüngsten Überarbeitung dieses Nutzgegenstandes &#8220;Verpackung&#8221;. Der sieht nun so aus:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschneu.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschneu-600x800.jpg" alt="Die gleiche Duschgelflasche, nur auf den Kopf gestellt." title="Wenn man wirklich alles will, muß man die Dinge manchmal auf den Kopf stellen." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>Entzückend, nicht? Nicht. Denn das:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/duschneu2.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/duschneu2-600x800.jpg" alt="Genau: Verboten per Design. Hier wird nix mehr auf den Kopf gestellt." title="Designmission erfolgreich, Schlipsträger entzückt: Ein weiterer Schritt im Kampf gegen diese widerlichen Sparfuchskunden." width="600" height="800" class="borderless size-large wp-image-1942" /></a></p>
<p>geht nun im wahrsten Sinne des Wortes schief.</p>
<p>Man braucht <a href="/tag/lalalalas-dich-nicht-verarschen/">heutzutage</a> nicht mehr viel Phantasie für die Vermutung, daß hier mehr als ein verhinderter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christo">Christo</a> im Spiel gewesen sein könnte. Zum Beispiel ein Schlipsträger, der vorgerechnet hat, um wie viele Tage sich der Intervall zwischen zwei Flaschenkäufen mangels vollständiger Entleerung im &#8220;50er-Quantil kumuliert&#8221; verkürzen könnte und sich damit der Absatz des Produkts eklatant steigern ließe. Und nur der eingangs erwähnte Vertrauensvorsprung der Firma hält mich an, davon so lange nicht auszugehen, bis eine Antwort auf meine diesbezügliche direkte Anfrage wider Erwarten NICHT einräumt, diesen Fehler vor lauter Entzückung über das neue Flaschendesign (ein hübsch zweideutiges Wort übrigens) schlicht übersehen zu haben und ihn schnellstmöglich zu beheben. Ich bin gespannt und werde die Antwort selbstverständlich niemandem vorenthalten.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Nein, ich habe euch keine Antwort vorenthalten. Bis heute, dem 14. Juli, gab es schlicht und einfach keine. Ich muß zugeben: Ich habe das so nicht erwartet. Aber manchmal ist keine Antwort eben auch eine.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vertrauen ist das Ende.</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/06/13/vertrauen-ist-das-ende/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 16:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdscham]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[unfähig]]></category>
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		<category><![CDATA[Yes weekend]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/haartoeter.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/haartoeter-533x800.jpg" alt="Ein Frisiersalon nennt sich &quot;Hairkiller&quot;" title="" width="533" height="800" class="blackborder alignnone size-large wp-image-1906" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutsche Werbung, deutscher Wein</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2011/02/09/deutsche-werbung-deutscher-wein/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 12:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[tipico tedesco]]></category>
		<category><![CDATA[Unfug]]></category>
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		<description><![CDATA[Bekanntlich ist es Firmen in Deutschland nicht erlaubt, ihre Angebote mit unwahren bzw. nicht belegbaren Tatsachenbehauptungen zu bewerben. Das ist auf den ersten Blick grundsätzlich und selbst auf den zweiten &#8211; wenn man mal an Aussagen wie &#8220;macht schlank&#8221; oder &#8220;schützt vor Pimpernellenpest&#8221; denkt &#8211; immer noch hochvernünftig, will der Verbraucher doch zurecht anhand von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bekanntlich ist es Firmen in Deutschland nicht erlaubt, ihre Angebote mit unwahren bzw. nicht belegbaren Tatsachenbehauptungen zu bewerben. Das ist auf den ersten Blick grundsätzlich und selbst auf den zweiten &#8211; wenn man mal an Aussagen wie &#8220;macht schlank&#8221; oder &#8220;schützt vor Pimpernellenpest&#8221; denkt &#8211; immer noch hochvernünftig, will der Verbraucher doch zurecht anhand von Fakten und nicht aufgrund groben Unfugs seine Kaufentscheidung treffen. </p>
<p>Doch Deutschland wäre nicht Deutschland, nähme es nicht, wie alles, auch diese Vorschrift so wörtlich, daß sie sich selbst ad absurdum führt. <span id="more-1836"></span>Denn nicht nur ist das Behaupten genitalverlängernder und sonstiger Effekte nach allgemeinem Rechtsverständnis unzulässig, sondern auch jene plumpen Kaufmannsaufschneidereien, die selbst unsere unaufgeklärten Urahnen im finstersten Vormittelalter längst als solche kannten, durchschauten und darob schlicht zu ignorieren verstanden: &#8220;Unser Brot ist das beste und unser Kaffe der leckerste&#8221; &#8211; mit Werbeaussagen, die so oder ähnlich überall auf der Welt als solche verwendet und natürlich von jedermann erkannt werden, riskiert man in Deutschland mindestens eine saftige Abmahnung, solange nicht etwa die sogenannte Stiftung Warentest als so unabhängige wie universell sachkundige Institution auch die subjektivste aller Wahrnehmungsoptionen höchst objektiv (und selbstverständlich nicht, wie vereinzelt behauptet, gegen kleinere und größere nicht zweckgebundene Spenden) attestiert hat und in Form eines &#8211; gegen Entgelt abdruckbaren und einem staatlichen Qualitätssiegel längst gleichkommenden &#8211; Logos attestiert hat. </p>
<p>Dergleichen treibt, zumal in Deutschland, selbstverständlich Stilblüten. Schon leidlich kämpferischen Slogans wie &#8220;das beste Persil aller Zeiten&#8221; oder &#8220;unser bester Apfelsaft&#8221; stehen die zahllosen Abstimmungsmeetings mit der Rechtsabteilung ins Gesicht geschrieben, aber beiweitem nicht so bezeichnend wie einer Königin unter den unverbindlichen Werbesprüchlein: &#8220;Vielleicht eines der besten Biere unserer Zeit.&#8221;</p>
<p>Ich bin mir nicht sicher, was hier Ursache ist und was Wirkung. Ist des die Streitlust des Gartenzwergzüchters, die unter Zuhilfenahme regelrechter Advokatenarmeen zu derart absurden und, wie es ein englischer TV-Koch wohl nännte, <em>bollockless</em> Relativierungen führt? Oder ist es die &#8220;german Angst&#8221;, es könnte sich eines Tages ein Kunde beklagen, daß Omas Gebäck aber doch <em>noch</em> besser sei, falls man wie jeder Konditor jenseits des Rheins ohne Wimpernzucken seinen Erdbeerkuchen der Kundschaft als den besten anpriese, den jene bis dato gegessen habe (und im Zusammenhang damit womöglich die Furcht vor Reklamationen mit gerichtlichen Folgen)? Ist es die bekannte deutsche Bescheidenheit, die sich landläufig weniger im Anhäufenwollen als im strebsamen Verbergen des Haufens manifestiert und es vorzieht, jedwedes selbstbewußt subjektive Urteil aus Furcht vor Schmähungen oder Spott zu unterlassen oder zumindest bis zur Unkenntlichkeit zu relativieren?</p>
<p>Ich kenne die Ursachen nicht. Alles, was ich weiß, ist, daß deutsche Anbieter mit anderen Superlativen weniger bis gar keine Berührungsängste haben. Geht man mit maximaler Größe &#8211; aus historischen und/oder physiognomischen Gründen &#8211; noch zaghaft um, gibt es bei einem anderen Prädikat nichts, das deutsche Anbieter stoppen könnte. Ist irgendjemandem außer mir (und einem geschätzten Freund, der sich jetzt sicher angesprochen fühlt) eigentlich jemals aufgefallen, wie viele <em>älteste Brauereien Deutschlands/der Welt/des Universums</em> es in diesem Land gibt? Wie viele <em>älteste</em> Weinstuben friedlich entlang von Neckar, Rhein und Mosel koexistieren, von den ungezählten <em>ältesten</em> Gasthäusern allerorten ganz zu schweigen? Angesichts des geballten Altertums, das sich quer durch die gesamte Wirtschaft zieht und bei genauem Hinsehen noch viel präsenter ist als die angeblich vergreisende Bevölkerung, drängt sich mir jedenfalls die Befürchtung auf, daß der Konservativismus, die (derzeit zu allem Überfluß in zumindest medialer Restaurationsgier gipfelnde) Sehnsucht nach Vergangenem in unserer Gesellschaft noch viel tiefer verwurzelt sind, als man es oberflächlich und angesichts &#8220;traditionspflegender&#8221; Veranstaltungen wie Schützenfesten oder Karnevalsschlägereien ohnehin schon annehmen muß.</p>
<p>Es ist offensichtlich: &#8220;Alt&#8221; ist das deutsche &#8220;gut&#8221;, denn <em>das machen wir schon immer so und es funktioniert ja auch</em>. Nun, beim Wein stimmt das sogar. Manchmal. Vielleicht.  Aber ob es für das, was man so als Land um die Reben drumherum gebaut hat, auch das Beste ist?</p>
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		<title>Herzliche Gratulationen zu Winterfesten!</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/12/24/herzliche-gratulationen-zu-winterfesten/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 11:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
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		<category><![CDATA[man spricht deutsh]]></category>
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		<description><![CDATA[Schoene Sachen sind immer gewuenscht.
Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.
 Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)
Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut.
Ein schoenes Geschenk assoziiert sich mit einer teuren stilvollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schoene Sachen sind immer gewuenscht.</p></blockquote>
<p>Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.</p>
<blockquote><p> Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)</p></blockquote>
<p>Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut.<span id="more-1776"></span></p>
<blockquote><p>Ein schoenes Geschenk assoziiert sich mit einer teuren stilvollen Sache, die Haufen Geld kostet.</p></blockquote>
<p>Ist sich aber vor allem wichtig, daß ist teuer. Muß sein wirkliche große Haufen.</p>
<blockquote><p>In der Wirklichkeit ist alles nicht so schlimm</p></blockquote>
<p>Das stimmt. Ich habe auch oft Wirklichkeit, aber seit ich diese &#8220;bitte nicht überdosieren&#8221;-Kapseln nehme, ist das echt easy.</p>
<blockquote><p> &#8211; ausgesucht aussehendes Zubehoer, das normalerweise tausende kostet, koennen Sie guenstig kaufen. Klingt zu schoen, um Wahrheit zu sein?</p></blockquote>
<p>Ehrlich gesagt: Klingt vor allem zu scheiße, um nicht sofort und völlig kostenfrei einen Jagdschein zu erhalten.</p>
<blockquote><p>Pruefen Sie es selbst.</p></blockquote>
<p>Nächstes Jahr Mittwoch. Versprochen.</p>
<blockquote><p>Unsubscribe (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/) | Update your profile (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)</p></blockquote>
<p>Keine Zeit, da warten noch &#8220;Top pills for boner&#8221; im &#8220;Original E-Viagra-Store&#8221; auf mich. Prioritäten, wissenschon. Man wird ja auch nicht jünger.</p>
<blockquote><p>Copyright (C) 2010 Spampfosten GmbH. All rights reserved.</p></blockquote>
<p>Oh, Mist. Da komme ich wohl um den Strick nicht herum. Ich erwarte duldsamst Ihre Klage. Möglichst nicht auf den niederländischen Antillen. (Obwohl, da ist es im Moment glaube ich angenehmer als hier. Also insofern.) Zustellung bitte handschriftlich auf sonnengetrocknetem Eselsdarm (branchenüblich von innen).</p>
<blockquote><p>You&#8217;re receiving this email because you signed up for the Scheißehaufen<br />
 newsletter.</p></blockquote>
<p>Sicher doch. Das war, als ich neulich mit dem Papst im Puff war, bevor uns eine eilige Jungfrau den dritten Joint gereicht hat. Aber bitte nicht weitersagen, ich hab nen Ruf zu verlieren.</p>
<blockquote><p>View it in your browser and share the link.</p></blockquote>
<p>Teilen? Solche Kostbarkeiten? Ihr spinnt wohl. Gute Tips behält man für sich!</p>
<blockquote><p>If you don&#8217;t want to receive this newsletter anymore, you can unsubscribe.</p></blockquote>
<p>Ich könnte andererseits auch auf den Tisch kacken, Schirmchen reinstecken und den Weihnachtsmann zum Kaffekränzchen einladen. Zum Beispiel.</p>
<p>Wie dem auch sei, statt Blumen und Karten gratuliere ich mit diesem kostbaren Sammlerstück ausgesuchtester Kundenpflegelyrik allen Lesern von ganzem Herzen zu Winterfesten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schwein gehabt</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/12/02/schwein-gehabt/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 10:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;hat, wer es im vergangenen Winter geschafft hatte, möglichst viele Zusatzverkäufe mit der umgangssprachlich ähnlichnamigen Grippe-&#8221;Pandemie&#8221;-Paranoia zu generieren.
Wer nicht so viel Glück hatte, blieb indes auf so viel Zeug sitzen, daß er es nun im Doppelpack verramschen muß:

Vielleicht wird aber auch schon bald, beflügelt durch die bereits eingeleitete &#8220;wir werden alle erfrieren&#8221;-Panik, die nächste Grippesau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;hat, wer es im vergangenen Winter geschafft hatte, möglichst viele Zusatzverkäufe mit der umgangssprachlich ähnlichnamigen Grippe-&#8221;Pandemie&#8221;-Paranoia zu generieren.</p>
<p>Wer nicht so viel Glück hatte, blieb indes auf so viel Zeug sitzen, daß er es nun im Doppelpack verramschen muß:</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/schweingehabt.jpg" alt="Im Supermarktregal: Desinfektionsmittel werden &quot;2 für 1&quot; verramscht mit dem Hinweis, daß sie gegen den H1N1-Schweinegrippe-Erreger hälfen." title="" width="640" height="960" class="blackborder alignnone size-full wp-image-1750" /></p>
<p>Vielleicht wird aber auch schon bald, beflügelt durch die bereits eingeleitete &#8220;wir werden alle erfrieren&#8221;-Panik, die nächste Grippesau durchs globale Dorf getrieben. Und dann reibt sich zumindest der Herr Dr. Becher die Klauen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die fehlende Dimension</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/22/die-fehlende-dimension/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 01:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lächerlich]]></category>
		<category><![CDATA[Alles Scheiße!]]></category>
		<category><![CDATA[Angst!]]></category>
		<category><![CDATA[Internetz]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[
OK, zwei (jeweils nicht mal immer gegebene) Dimensionen kriege ich zusammen: 1. die olfaktorische und 2. die akustische. Wer mir die dritte plausibel erklärt, hat einen gut. (Entweder oder.) Und wer mir erklären kann, warum ich ausgerechnet diese Werbung sehe, wenn ich mir der niemals endenden Gier nach fossilen Brennstoffen zum Opfer gefallene Gebäude ansehe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/3dpups.jpg" alt="Werbeeinblendung zu einem Panoramio-Bild: &quot;Rülpsen und Pupsen in 3D&quot;" title="" width="433" height="263" class="alignnone size-full wp-image-1734 blackborder" /></p>
<p>OK, zwei (jeweils nicht mal immer gegebene) Dimensionen kriege ich zusammen: 1. die olfaktorische und 2. die akustische. Wer mir die dritte plausibel erklärt, hat einen gut. (Entweder oder.) Und wer mir erklären kann, warum ich ausgerechnet diese Werbung sehe, wenn ich mir der niemals endenden Gier nach fossilen Brennstoffen zum Opfer gefallene Gebäude ansehe, der kriegt sogar beides.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abenteuer Leben</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/19/abenteuer-leben/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 10:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zum Kacken zu dämlich]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Tot]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Von einem Abenteuer spricht man in der Regel, wenn es um eine Unternehmung geht, die 1. sinn- und/oder 2. reizvoll, jedoch 3. nicht ganz ungefährlich ist. Natürlich ging es dem DRK West darum, ihr Anliegen wegen 1. durch eine emotionale Bedeutung zu 2. aufzuladen, als sie diese Broschüre ersann:

Dummerweise lenkt wird jedoch die ohnehin schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von einem Abenteuer spricht man in der Regel, wenn es um eine Unternehmung geht, die 1. sinn- und/oder 2. reizvoll, jedoch 3. nicht ganz ungefährlich ist. Natürlich ging es dem DRK West darum, ihr Anliegen wegen 1. durch eine emotionale Bedeutung zu 2. aufzuladen, als sie diese Broschüre ersann:</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/abenteuer.jpg" alt="Das DRK wird für das &quot;Abenteuer Blutspende&quot; - mit dem Bild eines Mopedfahrers" title="abenteuer" width="640" height="960" class="alignnone size-full wp-image-1727" /></p>
<p>Dummerweise lenkt wird jedoch die ohnehin schon problematische Assoziation der dritten Bedeutung des Wortes &#8220;Abenteuer&#8221; nicht nur auf die verhältnismäßig überschaubaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blutspende#Gesundheitliche_Risiken_bei_der_Blutspende">Risiken einer Blutspende</a> gelenkt, sondern durch das unglücklich gewählte Symbolbild sogleich mit <a href="http://motorradunfall.motorradfahrerinnen.de/">zusätzlichen Gefahrenszenarios</a> aufgeladen.</p>
<p>Ab und an sollte man eben selbst für den guten Zweck (der natürlich auch beim DRK nichts anderes als Tagesgeschäft ist) sinnvolle Investitionen nicht verschließen und ausnahmsweise einmal Werbeschlipsträger engagieren. Oder die, die man bisher hatte, schnell entsorgen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Scheingut</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/02/scheingut/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 21:29:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Lalalalaß dich nicht verarschen!]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut deutscher Wikipedia ist ein Gutschein 
ein Dokument, das einen Anspruch auf eine Leistung repräsentiert bzw. dokumentiert.
In meinem persönlichen Empfinden, das selbstverständlich vollkommen objektiv, wert- und rechtsneutral ist, teilt man einen Gutschein dann aus, wenn man jemandem entweder aus purer (wenngleich meist kalkulierter) Nettigkeit oder aber aufgrund einer vorher erbrachten &#8211; wahlweise finanziellen oder sonstwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gutschein">Laut deutscher Wikipedia</a> ist ein Gutschein </p>
<blockquote><p>ein Dokument, das einen Anspruch auf eine Leistung repräsentiert bzw. dokumentiert.</p></blockquote>
<p>In meinem persönlichen Empfinden, das selbstverständlich vollkommen objektiv, wert- und rechtsneutral ist, teilt man einen Gutschein dann aus, wenn man jemandem entweder aus purer (wenngleich meist kalkulierter) Nettigkeit oder aber aufgrund einer vorher erbrachten &#8211; wahlweise finanziellen oder sonstwie werthaltigen &#8211; Gegenleistung sein Anrecht auf eine entsprechende Rückvergütung nachweisbar dokumentieren möchte. Wer von uns würde mit dem Begriff &#8220;Gutschein&#8221; nicht sofort das assoziieren, was schon das Wort selbst verspricht, nämlich irgendein &#8220;Gut&#8221; (singular von &#8220;Güter&#8221;!), das es im Tausch gegen ebendiesen Schein gibt?</p>
<p>Leider ist all das nichts als graue Erinnerungstheorie vergangenheitsverklärender Gutmenschen wie ich einer bin. In der Realität des freien Marktes haben nicht nur unseriöse drittklassige Pizzabäckereien aus Kurfürstendammnebenstraßennebenstraßen das Wort mit &#8220;2 für 1&#8243;-Gutscheinen, die eigentlich &#8220;Rabattmarken&#8221; heißen müßten, ins Lächerliche überführt. Auch weltweit franchisegebende Bulettenbrötchenverteilstationen haben dies längst zum Usus aufgewertet. Und auch ein globale Ansprüche erhebender (und befriedigender) Handelskonzern wie der, den einst ein Herr Beisheim in schnöden Betonhallen nach oben päppelte, entblödet sich nicht, &#8220;Gutscheine&#8221; über &#8220;10 Euro&#8221; auszugeben,</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/metrogutschein.jpg"><img src="/_ressourcen/uploads/metrogutschein-300x128.jpg" alt="Ein &quot;Gutschein&quot; aus der Metro: Gültig bei Einkäufen ab 50 Euro, nur für bestimmte Artikel, nur bis zu einem bestimmten Datum" title="" width="300" height="128" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1654" /></a></p>
<p>die natürlich nur gültig sind</p>
<ul>
<li>bei einem Einkauf von mindestensd 50 Euro,</li>
<li>aus zuvor festgelegten Warengruppen (&#8221;20% auf alles außer Tiernahrung, Kraftfahrzeuge, Fußnagelscheren, Streichhölzer und Vaginalsekretabsorptionsprodukte&#8221;),</li>
<li>bis zum vorletzten Mittwoch.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Liebe geht durch den Magen</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 22:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Mahlzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wenn schon, dann auch richtig. Q. e. d.:

Womit auch der Liedvers, nach dem &#8220;eine neue Liebe wie ein neues Leben&#8221; sei, eine zusätzliche Perspektive gewinnt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wenn schon, dann auch richtig. Q. e. d.:</p>
<p><img src="/_ressourcen/uploads/liebeswurst.jpg" alt="Werbeschild: Ein großer Teller mit viel Pommes Frites und noch mehr Currywurst, Produktname &quot;Currywurstteller für Verliebte&quot;" title="" width="640" height="480" class="blackborder alignleft size-full wp-image-1649" /></p>
<p>Womit auch der Liedvers, nach dem &#8220;eine neue Liebe wie ein neues Leben&#8221; sei, eine zusätzliche Perspektive gewinnt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Tot(ale Gastlichkeit)</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/11/01/totale-gastlichkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 22:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Tot]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich stehe ja auf morbiden Werbescham.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/gastlich.jpg" alt="In einem Touristenort an der Mosel, ein Schild an einem Gasthaus: &quot;Dieses Haus ist mein / und doch nicht mein / Der vor mir war dachte auch es wäre sein / Er zog aus und ich zog ein / Nach meinem Tod wird es wieder so sein // Gästezimmer frei" title="" width="640" height="640" class="blackborder alignleft size-full wp-image-1640" /></p>
<p>Ich stehe ja auf morbiden Werbescham.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Blockbuster</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/10/30/blockbuster/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 16:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[> 1000 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelle Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Inzwischen vielleicht auch Kassengift.)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/_ressourcen/uploads/neuer_diafilm.jpg" alt="Ein vergilbter Werbeaufkleber an einer typischen Touristenbedarfshandlung preist den &quot;neuen Diafilm Agfachrome 200&quot;" title="" width="640" height="480" class="blackborder alignleft size-full wp-image-1632" /></p>
<p>(Inzwischen vielleicht auch Kassengift.)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn man nicht mehr weiter weiß&#8230;</title>
		<link>http://www.davidbln.de/2010/10/06/wenn-man-nicht-mehr-weiter-weis/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 21:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DavidBLN</dc:creator>
				<category><![CDATA[Peinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Abgezockt]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Kunde]]></category>
		<category><![CDATA[Früher[tm]]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerz]]></category>
		<category><![CDATA[Merkbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemüll]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;macht man einfach jeden Scheiß.
Liebe Commerzbank!
Seit Jahren &#8211; schon, da Du noch gar nicht so hießest und das nicht pißWesterwelle-gelbe Band der SymAntipathie als Markenzeichen im Schilde und den Namen Dresdner Bank (oder im ehedem dem alliierten Sonderstatus unterliegenden Berlin [West]: &#8220;Bank für Handel und Industrie [BHI]&#8220;) in jedem Briefkopf führtest, ja, da Du noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;macht man einfach jeden Scheiß.</p>
<p>Liebe Commerzbank!</p>
<p>Seit Jahren &#8211; schon, da Du noch gar nicht so hießest und das nicht <del>piß</del><ins>Westerwelle</ins>-gelbe Band der <del>Sym</del><ins>Anti</ins>pathie als Markenzeichen im Schilde und den Namen Dresdner Bank (oder im ehedem dem alliierten Sonderstatus unterliegenden Berlin [West]: &#8220;Bank für Handel und Industrie [BHI]&#8220;) in jedem Briefkopf führtest, ja, da Du noch von einem wenigstens oberflächlich gutbürgerlich, gemäßigt rheinisch-kapitalistisch und wertkonservativ statt von einem durch schlipstragende Werbefachberatungsarschrosettenkriechundneusprechexperten geprägten Außenbild zehrtest &#8211; zahle ich Dir nun im Wortsinne den Zins, selbst, wenn Du mir bisweilen einen Bruchteil davon als Nettoeffektivrendite zurückgibst.<span id="more-1621"></span></p>
<p>Wir sind, nicht nur meinen BMI betreffend, durch Dick und Dünn gegangen. Mal war ich es, der Deinen plumpen Privatkreditangeboten auf den Leim ging, mal warst Du es, die &#8211; großzügig wie -mütterlich &#8211; über eine allzu forsche Kontokorrentkündigung hinwegsah und den Jungunternehmer nicht unverzüglich straucheln ließ. Selbst in dem Moment, da Du meintest, mir für die arbeitnehmerobligatorischen &#8220;vermögenswirksamen Leistungen&#8221; Anlagestrategien, die noch fauler waren und sind als mein morgentlicher Atem nach einer bier- und/oder dönerseligen Nacht, als alleinseligmachenden Alternativplan für die ehedem spießbürgerlichen Bausparverträge (die, wie ich seit etwas weniger als den bindenden sieben Sparvertragsjahren weiß, eben gerade keinem Kurssturzrisiko unterliegen) andienen zu müssen und obendrein noch in jenem, da ich den Denkfehler durchschaute und Du mir zu verstehen gabst, daß ich diese Entscheidung nicht nur freien Willens getroffen hätte, sondern nunmehr auch nicht mehr revidieren könne, habe ich stets zu Dir gehalten und mir gesagt: Jene Institution, die an deiner Statt den schnöden Mammon verwaltet, ihn in Deinem Namen sät (ohne freilich die Ernte letztlich in Deinem Namen einzubringen), diesem Institut solltest Du Dich konsequenter verbinden als den zahllosen Liebeleien Deiner etlichen Nächte und Tage.</p>
<p>Doch während ich eben diesem Institut &#8211; denn nicht anders bezeichnete man sogar privat besessene und geleitete Banken &#8211; seit nunmehr 20 Jahren nicht nur die Treue halte, fällt ebendiesem nichts anderes ein, als mir eine &#8220;Rechnung&#8221; zu schicken:</p>
<p><a class="nohover" href="/_ressourcen/uploads/coba_rechnung.gif"><img src="/_ressourcen/uploads/coba_rechnung-212x300.gif" alt="Ein auf den ersten Blick als dringend fällige Rechnung aufgemachtes Werbeschreiben der Commerzbank an Privatkunden wie mich. Man spekuliert offenbar, daß der groß gedruckte Ausdruck &quot;Rechnung&quot; Aufmerksamkeit erregen wird." title="Peinlich: Mit Schuldgefühlen Aufmerksamkeit erregen - wer hat schon gerne offene Rechnungen?" width="212" height="300" class="blackborder alignleft size-medium wp-image-1622" /></a></p>
<p>Eine &#8220;Rechnung&#8221;. Das großgeschriebene Wort &#8220;Rechnung&#8221; soll mich erschrecken. Denn &#8211; so meinen durchschnittlich begabte und dank Krawatte (oder Pariser Schwulettenschal) am Frischluftbezug gehinderte Marketingrosetten &#8211; der gemeine, gerade noch einem halbwegs einträglichen Einkommen vertraute Spießbürger würde nichts mehr scheuen, als dieses ihn an die unangenehme noch nicht beglichene Verbindlichkeit gemahnende Wörtchen. Es soll mich anhalten, schnell und fiebrig den gesamten Inhalt des unappetitlichen, Finanzdienstleistungen irgendeiner Art anpreisenden Schmierwerks zu lesen. Und, natürlich, einem gerade noch rechtzeitigen psychologischen Dreh vom erschrockenen ins wahlweise verunsicherte oder renditegeile Wesen den Weg bereiten.</p>
<p>Nun, als Mensch, der grundsätzlich und bei jeder Gelegenheit bestrebt ist, aus der Zitrone des Lebens einen Zitronenbranntwein zu machen, werde ich auch diese Herausforderung annehmen. Ich werde meinerseits eine Rechnung machen. Eine, die mir aufzeigen möge, was es da an Alternativen zur seit über zwanzig Jahren vermeintlich vertrauten Hausbank gibt.</p>
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